LOK Report - Nachrichtenmagazin fuer Eisenbahnfreunde
  English Introduction ImpressumRedaktionKontakt
   
Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

LOK Report – News von Freitag, 29.04.16

Schicken Sie eine Meldung

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Bund und DB proben
neue Lärmschutztechniken

Absatzlinie

Fahrzeugzulassung VT 623
bis nach Stettin abgeschlossen

Absatzlinie
EU-Parlament nimmt technischen
Teil des 4. Eisenbahnpakets an

Absatzlinie

Erster Vertrag zur Regionali-
sierung der Intercités-Züge

Absatzlinie
Patrick Jeantet soll Präsident
von SNCF Réseau
werden
Absatzlinie

Hector Rail fährt 730-m-Züge
Absatzlinie
SJ erhält Übergangsvereinbarung
zu Mälab-Verkehren

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jonathan Christoph

LOK Report aktuell

RechteckOberlandesgericht Karlsruhe: Ausschluss der DB Regio war rechtmäßig
Der Vergabesenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe hat mit Beschluss vom 29.04.2016 bestätigt, dass der Ausschluss der Angebote der DB Regio AG vom Vergabeverfahren "Stuttgarter Netze" rechtmäßig war.
Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg hatte 2015 Verkehrsdienstleistungen im Großraum Stuttgart für die Dauer von bis zu 13,5 Jahren ab 2019 europaweit in drei Losen ("Neckartal", "Rems-Fils" und "Franken-Enz") ausgeschrieben. Im November 2015 teilte das Land Baden-Württemberg der mitbietenden DB Regio AG mit, dass ihr Angebot wegen Änderungen an den Vergabeunterlagen auszuschließen sei. Das Land beabsichtige, den Zuschlag auf die Angebote der Mitbewerber, Abellio und Go-Ahead, zu erteilen. Die DB Regio AG reichte gegen diese Entscheidung im November 2015 einen Nachprüfungsantrag bei der Vergabekammer Baden-Württemberg ein. Die Vergabekammer wies den Antrag im Februar 2016 zurück. Gegen diese Entscheidung richtet sich die Beschwerde der DB Regio AG, die der Senat mit Beschluss vom heutigen Tage zurückgewiesen hat.
Der Senat hat entschieden, dass der Ausschluss des Angebots der DB Regio AG zu allen drei Losen rechtmäßig war. Das Angebot eines Bieters darf nur ausgeschlossen werden, wenn die Leistungsbeschreibung widerspruchsfrei und eindeutig ist. Dies war vorliegend der Fall. Trotzdem hat die DB Regio AG nicht mit den durch die Ausschreibung vorgegebenen Zahlen gerechnet und hierdurch die Vertragsunterlagen im Sinne des Vergaberechts geändert.
Ob der Ausschluss des Angebots darüber hinaus auch deshalb rechtmäßig war, weil die DB Regio AG keine gesondert ausgewiesenen Kosten für Werkstätten angegeben hat und dies im Verfahren damit begründete, dass sie bereits über Werkstätten verfüge, hat der Senat - ebenso wie die Vergabekammer - offen gelassen.
Gegen die Entscheidung des Vergabesenates ist kein Rechtsmittel gegeben.
Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 29.04.2016
+++++++++++++++++++++++++++
Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluss vom 29.04.2016
- 15 Verg 1/16 -
§ 19 Abs. 3 EG VOL/A in der maßgebliche Fassung lautet auszugsweise:
...
(3) Ausgeschlossen werden: 
...
d) Angebote, bei denen Änderungen oder Ergänzungen an den
Vertragsunterlagen vorgenommen worden sind,
++++++++++++++++++++++++++++
(Pressemeldung OLG Karlsruhe, 29.04.16).

RechteckAbellio: OLG Karlsruhe bestätigt die Neckartal-Vergabe an Abellio
Die Abellio Rail Südwest GmbH wird ab Juni 2019 in zeitlich gestaffelter Weise die Schienenpersonennahverkehrsstrecken Stuttgart - Mühlacker - Pforzheim/Bruchsal, Stuttgart - Heilbronn - Mannheim/Osterburken und Stuttgart - Tübingen des Loses 1 (Neckartal) des Stuttgarter Netzes rechtsverbindlich übernehmen. Beim heutigen (29. April 2016) letztinstanzlichen Beschluss des Vergabesenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe wurde der Ausschluss der DB Regio AG vom Vergabeverfahren Stuttgarter Netz für alle drei Lose bestätigt, wie es bereits am 18. Februar 2016 von der Vergabekammer Baden-Württemberg entschieden worden war.
Die Ankündigung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), der Abellio Rail Südwest GmbH den Zuschlag für das Los 1 erteilen zu wollen, kann damit umgesetzt werden. Mit Abellio wird eines der führenden Bahnunternehmen in Deutschland mit 43 fabrikneuen Zügen zusammen jährlich 6,8 Mio. Zugkilometer in Baden-Württemberg erbringen.
Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio GmbH, bilanzierte das bereits mehr als ein Jahr währende Vergabeverfahren: "Wir sind erleichtert über die klare und schnelle Entscheidung des OLG Karlsruhe, mit der weitere Verzögerungen verhindert werden konnten. Wir werden mit den Vorbereitungen zur Übernahme des Netzes nach dem offiziellen Zuschlag durch die NVBW starten und dann schnell ein Team vor Ort etablieren, das die Mobilisierung zügig voranbringen wird!"
Abellio setzt vor allem auf Qualität seiner Dienstleistungen und will dies auch in Baden-Württemberg unter Beweis stellen. "Wir sind bereits Qualitätsführer in unseren nordrhein-westfälischen Netzen und freuen uns darauf, zu zeigen, wie komfortabel und kundenorientiert Zugfahren im SPNV sein kann", sagte Stephan Krenz nach der für Abellio positiven Entscheidung. Baden-Württemberg ist bereits das neunte Bundesland, in dem das aufstrebende Bahnunternehmen an den Start geht.
"Nach dem endgültigen Zuschlag werden wir mit großem Ehrgeiz an die Arbeit gehen und alles dafür tun, die von der Politik, dem Aufgabenträger NVBW und vor allen den Fahrgästen in Baden-Württemberg in uns gesetzten Hoffnungen und Erwartungen zu erfüllen", sagte Krenz in Berlin (Pressemeldung Abellio, 29.04.16).

RechteckGo-Ahead: Go-Ahead fährt ab 2019 in Baden-Württemberg
Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in letzter Instanz bestätigt, dass die Vergabe der von Baden-Württemberg ausgeschriebenen Lose 2 und 3 des Netzes 1 an die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH korrekt ist. Durch diese Entscheidung wird das seit 2015 laufende Wettbewerbsverfahren endgültig abgeschlossen, da gegen die Entscheidung kein Einspruch eingelegt werden kann. Ab Juni 2019 wird somit Go-Ahead die Strecken mit 3,7 Millionen Zugkilometern für Los 2 und 4,4 Millionen Zugkilometern für Los 3 befahren.
"Wir begrüßen diese Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe sehr. Sie ist ein positives Zeichen für mehr Wettbewerb auf der Schiene und im Allgemeinen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Durch die endgültige Klärung können wir nun in die Mobilisierungsphase starten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretern in der Region", sagt Stefan Krispin, Deutschland-Geschäftsführer von Go-Ahead.
Die Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH wurde 2014 in Berlin gegründet und ist eine Tochter des britischen Unternehmens Go-Ahead. Nachhaltigkeit und Sicherheit sind zentrale Unternehmenswerte, die in der täglichen Arbeit gelebt werden. Auch in Deutschland spielen diese Werte von Anfang an in allen Unternehmensaktivitäten eine zentrale Rolle. "Es ist ein fester Bestandteil unserer Firmenphilosophie, dass wir uns als langfristiger Partner in der und für die Region begreifen. Daher bringen wir uns ein - zum Beispiel durch die Errichtung einer neuen Werkstatt in Baden-Württemberg", sagt Stefan Krispin
(Pressemeldung Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH, 29.04.16).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI/Deutsche Bahn: Teststrecken für neue Lärmschutztechniken
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) startet in Kooperation mit der Deutsche Bahn die "Initiative Lärmschutz-Erprobung neu und anwendungsorientiert" (I-LENA). In der von April 2016 bis Ende 2020 laufenden Initiative erhalten Entwickler und Hersteller von Lärmschutztechniken erstmalig die Möglichkeit, ihre Innovationen auf zwei Strecken der DB im Praxiseinsatz zu erproben. Die Kosten trägt das BMVI.
"Gemeinsam mit Entwicklern und Herstellern bringen wir Lärmschutz-technologien aus den Laboren direkt ans Gleis. Wir schaffen in Bayern und Brandenburg Innovationskorridore für modernen Lärmschutz. Hier können Ideen, Prototypen und Produkte im Realbetrieb umgesetzt, getestet und weiterentwickelt werden. Dafür stellen wir mehr als 5 Millionen Euro bereit", so Bundesverkehrsminister Dobrindt.
"Mit dieser Initiative wollen wir nicht nur die Hersteller bei der Umsetzung neuer Techniken beim Lärmschutz fördern, sondern auch den Wettbewerb in einem Zukunftsmarkt anregen. Denn dieser braucht dringend innovative Produkte, um sich weiter zu entwickeln. Gleichzeitig ist die technologische Weiterentwicklung wirksamer Lärmschutzmaßnahmen wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Stärkung des Verkehrsträgers Schiene", so Ines Jahnel, Lärmschutzbeauftragte bei der Deutschen Bahn.
Bei allen angenommenen Vorschlägen übernimmt das BMVI auch die Kosten für die Erprobungszulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) sowie den Einbau der zu erprobenden Technik an Teststrecken. Darüber hinaus werden die Messungen während der Testphase und der Rückbau der Technik nach Abschluss der Testphase finanziert. Die Testabschnitte befinden sich auf den Strecken Frankfurt/Oder–Cottbus und München–Regensburg.
Im Rahmen der Initiative erhält jeder Teilnehmer die Möglichkeit, seine Lärmschutztechnologien einzubringen. Die Vorschläge werden durch Experten des EBA und der DB nach festgelegten Kriterien geprüft. Technologien, deren Wirksamkeit sich in der Praxis bestätigt hat, werden in das einschlägige Regelwerk der DB AG und somit in das Lärmschutzportfolio der Deutschen Bahn aufgenommen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.04.16).

