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LOK Report – News von Dienstag, 21.10.14

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Foto Raimund Wyhnal

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Willkommen beim LOK Report
Lokführer-Streik verursacht
Millionenschaden -
Keine Streiks mehr diese Woche

Absatzlinie
Stuttgart-21-Demo
mit interessanter Zuggarnitur
Absatzlinie
Frankreich liberalisiert
den Busfernverkehr
Absatzlinie
Regionalregierung will
FGC
in Barcelona verbinden
Willkommen beim LOK Report
Foto links:Raimund Wyhnal

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Lokführer-Streik verursacht hohen Millionenschaden
Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat nicht nur die Reisepläne von Hunderttausenden am Wochenende durchkreuzt, sondern auch wirtschaftliche Schäden bei der Deutschen Bahn in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Exakte Zahlen werden derzeit ermittelt.
So verzeichnete der Personenverkehr während des 60-stündigen Ausstands große Einnahmeausfälle sowie erhebliche Erstattungszahlungen im Rahmen der Fahrgastrechte. Übernachtungsgutscheine und Taxifahrten wurden ebenfalls von der DB übernommen. Zusätzlich standen vier Züge als Übernachtungsmöglichkeit bereit. Die Sonderhotline, die rund 140.000 Anrufer verzeichnete, wurde mit der Rekordzahl von 600 Mitarbeitern besetzt, darunter viele freiwillige Mitarbeiter und Führungskräfte der DB.
Auch im Schienengüterverkehr konnten Kunden zum Teil nicht wie geplant beliefert werden.
Hinzu kommen mutwillig herbeigeführte Schäden an Fahrzeugen. Allein in Berlin nutzten Vandalen die Gelegenheit und besprühten am Wochenende auf acht Bahnhöfen 69 S-Bahn-Wagen. Zu solchen Zwischenfällen kam es auch in Hamburg und Leipzig. Auch Regionalzüge wurden – trotz zusätzlicher Sicherheitsstreifen in den zwangsweise eingerichteten Abstellplätzen – von den Sprayern attackiert
(Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.10.14).

RechteckEVG: Unabhängiger Notar soll Mehrheitsverhältnisse klären
Der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner hat der GDL-Führung vorgeworfen, die Öffentlichkeit im aktuellen Tarifkonflikt mit vermeintlichen Mitgliederzahlen zu verwirren, um so für sich einen Verhandlungsanspruch für das gesamte Fahrpersonal ableiten zu können.
"Tatsache ist, dass die GDL lediglich bei den Lokführern über eine Mehrheit verfügt. Bei allen anderen Berufsgruppen organisiert nachweislich der EVG die Mehrheit der Beschäftigten", stellte Alexander Kirchner fest. "Alle anderen Aussagen sind falsch", machte er deutlich.
Um - auch für die Öffentlichkeit - endlich Klarheit über die tatsächlichen Mehrheiten in den jeweiligen Berufsgruppen zu schaffen, schlägt die EVG vor:
• Ein unabhängiger Notar wird beauftragt, den jeweiligen Organisationsgrad der EVG und der GDL für die Unternehmen der DB AG nach Berufsgruppen zu ermitteln.
• Zur Klärung der Organisationszahlen liefert die DB AG eine Liste der Beschäftigten nach Unternehmensteilen der Bahn und die beiden Gewerkschaften die Liste ihrer Mitglieder für diese Unternehmen.
• Das Notar wird mit einer "hunderter Stichprobe" die Ordnungsmäßigkeit der Meldungen der Gewerkschaften prüfen. Sollten dabei Abweichungen zwischen Meldung zur Mitgliedschaft und tatsächlicher Mitgliedschaft deutlich werden, wird eine umfangreichere Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit der Meldungen der Gewerkschaften vorgenommen.
• Anschließend stellt der Notar den Organisationsgrad der GDL und der EVG für die Gesamtbeschäftigten je Unternehmenseinheit der DBAG sowie den Organisationsgrad für die Berufsgruppe der Lokführer, Lokrangierführer, Zugbegleiter, Disponenten und Trainer fest.
• Der Notar wird zur Vertraulichkeit verpflichtet; es darf keinerlei Offenlegung der überlassenen Daten (somit auch keine Mitgliederlisten) gegenüber irgendeiner Partei geben. Nach Klärung des Sachverhaltes hat er die Dateien zu vernichten.
"Eine solche unabhängige Klärung der Mitgliederstärke - und damit des federführenden Verhandlungsmandats - schafft die dringend nötige Klarheit und beendet den Zahlenstreit", so Kirchner. Die EVG erkläre dabei nochmals ihre Bereitschaft zu einer fairen Kooperation.
Dabei bleibe die EVG bei ihrer Position, dass Gewerkschaften im Interesse aller Beschäftigten handeln müssen und die Spaltung der Belegschaft am Ende keiner Eisenbahnerin und keinem Eisenbahner nütze. "Solidarität untereinander und das gemeinsame Handeln haben die Gewerkschaften groß gemacht. Das Gegeneinander habe sie in der Geschichte immer nur geschwächt" so Kirchner.
Der Streit um Zuständigkeiten, der von der GDL vom Zaun gebrochen wurde, sei für die meisten Eisenbahner ohne Bedeutung. "Alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner wollten in erster Linie mehr Geld, mehr Respekt und Anerkennung sowie verbesserte Arbeitsbedingungen. Dafür müssen wir mit dem Bahnvorstand streiten, nicht aber untereinander", so Kirchner. "Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Eisenbahner dies genauso sieht", machte der EVG-Vorsitzende deutlich
(Pressemeldung EVG, 21.10.14).

