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LOK Report – News von Montag, 22.12.14

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Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: Bahn-TÜV auch für ältere Eisenbahnfahrzeuge
Foto Harald BeckerFoto Harald Becker
Bundesverkehrsministerium, Deutsche Bahn, Bahnindustrie und das Eisenbahn-Bundesamt haben heute ein "Memorandum of Understanding" (MoU) zur beschleunigten Zulassung von modernisierten Zügen beschlossen. Ältere Schienenfahrzeuge, die bereits zugelassen sind, können künftig schneller umgerüstet und mit neuer Technik ausgestattet werden. Dafür sieht die Vereinbarung vor, dass private Stellen in das Zulassungsverfahren eingebunden werden ("Bahn-TÜV").
Unterzeichnet wurde das MoU von Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Dr. Heike Hanagarth, Vorständin Technik und Umwelt der Deutschen Bahn AG, Gerald Hörster, Präsident des Eisenbahn-Bundesamtes, Dr. Martin Lange, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland, Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen und Jürgen Tuscher, Geschäftsführer des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland.
Mit der Vereinbarung wird das bestehende MoU, das bereits die beschleunigte Zulassung neuer Eisenbahnfahrzeuge regelt, erweitert. Damit gelten ab sofort die Zulassungs-regelungen, die mit dem Inkrafttreten des Neunten Eisenbahnrechtsänderungsgesetzes auch rechtlich verankert werden.
Odenwald: "Zusätzlich zum "Bahn-TÜV" für neue Züge schaffen wir ab sofort auch entsprechende Regelungen für modernisierte Züge. Das ist ein effektiver Schritt, um das System Schiene leistungsfähiger, zuverlässiger und attraktiver zu machen. Die Betreiber haben nun die Möglichkeit, die notwendige Sicherheit auf verschiedenen Wegen nachzuweisen. So bringen wir modernisierte Züge schneller wieder aufs Gleis."
Hanagarth: "Mit der Präzisierung der Zulassungsverfahren für die Modernisierung von Bestandsfahrzeugen machen wir einen Riesenschritt nach vorne, um ältere Züge und Lokomotiven mit innovativer Technik auszustatten und schneller wieder auf die Schiene zu bekommen. Davon profitieren das System Bahn und unsere Kunden."
Hörster: "Ich freue mich, dass mit der Fortschreibung des MoU die Verfahren für die Zulassung von neuen und von umgebauten Fahrzeugen vereinheitlicht werden. Maßstab für die Zulassung bleibt auch weiterhin die Sicherheit der Fahrgäste und des Personals. Darüber wacht das Eisenbahn-Bundesamt, das nach wie vor die letzte Entscheidung über die Zulassung von Zügen trifft."
Lange: "Die Schienenfahrzeughersteller haben in diesem Jahr gute Erfahrungen mit der neuen Zulassungspraxis von Neufahrzeugen gemacht. Das neue Zulassungsregime hält bislang, was wir erwartet haben. Umso wichtiger ist es, dass nun auch einvernehmliche Verfahren für den Umgang mit modernisierten Bestandsfahrzeugen bei der Zulassung gefunden worden sind. Aber auch hier gilt: Die neue Regelung muss so schnell wie möglich in einen gesetzlichen Rahmen gefasst werden.
In der Vergangenheit konnten Modernisierungen an älteren Zügen nur durchgeführt werden, wenn sämtliche von der Erneuerung betroffenen Zugteile dem aktuellen technischen Regelwerk entsprachen. Dazu zählten auch alle mittelbar betroffenen Teile, die so genannten Schnittstellen. Künftig können Bahnunternehmen die Sicherheit dieser Schnittstellen auch durch Referenzsysteme belegen oder ein Risikomanagementverfahren durchführen. Dabei untersucht eine anerkannte Prüfstelle, wie sich eine Modernisierungsmaßnahme auf den gesamten Zug auswirkt. Die Zulassung erteilt am Ende weiterhin das Eisenbahn-Bundesamt (Pressemeldung BMVI, 22.12.14).

RechteckSPNV: Breites Bündnis für verlässliche und auskömmliche ÖPNV-Finanzierung