Industrie

RechteckBombardier: Großauftrag für C Series und Finanzergebnis I/2016

Bombardier hat am Donnerstag das Finanzergebnis für das erste Quartal zum 31. März 2016 bekannt gegeben. "Unsere Kehrtwende nimmt an Fahrt auf. Wir haben unsere Selbstverpflichtung für das erste Quartal erfüllt und bleiben auf Kurs, sowohl unsere Prognosen für 2016 als auch unsere Ziele bis 2020 zu erreichen. Die entschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe und des Geschäftsmodells für sämtliche unserer Sparten zahlen sich nunmehr zunehmend aus", sagte Alain Bellemare, President and Chief Executive Officer, Bombardier Inc.
Bombardier hat außerdem bekannt gegeben, dass die in Atlanta ansässige Delta Air Lines, Inc. (Delta) eine Festbestellung im Umfang von 75 CS100 Flugzeugen mit Optionen für weitere 50 CS100 Flugzeuge aufgegeben hat. Nach Listenpreis liegt der Wert dieser Festbestellung bei rund USD 5,6 Mrd. Die Auslieferungen des hochmodernen Flugzeugs an Delta sollen Anfang 2018 beginnen. Mit dieser Bestellung startet das Programm mit einem Auftragsbestand von über 300 Flugzeugen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Optionen und Zusagen liegt der anfängliche Auftragsbestand sogar bei bis zu 800 Flugzeugen.
Bombardier hat den Verkauf von wandelbaren Aktien in Höhe von USD 1,5 Mrd. an die CDPQ abgeschlossen. Die wandelbaren Aktien stellen eine 30%-ige Beteiligung an Bombardier Transportation (Investment) UK LTD (BT Holdco) dar. Die Bombardier Transportation (Investment) UK LTD (BT Holdco) ist nach Abschluss der gesellschaftlichen Neuorganisation wesentlich Alleineigentümerin sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Segments Bombardier Transportation.
BT Holdco wird weiterhin von Bombardier Inc. kontrolliert und in das Finanzergebnis von Bombardier konsolidiert. Am 12. Februar 2016 hat Bombardier als Teil des TransEd Partners Konsortiums einen Vertrag für die Valley Line LRT in Edmonton, Kanada, unterzeichnet. Der Vertragsanteil von Bombardier liegt bei einem Wert von USD 280 Mio. (Pressemeldung Bombardier, 29.04.16).

RechteckŠkoda: 20 Straßenbahnen für Riga
Škoda Transportation hat einen Vertrag für die Lieferung von 15 dreiteiligen Straßenbahnen vom Typ ForCity Alfa 15T RIGA 2 und 5 vierteiligen Straßenbahnen vom Typ For City Alfa 15T RIGA 2A in die lettische Hauptstadt Riga abgeschlossen. Der Wert des Auftrags beträgt ohne Finanzierung 62,6 Millionen Euro. Mit Hilfe lettischer Banken hat Škoda Transportation die günstige Finanzierung des Projekts mit einer Fälligkeit von 15 Jahren nach Lieferung der ersten Straßenbahn sichergestellt. Derzeit sind in der lettischen Hauptstadt zwanzig dreiteilige und sechs vierteilige Straßenbahnen, die in den vergangenen Jahren von Škoda an die Verkehrsbetriebe von Riga (RP SIA Rīgas satiksme) geliefert worden sind, in Betrieb.
„Der Abschluss dieses Vertrages bestätigt die Qualität unserer Erzeugnisse und die Tatsache, dass unsere bestehenden Kunden mit uns zufrieden sind. Das beweisen nicht nur die weiteren zwanzig Fahrzeuge für Riga, sondern auch die Ausübung der Option für dreißig Straßenbahnen nach Bratislava oder die unlängst erfolgte Bestellung von zwanzig neuen Wagen in Brünn. Vor allem im Ausland herrscht eine große Nachfrage nach tschechischen Straßenbahnen, wovon auch die mehr als einhundert ForCity Straßenbahnen, die in den vergangenen Jahren unter anderem ins ungarische Miskolc und ins türkische Konya geliefert wurden, zeugen. Und schließlich hat die erste ForCity Artic Straßenbahn mit Škoda-Logo vor einigen Monaten ihren Betrieb im finnischen Helsinki aufgenommen“, erklärt der Generaldirektor von Škoda Transportation, Tomáš Ignačák.
„Der Wagenpark der Verkehrsbetriebe der lettischen Hauptstadt umfasst rund 190 Straßenbahnen, die 9 Linien in der ganzen Stadt bedienen. Der Großteil von ihnen wurde in der ehemaligen Tschechoslowakei hergestellt und deshalb freut es uns, dass wir erfolgreich an diese Tradition anschließen können. Derzeit liefert auch unsere Tochtergesellschaft Škoda Electric neue Trolleybusse auf Basis eines Rahmenvertrages für 125 dieser umweltfreundlichen Fahrzeuge nach Riga“, ergänzt Vladislav Kozák, Sales Area Director von Škoda Transportation.
Die Fahrzeuge für Riga sind vollständig in Niederflurbauweise ausgeführt und verfügen über eine Spurweite von 1.524 mm, sie sind also breiter als in Prag. Sie sind auch im Fahrgastbereich voll klimatisiert. Das Außendesign ist im typischen blau-weiß der Verkehrsbetriebe von Riga gehalten. Die Fahrzeuge verfügen über einen Antrieb, der für das flache Geländeprofil von Riga optimiert ist, ein Aufzug ermöglicht das Einladen von Rollstühlen von der Straßenkante. Außerdem sind die Wagen mit einem System zur Zählung der Fahrgäste, einem Automaten zum Verkauf verschiedener Fahrscheintypen sowie einem modernen Informationssystem für die Fahrgäste ausgestattet. Die Fahrzeuge sind aus einem qualitativ hochwertigen Material hergestellt, da eine der Kundenvorgaben der Betrieb bei Temperaturen von +40 bis -40 Grad Celsius war.
In der dreiteiligen Ausführung fasst die Straßenbahn 258 stehende und 60 sitzende Fahrgäste, die verlängerte Variante mit vier Teilen bietet Platz für 353 stehende und 79 sitzende Reisende. Alle Straßenbahnen werden bis Ende September 2017 ausgeliefert (Pressemeldung Vossloh, 29.04.16).

RechteckVhSp: Spediteure unterstreichen Potenzial des Logistikstandorts Hamburg

Der Verein Hamburger Spediteure e.V. empfängt am 27.04.2016 über 260 Gäste aus Politik und Wirtschaft zu seiner 132. Ordentlichen Mitgliederversammlung im Hotel Hafen Hamburg. Der Vorsitzer des Vorstands vom Verein Hamburger Spediteure, Johan P. Schryver, berichtet über aktuelle Themen, die das Speditionsgewerbe bewegen und für die der VHSp sich engagiert. "Im Norden und in der Speditionsbranche können wir uns endlich über gute Nachrichten freuen", so Schryver und bezieht sich auf das neue Nationale Hafenkonzept und den im März vorgestellten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030.
Der Speditionsexperte erklärt weiter: "Wir haben ein Hafenkonzept, bei dem die Logistik berücksichtigt und strategisch integriert ist. Und es wurde ein neuer Bundesverkehrswegeplan aufgelegt, bei dem endlich der Norden mit seinen dringend erforderlichen Infrastrukturprojekten - wie Ausbau der A26-Ost oder Ertüchtigung des Nord-Ostsee-Kanals - in die Investitionsplanung aufgenommen wurde. Nun heißt es, die Pläne in die Tat umzusetzen und das Potenzial dieser Strategien zu heben."
Für den Standort Hamburg ergänzt Schryver: "In Hamburg dürfen wir den Anschluss nicht verlieren. Logistisch ist die Hansestadt vielseitig und in Deutschland einzigartig, dieser Bedeutung muss von der Politik Rechnung getragen werden." 
Die Relevanz der maritimen Industrie in Hamburg unterstreicht auch der diesjährige Haupt-redner der Jahreshauptversammlung Rüdiger Kruse, MdB, Maritimer Koordinator der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Die Logistik ist ein elementarer Bestandteil der maritimen Wertschöpfungskette. Gerade an dem schifffahrtsgeprägten Standort in Hamburg muss es das Ziel sein, diese in ihrer Gesamtheit zu stärken. Die Zukunftsfähigkeit des maritimen Sektors muss bei der Regierung hohe Priorität genießen." 
Für die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Hamburger Hafens setzt sich der VHSp aktiv mit seinem 12-Punkte-Plan ein. Knapp zwei Jahre nach seiner Auflegung berichtet Schryver davon, dass heute alle Projekte mindestens angeschoben und bei den richtigen Ansprechpartnern platziert sind. Bereits die Hälfte der Projekte ist erfolgreich realisiert, während die zweite Hälfte sich aktuell in der Umsetzungsphase befindet.  Was aktuell noch freiwillig genutzt wird, wird ab der zweiten Jahreshälfte an den Containerterminals von HHLA und Eurogate verpflichtend: Die elektronische Voranmeldung der Transporte. Die frühzeitige Datenübermittlung soll die Planbarkeit von Transporten, Anlieferungen und Abholungen für Fuhrunternehmer und Terminals verbessern und somit den Verkehrsfluss im Hafen optimieren.
Der VHSp mahnt in diesem Zusammenhang, dass der verbesserten Informationslage auch entsprechende Taten durch die Terminals folgen müssen. Derzeit sind es knapp 25 Prozent der Fuhrunternehmer, die die Möglichkeit der Voranmeldung nutzen.Ganz aktuell beschäftigen die Hamburger Spediteure die Flüchtlingsthematik in Deutschland sowie die Möglichkeiten ihrer Integration. So sind 58 Prozent der Mitgliedsunternehmen grundsätzlich bereit Flüchtlinge einzustellen. Die Realisierung bereitet allerdings den Unternehmern Schwierigkeiten. Als Gründe gegen eine Einstellung werden überwiegend mangelnde Kapazitäten im Betrieb und die sprachlichen Barrieren genannt. Knapp 15 Prozent führen zudem rechtliche Hürden als Hindernis an. Der VHSp informiert hierzu gemeinsam mit der Wirtschaftsbehörde und weiteren Logistikverbänden Unternehmen im Juni bei einer Veranstaltung speziell über die Integration von Flüchtlingen in der Logistik- und Speditionsbranche.
Weiterhin stellt Schryver die Ergebnisse des diesjährigen Konjunkturindikators vor. Der jährlich unter den 326 ordentlichen Mitgliedsunternehmen erhobene Konjunkturindikator ist das Barometer für die aktuelle Situation unter den Speditionsbetrieben und spiegelt sowohl die Ergebnisse des letzten Jahres als auch deren Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr wider. Die diesjährige Beteiligungsquote liegt bei fast 42 Prozent! Die aktuellen Fragen in diesem Jahr bezogen sich auf die neuen Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp 2016) und den Iran. So rechnen die 69 Prozent der im Iran tätigen Unternehmen mit positiven Auswirkungen auf ihr Geschäft in Folge der aufgehobenen Sanktionen. Von den befragten Unternehmen sind 25 Prozent im Iran tätig.
In Bezug auf die ADSp 2016 gaben 75 Prozent der Mitgliedsunternehmen an, bereits auf ihrer Grundlage zu arbeiten. Damit bewahrheitet sich, dass auch die neuen Geschäftsbedingungen in wenigen Monaten eine überragende Marktakzeptanz erreicht haben und damit auch weiterhin die am häufigsten in Spedition und Logistik verwendeten Geschäftsbedingungen darstellen.
Die von den Verladerverbänden einseitig zugunsten der Auftraggeber entwickelten "Deutschen Transport- und Lagerbedingungen (DTLB)" haben für die Praxis überhaupt keine Bedeutung, so das repräsentative Ergebnis der Mitgliederbefragung. Die Auswertung der Konjunkturdaten zeigt einen fortwährend positiven Trend.
Vergleichbar zu den Vorjahreswerten erwarten 73 Prozent der Unternehmen stabile bis steigende Umsätze für das aktuelle Geschäftsjahr und 20 Prozent planen für 2016 Neueinstellungen. Parallel erwarten fast drei Viertel der Unternehmen die Personalstärke in diesem Jahr stabil zu halten. Unter den Hamburger Spediteuren spielt nach wie vor das Thema Ausbildung eine große Rolle. Rund drei Viertel der Unternehmen bieten Ausbildungsplätze an, von denen jedoch im vergangen Jahr 13 Prozent nicht besetzt werden konnten. Damit sich das bessert, wirbt der VHSp aktiv beim Nachwuchs für die verschiedenen Ausbildungsberufe in Spedition und Logistik. Dazu zeigt der Verein Flagge auf Ausbildungsmessen und Jobbörsen, arbeitet eng mit den Berufsberatern der Agentur für Arbeit zusammen und informiert mit zwei Referenten in den Hamburger Schulen vor Ort.  
In fast allen Bereichen, dem Straßengüterverkehr, der Luftfracht, der Lager- und Distributionslogistik, der Binnenschifffahrt sowie beim Bahnverkehr und den KEP-Dienstleistern geht die weit überwiegende Mehrzahl der Unternehmen von stabilen Transportpreisen und Frachtraten aus. Hingegen prognostizieren 76 Prozent der Seefrachtspediteure sinkende Transportpreise und Frachtraten. Bei der Entwicklung der Transport- und Ladungsmengen im ersten Quartal dieses Jahres zeichnet sich über alle Bereiche hinweg ein vorwiegend stabiles Bild im Vergleich zum Vorjahr ab (Pressemeldung VhSp, 29.04.16).