RechteckGDL: Keine Arbeitskämpfe in dieser Woche
"Spätestens jetzt müsste die Deutsche Bahn verstanden haben, dass kein Weg an inhaltlichen Tarifverhandlungen mit uns für das Zugpersonal vorbeiführt", so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky nach 61 Stunden Arbeitskampf im Güterverkehr und 50 Stunden im Personenverkehr der DB, die beide heute um 4 Uhr zu Ende gingen. Wie immer blieben rund 85 Prozent der Züge stehen oder hatten große Verspätung.
Trotz aller Versuche der DB, die GDL zu verunglimpfen, stand das Zugpersonal auch bei diesem fünften Streik wieder wie eine Eins hinter den Forderungen der GDL. GDL-Bundesvorsitzender: "Die Versuche der DB, die Beteiligung der Zugbegleiter beim Arbeitskampf kleinzureden, führen nur zu einer noch stärkeren Solidarität, denn sie handeln aus Überzeugung. Unsere Mitglieder sind keine Marionetten, die auf Knopfdruck die Züge stehen lassen. Es geht ihnen um Überstundenbegrenzung, bessere Schichtpläne, fünf Prozent mehr Tabellenentgelt, überhaupt um verbesserte Arbeitszeitregelungen in einer für den Wettbewerb der Eisenbahnverkehrsunternehmen geeigneten Tarifstruktur." Die GDL hat der DB Tarifvertragsentwürfe mit genau diesen Inhalten als Forderungen vorgelegt. Weselsky: "Wir werden dafür sorgen, dass die ständige Überlastung des Zugpersonals ein Ende hat, die Beschäftigungssicherung im gesamten Eisenbahnverkehrsmarkt funktioniert und dass der Lohn auch überall zur verantwortungsvollen Arbeit passt." Die GDL organisiert mit 51 Prozent die Mehrheit der 37 000 Beschäftigten des Zugpersonals in den Eisenbahnverkehrsunternehmen der DB. Deshalb wird sie die Vertretungsmacht für ihre Mitglieder des Zugpersonals nicht abgeben.

Nach diesem intensiven Arbeitskampf gibt die GDL der DB jetzt eine Woche Zeit, ein inhaltliches Angebot zu ihren Forderungen für das Zugpersonal abzugeben. Weselsky: "Es ist zwingend erforderlich, die Arbeitsbedingungen substanziell zu verbessern und die extreme Überstundenbelastung des Zugpersonals einzudämmen." Bietet die DB weiterhin lediglich "Gespräche oder Sondierung für die Zugbegleiter" und keine echten "Verhandlungen" an und will sie weiter spalten, so sind in der kommenden Woche weitere befristete Streiks vorprogrammiert. Allein die DB ist am Zug, denn inhaltlich ist die GDL zu Kompromissen bereit (Pressemeldung GDL, 21.10.14).