Ein breites Bündnis aus Bundesländern, Verkehrsunternehmen und Gewerkschaften macht sich für eine verlässliche und auskömmliche Finanzausstattung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) stark. Die Verkehrsminister von Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern sowie Vertreter des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG forderten am Freitag, 19. Dezember auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin die Bundesregierung auf, für eine deutliche Anhebung der Regionalisierungsmittel zu sorgen. Mit diesen Mitteln bestellen und bezahlen die Länder seit der Bahnreform 1996 den Schienenpersonennahverkehr. 
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann kritisierte, dass der Bundesfinanzminister seit Jahren eine Novellierung des Regionalisierungsgesetzes blockiert: "Seit Jahren ist klar, dass die in Artikel 106 a des Grundgesetzes abgesicherte Finanzierungsregelung für die Jahre 2015 folgende erneuert werden muss. Die vom Bund nun vorgesehene Verlängerung um nur ein Jahr bedeutet lediglich ein weiteres Verschieben der Entscheidung. Zwingend notwendig ist aber eine wieder auf 15 Jahre angelegte Finanzierungsperiode. Denn die Länder müssen schon in diesem und den kommenden Jahren mit den Betreibern des Schienenpersonennahverkehrs langjährige Verträge abschließen. Der derzeitige Zustand ist unhaltbar. Ein weiterer Ausbau des umwelt- und klimafreundlichen Nahverkehrs auf der Schiene wird damit verhindert. Dies wird zur Abbestellung von Zügen und einer massiven Einschränkung des Angebots führen. Im Übrigen sind die Mittel schon lange nicht mehr auskömmlich und müssen dringend entsprechend den gestiegenen Kosten angepasst werden." Um Zugabbestellungen zu vermeiden muss Baden-Württemberg allein im laufenden Jahr 2014 gut 84 Mio. Euro aus Landesmitteln drauflegen, weil die Regionalisierungmittel schon jetzt nicht ausreichen. 
Aus diesem Grund hat der Bundesrat einstimmig einen Gesetzentwurf beschlossen, der den Bund zu einer Aufstockung der Regionalisierungsmittel und zu einer höheren jährlichen Steigerungsrate verpflichten soll. Damit würde den Ländern der weitere Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs in den kommenden 15 Jahren ermöglicht werden. 
Der Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung von Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel, stellte fest: "Als kleines und finanziell entsprechend schwach aufgestelltes Bundesland, das es dennoch seit Jahren schafft, keine neuen Schulden aufzunehmen, mussten wir bereits deutliche Einschnitte im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs vornehmen. Wir haben das Angebot teilweise ausgedünnt und konnten auch Teilstillegungen von Strecken nicht vermeiden. Damit ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Ohne dass der Bund eine ausreichende Mittelausstattung sicherstellt, werden weitere Kürzungen die Folge sein. Damit laufen wir Gefahr, die überörtliche Anbindung ländlicher Regionen zu verlieren. Der Bund will bis 2016 den Ländern die derzeit bereits unzureichende Finanzausstattung auf gleicher Höhe weiterhin gewähren. Das ist kein echtes Angebot. Und vor allen Dingen bietet es keinerlei Perspektive, auf der man ernsthaft einen zukunftsfähigen Öffentlichen Verkehr planen könnte."
Der EVG-Vorsitzende, Alexander Kirchner, forderte insbesondere für die Beschäftigten Gewissheit, dass die bestehenden Angebote nicht abgespeckt, sondern da, wo entsprechend Nachfrage sei, noch ausgebaut würden. "Der Nahverkehr auf der Schiene ist ein Erfolgsmodell, das keinen Schaden durch den Streit um die Finanzierung nehmen darf", machte er deutlich. Nur ein attraktiver Nahverkehr trage mit dazu bei, die Klimaziele der Regierung zu erreichen; der Individualverkehr in den Städten ließe sich nur durch eine verstärkte Nachfrage nach Bussen und Bahnen reduzieren. Dabei dürften die Interessen der Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben. "Bei einem Betreiberwechsel müssen die für die Mitarbeiter bislang geltenden Sozialstandards auch beim neuen Betreiber gewährleistet bleiben", so Kirchner. Die EVG spreche sich für eine deutliche, bedarfsgerechte Erhöhung der Regionalisierungsmittel aus. Ansonsten seien im Nahverkehr zahlreiche Arbeitsplätze in Gefahr.  
Die stellvertretende ver.di-Vorsitzende, Andrea Kocsis, betonte: Täglich sind rund 500.000 Beschäftigte im Einsatz, um Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger in hoher Qualität zu bieten. Und das mit großem Erfolg, denn ein Drittel der Bevölkerung nutzt täglich Bus oder Bahn. Trotzdem ist die zukünftige Finanzierung des ÖPNV unsicher. Beschäftigte, Kommunen und rund 11 Mrd. Fahrgäste pro Jahr erwarten eine dauerhafte und auskömmliche Finanzierung des gesamten ÖPNV. Die Verkehrsfinanzierung darf deshalb keine Verhandlungsmasse im Rahmen der "Bund-Länder-Finanzneuordnung" sein. Sie muss eigenständig verhandelt werden, und es muss eine nach 2019 langfristige und zweckgebundene Anschlussregelung an die GVFG Mittel in Höhe von mindestens 2 Mrd. Euro jährlich geben. Die Beschäftigten benötigen jetzt klare und dauerhafte Perspektiven für den ÖPNV. Das haben sie auch in einer Resolution klar zum Ausdruck gebracht, die vergangenen Freitag auf unserer Betriebskonferenz von 300 Betriebsräten aus bundesweit 138 Unternehmen aus dem Nahverkehr beschlossen wurde. 
Die Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe und VDV-Präsidiumsmitglied, Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, machte deutlich, dass die Verkehrsunternehmen bereits bundesweit zahlreiche Ausbau- und Sanierungsprojekte auf Eis legen müssen, weil die künftige Finanzierung völlig ungeklärt ist: "Die deutschen Nahverkehrsunternehmen befördern jährlich rund zehn Milliarden Fahrgäste, Tendenz stark steigend. Das sind über fünfzigmal so viele wie im deutschen Flugverkehr. International genießt der deutsche Nahverkehr immer noch einen sehr guten Ruf. Doch wir setzen die bestehende Substanz aufs Spiel. Der Sanierungsrückstau beträgt rund vier Milliarden Euro, jährlich kommen fast 500 Millionen Euro hinzu. Wir müssen jetzt mehr in den umweltfreundlichen ÖPNV investieren, um die Energiewende zu schaffen und die Mobilität aller Menschen zu sichern. Der ÖPNV verursacht nur die Hälfte der CO2-Emmissionen im Vergleich zum Pkw. Für einen zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr brauchen wir langfristige Anschlussregelungen für die Regionalisierungsmittel, die Entflechtungsmittel und das GVFG."
Hintergrund: Die Regionalisierungsmittel sind eine unverzichtbare Säule zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die horizontale Verteilung der Regionalisierungsmittel auf die Bundesländer basiert auf den Zugkilometern im SPNV im Fahrplanjahr 1993/94 und ist seit Inkrafttreten des Regionalisierungsgesetzes im Jahr 1996 nahezu unverändert.
Der am 28.11. 2014 einstimmig beschlossene Gesetzentwurf des Bundesrates sieht eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel von derzeit 7,3 Mrd. Euro auf rund 8,5 Mrd. Euro pro Jahr vor. Dies würde im Nachhinein die bisherigen Preissteigerungen abgelten. Zudem müssten künftige Kostensteigerungen durch eine Dynamisierungsrate von bis zu 2 Prozent abgedeckt und darüber hinaus gehende Preissteigerungen bei der Infrastruktur durch den Bund übernommen werden. Die Regelung ist auf 15 Jahre angelegt. 
Demgegenüber hat der Bund einen Gesetzentwurf ins Verfahren gebracht, der lediglich für 2015 noch einmal eine Erhöhung von 1,5 Prozent vorsieht. Wie danach der Schienenpersonennahverkehr durch die Länder finanziert werden soll, bleibt jedoch unklar. Mit dem Gegenentwurf provoziert der Bund ein Vermittlungsverfahren. Denn das Gesetz ist zustimmungspflichtig. 
Neben den Regionalisierungsmitteln ist auch die Zukunft weiterer wesentlicher ÖPNV-Finanzierungssäulen gefährdet: Die Entflechtungsmittel und die Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, die seit Jahrzehnten erfolgreich für die Verbesserung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden, enden im Jahr 2019, dringend notwendige Anschlussregelungen sind vielfach versprochen, bisher aber nicht in Sicht.
Schon heute sind diese Mittel durch bereits angemeldete Projekte der Verkehrsunternehmen um das 20-fache überzeichnet. Die kommunalen Verkehrsunternehmen haben deshalb bereits zahlreiche aktuelle Projekte zum Aus- und Neubau sowie zur Erneuerung ihrer Haltestellen, Fahrzeuge und technischen Anlagen auf Eis gelegt (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, VDV, 22.12.14).

RechteckVDB: Vereinfachte Zulassung modernisierter Bestandsfahrzeuge
Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung am 19. Dezember 2014 in Berlin schließen Bahnindustrie, Deutsche Bahn, Eisenbahn-Bundesamt und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Lücke in der neuen Zulassungspraxis von Schienenfahrzeugen in Deutschland.
Die im Juni 2013 vereinbarte Reform der Zulassungsverfahren konzentrierte sich bislang auf die Erstzulassung fabrikneuer Schienenfahrzeuge. Von nun an werden auch modernisierte oder umgebaute Bestandsfahrzeuge nach den vereinfachten Verfahren der Zulassungsreform behandelt.
Mit der Neuregelung dehnt der Eisenbahnsektor die reformierte Zulassungspraxis in Deutschland nun auf weitere Anwendungsfelder aus. Zuvor hatten heute Staatssekretär Michael Odenwald aus dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dr. Heike Hanagarth, Vorständin Technik der Deutschen Bahn AG, Gerald Hörster, Präsident des Eisenbahn-Bundesamtes, Dr. Martin Lange, Präsident des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V., und weitere Akteure des Eisenbahnsektors eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
"Die Schienenfahrzeughersteller haben in diesem Jahr gute Erfahrungen mit der neuen Zulassungspraxis von Neufahrzeugen gemacht", erklärte Dr. Martin Lange. "Das neue Zulassungsregime hält bislang, was wir erwartet haben. Umso wichtiger ist es, dass nun auch einvernehmliche Verfahren für den Umgang mit modernisierten Bestandsfahrzeugen bei der Zulassung gefunden worden sind. Aber auch hier gilt: Die neue Regelung muss so schnell wie möglich in einen gesetzlichen Rahmen gefasst werden", so Dr. Lange.
"Nachrüstungen im Schienenverkehr wie Klimaanlagen, Bremssysteme oder auch die nachträgliche Ausrüstung mit der europäischen Leit- und Sicherungstechnik ETCS werden jetzt wieder zu einem berechenbaren Vorhaben", sagte VDB-Geschäftsführer Axel Schuppe (Pressemeldung VDB, 22.12.14).

Industrie

RechteckBombardier: Last Mile-Lokomotive bewährte sich bei Klimatests

Die TRAXX F140 AC Last Mile-Lokomotive 187 009 hat in den vergangenen Wochen im Anschluss an ihre erfolgreiche Testfahrt von Ungarn bis in die Türkei und zurück Klimatests im Klima-Wind-Kanal Wien absolviert. Unter anderem ging es um ihr Funktionieren bei Eis, Schnee und extremer Hitze. Unter diesen erschwerten Bedingungen wurden zum Beispiel das Aufrüsten der Lok, die freie Sicht durch die Frontscheibe und das Funktionieren der Kupplung erprobt.
Auf der einen Seite wurde die Lok bei Temperaturen bis zu -35°C getestet – wobei sich erwies, dass auch bei solch niedrigen Temperaturen die Leittechnik sehr schnell reagierte und dass der Diesel-Zusatzmotor funktionsfähig ist.
Auf der anderen Seite ging es um die Performance der Lok bei bis zu +45°C und Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern. Hier wurde besonders darauf geachtet, ob das Klimagerät (die Klimaanlage) und das Flex Panel diesen extremen Bedingungen standhielten.
Die Quintessenz nach vier Wochen Tests: Die TRAXX F140 AC Last Mile-Lokomotive hat ihre Funktionalität unter Extrembedingungen einmal mehr erfolgreich bewiesen (Pressemeldung Bombardier, 22.12.14).

