LOK Report - Nachrichtenmagazin fuer Eisenbahnfreunde
  English Introduction ImpressumRedaktionKontakt
   
Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

LOK Report – Freitag, 24.03.17

Schicken Sie eine Meldung

TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Wieder deutlich schwarze Zahlen
für die Deutsche Bahn

Absatzlinie
Vosslohs Konzentration auf
Bahninfrastruktur schreitet voran

Absatzlinie
SNCB schafft VIP-Tickets ab

Absatzlinie
Ab 2020 Stundentakt
Tondern-Niebüll möglich

Absatzlinie

Sicherheit von Trafikverket
muss verbessert werden

Absatzlinie
Zugentgleisung Luzern
Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jan Krehl

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Konzernabschluss Deutsche Bahn

RechteckDeutsche Bahn: Wieder deutlich schwarze Zahlen

Mit einem erneuten Passagierrekord im Fernverkehr und einem Gewinnsprung ist die Deutsche Bahn AG im Geschäftsjahr 2016 wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit 139 Millionen Fahrgästen im Fernverkehr konnte das Ergebnis des Vorjahres nochmals um 7,1 Millionen (+ 5,4 Prozent) gesteigert werden. Zudem ging eine deutlich verbesserte Pünktlichkeit im Fernverkehr (+4,5 Prozentpunkte) einher mit einer höheren Kundenzufriedenheit.
"Unsere Maßnahmen für mehr Pünktlichkeit, Sauberkeit und eine bessere Information unserer Reisenden im Rahmen des Qualitätsprogramms Zukunft Bahn zeigen spürbare Wirkung", zeigte sich der neue DB-Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz erfreut über die positive Entwicklung. Lutz weiter: "Zugleich haben wir mit einem operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) von mehr als 1,9 Milliarden Euro einen Wert erzielt, der sowohl über der Planung als auch mit mehr als 10 Prozent deutlich über dem Vorjahr liegt. Auch bei unseren internationalen Geschäften konnten wir weiteres Wachstum generieren. 2016 war daher für die Deutsche Bahn ein gutes Jahr."
Der Umsatz der DB erhöhte sich im Jahr 2016 um 108 Millionen (+0,3 Prozent) auf 40,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT bereinigt) stieg um 187 Millionen Euro (+10,6 Prozent) auf 1,95 Milliarden Euro. Die Brutto-Investitionen erhöhten sich um 166 Millionen Euro (+1,8 Prozent) auf 9,5 Milliarden Euro. Bei den Netto-Finanzschulden ergab sich im Geschäftsjahr 2016 nur ein leichter Anstieg um 133 Millionen (+0,8 Prozent) auf 17,6 Milliarden Euro. Verschuldungssenkende Effekte resultierten dabei aus der Entwicklung des Britischen Pfunds sowie vor allem aus Investitionen, die entgegen der ursprünglichen Planung jetzt erst 2017 zu Buche schlagen.
Verkehr: Insgesamt reisten im Jahr 2016 europaweit 4,4 Milliarden Fahrgäste mit den Zügen und Bussen der DB, 81 Millionen (+1,9 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Im Schienenpersonenverkehr in Deutschland erhöhte sich die Fahrgastzahl um 7 Millionen auf mehr als 2 Milliarden, wobei dem Anstieg beim Fernverkehr konstante Fahrgastzahlen bei DB Regio gegenüberstanden.
Auch dank des Gewinns großer Verkehrsverträge in Großbritannien und den Niederlanden konnte DB Arriva im Jahr 2016 die Zahl der Fahrgäste um 98 Millionen auf 1,76 Milliarden Reisende erhöhen (+5,9 Prozent). Der Marktanteil von DB Arriva im britischen Schienenverkehrsmarkt stieg sogar von 14 auf 23 Prozent.
Die Verkehrsleistung beim Schienengüterverkehr ging um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 94,7 Milliarden Tonnenkilometer (tkm) zurück. Mit einem umfassenden Konzept zur Neuausrichtung ist DB Cargo derzeit dabei, wieder nachhaltig in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Infrastruktur: Mehr Verkehr auf der Schiene sorgte 2016 für einen Anstieg der Betriebsleistung auf dem Netz um 1,3 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 1,07 Milliarden Trassenkilometer (trkm). Der Anteil der konzernexternen Bahnen erhöhte sich weiter auf erstmals 30 Prozent. Entsprechend stieg auch die Zahl der Stationshalte an den Personenbahnhöfen der DB um 1,1 Prozent. Hier erreichte der Anteil der konzernexternen Bahnen 35,3 Prozent
(+12,4 Prozent).
Spedition und Logistik: Durchgängig positiv entwickelten sich die Geschäfte bei DB Schenker. So erhöhte sich die Zahl der Sendungen im europäischen Landverkehr um 0,3 Prozent, das Luftfrachtvolumen stieg um 4,5 Prozent. Beim Seefrachtvolumen gab es einen Anstieg um 3,3 Prozent, die Kontraktlogistik verzeichnete ein Umsatzplus von 7 Prozent (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.03.17).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Bahn braucht Innovationsstrategie
Zur heutigen Bilanzpressekonferenz der bundeseigenen Deutsche Bahn AG erklärt Matthias Gastel (Grüne), Sprecher für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion:
"Die Deutsche Bahn braucht eine Innovationsstrategie. Bei den gewaltigen Veränderungen in der Mobilitätsbranche erwarte ich, dass der Leitanbieter in Deutschland auf die Überholspur kommt. Um eine Digitalisierungsstrategie in den nächsten Jahren zu finanzieren, sollte der Konzern eine Veräußerung der Speditionstochter Schenker in Angriff nehmen und die Erlöse hierfür einsetzen. Kein Mensch versteht, weshalb der Bund eine staatliche Lkw-Spedition hält, die dem eigenen Kerngeschäft unnötig Konkurrenz verschafft.
Der Aufschwung im Fernverkehr zeigt, dass die Deutsche Bahn erfolgreich sein kann, wenn sie Großstädte und touristische Ziele wieder im Fernverkehr anfährt. Die Deutsche Bahn ist gut beraten, wenn sie weitere Städte in ihr Fernverkehrsnetz aufnimmt. Bei der Güterbahn braucht es eine Neuaufstellung des Geschäftsmodells. Automatisiertes Rangieren muss zum Standard im Schienengüterverkehr werden. Hier ist eine Innovationsstrategie am drängendsten.
Ich erwarte, dass die gestiegenen Einnahmen aus den Trassenentgelten angesichts der jetzt nicht mehr zu zahlenden Dividende an den Bund voll ins Netz investiert werden. Nur so bekommen wir die Engpässe schrittweise beseitigt. Bei den dringend notwendigen Investitionen ins marode Schienennetz darf sich der Konzern nicht auf staatliche Mittel verlassen. Der Konzern muss mit Eigenmitteln auch seinen Beitrag zu einem besseren Netzzustand leisten. Das Baustellenmanagement darf dabei nicht zu Lasten der Kunden gehen." (Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen, 24.03.17).