RechteckIngenieure22: Politik und Wirtschaft – Hände weg vom EBA
Foto Jürgen LeindeckerFoto Jürgen Leindecker
Foto Jürgen LeindeckerFoto Jürgen Leindecker
Foto Jörg SeidelFoto Jörg Seidel
Im Rahmen der Sonderfahrt kam E 94 088 am 18.10. von Stuttgart nach Bonn. Nicht nur die Lok war interessant, auch die Wagengarnitur war sehenswert. Waren doch vier Silberlinge (Bn & ABn) im Zugverband, dazu aus GES-Beständen der Restaurantwagen GES 43 und der Pwi 114 535. Bei den Bn-Wagen handelte es sich um die Wagen 7-63 und 7-64 der SVG und die Wagen 42 223 und 31 789 der DBK. Fotos Wolfgang Rüter (4 oben), Jörg Seidel (2 unten).
Am 18.Oktober 2014 fuhr trotz deutschlandweitem Lokführerstreik eine Gruppe Stuttgart-21-kritischer Bürger mit einem Sonderzug nach Bonn, um der Stadt des Eisenbahnbundesamtes (EBA) und des Bundesrechnungshofes einen Besuch abzustatten. Hinter dem Frontbanner mit dem Motto des Aktionstages "Die Schiene ist das Ziel : Politik und Wirtschaft – Hände weg vom EBA" zogen rund 300 Demonstrationsteilnehmer durch die Bonner Innenstadt, begleitet von einem 5 Meter hohen Tunnelbohrerrad, Trommlern und Musikgruppen der Gruppen Lokomotive und Capella Rebella. Den kulturellen Beitrag auf der Kundgebung auf dem Marktplatz am Rathaus bestritt der Sänger und Roots-Musiker Gerd Schinkel.
In Stuttgart soll ein leistungsfähiger Großknotenbahnhof zum teuersten, gefährlichsten Provinzhaltepunkt in Europa umgebaut werden, mit dem Segen des EBAs, während anderswo die Eisenbahninfrastruktur zunehmend verrottet, Strecken weiter zurückgebaut oder nicht ausreichend erweitert werden. Auch Bonn ist von dieser Bahnpolitik betroffen, Beispiele sind das baufällige Dach des Hauptbahnhofs, die marode Bahnbrücke in Bonn- Beuel, der trostlose Bahnhof Troisdorf und die auf die lange Bank geschobene Verlängerung der S-Bahn-Linie S13/S19. Die Bewegung gegen Stuttgart 21 will auf dieses bahnschädigende Treiben aufmerksam machen.
Bei der Kundgebung auf dem Marktplatz erläuterte Wolfgang Kuebart von der Stuttgarter Gruppe Ingenieure22 (www.ingenieure22.de) die eklatantesten Kritikpunkte des Projekts Stuttgart 21 und schlug einen ersten Bogen zu den Bonner Verhältnissen.
Insbesondere prangerte er den Betrug bei der Leistungsfähigkeit bei Stuttgart 21 an, und dass es bis heute kein schlüssiges Brandschutz- und Rettungskonzept für Bahnhof und Tunnelanlagen gebe, obwohl man inzwischen nominell im fünften Baujahr ist. Gegen alle gesetzlichen Vorschriften und mit Billigung oder sogar mit Hilfe der Ausnahmegenehmigungen des EBA handelt die Bahn nach dem Motto: "Eine Baugenehmigung reicht erst einmal – für das Betriebs- und das Rettungskonzept schauen wir später mal."
Über alle rechtlichen und parlamentarischen Hürden wurde das Projekt mit kleingerechneten Kosten gehoben. Eine Offenlegung dieser Kostenentwicklung mit Hilfe des Bundesrechnungshofs wäre dringend erforderlich, wird aber derzeit durch die Bundesregierung verhindert.
Kostentransparenz ist auch eine Forderung von Robin Wood, die den Protest mit einer eigenen Aktion vor dem Bundesrechnungshof begleitete.
Die Folgen des Tunnelwahns für Stuttgart sind hohe Instandhaltungskosten, eingeschränkter Bahnbetrieb und die Verhinderung eines deutschlandweiten Integralen Takt-Fahrplans. Da der Stuttgarter Tunnelbahnhof sich am billigsten nur mit einer Längsneigung von 15 ‰ anlegen lässt, sind in Zukunft Sicherheitsrisiken an der Tagesordnung. Köln mit seinem weniger als halb so großen Gefälle weist allein in den letzten vier Jahren 13 Wegrollunfälle mit Sach- und teilweise auch Personenschäden auf.
Eine Einladung an die Verantwortlichen des Eisenbahnbundesamtes, von einer Delegation der Aktion Dokumente über die Missstände entgegenzunehmen, schlug das EBA mit dem Verweis auf die angebliche Neutralität des Amtes aus. Kuebart stellte die Neutralität des Eisenbahnbundesamts jedoch in Frage und bezog sich dabei unter anderem auf die Tatsache, dass der Leiter der Infrastrukturabteilung, Dr. Jens Böhlke, gleichzeitig Mitglied in der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen e.V. (StuVA) und im Deutschen Ausschuss für Unterirdisches Bauen (DAUB) ist, die im Anlegen von Tunneln die Zukunft der Verkehrsanlagen sehen.
Wolfgang Kuebart forderte ausdrücklich: "EBA, übernehmen Sie Ihre Kontrollfunktion unabhängig von Politik und Wirtschaft. Nehmen Sie alle Ausnahmegenehmigungen zu Stuttgart 21 zurück!"
Der Bahnexperte von Gemeingut in Bürgerhand (GiB), Carl Waßmuth, dessen Rede wegen des Streiks der Lokführer stellvertretend vorgetragen musste, monierte die folgenschwere Teilprivatisierung der Bahn: "Bahnmanager aus der Auto- und Luftfahrtindustrie machen mit Einverständnis aller Bundesregierungen seit der Bahnreform 1994 aus der Bahn eine steuerfinanzierte Melkkuh zum Nutzen Dritter. Immobilienkonzerne und Finanzanleger, Auto- und Luftfahrtindustrie können Einfluss nehmen auf das Vermögen der Bahn, auf unsere Städte, auf den Personenschienenverkehr. Die DB AG bekam völlig freie Hand, sie muss sich nicht am Gemeinwohl orientieren."
Das EBA wurde als Kontrollbehörde eingerichtet, um die Befriedigung der öffentlichen Interessen sicherzustellen. Kritische Mitarbeiter sind aber unerwünscht, zu wenig Personal und Behinderung der Arbeit durch das übergeordnete Verkehrsministerium tun ein Übriges. Zukünftig sollen dem EBA weitere Kontrollmöglichkeiten entzogen werden, indem externe Mitarbeiter, die bei den zu kontrollierenden Firmen angestellt sind, selbst Kontrollaufgaben übernehmen. Die Forderung der Bewegung gegen Stuttgart 21 ist eindeutig: "Die Schiene ist das Ziel : Politik und Wirtschaft – Hände weg vom EBA" (Pressemeldung Ingenieure22, Parkschützerbüro, 21.10.14).

