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LOK Report – News von Freitag, 17.04.15

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report

EBA startet Öffentlichkeitsbe-
teiligung zur Lärmaktionsplanung

Absatzlinie
Prüfung der Überkompensation
im Verkehrsvertrag angekündigt

Absatzlinie
Pierre Mongin verläßt die RATP
Absatzlinie
47 Antragsteller für Fahrplan
2016 in Schweden

Absatzlinie
BLS fährt füt CargoBeamer
über den Gotthard

Willkommen beim LOK Report
Foto links: RheinCargo

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Dachverlängerung am Berliner Hbf nicht geplant
Die Deutsche Bahn AG plant nicht, das Dach am Berliner Hauptbahnhof um das derzeit eingelagerte Dach zu verlängern. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/4438) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/4254) hervor.
Eine nachträgliche Hallendachverlängerung sei weder verkehrlich noch wirtschaftlich zu verantworten, heißt es weiter. Die Kosten der Verlängerung würden auf 82 Millionen Euro zuzüglich betrieblicher Folgekosten von 55 Millionen Euro und Einnahmeverlusten von zehn Millionen Euro geschätzt. Der Zeitbedarf für eine Vollsperrung der oberirdischen Fern- und S-Bahngleise betrage rund neun Monate, schreibt die Regierung (Pressemeldung Bundestag, 17.04.15).

RechteckEBA: Öffentlichkeitsbeteiligung zur Lärmaktionsplanung
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat am 15. April 2015 mit der ersten bundesweiten Öffent- lichkeitsbeteiligung im Rahmen der Lärmaktionsplanung an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes begonnen. Bürgerinnen und Bürger können nun an einer Befragung im Internet teilnehmen und sich damit an der Erstellung des Lärmaktionsplans beteiligen.
Das Beteiligungsverfahren erfolgt in zwei Phasen: In der ersten Phase, die am 31. Mai 2015 endet, können sich die Betroffenen zur ihrer persönlichen Belastungssituation durch Schie- nenverkehrslärm einbringen. Nach Veröffentlichung der Ergebnisse der Lärmaktionsplanung besteht in einer zweiten Phase die Möglichkeit, diese noch einmal zu bewerten. Die Beteili- gungsplattform kann unter folgendem Link erreicht werden (Pressemeldung EBA, 17.04.15).

RechteckGDL: Am Freitag muss ein vernünftiges Zwischenergebnis stehen
"Am Freitag muss ein vernünftiges Zwischenergebnis stehen, das auch fixiert wird. Die DB verhandelt seit Monaten um des Verhandelns willen. Ihr Ziel ist es, kein Ergebnis zu erzielen. Diese Verzögerungstaktik werden wir sofort beenden."
Das erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky im Vorfeld der Verhandlungen zum Flächentarifvertag für das Zugpersonal mit der Deutschen Bahn am 16. und 17. April 2015 in Frankfurt.
Nach 15. Tarifrunden fehlen immer noch Ergebnisse in zentralen Fragen. Immer wieder behauptet die DB, sie müsse prüfen und bewerten, macht zuerst Zugeständnisse und dann wieder eine Rolle rückwärts. Angeblich hat die DB akzeptiert, dass neben den Lokomotivführern auch Lokrangierführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten sowie Ausbilder/Trainer in den Flächentarifvertrag integriert werden, im Haustarifvertrag soll das aber wieder ausgehebelt werden. Damit versucht die DB, die Verankerung der Lokrangierführer und Zugbegleiter im Flächentarifvertrag zur Scheinlösung zu degradieren, um gleichzeitig in den Haustarifverträgen im alten Trott mit ihrer Hausgewerkschaft EVG weiter zu galoppieren. Auch bei der Belastungssenkung und der Entgelterhöhung wurden noch keine Ergebnisse erzielt. Die DB will den Tarifkonflikt anscheinend so lange aussitzen, bis das Gesetz zur Tarifeinheit in Kraft tritt.
Außerdem fordert der Arbeitgeber erneut widerspruchsfreie Tarifverträge. Die mit der GDL zu vereinbarenden Regelungen dürften somit keine Abweichungen von den Tarifverträgen beinhalten, die er mit der EVG abgeschlossen hat. "Aller Welt verkauft die DB hingegen, mit uns unser Zugpersonal tarifieren zu wollen und es in die bestehende Tarifkonstruktion zu integrieren. Auch hier wird erkennbar, dass die mediale Selbstdarstellung nur Mittel zum Zweck ist, um die Forderungen unserer Mitglieder abzuwehren und in trauter Gemeinsamkeit die EVG-Tarifverträge festzuzurren. Hält die DB diese ‚neuen alten' Vorbedingungen und inhaltlichen Beschränkungen weiterhin aufrecht, wird die morgige Verhandlungsrunde ganz schnell zu Ende sein", so Weselsky.
Die Zeiten des Prüfens, Bewertens und Aushebelns sind vorbei. Kommt es zu keinen handfesten schriftlich fixierten Ergebnissen bei den Entgelt- und Arbeitszeitregelungen für das gesamte Zugpersonal, ist Schluss mit lustig. Das Zugpersonal braucht dringend eine Senkung der Belastung. Die Überstunden müssen begrenzt, Ruhetagsregelungen verbessert und die Wochenarbeitszeit gesenkt werden. Und schließlich steht noch eine Entgelterhöhung auf dem Programm.
Das Zugpersonal, das tagtäglich an der Front steht, lässt sich nicht weiter hinhalten, insbesondere nachdem sich der DB-Vorstand gerade so üppige Boni gesichert hat. Die GDL hat konstruktive Verhandlungen geführt und eine Reihe von Kompromissvorschlägen eingebracht. Die DB hat bisher nichts gezeigt. Sie hat es deshalb zu verantworten, wenn die Verhandlungen erneut scheitern. Das Aussitzen ist vorbei, denn das Gesetz zur Tarifeinheit wird den Tarifkonflikt von 2014 mit der GDL nicht lösen. Die GDL wird frühzeitig eine Klage beim Bundesverfassungsgericht anhängig machen, um ihre Grundrechte zu schützen
(Pressemeldung GDL, 17.04.15).

