LOK Report - Nachrichtenmagazin fuer Eisenbahnfreunde
  English Introduction ImpressumRedaktionKontakt
   
Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

LOK Report – News von Dienstag, 30.09.14

Schicken Sie eine Meldung
Foto Reinhold Utke

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
DB: Nullrunde in der 2. und kosten-
loses Internet in der 1. Klasse
Absatzlinie
Erste Straßenbahn erreicht
Weil am Rhein
Absatzlinie
Unfall Buizingen führt zu Anklage-
erhebung gegen SNCB und Infrabel

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Reinhold Utke

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Zu den neuen Preisen im DB-Personenverkehr
Zu den neuen Preisen im DB-Personenverkehr ab Dezember erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik: „
Wir begrüßen, dass die Deutsche Bahn die Ticketpreise für den Fernverkehr in der zweiten Klasse stabil hält. Die DB muss sich dem Wettbewerb mit den Fernbussen aber noch viel offensiver stellen. Preiswerte Angebote, wie zwischen Berlin und Hamburg erfolgreich umgesetzt, sollten auch andernorts angeboten werden.
Außerdem muss der kostenlose W-LAN-Zugang so schnell wie möglich auch für Fahrgäste der zweiten Klasse bereitgestellt werden (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 30.09.14).

RechteckDeutsche Bahn: Fünfmillionste BahnCard-Kundin
Die Deutsche Bahn (DB) begrüßte heute ihren fünfmillionsten BahnCard-Kunden. Für Nora Rocholl, 25 Jahre, aus Berlin hat sich die Entscheidung ganz besonders gelohnt: Statt der ursprünglich erworbenen BahnCard 25 überreichte ihr Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg am Montag eine BahnCard 100 zur kostenfreien Nutzung aller DB-Züge für ein Jahr.
Die BahnCard 25 ist die am stärksten nachgefragte Mobilitätskarte. Sie wird von rund 3,5 Millionen Kunden genutzt. Auch die anderen Mitglieder der BahnCard-Familie sind beliebt: Knapp 1,5 Millionen Kunden sind derzeit mit der BahnCard 50 unterwegs und fast 43.000 Fahrgäste nutzen die uneingeschränkte Mobilität mit der BahnCard 100.
Ulrich Homburg freut sich über den Zuspruch: "Besonders stolz sind wir auf die wachsende Zahl der jungen BahnCard-Besitzer. Bereits mehr als 700.000 Kinder und Jugendliche nutzen die Jugend-BahnCard. Damit wächst eine umweltbewusste Kundengeneration nach, die mit 100 Prozent Ökostrom reist."
Hochburgen der BahnCard-Besitzer sind Frankfurt am Main, Hannover und Freiburg. Hier besitzen jeweils rund 20 Prozent der Einwohner eine BahnCard. Spitzenreiter ist Göttingen mit fast 27 Prozent BahnCard-Besitzern.
Und nicht nur in Deutschland erfreut sich die BahnCard großer Beliebtheit: Derzeit leben BahnCard-Besitzer in 157 Ländern, beispielsweise rund 700 in Australien und circa 100 in Neuseeland (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.09.14).