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LOK Report 11/14

LOK Report Ausgabe 11/14

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Industrie

RechteckRhomberg: Zweite Ausgabe des Nachhaltigkeitsberichts

Sinnhaftigkeit auf 16 Seiten: Titelblatt des SinnEntFalters, des Nachhaltigkeitsberichtes der Rhomberg Gruppe.
Mit dem "SinnEntFalter 2014" stellte die Bregenzer Rhomberg Gruppe dieser Tage die zweite Ausgabe ihres Nachhaltigkeitsberichts der Öffentlichkeit vor. Seit der Premiere des Druckwerks 2012 hat sich einiges getan.
Unter anderem berichtet das Bau- und Bahntechnikunternehmen von einigen seiner nachhaltigen Bau- und Bahnprojekte, dokumentiert die Umweltdaten und -fakten der Unternehmensgruppe, informiert über seine Personalaktivitäten und die wirtschaftliche Performance. Der "SinnEntFalter" orientiert sich an den Indikatoren der Global-Reporting-Initiative, der internationalen Richtschnur für Nachhaltigkeitsberichte, ist aber nicht so umfassend und detailliert. "Für ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen wie das unsrige ist ein Kommuniqué vom Umfang eines GRI-Nachhaltigkeitsberichts nicht zielführend", erläutert Hubert Rhomberg. "Wir wollen mit unserer Form des Nachhaltigkeitsberichts einfach transparent und für alle nachvollziehbar aufzeigen, welche nachhaltigen Projekte und Aktivitäten unser Unternehmen umsetzt, wo wir ‚Sinn stiften' und in welchen Bereichen wir noch Nachholbedarf haben."
Im Vordergrund stehen also weniger die reinen Zahlen, obwohl es dort durchaus Berichtenswertes gab: So werden mittlerweile 77 % der Zukäufe an den österreichischen Standorten aus der jeweiligen Region bezogen, in der Schweiz sind es sogar 98 %. Und im Rahmen der "Mobilitätsaktion", bei der die Mitarbeiter motiviert werden, ihr Auto stehen zu lassen und auf das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, hat die Gruppe 2013 gut 14 Tonnen CO2 eingespart. Die 66 teilnehmenden Mitarbeiter sammelten knapp 80.000 "grüne" Kilometer. Und auch im Bereich der Zielerreichung kann das Unternehmen konkrete Ergebnisse vermelden: So hinkt das Unternehmen nach eigenen Angaben im Bereich Frauenquote den selbstgesteckten Zielen noch hinterher. In anderen Punkten, wie der Weiterbildung von Mitarbeitern oder der Stärkung des Stellenwertes von ethischem Handeln, ist Rhomberg dagegen voll im Soll.
Überhaupt nimmt das Thema "Compliance" breiten Raum ein. Ein Interview mit den zwei Compliance-Verantwortlichen der Gruppe, Angelika Rhomberg und Markus Eder, gibt Aufschluss darüber, warum klare Spielregeln, Verhaltensrichtlinien und auch Anti-Korruptionsmaßnahmen wichtig sind und wie weit Rhomberg in diesem Bereich bereits ist. Nicht umsonst wird in dem Bericht stolz darauf verwiesen, dass die Gruppe im Juni 2012 als erstes österreichisches Bauunternehmen von der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft für ihre ethische Unternehmensführung zertifiziert, und diese Zertifizierung im Februar 2014 bestätigt wurde.
Highlight des Berichts ist ein Round-Table-Gespräch von Geschäftsführer Hubert Rhomberg mit Willi Sieber vom Österreichischen Ökologie-Institut und dem deutschen Ökopionier Prof. Friedrich Schmidt-Bleek. Darin diskutieren die drei Experten über Ressourcenverbrauch, Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung.
Der aktuelle "SinnEntFalter" wurde von der Rhomberg Gruppe an Geschäftspartner, Kunden und öffentliche Einrichtungen versendet. Interessierte können sich eine digitale Version des Berichts im "Media Center" der Rhomberg-Website unter www.rhomberg.com anschauen und herunterladen
(Pressemeldung Rhomberg Gruppe, 21.10.14).

