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LOK Report – News von Montag, 08.02.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
RDC: gründet RDC AUTOZUG Sylt
Absatzlinie
Bahngutachten zu Flensburg
an dänischen Transportminister
überreicht

Absatzlinie
Studie zur Fernverkehrsanbindung
Jenas und Ostthüringens

Absatzlinie

Sirail will nach Hennigsdorf expandieren

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Industrie

RechteckRDC: Eigene RDC AUTOZUG Sylt GmbH gegründet
Die Railroad Development Corporation (RDC) hat für ihr Projekt „AUTOZUG Sylt“ eine eigene Gesellschaft gegründet. Die neue „RDC AUTOZUG Sylt GmbH“ markiert den Übergang von der erfolgreichen Entwicklungsphase hinein in das anstehende operative Geschäft
des „AUTOZUG Sylt“.
Carsten Carstensen wird die neue Gesellschaft als Geschäftsführer leiten.
Hinrich Krey, Chief Mechanical Officer (CMO) und Co-Geschäftsführer RDC Deutschland GmbH, hat seine Aufgaben in der Fahrzeugentwicklung der Autozugflotte erfolgreich abgeschlossen.
„Wir freuen uns, dass Hinrich Krey uns weiterhin beratend im Bereich des Fahrzeugmanagements unterstützen wird und danken ihm sehr für die erfolgreiche Aufbauarbeit“, sagt Carsten Carstensen.
Die „RDC AUTOZUG Sylt GmbH“ wird in den kommenden Wochen in das Handelsregister Köln eingetragen und der Sitz der Gesellschaft anschließend nach Nordfriesland verlegt (Pressemeldung RDC, 08.02.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Bahn erneuert Infrastruktur - Großteil für das bestehende Netz
Zwischen dem Spessart und dem Chiemgau fährt die Deutsche Bahn in diesem Jahr an einer Reihe von Strecken die Bagger auf und erneuert Gleise, Weichen und Brücken. Rund 1,1 Milliarden Euro fließen in diesem Jahr in die Sanierung, Modernisierung und in den Ausbau von Strecken.
560 Kilometer Schienen, 365 Weichen und 60 Bahnübergänge stehen zur Erneuerung an. Dabei geht es auch darum, eine höhere Verlässlichkeit und Qualität im Sinne des Programms "Zukunft Bahn" zu erzielen. Volker Hentschel, DB Netz Bayern: "Wir bündeln unsere Baustellen, damit die Reisenden trotzdem auf vielen Strecken gleichzeitig freie Fahrt haben."
Die größte Bahnbaustelle befindet sich 2016 nördlich von Bamberg, wo die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Erfurt an die bestehende Linie im Maintal angebunden wird. 34 Wochen lang müssen die Reisenden dabei auf Busse ausweichen. Um das bayerische Schienennetz nicht zu überlasten, sind deswegen auf den anderen Strecken vergleichsweise weniger Einschränkungen vorgesehen.
In den Osterferien baut die Bahn insbesondere zwischen München und Regensburg. Im Mai folgen Arbeiten zwischen München und Starnberg. In den Sommerferien wechselt die DB die Gleise zwischen Regenburg und Nürnberg und zwischen Augsburg und Ulm aus. Hinzu kommen Weichenerneuerungen bei Schwandorf und Weiden. Brückenneubauten südlich von Rosenheim beginnen im August und dauern bis Ende Oktober. Im Herbst sind die Bagger schwerpunktmäßig zwischen Nürnberg und Donauwörth sowie auf der Strecke nach Berchtesgaden unterwegs.
Zwei besondere Bauwerke stehen 2016 im Vordergrund. Die Aurachtalbrücke bei Neustadt/Aisch wird im November fertiggestellt. Und bei Oberstaufen saniert die Bahn mehr als sechs Monate lang den einzigen Tunnel im Allgäu. Für die ICE-Neubaustrecke in Oberfranken und für die weiteren Ausbauprojekte in Bayern sind dieses Jahr rund 400 Millionen Euro eingeplant. Dazu gehören der neue Tunnel im Spessart, dessen Errichtung planmäßig voranschreitet genauso wie der zweigleisige Ausbau zwischen Mühldorf und Tüßling (ABS 38) und das dritte Gleis bei Freilassing (Pressemeldung Deutsche Bahn, 08.02.16).