Industrie

RechteckRheinCargo: Transportleistung und KV-Umschlag gesteigert

Der Logistikdienstleister RheinCargo hat sich 2014 in einem schwieriger werdenden Marktumfeld erfolgreich behauptet. Im Schienengüterverkehr konnte das Transport- und Umschlagunternehmen gegen den deutschlandweiten Trend zulegen. Auch der Containerumschlag in den Rheinhäfen verzeichnete deutliche Zuwächse.
Beim Transport auf der Schiene steigerte sich RheinCargo 2014 das dritte Jahr in Folge. "Trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks haben wir unsere Marktposition weiter ausgebaut", erläutert Geschäftsführer Horst Leonhardt. Während die Gesamtmenge der in Deutschland per Eisenbahn beförderten Güter um 2,4 Prozent zurückging, erzielte RheinCargo mit 24,08 Millionen Tonnen (Vorjahr: 23,97 Mio. t) ein Plus von 0,5 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der Bereich Mineralöl/Chemie mit einer Steigerung um 13,4 Prozent auf 10 Millionen Tonnen. Insgesamt hat RheinCargo 2014 deutlich mehr Zugkilometer gefahren (plus 4,4 Prozent). Mit 4,19 Milliarden Nettotonnenkilometern (Vorjahr: 4,01 Mrd.) wurde eine neue Bestmarke erreicht. "Wir werden weiter hart dafür arbeiten, bestehende Aufträge zu sichern und mit maßgeschneiderten Konzepten neue Kunden von unserer Leistungsfähigkeit zu überzeugen", so Leonhardt.
In dem von seinem Geschäftsführerkollegen Rainer Schäfer verantworteten Geschäftsbereich Hafen erwies sich der kombinierte Verkehr (KV) als Wachstumstreiber. Der Containerumschlag in den Rheinhäfen Neuss, Düsseldorf und Köln nahm 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent auf 1,23 Millionen Standardeinheiten (TEU) zu. "Diese Entwicklung bestätigt unsere Strategie, weiter auf den kombinierten Verkehr zu setzen und die Umschlagskapazitäten für Container auszubauen", betont Schäfer. Dagegen entwickelte sich der Bereich Massengut im Vergleich zum Spitzenjahr 2013 rückläufig. Insbesondere die von den Kraftwerken nachgefragten Kohlemengen nahmen angesichts der milden Witterung, der Auswirkungen der Energiewende sowie des verstärkten Wettbewerbs aus Duisburg deutlich ab. Unterm Strich ging der wasserseiti-ge Umschlag in den Häfen Neuss, Düsseldorf und Köln 2014 um 3,8 Prozent auf 18,35 Millionen Tonnen (Vorjahr 19,08 Mio. t) zurück (Pressemeldung RheinCargo, 17.04.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Verkehrsministerium lässt Überkompensation im Verkehrsvertrag prüfen

Ökonomische Analyse des Großen Verkehrsvertrags nach KCW. Grafik KCW.
Im Jahr 2003 hat das Land den sog. Großen Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen. Hierüber werden bisher rund zwei Drittel des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Land bestellt. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat bereits in der Vergangenheit kritisiert, dass das Land für die Leistungen rund 1 Mrd. Euro zu viel zahle. Aus diesem Grund hat der VCD eine Überkompensationsprüfung durch die EU angestrengt, zu welcher das Land Stellung nehmen muss.
Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat zwischenzeitlich zwei Dienstleistungs-unternehmen, KCW/Berlin und Märkische Revision/Essen, beauftragt, die Überkompensation im Großen Verkehrsvertrag aus dem Jahr 2003 zu klären. 
Obwohl die Prüfung noch nicht abgeschlossen ist, gelangten wesentliche Informationen bereits an die Öffentlichkeit. Aus diesem Grund und aus Gründen der Transparenz stehen die Zusammenfassungen der Untersuchungen hier zur Einsicht zur Verfügung.
Wie die Presse zutreffend berichtet, kommen die beiden Untersuchungen unabhängig voneinander und nach unterschiedlicher Methodik zu einem ähnlichen Ergebnis. Sie bestätigen den Verdacht einer Überkompensation und belegen diesen aus Sicht des MVI nachvollziehbar. Allerdings steht nun noch eine rechtliche Prüfung aus, inwieweit diese Überkompensation gegenüber der Deutschen Bahn geltend gemacht werden kann. Nach Vorliegen des Ergebnisses wird die Landesregierung das weitere Vorgehen beschließen (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 17.04.15).