RechteckVDEI: Experten bewerten Bahnreform als erfolgreich

"Ingenieurtag": Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung des Landes Hessen, Tarek Al-Wazir mit Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Hessen beim 5. Ingenieurtag des VDEI am 17.10.2014. Fotos VDEI.
"Die Regionalisierung des ÖPNV ist die Erfolgsgeschichte der Bahnreform. Regionalverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr sind heute so gut wie nie zuvor." Allein von 2002 bis 2011 sei die Verkehrsleistung im Schienenpersonennahverkehr bundesweit um 33,5 Prozent gestiegen, die Zugauslastung habe sich um fast 20 Prozent erhöht, darauf wies Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Freitag in Frankfurt auf dem Ingenieurtag des Verbandes Deutscher Eisenbahningenieure hin. Dort zogen hochrangige Referenten unter dem Motto "20 Jahre Bahnreform – quo vadis?" Bilanz, ob und in welchen Bereichen die gewünschten Erfolge eingetroffen sind und wo künftig noch Verbesserungen notwendig sind.
Unter der Regie der Länder hat sich der Öffentliche Personennahverkehr in den vergangenen 20 Jahren erheblich verbessert. Heute sei fast das gesamte rollende Material modernisiert, immer mehr Bahnhöfe seien barrierefrei, verbundweite Nutzung von Tickets und aktuelle digitale Fahrgastinformationen seien selbstverständlich. "Wir werden dieses Angebot aber kaum aufrechterhalten können, wenn der Bund sich weiter aus der finanziellen Verantwortung schleicht", sagte der Minister. Er wies darauf hin, dass dessen ÖPNV-Zuweisungen an die Länder, die sogenannten Regionalisierungsmittel, sind seit 2002 um 6,56 Prozent gestiegen sind, die weitgehend der Deutschen Bahn zufließenden Kosten für die Infrastrukturnutzung jedoch um 28,8 Prozent. "Es ist absurd, dass der Bund nun die Regionalisierungsmittel für das Jahr 2015 sogar einfrieren möchte; zumal maßgebliche Kostensteigerungen ihm als Gewinne der Deutschen Bahn AG selbst zugutekommen. Der Bund muss seiner Verantwortung für den ÖPNV als ökologischer Alternative zum motorisierten Individualverkehr gerecht werden. Dazu muss er die Regionalisierungsmittel auf den gutachterlich nachgewiesenen Bedarf von 8,5 Milliarden Euro bundesweit aufstocken und sie jährlich verlässlich anpassen."
Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtiger der DB AG für das Land Hessen, bezeichnete die Bahnreform als gute politische Entscheidung für den Schienenverkehr in Deutschland und als einzigartige Chance für das neu gegründete Unternehmen DB AG: "Die Mitarbeiter der DB haben die unternehmerische Neuausrichtung genutzt, um die Deutsche Bahn zu sanieren und für den Wettbewerb in geöffneten Märkten fit zu machen. Ergebnis ist ein solide aufgestelltes und nachhaltig erfolgreiches Unternehmen." Seit der Bahnreform sei in Deutschland der Schienenpersonenverkehr um 36 Prozent, der Schienengüterverkehr sogar um 58 Prozent gewachsen. Angesichts der internationalen Präsenz von Kunden und Wettbewerbern habe sich die Internationalisierung der DB als zwingend erwiesen. Als Beispiel nannte Vornhusen das System "Automotive RailNet" von DB Schenker, das Hersteller und Lieferanten der europäischen Automobilindustrie nutzen, um mit täglich 250 Zügen grenzüberschreitend Absatzmärkte und Produktionsstätten zu verbinden. Den Aufwärtstrend wolle die DB AG mit der Strategie DB2020 nachhaltig machen und auf einer stabilen deutschen Basis das weltweit führende Mobilitäts- und Logistikunternehmen werden, so Vornhusen. Ziel sei, ebenso Top-Arbeitgeber, wie Umwelt-Vorreiter und profitabler Marktführer mit zufriedenen Kunden zu sein. Allerdings dürften verschärfte ordnungspolitische Rahmenbedingungen für die Schiene in Deutschland nicht zur kostenträchtigen Belastung im Wettbewerb werden. Vornhusen zeigte sich zuversichtlich, dass mit der gegenwärtig anstehenden Weichenstellung die Erfolge der Bahnreform fortgeschrieben werden können.
Andreas Schwilling, Partner im Competence Center Transportation bei Roland Berger Strategy Consultants GmbH, bestätigte den Anstieg in den Bereichen Verkehrsleistung und fügte hinzu, dass der jährliche Mittelbedarf des Bundeshaushaltes für Eisenbahnen in Deutschland um ca. vier Mrd. EUR gesenkt worden sei. Damit sei eine deutliche Entlastung des Bundeshaushaltes erreicht worden, so Schwilling weiter. Auch die umweltpolitischen Ziele der Bahnreform sah Schwilling mit einer durchschnittlichen Senkung des relativen CO2 - Ausstoßes um 40 Prozent seit 1994 als erreicht an.
Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, plädierte dafür, mehr Geld für die Schieneninfrastruktur zu investieren und eine Kompensation der EEG-Mehrbelastung durch den Ausgleich bei der Stromsteuer anzustreben. "Um Chancengleichheit zwischen Schiene und anderen Verkehrsträgern zu gewährleisten, muss eine Fernbusmaut eingeführt werden und es müssen die gleichen Fahrgastrechte herrschen", bekräftigte Flege (Pressemeldung VDEI, 21.10.14).

RechteckVDEI: Thomas Mainka ist neuer Präsident

Beim 40. Bundeskongress des VDEI am 18. und 19.10.2014 wurde Thomas Mainka zum neuen Präsidenten des VDEI gewählt. Mainka löst damit Frank Lademann für eine Amtszeit von vier Jahren ab.
Der bisherige Vizepräsident Joachim Warlitz wurde für eine weitere Wahlperiode gewählt. Zweiter Vizepräsident ist Manfred Kehr.
Martin Schönbeck übernimmt das Amt des Bundesschriftführers. Zum Bundesschatzmeister wählten die Delegierten Tobias Barthel neu ins Präsidium. Die vier Fachbereichssprecher wurden erneut für eine weitere Amtszeit gewählt: Joachim Jacobs (Fachbereich Bahnsystem), Andreas Henschel (Fachbereich Fahrzeuge), Reiner Altmann (Fachbereich Infrastruktur), Waldemar Henschel (Fachbereich Technische Ausrüstung).
Für seine neue Position als Präsident des VDEI hat sich Mainka unter anderem zum Ziel gesetzt, den Ausbau und die Vermittlung von Fachwissen zu intensivieren, um damit den Verband für junge Mitglieder interessanter zu gestalten. Mainka war zuletzt Geschäftsführer beim Hering Industrie und Gleisbau GmbH und arbeitet jetzt freiberuflich als Berater (Pressemeldung VDEI, 21.10.14).