RechteckDESAG: Anteile an Baltic Port Rail Mukran GmbH übernommen
Die Deutsche Eisenbahn Service AG (kurz DESAG) stärkt Ihre Präsenz am Standort Sassnitz-Mukran und wird Anteilseigner bei der Baltic Port Rail Mukran GmbH. Die DESAG hat die 20% der Anteile an der Baltic Port Rail Mukran GmbH von der TME-Thorsten Meincke Eisenbahn GmbH übernommen.
"Wir sind erfreut, unsere Zusammenarbeit mit der Fahrhafen Sassnitz GmbH zu vertiefen und unser Leistungsspektrum vor Ort durch die Beteiligung an der Baltic Port Rail Mukran GmbH zu erweitern" informiert Thomas Becken, Vorstandsvorsitzender der DESAG. "Unsere Leistungen in der Werkstatt der Baltic Port Services GmbH passen perfekt mit den Leistungen der Baltic Port Rail Mukran GmbH zusammen. Damit verbinden wir die Rangierleistungen auf dem Hafengelände mit den durchgeführten Werkstattleistungen und können alles aus einer Hand anbieten", so Thomas Becken weiter.
Das Leistungsspektrum der Baltic Port Rail Mukran GmbH umfasst den Rangierbetrieb auf dem Infrastrukturnetz des Hafen Sassnitz-Mukran, wagentechnische Untersuchungen, Zollabfertigungen, Frachtführerschaft und die Kooperation mit Partnern wie den Reedereien, den Terminals und dem Hafen.
Im Unternehmensverbund kann die DESAG mit insgesamt 250 Mitarbeitern bereits auf breitgefächerte Erfahrungen im Bereich des Güter- und Personenverkehrs bei der Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH und der HANSeatischen Eisenbahn GmbH zurückblicken. Die Werkstattleistungen im Verbund werden von der Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH und der Baltic Port Services GmbH übernommen.
Die DESAG hat im Juni 2014 die Baltic Port Services GmbH zusammen mit der Fahrhafen Sassnitz GmbH gegründet und die Werkstattleistungen im Hafen Sassnitz-Mukran übernommen. Der Fokus liegt hier auf der Umachsung von Waggons der Transsibirischen Eisenbahn von Breit- auf Normalspur und vice-versa (Pressemeldung DESAG, 22.12.14).

RechteckTalgo: Erster Talgo 350 auf dem Weg nach Saudi-Arabien


Wie vorgesehen hat TALGO den ersten Zug für Saudi-Arabien fertig gestellt und am 12. Dezember 2014 im Hafen von Barcelona in ein Spezialschiff für den Transport nach Dschidda verladen. Der erste Zug besteht aus 13 Wagen und 2 Triebköpfen. Das Projekt umfasst seitens TALGO den Entwurf, Herstellung und Lieferung von 36 Hochgeschwindigkeitszügen sowie Instandhaltung und Betrieb über einen Zeitraum von 12 Jahren.
Die Züge werden die Städte Mekka und Medina miteinander verbinden und dabei auf der 450 Kilometer langen Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen. Der Zug der Bauart TALGO 350 wird in Eisenbahnkreisen oft "Ente" (Spanisch: "el pato") genannt, da die aerodynamische Form der Triebköpfe an diesen Vogel erinnert. Eben diese Form trägt zur Reduktion der Geräusche bei, welche Luftströmungen bei hohen Geschwindigkeiten verursachen.
Der TALGO 350 ist in mehreren technologischen Aspekten führend: bequemer niveaugleicher Einstieg vom Bahnsteig (durchgehend 760 mm Fußbodenhöhe), somit besonders vorteilhaft für Personen mit eingeschränkter Mobilität, geringere Fahrgastwechsel- und Haltezeiten in den Bahnhöfen, sehr geringe Masse, exzellentes aerodynamisches Verhalten sowie hoher Komfort. Zum geringen Energieverbrauch tragen einerseits die sehr geringe Zugmasse (dank Talgo-Bauweise und Aluminiumwagenkästen) sowie andererseits die aerodynamische Form der Triebköpfe bei. Letztere erweist sich auch bei Seitenwind und Tunnelfahrten als vorteilhaft.
Der sogenannte "Pilgerzug" ist für eine Betriebsgeschwindigkeit von 300 km/h ausgelegt. Er verfügt über 417 Plätze in der 1. und 2. Klasse, ist im Außen- und Innendesign an den Kundengeschmack angepasst und mit Elementen der saudi-arabischen Kultur gestaltet. Eine der herausragenden Eigenschaften des Zuges ist eine besondere Verstärkung des Dichtungssystems. Es verhindert das Eindringen von Sand und Außenhitze. Der TALGO 350 wird bei Außentemperaturen von 55ºC verkehren.
Für den Zug wurde ein Anti-Abrieb-Konzept entworfen: es umfasst einen besonderen Schutz für Fenster- und andere Außenflächen durch spezielle Haftfilme sowie verbesserte Lackierung und Oberflächenbeschichtung.
Eine weitere Besonderheit des Zuges sind die Hochleistungsklimaanlagen, die die Innenraumtemperaturen niedriger halten, als in Europa üblich. Er ist außerdem mit einem Rückfallebenen-System ausgestattet, welches die Kühlung auch bei Ausfall der Oberleitung sicherstellt.
Im Innenraum verfügt der Zug über ergonomisch gestaltete, neigbare Sitze. Sie sind in der 1. Klasse mit Leder bezogen und mit einem Sitzabstand eingebaut, der über den geforderten Minimalabständen liegt. Ebenfalls stehen geräumige Gepäckablageflächen zur Verfügung. Die Toiletten sind funktional konzipiert und verfügen über einen Wickelplatz sowie einen flexiblen, ausziehbaren Schlauch zur Reinigung. Es ist ein hochwertiges Lautsprechersystem installiert.
Die Bauart TALGO 350 ist seit Jahren in Spanien auf den Korridoren Madrid – Valladolid, Madrid – Málaga, Barcelona – Málaga und Barcelona – Sevilla erfolgreich im Einsatz und stellt im internationalen Vergleich mit Wettbewerbern eine sehr verlässliche Wahl dar (Pressemeldung Talgo, 22.12.14).

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Aus den Ländern

RechteckBW: DB Netz schreibt Bahnstrecke nach Baienfurt gem. § 11 AEG aus
Die DB Netz schreibt die Nebenbahn Strecke Niederbiegen - Baienfurt Gbf (3,7 km, Höchstgeschwindigkeit 25 km/h) gemäß § 11 AEG zur Abgabe aus.
Die frühere LAG-Strecke (1938 verstaatlicht), deren Weingartner Ast bereits 1999 stillgelegt wurde, hatte ihr Verkehrsaufkommen aus den Transporten der Baienfurter Papierfabrik gewonnen. Diese ist seit 2008 stillgelegt, dementsprechend ist die Strecke mindestens seit 2014 ohne regulären Verkehr.
2014 fanden jedoch anläßlich des 10-jährigen Jubiläms des Verkehrsverbundes bodo noch einmal Abschieds-Sonderfahrten statt. Den minimalen Einnahmen stehen laut Ausschreibung horrende jährlich laufende Infrastrukturkosten entgegen.
Regulärer Personenverkehr fand auf dieser Strecke in den letzten 75 Jahren nicht statt. Damit dürfte das Schicksal dieses LAG-Relikts in Württemberg, das an die Südbahn im Kreis Ravensburg anschließt, besiegelt sein (Peter Klotz, 22.12.14).