RechteckBW: VCD sieht eigene Berechnungen zum Verkehrsvertrag voll bestätigt
Nachdem die Expertise des ökologisches Verkehrsclubs zu den Zahlungen im so genannten ‚großen Verkehrsvertrag' durch gleichlautende Ergebnisse der beiden vom Land unabhängig beauftragten Fachbüros bestätigt wurde, sei es nun höchste Zeit, dass die Landesregierung im Sinne der Steuerzah- ler die zu viel bezahlten Beträge von der Deutschen Bahn (DB) AG zurückfordere.
"Schließlich ist die Summe von rund einer Milliarde Euro, die sich über die gesamte Laufzeit von 2003 bis 2016 aufsummiert, kein Pappenstiel, sondern ein Betrag, den die Landesregierung dringend für den Ausbau des Schienenangebotes benötigt", erklärt Matthias Lieb, VCD-Vorsitzender und Diplom- Wirtschaftsmathematiker.
Lieb verweist darauf, dass mit den Regionalisierungsmitteln, die der Bund den Ländern zur Verfügung stelle, in den letzten Jahren in anderen Bundesländern das Angebot im Zugverkehr habe ausgeweitet werden können, während in Baden-Württemberg seit 2007 das Angebot stagniere. Gleichzeitig wür- den nach VCD-Angaben die Fahrgastzahlen in Baden-Württemberg stetig zunehmen und dennoch müsste aufgrund der bestehenden Überkompensation das Land derzeit knapp 100 Millionen Euro ei- gene Mittel aufwenden, um das Zugangebot aufrechterhalten zu können. "Auf Basis realistischer Kos- tensätze hätte das Land also die Möglichkeit, das Zugangebot auszuweiten, was dringend geboten ist", betont Matthias Lieb.
In diesem Kontext verweist der VCD auf die EU-Kommission, an die sich der VCD erstmals 2010 in dieser Sache gewandt hatte und deren Rückfragen nun Anlass für Baden-Württemberg waren, gu- tachterlich den Sachverhalt zu klären. "Es ist zu erwarten, dass angesichts der VCD-Berechnungen und der nun vorliegenden Gutachten die EU diesen Vertrag als eine unzulässige Beihilfe einstufen wird mit der Folge, dass die unzulässigen Beträge zurückgezahlt werden müssen", erklärt Matthias Lieb. Die Unzulässigkeit ergibt sich aus VCD-Sicht aus dem Umstand, dass die Risikoverteilung zwischen den Vertragspartnern untypisch und nur dem Willen des Landes geschuldet gewesen sei, die DB AG dazu zu bewegen, das Projekt Stuttgart 21 durch eine versteckte Finanzierung voranzutreiben.
Verwundert zeigt sich der VCD über die CDU-Verkehrsexpertin Nicole Razavi, die darauf verweise, die Gutachter hätten nicht die DB-Bilanzen untersucht. Tatsächlich wiesen die Geschäftsberichte der DB für den Nahverkehr außergewöhnlich hohe Renditen aus, was schon ein deutlicher Hinweis auf Überkompensationen sei, erläutert Matthias Lieb. Aus VCD-Sicht könne Frau Razavi einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung der damaligen Verhältnisse leisten – schließlich habe sie von 2001 bis 2004 als persönliche Referentin des zuständigen Staatssekretärs gearbeitet und in dieser Funktion sicherlich tie- fen Einblick in die Beweggründe und Vertragsinhalte gehabt (Pressemeldung VCD, 17.04.15).

RechteckBW: Verband Region Stuttgart begrüßt Gesetz zum ÖPNV-Pakt
Der Verband Region Stuttgart begrüßt die Verabschiedung des Gesetzes zur Umsetzung des ÖPNV-Paktes im Landtag. Die Vereinbarung vom Februar letzten Jahres fand bereits im März 2014 großen Zuspruch in der Regionalversammlung. "Es ist erfreulich, dass der Kompromiss für den öffentlichen Nahverkehr nun auch eine deutliche Zustimmung des Landtags fand und damit die Zuständigkeiten klar geregelt sind ", befindet Regionalpräsident Thomas S. Bopp.
Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling freut sich über die rasche gesetzliche Verankerung: "Damit ist der Weg frei für die Umsetzung. Der Verband Region Stuttgart kann jetzt die Planungen beispielsweise für die Expressbusse oder für eine intelligente Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger weiter vorantreiben." Darüber hinaus erhält die Region weitere Kompetenzen für eine zukunftsfähige Mobilität in der Region Stuttgart wie das regionale Verkehrsmanagement oder S-Bahn-Linien, die über die Region Stuttgart hinausgehe (Pressemeldung VRS, 17.04.15).

RechteckBW: Bund stellt Mittel für Neubau der Linie 2 in Ulm bereit
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellt für den Neubau der Straßenbahnstrecke der Linie 2 in Ulm rund 65 Millionen Euro bereit.
Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Der Bund unterstützt die Länder dabei, einen guten öffentlichen Personennahverkehr sicherzustellen. Ich freue mich, dass wir auch die Stadt Ulm beim Neubau der Straßenbahnstrecke Linie 2 unterstützen können. Mit diesem Projekt gewinnen die bestehenden Verbindungen für die Ulmer noch einmal deutlich an Attraktivität: Das Linienkonzept für den Straßen- und Busverkehr in Ulm im Bereich Kuhberg, Innenstadt/Hauptbahnhof und Wissenschaftsstadt wird neu geordnet und verbessert. Außerdem werden die neuen Haltestellen direkt mit dem Hauptbahnhof verbunden, so dass eine optimale Verknüpfung zwischen dem innerstädtischen ÖPNV, dem Schienenpersonennahverkehr und dem Schienenpersonenfernverkehr geschaffen wird."
Der Neubau der Streckenabschnitte "Ehinger Tor" bis "Kuhberg" sowie "Theater" bis "Wissenschaftsstadt" mit Anpassung der Ulmer Stammstrecke wurde in das Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) aufgenommen. Der 2,5 Kilometer lange Streckenabschnitt Ehinger Tor bis Kuhberg bekommt sechs neue Haltestellen, der 6,5 Kilometer lange Abschnitt Theater bis Wissenschaftsstadt wird zwölf neue Haltestellen haben.
Die Sicherstellung des öffentlichen Nahverkehrs ist grundsätzlich Aufgabe der Länder. Die Bundesregierung unterstützt die Bundesländer jedoch beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs mit erheblichen Finanzmitteln. 2015 erhalten die Länder insgesamt knapp 9 Milliarden Euro. Allein aus dem Bundesprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, aus welchem ÖPNV- Schienenverkehrswege in Verdichtungsräumen kofinanziert werden können, erhalten sie rund 332 Millionen (Pressemeldung BMVI, 17.04.15).