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Aus den Ländern

RechteckHessen: Ab Dezember neuer Abendzug Fulda - Lauterbach - Alsfeld


Ab Fahrplanwechsel im Dezember wird es eine Ausweitung des abendlichen Zugangebotes geben. Seit Modernisierung und Vertaktung der Vogelsbergbahn Gießen-Fulda ist das Fahrgastaufkommen spürbar angestiegen.
Wie diesem Auszug des Winterkursbuches der DB von 1974/75 entnommen werden kann, gab es zuletzt vor knapp vierzig Jahren auf der Strecke Fulda - Alsfeld einen Zug in der spätabendlichen Zeitlage.

Alle Bahnkunden der "Vogelsbergbahn" Gießen - Alsfeld - Lauterbach - Fulda können sich freuen: ab Fahrplanwechsel (14. Dezember 2014) wird es eine deutliche Verbesserung des abendlichen Zugangebotes geben. Wie der Fahrgastverband Pro Bahn & Bus in einer Presseinformation mitteilt, wird ab diesem Zeitpunkt der bislang nur an Sonn- und Feiertagen verkehrende "Spätzug" um 21.35 Uhr ab Fulda dann täglich, also auch montags bis freitags und am Samstagabend, verkehren. Damit bekommen Oberbimbach, Großenlüder, Bad Salzschlirf, Angersbach, Lauterbach und Alsfeld nun endlich eine zusätzliche abendliche Bahnverbindung von der Domstadt, welche Pro Bahn & Bus schon lange für dringend notwendig erachtet.Bisher fuhr werktags um 20.35 Uhr der letzte Zug von Fulda über Lauterbach nach Alsfeld.
"Unserem umfangreichen Fahrplanarchiv in der Pro Bahn & Bus-Geschäftsstelle im Lauterbacher Nordbahnhof können wir entnehmen, dass letztmalig in dieser abendlichen Zeitlage vor genau vierzig Jahren ein täglicher Zug gefahren ist," stellt Stefan Sitzmann von Pro Bahn & Bus fest. Umso mehr freut man sich seitens des Fahrgastverbandes, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) der deutlich gestiegenen Fahrgastnachfrage durch das vertaktete Zugangebot auf der Vogelsbergbahn Rechnung trägt und nunmehr das abendliche Zugangebot zwischen Fulda und Alsfeld erweitert, so wie bereits vor geraumer Zeit im Streckenabschnitt Gießen - Alsfeld erfolgreich geschehen.
Auch auf der Rhönbahn Fulda - Gersfeld gibt es künftig eine Angebotsverbesserung: während der Fahrradsaison (Mai-Oktober) wird an Sonn- und Feiertagen bereits eine frühere Zugleistung (gegen 8.20 Uhr ab Fulda) als bisher in die Rhön fahren (Pressemeldung Pro Bahn & Bus e.V., 21.10.14).

RechteckNRW: Deutsche Bahn informiert über Infrastrukturplanungen zum RRX
Auf dem Stadtgebiet der Landeshauptstadt Düsseldorf sind die Planungen für den RRX seitens der Deutschen Bahn (DB) soweit fortgeschritten, dass diese Planungsabsichten der Öffentlichkeit vorgestellt werden können. Daher lädt die DB zu einer Informationsveranstaltung ein, um die Bürgerinnen und Bürger über die Planungen im Bereich zwischen Düsseldorf-Wehrhahn und Düsseldorf-Unterrath (PFA 3.0) zu informieren und noch vor Beginn des offiziellen Planfeststellungsverfahrens einzubinden. Weitere Informationsveranstaltungen wird es im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens geben.
Der Planfeststellungsabschnitt 3.0 liegt innerhalb des Stadtgebietes der Landeshauptstadt Düsseldorf und umfasst den Bereich zwischen Düsseldorf-Wehrhahn und Düsseldorf- Unterrath. Da die Strecke zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und dem Düsseldorfer Flughafen bereits sechs Gleise umfasst werden hier nur punktuelle Maßnahmen umgesetzt.
Welche konkreten Baumaßnahmen hier beabsichtigt sind und eine Vorstellung des RRX Gesamtprojekts, werden die Themen der Informationsveranstaltung am Freitag, 24.Oktober, 18:00 Uhr, im Gerhart-Hauptmann Haus, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf, sein.
Als Gesprächspartner stehen Vertreter der DB zur Verfügung und die beauftragten Gutachter für Schall- und Erschütterungsschutz. Weitere Informationsveranstaltungen in diesem Rahmen sind für die übrigen Planfeststellungsabschnitte des Ausbauvorhabens geplant. Für den Planfeststellungsabschnitt 3.1. (Düsseldorf-Unterrath – Düsseldorf-Angermund) sowie für den Planfeststellungsabschnitt 2.1 (Düsseldorf-Eller Süd – Düsseldorf-Wehrhahn) finden diese Veranstaltungen im November 2014 statt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.10.14).