RechteckDeutsche Bahn: Nullrunde in der 2. Klasse und bei BahnCards
Bahnfahren bleibt auch 2015 bezahlbar: Rund 90 Prozent aller Fernverkehrskunden der Deutschen Bahn (DB) profitieren zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 von einer Nullrunde in der 2. Klasse. Neben den Normal- und Sparpreistickets für Fahrten innerhalb Deutschlands bleiben auch alle BahnCards und Streckenzeitkarten preisstabil. Pendler können künftig Dauerreservierungen online bestellen und zahlen weniger als bisher. Schon im Vorjahr waren aufgrund der Hochwasserfolgen die Preise auf den betroffenen Fernverkehrsstrecken unangetastet geblieben. Bei der BahnCard 100 und den Streckenzeitkarten verzichtet die DB bereits im zweiten Jahr auf eine Preissteigerung.
"Obwohl wir durch eine steigende EEG-Umlage deutliche Mehrausgaben haben, verzichten wir bewusst darauf, diese Belastungen an die Kunden weiterzu-geben", sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB. "Es geht darum, gerade in Zeiten harter Konkurrenz durch andere Verkehrsträger unseren Fahrgästen entgegenzukommen und sie an uns zu binden."
Sparpreise gibt es weiterhin ab 29 Euro. Die Servicegebühr von 5 Euro im Reisezentrum, DB-Agenturen oder beim telefonischen Reiseservice entfällt ab Mitte Dezember vollständig. Auch Gruppenpreise im Fernverkehr werden durch eine inkludierte Reservierung einfacher zu buchen und sind künftig schon ab 19 Euro erhältlich.
In der 1. Klasse verteuern sich die Normalpreise im Fernverkehr um durchschnittlich 2,9 Prozent. Dafür ist künftig bei Normal- und Sparpreistickets der Internetzugang im ICE kostenlos sowie eine Sitzplatzreservierung inklusive. Das Normalpreisticket ermöglicht auch weiterhin die Nutzung eines Fernverkehrs-zuges ohne Reservierung und schränkt die freie Zugwahl nicht ein. Kunden können künftig bis kurz vor Abfahrt ihre Reservierung kostenlos umtauschen.
"Damit erfüllen wir den Fahrgästen einen viel geäußerten Wunsch und bieten für einen kleinen Mehrbetrag einen großen Gegenwert", so Homburg weiter. "Mit dem kostenlosen Internetangebot in der 1. Klasse im ICE wollen wir testen, für wie viele Kunden wir einen stabilen und zuverlässigen Internetzugang anbieten können. Wenn wir mit unserem Partner Telekom eine stabile technische Verfügbarkeit für alle Kunden in einem ICE gewährleisten können, streben wir perspektivisch eine Ausdehnung auf die 2. Klasse an."
Aufgrund der stark gestiegenen Transaktionskosten hat sich die DB zur Einführung eines Zahlungsmittelentgelts ab 4. November 2014 für innerdeutsche Fernverkehrstickets und BahnCard-Käufe bei Zahlung mit Kreditkarte oder PayPal entschlossen. Mit dem Lastschriftverfahren und der SOFORT Überweisung bei bahn.de oder Bargeld und Girocard (ec-Karte) in Reisezentren, DB-Agenturen und an Automaten bietet die DB weiterhin zahlreiche kostenlose Alternativen an. Das Zahlungsmittelentgelt in Höhe von maximal ein Prozent des Einkaufswerts wird erst ab einem Betrag von 50 Euro berechnet und ist auf einen Höchstbetrag von 3 Euro beschränkt. Für den Erwerb von Nahverkehrs-, Verbund- und internationalen Fahrkarten sowie für Reservierungen und die Zahlung mit Kreditkarte im Zug wird kein Zahlungsmittelentgelt erhoben.
Ulrich Homburg: "Statt die Transaktionskosten auf alle Kunden umzulegen, beteiligen wir so nur diejenigen daran, die die Vorteile der Zahlung mit Kreditkarte und PayPal nutzen. Außerdem haben wir sichergestellt, dass unsere Privatkunden nach wie vor über jeden Vertriebsweg entgeltfreie und sichere Alternativen haben." Weitere Details zum Zahlungsmittelentgelt sind unter www.bahn.de/zahlungsmittelentgelt abrufbar.
Erstmalig nach zwölf Jahren passt die DB aufgrund zwischenzeitlich gestiegener Prozesskosten die Umtausch- und Erstattungsentgelte von 15 auf 17,50 Euro an. Der Umtausch und die Erstattung von Fahrkarten aus Kulanz bleiben wei-terhin kostenlos, die Bedingungen für Umtausch und Erstattung bleiben gleich.
Im Nahverkehr erfolgen rund 80 Prozent aller Fahrten in DB Regio-Zügen in Verbundverkehren, so dass für die überwiegende Mehrheit der Kunden die jeweiligen Preisanpassungen der Verbünde gelten. Dort unterliegt die DB den entsprechenden Tarifbestimmungen. Für die übrigen 20 Prozent Nahverkehrs-kunden werden die Normalpreise sowie die Aktionsangebote der DB, zu denen zum Beispiel die Länder-Tickets oder das Schönes-Wochenende-Ticket gehören, um durchschnittlich 1,9 Prozent teurer. "Als klares Signal für unsere Vielfahrer haben wir die Zeitkarten für Berufs- und Ausbildungspendler aus-drücklich vom Preisanstieg ausgenommen", so Homburg. "Damit bleibt die DB auch in diesem Jahr erneut unter den Preissteigerungen der großen deutschen Nahverkehrsverbünde und kann knapp die Hälfte aller Fahrten in den Zügen von DB Regio preisstabil halten."
Preisanpassungen bei Pauschalpreis-Tickets im Nahverkehr ab 14. Dezember
Neue Preissystematik beim Schönes-Wochenende-Ticket:
 Grundpreis 40 Euro und
 Mitfahrerpreis 4 Euro je Mitfahrer, max. 4 Mitfahrer
Anhebung des Grundpreises um 1 Euro:
 Mecklenburg-Vorpommern-Ticket
 Sachsen-/Sachsen-Anhalt-/Thüringen-Ticket
 Schleswig-Holstein-Ticket
Anhebung des Mitfahrerpreises um 1 Euro:
 Baden-Württemberg-Ticket
 Baden-Württemberg-Ticket Nacht
 Metropol-Tages-Ticket Stuttgart
 Bayern-Ticket
Unveränderter Grundpreis:
 Quer-durchs-Land-Ticket
 Baden-Württemberg-Ticket, Baden-Württemberg-Ticket Nacht, Metropol-Tages-Ticket Stuttgart
 Bayern-Ticket, Bayern-Ticket Nacht
 Brandenburg-Berlin-Ticket, Brandenburg-Berlin-Ticket Nacht
 Rheinland-Pfalz-Ticket, Rheinland-Pfalz-Ticket Nacht, Saarland-Ticket, Saarland-Ticket Nacht
Unveränderter Mitfahrerpreis:
 Quer-durchs-Land-Ticket
 Bayern-Ticket Nacht
 Mecklenburg-Vorpommern-Ticket
 Rheinland-Pfalz-Ticket, Rheinland-Pfalz-Ticket Nacht, Saarland-Ticket, Saarland-Ticket Nacht
 Sachsen-/Sachsen-Anhalt-/Thüringen-Ticket
 Schleswig-Holstein-Ticket (Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.09.14).