RechteckBayern: Langzeitbaustelle behindert MERIDIAN von April bis August
Brückenbauarbeiten der DB Netz AG zwischen Kufstein und Brannenburg führen beim MERIDIAN von 19. April bis 23. August zu Einschränkungen im Fahrbetrieb. Zwischen Rosenheim und Kufstein kann die Strecke nur eingleisig befahren werden, drei Zugverbindungen ab Rosenheim sowie eine ab Kufstein pro Tag müssen daher ersatzlos entfallen – ein Schienenersatzverkehr würde aufgrund der langen Fahrstrecke vom nachfolgenden Zug überholt werden.
Für weitere sieben weitere Verbindungen, die zwischen Brannenburg und Kufstein entfallen, werden Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. Einen neuen Fahrplan gibt es für folgende Strecken: München – Rosenheim – Kufstein und München – Rosenheim – Salzburg (Pressemeldung Meridian, 17.04.15).

RechteckBayern: PRO BAHN stellt sich hinter die Stadt-Umland-Bahn
Der Fahrgastverband PRO BAHN stellt sich klar hinter das Projekt "Stadt-Umland-Bahn" und empfiehlt den Wählern im Landkreis Erlangen-Höchstadt am kommenden Sonntag für die Finanzierung der Projektplanung zu stimmen. Die STUB ist die beste Lösung für den Verkehr in und um Erlangen. Dazu haben wir als Fahrgastvertreter drei Thesen aufgestellt.</b>
<h3>Die STUB ist die zuverlässigste und umweltfreundlichste Lösung!</h3> Elektrische Bahnen fahren seit 134 Jahren und sind eine dieser erfolgreiche, erprobte Technologie. Ihre Leistungsfähigkeit wurde immer weiter verbessert und damit eine höchst effiziente und ausgereifte Variante der Elektromobilität geschaffen. Der Bus kann hier nicht mithalten. Batteriebetriebene Elektrobusse befinden sich aktuell noch mitten in der Entwicklungsphase. Während Straßen- und Stadtbahnfahrzeuge mehr als 30 Jahre im Einsatz sind, ist bei Batteriebussen spätestens in 10 Jahren Ersatz nötig. Oberleitungsbusse erreichen zwar ähnliche Qualitäten wie eine Stadtbahn, wären aber nicht in der Lage nach Nürnberg durchzufahren, da ihre Oberleitung nicht mit der der dortigen Fahrzeugen kompatibel wäre. Eine zuverlässige Buslösung wäre lediglich der klassische Dieselbus. Sich für Jahre von der Elektromobilität zu verabschieden kann aber nicht die Lösung in einer deutschen Technologieregion sein.
Die Erfahrungen in vielen Städten haben gezeigt, dass ein schienengebundenes Verkehrsmittel deutlich mehr Fahrgäste vom Auto abziehen kann als ein Straßengebundenes. Dabei ist nicht nur entscheidend, dass die Bahn durch die Schienenführung deutlich ruhiger und angenehmer fährt, noch wichtiger ist, dass die Bahn durch das permanente Erscheinungsbild ihrer Infrastruktur dem potentiellen Kunden besser in das Bewusstsein gelangt.
Durch den hohen Verlagerungseffekt profitieren nicht nur diejenigen, die die neue Bahn nutzen, auch der Autofahrer profitiert davon. Mit der STUB werden fast 11.000 Personenfahrten täglich auf die Schiene verlagert. Mit durchschnittlich 1,5 Personen pro Wagen bedeutet das, dass täglich über 7.000 Autofahrten entfallen, und dem entsprechend zu einer Entlastung der Straßen beiträgt. Diejenigen die die STUB nicht nutzen können profitieren in Zukunft von einer staufreien Fahrt. Eine weitere Verstärkung dieses Effektes würde sich in Zukunft bei dem weiteren Ausbau des Schienennetzes einstellen.
Diese drei Gründe und viele weitere sprechen klar für das Projekt. Daher raten wir als Fahrgastverband PRO BAHN den wahlberechtigten Bürgern in Erlangen-Höchstadt: "Gehen Sie am Sonntag zur Abstimmung und machen Sie ein Kreuz für die Zukunft des ÖPNV im Landkreis und für die STUB (Pressemeldung PRO BAHN Landesverband Bayern, 17.04.15).

RechteckNRW: Dankeschön aus der Stadt der Liebe

Für die Bundespolizisten ist der Kampf gegen die Taschendiebstahlskriminalität in Bahnhöfen und Zügen Normalität, für eine 73-jährige Dortmunderin war der Einsatz der Taschendiebstahlsfahnder jedoch nicht "normal". Dies könnte daran liegen, dass sie dank dem Einsatz der Bundespolizisten doch noch nach Paris, in die Stadt der Liebe, reisen konnte.
Beinah wäre es Taschendiebe gelungen, der 73-Jährigen eine Reise in die französische Hauptstadt zu vermiesen. Die Rechnung hatten sie jedoch nicht mit den Taschendieb-stahlsfahnder der Bundespolizei gemacht. Diese waren bereits in den frühen Morgenstunden (14. März, 04:20 Uhr) mit der Observation des Taschendiebstahlsduos beschäftigt und konnten so den Diebstahl des Reisekoffers der Dortmunderin verhindern.
Gestern (13. April) erreichte ein Dankschreiben mit dem Motiv des Place de la Bastille (Paris) die Dortmunder Bundespolizei, in dem sich die 73-Jährige ausdrücklich bei den Taschendiebstahlsfahnder für ihren Einsatz bedankte.
Für die Taschendiebstahlsfahnder noch mehr Ansporn, den "Langfingern" auch weiterhin genau auf die "Finger" zu schauen (Pressemeldung Bundespolizei Dortmund, GK, 17.04.15).