RechteckVossloh: Erstes Quartal 2016 mit positivem EBIT abgeschlossen
Das EBIT des Vossloh-Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal 2016 deutlich auf 2,3 Mio.€. Für das erste Quartal 2015 hatte der ver-gleichbare Wert bei -2,2 Mio.€* gelegen. Die EBIT-Marge der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres war mit 1,0 % positiv (Vorjahr: -0,9 %*). Bedingt durch Umsatzverschiebungen zwischen den Quartalen lag der Umsatz des Vossloh-Konzerns in den ersten drei Monaten 2016 mit 240,1 Mio.€ um 7,6 % unter dem infolge der Veräußerung des Geschäftsfelds Rail Vehicles angepassten Vorjahres-wert von 259,8 Mio.€*. Der saisontypisch verhaltene Geschäftsverlauf in den ersten drei Monaten 2016 entsprach dabei den Erwartungen. Vossloh rechnet aber mit einer fortschreitend positiven Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf. Hin-tergrund dafür ist auch der gute Auftragseingang im ersten Quartal. Dieser lag deutlich über den Umsatzerlösen und belief sich auf 289,6 Mio.€ im Vergleich zu 265,5 Mio.€* im Vorjahr. Mit 1.080,7 Mio.€ blieb der Auftragsbestand des Konzerns am 31. März 2016 damit weiterhin auf hohem Niveau (Vorjahr: 1.147,7 Mio.€*).
Im Geschäftsbereich Core Components wurden im Berichtsquartal Erlöse in Höhe von 51,3 Mio.€ erzielt. Sie lagen damit um 22,6 % unter dem Vorjahr (66,2 Mio.€). Umsatzzuwächse generierte der Geschäftsbereich in Indien und in Katar, während die Erlöse in China und Saudi-Arabien niedriger als im Vorjahresquartal ausfielen. Das EBIT im Geschäftsbereich verbesserte sich trotz gesunkener Umsätze auf 6,6 Mio.€ (Vorjahr: 6,4 Mio.€). Neben positiven Effekten aus den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen trug auch ein margenstärkerer Produktmix zu der Profitabilitätssteigerung bei. Die EBIT-Marge bei Core Components betrug 13,0 % nach 9,6 % im Vorjahr. Der Auftragseingang im ersten Quartal 2016 erreichte mit 65,0 Mio.€ nicht ganz den Vorjahreswert (71,4 Mio.€). Im aktuellen Berichtsquartal gewann der Geschäftsbereich unter anderem die Ausschreibungen für die Lieferung von Befestigungssystemen zum Bau der U-Bahn-Netze in Riad und in Doha.
Die Umsätze im Geschäftsbereich Customized Modules blieben um 3,5 % leicht hinter dem Vorjahresquartal (115,9 Mio.€) zurück und erreichten 111,9 Mio.€. We-sentliche Gründe waren unter anderem eine schwächere Geschäftsentwicklung in den USA und in Polen, wohingegen zum Beispiel in Frankreich und in Israel deutli-che Erlössteigerungen erzielt wurden. Auch bedingt dadurch, dass der im März 2016 zugestellte Bußgeldbescheid im Zusammenhang mit Preisabsprachen im Weichenmarkt in den Jahren 2001 bis 2011 etwas höher ausfiel als erwartet, sank das EBIT des Geschäftsbereichs auf 2,4 Mio.€ nach 5,5 Mio.€ im Vorjahr. Die EBIT-Marge im ersten Quartal 2016 betrug 2,2 % nach 4,8 % im Vorjahr. Der Auftrags-eingang des Geschäftsbereichs verbesserte sich, getragen von Aufträgen aus Frankreich, den USA, Marokko und Schweden, um 4,6 % auf 153,9 Mio.€ (Vorjahr: 147,2 Mio.€).
Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions konnten sowohl Umsatz als auch Ergebnis verbessert werden. Die Erlöse lagen mit 13,7 Mio.€ vor allem aufgrund wachsenden Geschäftsvolumens in Nordeuropa um 15,6 % über dem Vorjahresniveau (11,9 Mi-o.€). Das EBIT blieb mit -1,0 Mio.€ saisonbedingt zwar noch negativ, übertraf jedoch den Vorjahreswert von -1,6 Mio.€. Der Auftragseingang bei Lifecycle Solutions fiel ebenfalls höher als im Vorjahr aus und belief sich auf 22,2 Mio.€ (Vorjahr: 19,3 Mi-o.€). Der Geschäftsbereich konnte zu Beginn des Jahres seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn weiter ausbauen. Mit seiner High Speed Grinding Technologie ist Lifecycle Solutions mittlerweile auf den drei deutschen Schnellfahrstrecken mit Fahrgeschwindigkeiten von 300 km/h im Einsatz. Diese sind die Verbindungen Ingolstadt – München, Köln – Frankfurt am Main und Erfurt/Leipzig – Halle.
Im Geschäftsbereich Transportation, der aktuell noch die Geschäftsfelder Vossloh Locomotives und Vossloh Electrical Systems umfasst, wurden in den ersten drei Monaten 2016 Umsätze in Höhe von 65,5 Mio.€ generiert (Vorjahr: 68,0 Mio.€*). Das EBIT dagegen verbesserte sich von vergleichbaren -8,8 Mio.€* im ersten Quar-tal 2015 auf -2,4 Mio.€ im diesjährigen Zeitraum. Dazu trug die konsequente Umsetzung der Restrukturierungs-maßnahmen wesentlich bei. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 51,1 Mio.€ (Vorjahr: 30,0 Mio.€*). Dafür war unter anderem auch der Gewinn eines Folgeauftrags bei Vossloh Electrical Systems ausschlaggebend. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft be-stellte beim Konsortium Vossloh Kiepe und Stadler Rail (ehemals Vossloh Rail Ve-hicles) im März weitere 25 Stadtbahnen. Mit Ausübung dieser zweiten Option aus dem ursprünglich im Jahr 2011 geschlossenen Vertrag erhöht sich das Gesamtauf-tragsvolumen auf 75 Fahrzeuge. Auch in der Abarbeitung bestehender Aufträge kam Vossloh Electrical Systems weiter voran. Der Umsatz stieg um 8,2 % auf 51,0 Mio.€ (Vorjahr: 47,1 Mio.€). Bei Vossloh Locomotives in Kiel verminderte sich der Umsatz aufgrund eines geringeren Geschäftsvolumens mit Gebrauchtlokomotiven auf 15,1 Mio.€ (Vorjahr: 21,1 Mio.€). Der Auftragseingang des Geschäftsfelds lag mit 11,1 Mio.€ unter dem Niveau des Vorjahres von 12,9 Mio.€.
Im Vossloh-Konzern waren zum Ende des ersten Quartals 2016 weltweit 4.854 Mit-arbeiter beschäftigt und damit 60 Personen weniger als am Vorjahresstichtag (4.914 Mitarbeiter*). Die Mitarbeiterzahl bei Core Components stieg aufgrund der erstmali-gen Konsolidierung einer indischen Tochtergesellschaft um 11 Personen. Der Ge-schäftsbereich Lifecycle Solutions baute im Zuge der Geschäftsausweitung 89 Mit-arbeiter auf, während der Mitarbeiterstamm bei Customized Modules leicht sank. Im Geschäftsbereich Transportation waren – ohne Berücksichtigung der Mitarbeiter des ehemaligen Geschäftsfelds Rail Vehicles – im Vergleich zum Vorjahresstichtag ins-gesamt 140 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Der Rückgang betraf beide Geschäfts-felder.
Für das Gesamtjahr 2016 rechnet Vossloh unverändert mit einem Umsatz zwischen 1,2 Mrd.€ und 1,3 Mrd.€ (2015: 1.200,7 Mio.€) und einer weiteren kontinuierlichen Verbesserung der operativen Profitabilität. Besonders starkes Umsatzwachstum wird im Geschäftsbereich Core Components erwartet. Die EBIT-Marge im Konzern wird sich aus heutiger Sicht gestützt durch die Fortführung der Restrukturierungs-maßnahmen im laufenden Geschäftsjahr auf 4,0 % bis 4,5 % im Vergleich zum Vor-jahr leicht verbessern können (2015: 3,8 %). Für 2017 erwartet Vossloh auf Basis der aktuellen Konzernstruktur eine EBIT-Marge von 5,5 % bis 6,0 %. Vossloh plant unverändert die noch verbliebenen Aktivitäten des Geschäftsbereichs Transportati-on zu veräußern, was zu einer weiteren Verbesserung der Profitabilität führen soll (Pressemeldung Vossloh, 29.04.16).

Anzeige

Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Stadt-Land-Meer-Ticket zw. Berlin und Wismar auf der Linie RE2
Die Region möchte für neue Straßen und Schienenwege mehr Geld vom Bund. Diesen Appell formuliert der Verband Region Stuttgart in seiner Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan, die der Verkehrsausschuss heute mehrheitlich beschlossen hat. Die Region Stuttgart habe einen offensichtlichen Nachholbedarf beim Ausbau des Verkehrsnetzes.
Im Kapitel Schienenverkehr des Bundesverkehrswegeplans fehlen nach Auffassung des Verbands Region Stuttgart zwei Projekte: der abschnittweise 3-gleisige Ausbau Stuttgart-Rohr –Herrenberg (Gäubahn) und der abschnittweise 3-gleisige Ausbau Waiblingen – Schorndorf (Remsbahn). Das soll sich ändern, so die einmütige Auffassung der regionalen Verkehrspolitiker. Zumindest die Gäubahn müsse in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden. Außerdem soll die Wendlinger Kurve nicht wie geplant eingleisig, sondern zweigleisig ausgebaut werden.  
Eine seit Langem formulierte politische Forderung der Region ging in Erfüllung: Die Verlängerung der Neckarschleusen des gesamten schiffbaren Neckar, also von Mannheim nach Plochingen sind im Bundesverkehrswegeplan gesetzt.  
Der Bundesverkehrswegeplan definiert, welche Projekte bei Straßen, Schienenwegen und Wasserstraßen in welchem Zeitraum geplant und finanziert werden sollen (Pressemeldung VRS, 29.04.16).