RechteckEVG: Regionalisierungsmittel deutlich erhöhen
Am Mittwoch (1. Oktober) kommen die Verkehrsminister der Länder zu ihrer turnusgemäßen Konferenz zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei die Revision des Regionalisierungsgesetzes. Die EVG fordert unter anderem eine deutliche Erhöhung der Regionalisierungsmittel. Mit ihnen bestellen und bezahlen die Bundesländer den Regionalverkehr auf der Schiene. "Die heutigen Mittel reichen nicht aus, um in Zukunft Schienenpersonen-Nahverkehr auch auf dem flachen Land anzubieten", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner.
Die Verkehrsminister wollen sich vor allem gegenüber dem Bund positionieren. Ein Gutachten im Auftrag der Bundesländer hat ergeben, dass mindestens 8,5 Milliarden Euro jährlich für die Finanzierung des SPNV erforderlich sind, also deutlich mehr als der Bund heute überweist (7,3 Milliarden).
Auch wollen sich die Länder auf einen neuen Verteilungsschlüssel einigen. Aus Sicht der EVG darf kein Bundesland weniger Regionalisierungsmittel bekommen als heute. Jedes Bundesland muss in der Lage sein, den SPNV weiter auszubauen und Mobilität für alle sicher zu stellen. Daher fordern wir auch eine langfristige Dynamisierung der Regionalisierungsmittel sowie eine klare Zweckbindung dieser Gelder.
Der SPNV ist eine Erfolgsgeschichte und soll es bleiben. Dazu gehört auch die Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Knappe Mittel gehen auf Kosten der Qualität und auch auf Kosten der Beschäftigten. Daher fordert die EVG auch ein Bundesgesetz, das den Personalübergang bei Betreiberwechsel regelt. Wir fordern die verbindliche Anwendung der EU-Verordnung 1370, also der Möglichkeit, in Ausschreibungen Tariftreue, soziale Mindeststandards und die Übernahme der Beschäftigten vorzuschreiben. "In vielen europäischen Ländern ist das bereits der Fall", sagte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner. "In England, in Dänemark, in Schweden ist da ganz normal, dass Menschen, die über Jahrzehnte ihre Arbeit gemacht haben, bei einer Ausschreibung auch eine Weiterbeschäftigungsgarantie zu den bestehenden Bedingungen haben." Auch müssen SPNV-Unternehmen in Ausschreibungen künftig verpflichtet werden, auszubilden, "damit dem Abbau von Ausbildungsplätzen in diesem Bereich ein Riegel vorgeschoben wird." (Pressemeldung EVG, 30.09.14).

RechteckEVG: EVG-Lokführer in das Tarifsystem der EVG
Am 26. September tagte erstmals die gemeinsame Arbeitsgruppe "Integration Lokomotivführerregelungen FGr 4-TV". Ziel ist es, einen Tarifvertrag für den Lokfahrdienst (FGr 4-TV) im EVG-System der Funktionsgruppenspezifischen Tarifverträge zu erarbeiten.
Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe haben in ihrer ersten Zusammenkunft die Themen erörtert. Bei vielen Punkten gibt es bereits Übereinstimmung. Bis zur nächsten Sondierung am 7. Oktober erwartet die EVG vom Arbeitgeber einen Entwurf für einen Funktionsgruppenspezifischen Tarifvertrag für den Lokfahrdienst (FGr 4-TV) (Pressemeldung EVG, 30.09.14).

Industrie

RechteckSiemens: Instandhaltung der Amtrak-Lokomotiven
Siemens übernimmt für die Dauer von 15 Jahren die Wartung und Instandhaltung sowie die Ersatzteilversorgung der 70 elektrischen Passagierlokomotiven vom Typ ACS-64 des US-amerikanischen Betreibers Amtrak. Die Lokomotiven werden auf dem vielbefahrenen Nordost-Korridor eingesetzt. Für Siemens ist es der bisher größte und umfassendste Instandhaltungsauftrag für Passagier-Lokomotiven in den USA. Amtrak hatte im Jahr 2010 diese 70 Lokomotiven vom Typ "Amtrak Cities Sprinter" bei Siemens bestellt. Die ersten Lokomotiven sind bereits im Fahrgastbetrieb.
Die hochmodernen Lokomotiven werden im Siemens-Werk in Sacramento/Kalifornien gefertigt. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 125 mph (200 km/h). Amtrak setzt sie auf seiner meistbefahrenen Strecke ein, dem Nordost-Korridor zwischen Boston und Washington DC. Mit der Erfahrung aus weltweit mehr als 50 Instandhaltungsverträgen stellt Siemens auf dieser Strecke Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Züge sicher.
Die Vereinbarung sieht vor, dass Techniker von Siemens an vier Standorten (Boston, New York City, Wilmington /Delaware und Washington DC) bereitstehen und technisches Know-how, Ersatzteile sowie systemtechnischen Support bieten. Dabei greifen die gemeinsamen Teams auf online übermittelte Zustandsdaten der Lokomotiven zurück, die durch Diagnosesysteme ausgewertet, visualisiert und in zeitlich definierte Handlungsanweisungen für das Werkstattpersonal umgesetzt werden (Pressemeldung Siemens, 30.09.14).