RechteckVCD: Ernsthafte Krise im Schienengüterverkehr
Das Gesamtergebnis des Konzerns Deutsche Bahn hat sich verbessert, mehr Fahrgäste, mehr Zufriedenheit im Fernverkehr sorgen dafür, doch der Güterverkehr steckt in einer ernsthaften Krise. Diese Faktenlage zeigt, es bleibt viel zu tun auf Seiten des Konzerns sowie auf der Seite der Bundesregierung als Eigentümer der Deutschen Bahn AG.
Matthias Kurzeck, Mitglied des VCD-Bundesvorstands: "Die Antwort auf die Verluste im Schienengüterverkehr darf nicht heißen, weiter streichen und gesundschrumpfen. Das wäre ein völlig falsches Signal und ist hoffentlich nicht der Kern des Konzeptes zur Neuaus-richtung der Güterverkehrssparte. DB Cargo hat beispielweise ein super Einzelwagen-Netz. Dessen Potentiale werden bislang nicht ausgeschöpft. Kleinere Eisenbahnunternehmen würden ihre einzelnen Wagen auf langen Strecken sicher häufiger an DB-Züge anhängen, wenn DB Cargo diesen Dienst kostengünstiger anbietet."
Nicht alle Probleme der DB AG sind jedoch hausgemacht. Vor allem mit Blick auf die Klimaziele Deutschlands muss die Bundesregierung endlich die Weichen im Verkehrsbereich neu stellen. Die Schiene insgesamt leidet unter erheblichen Wettbewerbsnachteilen. Die Bundesregierung ist hier aufgerufen, den ungleichen Kampf um die Container mit dem Lkw zu beenden.
Philipp Kosok, Referent für Verkehrspolitik beim VCD: "Statt Gigalinern den Weg zu ebnen und damit das Wachstum auf der Straße zu fördern, sollten die Wettbewerbsnachteile der Schiene aufgehoben werden. Eine Halbierung der Schienenmaut würde dem gesamten Schienengüterverkehr einen deutlichen Schwung geben. Dafür muss die Bundesregierung endlich sorgen."
Die Schaffung der zusätzlichen Ressorts "Digitales & Technik" sowie "Güterverkehr & Logistik" auf Vorstandsebene, sieht der VCD als folgerichtig an: Der Güterverkehr ist das Sorgenkind des Konzerns. Er muss dringend wieder auf Wachstumskurs gebracht werden. Nutzt die DB AG die Chancen der Digitalisierung, kann sie zum Innovationstreiber für nachhaltigen Verkehr werden und ihr Verkehrsangebot für alle Fahrgäste weiter verbessern (Pressemeldung VCD, 24.03.17).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckGDL: Neuer DB-Vorstand kennt das Geschäft
"Richard Lutz versteht sein Geschäft." Mit diesen Worten kommentierte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky die heutige Bestellung des neuen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn durch den Aufsichtsrat. Der 52-jährige Betriebswirt arbeitet schon seit der Privatisierung für die DB, seit 2014 als Vorstand "Finanzen und Controlling".
Die Verträge für Berthold Huber (Vorstand Personenverkehr) und Ronald Pofalla (Vorstand Infrastruktur) wurden ebenfalls um fünf Jahre verlängert. "Deren Fünf-Jahres-Verträge sorgen für die Kontinuität, die der Konzern dringend benötigt, damit der Schienenverkehr auf Vordermann gebracht werden kann", so der GDL-Bundesvorsitzende.
Das Schlichtungsergebnis zeigt, dass die GDL als Sozial- und Tarifpartner für einen sicheren und zuverlässigen Schienenverkehr steht. Weselsky: "Mit dem heutigen einstimmigen Beschluss der Bundestarifkommission wurde der Grundstein für eine wesentlich verbesserte Tarif- und Sozialpartnerschaft gelegt. Nun gilt es, den Neuanfang gemeinsam zu gestalten."
Die Restrukturierung der gesamten Infrastruktur steht dabei im Vordergrund. Die derzeitige Unternehmemsstruktur mit DB Netz Station & Service, DB Energie und den Werkstätten in getrennten Aktiengesellschaften ist das Ergebnis eines von Mehdorn verfehlten Börsenganges. Nur mit einer funktionierenden gestärkten Infrastruktur, die keine Gewinne erzielen muss, ist es möglich sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr den Gemeinwohlauftrag tatsächlich umzusetzen. Dazu gehört auch die schnellstmögliche Einführung eines integralen Taktfahrplanes zur exzellenten Vernetzung des gesamten öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs.
"Das Tarifergebnis wertet die Berufe des Zugpersonals deutlich auf und ist geeignet, den gravierenden Personalmangel zu mildern", so Weselsky (Pressemeldung GDL, 24.03.17).