RechteckBayern: DB Schülerbegleiter des Gymnasiums Icking erhalten ihre Zertifikate

13 Schüler/innen des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking haben am Freitag nach Abschluss ihrer Ausbildung zu DB Schülerbegleitern ein Zertifikat erhalten. Dieses Schriftstück können sie bei der Suche nach einem Arbeitsplatz ihren Bewerbungsunterlagen beilegen. Zusätzlich zum Zertifikat überreichen Vertreter der S-Bahn München und der Bundespolizei den Schülern noch einen DB Schülerbegleiter-Ausweis.
Im Schülerverkehr kommt es an Bahnsteigen oder in Zügen der S-Bahn immer wieder zu Vorfällen, bei denen Fahrzeuge beschädigt, der Zugverkehr behindert oder Fahrgäste gestört werden. Teilweise sind auch gefährliche Verhaltensweisen zu beobachten, wie das unerlaubte Überschreiten der Gleisanlagen oder Rempeleien auf den Bahnsteigen. Vier Trainer der S-Bahn München bilden darum gemeinsam mit der Bundespolizei Schüler der achten Jahrgangsstufe gemäß dem Motto "Überzeugen statt Petzen" aus.
Die Aufgabe der DB Schülerbegleiter besteht nicht darin, Fehlverhalten zu erfassen und darüber zu berichten. Vielmehr sollen sie mit ihren Mitschülern sprechen und sie davon überzeugen, ihr Verhalten zu ändern.
In der knapp dreimonatigen Ausbildung wird besonderer Wert auf die Themen Deeskalation, Konfliktbewältigung, Körpersprache, neutrales Verhalten, Kommunikationstechniken, sicheres und freundliches Auftreten, Umgang mit Provokationen und der Beilegung von Streitigkeiten gelegt. Vor allem lernen die Schüler, Verantwortung zu übernehmen.
DB Schülerbegleiter sind ehrenamtlich und freiwillig tätig. Sie unterliegen keinem Handlungszwang. Bei jeder Situation im Zug entscheiden sie selbst, ob ihr Eingreifen die Situation verbessern könnte oder nicht.Für das Programm DB Schülerbegleiter werden jährlich 50.000 Euro investiert (Pressemeldung Deutsche Bahn, 08.02.16).

RechteckSchleswig-Holstein: Oberbürgermeister Simon Faber überreicht Bahngutachten an dänischen Transportminister
Im Rahmen eines Gespräches mit dem dänischen Transport- und Bauminister, Hans Christian Schmidt, hat der Flensburger Oberbürgermeister Simon Faber dem Minister ein Exemplar des "Gutachtens zur Bahnstruktur in und um Flensburg" übergeben und die wesentlichen Inhalte erläutert. Minister Schmidt versprach, sich nun gründlich  mit den Empfehlungen zur Optimierung der Bahnanbindung in der deutsch-dänischen Grenzregion auseinanderzusetzen.
"Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit hatte den Minister persönlich über die Inhalte des Gutachtens zu informieren und bin zuversichtlich, dass die große Bedeutung der grenzüberschreitenden Bahnanbindung über die Jütlandroute auch in Kopenhagen gewürdigt wird. Mit der Bahnverbindung zwischen Aarhus, Flensburg und Hamburg werden nicht nur ganze Städte, sondern auch wichtige Regionen miteinander verbunden", so Faber weiter.
Das "Gutachten zur Bahnstruktur in und um Flensburg" beschäftigt sich u.a. mit der Frage nach einem geeigneten Standort für einen Fernbahnhof, damit die Stadt Flensburg und ihr Umland möglichst gut sowohl nach Norden als auch nach Süden angebunden werden. Das Gutachten soll auf einer öffentlichen Veranstaltung am Abend des 19. Februar im Flensburger Rathaus diskutiert werden (Pressemeldung Stadt Flensburg, 08.02.16).