RechteckSiemens: Nahverkehrsstrecke im Großraum Seoul automatisiert
Siemens hat vom lokalen Unternehmen Hyundai Information Technology (HIT) den Auftrag erhalten, die 23 Kilometer lange Strecke von Sosa nach Wonsi signaltechnisch auszurüsten. Das Auftragsvolumen beträgt rund 20 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme für den Passagierbetrieb ist für Herbst 2017 geplant.
Die Strecke von Sosa nach Wonsi ist die erste, die im Rahmen des Ausbaus des Korean-Rail-eigenen Nahverkehrsnetzes im Großraum Seoul gebaut wird. Die Strecke dient dem Anschluss des neuen Hafens Wonsi in Ansan, südlich von Incheon, und zweigt bei Sosa in Bucheon von der bestehenden Strecke Seoul – Incheon ab. Sie umfasst ingesamt 13 Stationen mit Anschlüssen an die Seouler U‑Bahn‑Linien 1 und 4 sowie an die Strecke nach Ansan. Die Sosa-Wonsi Line ist Teil des nördlichen Rings um Seoul und soll zur Verkehrsentlastung der Stadt beitragen.
Siemens liefert für die Neubaustrecke das automatische Zugsicherungssystem Trainguard MT mit automatischer Zugsteuerung (ATO), das Funkübertragungssystem Airlink sowie das elektronische Stellwerk Sicas ECC. Zusätzlich wird die Strecke für den ETCS-Level-1-Betrieb ausgerüstet. Zum ersten Mal kommt in Südkorea eine Lösung zum Einsatz, die den kontinuierlichen Mischbetrieb von Nah- und Fernverkehr auf einer gemeinsamen Strecke ermöglicht, um die Investitions- und Betriebskosten zu senken
(Pressemeldung Siemens, 30.09.14).

RechteckVoestalpine: Start des erweiterten Vorstandsteams
Um der konsequenten Internationalisierung und dem rasanten Wachstum des Konzerns gerecht zu werden, erweitert die voestalpine AG mit 1. Oktober 2014 ihren Vorstand von fünf auf sechs Mitglieder.
Der bisherige Chef der Konzernforschung Peter Schwab rückt neu in den Vorstand auf und übernimmt die Leitung der Metal Forming Division, die bisher bei Herbert Eibensteiner lag, der seinerseits künftig die Agenden der Steel Division übernimmt.
Wolfgang Eder, seit 1999 neben seiner Rolle als Konzernchef auch Leiter dieser Division, konzentriert sich künftig auf seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG und damit auf die weitere Internationalisierung und strategische Weiterentwicklung des Gesamtkonzerns.
(Pressemeldung Voestalpine, 30.09.14).

Anzeige

Fachhochschule Erfurt

Aus den Ländern

RechteckBW: Das erste mal eine Straßenbahn in Weil am Rhein
Foto Reinhold UtkeFoto Reinhold Utke
Foto Reinhold UtkeFoto Reinhold Utke
Am 29.09.14 um 09:59 Uhr fuhr zum ersten Mal eine Straßenbahn aus Basel nach Weil am Rhein. Der Wagen fuhr im Schrittempo, um zuerst einmal alle Signalanlagen zu testen. Der Probebetrieb dauert bis zur Eröffnung am 14. Dezember. Bei der Linie 8 handelt es sich um den ersten grenzüberschreitenden Straßenbahnbau in Europa seit mehr als 75 Jahren (Reinhold Utke, 30.09.14)