RechteckBW: Neuer Geschäftsführer der NVBW
Volker Michael Heepen wird ab Mitte 2015 den jetzigen Geschäftsführer der NVBW, Bernd Klingel, als zweiter Geschäftsführer unterstützen. Heepen wird primär für die Ausschreibungen im SPNV verantwortlich sein.
Der Aufsichtsrat der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) hat bei seiner 45. Sitzung Volker Michael Heepen als Geschäftsführer der NVBW bestellt.   Heepen wird sich ab Mitte 2015 die Aufgaben der Geschäftsführung mit Bernd Klingel teilen und dabei für den Bereich der Ausschreibungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) verantwortlich zeichnen. 
Heepen bringt langjährige Erfahrung im SPNV mit. Nach verschiedenen Stationen u.a. bei der Deutschen Eisenbahn-Consulting, einer Vorgängerin der DB International GmbH, übernahm er 2006 die Führung der landeseigenen Nahverkehrsservice-gesellschaft (NVS) Thüringen. Dort führte er erfolgreich eine Vielzahl von wettbewerblichen Vergabeverfahren durch. Derzeit ist Heepen als Projektmanager beim Hamburger Beratungsunternehmen BSL Transportation Consultants tätig.
Neben der Schaffung der zweiten Geschäftsführerstelle wird auch ein Beschluss des Aufsichtsrats vom Juni umgesetzt, der eine weitere Stärkung der NVBW durch moderaten Personalaufbau auf der Fachebene vorsieht. Der Bereich der Verkehrsplaner wurde bereits mit einer zusätzlichen Stelle vorübergehend verstärkt, zudem wird eine neue Stelle geschaffen, die die ökonomische Kompetenz der NVBW bei der Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren weiter ausbauen soll. Ziel ist es dabei, den Bedarf an externer Beratung mittelfristig zumindest zu reduzieren.
Winfried Hermann zeigte sich zufrieden: "Mit Herrn Heepen haben wir aus einer Vielzahl von Kandidaten einen erfahrenen Experten gefunden, der Nahverkehrsplanung und Wettbewerb seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert. Damit ist die NVBW für die wichtigen Aufgaben der kommenden Jahren sehr gut aufgestellt."
(Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 22.12.14).

RechteckBrandenburg: Regio-Shuttle RS1 verstärkt HANSeatische Eisenbahn
Die HANSeatische Eisenbahn GmbH (kurz HANS) erhält mit der heutigen Auslieferung des Regio-Shuttel RS1 650-06 von der Stadler Pankow GmbH Verstärkung im Fuhrpark. "Die Auslieferung des RS1 ist vor allem ein großer Vorteil für unsere Fahrgäste, da wir einen höheren Fahrkomfort anbieten können" betont Karsten Attula, Leiter Schienenpersonennahverkehr beim HANS.
"Mit insgesamt 71 Sitz- und 76 Stehplätzen können bis zu 147 Fahrgäste befördert werden. Weiterhin ermöglicht eine Klimaanlage im Triebfahrzeug vor allem im Sommer eine angenehme Reise für unsere Fahrgäste" so Attula weiter.
Der RS1 650-06 war vorher bei der Prignitzer Eisenbahn GmbH im Einsatz und damit auch schon in der Prignitz unterwegs.
Das neue Triebfahrzeug wird zunächst komplett weiß und nur mit dem Logo von der HANSeatischen Eisenbahn GmbH ausgestattet auf deren Streckennetz unterwegs sein. Eine Beklebung in Firmenfarben wird im Jahr 2015 erfolgen. Vorerst ist es dem Unternehmen wichtig, dass der RS1 in Betrieb genommen und den Fahrgästen zur Verfügung gestellt wird (Pressemeldung Hanseatische Eisenbahn GmbH, 22.12.14).

RechteckHamburg: Kaufvertrag für Bahnhofsgelände Hamburg-Altona unterschrieben

Bahn frei für Mitte Altona: Bürgermeister Olaf Scholz (rechts) hat am Freitag (19. Dezember) gemeinsam mit Rüdiger Grube (Mitte) und Volker Kefer von der Deutschen Bahn den Kaufvertrag für das Bahnhofsgelände präsentiert. Auf der Fläche "wird ein neues Stadtquartier mit hoher Lebensqualität entstehen, das neuen Raum für Wohnen, Arbeiten und Freizeit bietet", sagte Scholz. Foto Lennart Albrecht / Pressestelle des Senats)

Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, haben heute bekannt gegeben, dass der Grundstückskaufvertrag für das jetzige Bahnhofsgelände Hamburg-Altona beurkundet wurde. Die Stadt Hamburg (Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen) hat das Grundstück für 38,8 Millionen Euro von der Deutschen Bahn erworben und wird es der DB bis zur Verlagerung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona weiterhin zur Verfügung stellen.
"Heute haben wir gemeinsam einen weiteren wichtigen Schritt sowohl für einen modernen Bahnhof als auch für die Stadtentwicklung gemacht. Am neuen Standort bauen wir nicht nur einen modernen Bahnhof, sondern schaffen zugleich eine leistungsfähige Infrastruktur, die der Stadt Hamburg zu Gute kommt. Zudem können wir dann den Hamburger Hauptbahnhof entlasten", fasste DB-Chef Grube die Vorteile des Projekts zusammen.
Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: "Mit dem Kauf des Grundstücks können wir ein wichtiges Projekt unseres Wohnungsbauprogramms für Hamburg fortführen. Im Herzen von Altona wird ein neues Stadtquartier mit hoher Lebensqualität entstehen, das neuen Raum für Wohnen, Arbeiten und Freizeit bietet."
Mit der Verlagerung des Fernbahnhofs wird nun der zweite Entwicklungsabschnitt des städtebaulichen Projekts Mitte Altona möglich. Auf dem mehr als 13 Hektar großen Grundstück können weitere 1.900 Wohnungen errichtet werden. Damit würden in Mitte Altona insgesamt 3.600 Wohnungen entstehen und acht Hektar für Grün- und Freiflächen zur Verfügung stehen. Der neue Bahnhof wird sechs Fernbahngleise und zwei S-Bahngleise an vier Bahnsteigen haben. Außerdem wird ein neues Empfangsgebäude entstehen. Der gesamte Bahnhof wird barrierefrei gebaut. Gleichzeitig werden zwei Brücken erneuert und rund 25 Kilometer Gleise und 48 Weichen neu gebaut. Die Steuerung des Zugverkehrs erfolgt von einem neuen Elektronischen Stellwerk.
Die Bahn erarbeitet die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren, das 2015 beginnen soll. Zugleich soll die Öffentlichkeit ausführlich über die Pläne informiert werden. Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs Hamburg-Altona ist für 2023 geplant
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.12.14).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Regio Infra Nord-Ost investiert in Haltepunkte
Die Regio Infra Nord-Ost GmbH & Co.KG (RIN) hat mit der Investition in eine neue Beleuchtung am Haltepunkt Weißer See für mehr Fahrgastkomfort gesorgt. "Die Regio Infra Nord-Ost konnte dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Wesenberg dem Wunsch der HANSeatischen Eisenbahn GmbH zur Verbesserung der Ein- und Ausstiegssituation am Haltepunkt Weißer See gerade in der dunklen Jahreszeit zügig nachkommen.", informiert Tino Hahn, Geschäftsführer der Regio Infra Nord-Ost.
Der im Frühjahr neu eingerichtete Haltepunkt Weißer See entlang der Kleinseenbahn von Neustrelitz nach Mirow ist durch die neu installierte Beleuchtung auch in den Morgen- und Abendstunden uneingeschränkt nutzbar (Pressemeldung Regio Infra Nord-Os, 22.12.14).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Sonderfahrt mit der "Rügenlok"
Foto Eric SchulzeFoto Eric Schulze
Am 20.12.14 wurde 145 023 der Press als neue Werbelok in Rostock Hbf präsentiert. Foto Eric Schulze.
Am Samstag (20.12.2014) nahm die Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Ina-Maria Ulbrich, an der Präsentation der Rügenlok "120 Jahre Rasender Roland" der Pressnitztalbahn teil.
Mit der Rügenlok "120 Jahre Rasender Roland" feiert die Pressnitztalbahn den 120. Geburtstag der dampflokbetriebenen Schmalspurbahn "Rasender Roland". Dafür hat ein Team von Mitarbeitern der Pressnitztalbahn, zusammen mit der Industriedesignerin Gertrud Geiblinger aus Österreich, ein Abbild der Bahn sowie einigen Facetten der Insel Rügen auf eine 5.700 PS-starke Elektrolokomotive gebannt. Ab 2015 soll der Sonderzug mit Rügenmotiv deutschlandweit unterwegs sein.
Staatssekretärin Ina-Maria Ulbrich: "Mit der Rügenlok hat die Pressnitztalbahn einen sympathischen Werbeträger für die schöne Urlaubsregion Rügen kreiert, der über die Landesgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgen wird. Ich freue mich über das Engagement des Unternehmens und wünsche der Rügenlok allzeit gute Fahrt."
Die Präsentation der Rügenlok erfolgt quer durch M-V, als Sonderzug, beginnend in Schwerin,über Rostock, Stralsund bis nach Bergen auf Rügen. Auf den Bahnhöfen besteht jeweils rund eine StundeZeit, die Lok zu begutachten und im mitgeführten Speisewagen einen Imbiss sowiewarme und kalte Getränke zu sich zu nehmen
(Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, 22.12.14).