RechteckBrandenburg: Stadt-Land-Meer-Ticket zw. Berlin und Wismar auf der Linie RE2
Die ODEG - Ostdeutsche Eisenbahn GmbH bietet in einem Aktionszeitraum, zwischen dem 1. Mai 2016 und 11. Juni 2016, exklusiv ein neues Ticket für Fahrgäste an, die zwischen Berlin und Wismar auf der Linie RE2 reisen möchten. Fahrgäste ab Berlin oder Wismar können das "Stadt-Land-Meer-Ticket" in diesem Zeitraum direkt in den doppelstöckigen, gelb-grünen ODEG-Zügen der RE2 ohne Bordpreis- Zuschlag erwerben. Die Züge der RE2 verkehren täglich zweistündlich zwischen der Haupt- und Hansestadt.
Ab dem 12. Juni 2016 wird das "Stadt-Land-Meer-Ticket" dann zusätzlich auf der RE3 (Berlin <> Stralsund) und RE5 (Berlin <> Rostock / Stralsund) gelten und auch an Fahrkartenautomaten erhältlich sein. Es ist aber auch weiterhin möglich, für Fahrten im Voraus das "Stadt-Land-Meer-Ticket" in den Zügen der ODEG ohne Bordpreis-Zuschlag zu kaufen.
Neben diesem Service ist ein weiterer Vorteil, dass die Ticketbesitzer für ihre Anreise bequeme zwei Tage Zeit haben. Somit sind Zwischenstopps nach dem Hop-on Hop-off Prinzip an den vielen schönen ländlichen Stationen auf der Strecke einfach möglich. Besonderes Highlight für Reisende aus beiden Richtungen ist sicherlich die mecklenburgische Landeshauptstadt Schwerin mit ihrem schönen Schloss. Für die Rückfahrt auf der RE2 können sich die Reisenden dann einen ganzen Monat nach Abfahrtsdatum Zeit lassen. Mehr Freiheit geht nicht.
"Berlin liegt am Meer! Wismar ist aus Berlin ohne Unterbrechung in nur drei Stunden durch unsere täglichen Verbindungen erreichbar. Aber auch die herrliche Landschaft zwischen beiden Orten lädt zum Verweilen ein. Durch die Zwischenstopp-Option unseres neuen Ticketangebotes kann die Region noch einfacher erkundet werden. Weiterhin haben natürlich auch die Wismaraner einen Grund mehr Berlin zu besuchen, denn einfacher und flexibler kann man sich zwischen beiden Orten nicht bewegen. Wir freuen uns, unseren Fahrgästen diesen neuen und besonderen Service anbieten zu können. Sowohl die Stadt, als auch das Land und das Meer werden ab Mai auf schnellstem und mühelosestem Wege gemeinsam erreichbar. Insgesamt sind es also eigentlich drei Ziele, mit einem Ticket", unterstreicht Arnulf Schuchmann, Geschäftsführer und Sprecher der ODEG, die Besonderheiten des Aktion-Angebotes.
Das Stadt-Land-Meer Ticket gilt ab dem 1. Mai 2016 auf der Linie RE2 zwischen Berlin und Wismar und kostet 43 € (hin und zurück) bzw. 27 € (einfache Fahrt) pro Person (Pressemeldung ODEG, 29.04.16).

RechteckMeckPomm: Fahrzeugzulassung VT 623 bis nach Stettin abgeschlossen
Ab 2. Mai fahren auf der RE 4 Linie Lübeck – Stettin / Szczecin (im Januar auf den Namen "Stadttore-Linie" getauft) 17 neue Regionalzüge VT 623 bis nach Szczecin Glowny. Renado Kropp, Regionalleiter Marketing DB Regio Nordost, freut sich: "Endlich ist die Fahrzeugzu-lassung abgeschlossen und unsere Reisenden brauchen in Löcknitz nicht mehr in den Bus umsteigen und können direkt bis nach Stettin durchfahren."
Die Linie zwischen Lübeck und Stettin verkehrt im Zwei-Stunden-Takt in die polnische Hafenstadt. Die 17 zweiteiligen Dieseltriebwagen verfügen über 110 Sitzplätze, sind klimatisiert und durch die Niederflureinstiege bequem nutzbar. Die Fahrzeuge bieten ein attraktives Erscheinungsbild und ein hohes Maß an Einsehbarkeit im gesamten Zug. Schiebetritte, die den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig überbrücken, ermöglichen einen barrierefreien Zugang.
Zwei Mehrzweckbereiche bieten Platz für zwei Rollstühle, Kinderwagen und bis zu neun Fahrräder. Die Toilette ist ebenso barrierefrei erreichbar wie ein Teil der Sitzplätze im Niederflurbereich. Das moderne Fahrgastinformationssystem ermöglicht umfassende Auskünfte im Zug. Kundenbetreuer begleiten jeden Zug auf der Strecke.
DB Regio Nordost hatte das sogenannte Netz "Ost-West" zwischen Lübeck und Stettin in einer Ausschreibung der Bestellerorganisation Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) gewonnen. Die moderne Fahrzeugflotte ist in der Werkstatt Neubrandenburg beheimatet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.04.16).

RechteckSachsen: Zweite Bauetappe zur Einbindung des Bahnknotens Leipzig in VDE8
Die zweite Bauetappe im Bahnknoten Leipzig zur Einbindung des Bahnknotens in das Projekt VDE8 beginnt. Nachdem ab 2012  bis 2015 vor allem sechs Bahnsteige im Hauptbahnhof sowie die achtgleisige Bahnbrücke über die Rackwitzer Straße neu gebaut wurden, geht es jetzt weiter mit dem Bau optimierter Gleisanlagen in Richtung Mockau für die Ein- und Ausfahrt Richtung Berlin und Richtung Erfurt/Halle/Magdeburg. Eingeschlossen ist ein neuer Haltepunkt im Bereich der Essener Straße.
Nach 11 Kilometern Gleisumbau bis 2015 kommen nun weitere 14 Kilometer hinzu. 80 Weichen werden installiert. Dadurch kann die Geschwindigkeit auf bis zu 160 km/h erhöht werden. Die Bahnanlagen erhalten modernste Leit- und Sicherungstechnik (ESTW: Elektronische Stellwerke, ETCS: European Train Control System wie auf der Neubaustrecke Erfurt-Leipzig/Halle, VDE8.2). Auf etwa 51 Kilometern Länge werden neue Oberleitungen die Gleisanlagen überspannen. Auf 4,2 Kilometern Länge erhalten die Anwohner Schallschutz.
Der ICE-Standort Leipzig wird durch den Neubau einer Zugbildungsanlage mit durchgehendem Anschluss an das ICE-Werk weiter gestärkt. Die Investition für die jetzt beginnenden und bis 2020 dauernden Bauarbeiten beträgt etwa 220 Millionen Euro. Ein wesentlicher Zwischenschritt wird Ende 2017 die Gesamtinbetriebnahme des Projektes Nürnberg–Berlin (VDE8) sein. Derzeit laufen erste Maßnahmen zur Freimachung des Baufeldes wie Umverlegungen von Kabeln.
Unter www.vde8.de Projektabschnitt Knoten Leipzig bzw. unter Presseinformationen gibt es Informationen zu allen technischen und baulichen Details. Der multimediale Infopunkt Bau im Leipziger Hauptbahnhof am Museumsgleis 24 hat von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.04.16).

RechteckThüringen: Saale-Thüringen-Südharz-Netz seit mehr als vier Monaten in Betrieb
Mitte Dezember des vergangenen Jahres startete das Saale-Thüringen-Südharz-Netz mit zehn Linien und 575 km Streckenlänge. Rund viereinhalb Monate später zog der Betreiber Abellio Rail Mitteldeutschland heute eine erste Bilanz. Und die fällt positiv aus. "Dank unserer intensiven Vorbereitungen im Vorfeld verlief die Betriebsaufnahme reibungslos", blickte Dirk Ballerstein, Vorsitzender der Abellio-Geschäftsführung, zurück. "Unsere Mitarbeitermannschaft war vollzählig, alle Fahrzeuge einsatzbereit und die Betriebswerkstatt arbeitsfähig. Auch alle Abellio-Kundencenter und die Mobilitätszentrale öffneten planmäßig."
So läuft der Betrieb im südlichen Teil des Abellio-Netzes von Beginn an sehr stabil. Im nördlichen Teil des Netzes gab es anfangs noch Probleme. Die zum Teil erheblichen Verspätungen resultierten überwiegend aus dem zeitgleich begonnenen Umbau des Halleschen Hauptbahnhofes.
Um allen Störfaktoren zu begegnen, änderte Abellio in enger Abstimmung mit den Aufgabenträgern des STS-Netzes Teile seines Betriebskonzeptes. Dabei wurde auch das Zusammenkuppeln der aus Richtung Leinefelde bzw. Erfurt kommenden Linien RE 19 und RB 59 in Sangerhausen aufgegeben, weil das Fehlen eines wichtigen Signales öfter zu Verspätungen führte.
Mit dem veränderten Betriebskonzept hat sich die Pünktlichkeit der 268 Abellio-Zugfahrten pro Tag deutlich verbessert. Das System läuft nun sehr stabil. Dies ist in erster Linie dem hochmotivierten Personal zu verdanken. "Alle internen Prozesse haben sich innerhalb kurzer Zeit gut eingespielt", erklärte Stephan Schreier, Geschäftsführer für den Betrieb bei Abellio. "Unsere Mitarbeiter reagieren in jeder Situation sehr sicher und versiert. So sind beispielsweise Fahrzeugausfälle auf Grund technischer Probleme äußerst selten. Die Freundlichkeit unserer Kundenbetreuer wird von vielen der 26.000 täglichen Fahrgäste immer wieder gelobt. Auch die Kommunikation zwischen unserer Leitstelle und dem Zugpersonal sowie zu den Infrastrukturbetreibern funktioniert reibungslos.
Gemeinsam mit den Experten der Deutschen Bahn arbeitet Abellio derzeit daran, die Bereitstellung aktueller Infos zu tatsächlichen Abfahrtszeiten und -bahnsteigen weiter zu stabilisieren. Prinzipiell werden Abellio-Daten auch in den DB-Infosystemen angezeigt, aber durch Probleme bei den Datenschnittstellen kommt es mitunter zu unkorrekten Anzeigen.
Stellvertretend für alle anderen Aufgabenträger* des STS-Netzes gratulierte der Geschäftsführer der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), Rüdiger Malter, Abellio zum gelungenen Start: "Das Unternehmen hat sich professionell vorbereitet und intensiv mit uns Auftraggebern abgestimmt. Wegen des Umbaus im Knoten Halle war die Situation nicht einfach. Trotzdem ist es Abellio gelungen, unser gemeinsames neues Verkehrskonzept umzusetzen. Wir haben den Eindruck, dass die Fahrgäste das neue Angebot mit den neuen Fahrzeugen und neuem Service gut annehmen. Erfreulich ist die hohe Zuverlässigkeit beim Einsatz der Kundenbetreuer in allen Zügen. Nachholbedarf sehen wir noch beim Vertrieb, insbesondere bei der Verfügbarkeit der Automaten an den Stationen."
Anfang Juni 2016 wird Abellio alle 73 vorgesehenen stationären Ticketautomaten einsatzbereit haben. Der Aufbau konnte nur sukzessive erfolgen und gestaltete sich an einigen Standorten auf Grund örtlicher Gegebenheiten schwierig. In Betrieb sind alle 50 Fahrkartenautomaten in den Fahrzeugen. "Derzeit sind wir dabei, deren Nutzerführung zu verbessern. Damit wollen wir den Ticketkauf im Zug einfacher und vor allem schneller machen", sagte die neue Abellio-Geschäftsführerin für Finanzen, Carmen Maria Parrino. "Muss der Ticketkäufer bisher am Automaten im Zug seine Starthaltestelle noch per Hand eingeben, so soll der Automat dies künftig selber erkennen und automatisch einstellen."
Neben den insgesamt 123 Automaten gibt es Abellio-Kundencenter in den Hauptbahnhöfen Halle, Leipzig und Erfurt sowie eine Mobilitätszentrale in Markranstädt. Komplettiert wird das Vertriebsnetz durch Ticketshops externer Betreiber in 15 weiteren Städten. Übrigens kann man bei Abellio neben Fahrkarten für die Strecken des Saale-Thüringen-Südharz-Netzes (STS) auch Nahverkehrstickets für ganz Deutschland erwerben, sofern der Startort im STS-Netz liegt. Auch der Kauf von Verbundtickets, die zugleich für Bus- und Straßenbahnfahrten gelten, ist innerhalb der Verbünde MDV, VMT und NVV bei Abellio möglich.
Mit der Betriebsaufnahme startete das Unternehmen eine Online-Umfrage zur Kundenzufriedenheit, an der sich 1.143 Personen beteiligten. Die Ergebnisse liegen nun vor und bestätigen den Erfolg der ersten vier Monate von Abellio: Weit oben im Ranking der Kundenzufriedenheit liegen u.a. die erfüllten Qualitätsansprüche "Sicherheit im Zug", "Sauberkeit und Ordentlichkeit im Zug", "Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft" sowie die "Präsenz des Zugpersonals". "Das zeigt uns, dass wir mit unseren selbst gesteckten Qualitätsansprüchen auf dem richtigen Weg sind", sagte Dirk Ballerstein (Pressemeldung Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH, 29.04.16).