RechteckBW: Genehmigung des Einheitlichen Regionalplanes Rhein-Neckar
Im Rahmen der 25. Sitzung der Verbandsversammlung des Verbandes Region Rhein-Neckar übergab Frau Staatssekretärin Gisela Splett vom baden-württembergischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur am Freitag, 26.09.2014 im Beisein ihrer Amtskollegen aus den Nachbarländern, Herrn Staatssekretär Uwe Hüser aus Rheinland-Pfalz und Herrn Staatssekretär Mathias Samson aus Hessen, die Genehmigung zum Einheitlichen Regionalplan an die Vorsitzende des Verbandes Region Rhein-Neckar, Frau Dr. Eva Lohse. Damit kann der erste Einheitliche Regionalplan nach Veröffentlichung in den Staatsanzeigern der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Kürze in Kraft treten.
Frau Staatssekretärin Splett erklärte anlässlich der Genehmigung: "Mit dem Einheitlichen Regionalplan liegt jetzt das raumordnerische Kursbuch für die weitere Entwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar in den kommenden 10 bis 15 Jahren vor."
Der Einheitliche Regionalplan beinhaltet insbesondere Festlegungen zur Steuerung der Siedlungs- und Freiraumentwicklung und zu den zu sichernden Standorten und Trassen für die Infrastruktur. Er gibt damit den Rahmen für eine ausgewogene und zukunftsfähige Entwicklung der grenzüberschreitenden Metropolregion Rhein-Neckar vor, die ihre Rolle als Metropolregion immer stärker ausfüllt und für ihre Ländergrenzen überschreitenden Aktivitäten immer mehr Aufmerksamkeit erfährt.
Der Einheitliche Regionalplan Rhein-Neckar ist das Ergebnis eines umfassenden und mehrjährigen Beteiligungsprozesses. Die ersten Überlegungen zum Ländergrenzen überschreitenden Einheitlichen Regionalplan wurden bereits Ende 2007 angestellt, 2012 ging der Entwurf in die Anhörung und erlangt mit der Genehmigung und Veröffentlichung nunmehr seine Rechtsverbindlichkeit. Aufgrund seiner drei Ländergrenzen übergreifenden Planung ist der Einheitliche Regionalplan einmalig in Deutschland. Die erforderlichen Ländergrenzen überschreitenden Abstimmungen waren umfangreich und aufgrund der unterschiedlichen Vorgaben durch die Landesplanungsgesetze nicht immer ganz einfach zu lösen. Doch die intensive Abstimmung der Raumordnungskommission der drei Länder hat sich schlussendlich gelohnt.
Umfangreiche Anregungen und Bedenken seitens der Kommunen, der Kammern, Verbände, Fachplanungen etc. wurden vom Verband behandelt und in rund 4.500 Einzeläußerungen abgewogen. Das Kapitel Windenergie wurde bei der Bearbeitung zunächst zurückgestellt und ist im Einheitlichen Regionalplan nicht enthalten. Zu dieser Thematik wird vom Verband ein gesonderter Teilregionalplan Windenergie erstellt, der sich aktuell in der förmlichen Anhörung und Öffentlichkeitsbeteiligung befinde
(Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 30.09.14).

RechteckBrandenburg: DBV fordert Transparenz und mehr Diskussion in der Verkehrspolitik
49 % Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl Ende September 2014 zeigen deutlich, woran es auch in Brandenburg mangelt: die Teilhabe und Einbeziehung der Bürger an Meinungsbildung und Entscheidungsfindung.
Die Wähler fühlen sich nich ernstgenommen. Es reicht im 21. Jahrhundert nicht aus, wenn Entscheidungen im zuständigen Ministerium getroffen, und im Parlament, so macht es zumindest den Eindruck, abgenickt werden.
Deshalb fordert der DBV SPD und Linkspartei auf, im Jahr 25 nach dem Mauerfall mehr demokratische Streitkultur, Transparenz auf allen Ebenen und Einbeziehung der Betroffenen zu wagen.
Für den Verkehrsbereich sieht der DBV deshalb Handlungsbedarf in den folgenden Feldern:
Neue Verkehrsverträge sind öffentlich zu machen. Jährlich fließen weit über 100 Millionen Euro Steuergeld in die Verkehrsbestellungen. Dennoch unterliegen alle Verträge und Vertragsbestandteile einer hohen Geheimhaltungsstufe. Selbst Abgeordnete, die ja über die Verwendung unser aller Steuergeld entscheiden, dürfen nur dann Einsicht nehmen, wenn sie zuvor eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben. Während der Einsicht, die nur unter den wachsamen Augen eines Ministeriumsmitarbeiters erlaubt ist, ist es ihnen nicht gestattet, Aufzeichnungen zu machen.
Mitsprache, Diskission und Teilhabe der Betroffenen muss wieder Standard werden. Im Brandenburger ÖPNV-Gesetz ist geregelt, dass die Aufgabenträger Nahverkehrsbeiräte einrichten können. Als nicht mehr zeitgemäß beurteilt der DBV diese Regelung. Der DBV meint, dass es Nahverkehrsbeiräte flächendeckend in Brandenburg geben muss. Angesichts der bevorstehenden, weiteren Einschnitte und der Wichtigkeit der Sicherstellung öffentlicher Mobilität muss eine breite Diskussion im Vorfeld von Bestellungen erfolgen. Dies kann nur durch konsequente Einbeziehung der Betroffenen und ihrer Verbände passieren. Die Herstellung der Barrierefreiheit zum 1.1.2022 bedarf ebenfalls schon jetzt der breiten Diskussion mit den Betroffenen.
Rolle des SPNV-Beirats aufwerten. Der SPNV-Beirat, der die Verkehrsministerien der Länder Berlin und Brandenburg beraten soll, ist in den letzten Jahren kaum noch zu einer Beratungstätigkeit in der Lage gewesen. Die Fahrgastverbände werden nicht im Vorfeld der Entscheidungsfindung beteiligt, sondern höchstens nachträglich informiert. Eine ergebnisoffene Beratung kann kaum mehr stattfinden, weil es hier keine Diskussionen vorher mehr gibt. Dies alles wird mit dem angeblichen Zwang zur absoluten Geheimhaltung begründet. Die Herausgabe eines Jahresberichtes des SPNV-Beirates, wie sie teilweise auch in anderen Bundesländern üblich ist, wäre ebenfalls ein probates Mittel zur Stärkung der Bedeutung
(Pressemeldung DBV, 30.09.14).