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Vorbestellung möglich: Band 2 erscheint Anfang April
LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (17.04.15).

RechteckEisenbahner aus Wales wieder im Harz zu Gast

"The Snowdonian" meets HSB: Anlässlich des exklusiven Sonderzuges, der am 18. April in Wales verkehren wird, brachten die Waliser Gäste heute das entsprechende Lokschild an der HSB-Dampflok an und und freuten sich auf die anschließende Sonderfahrt. Foto HSB/Dirk Bahnsen.

Seit mittlerweile neun Jahren sind die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) und die Ffestiniog & Welsh Highland Railways aus Wales durch einen Partnerschaftsvertrag freundschaftlich miteinander verbunden. Regelmäßig finden seitdem gegenseitige Besuche statt. Am morgigen Freitag sowie am Samstag sind die walisischen Gäste nun wieder gemeinsam mit den HSB-Zug- und Dampflokpersonalen im Einsatz auf Harzer Gleisen.
Die Harzer Schmalspurbahnen haben in diesen Tagen ganz besonderen Besuch aus Großbritannien. Noch bis zum kommenden Wochenende weilt eine 30köpfige Delegation der Ffestiniog & Welsh Highland Railways aus Wales im Harz. Seit langem verbindet die HSB eine enge Freundschaft mit der schmalspurigen und gleichzeitig ältesten Museumseisenbahn der Welt, die im Jahre 2006 sogar durch einen Partnerschaftsvertrag offiziell besiegelt wurde. In der Vergangenheit fanden dabei immer wieder gegenseitige Besuche statt, die nicht nur der Freundschaftspflege, sondern insbesondere auch dem intensiven Austausch über Fachthemen sowie dem gegenseitigen Kennenlernen der Betriebe und Tourismusregionen gelten.
Und so hat die HSB auch in diesem Jahr das Besuchsprogramm wieder sehr umfangreich für die Waliser Gäste gestaltet. Neben einer ganztägigen Sonderfahrt über das Streckennetz der HSB und einem Besuch von "Faust – Die Rockoper auf dem Brocken" stehen auch Einsätze in den regulären Reisezügen der HSB auf dem Plan. Am morgigen Freitag sowie am kommenden Samstag werden die walisischen Eisenbahner ihre Harzer Kollegen bei ihrer Arbeit unterstützen und dabei im Zug Fahrausweise kontrollieren sowie auf der Dampflok als Lokführer arbeiten. Für die Fahrgäste haben die Waliser Eisenbahner zahlreiche Informationen aus ihrer Heimat im Gepäck und laden ihrerseits zu einem Besuch der Ffestiniog & Welsh Highland Railways sowie des berühmten Snowdonia Nationalparks ein, den die Museumseisenbahn durchquert.
In diesem Jahr steht der Besuch auch ganz im Zeichen eines großen Jubiläums in Wales: Im Jahre 1865, also vor genau 150 Jahren, wurde auf der Ffestiniog Railway - und somit erstmals auf einer schmalspurigen Bahn überhaupt - der Personenverkehr offiziell aufgenommen
(Pressemeldung HSB, 17.04.15).

RechteckNeue Saison auf der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Ferdinand JackschFoto Ferdinand Jacksch
Foto Ferdinand JackschFoto Ferdinand Jacksch
Pressefahrt auf der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn. Bergbahn-Chef Peter Möller gibt den Staffelstab weiter - er geht in diesem Jahr in den wohlverdienten Ruhestand. Sein unermüdliches Schaffen im Schwarzatal wird dann Diana Sager weiterführen. Fotos Ferdinand Jacksch (4), Kai Michael Neuhold (4), www.verkehrsfotografie.de.
Auch in dieser Saison bietet die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn ihren Besuchern wieder eine Vielzahl an Veranstaltungen und ganz spezielle Fahrerlebnisse. Dabei wird vorrangig auf Altbewährtes gesetzt, aber auch einige Neuigkeiten können die Fahrgäste erwarten.
Nachdem bereits im vergangen Jahr die Arbeiten am so.g "Fröbelwald" begannen, können in dieser Saison weitere Stationen des Erlebnispfades an der Bergstation Lichtenhain in Betrieb genommen werden. So folgt in diesem Jahr, zum 1. Mai die nach den Stationen "Tor zur anderen Welt", "Beim Köhler" und "Im Steinbruch" die vierte Station "Am Falkenblick". Die weiteren sechs Stationen folgen dann schrittweise bis 2016. Entwickelt werden auch spezielle Angebote für Kindergärten und Schulklassen.
Die Ausstellung zur Geschichte der Bergbahn ist vorübergehend geschlossen und wird in den kommenden Jahren schrittweise durch das Bergbahnland, eine interaktive Erlebniswelt mit Maschinarium und Olitätenwagen abgelöst. Dabei werden die bisherige Ausstellungsfläche sowie Teile des Maschinenraums vollständig zu einem interaktiven Museum umgebaut, um Geschichte und Technik der Bergbahn allen Generationen anschaulich nahe zu bringen. Ergänzt wird das Ganze durch die Sanierung und den Umbau eines alten Elektrotriebwagens der Baureihe 479 zum "Olitätenwagen", der zwischen Lichtenhain und Cursdorf zum Einsatz kommen wird und in dem man die Region im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen erfahren kann.
"Bei unseren Neuerungen konzentrieren wir uns nicht nur auf das eigentliche Erlebnis einer Bergbahnfahrt, sondern sehr stark auf das Umfeld, um unsere Fahrgäste zum längeren Verweilen in der Region und vor allem auch zum Wiederkommen zu animieren", so Bergbahn-Chef Peter Möller bei einem Pressegespräch. "Speziell für Anwohner oder Bergbahn begeisterte Thüringer haben wir daher seit Ende 2014 auch eine Bergbahn-Jahreskarte für nur 50 Euro im Angebot, die ab Erstnutzungsdatum ein Jahr gültig ist und zu beliebig vielen Fahrten auf der Bergbahn sowie der Schwarzatalbahn genutzt werden kann", so Möller weiter.
Die Fahrten "oben ohne" mit dem Bergbahn-Cabrio erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Von den 165.373 Besuchern der Bergbahn im vergangenen Jahr, waren 49.300 mit dem Cabrio unterwegs. An 114 Tagen war das Cabrio 2014 im Einsatz. Selbstverständlich wird das Cabrio auch in diesem Jahr bei schönem Wetter wieder regelmäßig zum Einsatz kommen.
Ein erster Höhepunkt ist das diesjährige Bergbahnfest vom 14. bis. 17. Mai. Außer Cabrio-Fahrten wird dann wieder vier Tage lang rund um die Bergbahn ein buntes Programm mit viel Musik, Sportangeboten, einem Kinderfest, der traditionellen Kloßparty und vielem mehr geboten. Und bereits am 1. Mai wird beim "Schaugüterverkehr" auf der Bergbahn bereits wieder ein Stück Tardition lebendig.
Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen, zu Fahrplänen und Fahrpreisen, zu Anreisemöglichkeiten, zu Gruppenreisen sowie zur Historie finden Interessenten auf der Homepage der Bergbahn unter www. oberweissbacher-bergbahn.com. Alle wichtigen Informationen werden für ausländische Besucher dort auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Holländisch, Dänisch, Russisch und Finnisch angeboten (Pressemeldung Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn, 17.04.15).