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LOK Report Reiseführer 2014/2015


Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck"Kohle-für-Holz"- Spendenaktion gestartet
Das Sächsische Schmalspurbahn-Museum, genauer der museumsbetreibende Verein, hat eine Spendenaktion gestartet, um auch im kommenden Jahr mit dem Schwung aus diesem Jahr weiter an der Restauration seiner Exponate arbeiten zu können.
Insbesondere die Beschaffung von neuem Holz für Dacheindeckung bzw. Verkleidung der Wagen ist eine kostenintensive Angelegenheit und deshalb lautet das Motto der Aktion "Kohle für Holz".
So soll über einen längeren Zeitraum der finanzielle Spielraum für den Wiederaufbau einiger besonders betroffener Wagen vergrößert werden oder angefangene "Baustellen" wie z.B. der Packwagen 979-334 mit dem Neuaufbau des Daches vollendet werden.
Mehr Einzelheiten wie auch die entsprechende Bankverbindung zum Spendenkonto stellt der Verein auf der Internetseite www.kohle-fuer-holz.de vor. Er dankt schon heute für Ihr Interesse (Pressemeldung Sächsisches Schmalspurbahn-Museum Rittersgrün e.V., 21.10.14)
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RechteckMuseums-Tramway Mariazell
Foto Jürgen LeindeckerFoto Jürgen Leindecker
Foto Jürgen LeindeckerFoto Jürgen Leindecker
Foto Jürgen LeindeckerFoto Jürgen Leindecker
…Manche Dinge sind so unglaublich, dass man sich auch nach Jahrzehnten noch die Augen reibt. Am 02. September 1983 haben wir in Mariazell zum ersten Mal den Aufbau der Museums-Tramway beobachtet. Auf halbem Wege zum Erlaufsee war damals die Trasse bereits erstellt und die ersten Dampf-Fahrten fanden statt.
Am 08. Oktober 2014 führte uns ein Besuch bei der neuen Mariazeller Bahn wieder einmal nach Mariazell und an der Straßenbahn wurde wieder gearbeitet. Über 30 Jahre später entwickelt sich die Strecke jetzt Richtung Mariazell-Stadt und ein Gleisdreieck, zum Teil auf der "Gußwerker Strecke" der Schmalspurbahn angelegt, komplettiert die Anlage.
Auch an den Oberleitungen wurde im Bereich des Mariazeller Bahnhofs gearbeitet (Jürgen Leindecker
, 21.10.14).

RechteckZittauer Schmalspurbahn
Foto Heinz SeyfertFoto Heinz Seyfert
Foto Heinz SeyfertFoto Heinz Seyfert
Foto Heinz SeyfertFoto Heinz Seyfert
Am 10./11. Oktober fand ein Fotogüterzug mit der Dampflokomotive 99 1787-3, wie er vor etwa 40 Jahren im Zittauer Gebirge üblich war, statt. Am Freitag wurden zwei Regelspurfahrzeuge in der Rollwagengrube in Zittau auf die Rollfahrzeuge verladen. Mit zum Einsatz bei der Verladunggelangte die 112 331-4(V100) der OSEF e. V. aus Löbau/Sachsen. Am Abend fand eine Nachtfotoparade vor dem Historischen Lokschuppen statt. Des weiteren konnte die moderne Fahrzeughalle für die Unterbringungdes Wagenparks besichtigt werden. Am Sonnabend wurde von Zittau ausgehend das gesamte Streckennetz bis nach Oybin und Jonsdorf mit zahlreichen Fotohaltenbefahren (Heinz Seyfert, 21.10.14)
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Tanago

Mit der Kamera notiert

RechteckAirolo
Foto André NiederbergerFoto André Niederberger
Bei Airolo wird zurzeit die Baureihe 187 getestet (André Niederberger, 21.10.14.

RechteckHegyeshalom
Foto Raimund WyhnalFoto Raimund Wyhnal
Foto Raimund WyhnalFoto Raimund Wyhnal
…Im Bereich zwischen Hegyeshalom und Langenlebarn konnte unter anderem die Werkslokomotive von Lafarge Hegyeshalom mit einem stattlichen Zug fotografiert werden
(Raimund Wyhnal, 21.10.14).

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Bahnberufe

Europa

RechteckFrankreich: Alstom liefert grenzüberschreitende Trams für Strasbourg
Alstom hat am 20.10.14 mit der Communauté des Transports Strasbourgeois einen Rahmenvertrag für die Lieferung von 50 Citadis-Straßenbahnen unterzeichnet. Der erste Teil der Vereinbarung betrifft eine Bestellung für 12 Straßenbahnen im Wert von insgesamt 41 Mio. Euro. Diese werden voraussichtlich Ende 2016 in Betrieb gehen.
Die Straßenbahnen ergänzen die bestehende Flotte von 41 im Jahr 2003 bestellten Citadis-Trams im Rahmen der Verlängerung der Linien A (Verlängerung von 13 auf 14.7 km] und D [Verlängerung von 8,7 auf 12,6 km]. Sie werden damit das Stadtzentrum Strasbourg sowohl mit dem Zentrum von Illkirch-Graffenstaden als auch grenzüberschreitend mit Kehl in Deutschland verbinden.
Es handelt sich um die erste Straßenbahn einer in Frankreich tätigen Verkehrsgesellschaft, die eine Landesgrenze überquert. Die 45 m langen Citadis-Straßenbahnen erfüllen deshalb auch die Vorschriften nach BoStrab für den Betrieb in Deutschland (WKZ, Quelle Alstom, 21.04.14).