RechteckNiedersachsen: Wie teuer ist die Verkehrspolitik?
Im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW) ist in der Abteilung 4 ("Verkehr") das Referat 40 ("Verkehrspolitik, Mobilität, Logistik") mit dem Thema "Verkehrspolitik" grundsätzlich befasst. Mit dem Thema "Verkehrspolitik" sind im MW acht Stellen befasst. Durch die genannten acht Stellen entstehen Personal- und Sachkosten i.H.v. 575.712 Euro bzw. 63.800 Euro.
Der Bereich "Verkehrspolitik" umfasst im Wesentlichen folgende Aufgaben: Koordinierung der verkehrspolitischen Aktivitäten des MW, länderübergreifende Abstimmungen und EU-Verkehrspolitik (u.a. Bundesverkehrswegeplan), Telematik im Verkehr und Elektromobilität
(Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 30.09.14).

RechteckNRW: Elektronisches Stellwerk in Duisburg erfolgreich in Betrieb genommen
Die Deutsche Bahn AG hat heute Morgen um 4 Uhr nach zweijähriger Bauzeit das Elektronische Stellwerk (ESTW) Duisburg erfolgreich in Betrieb genommen. Seitdem läuft der Zugverkehr wieder wie gewohnt.
In fünf Inbetriebnahmephasen vom 13. bis 29. September 2014 wurde die Umschaltung vorgenommen. Während dieser Zeit mussten auf einzelnen Abschnitten und Strecken die Gleise komplett gesperrt werden.
Die Auswirkungen betrafen vor allem den Regionalverkehr. Bei allen Linien kam es zu umfangreichen Fahrplanänderungen und Zugausfällen im Großraum Duisburg. Der Fernverkehr war nur in der letzten Phase (Phase 5 vom 27. bis 29. September) betroffen. "Wir bedanken uns herzlich für die Geduld und das Verständnis unserer Fahrgäste und natürlich auch der Anwohner. Wir wissen, dass wir Ihnen einiges zugemutet haben in den letzten Wochen, aber jetzt ist es erst einmal geschafft", sagte der Projektleiter Björn Schniederken, von der DB ProjektBau.
Im Zuge der Umstellung auf das ESTW Duisburg wurden die alten signaltechnischen Anlagen der Bahnhöfe Duisburg-Großenbaum und Duisburg-Kaiserberg sowie des Hauptbahnhofs Duisburg durch ESTW-Technik ersetzt. Die drei Stellwerke waren größtenteils über 40 Jahre alt und eine Ersatzteilversorgung nicht mehr möglich. Darüber hinaus führt ein modernes ESTW zu einer Verbesserung der Betriebsqualität.
Der Steuerbereich des neuen ESTW umfasst 21 Kilometer und grenzt an die Bahnhöfe Düsseldorf Flughafen, Mülheim-Styrum, Duisburg-Wedau, Rheinhausen und Oberhausen.
Bis zur Inbetriebnahme des ESTW wurden 30 Kilometer neue Kabelkanäle angelegt. 27 Kilometer vorhandene Kanäle werden weiter mitgenutzt. Insgesamt wurden 600 Kilometer neue Kabel verlegt und 300 Kilometer alte Kabel entfernt. Insgesamt wurden 250 neue Signale aufgestellt, davon mussten 95 Signale mit Hilfe von Hubschraubern an ihre neuen Standorte eingeflogen werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 70 Millionen Euro (Pressemeldung Deutsxche Bahn, 30.09.14).

RechteckSachsen: Zugverkehr am Leipziger Hauptbahnhof läuft wieder
Um 20.10 Uhr ist in Leipzig nach der viertägigen Sperrung der erste Zug des Fernverkehrs eingefahren. Es handelte sich um den ICE 1517 aus Hamburg ankommend. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für den Anschluss des Leipziger Hauptbahnhofs an das Projekt Nürnberg–Leipzig–Berlin (VDE8) erreicht.
Neu gebaute Bahnanlagen wurden während der Totalsperrung, also bei ruhendem Zugverkehr, mit den bestehenden Anlagen verbunden. Die Verbindung der Gleisanlagen erfolgte in diesem Fall durch den Einbau einer Weiche. Dabei waren an einer Verbindungsstelle zwischen neuen und alten Gleisen im Bereich des Bahnsteigvorfeldes unvorhergesehene technische Probleme aufgetreten, so dass die Wiedereröffnung sich am heutigen Sonntag von 12 auf 20 Uhr verschoben hat
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 30.09.14).

Anzeige

LOK Report Reiseführer 2014/2015


Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckSchwäbische Waldbahn
Foto  Joachim HundFoto  Joachim Hund
Nachdem am vorigen Sonntag die 50 2988 des Wutachtalbahnvereins auf der Schwäbischen Waldbahn im Einsatz war, kam am 28. September die 52 7596 der Eisenbahnfreunde Zollernbahn auf der Strecke Schorndorf - Welzheim zum Zuge. Am kommenden Sonntag soll dann endlich wieder die Stammlokomotive 64 419 zur Verfügung stehen.
Das Foto zeigt die 52 in Breitenfürst. Dort wurde direkt am Haltepunkt in zwei ehemaligen Reisezugwagen das Bistro-Café "Expresso" eingerichtet, in welchem sich die Ausflügler nach der Fahrt mit dem Dampfzug stärken können (Joachim Hund, 30.09.14)
.

RechteckWiener Linien laden zum 30. Tramwaytag
Am Samstag, den 11. Oktober, findet der Tramwaytag der Wiener Linien zum 30. Mal statt. Aus diesem Anlass laden die Wiener Linien alle Wienerinnen und Wiener sowie Freunde der Öffis zum Jubiläumsfest in die Hauptwerkstätte in Simmering. Von 09:30 bis 17:00 Uhr erwartet die Besucher in der Simmeringer Hauptstraße 252 im 11. Bezirk ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie.
Ein besonderes Highlight des 30. Tramwaytags stellen die Publikumsfahrten mit U-Bahn, Bus und Bim dar. Die Jubiläumsgäste erhalten die einmalige Gelegenheit, die Fahrzeuge selbst zu steuern und somit in die Rolle der Fahrer zu schlüpfen. Ein Fokus des diesjährigen Tramwaytags liegt auch auf dem U-Bahnbetrieb. Interessierte können einen Blick hinter die Kulissen der Wiener U-Bahn werfen. So dürfen sämtliche Noteinrichtungen in den ausgestellten Fahrzeugen getestet werden, um im Ernstfall auch richtig reagieren zu können. Neben historischen und modernen Fahrzeugen, können sich die Besucher auf ein breites Unterhaltungsprogramm freuen.
Dieses Jahr findet am Tramwaytag der 1. Wiener Linien Draisinen-Wettlauf statt. Ein Straßenbahnsimulator wartet auf die Gäste ebenso wie Führungen durch die Hauptwerkstätte. Kindern bietet der Tramwaytag Zauber- sowie Tanzvorstellungen, aber auch eine lustige Bühnenshow mit Rolf Rüdiger. Für musikalische Höhepunkte sorgen Acts wie Anna F. und Revolverheld.
Auch in diesem Jahr stellen die Wiener Linien allen Gästen einen Sonderfahrschein zur Verfügung, der als Freifahrtschein genutzt werden kann. Das spezielle Ticket und der Programmfolder sind kostenlos in allen Info- und Vorverkaufsstellen der Wiener Linien erhältlich oder stehen zum Download unter www.wienerlinien.at zur Verfügung. Oldtimer-Straßenbahnen sowie Busse bringen die Besucher und Besucherinnen zur Hauptwerkstätte. Der Eintritt zum Tramwaytag ist frei (pressemeldung Wiener Linien, 30.09.14)

Anzeige

Tanago

 

Mit der Kamera notiert

RechteckCentralbahn in Innsbruck Hbf
Foto  GKFoto  GK
Foto  GKFoto  GK
Für eine Fahrt nach Nauders bzw. bis zum Bhf Landeck charterte eine Reisegruppe über das Wochenende 26.9./28.9. den fünfteiligen Zug der Centralbahn. Bis zur Rückfahrt am Sonntag war die Garnitur am Innsbrucker Frachtenbahnhof hinterstellt.
Im planmäßigen Einsatz kamen die 1042.0 sowie "die niedrigen Nummern" unterhalb von 1042.531 relativ selten nach Innsbruck (GK, 30.09.14)
.

RechteckNorden
Foto Dirk PlumFoto  Dirk Plum
Am 28.09.2014 wurde wieder der IC 2420 von Norddeich Mole nach Köln mit einer 115 von DB Fernverkehr bespannt. Diese Leistung ist planmäßig bis Ende Oktober.
Die Fotos zeigen 115 448-3 bei der Einfahrt in den Bahnhof Norden (Dirk Plum, 30.09.14)
.

RechteckPraha
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Foto  Martin KubikFoto  Martin Kubik
Zum 1. September wurden neuen Haltestellen bei Prag an den KBS 122 und 173 in Betrieb genommen Hostivice-Sadová, Hostivice-U hřbitova und Chýně sowie Jinočany und Rudná zastávka (Martin Kubik, 30.09.14)

RechteckSLB Trimmelkam - Ostermiething ... stetiger Fortschritt
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Mit großen Schritten schreiten die Arbeiten zur Verlängerung der Salzburger Lokalbahn von Trimmelkam nach Ostermiething voran. Beachtenswert - handelt es sich doch um die erste neue Lokalbahn-Strecke in Österreich seit knapp 80 Jahren (die Strecke Bürmoos - Trimmelkam war ja als "Güterbahn" für das Bergwerk in Trimmelkam gebaut worden - der Personenverkehr wurde erst später aufgenommen). Der Eröffnungstermin zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 scheint durchaus realistisch (Gunter Mackinger, 30.09.14).