Mit der Kamera notiert

RechteckAachen
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Während die von der RWTH genutzte bei Deutz gebaute Köf für Messfahrten am Rande des Bf. Aachen West eingesetzt wird, herrscht auf den Gleisen des Gbf reger 186 Betrieb aller Vielfalten, während im Hintergrund sich gerade die Karussells und das Riesenrad der Aachener Kirmes “Öcher Bend“ noch bis Sonntag drehen (Martin Wehmeyer, 17.04.15).

RechteckKoblenz
Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen
Am Donnerstag durchfuhr 185 630 – 1 den Koblenzer Hbf mit einem Kesselwagenzug. Der Güterzug fuhr weiter in Richtung rechte Rheinstrecke. Seltener Gast auf der linken Rheinstrecke im Bereich Bonn – Koblenz ist der ICE 2. Am mittwoch legte die Garnitur "Saarbrücken" einen längeren Stopp in Andernach ein (Sascha Jansen, 17.04.15).

RechteckErfurt
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas
Foto Frank ThomasFoto Frank Thomas Am 11.04.2015 entstanden am DB Werk Erfurt die folgenden Bilder. Der Neuzugang bei DB Regio, die 182 519-9, genoss noch die Wochenendruhe. Zukünftig wird sie wohl auf der RB 20 zwischen Eisenach und Halle (Saale) im Einsatz sein. Neben dem D-DB 50 80 31-33 827-2 AByuuz 407.2 konnte auch der 628 267 der WestFrankenBahn gesichtet werden. Und auch die Erfurter Rangierlok 362 571 zeigte sich für ein Foto (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 17.04.15)
.

RechteckTerezín
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Am 14. April besuchte ich das ehemalige KZ Theresienstadt (Terezín), wo noch Reste der 2 km langen Anschlußgleise zwischen Bohušovice nad Ohří und Terezín bestehen. Bis 1990 wurde noch eine Gemüsefabrik Bahn angefahren. Nach 2000 wurde die Bahn stillgelegt und die Gleise zur Fabrik entfernt (Martin Kubik, 17.04.15)

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LOK Report 04/15

LOK Report Ausgabe 04/15

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Europa

RechteckFrankreich: Pierre Mongin verläßt die RATP
Der bisherige PDG (Président-directeur général) der RATP, Pierre Mongin, wird sein Amt auf eigenen Wunsch am 30. April niederlegen, wie der Elysee und der Ministerrat am 15.04.15 offiziell bekannt gaben.
Pierre Mongin hatte seinen Rückzug schon am 17. März angekündigt, er wird ab 1. Mai als stellvertretender Generaldirektor (directeur général adjoint) bei dem Energieversorger GDF Suez eine neue Aufgabe übernehmen. Die Entscheidung kommt trotzdem überraschend, da Präsident François Hollande erst im letzten Juli das Mandat von Pierre Mongin als PDG der RATP erneuert hat.
Pierre Mongin war neun Jahre, zwischen 2006 und 2015, Leiter der RATP und hat dort eine solide Bilanz hinterlassen und diverse Projekte angesteuert, darunter die Neuverteilung der Aufgaben und Besitzverhältnisse an Strecken und Fahrzeugen zwischen RATP, SNCF und STIF sowie neue Projekte im Ausland und die Automatisierung der Metro-Linie 1. Dies geschah größtenteils in einem Klima sozialer Ruhe, wobei er auch versuchte, die Öffnung für den Wettbewerb im städtischen Verkehr immer wieder hinuszuschieben. "Morgen", sagte Mongin, "auf unbestimmte Zeit" knurrte laut "Le Monde" die Konkurrenz. In dieser Zeit erhöhte sich der Umsatz von 3,5 auf 5,2 Mrd. Euro mit einem Gewinn von fast 300 Mio. Euro. (WKZ, Quelle Figaro, Le Monde, Elysee, 17.04.15).