Anzeige

LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckAussichtsbahn-Volldampf trotzt der winterlichen Kälte

Foto Thomas Strömsdörfer.
Am 23. und 24. April 2016 startete die Erzgebirgische Aussichtsbahn "Mit Volldampf in den Frühling". In Anlehnung an Fausts Ostersparziergang mochte man meinen, der alte Winter hatte nochmals ohnmächtige Schauer körnigen Eises über die grünenden Fluren geschickt. So bedeckte streckenweise frisches Weiß das frühlingshafte Erblühen der erzgebirgischen Natur.
Der guten Stimmung konnten diese äußerlichen Bedingungen keinen Abbruch tun. Traditionell kam der dampflokbespannte Museumszug des Vereins Sächsischer Eisenbahnfreunde e. V. aus Schwarzenberg zum Einsatz und Gäste aus Nah und Fern zeigten sich ein weiteres Mal begeistert von diesem besonderen Angebot. Erfreulich hoch war der Anteil der ausländischen Fans des Erzgebirges und "seiner" Aussichtsbahn. So kamen aus Český Krumlov extra Vater und Sohn angereist, um mit der Aussichtsbahn reisen zu können. Auch mehrere Niederländer hatten sich unter die Gäste gemischt und die wohl weiteste Anreise hatte eine Dame aus der Ukraine hinter sich, die sich angesichts des herzlichen Empfangs durch die Vereinsmitglieder des Bahnhofs Schlettau und der blau-gelben Stadtfahnen sofort an ihre Nationalflagge erinnert fühlte.
Ein Gast aus dem bayerischen Rosenheim verkostete, während er die Aussichten und Erläuterungen zur Fahrt aus dem Speisewagen genoss, die vom VSE-Serviceteam angebotenen Biere der Brauerei Fiedler der Reihe nach und zeigte sich auch davon begeistert. Neben den Eindrücken gingen die noch nicht verkosteten Sorten mit auf den Heimweg.
Alles in allem ließen sich die etwa 1.470 Fahrgäste von den winterlichen Temperaturen die gute Stimmung nicht verleiden und lobten erneut dieses touristische Angebot. Die beteiligten Vereine nahmen dieses natürlich sehr gerne entgegen.
Zum Auftakt der Saison hatten die Organisatoren, die Anliegerkommunen, die Erzgebirgsbahn, der Tourismusverband Erzgebirge e.V. und der VSE, zu einer kurzen Pressekonferenz in den Bahnhof Schlettau geladen. Ihr erneut bekundeter Wille zur weiteren Zusammenarbeit wurde bei der anschließenden Mitfahrt im Zug bis Annaberg-Buchholz von der guten Stimmung weiter beflügelt.
Am 28. und 29. Mai geht die Erzgebirgische Aussichtsbahn erneut auf die Reise. Dann kommen die historischen Triebwagen zum Einsatz (Pressemeldung Projektmanagement Erzgebirgische Aussichtsbahn, 29.04.16).

RechteckDampfwochenende auf der Ilztalbahn

Fotos Thomas Stifter, Ilztalbahn.
Erstmals seit der Reaktiverierung der Strecke im Jahr 2011 wird ein historischer Dampfzug auf der Ilztalbahn verkehren. Die Fahrt in den historischen Wagen mit ihren offenen Plattformen bietet einen einmaliges Reiseerlebnis durch die Frühlingslandschaft des Ilztals. Am Samstag und Sonntag verkehren jeweils zwei Fahrtenpaare, wobei jeder Zug auf der Fahrt von Passau nach Freyung einen Fotohalt für alle Fotografen einlegt.
Fahrgästen aus Passau empfehlen die Nutzung des ersten und des letzten Zuges für einen entspannten Aufenthalt in Freyung: Dort wird am Samstag ab 14.00 Uhr vor dem Schramlhaus (zwischen Bahnhof und Marktplatz) der Maibaum aufgestellt! Oder Sie besuchen das neu konzipierte Museum JAGD LAND FLUSS im Schloss Wolfstein (geöffnet von 10 - 17 Uhr). Besonders lohnenswert ist auch die Wanderung durch die Wildbachklamm Buchberger Leite.
esonders attraktiv ist die Fahrt am Dampfwochenende für Familien. Es gilt ein Sondertarif, bei dem bis zu drei eigene Kinder und Enkelkinder unter 18 Jahren kostenlos mitgenommen werden können. Erwachsene zahlen einheitlich € 25,- für die Rückfahrkarte. Die Fahrkarten erhalten Sie an einer unserer Vorverkaufsstellen (Passau: DB-Reisezentrum im Hauptbahnhof, Kaffeewerk (Innstadt) und Reisebüro Albatros (DEZ); Freyung: Bücher Lang; Waldkirchen: Tourismusinformation im Bürgerhaus) oder am Fahrtag direkt im Zug von unserem ehrenamtlichen Zugpersonal.
Ab dem 5. Mai (Christi Himmelfahrt) verkehren unsere modernen Züge wie gewohnt jedes Wochenende und an allen Feiertagen zwischen Passau und Freyung. In unserem Fahrplanflyer mit dem übersichtlichen Streckenband informieren wir über alle Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps rund um die Ilztalbahn. Zusätzlich bieten wir speziell für Fahrten nach Krumau einen neuen Flyer zum Donau-Moldau-Ticket an, der alle Informationen rund um die einmalige Reise nach Südböhmen übersichtlich bündelt.
Fahrplan Dampfwochenende am 30. April/1. Mai:
Passau Hbf ab 09:40 Uhr, Waldkirchen ab 11:00 Uhr, Freyung an 11:30 Uhr
Freyung ab 12:30 Uhr. Waldkirchen ab 13:00 Uhr, Passau Hbf an 14:00 Uhr
Passau Hbf ab 15:10 Uhr, Waldkirchen ab 16:30 Uhr, Freyung an 17:00 Uhr
Freyung ab 18:00 Uhr, Waldkirchen ab 18:30 Uhr, Passau Hbf an 19:30 Uhr
Zustieg an allen Zwischenbahnhöfen der Ilztalbahn möglich (Pressemitteilung der Ilztalbahn GmbH, 29.04.16).

RechteckDGEG-Sonderfahrt im Brohltal


Unter dem Motto mit Dampf und Diesel veranstaltete die DGEG eine als Fotosonderfahrt ausgeschriebene Tour. Lange Zeit war unklar, ob die Dampflok 11sm zum Einsatz kommen konnte, da sie erst in letzter Minute repariert wurde. Die urspünglich als zweite Lok vorgesehene Mini V160 mit Nr. D5 fiel dagegen wegen eines größeren Motordefektes aus. So wurde mit zwei Zügen – einer mit der Dampflok 11 sm – und ein weiterer mit den Dieselloks D1 und D2 gefahren. Da die Dampflok auf der Steilstrecke nicht fahren darf, wurden die Züge in Oberzissen vereinigt.
In Brenk wurde ein Phonolithgüterwagen im Anschluss abgestellt. Zum Abschluss fuhr man mit der Dampflok und den grünen Wagen – darunter der ex-DB Wagen 31 der Strecke Mosbach –Mudau – bis in den Hafen. Da hatte dann auch die Sonne ein Einsehen (Martin Wehmeyer, 29.04.16).

RechteckOberweißbach

Vergangenen Samstag konnte ich bei etwas schlechteren Wetter die 772 141 bei der Einfahrt in Oberweißbach sehen. Desweiteren wurde ein Ikarus-Bus neben der 479 201 in Cursdorf aufgestellt (Marcus Riediger, Youtube Tauruessel182, 29.04.16).

RechteckSaison-Eröffnung bei der Kandertalbahn
Am Sonntag, den 01. Mai 2016 ist es so weit, dann dampft die historische Kandertalbahn wieder regelmäßig durch das landschaftlich reizvolle Kandertal. Pünktlich um 9.10 Uhr wird der Dampfzug im Bahnhof Kandern starten und dem Flüsschen Kander bis zum Dreispitz folgen, bis die Strecke dann nach Haltingen weiterführt.
Um 10.15 Uhr fährt der Dampfzug wieder zurück nach Kandern, ins liebliche Töpferstädtchen am Fuße des Schwarzwalds.Weitere Züge ab Kandern fahren um 13.00 und 16:00 Uhr und ab Haltingen um 14:15 und 17:00 Uhr.
Vom 01. Mai an wird der Dampfzug wieder jeden Sonntag, bis einschließlich 23. Oktober, dreimal im Kandertal unterwegs sein. Am 01. Mai wird der historische Triebwagen zusätzlich nochmals um 18:00 Uhr ab Kandern nach Haltingen fahren. Die gleichen Fahrzeiten wie am 01. Mai, gelten auch am Donnerstag, den 05. Mai, wenn der Dampfzug für alle Vatertagsausflügler unterwegs sein wird (Pressemeldung Kandertalbahn, 29.04.16).