Anzeige

Bahnberufe

Europa

RechteckBelgien: Unfall Buizingen führt zu Anklageerhebung gegen SNCB und Infrabel
SNCB und Infrabel wurden am 26.09.14 durch die mit der Aufklärung des Unfalls von Buizingen am 15.02.10 beauftragten Untersuchtungsrichter über die Anklageerhebung informiert. Bei dem Unfall wurden 19 Menschen getötet und 150 verwundet, als ein Zug der SNCB nach Überfahren eines roten Signals in einen anderen Zug hineinfuhr. Die Untersuchung des Unfalls sprach von menschlichen und technischen Fehlern und führte zur Einführung des automatischen Bremssystems TBL1 +.
Der Richter glaubt, dass es aufgrund des aktuellen Stands der Ermittlungen Nachweise für die Beteiligung der beiden Unternehmen am Unfall gibt. In diesem Stadium des Verfahrens ist der Richter jedoch noch nicht verpflichtet, die Beweise offen zu legen.
Die Anklageerhebung war vorhersehbar und erwartet, bedeutet aber keine Vorverurteilung und lässt keinen Vorgriff auf die von der Staatsanwaltschaft noch einzuleitenden Schritte zu. SNCB und Infrabel betonen auch weiterhin ihre volle Kooperation im Laufe des Verfahrens. Weitere Kommentare werden die beiden Unternehmen nicht abgeben (WKZ, Quelle SNCB, 30.09.14).

RechteckÖsterreich: Gewerkschaft vida gegen Verbindung ÖIAG/ÖBB
Finanzminister Schelling ortet laut eines Berichts in der heutigen Ausgabe der "Presse" und gestern, Samstag, im "Online-Standard" Diskussionsbedarf, ob nicht auch die ÖBB in die ÖIAG kommen sollten. "Das ist eine glatter Bruch des Regierungsabkommens", weist ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida, Schellings Aussagen zurück.
"Das Regierungsübereinkommen besagt, dass die ÖBB aus guten Gründen in einer Abverkaufs- und Privatisierungsagentur nichts verloren haben - sie dienen der Grundversorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Verkehrsleistungen. Ein AUA- oder Telekom-Schicksal muss ihr erspart bleiben. Auch die ÖVP hat sich an das Koalitionsabkommen zu halten", verlangt Hebenstreit.
"Aufgrund der anhaltenden Diskussion über Zerschlagung und Ausverkauf sehen wir uns seitens der Gewerkschaft veranlasst, unsere Belegschaften diesbezüglich zu sensibilisieren. Wir werden deshalb im Zuge einer für kommende Woche kurzfristig einberufenen Präsidiumssitzung über etwaige Maßnahmen, die bis zum Abhalten von Betriebsver-sammlungen reichen können, beraten", kündigt Hebenstreit an.
Dabei geht es dem Vorsitzenden der Sektion Verkehr in der Gewerkschaft vida nicht nur um die Bahn, auch Straßenverkehrsinfrastruktur und Energie zählten wie die ÖBB zur Grundversorgung der BürgerInnen. Deshalb hätten auch weder Asfinag noch Verbund etwas in der ÖIAG zu suchen.
"Eine Neuausrichtung ist zudem bei dieser ÖIAG mit ihren verlotterten Strukturen zwecklos. Die Auflösung ist die einzig sinnvolle und kostengünstigere Variante", fordert Hebenstreit. Der Verwaltungsapparat ÖIAG koste die SteuerzahlerInnen fast 7 Millionen Euro pro Jahr. "Dabei könnte die Verwaltung der Beteiligungen der Republik bei weitem kostengünstiger und besser von den Sektionschefs in den zuständigen Ministerien wahrgenommen werden, schlägt Hebenstreit vor.
Als Best-Practice-Beispiel führt der vida-Gewerkschafter hier das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie an: Hier sei nur ein Sektionschef u. a. für die Agenden von ÖBB, ASFINAG, FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), AIT (Forschungszentrum Seibersdorf) und aws (Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft) zuständig. "
Alleine der ÖIAG-Vorstand schlägt sich mit zumindest 490.000 Euro im Jahr zu Buche. Ein Sektionschef bzw. eine Sektionschefin mit einer Dienstzeit von über sechs Jahren verdient dazu im Vergleich pro Jahr rund 140.000 Euro. Es ist fahrlässig und unverständlich, wenn auf dieses sinnvolle Einsparungspotenzial weiter verzichtet wird", bekräftigt Hebenstreit. (Pressemeldung Gewerkschaft vida, 30.09.14).

Probeabo

Probeabo nur 10 Euro
Probeabo:
3 Hefte nur 10 Euro


Specials


ICE-Reihung
ICE-Reihungen


Fotoerlaubnis D


Fotoerlaubnis UK


Aktuelle Angebote


Bahnbetriebswerk Pasewalk

Bahnbetriebswerk Pasewalk


LOK Report Reiseführer

Europa Reiseführer 2014/2015