RechteckSachsen: 70 Teilnehmer beim Auftakt für das neue Cluster RAIL SAXONY
Sächsische Bahnzulieferer, Infrastrukturausrüster, Ingenieurdienstleister und Planungsbüros arbeiten künftig unter einem Dach zusammen, wenn es um die Entwicklung neuer Produkte und die Erschließung von Auslandsmärkten geht. Mit dabei im neuen Clusterverbund RAIL SAXONY ist auch die Wissenschaft, allen voran die Exzellenzuniversität TU Dresden. Gastgeber der Auftaktveranstaltung am 5. Februar ist die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). "Die sächsische Bahnindustrie blickt auf eine mehr als 175jährige Erfolgsgeschichte zurück. Für die WFS gehört sie ganz klar zu den Kernbranchen in Sachsens Wirtschaft", erklärt Peter Nothnagel, WFS-Geschäftsführer. So bietet die WFS sächsischen Unternehmen der Bahnindustrie Absatzförder- und Kooperationsmaßnahmen, wie Unternehmerreisen und Markteinstiegspakete, an. Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) organisiert die WFS zudem bereits seit Jahren erfolgreich "Sachsen-live"-Gemeinschaftsstände auf den Branchenmessen INNOTRANS und der TRAKO.
"Die Weltmärkte werden komplexer – und immer mehr Länder und Ballungsräume setzen auf den Verkehrsträger Schiene. Zudem steigen auch die technologischen Ansprüche. Gefragt sind intelligente Systemlösungen, energieeffiziente Technologien und sehr zuverlässige Produkte mit hoher Verfügbarkeit. Um Spitze zu bleiben, muss auch der Mittelstand noch mehr in Forschung und Entwicklung investieren. Das geht zusammen besser", so Harald Rüdiger, Vorstandsvorsitzender des BTS Bahntechnik Sachsen e.V. Der Verein ist Initiator und Träger von RAIL SAXONY. Rüdiger erklärt weiter: "Der Aufbau von Auslandsgeschäften ist gerade für Mittelständler nicht leicht. Mit RAIL SAXONY können wir die Aufgaben der Marktentwicklung auf mehrere Schultern verteilen. Das erleichtert vieles und so können wir besser im internationalen Wettbewerb, z.B. mit großen chinesischen Firmen, mithalten."
Der Start für RAIL SAXONY hat schon gut geklappt: "Wir haben das Forschungsprojekt EUROPOINT mit sechs europäischen Eisenbahngesellschaften erfolgreich gestartet", zeigt Harald Rüdiger sich sehr zufrieden. Zudem laufen die Vorbereitungen für Reisen nach Polen und England sowie Workshops mit belgischen Unternehmen auf Hochtouren.
Der Freistaat Sachsen fördert das Clusterprojekt für drei Jahre aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Ergänzt werden die Fördermittel durch Gelder aus der sächsischen Bahnindustrie. Das Projekt steht für interessierte Teilnehmer noch offen.
Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH: Die landeseigene Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) baut Brücken: Für sächsische Unternehmen auf ihrem Weg in die Welt und für Investoren auf ihrem Weg nach Sachsen. Seit 1991 hilft die WFS bei der Suche nach Kooperationspartnern und neuen Absatzmärkten, nach geeigneten Unternehmensstandorten und qualifizierten Zulieferern. Dabei stehen Experten mit umfangreichen Kontakten und Kenntnissen für verschiedene Branchen und Märkte zur Verfügung.
BTS Bahntechnik Sachsen e.V.: Der BTS Bahntechnik Sachsen e.V. ist ein Verband der sächsischen Bahn- und Bahnzulieferindustrie. Seit der Gründung im Jahr 2014 ist der Verband auf über 40 Mitglieder angewachsen, darunter die DB Erzgebirgsbahn, Bombardier, die TU Dresden und viele namhafte Zulieferunternehmen. BTS versteht sich als Interessenvertreter der mittelständischen Unternehmen in der Bahntechnikbranche, Wissens- und Technologiezentrum sowie Motor für die Geschäftsentwicklung seiner Mitglieder. BTS ist Mitglied im europäischen Bahnclusterverband ERCI, der über 1.000 europäische Unternehmen in der Bahnbranche vertritt, und stellt den Sprecher des ERCI-Verbandes.
RAIL SAXONY: RAIL SAXONY ist ein Clusterprojekt, initiiert, konzipiert und umgesetzt durch den BTS Bahntechnik Sachsen e.V. Die Ziele des Projektes sind die Verbesserung von Forschungs- und Entwicklungskompetenz und deren Intensität für sächsische Bahntechnikfirmen, die Erleichterung des Marktzugangs vor allem im Ausland, Werbung für den Bahntechnikstandort Sachsen sowie eine intensive Vernetzung der sächsischen Bahntechnikfirmen untereinander und mit anderen europäischen Unternehmen. Das Projekt RAIL SAXONY wird durch den Freistaat Sachsen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gefördert (Pressemeldung BTS Bahntechnik Sachsen e.V., Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, 08.02.16).