RechteckMecklenburg-Vorpommern: Warnemünde-Express fährt auch 2015
Der Warnemünde-Express wird im nächsten Jahr in der Saison an einzelnen Tagen zwischen Berlin und Warnemünde verkehren. Das Infrastrukturministerium und die Bahn einigten sich, dass die Leistung eigenwirtschaftlich durch die DB Regio Nordost erbracht wird.
Infrastrukturminister Christian Pegel: "Ich begrüße es sehr, dass die DB-Regio dieses Angebot im kommenden Jahr eigenwirtschaftlich auf das Gleis setzt. Damit kommt das Unternehmen dem Wunsch vieler Fernreisender beispielsweise aus dem Berliner und Brandenburger Raum nach, die dieses Angebot weiter gerne nutzen wollen. Als Tourismusland ist Mecklenburg-Vorpommern ein attraktives Reiseziel; gerade jenseits des klassischen Regionalverkehrs. Der Warnemünde-Express zeigt, dass die Bahn im Fernverkehr in unserem Land auskömmlich fahren kann. Und wir können als Land die Regionalisierungsmittel so einsetzen, wie sie definiert sind, zur Bestellung von Nahverkehr."
Die Landesregierung, die den Warnemünde-Express bisher aus Regionalisierungsmitteln finanziert hatte, hat das Angebot zum Fahrplanwechsel 2014 nicht mehr bestellt. Die Länder finanzieren den Regionalverkehr über die vom Bund bereitgestellten Regionalisierungsmittel. Die Höhe dieser Mittel reicht jedoch nicht aus, um die Kostensteigerungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) aufzufangen. Daher können auf den Fernverkehrs-Kunden gerichtete Angebote wie der Warnemünde-Express nicht mehr finanziert werden.
Der Minister weiter: "Man muss konsequent zwischen den Aufgaben des Landes im Nahverkehr und den Aufgaben der Deutschen Bahn im Fernverkehr unterscheiden. Der Bund hat eine Verantwortung, konkret touristische Ziele und ganz grundsätzlich auch die am Rand gelegenen Regionen mit einem adäquaten Fernverkehrsangebot zu bedienen.Unser Land wurde beim Fernverkehrsangebot immer weiter beschnitten. In der Folge haben wir mit dem Regionalverkehr, für den das Land zuständig ist, immer wieder Ersatzangebote geschaffen. Die immer knapper werdenden Mittel, die uns für die Bestellung von Regionalzügen zur Verfügung stehen, müssen wir jedoch effizient einsetzen, um die Eisenbahn in der Fläche zu stärken." (Pressemeldung Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, 22.12.14).

RechteckNRW: Fuß- und Radweg auf der Wuppertaler Nordbahntrasse
Baustaatssekretär Gunther Adler hat am Freitag gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Michael Groschek die zu einem Fuß- und Radweg umgebaute Nordbahntrasse in Wuppertal eröffnet. Auf der stillgelegten Bahntrasse ist ein durchgängiger, 23 Kilometer langer Weg mit vielfältigen Spiel- und Freizeitflächen entstanden. Finanziert wurde das Projekt aus Bundes- und Landesmitteln des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" sowie durch Spenden und Eigenmittel des Vereins "Wuppertalbewegung e. V.", der das Projekt initiiert hat.
Während die ehemalige Bahntrasse Stadtteile voneinander trennte, schafft der neue Fuß- und Radweg Verbindungen zwischen den Wuppertaler Quartieren. Die Nordbahntrasse ermöglicht auf der gesamten Strecke kreuzungsfreies Radfahren und Spazierengehen. Durch den Bau von Spielflächen und Aussichtsplätzen entlang der Strecke ist eine stadtteilübergreifende Freifläche mit hohem Freizeitwert entstanden.
Adler: "Die neue Nordbahntrasse zeigt, wie eng Stadtentwicklungs- und Umweltpolitik zusammengehören. Vor allem aber bringt sie die Menschen aus den unterschiedlichen Stadtteilen zusammen." Gerade das sei das Ziel des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt". Sechs der insgesamt acht Streckenabschnitte durchqueren die beiden Projekt-Gebiete Wuppertal-Osterbaum und Wuppertal-Oberbarmen-Wichlinghausen.
Adler würdigte den Einsatz der Spender und Ehrenamtlichen: "Sie haben mit viel Engagement ein großartiges Projekt angestoßen. Die Nordbahntrasse zeigt, was man alles auf die Beine stellen kann, wenn Politik, Wirtschaft und Bürger sich zusammentun, um in ihrer Stadt und ihrem Quartier etwas zu verändern."
Die Bundesmittel für das Programm "Soziale Stadt" wurden in diesem Jahr auf 150 Millionen Euro fast vervierfacht. Auch 2015 unterstützt der Bund wiederum mit 150 Millionen Euro den Abbau von sozialen und städtebaulichen Ungleichheiten in den Städten und Gemeinden, z. B. durch Investitionen in Orte, Wege und Plätze, die die gemeinsame Bildung, das Zusammenleben, den Austausch und die Verbindung zwischen den Kulturen und Generationen ermöglichen. Wesentliches Anliegen ist es auch, öffentliche Freiflächen zu schaffen, an denen es in benachteiligten Stadtteilen häufig fehlt
(Pressemeldung BMUB, 22.12.14).