RechteckSchweden: 47 Antragsteller für Fahrplan 2016
Insgesamt 47 Bahnunternehmen wollen auf dem schwedischen Eisenbahnnetz im Jahr 2016 Züge fahren lassen, wie die Verkehrsbehörde Trafikverket am 15.04.14 bekannt gab. Alleine auf der wettbewerbsintensiven Verbindung Göteborg – Stockholm haben MTR Nordic, SJ AB und Scandinaviska Jernbanor AB Strecken angemeldet. Hinzu kommt, dass Postnord eigene Trassen beantragt.
In der Nacht zum Dienstag lief die Anmeldefrist für den Fahrplan 2016 aus. Von den insgesamt 48 Antragstellern wollen 22 Eisenbahngesellschaften Personenzüge und 16 Güterzüge fahren lassen. Die übrigen Anträge beziehen sich auf Kapazitäten in den Bahnhöfen, Abstellplätzen sowie auf sonstige Arbeiten. Mit Ende der Bewerbungsfrist muss nun der dauerhafte Fahrplan für 2016 erstellt werden, für den während des Sommers die Antragsteller noch einmal konsultiert werden, um im September den endgültigen Fahrplan festzulegen.
"Wir müssen dafür sorgen, dass das System in der Lage ist, die Menge des Verkehrs aufnehmen zu können", sagt Jonas Westlund, der für Kapazitätsplanung zuständige Direktor (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Trafikverket, 17.04.15).

RechteckSchweden: Hector Rail fährt Transporte für Fortum Värme
Fortum Värme hat am 15.04.15 einen Fünfjahresvertrag für Bahntransporte mit Hector Rail unterzeichnet, um das neue Werk für Kraft-Wärme-Kopplung (combined heat and power, CHP) in Hjorthagen mit Biomasse zu versorgen.
Die Züge werden auf Terminals in Mittelschweden, dem südlichen Norrland und dem östlichen Norwegen mit Holzhackschnitzelmaterial beladen. Sofern möglich, will Hector Rail elektrische Lokomotiven mit Bremsenergierückspeisung vor den Zügen einsetzen. Um die Auswirkungen auf die Umwelt weiter zu minimieren, wird das Rangieren in Värtan mit einer batteriebetriebenen Maschine durchgeführt werden, die aus der Anlage in Hjorthagen aufgeladen wird.
Die Bahntransporte werden im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage Anfang 2016 starten und 40% des benötigten Biokraftstoffs liefern, der Rest kommt per Schiff. Im Zeitraum 2010-2016 investiert Fortum Värme in der Region Stockholm 7 Mrd. SEK in die CHP-Produktion, 4,4 Mrd. SEK entfallen auf die neue Anlage. Bis 2030 werden 100% der Stockholmer Fernwärme aus erneuerbaren Energien und Recycling hergestellt werden, derzeit sind es 86%. Das neue Kraftwerk liefert 750 GWh Elektrizität und 1700 GWh Wärme pro Jahr (WKZ, KAR, Bengt Dahlberg, Quelle Hector Rail, 17.04.15).

RechteckSchweiz: CargoBeamer ALPIN Neuverkehr für BLS Cargo

CargoBeamer und BLS Cargo fahren ab sofort via Gotthardachse erstmals vier Meter hohe Sattelauflieger im Alpentransit. CargoBeamer bietet die Relation zwischen Köln und Melzo in drei Umläufen pro Woche mit jährlich rund dreihundert Zügen an.
Auf dem CargoBeamer-Zug können erstmals nicht kranbare vier Meter hohe Sattelauflieger, Kühlauflieger, Schubboden-, Silo- und Tankauflieger auf der Gotthardachse transportiert werden. Bisher waren derartige Verkehre auf dieser Route nur über die Strasse möglich. Gefahren werden drei Umläufe pro Woche mit bis zu 28 Waggons pro Zug. Der Umschlag der Auflieger auf die Schiene wird im neuen Terminal Köln-Nord (D) sowie im Terminal Melzo (I) durchgeführt.
"Ich freue mich sehr, dass wir mit der BLS Cargo einen renommierten und zuverlässigen Partner für die Verkehre auf der Gotthardachse gewinnen konnten. Diese Verkehre sind ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung von CargoBeamer", so Dr. Jürgen Weidemann, Vorstandsvorsitzender der CargoBeamer AG.
BLS Cargo übernimmt die Verantwortung für die Traktionsleistung auf der Gesamtrelation. Sowohl in Deutschland als auch Italien arbeitet BLS Cargo mit Partnerbahnen zusammen. "Wir sind sehr daran interessiert, mit unseren Traktionsangeboten auch das Segment dieser neuen innovativen Wagentechnik zu erschliessen", erklärt Dirk Stahl, CEO der BLS Cargo AG. "Die CargoBeamer-Verkehre sind ein interessante Ergänzung zu den heute schon bestehenden Angeboten im Unbegleiteten Kombinierten Verkehr und den Zügen der Rollenden Autobahn."
Möglich wird der Verkehr durch die deutlich reduzierte Aufstellhöhe der CargoBeamer-Waggons, die schon heute das geforderte Profil auf dieser Strecke erfüllen. Entsprechende Pilotfahrten über mehrere Tage fanden bereits Anfang 2014 erfolgreich statt.
Jedes Jahr queren 750.000 Sattelauflieger allein die Schweizer Alpen. Somit ist nicht nur das wirtschaftliche Potential ausserordentlich gross, sondern auch das Ökologische, denn die Verkehre bieten neue Möglichkeit für eine effektive Verkehrsverlagerung von der Strasse auf die Schiene (Pressemeldung BLS, 17.04.15).