RechteckSaisonstart bei SchafbergBahn & WolfgangseeSchifffahrt
Diesen Samstag heißt es wieder "Zug fährt ab!" und "Leinen los!" - ab Samstag, 30. April 2016 dampft die SchafbergBahn täglich auf den 1.783 m hohen Schafberg, zeitgleich drehen die Schiffe der WolfgangseeSchifffahrt wie gewohnt ihre Runden. Unvergesslich ist die Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn Österreichs, der 7-Seen-Blick vom Schafberg oder eine Schifffahrt in den Sonnenuntergang am Wolfgangsee.
2015 war die erfolgreichste Saison bei SchafbergBahn und WolfgangseeSchifffahrt seit der Übernahme durch die Salzburg AG 2006:
Bis Ende August 2015 wurde im Durchschnitt ein Plus an Beförderungszahlen von etwa 15 % verzeichnet. Im August wurden die höchsten Beförderungszahlen bei Bahn (ca. 75.000 Fahrgäste) und Schiff (ca. 88.000 Fahrgäste) erzielt. An Spitzentagen befördert die SchafbergBahn über 2.000 Gäste. Um den Komfort für die Fahrgäste weiter zu erhöhen und Wartezeiten zu minimieren, wurde im Frühling 2016 eine neue Diesellok in Betrieb genommen.
Ja sagen auf einem Schiff am Wolfgangsee: eine Hochzeit auf einem der schönsten Seen Österreichs, mit den umliegenden Bergen und malerischen Orten ist ein unvergessliches Ereignis. Ab sofort ist alles möglich: stilvolle Trauung, Sektempfang oder ausgelassenes Brautstehlen an Bord. 10 bis 150 Gäste finden Platz. Alle Infos unter www.heiraten-am-wolfgangsee.at
Außerdem gibt es auch in dieser Saison wieder eine Vielzahl an Veranstaltungen: Beim Magic Dinner werden die Fahrgäste verzaubert und kulinarisch verköstigt, umgeben vom traumhaften Panorama des Wolfgangsees. Beim Piratenschiff für Kinder kommen die Kleinen voll auf ihre Kosten: Es wird gesungen, geschminkt und gebastelt. Die romantische Mondscheinfahrt auf den Schafberg garantiert mit der untergehenden Sonne und dem aufgehenden Mond traumhafte Stimmungen.
Jeden Freitag ist Familientag – Kinder fahren ab 14:00 Uhr gratis auf den Schafberg (2 Erwachsene und max. 3 Kinder unter 15 Jahren), im Hotel Schafbergspitze werden für die Kinder Kinderspaghetti, Schnitzel oder Grillwürstel um 5,80 Euro serviert. Und jeden Montag bietet sich der Seniorennachmittag mit Schifffahrt zu Mittag und Fahrt auf den Schafberg am Nachmittag an (Pressemeldung Salzburg AG, 29.04.16).

RechteckSauschwänzleBahn


Am Sonntag zeigte sich der April und das Wetter von seiner verrücktesten Seite: Sonne, Wolken, Regen und zeitweise kräftiges Schneetreiben bei der SauschwänzleBahn im Wutachtal und das wo doch die ersten Bäume und Sträucher mit blühen beginnen. Zuglok des Umbauwagenzuges war die Tenderdampflok 262 (Harald Becker, 29.04.16).

Anzeige

LOK Report 05/16

LOK Report Ausgabe 5/16

Das Inhaltsverzeichnis als pdf

Lesen Sie
weitere Informationen

So lernen Sie
den LOK Report kennen:
RechteckBestellen Sie ein kostenloses Probeheft
RechteckDas Probeabo: 3 Hefte für nur Euro 10

Mit der Kamera notiert

RechteckJüterbog

Am 27.04.2016 kam die MEG 156 001-0 bei der RAW-Probefahrt von Dessau nach Jüterbog (Ingo Wlodasch, 29.04.16).

RechteckLeipzig

Am Sonntag war ich mit meiner Tochter Nicki Sophie auf der Suche nach passenden Fotomotiven. Ich wollte die blühenden Bäume mit den Umleiter ICE der NSS umsetzten.   Fündig wurde ich zwischen Markranstädt und Großlehna wo mir der Umleiter 401 066 Gelnhausen in Markranstädt am 24.04.16 an einem Kleingarten vor die Linse fuhr.
146 552 kam mit IC 2235 Emden - Leipzig Hbf am 21.04.16 durch Wiederitzsch (Torsten Liermann, 29.04.16).

RechteckOberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn




Am Sonntag, 24.04.2016, ergab sich eine Bahntour, mit Freunden, zur "Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn". Dabei entstanden die Impressionen im Anhang. Das Wetter war ein sprichwörtliches Aprilwetter.
Eigentlich war geplant, von Erfurt (11:34 Uhr) mit Umsteigen in Arnstadt (11:50/12:01 Uhr), aus diversen zeitlichen Gründen, ins Schwarzatal zu fahren. Auf Grund eines bösartigen technischen Defektes von RE (3809) nach Würzburg und der damit verbundenen Verspätung von mehr als 40 Minuten, wurden wir überzeugt, die durchgehende Bahnverbindung (12:41 Uhr) von Erfurt nach Rottenbach/Saalfeld, die von der EB (80987) gefahren wird, zu nutzen.
Die Fahrt war angenehm und ohne Pannen, allerdings kamen wir 1 Stunde später als geplant im Schwarzatal an. Zu unserer Überraschung war eine der beiden Ferkeltaxen der Oberweißbacher "Berg- und Schwarzatalbahn" im Einsatz.
Die Mitarbeiter/innen der EB und OBS, wie immer freundlich/kompetent und hilfsbereit. Die Rückfahrt nach Erfurt verlief dann ohne Pannen. Die Mitarbeiterin des RE (3809) von DB Regio war auch freundlich/kompetent und hilfsbereit, da sie alles tat, um die Fahrgäste zeitnah zu informieren und bei Laune zu halten. Die Entscheidungen der Transportleitung wurden von ihr, den Fahrgästen sachlich unaufgeregt, mit Geduld und Bravour, beigebracht (Ralf Kuke, 29.04.16).

RechteckPlauen

Ganz unverhofft kamen am 28.04.16 die 295 088-9 und 290 008-2 von Railsystems an der Schöpsdrehe bei Plauen/V (Alexander Hertel, 29.04.16).

RechteckPraha Masarykovo und Dejvice


Am 25 .April fotografierte ich den alten Pantograf (Žabotlam) 451 056-6 am Bhf Praha-Masarykovo vor der Abfahrt mit Os 9644 nach Kralupy nad Vltavou. Ein teil des Bahnhofs wurde einem Developer verkauft. Auf den ehemaligen Ladegleisen entsteht das nächste überflüssige Einkauftzentrum.
Aus Prag-Masarykovo Bhf fuhr ich mit dem Zug Sp 1890 (Lok 714 216-9) nach Prag-Dejvice (KBS 120). Am Bhf Dejvice ist noch eine betriebene alte Bahnhofskneipe. Der Bhf Dejvice (ehemaliger Name Bruska) wurde bekannt durch die erste Pferdeeisenbahn in Prag Lány - Bruska (1831). Gegenüber dem Bhf Dejvice steht noch links das alte Pferdebahngebäude (Martin Kubík, 29.04.16).

RechteckVelpe


Am vergangenen Donnerstag, dem 21.4.2016, wurde noch einmal der bekannte Ort Velpe zwischen Osnabrück und Rheine besucht, der neben den Flügelsignalen auch noch andere schöne Motive bietet, um dort noch einmal Loks der BR 139/140 zu fotografieren. Das nahende Ende war bereits deutlich zu spüren, mischen doch mittlerweile viele andere Baureihen von DB Cargo in den Leistungen mit.
Dennoch konnten einige Loks mit dem Spitznamen "Schraubeneimer" fotografiert werden: Zunächst morgens die 140 805 mit dem leeren Autozug 53489 von Emden Rbf nach Seelze Rbf. Die selbe Lok konnte Abends, gemäß dem Umlauf, bei Bückeburg mit einem Kesselwagenzug, dem 53756 von Misburg nach Holthausen (Ems), erneut abgelichtet werden.
Des Weiteren zeigte sich bei Velpe die 151 129 mit dem "Knüppelzug" aus Hanekenfähr sowie die 140 843 mit dem 53480 von Osnabrück nach Emden, aufgenommen mit Ortseingangsschild Velpe (Jonathan Christoph, 29.04.16).

RechteckWuppertal

Im Ersatzverkehr von National Express läuft diese Woche die 182 596 182 596 auf RB 48 als RB 24465 Köln Hbf - Wuppertal-Oberbarmen.
Eine Übersicht fast aller Ersatzloks die bisher eingesetzt waren gibt es auf www.herberts-eisenbahnbilder.de (Herbert Völling, 29.04.16).

Anzeige

Tanago

Europa

RechteckEU: Eisenbahnpaket beseitigt technische Hürden
Unterschiedliche nationale Standards und Verfahren verursachen technische Hindernisse für Eisenbahnunternehmen und Fahrzeughersteller in der EU. Abhilfe soll ein am Donnerstag vom Parlament angenommenes Gesetz schaffen. Die neuen Vorschriften ("technische Säule" des vierten Eisenbahnpakets) werden Zeit- und Kostenersparnisse bei der Bescheinigung von technischen und sicherheitsrelevanten Normen für Betreiber, Wagen und Lokomotiven bringen.
Die bereits mit dem Rat vereinbarten neuen Regeln sind der erste Teil des vierten Eisenbahn-Reformpakets. Dieses soll den Schienenverkehr in der EU attraktiver, innovativer und wettbewerbsfähiger gestalten. Zudem soll die Dienstleistungsqualität verbessert und das Angebot für Bahnreisende vielseitiger gestaltet werden. Schließlich soll es dazu beitragen, die Emissionsziele für den Verkehrssektor der EU zu erreichen.
Die Europäische Eisenbahnagentur (ERA) soll zur einzigen Stelle werden, die Betreibern Fahrzeuggenehmigungen und Sicherheitsbescheinigungen erteilt. Mit den Änderungen sollen die Verwaltungskosten für Eisenbahnunternehmen gesenkt werden. Neuen Marktteilnehmern soll der Zugang zum Markt erleichtert werden. Gegenwärtig müssen Hersteller und Betreiber bei den Behörden jedes einzelnen Landes Zulassungen beantragen.
• Die ERA wird alle Genehmigungen für Fahrzeuge ausstellen, die für den grenzüberschreitenden Betrieb bestimmt sind, sowie sämtliche Sicherheitsbescheinigungen für Eisenbahnunternehmen, die grenzüberschreitende Dienste anbieten;
• Beim Inverkehrbringen von Fahrzeugen oder Anbieten von Dienstleistungen innerhalb eines Mitgliedstaats haben Betreiber und Hersteller die Wahl, ob sie sich an die ERA oder die nationalen Behörden wenden;
• Die Agentur wird mit Hilfe eines Informations- und Kommunikationssystems als einzige Anlaufstelle fungieren, die EU-weit gültige Genehmigungen für das Inverkehrbringen von Fahrzeugen und EU-weit gültige Sicherheitsbescheinigungen für Eisenbahnunternehmen ausstellt.
Die ERA wird auch eine wichtigere Rolle dabei spielen, die reibungslose Entwicklung der Zugsteuerungs- und Kommandosysteme zu gewährleisten, weil sie vor der Veröffentlichung von Ausschreibungen für die streckenseitige Ausrüstung für das Europäische Eisenbahnverkehrsleitsystem (ERTMS) die vorgesehenen technischen Lösungen bewerten muss. Die Vereinbarung sieht auch eine weitere Harmonisierung technischer Normen vor.
Die neuen Genehmigungs- und Bescheinigungsverfahren werden innerhalb von 3 Jahren nach dem Inkrafttreten der neuen Vorschriften wirksam. EU-Länder können diese Frist um ein Jahr verlängern, wenn sie die ERA und die EU-Kommission davon in Kenntnis setzen und ihre Entscheidung begründen.
Weitere Informationen im Hintergrundartikel (auf Englisch) (Pressemeldung EU, 29.04.16).