RechteckNRW: Verträge zum RRX und Ausbau des Dortmunder Hbf unterzeichnet
Erfreuliche Nachrichten zum Jahresende für das Großvorhaben Rhein-Ruhr-Express (RRX): Heute haben die jeweiligen Vertragspartner die Finanzierungsvereinbarungen für den ersten Planfeststellungsbereich des RRX sowie für den Ausbau der Verkehrsstation Dortmund Hauptbahnhof unterzeichnet. Der erste Planfeststellungsbereich umfasst die Strecke zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld-Berghausen. Die Investitionen für diesen Abschnitt belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro. Sobald Baurecht vorliegt, kann die Bahn mit dem Bau beginnen.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: "Eng getaktet, schnell und zuverlässig soll der RRX die Metropolen an Rhein und Ruhr verbinden. Im ersten Bauabschnitt machen wir die vielbefahrene Strecke Köln-Düsseldorf deutlich leistungsfähiger. Das ist eine gute Nachricht für die tausenden Bahnkunden, die hier täglich unterwegs sind."
Der Abschluss der ersten Finanzierungsvereinbarung für den südlichen Infrastrukturteil des RRX zwischen Bund und Bahn ist ein Meilenstein für das Land Nordrhein-Westfalen, erklärte Landesverkehrsminister Michael Groschek: "Ich freue mich sehr, dass der Bund Wort gehalten hat und die im letzten Jahr angekündigten Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen hat. Jetzt kann endlich mit dem Schienenausbau für den RRX begonnen werden – zum Ausklang des Jahres sind das für die Pendlerinnen und Pendler hervorragende Neuigkeiten."
DB Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube: "Das ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem schnelleren und pünktlicheren Nahverkehr mit mehr Kapazitäten in Nordrhein-Westfalen. Und mit dem barrierefreien Umbau des Hauptbahnhofs Dortmund wird der erfolgreichen Modernisierung der Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen ein weiteres Großprojekt hinzugefügt."
Für den rund 107 Millionen Euro teuren Ausbau der Verkehrsstation Dortmund Hauptbahnhof gibt es nun grünes Licht. Der Hauptbahnhof wird insgesamt modernisiert und barrierefrei ausgestaltet, Bahnsteigdächer werden neu gebaut und der nördliche Ausgang wird zur barrierefreien Verbindung zur Stadtbahn umgestaltet. Groschek: "Wir erhöhen mit dieser Maßnahme nicht nur den Komfort für die Bahnkunden. Unser Ziel ist es vor allem einen der wichtigsten Großbahnhöfe in NRW barrierefrei zu gestalten." Baubeginn wird voraussichtlich im ersten Quartal 2017 sein. Von den Kosten trägt der Bund 46,5 Millionen Euro, das Land NRW 45,2 Millionen Euro und die DB Station&Service AG 15,7 Millionen Euro.
Die auf der Kernstrecke des RRX zukünftig verkehrenden einzelnen Linien des RRX sollen auf Zulaufstrecken, den sogenannten Außenästen, durchgebunden werden. Für den Ausbau der Stationen auf den Außenästen haben heute zudem das Land Nordrhein-Westfalen und die DB Station&Service AG die Planungsvereinbarung für die Leistungsphasen 1 und 2 unterzeichnet. Hiermit kann nun die Vorplanung für die Bahnsteiginfrastruktur, einschließlich der Barrierefreiheit, begonnen werden. Die Planungskosten betragen hierfür rd. 5,5 Mio. € und werden vom Land Nordrhein-Westfalen getragen.
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen benötigt auf der Kernachse zwischen Dortmund und Köln dringend eine verbesserte Schieneninfrastruktur zur Bewältigung der gegenwärtigen und zukünftigen Fahrgastströme. Mit dem geplanten Rhein-Ruhr-Express wird diese Verkehrsinfrastruktur realisiert. Hierdurch können zukünftig Verlagerungen vom Auto zum ÖPNV in Höhe von rund 31.000 Personenfahrten pro Werktag erreicht werden. Der RRX soll im Stundentakt auf insgesamt sechs Linien verkehren. Auf der RRX-Kernstrecke zwischen Dortmund und Köln werden vier Linien zu einem 15 Minuten-Takt gebündelt. Zusätzlich besteht nach dem Streckenausbau ein 30 Minuten-Takt zwischen Oberhausen und Düsseldorf, der zwischen Düsseldorf und Duisburg den auf der gesamten RRX-Kernstrecke angebotenen 15-Minuten-Takt überlagert. Die einzelnen Linien starten, bzw. enden an den Haltepunkten in Münster, Minden, Köln/Bonn Flughafen, Koblenz, Aachen und Emmerich. Damit bestehen umsteigefreie Verbindungen von fast allen Landesteilen zur Rhein-Ruhr-Achse (Pressemeldung Deutsche Bahn, 22.12.14).

RechteckRheinland-Pfalz: Vlexx-Fahrplanprogramm wird sukzessive aufgestockt
Das wegen massiver Anlaufprobleme reduzierte Fahrplanprogramm der vlexx GmbH wird bis zum 4. Januar 2014 gefahren. Ab 5. Januar wird der Betrieb schrittweise hochgefahren. "Land und Zweckverband haben das Unternehmen aufgefordert, ab 5. Januar über das derzeitige Zugangebot hinaus mindestens einen reibungslosen Schülerverkehr und zusätzliche Verbindungen im Berufsverkehr sicherzustellen, erklärt Michael Heilmann, Direktor des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) nach einem Gespräch zwischen dem Land Rheinland-Pfalz, den beiden Zweckverbänden SPNV und der Geschäftsführung von Netinera, der vlexx-Muttergesellschaft. "Grundsätzlich erwarten wir, dass das Unternehmen die vertraglich vereinbarten Leistungen schnellstmöglich erbringt".
Die Details, welche Züge ab dem 5.1.2015 zusätzlich verkehren werden, werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Inzwischen hat Vlexx sichergestellt, dass die Softwareprobleme zur Anzeige der Echtzeitdaten behoben sind. Aktuelle Ausfälle und Pünktlichkeiten werden nicht nur auf der vlexx-Homepage, sondern auch unter www.bahn.de angezeigt.
Der Zweckverband stellt klar, dass die vertraglichen Regelungen eindeutig sind und uneingeschränkt angewandt werden: "Ausgefallene Züge werden nicht bezahlt, die Vertragsstrafen werden vollumfänglich erhoben".
Die weiteren Schritte bis zum vollständigen Fahrplanprogramm werden zwischen dem Unternehmen, den Zweckverbänden und dem Land eng abgestimmt (Pressemeldung Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd, 22.12.14).

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckNikolausfahrt
Foto Dr. Klaus-Peter Lorenz
Nikolausfahrt auf der Stammstrecke Kassel-Wilhelmshöhe Süd, Niederzwehren West, Nordshausen, Baunatal-Altenbauna (VW-Werk) 2014 - am steilen Stück am Mattenberg. Das ist auch der Streckenabschnitt vom Kasseler Rangierbahnhof nach Altenbauna VW-Werk, der nach 111 Jahren seinen Güterverkehr vom regionalen Eisenbahnbetrieb an die nationale Aktiengesellschaft verlor. Wie auch die Kassel-Naumburger Eisenbahn als beliebter regionaler Busanbieter mit Tariflöhnen seine Straßenverkehre durch Ausschreibungen an Billigere verloren hatte (Dr. Klaus-Peter Lorenz, 22.12.14)
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RechteckWismarer Schienenbus jetzt im Lokschuppen des ehem. Bw Wismar

Die Fotos zeigen das Schweineschnäuzchen im Jahre März 2003 noch ohne Schnauzen auf einem provisorischen Abstellplatz kurz nach der Ankunft in Wismar nach ca. 50 Jahren "Dienst" als Gartenlaube am Edersee bei Kassel und das gute Stück heute vor dem Lokschuppen. Gut zu erkennen, dass der Wagenkasten bereits weitgehend wiederhergestellt ist. Motorhauben und viele Teile des Innenausbaus sind vorhanden und auf Lager.
Am Freitag, 19.12.2014, konnten sich die im ehemaligen Bahnbetriebswerk (Bw) Wismar ansässigen Eisenbahnfreunde Wismar e.V. einen langersehnten Wunsch erfüllen, nämlich ihren Wismarer Schienenbus, ein "Schweineschnäuzchen", von einer Lagerhalle in Wismar zum Lokschuppen überführen, wo jetzt die weitere Restaurierung in Angriff genommen werden wird.
Es handelt sich um den 1933 mit der Fabriknummer 20210 gebauten VT 133 010 der DRG, ex SAAR 72, später VT 89 900 der Deutschen Bundesbahn. Weitere Informationen dazu gibt es auch auf der Vereins-Homepage.
Seit den letzten Arbeiten an dem Schienenbus durch ABM-Kräfte bei der Wismarer Qualifizierungs- und Entwicklungsgesellschaft sind schon einige Jahre vergangen, während der die Restaurierung der Infrastruktur des ehem. Bw Wismar im Vordergrund stand, um für die Vereinsfahrzeuge ein "Dach über dem Kopf" zu haben, z.B. für die inzwischen insgesamt sechs (!) zur Fahrzeugsammlung des Vereins gehörenden Triebwagen, Beiwagen, Personenwagen, Güterwagen und Lkw-Anhänger aus der Produktion der einstigen Triebwagen- und Waggonfabrik Wismar in den Jahren 1930 bis 1940 (Pressemeldung Eisenbahnfreunde Wismar e.V., 22.12.14).

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Tanago

Mit der Kamera notiert

RechteckAndernach
Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen
Einer der 17 Desiro ML von TransRegio wurde mit von Kindern gestalteten Motiven beklebt. Diesen Zug konnte ich vorgestern in Andernach fotografieren (Sascha Jansen, 22.12.14).