RechteckSachsen: Sparkassenstiftung fördert Restaurierung Nebitzschen - Kemmlitz
Mit insgesamt 50.000 Euro fördert die Sparkassenstiftung für die Region Torgau-Oschatz in den kommenden zwei Jahren die Restaurierung des stillgelegten Streckenabschnitts der Döllnitzbahn von Nebitzschen bis Kemmlitz. Das Geld erhält der DBV-Förderverein "Wilder Robert", der sich seit 1994 um den Erhalt der mehr als 130 Jahre alten Schmalspurbahn kümmert. "Die Döllnitzbahn ist schon lange ein attraktiver Anziehungspunkt für Touristen aus Nah und Fern. Mit dem neuen Streckenabschnitt erschließt sich der ‚Wilde Robert' nicht nur ein weiteres Stück Schiene, sondern vor allem auch einen größeren Wirkungskreis. Wir hoffen, dass das die Region nachhaltig stärken wird", so Dr. Harald Langenfeld, Vorstandsvorsitzender der Stadtund Kreissparkasse Leipzig und Vorsitzender des Stiftungsbeirates: "Deshalb unterstützen wir auch künftig dieses von vielen Ehrenamtlichen und der Bevölkerung unseres Landkreises mit Herzblut verfolgte Projekt."
In Anwesenheit von Landrat Kai Emanuel, Oschatz' Oberbürgermeister Andreas Kretschmar sowie Johannes Ecke, Bürgermeister der Stadt Mügeln, übergaben Dr. Harald Langenfeld und Stephan Seeger, Vorstandsvorsitzender der Sparkassenstiftung, den Fördermittelbescheid an den DBV-Förderverein.
Die Döllnitzbahn, für die sich die Sparkassenstiftung bereits 2011 mit einer Fördersumme von 10.000 Euro einsetzte, ist die einzige erhaltene 750 mm Schmalspurbahn in Nordsachsen – inzwischen 130 Jahre alt. An der Wiederinbetriebnahme des Abzweigs nach Kemmlitz, der 1903 erstmals in Betrieb genommen wurde, gibt es nach Angaben des Vereins ein großes öffentliches Interesse – seitens der Politik, der Bevölkerung sowie der Eisenbahnliebhaberszene. "Die Bahn ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Region", so Lutz Haschke, Eisenbahnbetriebsleiter bei der Döllnitzbahn und Vorstandsmitglied des Fördervereins "Wilder Robert".
Im Rahmen des im Bahnhof Mügeln entstehenden Geoportals, das die Bedeutung des Bergbaus für die Region darstellen wird, sei der von der Sparkassenstiftung finanzierte Streckenabschnitt von entscheidender Bedeutung. "Der Kaolinabbau war prägend für die Region und nur deshalb entstand hier auch eine Eisenbahnlinie", so Lutz Haschke. Der Bahnhof Mügeln war einst einer der größten Schmalspurbahnhöfe Europas und Station des Kaolintransports sowie strategischer Knotenpunkt im Güter- und Personenverkehr.
Zukünftig soll der "Wilde Robert" Touristen zu alten und noch aktiven Gruben in Kemmlitz führen, so die Vision des Vereins. Die Unterstützung der Sparkassenstiftung habe zudem Anschub geleistet für weitere Spender, um das aktuelle Vorhaben mit einem Finanzierungsbedarf von insgesamt 70.000 Euro zu stemmen. Von dem Geld werden entlang der Strecke Nebitzschen – Kemmlitz, die seit 2006 stillgelegt ist, eine Brücke über den Kemmlitzbach fertiggestellt, zahlreiche Schwellen erneuert, Wildwuchs entfernt sowie der Haltepunkt in Kemmlitz eingerichtet. Spätestens 2017 soll dann der "Wilde Robert" dort auch wieder halten können (Pressemeldung Sparkassenstiftung für die region torgau-oschatz, 08.02.16).