RechteckEU: Bahnkunden sind die Gewinner
Das Europäische Parlament hat heute nach Jahre langen Verhandlungen mit großer Mehrheit den technischen Teil des 4. Eisenbahnpakets angenommen. Zukünftig werden einheitliche Regeln für mehr Sicherheit und die Zulassung von Bahnen die Preise vergünstigen und das Bahnfahren attraktiver machen. Michael Cramer, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments und Berichterstatter für die Eisenbahnsicherheit, kommentiert:
"Der große Gewinner sind die Bahnkunden, sie werden am meisten profitieren. Das neue europäische System für die Zulassung von Eisenbahnen spart Zeit und Geld für Kunden und Unternehmen. Bisher unterlief jeder Zug für die EU-weite Zulassung 26 unterschiedliche Verfahren und Sicherheitsprüfungen, zukünftig wird es ein einheitliches EU-weites Verfahren geben. Es kann ja nicht sein, dass Züge im Wert von 1,2 Milliarden Euro stillstehen, weil sie auf ihre Zulassung warten. Insgesamt gibt es bisher EU-weit 11.000 unterschiedliche Regeln für den Bahnverkehr. Diese Zahl wird drastisch gesenkt und vereinheitlicht.
Schon heute ist die Bahn das sicherste Transportmittel. Mehr grenzüberschreitende Kooperation und das EU-weit einheitliche, weltweit führende Zugleitsystem ERTMS werden das Bahnfahren in Zukunft noch sicherer und kostengünstiger machen. Die umweltfreundliche Bahn wird immer attraktiver und je mehr Menschen sich für die Bahn entscheiden, desto besser für die Umwelt, das Klima und die Förderung erneuerbarer Energien." (Pressemeldung Michael Cramer, 29.04.16).

RechteckEU: Beinharter protektionistischer Stellungskrieg
"Wir wollen, dass die Eisenbahnen ohne technische und bürokratische Hindernisse überall durch Europa fahren können. Mit der heutigen Entscheidung sind wir dem einheitlichen europäischen Eisenbahnraum einen wichtigen Schritt näher", so die Verkehrssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament und im Nationalrat, Claudia Schmidt und Andreas Ottenschläger, anlässlich der Abstimmung im EU-Parlament über die Harmonisierung der technischen Vorschriften für Eisenbahnen in Europa.
Gleichzeitig beklagen Schmidt und Ottenschläger, dass nur eine technische Harmonisierung stattfindet, aber die bürokratischen Hindernisse für grenzüberschreitenden Bahnverkehr noch nicht abgeschafft werden. "Bei der Bahntechnik sind wir jetzt im 21. Jahrhundert angekommen. Bei der Bahnpolitik sind wir leider noch im 19. Jahrhundert. Nach wie vor haben sich die ehemaligen Staatsbahnen an den Grenzen eingegraben und führen einen beinharten protektionistischen Stellungskrieg. Die Politik muss der Technik nun endlich folgen", so Schmidt.
"Die ÖVP will einen effizienten, schnellen, kostengünstigen und serviceorientierten Bahnverkehr. Dazu braucht es mehr grenzüberschreitenden Wettbewerb. Warum soll man nicht mit einer Lokomotive von Paris nach Wien oder von Wien nach Rom fahren können? Wenn die ÖBB an sich selbst glaubt, braucht sie sich nicht vor Konkurrenz aus dem Ausland abzuschotten", betonte Ottenschläger.
Bisher bestand das europäische Bahnnetz aus einem Fleckerlteppich aus nationalen und regionalen Systemen und Regelungen, z.B. bei Zulassungsanforderungen, bei Stromsystemen, bei Leit- und Sicherungstechnik oder bei betrieblichen Regelungen. Der heutige Beschluss vereinheitlicht dies (Pressemeldung Mag. Claudia Schmidt MEP, 29.04.16).

RechteckFrankreich: Erster Vertrag zur Regionalisierung der Intercités-Verbindungen
Der französische Premierminister Manuel Valls und der Präsident der Normandie, Hervé Morin (UDI), unterzeichneten am Montag (25.04.16) auf dem Mont-Saint-Michel einen Abtretungsvertrag für die von der SNCF betriebenen Züge des territorialen Ausgleichs (Train d'Equilibre du Territoire, TET), die bisher vom Staat unterstützt wurden, an den regionalen Rat. Vorbild ist die schon erfolgte Übertragung der TER-Dienste an die Region. Es handelt sich um folgende Intercités-Verbindungen:
• Paris-Caen-Cherbourg / Trouville-Deauville,
• Paris-Rouen-Le Havre,
• Paris-Granville,
• Paris-Evreux-Serquigny und
• Caen-Le Mans-Tours.
Dieser erste derartige Vertrag in Frankreich tritt in Kraft, sobald die Erneuerung des Rollmaterials vorgenommen wurde, das ab 2018/20 zuerst auf folgenden Strecken zum Einsatz kommen soll:
• Paris-Caen-Cherbourg / Trouville-Deauville
• Paris-Rouen-Le Havre
Die neuen Züge im Wert von 720 Mio. Euro werden vom Staat bezahlt. Vorgesehen sind Züge von Alstom oder Bombardier mit einer Geschwindigkeit 200 km/h.
Doch auch die Region muss zahlen: Das jährliche Defizit von 30-35 Mio. Euro für den Betrieb soll durch höhere Fahrgastzahlen ausgeglichen werden. 800 Mio. Euro zur Renovierung des bestehenden Streckennetzes werden im Vertrag zwischen Staat und Region festgelegt. Die Wartung soll in den normannischen Orten Caen, Granville und Sotteville-lès-Rouen sichergestellt werden.
Hervé Morin: "Ich habe die Region Normandie im Auge, sie sollte kühn und innovativ sein, und das schnell, um nicht auf den Punkt ohne Wiederkehr zu warten, der endgültigen Schließung von Intercités-Linien in der Normandie."
Der Front de gauche spricht dagegen von einer "Rückkehr zu den Privatbahnen des 19. Jahrhunderts" und kritisiert die hohen Kosten der Region zur Verbesserung der Strecken, die auch von den Franciliens benutzt werden (WKZ, Quelle Region Normandie, 29.04.16).

RechteckFrankreich: Patrick Jeantet soll neuer Präsident von SNCF Réseau werden
Patrick Jeantet, stellvertretender Generaldirektor von Aéroports de Paris (ADP), soll der nächste Präsident von SNCF Réseau werden. Wie das Fachblatt Mobilicités am 28.04.16 berichtete, haben sich SNCF und Staat nach vielen Drehungen und Wendungen auf den Namen geeinigt.
Ursprünglich sollte Jean-Pierre Farandou, Geschäftsführer von Keolis, Leiter von SNCF Réseau und Nachfolger von Jacques Rapoport werden. Doch die Regulierungsbehörde für Eisenbahn und Straße, Arafer, lehnte den Kandidaten wegen der Interessensbindungen aufgrund seiner bisherigen, vollständigen Karriere innerhalb der SNCF-Gruppe ab.
Nun soll der Aufsichtsrat der SNCF in Kürze zusammen treten, um den Vorgang zu einer Ernennung von Patrick Jeantet einzuleiten. Patrick Jeantet arbeitet seit 2014 für ADP, davor war er wie Jean-Pierre Farandou auch in verschiedenen Positionen bei Keolis beschäftigt. Jeantet besitzt laut Mobilicités gegenüber der Arafer aber weniger Risikoprofil, zu seiner Zeit war Keolis mit 56,6 % weniger in die SNCF-Gruppe integriert, als es heute mit 70 % der Fall ist (WKZ, Franz A. Roski, Quelle Mobilicités, 29.04.16).

RechteckSchweden: Hector Rail fährt 730 m lange Züge
Nach intensiven Vorbereitungen mit Trafikverket und mehreren Jahren Bauzeit zur Anpassung der Infrastruktur und dem Ausbau auf Doppelspur, können nun 730 m lange Güterzüge auf Teilen des schwedischen Netzes regelmäßig eingesetzt werden.Teile des Netzes wurden dabei für Züge bis zu 750 m hergerichtet.
Hector Rail hat im Auftrag von Trafikverket Versuchszüge zwischen Hallsberg und Malmö fahren lassen und jetzt mit dem Regelbetrieb zwischen Malmö und Katrineholm und zwischen Malmö und Hallsberg begonnen. Damit kann die Nutzlast um 15 % gegenüber einem 630-m-Zug erhöht werden. Außerdem können durch weniger benötigte Züge Kapazitäten freigesetzt werden.
Die 730 m langen Züge fahren täglich von Katrineholm und Hallsberg nach Malmö und weiter auf den Kontinent. Züge aus Hallsberg transportieren Papierrollen für Kunden in Europa, während diejenigen von und nach Katrineholm Trailer befördern.
In Schweden fahren Europas größte Lkw, aber bis jetzt konnten in Schweden nur Europas kürzeste Güterzüge fahren. Mit den längeren Zügen will Hector Rail die Wettbewerbs-fähigkeit der Schiene wieder herzustellen. (WKZ, Quelle Hector Rail, Trafikverket, 29.04.16).

RechteckSchweden: SJ erhält Übergangsvereinbarung zu Mälab-Verkehren
Die Servicegesellschaft Mälardalstrafik AB (Mälab) als Vertreter der Landkreise in Mälardalen (Örebro, Stockholm, Sörmland, Uppsala, Västmanland und Östergötland) hat am 28.04.16 der schwedischen Staatsbahn SJ den Betrieb von vier Linien im Stockholmer Vorortverkehr ab Dezember 2016 für vier Jahre innerhalb einer Übergangsvereinbarung zuerkannt. Der Zweck der Übergangsvereinbarung ist, den sicheren Übergang von den bestehenden zu den neuen Verkehren ohne Betriebsstörungen mit den erwarteten neuen Fahrzeugen durchführen zu können:
• Örebro – Eskilstuna – Stockholm (Uppsala), "Svealandsbanan"
• Norrköping – Nyköping – Stockholm, "Nyköpingsbanan"
• Hallsberg – Katrineholm – Stockholm, "Sörmlandspilen"
• Linköping – Norrköping – Eskilstuna – Västerås – Sala, "UVEN"
Der Vertrag sieht eine schrittweise Erweiterung der Dienste ab Dezember diesen Jahres vor. Der Ausbau erfordert große Investitionen und hängt auch von der Fertigstellung bestimmter Infrastrukturprojekte ab, wie dem Bau der Citybanan und dem Doppelspurausbau zwischen Strängnäs och Härad.
SJ wird vorerst mit eigenen Zügen fahren. Mälardalstrafik AB hat aber 33 neue Regionalzüge bestellt, gegen deren Auslieferung noch ein Einspruchsverfahren der SJ vor dem Verwaltungsgericht läuft. Die Züge ("Kiss" mit schwedischem Profil, aus sprachlichen Gründen als "Dosto" bezeichnet) werden voraussichtlich 2019 geliefert werden (WKZ, Quelle SJ, Mälab, 26.04.16).