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Bahnberufe

Europa

RechteckEuropa: Fernverkehr Südosteuropa
Während es in den westlichen Balkanländern mit dem Fahrplanwechsel zu Verbesserungen im Zugangebot kam (Einführung einer neuen Verbindung "Serdica" Budapest - Sofia über die Donaubrücke 2 bei Vidin; Reaktivierung eines zweiten Zugpaars Ljubljana - Zagreb - Belgrad; Beschleunigung der "Hellas Express" Belgrad - Thessaloniki mit Ankündigung saisonaler Kurswagen von/nach Budapest; Einführung eines dritten Zugpaars Budapest - Belgrad) kommt es anderswo zu erheblichen Einschränkungen:
Die Relation Belgrad - Bar (MNE) wird wegen der Hochwasserschäden in Serbien vom vergangenen Frühjahr nach wie vor nur mit einem Zugpaar umgeleitet betrieben. Offensichtlich wegen rasant abnehmender Passagierzahlen wurden die täglichen Relationen Moskau - Kiev - Bukarest - Sofia "Bulgaria Express" und Moskau - Kiev - Budapest mit diversen Kurswagen "Tisza" vorübergehend ausgesetzt. Es gibt teilweise Ersatz mit neuen Verbindungen Kiev - Budapest und Kiev - Bratislava. Zudem wird einmal wöchentlich ein Kurswagen Moskau - Bratislava - Budapest im "Vlatava" über Weissrussland - Polen - Tschechien angeboten, die Fahrzeit ist gegenüber der Verbindung über die Ukraine 20-25% kürzer (Prof. Dr. Johannes Schenkel, Quellen: European Timetable 12/2014, Homepages der beteiligten Bahnen, 22.12.14).

RechteckDänemark: Heunicke will Treffen mit Dobrindt

Im Bahnhof Puttgarden ist noch nichts von dem Großprojekt Fehmarnbeltquerung zu spüren. Fraglich ist, ob die deutsche Anschlussbahn zum Tunnel bis 2021 elektrifiziert werden kann. Foto hee.
Während die Deutsche Bahn AG gerade mitgeteilt hat, dass die Planungen für die Schienenanbindung der festen Fehmarnbeltquerung auf deutscher Seite auf Hochtouren laufen, wachsen die Befürchtungen auf Seiten der dänischen Regierung, dass es zwischen Fehmarn und Lübeck zu Verzögerungen beim Ausbau der Bahnstrecke kommt, zu der sich Berlin per Staatsvertrag verpflichtet hat.
Der dänische Transportminister Magnus Heunicke (Soz.) erklärte gegenüber Danmarks Radio, dass er ein Treffen mit seinem deutschen Kollegen, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), anstrebt, um von diesem Näheres zu den absehbaren Verzögerungen bei den Anschlussstrecken zu erfahren.
Hintergrund ist die im Herbst erzielte Einigung zwischen dem für die Planung der Bahnanbindung zuständigen Land Schleswig-Holstein und der Deutschen Bahn auf eine Neubaustrecke zwischen Lübeck und Fehmarn.
"Ich habe gegenüber dem deutschen Verkehrsminister klargestellt, dass Deutschland die geschlossenen Vereinbarungen und Investitionszusagen einhält", so Heunicke und fügte hinzu: "Je schneller die Deutschen sind, umso schneller kommen wir in den Genuss unserer Investitionen."
In Schleswig-Holstein sieht man in der Einigung auf eine Neubautrasse zur Umfahrung der Badeorte einen Schritt, um die Bürgerproteste und Klagen gegen Lärm durch den Zugverkehr eindämmen zu können, die im Rahmen des gesetzlich verankerten Genehmigungsverfahrens in erster Linie das gesamte Fehmarnbelt-Projekt verzögern könnten.
Heunicke äußerte sich nicht zu weiteren Problemen wie dem Engpass Fehmarnsundbrücke, der durch einen Neubau beseitigt werden soll – auch das könnte zu Verzögerungen führen. ( (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 22.12.14).

RechteckFrankreich: Aktionäre von Alstom stimmen dem Verkauf der Energiebereiche zu
Die für den 19. Dezember 2014 einberufene außerordentliche Aktionärsversammlung von Alstom hat der Transaktion des Verkaufs der Energiebereiche an General Electric zugestimmt.
Dieser Versammlung haben Aktionäre beigewohnt, die im Besitz von 64,25 Prozent der Anzahl an Aktien und Stimmrechten sind. Der Transaktion wurde mit einem Mehrheitsbeschluss von 99,187 % zugestimmt.
Während der Aktionärsversammlung berichtete Patrick Kron, Chairman und CEO, von den Fortschritten des Projektes mit General Electric. Insbesondere wies er darauf hin, dass der Verwaltungsrat in Zusammenhang mit der Transaktion in jüngster Zeit einige wenige positive und negative Anpassungen bezüglich der Bedingungen der Transaktion zur Kenntnis genommen hat. In Summe sollten diese Anpassungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Transaktion haben.
Nach dem Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretern und der Genehmigung ausländischer Investitionen in Frankreich, ist diese Entscheidung der Aktionäre ein weiterer Meilenstein seit Unterzeichnung der Verträge am 4. November 2014.
Die Wirksamkeit der Transaktion steht unter dem Vorbehalt weiterer Genehmigungen, die noch aus regulatorischer und wettbewerbsrechtlicher Sicht in einer Reihe von Ländern notwendig sind. Sollten diese Voraussetzungen erfüllt werden, ist der Abschluss der Transaktion im zweiten Quartal 2015 zu erwarten. Der Abschluss der Transaktion wird von einer Reinvestition von Alstom eines Teils des Verkaufserlöses in Gemeinschaftsunternehmen, die mit General Electric gegründet werden, sowie von einer Barmittelausschüttung an die Aktionäre in einer Höhe von zwischen 3,5 und 4 Milliarden Euro begleitet. Dies wird durch ein offenes Angebot zum Rückkauf von Aktien (offre publique de rachat d'actions) abgewickelt. Solch ein Angebot würde nach Abschluss der Transaktion den Aktionären zur Entscheidung vorgelegt werden (Pressemeldung Alstom, 22.12.14).

RechteckItalien: Über 932.000 Fahrgäste im Oktober

Rekordzug, Rekordbahnhof, Rekordmonat: Am Bozner Bahnhof sind im Oktober so viele Fahrgäste wie noch nie gezählt wor
Der Oktober 2014 ist der Rekordmonat in Sachen Zugfahrgäste. Auf den Südtiroler Bahnstrecken wurden nicht weniger als 932.862 Entwertungen registriert. "Das ist mit Abstand die höchste Zahl an Zugfahrgästen innerhalb eines Monats, die in Südtirol je verzeichnet worden ist", freut sich Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Die Zahl zeige: Bahnfahren liegt im Trend.
Erfreut zeigt sich Mussner vor allem darüber, dass die Oktober-Zahlen kein Ausreißer sind, war der bisherige Rekord - 884.935 Fahrgäste - doch im September verzeichnet worden. Mehr noch: "Wir hatten zwar dank des Ausbaus der lokalen Zugverbindungen in den letzten Jahren schon deutliche Zuwächse zu verzeichnen, in diesem Jahr haben wir aber noch einmal um sieben Prozent zugelegt", so der Landesrat. Das mit 15 Prozent größte Plus wurde dabei im Pustertal verzeichnet,  auf der Meraner Linie kommt man auf plus 14, im Eisacktal auf plus elf, im Unterland auf plus vier Prozent, während die Fahrgastzahlen im Vinschgau konstant sind. "Dies, obwohl wegen der außerordentlichen Reparatur- und Wartungsarbeiten im Sommer und Herbst mehrere Zuggarnituren nicht zur Verfügung standen", so Mussner.
Neue Spitzenwerte wurden auch bei den Entwertungen an den einzelnen Bahnhöfen verzeichnet. Der Bahnhof Bozen bleibt mit der Rekordzahl von 206.000 Entwertungen im Oktober der meistgenutzte im Land, gefolgt von Meran mit mehr als 88.000 Entwertungen, Brixen mit über 66.000 und Bruneck mit mehr als 47.000. Als Senkrechtstarter erwies sich zudem die Haltestelle Bruneck Nord, die ein Jahr nach Inbetriebnahme schon mehr als 19.000 Fahrgäste pro Monat verzeichnet. Auf Gemeinden berechnet bleibt Bozen mit 230.020 Entwertungen an den Bahnhöfen Bozen, Bozen Süd und Kaiserau Spitzenreiter, Meran kommt mit Untermais auf 102.074 Entwertungen, Bruneck mit seinen beiden Bahnhöfen auf 66.594.
"Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass sehr viele Bürger heute ganz selbstverständlich öffentliche Verkehrsmittel nutzen", so der Landesrat. Gleichzeitig drohe die Bahn allerdings auch, Opfer dieses Erfolgs zu werden: "Besonders zu Stoßzeiten sind die Kapazitätsobergrenzen erreicht", so Mussner. Die Herausforderung sei demnach, die Kapazität auszubauen. "Dafür haben wir bereits wichtige Entscheidungen getroffen", so der Landesrat, der den kürzlich beschlossenen Ankauf weiterer Zuggarnituren ebenso als Beispiel nennt, wie die Elektrifizierung der Vinschger Bahn
(Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol , 22.12.14).

RechteckSchweden: Erster SJ 2000 in die Schweiz zur Modernisierung gebracht

Als erster Schritt zur Modernisierung der Züge vom Typ SJ 2000 der schwedischen Staatsbahn SJ wurden letze Woche die ersten drei Wagen zu ABB in die Schweiz transportiert.
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 3,5 Mrd. SEK und ist die größte Investition der SJ zur Modernisierung von Zugmaterial in den letzten zehn Jahren. Die Züge erhalten bei ABB eine umfassende technische Aufrüstung, darunter schnelleres WLAN, bessere Mobilfunkab-deckung und moderne Informationssysteme. Auch die Belüftung und Stromversorgung werden modernisiert, so dass Schwedens leisester Zug noch leiser werden soll.
Bei der Wahl zwischen der Beschaffung neuer Fahrzeuge oder der Modernisierung der vorhandenen SJ-2000-Züge wurde entschieden, die bestehenden 36 Züge bis zum Jahr 2019 zu modernisieren und ab dem Jahr 2020 einsetzen zu können.
Dabei wurde berücksichtigt, dass der SJ 2000 speziell für den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf dem schwedischen Netz entwickelt wurde. Kein Wettbewerber kann kürzere Reisezeiten in Schweden erreichen, sagt Maria Hofberg, zuständig für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Stockholm und Göteborg
(WKZ, Quelle SJ, 22.12.14).

RechteckSchweiz: Der erste Prototyp der modernisierten Re 460 ist auf der Schiene
Nach rund einem Jahr sind die Arbeiten am Prototyp der Lokomotive Re 460 460'084 «Helvetia» abgeschlossen: Die Lokomotive wurde komplett demontiert und der grösste Teil der Komponenten revidiert.
Augenfällig ist das neue Design: Der erste Prototyp der modernisierten Lokomotiven Lok Re 460 ist nun glanzlackiert, das Logo ist neu auch auf der Front, ebenso die Nummer. Verzichtet wird auf den Schriftzug «2000».
Die Modernisierungsarbeiten des ersten Prototypen beinhalten die ordentliche Revision 3 und weitere Änderungen. Der zweite Prototyp wird voraussichtlich in der ersten Hälfte 2016 fertig sein (inklusive neuer IGBT-Stromrichter), weitere drei Prototypen folgen bis 2017. Danach beginnt die Serienfertigung, welche bis 2022 dauert.
Die SBB investiert 230 Millionen Franken in die Modernisierung. Ziel ist, mit den modernisierten Loks pro Jahr 27 GWh Energie zu sparen. (Pressemeldung BAV, 22.12.14).

RechteckSchweiz: Treffen des Gemischten Landverkehrsausschusses Schweiz-EU
Der Gemischte Landverkehrsausschuss Schweiz-EU traf sich am Freitag in Bern zum 26. Mal. Die Schweizer Delegation wurde vom Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV), Peter Füglistaler, angeführt. Die EU-Delegation stand unter der Leitung von Patrizio Grillo, Referatsleiter der Generaldirektion Mobilität und Verkehr bei der Europäischen Kommission. Bei den Gesprächen ging es um verschiedene Strassen- und Bahnthemen.
Die Mitglieder der Schweizer Delegation erinnerten insbesondere daran, dass die aktuellen Sätze der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) 2015 unverändert bleiben. Das gilt auch für den seit Juli 2012 gewährten Rabatt von 10 Prozent für emissionsarme Lastwagen der Emissionsklasse Euro VI/6. Die Schweiz will in den kommenden Monaten eine Neubeurteilung der Situation vornehmen.
Ferner berichtete die Schweizer Delegation über den Stand der rechtlichen Bestimmungen zur verstärkten Teilnahme der Schweiz am europäischen Strassentransportmarkt. Beide Parlamentskammern haben inzwischen zugestimmt. Zudem hat sie über den neuen Fonds für den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehr (NAF) informiert.
Beim Thema Bahn befassten sich beide Delegationen mit dem Fortschritt bei der Rechtsangleichung an den gemeinschaftlichen Besitzstand im Bereich der Interoperabilität. Die Schweiz hat zahlreiche Richtlinien zu den betroffenen technischen Systemen erarbeitet. Mit der Übernahme der technischen Vorschriften werden die Voraussetzungen für einen Beitritt der Schweiz zur Europäischen Eisenbahnagentur (ERA) geschaffen. Entsprechende Vorgespräche wurden aufgenommen. Im Weiteren wurde über den Stand der Planung und Realisierung des 4-Meter-Korridors auf der Gotthard-Eisenbahnachse informiert. Die ersten Arbeiten zum Ausbau der Lichtprofile haben am 23. Oktober 2014 im Tessin begonnen.
Die nächsten Treffen des Gemischten Landverkehrsausschusses sind im Juni und im Dezember 2015 in Brüssel vorgesehen (Pressemeldung BAV, 22.12.14).

RechteckSpanien: Kabinett beschließt Schaffung einer Eisenbahnagentur
Der spanische Ministerrat hat am 19.12.14 grünes Licht für ein Königliches Dekret zur Bildung einer Nationalen Eisenbahn-Sicherheitsbehörde (Agencia Estatal de Seguridad Ferroviaria) gegeben und deren Satzung genehmigt.
Die verantwortlichen Organe der Agentur werden der Präsident (Presidente) und der Rat (Consejo Rector) sein. Die Funktion des Präsidenten übernimmt der Leiter des Generalsekretariats für die Infrastruktur (Secretaría General de Infraestructuras), derzeit Manuel Niño.
Dem Rat gehören eine Kontrollkommission (Comisión de Control) und die Exekutivorgane an (Director, subdirección general de Infraestructuras, subdirección general de Coordinación de la Seguridad Ferroviaria und División de Administración) an.
Die Agentur übernimmt auf der staatlichen Ebene die Funktionen einer Sicherheitsbehörde für die Eisenbahn, insbesondere Einrichtung, Kontrolle und Überwachung aller Elemente des Schienensystems wie Infrastruktur, Rollmaterial, Bahnpersonal und Eisenbahnbetrieb. Sie stellt auch die Interoperabilität des Eisenbahnsystems sicher und ist zuständig für Erteilung, Aussetzung und Widerruf von Genehmigungen an Eisenbahnunternehmen.
Die Eisenbahnagentur trägt die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Sicherheit auf dem staatlichen Netzwerk (Red Estatal Ferroviaria de Interés General, REFIG), wie der Inbetriebnahme von Strecken und Fahrzeugen und der Erteilung von Bescheinigungen und Sicherheitsüberprüfungen, Führerscheinen für Lokführer und Genehmigungen im Zusammenhang mit Eisenbahnpersonal und Wartungszentren. Die Agentur erhält außerdem Disziplinarbefugnisse bei Verstößen gegen die Eisenbahnsicherheit.
Darüber hinaus wird sie in den Arbeitsgruppen der Europäischen Eisenbahnagentur und anderer nationaler und internationaler Organisationen für die Sicherheit und Interoperabilität des Schienenverkehrs mitarbeiten
(WKZ, Quelle Entwicklungsministerim, 22.12.14).

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