Anzeige

Tanago

Industrie

RechteckVossloh: Konzentration auf Bahninfrastruktur schreitet voran
Vossloh ist bei der Transformation zu einem rein auf Bahninfrastruktur fokussierten Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 weiter vorangekommen. Nach Unterzeichnung des Veräußerungsvertrags im Dezember 2016 wurde der Verkauf des Geschäftsfelds Electrical Systems Ende Januar 2017 vollzogen. Ebenfalls im Januar hat Vossloh seine Marktposition im Fokusmarkt USA mit dem Abschluss der Übernahme von Rocla Concrete Tie, dem führenden Betonschwellenhersteller Nordamerikas, erheblich gestärkt. Die Aktivitäten von Rocla bilden ab 2017 als "Vossloh Tie Technologies" das zweite Geschäftsfeld im Geschäftsbereich Core Components.
Während die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 931,6 Mio.EUR gesunken sind (Vorjahr: 952,9 Mio.EUR), verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern - EBIT - des Konzerns von 42,3 Mio.EUR im Jahr 2015 auf 50,0 Mio.EUR leicht stärker als erwartet. Die EBIT-Marge übertraf mit 5,4 % (Vorjahr: 4,4 %) den zuletzt kommunizierten Prognosekorridor von 4,5 % bis 5,0 %. Sämtliche Geschäftsbereiche konnten ihre EBIT-Margen im Vergleich zum Vorjahr verbessern, die Verluste im Geschäftsbereich Transportation konnten weiter reduziert werden. Vossloh erzielte die Profitabilitätssteigerungen insbesondere durch eine nachhaltige Fokussierung auf margenstärkere Projekte sowie kontinuierliche Effizienzsteigerung und striktes Kostenmanagement.
Auch die Kapitalstruktur des Vossloh-Konzerns hat sich im Berichtsjahr weiter verbessert: Mit dem erfolgreichen Abschluss der im Juni 2016 durchgeführten Barkapitalerhöhung stieg das Eigenkapital inklusive der Anteile anderer Gesellschafter auf 550,8 Mio.EUR (Vorjahr: 428,7 Mio.EUR). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend auf 40,3 % (Vorjahr: 30,8 %). Die Nettofinanzschuld wurde von 218,6 Mio.EUR am Jahresende 2015 auf 83,9 Mio.EUR zum Stichtag 2016 massiv zurückgeführt. Neben dem Nettomittelzufluss aus der Kapitalerhöhung in Höhe von 123,1 Mio.EUR trug auch der positive Free Cashflow zur Reduzierung der Verschuldung bei.
Im Geschäftsbereich Core Components lagen die Umsätze im Berichtsjahr mit 257,1 Mio.EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 256,6 Mio.EUR). Der Auftragseingang stieg leicht von 251,6 Mio.EUR auf 262,3 Mio.EUR. Das EBIT im Geschäftsbereich verbesserte sich hingegen auf 32,0 Mio.EUR (Vorjahr: 29,2 Mio.EUR). Mit 12,5 % lag die EBIT-Marge bei Core Components über dem Vorjahreswert von 11,4 %. Die Profitabilitätssteigerung war im Wesentlichen durch einen höheren Anteil margenstärkerer Projekte sowie Kostensenkungsmaßnahmen begründet. Der Auftragsbestand am 31. Dezember 2016 belief sich auf 182,8 Mio.EUR (Vorjahr: 177,6 Mio.EUR).
Im Geschäftsbereich Customized Modules verminderten sich die Umsätze vor allem durch die ausgeprägte Nachfrageschwäche im amerikanischen Gütertransportmarkt um 5,9 % auf 492,3 Mio.EUR (Vorjahr: 523,0 Mio.EUR). Das EBIT konnte trotz deutlich geringerer Beiträge aus den USA auf dem Vorjahresniveau von 34,4 Mio.EUR gehalten werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 6,6 % im Geschäftsjahr 2015 auf 7,0 %. Der Auftragseingang lag mit 473,7 Mio.EUR unterhalb des hohen Niveaus im Vorjahr (Vorjahr: 512,0 Mio.EUR). Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich betrug 279,5 Mio.EUR (Vorjahr: 298,1 Mio.EUR).
Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions erhöhten sich die Erlöse im Geschäftsjahr 2016 auf 83,5 Mio.EUR (Vorjahr: 71,7 Mio.EUR). Der Auslandsanteil verbesserte sich dank steigender Umsätze in Nordeuropa und China weiter auf über 40 % (Vorjahr: knapp 30 %). Das EBIT stieg auf 7,0 Mio.EUR (Vorjahr: 5,5 Mio.EUR). Positiv wirkte sich unter anderem die Veräußerung eines HSG-Zuges nach China aus. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 7,7 % im Jahr 2015 auf 8,4 %. Der Auftragseingang wuchs auf 105,0 Mio.EUR (Vorjahr: 69,2 Mio.EUR), insbesondere getragen durch einen mehrjährigen Auftrag zur Schienen-instandhaltung aus Deutschland und mehrere neue Aufträge aus China. Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 verfügte der Geschäftsbereich Lifecycle Solutions über einen Auftragsbestand im Wert von 29,4 Mio.EUR (Vorjahr: 7,8 Mio.EUR).
In dem seit Ende des Jahres 2014 nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Geschäftsbereich Transportation, der nach der Veräußerung des Geschäftsfelds Electrical Systems seit Ende Januar 2017 nur noch aus den Aktivitäten von Vossloh Locomotives in Kiel besteht, lagen die Erlöse im Geschäftsjahr 2016 mit 109,3 Mio.EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 109,6 Mio.EUR). Die umfangreichen Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsprogramme hatten an der Verbesserung des EBIT auf -5,2 Mio.EUR einen erheblichen Anteil (Vorjahr: -7,8 Mio.EUR). Der Auftragseingang bei Vossloh Locomotives hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 116,1 Mio.EUR auf 248,7 Mio.EUR mehr als verdoppelt. Wesentlich hierfür ist der im Juli 2016 gewonnene Großauftrag über 44 dieselelektrische Lokomotiven vom Typ DE 18 im Volumen von rund 140 Mio.EUR. Dementsprechend erhöhte sich auch der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016 auf 238,7 Mio.EUR (Vorjahr: 99,3 Mio.EUR).
Die Gesamtzahl der zum Stichtag 31. Dezember 2016 im Vossloh-Konzern beschäftigten Mitarbeiter ist im Vergleich zum Vorjahr mit 4.051 Mitarbeitern unverändert geblieben. Im Durchschnitt des Jahres 2016 lag die Beschäftigtenzahl bei 4.076 Mitarbeitern (Vorjahr: 4.069 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahlen in den Geschäftsbereichen Customized Modules und Transportation gingen leicht zurück. Bei Core Components war aufgrund der erstmaligen Konsolidierung einer indischen Tochtergesellschaft ein Personalanstieg zu verzeichnen. Auch beim Geschäftsbereich Lifecycle Solutions war parallel zur Ausweitung des Geschäftsvolumens die Mitarbeiteranzahl höher als im Vorjahr.
Für 2017 geht Vossloh nach einem geschäftstypisch verhalten erwarteten Jahresauftakt von einer Umsatzsteigerung auf insgesamt 1,0 Mrd.EUR bis 1,1 Mrd.EUR aus. Das Erlöswachstum wird dabei primär durch die erstmalige Einbeziehung des Geschäftsfelds Tie Technologies getragen werden. Für den Geschäftsbereich Transportation rechnet Vossloh aufgrund der guten Auftragslage mit stark steigenden Umsätzen. Das EBIT wie auch die EBIT-Marge des Konzerns werden sich aus heutiger Sicht 2017 weiter verbessern können. Dabei wird eine leichte Verbesserung der Profitabilität bei Customized Modules angenommen. Die Ertragskraft von Core Components wird, aufgrund der aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen in den USA sowie erwarteter Integrationskosten und negativer Effekte aus der Kaufpreisallokation durch den erstmaligen Einbezug des neuen Geschäftsfelds Tie Technologies, unter dem Wert für 2016 erwartet. Für den Geschäftsbereich Lifecycle Solutions rechnet Vossloh mit stabilen Margen, für den Geschäftsbereich Transportation hingegen mit einer deutlichen Verbesserung der EBIT-Marge und einem auf Gesamtjahressicht erstmals seit vielen Jahren wieder leicht positiven EBIT. Insgesamt geht das Management davon aus, in der aktuellen Portfoliostruktur im Gesamtjahr 2017 eine EBIT-Marge im Konzern zwischen 5,5 % und 6,0 % erreichen zu können (Pressemeldung Vossloh, 24.03.17).

Anzeige

Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: MVG plant weitere Verbesserungen unter Finanzierungsvorbehalt
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat ihre Grobplanung für den Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 vorläufig abgeschlossen. Der nun vorliegende Entwurf sieht erneut Verbesserungen bei U-Bahn, Bus und Tram vor, um die weiter steigenden Fahrgastzahlen zu bewältigen und den Betriebsablauf zu stabilisieren. Die Maßnahmen sind – entsprechend ihrer Dringlichkeit – in Pakete unterteilt.
Paket A ist aufgrund der Nachfrageentwicklung dringend notwendig, Paket B zeitnah erforderlich und Paket C ebenfalls angeraten. Allerdings ist, wie immer in dieser Planungsphase, noch unklar, in welchem Umfang die zusätzlichen Leistungen wann reali-siert werden können. Dazu muss die weitere Kosten-, Nachfrage- und Einnahmenent-wicklung abgewartet werden.
Ferner ist die Umsetzung zum Teil abhängig von der Gewinnung zusätzlichen Fahrpersonals sowie der Fahrzeugverfügbarkeit. Daher stehen alle möglichen Maßnahmen, neben dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung der Genehmigungsbehörde, der-zeit noch unter Finanzierungsvorbehalt.
In den nächsten Tagen beginnt nun die Anhörung der Bezirksausschüsse. Voraussichtlich im Juli wird der Stand der Planungen wie üblich im Stadtrat vorgestellt. Neben diversen Taktverdichtungen in allen drei Betriebszwei-gen sind für 2018 unter anderem folgende Veränderungen in Planung: ein Linienasttausch bei der Tram im Münchner Osten sowie einige neue Bus-Angebote (u.a. Ringschluss in der Innenstadt und Verlängerung X30) (Pressemeldung NVG, 24.03.17).

RechteckHessen: Neues Gutachten bestätigt Wirtschaftlichkeit des Ausbauprojekts S6
Das Ausbauprojekt S6 zwischen Frankfurt West und Friedberg ist wirtschaftlich. Ein neues Gutachten bestätigt: Mit einem Nutzen-Kosten-Indikator von 1,67 ist das Vorhaben weiterhin förderwürdig, da das Ergebnis deutlich über dem Wert von 1,0 liegt. Bund und Land Hessen hatten eine Aktualisierung der bisherigen Untersuchung aufgrund der veränderten Verkehrsentwicklung und der zwischenzeitlich gestiegenen Kosten initiiert. Das vollständige Gutachten ist ab sofort auf der Projektwebsite unter www.s6-frankfurt-friedberg.de abrufbar.
In das jetzt vorliegende Gutachten sind aktuelle Verkehrs- und Bevölkerungsprognosen eingeflossen. Außerdem haben die Gutachter nicht nur die gestiegenen Kosten, sondern auch Verbesserungen bei der Betriebsqualität sowie die Bedeutung des Lärmschutzes berücksichtigt.
Durchgeführt wurde die Untersuchung von der INTRAPLAN Consult GmbH (München) im Auftrag der DB Netz AG als Vorhabenträger. Begleitet wurde sie von einem Arbeitskreis, in dem neben dem Bund und dem Land Hessen auch die Stadt Frankfurt am Main, der Wetteraukreis, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, das Eisenbahn-Bundesamt, HessenMobil sowie die DB Netz AG vertreten waren.
Durch den viergleisigen Ausbau zwischen Frankfurt West und Friedberg erhält der S-Bahn-Verkehr der Linie S6 eigene Gleise, um konfliktfrei vom übrigen Zugverkehr zu fahren, die Pünktlichkeit der Züge zu erhöhen und einen stabilen 15-Minuten-Takt an allen Stationen zu ermöglichen. Das übrige Nahverkehrsangebot kann durch den Ausbau perspektivisch erweitert werden. Auch die Stationen werden modernisiert und mobilitätsgerecht umgebaut. Der Zugang zu den Bahnanlagen wird erleichtert und die Aufenthaltsqualität für die Reisenden spürbar verbessert. Baubeginn für den Abschnitt zwischen Frankfurt West und Bad Vilbel ist im Herbst 2017, der zweite Abschnitt zwischen Bad Vilbel und Friedberg befindet sich noch im Planfeststellungsverfahren.
Der Ausbau der S6 ist Teil des Infrastrukturentwicklungsprogramms Frankfurt RheinMainplus, das gemeinsam vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund und der DB AG vorangetrieben wird (Pressemeldung Deutsche Bahn, 24.03.17).

Anzeige

Farrail Tours

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 24.03.17).

 

Anzeige

LOK Report 4/17

LOK Report Ausgabe 4/17

Das Inhaltsverzeichnis als pdf

Lesen Sie
weitere Informationen

So lernen Sie
den LOK Report kennen:
RechteckBestellen Sie ein kostenloses Probeheft
RechteckDas Probeabo: 3 Hefte für nur Euro 10

Mit der Kamera notiert

RechteckBahnhof Bad Sulza

Der Bahnhof in Bad Sulza wurde zwar modernisiert und mit einer Rampe versehen, aber dieser Rampe fehlt ein Regenschutz. Warum werden bei der Modernisierung von Bahnhöfen/Haltepunkten gute Ideen oft nur halbherzig umgesetzt und es entstehen undurchdachte Lösungen?
Weiterhin gibt es in Bad Sulza am Fahrkartenautomat von Abellio keine Fahrplanauskunft, so wie bei den Fahrkartenautomaten von DB Region. Dieser Mangel ist seit Einführung der Automaten bekannt, aber bisher änderte sich nichts, zum Unmut der Fahrgäste (JKHalle Verkehrsfotografie - Ralf Kuke, 24.03.17).

RechteckBeia


Die CFR streikte am Donnerstag flächenweise in Rumänien. Betroffen waren unter anderem Städte wie Brasov. So stand auch der internationale Schnellzug ISTER auf einem Provinzbahnhof in Beia fest (JKHalle Verkehrsfotografie - Jan Krehl, 24.03.17).

RechteckBonn Oberkassel

152 040 hatte einen Kistenzug am Haken Richtung Gremberg (Martin Wehmeyer, 24.03.17).

RechteckPlauen

Am 23.03.17 fuhr 241 697-2 (SBW) mit einem Sandzug von Kayna nach Heilbronn. Hier ist der Zug bei Plauen/V. zu sehen. Dann schaffte ich den Zug in Mehltheuer nocheinmal, er wechselte hier auf das Gegengleis (Alexander Hertel, 24.03.17).

RechteckPraha-Malešice




Am 20. März ging ich über die stillgelegte (ca 4 Km) Strecke Praha-Žižkov Güterbahnhof - Praha Malešice. Die Strecke wurde im Jahre 1939 geöffnet. Der Bahnhof Praha Malešice wurde im Jahre 1919 geöffnet, aber nur für Güter. Von ihm führen Strecken in vier Richtungen weiter: nach Praha-Běchovice seit 1939, nach Praha-Libeň (Lieben Oberer Bhf) seit 1919, nach Praha Vršovice seit 1914 und 1919 und nach Praha Hostivař seit 1939. Von 1936 bis 2016 ging es auch zum GüterBhf Praha-Žižkov. An der Strecke Malešice - Libeň befindet sich ein Tunel, der zwischen 1914 bis 1919 erbaut wurde.
Die Fotos zeigen: Stillgelegte Strecke Žižkov - Malešice mit Viadukt, die drei Strecken nach Žižkov, Libeň und rechts Běchovice, den Bhf Malešice, einen Containerzug in Malešice, PKW Wartburg mit Zement-Mischmaschiene vor dem Bhf Malešice und das Grab des Architekten des Prager Hauptbahnhofs Josef Fanta (1856-1954) im Zentral-Friedhof Praha-Olšany (Martin Kubík, 24.03.17).

RechteckRosenheim - Mühldorf





Entlang der Strecke Rosenheim - Mühldorf zeigen sich die Bahnhofsgebäude in traditioneller bayrischer Würfelbauart, je nach Zeitpunkt ihres "Upgradings" mit Zubau und zum roten "Portal" ausgestaltetem Fahrkartenautomaten wie in Schechen. Rott am Inn befindet sich in Sanierung (GK, 24.03.17).

RechteckToruń




Anfang März war ich ein paar Tage in Torun. Es ist eine schöne, sehr alte Stadt an der Wisła. Hier fahren 5 Linien auf der Spurweite von 1000 mm. In den letzten Jahren wurden mehrere neue Straßenbahnen gekauft, und auch neue Linien gebaut. Das ganze Straßenbahnnetz wird modernisiert und entwickelt (Ryszard Rusak, 24.03.17).

RechteckTreuchtlingen

Als DGS43851 war am Sonntag die neue und farblich prägende TXL-Lok 193 640 von (Buna Werke)-Halle nach Lugo Terminal in Italien unterwegs. In Fachkreisen ist dieser Zug auch als Vecchi Zeroni-Zug bekannt. Erwartet wurde der Zug am Sonntag um 14:41Uhr zwischen Treuchtlingen und Möhren (Mariusz Dolinski, 24.03.17).

Anzeige

LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8
• Band 6: Die Linien 44, 47 und 49 ISBN 978-3-935909-36-5

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckBelgien: SNCB schafft VIP-Tickets ab
Mit dem Antritt der neuen CEO Sophie Dutordoir hat die belgische Staatsbahn SNCB einem Bericht der Zeitung La Libre zufolge ihre sogenannten VIP-Tickets abgeschafft. Dies sind für Europa gültige internationale Freitickets, die an Mitglieder des Verwaltungsrats, Ehrendirektoren und deren Ehepartnern gegeben wurden.
Die Zeitung war in der Lage, die Auflistung aller "VIP-Tickets" für die Jahre 2014, 2015 und 2016 zu erhalten. Insgesamt kosteten die Bahnreisen der Verwaltungsratsmitglieder außerhalb Belgiens die SNCB 57.364 Euro über drei Jahre.
Besonders gerne fuhren die Verwaltungsratsmitglieder in den Süden von Frankreich, aber auch nach Paris oder London. Eddy Bruyninckx, der Geschäftsführer des Hafens von Antwerpen, fuhr mit den VIP-Tickets der SNCB jeden Winter, manchmal auch begleitet, in den berühmten Skiort Davos in der Schweiz. Die Kosten für die SNCB: 933,2 Euro im Jahr 2016, 922,8 Euro im Jahr 2015, 2.232,8 Euro im Jahr 2014 (hier fuhr er zweimal nach Davos) (WKZ, Quelle La Libre, 24.03.17).

RechteckDänemark: Ab 2020 Stundentakt Tondern-Niebüll möglich

Von Bahnhof in Tondern könnten künftig mehr Züge nach Niebüll fahren. Vor allem in den frühen Morgenstunden und abends reicht das Angebot nicht aus. Foto Volker Heesch.
Seit der Wiedereröffnung der Bahnstrecke Tondern - Niebüll im Jahr 2000 haben immer mehr Reisende die grenzüberschreitende Westküstenverbindung genutzt. Mit 85.000 Reisenden wurde 2016 einer neuer Rekord erreicht. Im für den regionalen Zugverkehr zuständigen Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) laufen Planungen, das Verkehrsangebot zwischen Tondern und Niebüll ab 2020 auszubauen.
"Es wird ein Stundentakt und die Erhöhung der Reisegeschwindigkeit auf 120 Stundenkilometer angepeilt", so Ingo Dewald, Geschäftsführer der Norddeutschen Eisenbahngesellschaft (NEG) Niebüll, der Eigentümerin der Strecke zwischen Niebüll und der Grenze bei Tondern, auf der bisher im Zweistundentakt täglich zehn bis zwölf Züge der Privatbahn Arriva verkehren, die bei früheren Ausschreibungen mit der Bedienung der Linie Esbjerg-Bramming-Tondern-Niebüll beauftragt worden ist.
"Das grenzüberschreitende Verkehrsangebot im Bahnverkehr könnte mit relativ geringen Mitteln verbessert werden", so Dewald, der darauf hinweist, dass zusammen mit der geplanten Modernisierung der Bahn zwischen Tondern und Bramming das grenzüberschreitende Verkehrsangebot vor allem für Berufspendler und Touristen deutlich attraktiver werden würde. Bis zu 20 Zugpaare täglich seien möglich.
Der transportpolitische Sprecher der Venstre-Folketingsfraktion, Kristian Pihl Lorentzen, nennt die Initiative in Schleswig-Holstein interessant. "Es sind Gespräche nötig. Das Thema sollte in der deutsch-dänischen Verkehrskommission zur Sprache kommen", so Pihl Lorentzen, der eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs begrüßt. Er verweist auf die bevorstehende dänische Ausschreibung des Betriebs der Westküstenbahn, die bis 2020 einen Ausbau des Angebots einschließen könnte (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 24.03.17).

RechteckFrankreich: STIF bewilligt 2017 1,6 Mrd. Euro für Rollmaterial
Das am 22.03.17 von Valérie Pécresse vorgestellte Budget 2017 soll für den Verkehrs-verbund Stif für Paris und die Île-de-France das zweite Jahr in Folge die "Revolution im Transportwesen" fortsetzen. Die Verbesserungsmaßnahmen umfassen neue Angebote in Höhe von 100 Mio. Euro und 1,6 Mrd. Euro (+34%) Investitionen für den Kauf und die Sanierung von Rollmaterial.
Dies ist der erste Haushalt, der Fördermaßnahmen zum Erhalt eines Einheitstarifs für den Navigo-Pass enthält (Erhöhung der Transportsteuer auf 200 Mio. Euro/Jahr, 100 Mio. Euro aus der Energieverbrauchssteuer TICPE, zusätzliche Tarifeinnahmen durch Maßnahmen gegen Betrug).
Trotzdem müssen die Preise sowohl für den Navigo-Pass als auch für den Schüler- und Studententarif Imagine R (+2,5 %) angehoben werden. Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, hat dies kritisiert.
Die Umsatzprognosen für 2017 sehen Einnahmen von 6.347 Mrd. Euro vor (ohne Tarifeinnahmen). Darüber hinaus sollen sich die jährlichen Betriebskosten im Jahr 2017 um 0,4% auf 5,719 Mrd. Euro verringern.
Die neuen Verkehrsangebote umfassen:
• Bus (Grand Paris du Bus mit 60 Mio. Euro, Nachtverbindungen Plan Noctilien, Transport auf Anforderung TAD)
• Tram (Tram 11 Express Epinay-sur-Seine - le Bourget im Juli 2017.)
• Bahn (Pünktlichkeit, Ersatzangebote für Bauarbeiten auf den Linien A und C)
Die Investitionen in das Rollmaterial umfassen:
• Bus (94 Mio. Euro, darunter Elektrobusse)
• Bahn (Régio 2N, Franciliens, RER NG, MI09, Ausleihe von Fahrzeugen anderer Regionen)
• Tram (Dualis für Tram 4, Tram 11 Express und Tram 12 Express, Wagen für Tram 3 Porte d'Asnières, Tram 5 und Tram 9)
• Metro (MP14, MP05 und MF01 für verschiedene Linien)
(WKZ, Quelle STIF, 24.03.17).

RechteckLitauen: EU-Unterstützung für Rail Baltica auch nach 2020

Der litauische Verkehrsminister Rokas Masiulis hat am Mittwoch (22.03.17) von der Nord-Ostsee-Koordinatorin Catherine Trautmann bei einem Treffen die Zusicherung erhalten, dass die Europäische Kommission daran interessiert ist, das Projekt "Rail Baltica" auch nach 2020 unterstützen zu wollen. Im Mai dieses Jahres plant der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments einen Besuch in Litauen, um sich mit den Fortschritten des Projekts "Rail Baltica" vertraut zu machen.
Der Minister betonte die Fortschritte Litauens bei der Umsetzung des Projektes. Bereits gebaut ist die Strecke von der Grenze zu Polen nach Kaunas in 1435 mm Spurweite, genehmigt der Plan zur Weiterführung von Kaunas zur Staatsgrenze mit Lettland. Litauen hat aus der Fazilität "Connecting Europe" (CEF) bis zum Jahr 2021 etwa 340 Mio. Euro zugesichert bekommen. Je früher die Nutzung für den Güterverkehr möglich ist, desto eher wird nach Ansicht des Ministers die Wirtschaftlichkeit für das Projekt spürbar (WKZ, Quelle Ministry of Transport and Communications, 24.03.17).

RechteckÖsterreich: ARGE ÖVV – Österreichs Öffis unter einem gemeinsamen Dach
Der öffentliche Verkehr in Österreich wird maßgeblich durch die sieben heimischen Verkehrsverbünde gesteuert und geprägt. Diese regionalen Kompetenzzentren stehen für verkehrsplanerisches Know-how und einen lösungsorientierten Zugang zu den Herausforderungen im Öffentlichen Verkehr.
Statt zentralistischer Ineffizienz und bürokratischen Überbau setzen die Verkehrsverbünde auf Nähe zum Kunden und schlanke Strukturen. Dabei wird an einem Strang gezogen, wo es gilt, für überregionale Problemstellungen Lösungen zu erarbeiten und diese zu koordinieren: Die ARGE ÖVV als Zusammenschluss aller österreichischen Verkehrsverbünde bildet das gemeinsame Dach für einen effizienten, kundenfreundlichen Öffentlichen Verkehr in Österreich.
Der erste Zusammenschluss österreichischer Verkehrsverbünde erfolgte bereits 2009 unter dem Namen Kooperationsgemeinschaft der österreichischen Verkehrsverbünde (KGÖVV). Zielsetzung war die mittlerweile erfolgreich umgesetzte Vereinheitlichung der Fahrplandaten und ein gemeinsames Routing unter dem Dach der Verkehrsauskunft Österreich VAO GmbH (VAO). Dank der frühen Initiative können heute alle Verkehrsteilnehmer auf eine einheitliche, multimodale online-Verkehrsauskunft zugreifen, die nicht nur sämtliche Öffi-Fahrpläne berücksichtigt, sondern auch Echtzeitinformationen sowie Mobilitätsdaten anderer Partner wie beispielsweise die Bundesländer, OEAMTC, ASFINAG und ÖBB.
Mit der Gründung der ARGE ÖVV im Jahr 2012 erfolgte der nächste wichtige Koordinierungs-schritt der heimischen Verbünde. Gründungsmitglieder waren: Verkehrsverbund Ost-Region (VOR, Wien, Niederösterreich, Burgenland), Oberösterreichischer Verkehrsverbund (OÖVV), Salzburg Verkehr (SVV), Steirischer Verkehrsverbund (Verbundlinie), Verkehrsverbund Tirol (VVT), Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV). Als Gesellschafter der VAO ist die ARGE ÖVV seit 2015 der Impulsgeber für eine professionelle, einheitliche Verkehrsauskunft für ganz Österreich.
Mit dem Beitritt der Kärntner Linien Anfang 2017 umfasst die ARGE ÖVV nunmehr alle österreichischen Verkehrsverbünde und ist gemeinsamer Ansprechpartner für überregionale Belange im heimischen Personennah- und Regionalverkehr. Das Präsidium setzt sich aus den Geschäftsführern Mag. Wolfgang Schroll (VOR) und Dr. Christian Hillbrand (VVV) zusammen. Die Geschäftsleitung hat Mag. Stefan Mayr inne (Pressemeldung ARGE ÖVV, 24.03.17).

RechteckSchweden: Fortsetzung der Nachtzüge nach Nordschweden
Es wird auch weiterhin zwei Nachtzüge von Stockholm nach Nordschweden (Norrland) und Narvik geben. Das bestehende Abkommen wurde Mitte Dezember von der schwedischen Verkehrsverwaltung Trafikverket für den Zeitraum ab Dezember 2018 für zwei Jahre verlängert. Die derzeitige Regelung betraf den Zeitraum von Juni 2013 bis Dezember 2018 mit einer Option für weitere zwei Jahre.
SJ Norrlandståg wird den Nettovertrag mit einer Summe von 100 Mio. SEK/Jahr ausführen. Während der Vertragslaufzeit werden fünf Speisewagen renoviert und eine Reihe von Wagen mit einem Rollstuhllift ausgestattet.
Die Ankündigung zur Fortsetzung des beauftragten Nachtzgverkehrs wird als Erleichterung für die Tourismusbranche in der Umgebung von Kiruna gesehen. In Abisko, Björkliden und Riksgränsen sei man vom Nachtzugbetrieb abhängig, sagte Daniel Rosenfors von der Tourismusorganisation Kiruna Lapland. Hinzu kamen gestiegene Fahrgastzahlen innerhalb der letzten zwei Jahre.
Die schwedische Verkehrsverwaltung hatte - wie berichtet - drei mögliche Optionen für den weiteren Betrieb ab 2018 untersucht: Weiterführung der aktuellen Vereinbarung mit zwei Zügen in jeder Richtung pro Tag, nur ein Zug in jeder Richtung pro Tag und zwei Züge pro Tag in der Hochsaison und ein Zug während der Nebensaison (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle SJ, Trafikverket, 24.03.17).

RechteckSchweden: Sicherheit von Trafikverket muss verbessert werden
Die Verwaltung der Sicherheit auf der Schiene durch die schwedische Transportbehörde Trafikverket in Schweden muss verbessert werden. Dies hat eine am 21.03.17 veröffentlichte Untersuchung der See- und Luftfahrtabteilung der Regierungsbehörde Transportstyrelsen ergeben.
Die Prüfung hat gezeigt, dass alle Bereiche zur Sicherheit bei Trafikverket verbessert werden können. Dabei muss sich Trafikverket stärker auf die Verwaltung und Überwachung der Wartungsunternehmen fokussieren.
"In der aktuellen Situation sieht Transportstyrelsen aber keine unmittelbare Gefahr zur Verkehrssicherheit auf dem Schienennetz. Aber auf lange Sicht muss Trafikverket die Sicherheitskultur konzentriert verbessern," kommentiert Claes Elgemyr von Transportstyrelsen den ausführlichen Sicherheitsbericht "Utredning av Trafikverkets säkerhetskultur inom järnvägsområdet".
Insbesondere die Dokumentation von Trafikverket gilt als sehr umfangreich und kompliziert geschrieben. Dies führt zu einem Mangel an Klarheit und macht es schwierig für Mitarbeiter und Führungskräfte, zu verstehen, wie Trafikverket die Sicherheit kontrollieren will. Das Know-how der Mitarbeiter überbrückt hier teilweise die Schwächen in der Verwaltung. Aber für neue Mitarbeiter besteht die Notwendigkeit, die Dokumentation und Kontrolle besser zu organisieren.
Viele der Mängel, die die Untersuchung zeigt, sind bereits bekannt. Trafikverket arbeitet derzeit daran, die Sicherheitskultur in vielen Bereichen zu verbessern. Deshalb will Transportstyrelsen zur Zeit auch keine Vorgaben machen, was zu verbessern ist (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle Transportstyrelsen, 24.03.17).

RechteckSchweiz: Weniger als eine Million Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen
Erstmals seit über zwanzig Jahren sank letztes Jahr die Zahl der Lastwagenfahrten durch die Schweizer Alpen unter eine Million: 2016 ging deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 975'000 zurück. Parallel dazu stieg der Marktanteil der Eisenbahn im alpenquerenden Güterverkehr auf 71 Prozent an und erreichte damit den höchsten Wert seit 2001, als mit der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und der schrittweisen Erhöhung der Gewichts-Limite auf 40 Tonnen neue Rahmenbedingungen geschaffen wurden.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat heute den Bericht zum alpenquerenden Güterverkehr im Jahr 2016 veröffentlicht. Er zeigt, dass mit insgesamt 40,4 Millionen Tonnen (+3,7 Prozent) so viele Güter wie nie zuvor durch die Schweizer Alpen befördert wurden. Die Zunahme wurde von der Bahn bewältigt.
Die auf der Schiene transportierte Gütermenge wuchs auf rund 28,6 Millionen Tonnen (+ 6,4 Prozent). Damit setzte sich das seit 2012 laufende Wachstum fort. Grund dafür sind vor allem die Verbesserung der Wirtschaftslage in Deutschland, Italien und Europa generell, die vergleichsweise hohe Verfügbarkeit der Eisenbahninfrastruktur und die Fortführung der flankierenden Massnahmen zur Förderung der Verlagerung.
Das höchste Wachstum verzeichnete wie im Vorjahr die Lötschberg-Simplon-Eisenbahnachse. Die Gotthardachse spielte eine etwas weniger wichtige Rolle, unter anderem weil auf vielen Abschnitten Bauarbeiten zur Realisierung des 4-Meter-Korridors stattfanden. Der reguläre Betrieb im Gotthard-Basistunnel wurde erst im Dezember 2016 aufgenommen.
Der Wagenladungsverkehr wuchs mit 12 Prozent erneut stark. Der Transport von Containern und Sattelaufliegern (unbegleiteter kombinierter Verkehr) legte um gut 5 Prozent zu und prägt den alpenquerenden Schienengüterverkehr mit einem Marktanteil von 63 Prozent weiterhin klar. Die Transporte mit der Rollenden Landstrasse (RoLa) gingen um 6,3 Prozent zurück.
Die Menge der Güter, die per Lastwagen oder Sattelschlepper durch die Schweizer Alpen transportiert wurde, nahm um 2,5 Prozent auf 11,7 Millionen Tonnen ab. Es wurden 975'000 Fahrten schwerer Fahrzeuge verzeichnet. Das sind rund 35'000 oder 3,4 Prozent weniger als 2015.
Die Zahl der Fahrten sank damit auf den Stand, der zuletzt Mitte der 1990er-Jahre erreicht worden war. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Transportaufkommen auf der Strasse damals um fast 50 Prozent geringer war. Wichtigster Alpenübergang im Strassenverkehr bleibt der Gotthard mit einem Anteil von 72 Prozent.
Mit dem Verlagerungsbericht 2015 hat der Bundesrat zusätzliche Massnahmen beschlossen, um die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu fördern: Per Anfang 2017 wurden die LSVA angepasst und den Bahnen ein zeitlich befristeter Nachlass beim Trassenpreis für die Nutzung der Transitstrecken gewährt. Damit wird die vom Volk beschlossene Verkehrsverlagerung konsequent fortgeführt.
Im laufenden Jahr steht der alpenquerende Schienengüterverkehr betrieblich vor grossen Herausforderungen: Die Luino-Strecke auf der Gotthard-Achse wird infolge von Bauarbeiten für den 4-Meter-Korridor sechs Monate gesperrt. Somit sind die Trassenkapazitäten für den Schienengüterverkehr beschränkt und einige der für den alpenquerenden Verkehr bedeutendsten Umschlagsanlagen können nur über Umwege erreicht werden Der Bahnhof Luzern ist voraussichtlich erst ab Montagmorgen Betriebsbeginn wieder vollständig befahrbar. Die Zentralbahn verkehrt ohne Einschränkungen. Die SBB bittet Reisende von und nach Luzern, deutlich mehr Reisezeit einzuberechnen. Der Bahnverkehr in der übrigen Schweiz ist von der Störung nicht betroffen.
(Pressemeldung BAV, 24.03.17).

RechteckSchweiz: Zugentgleisung Luzern

Am Mittwoch um 13.56 Uhr sind zwei Waggons des EuroCity 158 Mailand–Basel von Trenitalia bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern aus den Schienen gesprungen. Die Ursache ist noch unklar. Der vierte Wagen der Zugskomposition des Typs ETR 610 von Trenitalia war zur Seite gekippt und hatte den Bahnstrom unterbrochen. Der Bahnhof Luzern bleibt wegen der umfassenden Reparaturarbeiten bis voraussichtlich Montagfrüh nicht befahrbar. Ausnahme: Die Züge der Zentralbahn verkehren ohne Einschränkungen. Die SBB rät von Reisen von und nach Luzern ab. Ein Busersatzbetrieb mit beschränkten Kapazitäten ist in Betrieb. Es ist mit deutlich längeren Reisezeiten zu rechnen. Die SBB entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten.
An der Fahrleitung, den Gleisanlagen und Kabelkanälen entstanden weitaus grössere Schaden als bisher angenommen. Unter Hochdruck haben mehrere Fachteams der SBB in der Nacht mit Aufgleisungsarbeiten begonnen, die beschädigten Fahrleitungsmasten entfernt und erste Reparaturen ausgeführt. Mittlerweile stehen alle Waggons des verunglückten Zuges wieder auf den Gleisen und der Havariezug wird im Bahnhof parkiert.
Die daraufhin ausgeführten Analysen des Gleisbetts, der Kabelkanäle sowie der Fahrleitungen an der Havariestelle haben massive Schäden zu Tage gebracht. Sie sind grösser als bisher angenommen. Damit die umfangreichen Arbeiten an der beengten Stelle schneller und auch sicher für Mitarbeiter ausgeführt werden können, hat sich die SBB für eine Vollsperre entschieden. Gearbeitet wird bis Montagmorgen rund um die Uhr. Aus diesem Grund rechnen die Fachexperten der SBB mit der vollständigen Inbetriebnahme des Bahnhofs Luzern am Montagmorgen zu Betriebsbeginn. Die SBB bittet die Reisenden um Verständnis.
Die Ursache wird untersucht durch die unabhängige Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (Sust), die Luzerner Behörden sowie Experten der SBB. Wie Sust-Bereichsleiter Christoph Kupper am Donnerstagmittag gegenüber der Schweizerischen Depeschenagentur sagte, liefen die Ermittlungen in verschiedene Richtungen. Derzeit sei noch «alles offen», so Kupper weiter.
Nach ersten Einschätzungen ist durch die Entgleisung des Zuges ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.
Gemäss Polizeiangaben konnten mittlerweile alle Verletzten das Spital nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Präzisiert wurde auch die Zahl der Verletzten: Es handelt sich neu um sechs Personen, nicht um sieben, wie ursprünglich vermeldet. (Pressemeldung SBB, 24.03.17).

Übersee

RechteckGuinea/Mali: Eisenbahn Conakry - Kankan soll reaktiviert werden
Der Verkehrsminister in Guinea, Oyé Guilavogui, hat am 22.03.17 angekündigt, dass die Fortführung der Eisenbahn Conakry - Kindia nach Kankan im Landesinneren mit einer möglichen Verlängerung nach Barmako bald beginnen könnte. Die Machbarkeitsstudie durch ein kanadisches Beratungsunternehmen ist im Gange.
Die geschätzten Kosten für den Bau der Infrastruktur der Bahn Conakry - Kankan mit einer Verlängerung zur malischen Hauptstadt und Anschlüssen der Städte Mandiana und Kérouané an Kankan würden 8 Mrd. USD betragen. Zur Finanzierung sei nach Abschluss der Machbarkeitsstudie die chinesiche Exim-Bank interessiert. Einen tatsächlichen Termin zum Beginn der Arbeiten für den Bau der Infrastruktur und die Inbetriebnahme der Strecke gibt es aber noch nicht.
Der Betrieb auf der Eisenbahn Conakry - Kankan, zu Kolonialzeiten auch Conakry-Niger genannt, wurde 1995 eingestellt und der darauf folgende wilde und systematische Abbau der Schienen erst im Jahr 2005 gestoppt. Seitdem waren alle Versuche, dieses Eisenbahnnetz zu sanieren, gescheitert (WKZ, Quelle Guineenews, 24.03.17).

Probeabo


Probeabo nur 10 Euro
Probeabo:
3 Hefte nur 10 Euro


Specials


Fotoerlaubnis D


Fotoerlaubnis UK


Aktuelle Angebote


Bahnbetriebswerk Pasewalk

Mit der Straßenbahn
durch das
Berlin der 60er Jahre


LOK Report Reiseführer

Europa Reiseführer 2016/2017