RechteckThüringen: Studie zur Fernverkehrsanbindung Jenas und Ostthüringens

Vertreter des Bündnisses Fernverkehr für Jena haben am 4.2.2016 bei einem Treffen mit dem Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft, Dr. Klaus Sühl, eine Studie zur besseren Anbindung der Universitätsstadt Jena und der Ostthüringer Region übergeben. Die Untersuchung ist eine Reaktion auf den Wegfall des ICE im Saaletetal ab 2018 und auf die unbefriedigende Situation im Nahverkehr und wurde auf Initiative des Jenaer Bündnisses von der Stadt Jena beauftragt. Verfasser der Studie ist das renommierte Dresdner Institut für Fern- und Regionalverkehrsplanung (iRFP), das deutschlandweit Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie die für die Bestellung des Nahverkehrs zuständigen Stellen berät.
Das iRFP hatte bereits 2011 eine Untersuchung vorgelegt, deren Kernforderung nach einer zweistündlichen IC-Linie durch das Saaletal sich auch im neuen Fernverkehrskonzept der Deutschen Bahn (DB) wiederfindet. Die neue Studie optimiert im Rahmen eines fahrplantechnologischen Szenarios die Führung der geplanten IC-Linie durch das Saaletal sowie den Nahverkehr in der Ostthüringer Region. Ebenfalls berücksichtigt wird die zur Einführung des Saalbahn-IC notwendige Anpassung des Nahverkehrs insbesondere im Leipziger Raum. Oberster Grundsatz war dabei die Wahrung der sogenannten Betriebsleistungsneutralität, für die ein Nachweis geführt wird.
Die Studie liefert fachlich fundierte und konkret umsetzbare Vorschläge für rasche und deutliche Verbesserungen in der Schienenerreichbarkeit Jenas und der benachteiligten Ostthüringer Region.
Folgende Ergebnisse sind besonders hervorzuheben:
• 2-stündliche IC-Linie im Saaletal mit ICE-ähnlicher Fahrzeit nach Leipzig und Nürnberg; damit werden Fahrzeit- und Komfortnachteile nach Wegfall des ICE zumindest zweistündlich kompensiert
• gute Einbindung des IC in die Knoten Leipzig und Nürnberg, damit optimale Anschlüsse in Richtung Berlin und München/Wien
• Durchbindung der Erfurter Bahn von Gera nach Weimar über Erfurt bis Ilmenau, damit guter Anschluss in Erfurt an ICE-Sprinter nach Frankfurt und Schaffung eines "Wissenschaftsexpress", der die Hochschulstandorte Gera, Jena, Weimar, Erfurt und Ilmenau regelmäßig, schnell und umsteigefrei verbindet.
• Taktknoten zur Minute 0 in Jena-Göschwitz, damit gute Umsteigemöglichkeiten zwischen dem neuen IC und dem Nahverkehr in Richtung Gera, Weimar und Pößneck.
• teilweise Durchbindung der Regionalbahn von Saalfeld nach Naumburg bis Halle, damit für Jena zusätzliche bzw. für die Saalfelder Region erstmals umsteigefreie Verbindungen nach Halle mit Anschluss an die ICE-Sprinterlinie nach Berlin
• Verlegung der Korrespondenz der Saalbahn-Regionalbahnen von Großheringen nach Naumburg, damit mehr Direktverbindungen nach Naumburg und deutlich mehr Komfort bei Umsteigeverbindungen
Die Untersuchung basiert auf der Kernforderung, dass der Saalbahn-IC mit dem Ende des ICE im Jahr 2018 und nicht erst 2024 verkehrt, wie dies von der DB derzeit geplant ist. Hierzu Wolfgang Meyer, Sprecher des Bündnisses: "Eine sechsjährige Abkopplung der Region vom Fernverkehrsnetz ist nicht akzeptabel und schadet dem Freistaat insgesamt. Wir müssen endlich über die wirklichen Gründe reden, warum es nicht möglich sein soll, einen Fernzug ab 2018 auf das Gleis zu stellen. Es ist beschämend, dass Lösungsvorschläge von den Betroffenen selbst vorgeschlagen werden müssen."
Auch eine Alternative zum IC während des sechsjährigen Fernverkehrsstops hat die Studie als "Notfall-Szenario" untersucht. Sie würde jedoch erhebliche Zusatzkosten für die beteiligten Länder mit sich bringen. Wolfgang Meyer: "Es ist im doppelten Interesse des Landes, mit uns gemeinsam für den Start des IC im Jahr 2018 zu streiten. Mit dem früheren Start vermeidet das Land nicht nur negative Auswirkungen für Jena und die Wirtschaftsregion Saalfeld/Rudolstadt, sondern spart auch Kosten."
Staatssekretär Sühl sagte zu, die Studie sowie die Vorschläge bis nach Ostern prüfen zu wollen, inklusive erster Gespräche mit der Deutsche Bahn AG und benachbarten Bundesländern zur Bewertung der Studie (Pressemeldung Bündnis "Fernverkehr für Jena", 08.02.16).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckRodelblitz

Den Rodelblitz - in seiner 18. und hoffentlich nicht letzten Saison - bespannte am 6. Februar 2016 in gewohnte Manier die 41 1144 der IGE "Werrabahn Eisenach" und konnte dabei am Wartburgblick sowie am Nachmittag unterhalb der Burg Liebenstein beobachtet werden (Sebastian Bollmann, 08.02.16).

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Tanago

Mit der Kamera notiert

RechteckPraha 1



In Prag wurde in den vergangen Jahren der Bahnhof aufwändig saniert und restauriert. Eher etwas schmucklos, aber ihren Zweck erfüllend kommt die ČD Lounge für Premiumkunden daher. Gratis WLAN, ruhige Sitzgelegenheiten, ein Schuhputzautomat, eine freundliche Mitarbeiterin für Auskünfte und eine Kinderspielecke runden das Angebot ab. In Oulomuch fahren noch die alten S-Bahnen im Originalzustand (Jan Krehl, JKHalle Verkehrsfotografie, 08.02.16).

RechteckPraha-Vysočany




Am 6. Februar fuhr ich von Praha-Vršovice mit dem Zug Os 9524 (Relation Vršovice-Všetaty, KBS 070) zum Inselbahnhof Praha-Vysočany. Praha-Vysočany dienste in der Vergangenheit (ab 1872) für zwei Privatbahnen: Böhmische Nord Bahn (BNB) und Österreichische-Nord-West-Bahn (ÖNWB).
Am Bahnhof gibt es noch eine Bahnhofsgastätte, Tabakwaren und natürlich eine besetzte Kasse. Der Fahrdienstleiter beobachtet das elektronische Stellwerk JOP. Ich habe eine Bier in der Gaststätte (Brauerei Budweisser, Bier Pardál) getrunken und auch eine Zeitung im Tabakgeschäft gekauft. dann ging es zu Fuß 6 Kilometer steil aufwärts einen Lehrweg zum alten Dorf Prosek, wo eine romanische Kirche vom 11. Jahrhundert steht, und zum Park der Siedlung Prosek (Architekt Kuča, 1976). Im Park steht eine Statue des tschechischen Dichters Jiří Wolker (1901-1924). Zurück ging es über Sandfelse, Bobweg, Weinberg (gegründet 12.Jahrhundert, wiederherg. 1998) und eine kleine Wasserquelle wieder zum Bahnhof Vysočany (Martin Kubik, 08.02.16).

