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LOK Report – News von Freitag, 27.01.12

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Foto Kai Michael Neuhold TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
145 Millionen Euro Bundesmittel
in Lärmschutz investiert
Absatzlinie
Arbeitskreis legt "Plan A"
für Nahverkehr in München vor
Absatzlinie
Gutes Jahr 2011 für die SNCF
Absatzlinie
DO & CO ist neuer ÖBB-Caterer

Absatzlinie
SLB erprobt Gravita 10 BB

Absatzlinie
Baustart für mehr Bahn
in und um Schaffhausen

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Kai Michael Neuhold

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik

RechteckAllianz pro Schiene: Schiene wächst stärker als Auto-Verkehr

Entwicklung der Verkehrsleistung (Pkm), indexierte Darstellung. Quelle: Allianz pro Schiene auf Basis von Verkehr in Zahlen 2011/2012, Destatis vom 26.01.2012, Gleitende Mittelfristprognose Sommer 2011 i.A. des BMVBS. Eisenbahn Nahverkehr inkl. S-Bahnen
.
Die Beförderungsleistung der Eisenbahnen im Personenverkehr ist in den vergangenen zehn Jahren um 20 Prozent gestiegen, während die Pkw-Nutzung mit einem Plus von lediglich vier Prozent nahezu stagniert. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes und Berechnungen der Allianz pro Schiene auf Basis der amtlichen Prognose des Bundesverkehrsministeriums hervor. "Die Eisenbahn hat von 2002 bis 2011 ein Rekordwachstum hingelegt", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Donnerstag in Berlin. "Obwohl die Zahl der Pkw in den Straßen seit Jahren ansteigt, fahren die Deutschen übers Jahr gesehen nur unwesentlich mehr Auto als vor zehn Jahren", sagte Flege.
Das Rekordwachstum der Eisenbahn verteilt sich allerdings unterschiedlich auf die Sparten Nah- und Fernverkehr. Die Allianz pro Schiene wies darauf hin, dass die Nachfrage im Schienennahverkehr deutlich stärker gewachsen sei als im Fernverkehr. So konnten die Nahverkehrszüge (inklusive S-Bahnen) ihre Verkehrsleistung in zehn Jahren um fast 30 Prozent steigern, während der Fernverkehr auf der Schiene im selben Zeitraum nur um neun Prozent zulegte. "Der von den Bundesländern organisierte Schienenpersonennahverkehr entwickelt sich zu einer echten Erfolgsstory", sagte Flege. "Die Menschen wollen Bahn fahren. Wenn das Angebot stimmt, dann stürmen die Fahrgäste in die Bahnen."
Vor dem Hintergrund der stark wachsenden Nachfrage appellierte die Allianz pro Schiene an die Bundesregierung und die Bundesländer, die Weichen für eine Angebotsausweitung im Schienenpersonennahverkehr zu stellen. "Die Regionalisierungsmittel, mit denen die Länder die Nahverkehrsleistungen bestellen, müssen jährlich um mindestens 2,5 Prozent angehoben werden, um mit der Nachfrage Schritt halten zu können." (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 27.01.12).

RechteckDeutsche Bahn: 145 Millionen Euro Bundesmittel in Lärmschutz investiert
Bei der Lärmminderung hat die Deutsche Bahn im vergangenen Jahr gute Fortschritte gemacht. "Mit dem Bau von 55 Kilometer neuen Schallschutzwänden und der Lärmsanierung von 2.550 Wohnungen sind wir im vergangenen Jahr wieder ein gutes Stück beim Lärmschutz vorangekommen. Zusammen mit den innovativen Maßnahmen haben wir in 2011 insgesamt rund 145 Millionen Euro Bundesmittel und rund 6 Millionen Eigenmittel der Bahn in den Lärmschutz investiert", bilanziert Oliver Kraft, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG, den Erfolg des Lärmsanierungsprogramms. "Auch im laufenden Jahr werden wir unter Hochdruck an der Umsetzung des Programms arbeiten. Vorgesehen sind unter anderem die Errichtung von Schallschutzwänden auf einer Länge von rund 55 Kilometern sowie deutlich über 2000 Wohnungssanierungen."
Von den derzeit rund 3.400 Streckenkilometern des Lärmsanierungs- programms sind rund 30 Prozent saniert. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren 387 Kilometer Schallschutzwände gebaut und über 46.400 Wohnungen mit Schallschutzfenstern ausgerüstet worden. Wichtiger Bestandteil bei der Umsetzung zur Lärmminderung ist das 1999 von der Bundesregierung aufgelegte Programm "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes".
"Unser Ziel ist, den Bahnlärm spürbar und dauerhaft zu vermindern. