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Europäisches Nachrichtenmagazin für Eisenbahnfreunde

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LOK Report – News von Freitag, 03.07.15

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Einigung zum Technischen Teil
des 4. Eisenbahnpakets

Absatzlinie
ApS: Nachbarn hängen Deutsch-
land beim Netzausbau ab

Absatzlinie
VDV: Funktionsfähigkeit deutscher
Verkehrsnetze ist gefährdet

Absatzlinie
IHK fordert bessere Anbindung
für Schleswig-Hostein

Absatzlinie
Zweispuriger Ausbau
Pattburg - Tingleff weiter unklar
Absatzlinie
Neue Zuschläge in Portugal

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Daniel Wolf

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Viertes Eisenbahnpaket

RechteckARAF: Einigung zum Technischen Teil des 4. Eisenbahnpakets
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben am 30. Juni 2015 eine Einigung über den technischen Teil des 4. Eisenbahnpakets erreicht. Diese Gesetze beziehen sich auf die Sicherheit und Interoperabilität der Eisenbahnsysteme in den Mitgliedstaaten. Sie werden vor allem ermöglichen, die Kosten der Verwaltungsverfahren für den Zugang zu europäischen Netzen für Schienenfahrzeuge zu vereinfachen und zu reduzieren.
Demgegenüber ist die politische Seite (Öffnung für den Wettbewerb und Trennung zwischen Infrastrukturbetreibern und etablierten Betreibern) noch in der Diskussion.
Eigentlich sollte das eine nicht ohne das andere gehen: Es ist notwendig, dass die politische Komponente anerkannt wird, um die technische Komponente umsetzen zu können und das vierte Eisenbahnpaket zum Abschluss zu bringen. (WKZ, Quelle ARAF, 03.07.15).

RechteckEVG: Keine Teilung des 4. EU-Eisenbahnpakets
Der sogenannte technische Teil des 4. EU-Eisenbahnpakets ist endverhandelt. Das ist ein Ergebnis der informellen Trilogverhandlungen zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Rat der Verkehrsminister und dem Europäischen Parlament. Dieses Ergebnis wurde nun auch von den Ständigen Vertretern der Mitgliedstaaten in Brüssel bestätigt.
Eine Abstimmung zu diesem Kompromiss im Europäischen Parlament wird es jedoch bis auf weiteres icht geben. Dies hätte eine Abspaltung des technischen Teils bedeutet, was auf den Widerstand des Europäischen Parlaments gestoßen ist. Die EVG kritisiert dieses Vorgehen und favorisiert weiterhin eine Trennung der beiden Teile.
Wir haben uns bereits mehrfach gegen die im politischen Teil enthaltenen Forderungen nach weiterer Marktöffnung und Trennung von Netz und Betrieb ausgesprochen. Aber auch der technische Teil enthält einige Punkte, in denen unsere Forderungen nur bedingt erfüllt wurden.
Als Beispiel sei hier die Kontrollen der Fahr- und Ruhezeiten der Triebfahrzeugführer genannt. Nach bisherigem Kenntnisstand sollen diese, offenbar aus Kostengründen, nicht mittels der von uns geforderten elektronischen Fahrtenschreiber erfolgen. Wie die Kontrolle nun alternativ erfolgen soll, soll zwischen ERA und den Mitgliedstaaten erarbeitet werden. Dieses Verschieben der Kontrollen auf die Zukunft hilft nach unserer Auffassung weder den Beschäftigten noch dem Wettbewerb auf der Schiene.
Als Erfolg können wir verbuchen, dass die Mitgliedstaaten sich verpflichtet haben, den Rahmen für eine Fairnesskultur in den EVUs zu setzen. Ursprünglich wollten die Mitgliedstaaten die Verantwortung dafür ausschließlich in die Unternehmen geben. Das Europäische Parlament hat jedoch auf einem Rechtsrahmen bestanden, da ansonsten in verschiedenen Unternehmen eines Landes unterschiedliche Fairnesskulturen eingeführt worden wären.
Bei dem von uns geforderten Personalübergang bei Betreiberwechsel gibt es bisher noch keine eindeutigen positiven Signale. Kommission und Mitgliedstaaten scheinen sich aber unserer Forderung anzunähern. Hier werden wir weiter den Druck hochhalten. Unter anderem soll es am 8. Oktober eine Mahnwache am Rande der Rats-Verkehrsministerkonferenz geben. Hierüber werden wir zeitnah informieren (Pressemeldung EVG, 03.07.15).

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Nachbarn hängen Deutschland beim Netzausbau ab


Anders als seine europäischen Nachbarn steckt Deutschland seit Jahren zu wenig Geld in sein Schienennetz. Im Vergleich mit ausgewählten europäischen Ländern erreicht Deutschland auch 2014 nur einen der hinteren Ränge im Ranking. Nach Berechnungen der Allianz pro Schiene und der Unternehmensberatung SCI Verkehr kommen die wichtigen europäischen Wirtschaftsnationen auf folgende Pro-Kopf-Summen bei ihren staatlichen Investitionen in die Schieneninfrastruktur: Spitzenreiter Schweiz gab 351 Euro pro Bürger aus, gefolgt von Österreich mit 210 Euro pro Einwohner. Beide Alpenländer sehen für ihre Schienennetze seit Jahren höhere Summen vor als für ihre Straßeninfrastruktur. Doch auch in anderen europäischen Ländern brummt der Netzausbau: Schweden investiert 163 Euro pro Bürger, die Niederlande lassen sich ihr Netz 142 Euro kosten und Großbritannien wendet 110 Euro auf. Italien gibt 82 Euro für die Ertüchtigung der Schiene aus, während Deutschland mit 49 Euro pro Bundesbürger den Anschluss an potente Länder in Europa zu verlieren droht. Unter den betrachteten Ländern investierte im Jahr 2014 lediglich das kriselnde Spanien (35 Euro pro Kopf) weniger in seine Eisenbahninfrastruktur als Deutschland.
"Die mageren Pro-Kopf-Werte zeigen Deutschlands Halbherzigkeit in Richtung nachhaltige Verkehrspolitik", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Donnerstag in Berlin. "Leider zeigt ein Mehrjahresvergleich, dass es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher, sondern um einen langfristigen Trend handelt." Auch der frisch abgeschlossene Vertrag zwischen Bund und Deutscher Bahn für Investitionen in das Bestandsnetz werde daran nichts ändern, sagte Flege. "Die sogenannte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung dürfte ab 2015 zu einem moderaten Plus auf schätzungsweise 57 Euro pro Bürger führen", sagte Flege. Ein verkehrspolitischer Kurswechsel beim Neu- und Ausbau sei damit noch nicht vollzogen. Leider investiere Deutschland seit Jahren deutlich mehr Geld in den Straßenbau als in die Schieneninfrastruktur, kritisierte Flege. "Als Transitländer bereiten die Schweiz und Österreich ihr Eisenbahn-Netz ganz gezielt auf eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene vor, während Deutschland die Chance zu verspielen droht, in Zukunft einen Großteil seines Transit-Verkehrs auf die Schiene zu holen."
Der Allianz pro Schiene-Geschäftsführer forderte eine schnelle Aufstockung der staatlichen Mittel für das deutsche Schienennetz. Die Summe, die in absoluten Zahlen nötig wäre, bezifferte er auf 6,5 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind 80 Euro pro Kopf. "Italienische Verhältnisse sollten wir uns mit dem deutschen Schienennetz schon leisten", sagte Flege.
"Die Schere zwischen dem wachsenden Investitionsbedarf und den tatsächlich geleisteten Investitionen in die Bahninfrastruktur vergrößert sich in unserer aktuellen Untersuchung leider weiter", sagte Maria Leenen von SCI Verkehr. "Dies ist in Anbetracht der großen Herausforderungen an die Qualitätsverbesserung des Systems Schiene geradezu tragisch: Neben dem notwendigen Erhalt des Status Quo unserer Eisenbahninfrastruktur müssen jetzt dringend Investitionen in intelligente Lösungen zur Erhöhung der Kapazität und der Leistungsfähigkeit der bestehenden Netze – gerade in den Ballungsräumen - getätigt werden. Es droht sonst eine folgenschwere Abkopplung des Systems Schiene von den digitalen Selbstverständlichkeiten unserer Zeit. Dabei bietet das System Schiene hervorragende Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung durch die konsequente Nutzung digitaler Technik. Die deutsche Bahntechnik war in der Vergangenheit weltweit führend und ein wichtiger Exportfaktor – wenn unser Bahnsystem den Anschluss an die moderne Welt verliert, wird dies nicht nur verkehrspolitische, sondern auch industriepolitische Folgen haben", sagte Leenen (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 03.07.15).

RechteckVDV: Funktionsfähigkeit deutscher Verkehrsnetze ist gefährdet
Der Wissenschaftliche Beirat beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) beobachtet mit größter Sorge den zunehmenden Nachholbedarf bei der Erneuerung der deutschen Verkehrsnetze. In einem heute veröffentlichten Memorandum zur Verkehrs(infrastruktur)finanzierung sehen die Wissenschaftler vor allem die Verkehrsangebote in den Städten, Gemeinden und Regionen zunehmend in ihrer Funktionsfähigkeit gefährdet. "Die kommunale Infrastruktur ist für das Funktionieren der Städte sowie die Verknüpfung überörtlicher Netze notwendig und muss erhalten, erneuert und weiterentwickelt werden. Die Entwicklung von Verkehrsinfrastruktur und -angeboten ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Eine länder- und regionsübergreifende Einheitlichkeit der Finanzierung lässt sich am besten durch zweckgebundene Mittel erreichen", so Prof. Dr. Thomas Siefer, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats beim VDV.
Das zweiseitige Memorandum definiert unter anderem die Rahmenbedingungen, unter denen die Verkehrsnetze- und -angebote in Deutschland heute existieren. Dabei stellen die Wissenschaftler vor allem die Relevanz von funktionierenden Verkehrsnetzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die Mobilität der hier lebenden Bevölkerung heraus: "Wir laufen in Deutschland Gefahr, unseren Wettbewerbsvorteil einer gut ausgebauten und funktionierenden Verkehrsinfrastruktur zu verspielen. So gilt der öffentliche Nahverkehr hierzulande beispielsweise als vorbildlich, aber dessen Infrastruktur kommt in die Jahre und muss dringend an neue technische Anforderungen angepasst werden. Wir sind beim Aufbau der kommunalen Infrastruktur bislang mit an klaren Zielen ausgerichteten Förderkulissen, wie dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, sehr gut gefahren. Eine auf Zukunftsaufgaben ausgerichtete Fortschreibung dieser erfolgreichen Gesetze ist deshalb notwendig", erklärt Prof. Dr. Felix Huber, stellvertretender Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats.
Weitere Förderung ist trotz Schuldenbremse und Föderalismusreform dringend geboten
Das Gremium, dem namhafte Verkehrsexperten angehören, fordert die Politik auf, trotz aller vermeintlich entgegenstehenden Regelungen wie beispielsweise der Schuldenbremse oder der Neuregelung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen die Verkehrsnetze in Deutschland auch künftig weiterhin finanziell ausreichend zu unterstützen. "Ein Entfall beispielsweise der GVFG- oder Entflechtungsmittel würde die Städte in ihrer Funktion als wichtige Verkehrsknoten bedrohen. Darüber hinaus müssen aus diesen Mitteln auch zunehmend neue Aufgaben wie die Sicherung der Barrierefreiheit finanziert werden. Deshalb sind die Finanzmittel von Bund und Ländern auch künftig eine entscheidende Finanzierungssäule für funktionierende Verkehrsnetze und -angebote in Deutschland", so Prof Dr. Klaus J. Beckmann abschließend (Pressemeldung VDV, 03.07.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBayern: Tunneldurchschlag für eine zweite Röhre des Burgbergtunnels in Erlangen
Feierlich begangen wurde am Donnerstag der Tunneldurchschlag für eine zweite Röhre des Burgbergtunnels in Erlangen. Mit Hilfe einer Sprengung und eines Baggers erschien am Südportal das Licht nach etwa 300 Metern Vortrieb durch den Berg.
Neben dem ersten Bayerischen Bahntunnel von 1844 ist für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg- Ebensfeld ein zweiter zweigleisiger Tunnel erforderlich, der seit Anfang des Jahres gebaut wird. Die Investition beträgt etwa 16 Millionen Euro.
Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister für Inneres, Bau und Verkehr, Klaus- Dieter Josel, DB AG, Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern, Abgeordnete, Bürgermeister, Bauleute, Ingenieure, Anwohner sowie Projektverantwortliche der Bahn begleiteten den Durchschlag für die neue 306 Meter lange Unterquerung des Burgbergs. Nach traditionellem Brauch betreute eine Tunnelpatin als Vertreterin der Heiligen Barbara auf Erden den gefahrvollen Weg der Mineure durch den Berg. Durch etliche Baustellenbesuche erfüllte die Erlangerin Karin Kefer diese Aufgabe zur vollen Zufriedenheit der Mineure.
Die Einschätzung der Geologen hatte sich voll bewahrheitet: Durch Hohlräume und lockere Bereiche bot der Tunnel eine recht anspruchsvoll Aufgabe. Spezielle Maßnahmen zum Sichern des entstehenden Gewölbes waren notwendig. Ebenso sorgfältig wurden die denkmalpflegerischen Auflagen speziell an den historischen Portalen beachtet.
Der 16 Kilometer lange Baubereich Erlangen ist von Eltersdorf bis Baiersdorf mit verschiedenen Zwischenetappen und Teilinbetriebnahmen bis 2018 in Arbeit (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.07.15).

RechteckSchleswig-Holstein: IHK fordert bessere Anbindung an das Schienennetz
Die Bahn streicht wichtige ICE-Verbindungen zwischen Schleswig-Holstein und Berlin aus ihrem Fahrplan ab Dezember 2015. Während die durchgehende ICE-Verbindung Kiel - Berlin durch einen Eurocity ersetzt wird, der eine Viertelstunde länger braucht, werden auf der Strecke Hamburg - Berlin bis 2030 die Reisezeiten verkürzt und die Taktfrequenzen erhöht. Davon profitiert die Metropolregion – Schleswig-Holstein gerät jedoch weiter ins Hintertreffen.
Bereits im laufenden Fahrplan sind kurzfristig und unerwartet ICE-Verbindungen für Lübeck gestrichen worden: Für die haltenden ICE-Züge der Linie Hamburg - Kopenhagen ist weder der Zustieg in Richtung Hamburg noch der Ausstieg in die Gegenrichtung erlaubt. Auch die ICE-Direktverbindungen Flensburg - Berlin und Lübeck - Berlin werden gestrichen – das hat die Dänische Staatsbahn angekündigt. Des Weiteren stehen auf der Strecke Aalborg - Hamburg Veränderungen an: Die DSB lässt die Züge nur noch in Flensburg und Rendsburg, nicht jedoch in Schleswig und Neumünster halten.
Die bereits umgesetzten und für Jahresende geplanten Veränderungen führen zu einer schlechteren Anbindung Schleswig-Holsteins an das überregionale Schienennetz, da Verbindungen fehlen und sich Reisezeiten zum Teil erheblich verlängern. Dies wird sich vermutlich nachteilig für Urlaubs- und Geschäftsreisende auswirken.
Auch im Hinblick auf Hamburgs Olympia-Bewerbung 2024 mit Kiel als Segelstandort stellen diese Pläne einen Rückschritt dar. Deshalb fordert die IHK Schleswig-Holstein - wie im Arbeitskreis Logistik unter Vorsitz von Holger Matzen beschlossen - eine bessere Anbindung des nördlichsten Bundeslandes an das überregionale Schienennetz und appelliert an die Deutsche Bahn, die ICE-Verbindungen aufrecht zu erhalten, Taktfrequenzen zu erhöhen und Reisezeiten zu verkürzen (Pressemeldung IHK Schleswig-Holstein, 03.07.15).

RechteckSchleswig-Holstein: Scoping zur Fehmarnsundquerung startet
Im Rahmen der aktuellen Planungen der Schienen-anbindung der Festen Fehmarnbeltquerung- wurde die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) vom Bundesverkehrsministerium beauftragt, mögliche Varianten der Fehmarnsundquerung zu untersuchen. Die Planungen sind notwendig, da die bestehende Sundbrücke mit Blick auf die zu erwartenden Mehrverkehre nach Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels die zukünftigen Belastungen nicht trägt und zudem eine geringe Restnutzungsdauer hat.
Teil des Planungs- und Genehmigungsprozesses ist eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung. Dabei werden die Auswirkungen des Infra-strukturprojekts auf Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen, die biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kulturgüter, sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkung zwischen diesen Schutzgütern untersucht.
Das so genannte Scoping-Verfahren stellt für die Umweltverträglichkeitsprüfung sicher, dass alle Belange des Umwelt- und Naturschutzes berücksichtigt werden. Für die Planungen einer Fehmarnsundquerung hat die Deutsche Bahn als Vorhabenträgerin gemeinsam mit dem LBV SH eine Scoping-Unterlage erstellt. In ihr wird konkret beschrieben, welcher Untersuchungsrahmen und Untersuchungsraum für die Umweltverträglichkeitsstudie vorgesehen sind. Schwerpunkt der Untersuchungen ist der Sund mit seinen angrenzenden Küstenbereichen. Wo mit Natur- und Umweltschutzkonflikten zu rechnen ist, wurde der Untersuchungsraum vorausschauend auf mögliche Alternativen erweitert.
Die Unterlagen wurden beim Eisenbahn-Bundesamt als zuständiger Planfeststellungsbehörde eingereicht. Sie werden auch an alle zu beteiligenden Stellen verschickt. Dazu gehören neben den so genannten Trägern öffentlicher Belange (TÖBs), wie Behörden, Ministerien, Ämter und Gemeinden, auch die anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände. Im vorliegenden Projekt werden gemäß den Verwaltungsgrundlagen rund 50 Institutionen beteiligt.
Im September wird das Eisenbahn-Bundesamt zu einem Scoping-Termin einladen. Dann wird auf Grundlage der eingereichten Unterlagen festgelegt, welche Untersuchungen, Gutachten und Betrachtungen für die Umweltverträglichkeitsstudie zu erstellen sind. So wird sichergestellt, dass alle Natur- und Umweltschutzbelange abgestimmt betrachtet werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.07.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (03.07.15).

RechteckDampflok 44 225 findet neues Zuhause

Foto Martin Engwicht.
Seit dem 01.07.2015 ist die Lokaustellung im ehemaligen Bahnbetriebswerk Glauchau um ein Exponat deutscher Eisenbahngeschichte reicher. Die Dampflokomotive 44 225 wurde im Februar dieses Jahres durch eine Privatperson von einer dänischen Firma käuflich erworben und bis zum 01. Juli eintreffend nach Glauchau überführt.
Das historische Bahnbetriebswerk Glauchau verfügte noch über Kapazitäten zum sicheren unterstellen der Lokomotive. In den nächsten Monaten wird die Lokomotive komplettiert und äußerlich aufgearbeitet werden, um bei den nächsten Ausstellungen neben zahlreichen anderen Fahrzeugexponaten präsentiert werden zu können.
Die Interessengemeinschaft Traditionslok 58 3047 e.V. freut sich auf die Lokomotive und kündigt hiermit gleich den nächsten Tag der Lokausstellung im Bahnbetriebswerk für den 19. September 2015 in Glauchau an (Pressemeldung Interessengemeinschaft Traditionslok 58 3047 e.V., 03.07.15).

RechteckSBB RailAway feiert Jubiläum mit Freizeitkunden
Die Sommerferien stehen vor der Türe – und SBB RailAway bietet zeitgleich im Rahmen ihres 15-jährigen Bestehens 15 attraktive und rabattierte Ausflüge für den Sommer. Erlebnisse, so weit der Sommer reicht.
Mit über 1100 Partnern aus dem Tourismus- und Veranstaltungssektor bietet die Tochtergesellschaft der SBB bereits seit über 15 Jahren als führende Freizeitanbieterin eine sehr grosse Palette an Freizeitausflügen in Kombination mit dem öffentlichen Verkehr an. Genau das ist das Erfolgsgeheimnis: Im Verbund mit diesen Partnern profitieren die Kunden von unterhaltsamen und preislich attraktiven Freizeitangeboten.
Die 15 beliebtesten Sommerausflüge sind vom 29. Juni bis zum 9. August 2015 mit bis zu 30 Prozent Jubiläumsrabatt online auf www.sbb.ch/sommer und offline an allen Bahnhöfen erhältlich. Zu den Jubiläumspartnern zählen sich:
Verkehrshaus der Schweiz
· Swiss Science Center Technorama
· Rigi – Königin der Berge
· Stanserhorn
· Titlis Bergbahnen
· Funicolare Lugano-Paradiso-Monte San Salvatore SA
· Chur Tourismus
· Papiliorama Kerzers
· Zoo Basel
· Natur- und Tierpark Goldau
· Freilichtmuseum Ballenberg
· Swissminiatur Melide
· Tamina Therme Bad Ragaz
· Bernaqua – Erlebnisbad & Spa
· Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein
· Europa Park (Pressemeldung RailAway AG, 03.07.15).

RechteckSonderzüge

Am 20.06.2015 war die 50 3501 vom Dampflokwerk Meiningen mit einem Sonderzug zum Krämerbrückenfest in Erfurt unterwegs. Auf der Rückfahrt am Nachmittag konnte sie zwischen Erfurt und Arnstadt fotografiert werden. Kurze Zeit später war auf der Thüringer Bahn bei Erfurt Azmannsdorf die TXL ES 64 U2-067 mit einem AKE-Sonderzug von Weimar nach Köln unterwegs (Frank Thomas, www.unstrutbahn.de, 03.07.15).

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Balkan Romantik

Mit der Kamera notiert

RechteckBahnstrecke Leipzig - Döbeln - Roßwein - Meißen



Am 01. Juli 2015 ergab sich eine Bahntour entlang der Bahnstrecke "Leipzig - Döbeln - Roßwein - Meißen", welche zum FPL-Wechsel im Dezember 2015 zwischen Döbeln Hbf und Meißen vom Personenverkehr befreit werden soll. Damit verliert die Region zwischen Döbeln Hbf und Meißen eine Anreisemöglichkeit per Bahn.
Die Eisenbahnfreunde in Nossen werden dann möglicherweise Proleme bekommen, ihre Loks zu diversen Veranstaltungen fahren zu lassen. Der Bereich zwischen "Leipzig - Grimma - Döbeln Hbf" bleibt vorerst bestehen, aktuell gibt es in diesem Bereich Bauarbeiten verbunden mit SEV.
In Roßwein ist eine interessante Signalbrücke zu sehen, deren Schicksal dann auch offen ist (Ralf Kuke, 03.07.15).

RechteckDresden

Am Mittwoch Abend wartete ich am Block Felsenkeller in Dresden-Plauen auf die Überführungsfahrt der 44 225 nach Gera. Doch er muss schon früher gefahren sein. So kamen nur Allerweltszüge vorbei (Sylvio Scholz, 03.07.15).

RechteckDuisburg/Wanne-Eickel


Am 30.06. standen die TX Loks 185 408 Marco Polo und 185 614 in Wanne-Eickel abgestellt. Unterdessen waren am gleichen Tag die 182 560 (Tag der Maueröffnung) und die 1216 954 und 955 (Hödlmayr und Roland) in Duisburg anzutreffen (Bernd Piplack, 03.07.15).

RechteckDüsseldorf

1116 226-2 hatte am 01.07.2015 die Aufgabe den EN 420 nach Düsseldorf zu ziehen und den Zug abends wieder als EN 421 nach Wien zurückzubringen. Tagsüber wird der Zug im Düsseldorfer-Abstellbahnhof abgestellt und abends leer im Anschluss zum Düsseldorfer Hbf gefahren.
Nachdem die Maschine einen kurzen Halt in Düsseldorf-Volksgarten einlegte, fuhr sie weiter zum Düsseldorfer Hbf (Michél Gedaschke, 03.07.15).

RechteckInnsbruck


In dieser Woche befand sich ein Talgo zu Laufversuchen zwischen Ötztal und Innsbruck in Innsbruck. Vorher musste die Garnitur aber "auf ein Gleis ohne Oberleitung" überstellt werden, weil vom Dach her "Dämpfer ausgebaut" werden sollten. Hier steht die Garnitur Donnerstagfrüh auf Stumpfgleis 35. (GK, 03.07.15).

RechteckMinuetto - Teil 2: Sauberkeit


Anhand frisch von Werkstätten ausgetretener Fahrzeuge lässt sich am ehesten die Mär von den sprichwörtlichen notorisch versifften italienischen Nahverkehrszügen überprüfen. Die Sauberkeit der "Minuetto" Aln 501 der Werkstätte Bozen legen den Schluss nahe, dass es sich um ein überwiegend den Fahrgästen zuzuschreibendes Phänomen handelt.
Selbst das WC-Abteil, nach alter Weisheit "die Visitenkarte einer Wohnung", strotzt vor Sauberkeit. Mit wenigen Ausnahmen. Für die selbstreinigende WC-Brille gibt es anscheinend weder einen noch nicht zerkratzten Ersatz, noch eine Möglichkeit, sie zur Reinigung des Spalts zwischen Brille und Korpus einmal zu demontieren.
Kurios: Die Halterung der Klopapierrolle bleibt ständig offen, die Rolle fällt beim ersten Ruck auf den Fußboden, weil der Riegel zum Arretieren der Halterung um wenige Millimeter zu kurz ist (GK, 03.07.15).

RechteckSalzburg

Seit Jahrzehnten wird in Salzburg über ein Stadtregionalbahn-System mit Verwendung von Zweisystemtriebwagen diskutiert. Ausser dem Bau des unterirdischen Lokalbahnhofs ist man jedoch bisher über das Führen von Grundsatzdiskussionen nicht hinaus gekommen. Zur "Befruchtung" des Stadtbahngedanken waren wiederholt Zweisystemtriebwagen der beiden ersten Fahrzeuggenerationen von VBK und AVG bereits in Salzburg zu Besuch.
Eine ganz andere Ursache hat jedoch die Anwesenheit eines der neuesten Exemplare dieser Spezies der AVG - dem ET 930 - der sich zwischen 1. und 4. Juli 2015 zu Einstellarbeiten an der Hochspannungselektrik in Salzburg Hbf. - im Bereich der Zugförderung - aufhält (Gunter Mackinger, 03.07.15).

RechteckSangerhausen

In Sangerhausen war die 346 570 unterwegs, bei Ebeleben die ehemalige 110 namens 92 80 1201 747-4 D-ITB (Tobias Mrosk, 03.07.15).

RechteckSehnde

Der Kaliberg des Sehnder Ortsteils Ilten bildete in den Morgenstunden des 28.06.2015 den Hintergrund für eine Aufnahme des standardmäßigen Regionalverkehrs in Form einer S-Bahn auf dem Weg von Hildesheim nach Hannover.
Blau war dann die bestimmende Farbe am ersten Julitag, als ein südfahrendes RBH-Doppel in Sehnde den Mittellandkanal querte (Sebastian Bollmann, 03.07.15).

RechteckVogtland

Am 30.06.2015 fuhr die EGP einen Autowagenleerzug von Regensburg nach Mosel, bei Zwickau, zu einem bekannten Automobilhersteller. Für die Reise von Bayern übers Vogtland nach Westsachsen wurde dem DGS 75002 die 221 106 vorgespannt. Mit sehr viel Plus auf der Uhr wurde der Zug bei Steinpleis, zwischen Werdau und Zwickau, aufgenommen.
Am 16.6.2015 wurden einige Messzugfahrten im Vogtland durchgeführt. Die Tour ging von Werdau nach Mehlteuer, zurück nach Herlasgrün,wieder nach Mehlteuer und von da in Richtung Chemnitz. In Ruppertsgrün wurde 120 501 mit Ihrem Zug,der als ST 91706 fuhr, aufgenommen, als sie in Richtung Chemnitz fuhr (Daniel Wolf, 03.07.15).

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Tanago

Europa

RechteckDänemark: Unklarheit über zweispurigen Ausbau Pattburg - Tingleff
Der neue Transportminister Hans Christian Schmidt (Venstre) hatte erst wenige Stunden zuvor die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Magnus Heunicke (Soz.) übernommen, da wurde er bereits an ein heißes Eisen der Verkehrspolitik in Nordschleswig erinnert: den Schienenengpass zwischen Pattburg und Tingleff.
Transportunternehmer Mogens Therkelsen (H. P. Therkelsen A/S) machte Schmidt auf dessen Kritik am Zugfonds der früheren Regierung aufmerksam. Im Zugfonds war der zweigleisige Ausbau im Bereich nördlich von Pattburg unberücksichtigt.
H. C. Schmidt erklärte gegenüber TV Syd, dass er nach wie vor dafür eintrete, dass das zweite Gleis auch zwischen Pattburg und Tingleff verlegt wird. Er könne aber derzeit keine Zusagen machen. Erforderlich seien Verhandlungen mit den anderen Parteien, denn er habe allein mit den Venstre-Mandaten keine Mehheit für eine Neuverteilung der Mittel im Bahnbereich (Volker Heesch, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers, 03.07.15).

RechteckÖsterreich: Wirtschaft begrüßt neues Angebot für Güterverkehr auf Pyhrnstrecke
Die Wirtschaftskammer Österreich begrüßt das zusätzliche Angebot für Vorspann- und/oder Nachschiebetätigkeiten auf dem Streckenabschnitt zwischen Seltzhal und Spital am Pyhrn. "Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen für den Schienengüterverkehr gesetzt", so Alexandra Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr. Mit dem neuen Dienstleistungsangebot kann diese alpenquerende Strecke im Schienengüterverkehr auch von privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen zu fairen und kostengünstigen Bedingungen genutzt werden.
Einen weiteren Vorschlag zur Verlagerung auf die Schiene sind die Gewichte bei Lkws mit kranbaren Sattelaufleger auf 41t höchstzulässiges Gesamtgewicht zu erlauben. Denn kranbare Sattelauflieger haben ein bis zu 1t höheres Eigengewicht im Vergleich zu Standard- und Leichtbausattelanhängern. Im kombinierten Verkehr dürfen diese Sattelanhänger mit 44t gefahren werden. Um den Einsatzbereich der Huckepack-Sattelanhänger zu erweitern und die Verladung auf die Schiene zu steigern und somit die Investition für Unternehmen rentabler zu gestalten, soll das höchstzulässige Gesamtgewicht bei deren Verwendung generell auf 41t angehoben werden, fordert der Bundesspartenobmann. Auf dieses Anliegen habe er gestern, Mittwoch, in Brüssel in EU-Kommission und EU-Parlament aktiv aufmerksam gemacht.
Eine weitere Forderung: Im Hinblick auf das 4. EU-Eisenbahnpaket müsse die Integration bei kleineren und mittleren Eisenbahnunternehmen möglich bleiben, um den Aufbau teurer Parallel-Strukturen in Betrieb und Infrastruktur zu vermeiden. "Denn die Rahmenbedingungen für Wettbewerb müssen realistisch sein", so der Branchensprecher (Pressemeldung Wirtschaftskammer, 03.07.15).

RechteckPortugal: Avanza Gruppe erhält den Zuschlag für den Personenverkehr in Lissabon
Nur wenige Monate nach der Neuvergabe der Konzession des Nahverkehrs der portugiesischen Hafenstadt Porto an die spanische TCC wurde für einen Zeitraum von acht Jahren auch der von Lissabon an die spanische Avanza-Gruppe mit Sitz in Madrid vergeben. Avanza wird für den Konzessionsvertrag insgesamt 1.075 Mill. EUR zahlen.
Die Vereinbarung umfasst zum einen den Verkehr der Carris (625 Mill. EUR) und den der Metro (450 Mill. EUR). Die Carris setzt mehr als 620 Busse auf 70 Linien und 55 Straßenbahnfahrzeuge auf 5 Linien ein. Jährlich werden rund 120 Millionen Fahrgäste befördert. Die Metro betreibt vier Linien mit 111 Fahrzeugeinheiten und befördert jährlich rund 140 Millionen Fahrgäste (hd, 03.07.15).

RechteckPortugal: TCC übernimmt die Duchführung der Personenbeförderung in Porto
Die TCC, ein im Jahr gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der TMB (Transportes Metropolitanos de Barcelona) und der Busgesellschaft Moventia mit Sitz in San Cugat del Valles (Barcelona) konnte die Ausschreibung des Nahverkehrs der portugiesischen Hafenstadt Porto für sich entscheiden.
Die TCC wird für die nächsten zehn Jahre den Betrieb der STCP (Bus) und der Metro Porto durchführen. Die STCP verfügt über rund 480 Busse und betreibt 70 Linien. Das Fahrgastaufkommen betrug im Jahr 2013 78,5 Millionen Personen. Die Metro Porto betreibt sechs Linien mit einer Länge von 67 Kilometern. 102 Fahrzeuge beförderten im Jahr 2013 56 Millionen Personen (hd, 03.07.15).

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