RechteckFrankreich: Streit um Liberalisierung des Busfernverkehrs
Mit dem Gesetzentwurf zur Förderung von Wachstum hat der französische Minister für Wirtschaft, Emmanuel Macron, auf der Ministerratskonferenz am 15.10.14 auch eine Lockerung der Vorschriften für den Bus-Transport in Aussicht gestellt. "Das Serviceangebot im Bus-Transport wird frei im ganzen Land durchgeführt werden", heisst es im Gesetzesprojekt zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Eine interregionale Bus-Liberalisierung könnte bis zu 10.000 Arbeitsplätze schaffen. Der Nationale Verband der Personenbeförderung (Fédération nationale des transports de voyageurs, FNTV) geht sogar von 16.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen aus. Diese Zahl entspricht den Empfehlungen der Wettbewerbsbehörde, die im Februar betonte, dass nur 0,0005% der Fernreisen in Frankreich mit dem Bus durchgeführt werden, gegen 4% in Großbritannien oder 5% in Schweden.
Eine Liberalisierung des Bustransports würde demnach "alle Territorien dynamisieren und vor allem diejenigen, die nicht über ein wirksames und erschwingliches öffentliches Verkehrsangebot verfügen", erklärte der FNTV. Als Beispiel nennt sein Präsident Michel Sey die Verbindung Lyon - Clermont-Ferrand - Bordeaux. Hier seien die "regionalen Bahnverbindungen teuer und selten", so dass Busbetreiber ihre Angebote flexibel anbieten könnten.
Auch die Benutzerorganisation der Verkehrsteilnehmer (Fédération Nationale des Associations d'Usagers des Transports, FNAUT) würde ein komplementäres Nebeneinander von Bus und Bahn begrüßen, wo dies sinnvoll ist. Sie verlangt aber die Busliberalisierung solange zurückzustellen, bis die Qualität und Produktivität des Eisenbahnsystems wieder hergestellt sind.
Der Bus "kann Bereiche abdecken, wo es keine Eisenbahninfrastruktur zu attraktiven Preisen gibt", stellt auch Laurent Mazille, Direktor für institutionelle Beziehungen von Transdev, fest. Transdev mit Eurolines und SNCF mit iDBUS könnten zusammen zusätzlich "mehr als 40 Verbindungen" anbieten.
Eurolines (Transdev) und iDBUS (SNCF) teilen sich derzeit den Markt für Fernbusreisen in Frankreich und verbinden 61 Städte durch 175 Linien, von denen zehn 75% der Nachfrage repräsentieren und parallel zu den TGV-Linien fahren. Alle Akteure sind jedoch von der Notwendigkeit einer Steuerung des Fernverkehrs überzeugt, die aktuell die für Eisenbahn zuständige Regulierungsbehörde Araf sein könnte.
Heute können die Fahrten mit dem Bus nur organisiert werden, wenn eine lokale Regierung eine Vereinbarung mit dem Transportunternehmen unterzeichnet oder wenn sich das Fahrzeug auf eine internationale Reise begibt (Kabotage), auch wenn diese mehrere französische Städte anfährt und die Reise kurz hinter der Grenze beendet wird. Edward Hodgson, Generaldirektor des Unternehmens Megabus.com nennt diese Gesetzgebung "etwas archaisch" und glaubt, dass eine Liberalisierung den Tourismus fördern und die lokale Wirtschaft stärken würde.
Allerdings hat die Vereinigung der Regionen Frankreichs (l'Association des régions de France, ARF) in einer Pressemitteilung gewarnt, sie "werde wachsam sein, dass die Bus-Liberalisierung nicht auf Kosten der jahrelangen Anstrengungen zum Aufbau für den TER-Verkehr (Transport express régional) gehe."
Derzeit werden von allen TER-Linien unter Verantwortung der Regionen 260 mit der Bahn und 240 mit dem Bus durchgeführt. Die ARF bedauert, dass die Regierung "den Wettbewerb zwischen Schiene und Straße fördere, anstatt den Wettbewerb innerhalb des Verkehrs-trägers Schiene". Der Eisenbahnsektor sei nach Ansicht der ARF "ohnehin aufgrund fehlender öffentlicher Mittel, abgrundtiefer Schulden, niedriger Produktivität bei SNCF und RFF und geringerer Umsätze" geschwächt.
Die Gewerkschaft SUD-Rail übt Kritik an einer Form von "Sozialdumping", da die Busliberalisierung die sozialen Bedingungen "in den Abgrund ziehe"
(WKZ, Quelle Figaro, 21.04.14).

RechteckSpanien: Regionalregierung plant Verbindungsstrecke für die FGC in Barcelona

Die katalanische Regionalregierung beabsichtigt die beiden Netze Linea de Anoia (Meterspur) und Linea de Valles (Normalspur) der regionalen Bahngesellschaft FGC (Ferrocarrils de la Generalitat) über eine unterirdische Neubaustrecke im Stadtbereich von Barcelona zu vereinen. Eine entsprechende Studie dazu wurde vom Präsidenten der katalanischen Regionalregierung Santa Vila und dem Präsidenten der FGC Enric Tico vorgestellt.
Für geschätzte 321 Millionen Euro sollen danach der Endpunkt der Meterspurlinie am Plaza de Espanya mit einer neuen Station Gracia verbunden werden. Dort besteht dann Übergang zur Normalspurlinie metro de Valles. Weitere Stationen zwischen den Endpunkten der neuen Linie sind vorgesehen.
Ein endgültiger Plan könnte im Jahr 2015 vorgelegt werden. Nach einer weiteren Vorlaufzeit von etwa vier Jahren könnte der Baubeginn, falls die Finanzierung gesichert ist, dann im Jahr 2020 erfolgen. Die Bauzeit wird mit vorläufig drei bis vier Jahren veranschlagt
(hd, 21.04.14).

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