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LOK Report 02/16

LOK Report Ausgabe 2/16

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Europa

RechteckFrankreich: Sirail will nach Hennigsdorf expandieren
Die Gruppe SIRAIL SAS -Spezialist bei der Verkabelung von Schienenfahrzeugen - ist dabei, sich eine internationale Präsenz aufzubauen, wie das französische Blatt La Voix du Nord berichtet:
• Frankreich (Crespin)
• Deutschland (Hennigsdorf)
• Tunesien (Tunis)
• Slowakei (Jaklovce)
Neben dem Standort Crespin in der Normandie, wo auch Bombardier einen Sitz hat, will das KMU (kleine und mittlere Unternehmen, franz. petites et moyennes entreprises, KMU) drei Filialen im Ausland errichten, darunter auch am Bombardier-Standort Hennigsdorf in Deutschland.
Gegründet von Olivier Piganeau und seinem Bruder im Jahr 2007, begann das Unternehmen an der Seite Bombardiers mit einem Umsatz von 10 Mio. Euro. Das ist wenig in einer Branche, in der Aufträge von hunderten Millionen Euro vergeben werden. Acht Jahre später hat SIRAIL seinen Umsatz verdreifacht und beschäftigt 105 Angestellte.
Mit beigetragen zum Erfolg hat die Unterstützung mit 3,2 Mio. Euro durch das über acht Jahre mit einem Fonds von 40 Mio. Euro ausgestattete KMU-Programm "Croissance Rail" der öffentlichen Investionsbank BPI (Banque publique d'investissement). Neben der BPI, sind auch Alstom, Bombardier und die RATP an dem Fonds beteiligt, da sie ein Interesse am Aufbau von KMU als Zulieferern haben. Die Unterstützung umfasst auch die praktische Ratgebung zu Niederlassungen im Ausland oder deren Bilanzierung.
Im Dezember 2015 gründete Olivier Piganeau alleine die neue SIRAIL-Einheit mit 7 Mio. Euro Kapital, um sich international zu entwickeln. Alstom und Bombardier haben schon erklärt, dass sie an dieser Entwicklung äußerst interessiert seien.
Die Verkabelungstechnik ist in neu zu entwickelnden Zügen omnipräsent. Piganeau spricht von einer "neurochirugischen Operation mit vielfachen Ästen", die derzeit an den Zügen von Bombardier in Crespin vorgenommen wird, 60 km verzweigte Kabel in einem Zug der neuen Generation. Auf dem Gebiet will sich das Unternehmen mit neuen Innovationen international entwickeln. Und da man ein ganzes Kabelgeflecht schlecht transportisren kann, sollen letzte Arbeiten in den Filialen erfolgen (WKZ, Quelle La Voix du Nord, 08.02.16).

RechteckÖsterreich: Neue Cityjet-Züge in Niederösterreich
Mit dem vergangenen Fahrplanwechsel am 13. Dezember vergangenen Jahres konnte das Bahnangebot in Niederösterreich wesentlich verbessert werden. Die Niederösterreichischen Fahrgäste sollten von der Umstellung auf ein klares Taktschema mit optimalen Umstiegsverbindungen und verbesserter Abstimmung zwischen Bus und Bahn profitieren. Nach anfänglichen Qualitätsproblemen in der Umsetzung – etwa vermehrte Verspätungen oder überfüllte Züge – fordert Landesrat Mag. Karl Wilfing einen Qualitätsschub im ÖBB Nah- und Regionalverkehr.
"Ich habe daher umgehend Kontakt mit ÖBB-Chef Christian Kern aufgenommen, um Verbesserungen für unsere Pendlerinnen und Pendler zu erreichen. Mir wurde auf höchster Ebene zugesichert, dass gerade im Pendlerverkehr ab 8. Februar wesentliche Qualitätsverbesserungen eintreten – somit können die Fahrgäste nicht mehr nur auf dem Papier von den Verbesserungen des neuen Fahrplanes profitieren", so Wilfing.
Folgende wesentliche Verbesserungen werden in den nächsten Tagen umgesetzt: ab 11. Februar Einsatz der neuen Cityjet-Züge mit mehr Sitzplätzen und Komfort auf S2 und Laaer Ostbahn; besserer Fahrzeugeinsatz auf S2 und S7, dadurch mehr Sitzplätze für die Fahrgäste; zusätzliche Halte der S7 in Kaiserebersdorf im Früh- und Abendverkehr; durchgehender Zwei-Stunden-Takt auf der Traisentalbahn auch an Sonn- und Feiertagen; zusätzliche Früh- und Nachtverbindungen auf der Südbahn von Payerbach nach Wien über Wiener Neustadt am Wochenende.
"Wir begrüßen diese Maßnahme im eigenfinanzierten ÖBB-Angebot, damit können die niederösterreichischen Fahrgäste mit Wochenenddiensten schneller in die Arbeit und am Abend wieder nach Hause kommen. Das ist etwa für die vielen Beschäftigten am Wiener AKH ein echter Vorteil", so Wilfing.
Mit den angekündigten Verbesserungen im ÖBB Nah- und Regionalverkehr sollen die niederösterreichischen Fahrgäste nunmehr vollumfänglich von den Vorteilen des neuen Fahrplanes profitieren, der gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Ost-Region entwickelt wurde. "Ich erwarte, dass insbesondere Verspätungen, verpasste Anschlüsse und überfüllte Züge zu den Hauptverkehrszeiten merklich zurückgehen", so der Landesrat (Pressemeldung Niederösterreichischen Landesregierung, 08.02.16).