RechteckSchweiz: Beginn der Bauarbeiten am Raspille-Tunnel
Die SBB passt den Raspille-Tunnel an das Profil der Doppelstockzüge an. Das 80 Meter lange Bauwerk aus dem Jahr 1883 liegt zwischen Siders und Salgesch auf der Simplon-Linie. Ein neues, höheres Gewölbe wird über dem bestehenden Tunnel gebaut; dieser wird anschliessend abgebrochen
Nachdem die Einweihung des Tunnels von Saint-Maurice am 26. April 2016 stattgefunden hat, nimmt die SBB kurz danach nun die Arbeiten am Raspille-Tunnel zwischen Siders und Salgesch in Angriff. Der 80 Meter lange Tunnel aus dem Jahr 1883 ist für Doppelstockzüge nicht befahrbar.
Es handelt sich um einen Tagbautunnel, der seinerzeit gebaut wurde, um die Gleise vor Steinschlag zu schützen. Das SBB Projekt besteht in einem Neubau einer breiteren (+ 2,5 Meter) und höheren (+ 2 Meter) Struktur um den alten Tunnel herum. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen.
In einer ersten Phase werden rund 7000 Kubikmeter Erde über dem alten Tunnelgewölbe entfernt. Ab Sommer 2016 werden 12 Meter lange Pfähle auf beiden Seiten des Bauwerks in den Boden eingetrieben. Diese Pfähle bilden die Wände des neuen Tunnels und das Fundament für das Gewölbe, das ab Ende 2016 errichtet wird.
Nach dem Bau des neuen Gewölbes wird die SBB den alten Tunnel in einer Blitzaktion am Wochenende vom 22. und 23. April 2017 abbrechen. Danach deckt sie das neue Gewölbe wieder mit Erde, um das ursprüngliche Erscheinungsbild des Standorts wiederherzustellen.
Der Abschluss der Arbeiten ist im Herbst 2017 vorgesehen, und das Budget beläuft sich auf rund 10 Millionen Franken. Ein Teil der Arbeiten wird nachts stattfinden. Die SBB setzt alles daran, die Lärmbelästigungen so gering wie möglich zu halten, und dankt den Anwohnern für ihr Verständnis.
Die Züge verkehren während der Arbeiten normal, ausser am Wochenende der Blitzaktion vom 22. und 23. April 2017. An diesen zwei Tagen wird die Strecke unterbrochen sein, für die Reisenden wird ein Ersatzbusdienst zur Verfügung stehen.
Der Raspille-Tunnel ist einer der beiden Tunnel auf der Simplon-Linie, die die SBB noch für den Verkehr mit Doppelstockzügen zwischen Lausanne und Brig anpassen muss. Der zweite Tunnel liegt in Burier, zwischen Montreux und Vevey. Die Arbeiten am Gobet-Tunnel in Siders und am Saint-Maurice-Tunnel wurden wie geplant im Juni 2015 bzw. im April 2016 abgeschlossen. Ausserdem müssen noch zwölf über die Gleise führende Brücken an das neue Profil angepasst werden. Gemäss Plan soll die Simplon-Linie bis Ende 2018 durchgehend für die Doppelstockzüge befahrbar sein (Pressemeldung SBB, 29.04.16).

RechteckSchweiz: Peter Jedelhauser wird Gesamtprojektleiter von Léman 2030
An der Spitze der beiden Programme «Léman 2030» und Projektorganisation Nord-Süd Achse Gotthard «PONS» kommt es zu personellen Veränderungen. Peter Jedelhauser, derzeitiger Leiter PONS und damit verantwortlich für die Inbetriebnahme des Jahrhundertbauwerks Gotthardtunnel, übernimmt im Herbst 2016 die Leitung des Programms Léman 2030. Der genaue Zeitpunkt des Übertritts ist noch offen. Sein Nachfolger wird Daniel Salzmann, der heute bereits das Projekt «4-Meter-Korridor» führt.
Im Herbst 2016 übernimmt Peter Jedelhauser die Leitung des Programms Léman 2030, mit dem die SBB bis ins Jahr 2030 die Anzahl Sitzplätze in den Zügen zwischen Lausanne und Genf verdoppelt. Der genaue Zeitpunkt der Übernahme wird derzeit geklärt. Peter Jedelhauser tritt die Nachfolge von René Leutwyler an, der sich nach rund einem Jahr entschieden hat, die Leitung des Grossprojekts Léman 2030 per Ende April 2016 abzugeben und sich neu zu orientieren. Das Projekt wird in der Übergangsphase interimistisch durch Hugo Inglin und Bernard Pittet geleitet.
Mit der Leitung von Léman 2030 übernimmt Peter Jedelhauser die Programmleitung eines der wichtigsten Ausbauvorhaben der SBB. Der diplomierte Bauingenieur ETH leitet seit April 2011 die Projektorganisation Nord-Süd Achse Gotthard PONS. Nachfolger von Peter Jedelhauser als Leiter PONS wird Daniel Salzmann. Der diplomierte Bauingenieur ETH arbeitet seit 2001 bei der SBB und übernahm 2014 die Gesamtprojektleitung des 4-Meter-Korridors auf der Nord-Süd Achse. Seit Anfang 2016 ist Daniel Salzmann zudem für die Projekte auf den Zulaufstrecken zum Gotthard- und Ceneri-Tunnel verantwortlich (Pressemeldung SBB, 29.04.16).

RechteckSchweiz: SBB öffnet schrittweise den Zugang auf ihre Daten
Um den innovativen und attraktiven öV in der Schweiz weiter zu fördern und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des hiesigen Wirtschaftsstandorts zu stärken, teilt die SBB zunehmend ihre Daten mit Dritten. Sie will die Kreativität innovativer Marktteilnehmer mittels einer Open-Data-Plattform unterstützen, um das Angebot im öV noch kundenfreundlicher und attraktiver zu gestalten.
Die SBB öffnet im Kontext ihrer Digitalisierungsstrategie schrittweise den Zugriff auf bestimmte, unternehmenseigene Daten und teilt diese aktiv mit Dritten. Das Ziel ist es, innovative Marktteilnehmer bei der Entwicklung kreativer Informations- und Serviceangebote zu unterstützen und so den öffentlichen Verkehr in der Schweiz für die Bahnreisenden noch attraktiver zu gestalten.
Folgende Daten dieser Kategorie stehen per sofort auf der Open-Data-Plattform derSBB zur Verfügung: Verkehrsstatistik, Anlagedaten der Haltestellen, Formationen des Rollmaterials, Services und Geschäfte an Bahnhöfen, Passagierfrequenzen anden Bahnhöfen und die Auflistung der Züge je Streckenabschnitt.
b Ende Jahr wird die SBB zudem die Fahrplandaten angereichert mit Echtzeitdatengemeinsam mit den Transportunternehmen des öV Schweiz auf einer separatenOpen-Data-Plattform öffentlich zur Verfügung stellen. Diese Plattform befindet sichzurzeit im Aufbau. Sie wird alle verfügbaren Daten zu den effektiven Ankunfts- undAbfahrtszeiten für das gesamte öV-Streckennetz der Schweiz enthalten, inklusivealler Verspätungen, Gleisänderungen oder Fahrwegänderungen.
Die SBB will durch die Weitergabe möglichst vieler Daten dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeitdes Wirtschaftsstandortes Schweiz zu fördern. Echte Innovationensollen nicht nur im Silicon Valley entstehen, sondern auch in der Schweiz. Datenwissenschaftenund Crowd-Sourcing bieten dafür eine wichtige Basis (Pressemeldung SBB, 29.04.16).

RechteckSchweiz: ZFV wird neuer Caterer der SBB.
Die Personalrestaurants der SBB werden ab 2017 neu durch den ZFV geführt. Das Zürcher Traditionsunternehmen überzeugte in der öffentlichen Ausschreibung mit hoher Qualität und dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Der ZFV löst nach sieben Jahren die SV Group ab.
Der laufende Vertrag der SBB mit der SV Group über die Betriebsführung der SBB Personalrestaurants läuft nach sieben Jahren auf Ende 2016 aus. Die SBB hat deshalb das Catering für ihre Personalverpflegung öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag für die nächsten fünf Jahre erhält der ZFV. Ab 1.1.2017 führt der ZFV alle 23 bestehenden SBB Personalrestaurants, mit Ausnahme des Personalrestaurants «Oase» im Hauptbahnhof Zürich. Auch die zwei in Planung stehenden Personalrestaurants in Bern Wankdorf und Renens wird der ZFV betreiben. Alle Mitarbeitenden der SV Group, die heute in den SBB Personalrestaurants arbeiten, werden vom ZFV zu gleichen Bedingungen gemäss OR 333 übernommen.
Erklärtes Ziel der SBB ist es, den Mitarbeitenden auch in Zukunft das bestmögliche Verpflegungsangebot zu bieten und die hohe Qualität weiter zu steigern. Die SBB legt grossen Wert darauf, dass sich ihre Mitarbeitenden gesund und ausgewogen ernähren können - zu einem günstigen Preis. Auch Innovation und Nachhaltigkeit sind der SBB wichtig.
Das Angebot des ZFV überzeugte mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, einem konstant hohen Qualitätsanspruch zu einem konkurrenzfähigen Preis, sehr guten Referenzen, hoher Transparenz in der Betriebsführung und grossem Engagement der Unternehmensleitung.
Gemäss öffentlichem Beschaffungsrecht schreibt die SBB alle Rahmenverträge mit strategischen Partnern regelmässig aus. Die Ausschreibung für das Personalcatering erfolgte im vierten Quartal 2015 auf SIMAP. Von der aktuellen Ausschreibung ausgenommen war die Betriebsführung des Personalrestaurants «Oase» im Hauptbahnhof Zürich. Diese Lokalität wird im 2017 saniert. Die Ausschreibung der Betriebsführung erfolgt im Herbst 2016.
Der ZFV (ursprünglicher Name: Zürcher Frauenverein) ist ein breit aufgestellter Caterer mit Sitz in Zürich, betreibt schweizweit etliche öffentliche Restaurants, die Sorell-Hotelgruppe, die Bäckereikette Kleiner und hält ein Immobilienportfolio (Pressemeldung SBB, 29.04.16).

Übersee

RechteckKanada: Der Himmel klärt sich über Bombardier
Leise zerstreuen sich die Wolken über Bombardier. Bombardier hat am 28.04.16 den Verkauf von 75 Flugzeugen CS100 durch Delta Airlines bestätigt. Es bestehen Optionen auf 50 weitere Flugzeuge. Der Auftrag umfasst einen Wert von bis zu 5,6 Mrd. USD.
Dies ist der größte jemals erhaltene Auftrag der Flugzeug-Abteilung des kanadischen Herstellers. Die Auslieferung der 110-sitzigen Flugzeuge beginnt im Jahr 2018.
Leider bringt der Verkaufserfolg der Flugzeugsparte keine Entlastung für bombardier Transportation. Hier erzeugt die Geschäftsführung ein mulmiges Gefühl von Arbeitsplatzabbau und Sparmaßnahmen (WKZ, Quelle La Presse, 29.04.16).

Probeabo


Probeabo nur 10 Euro
Probeabo:
3 Hefte nur 10 Euro


Specials


Fotoerlaubnis D


Fotoerlaubnis UK


Aktuelle Angebote


Bahnbetriebswerk Pasewalk

Mit der Straßenbahn
durch das
Berlin der 60er Jahre


LOK Report Reiseführer

Europa Reiseführer 2016/2017