RechteckSchweiz: Stabilisierung der Pensionskasse SBB
Die Pensionskasse SBB (PK SBB) hat Ende 2014 Massnahmen zur langfristigen finanziellen Stabilisierung ergriffen: Unter Verzicht auf die Einführung variabler Renten wurden die technischen Grundlagen angepasst. Dies hätte Rentenkürzungen von rund 11 Prozent zur Folge. Deshalb schiesst die SBB per Ende 2015 CHF 690 Mio. in die PK SBB ein. Dieser Arbeitgeberbeitrag kommt allen aktiven Versicherten zugute; insbesondere profitieren diejenigen, die vor der Pensionierung stehen. Die SBB will damit beitragen, nebst sicheren Stellen auch attraktive Arbeitsbedingungen zu erhalten. Der Einschuss wird über den Gewinn von SBB Immobilien finanziert. Die Mitarbeitenden beteiligen sich gemäss Vereinbarung mit den Sozialpartnern ebenfalls, u.a. durch Verzicht auf generelle Lohnerhöhungen zwischen 2017-2020 und auf einen Ferientag pro Jahr zwischen 2016-2018.
Die SBB AG erachtet eine weitere Rentenkürzung für ihre Mitarbeitenden als unzumutbar. Diese hatten jahrelang zur Sanierung der PK SBB beigetragen und mussten bisher Leistungseinbussen von bis zu 25 Prozent in Kauf nehmen. Die PK SBB ihrerseits beteiligt sich mit knapp CHF 1 Mia. aus Rückstellungen, um das Leistungsniveau der laufenden Renten zu erhalten. Hinzu kommen die Abfederungsmassnahmen der SBB für die aktiven Versicherten, an der sich auch die Mitarbeitenden beteiligen.
Einen ersten Abfederungsschritt hat die SBB in Abstimmung mit den Sozialpartnern 2014 unternommen: Im Rahmen der Lohnverhandlungen 2015/2016 wurde vereinbart, die Sparbeiträge an die berufliche Vorsorge per 2016 zu erhöhen. Die SBB übernimmt die Hälfte dieser Erhöhung von rund einem Lohnprozent, die andere Hälfte übernehmen die Mitarbeitenden. Dieser Schritt kommt vor allem jüngeren Versicherten zugute.
Nun hat die SBB mit den Sozialpartnern den zweiten Abfederungsschritt vereinbart. Er besteht aus einem Arbeitgebereinschuss sowie Beiträgen der Mitarbeitenden. Der einmalige Einschuss von CHF 690 Mio. ermöglicht es der PK SBB, allen aktiven Versicherten per Anfang 2016 eine Gutschrift auf ihr individuelles Altersguthaben im Umfang von 12 Prozent auszustellen. So werden Renteneinbussen vor allem für jene Versicherten abgefedert, die in den nächsten Jahren in Pension gehen.
Die SBB Mitarbeitenden leisten ebenfalls einen substantiellen Beitrag. Mit den Sozialpartnern hat die SBB folgende Eckpunkte für GAV-Angestellte vereinbart: Von 2017 bis 2020 wird auf generelle Lohnerhöhungen verzichtet, sofern die jährliche Teuerung nicht mehr als 1,2 Prozent beträgt. Löhne werden einzig individuell erhöht und zwar um jährlich 0,8 Prozent der Gesamtlohnsumme. Zudem verzichten die Mitarbeitenden während der GAV-Laufdauer 2016 bis 2018 auf einen Ferientag pro Jahr. Und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann die SBB mit den Sozialpartnern befristete Abweichungen von arbeitsvertraglichen Bestimmungen vereinbaren, um Arbeitsplätze zu erhalten (Ventilklausel). Diese Beiträge setzt die SBB auch für Mitarbeitende mit OR-Verträgen um.
Ein Verzicht auf die Arbeitgebereinlage würde dazu führen, dass weitere Massnahmen zur Finanzierung der PK SBB getroffen werden müssten, z.B. die Einführung eines variablen Rentenmodells oder die alleinige Abfederung durch die PK SBB, was eine erneute Sanierung mit entsprechenden Rentenkürzungen zur Folge hätte.
Die Arbeitgebereinlage führt nicht zu einer Belastung des Bundes: Die Finanzierung erfolgt mittels Aufnahme eines Darlehens im Jahr 2016. Die Rückzahlung erfolgt aus den laufenden Gewinnen der Division Immobilien. Die Verschuldung der SBB AG erhöht sich um CHF 690 Mio., also um rund 9 Prozent gegenüber heute. Sie ist in den aktuellen Planungen abgebildet. Die SBB erachtet diese Erhöhung als verkraftbar.
Nach ihrer Entlassung in die Selbständigkeit 1999 musste die PK SBB&nbsp; wegen ungenügender Ausfinanzierung in mehreren Schritten saniert werden. Ende 2013 lag der Deckungsgrad erstmals seit ca. 10 Jahren wieder über 100 Prozent. Die PK SBB war damit saniert, aber noch nicht stabil: Wie bei andern Pensionskassen führen fehlende Schwankungsreserven, tiefe Zinsen und somit geringere erwartete Anlageerträge sowie die wachsende durchschnittliche Lebenserwartung zu einem Handlungsbedarf.
Der Stiftungsrat der PK SBB hat deshalb im Dezember 2014 das «Massnahmenpaket 2016» zur nachhaltigen Stabilisierung verabschiedet. Per Januar 2016 werden die technischen Grundlagen angepasst: Senkung des technischen Zinssatzes von 3,0 auf 2,5 Prozent; Einführung von Generationentafeln; als Folge daraus Senkung des Umwandlungssatzes von 5,85 auf 5,22 Prozent im Alter 65 (Pressemeldung SBB, 17.04.15).

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