RechteckSchweiz: 1000 Plätze für die Eröffnungszüge Gotthard-Basistunnel verlost
Die 1000 Plätze für die Eröffnungszüge durch den Gotthard-Basistunnel am 1. Juni 2016 sind am Mittwoch verlost worden. Die Gewinnerinnen und Gewinner kommen aus allen Kantonen der Schweiz. Darunter sind auch fünf Auslandschweizer. Der Wettbewerb lief vom 28. Dezember 2015 bis Ende Januar 2016. Über 160'000 Interessierte haben sich um die Tickets beworben.
Am 1. Juni 2016 fahren 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus der Bevölkerung als erste durch den Gotthard-Basistunnel. Diese Fahrten sind der Dank an die Schweizer Bevölkerung, die mit ihren Entscheiden an der Urne und als Steuerzahler die Finanzierung und den Bau des Gotthard-Basistunnels ermöglicht haben. Daher sitzen sie in den zwei Zügen, die an der offiziellen Feier vom 1. Juni 2016 den längsten Eisenbahn-Tunnel der Welt eröffnen. Insgesamt wurden 500 Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt, die jeweils ein Ticket für sich und für eine Begleitperson erhalten. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden bis Mitte Februar über ihr Losglück informiert.
Mit über 160'000 Anmeldungen hat der Wettbewerb für die 1000 Plätze in den Eröffnungszügen ein grosses Echo ausgelöst. Rund 80% der Anmeldungen stammten aus der Deutschschweiz. Die Organisatoren der Feierlichkeiten Gottardo 2016 freuen sich über das grosse Interesse. Am 1. Juni 2016 fährt ein Eröffnungszug von Nord nach Süd und der zweite in die umgekehrte Richtung. Neben den 1000 Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Bevölkerung sind auch zwei Schulklassen mit dabei. Sie werden ausgewählt aus denjenigen Klassen, die Anfang 2016 den Schul- und Erlebniszug der SBB besuchen.
Wer im Wettbewerb keine Durchfahrt gewonnen hat, erhält am Publikumsanlass vom 4. und 5. Juni 2016 eine Gelegenheit, durch den Gotthard-Basistunnel zu fahren. Die SBB startet den Verkauf der Tickets im April 2016.
Die Feierlichkeiten zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels beginnen am 1. Juni 2016 mit dem offiziellen Eröffnungsanlass. An diesem Tag übergibt die Erbauerin des Tunnels, die Alptransit Gotthard AG, das Jahrhundertbauwerk offiziell dem Bund. Der Bund als Besteller des Tunnels übergibt ihn anschliessend der SBB, die den längsten Bahntunnel der Welt künftig betreiben wird. Bis zur Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016 wird die SBB noch zahlreiche Testfahrten durchführen.
Am Publikumsanlass vom Wochenende 4. und 5. Juni 2016 ist es für das breite Publikum erstmals möglich, durch den Gotthard-Basistunnel zu fahren. Shuttle-Züge werden die Gäste durch den Basistunnel bringen. In Erstfeld und im Raum Pollegio/Biasca wird auf insgesamt 4 Festplätzen ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten.
Details zu den Eröffnungsfeierlichkeiten werden an einer Medienorientierung am 10. Mai 2016 bekannt gegeben. Zudem sind auf www.gottardo2016.ch weitere Informationen zu den Festivitäten und Hintergründe zum Gotthard-Basistunnel verfügbar (Pressemeldung BAV, 08.02.16).

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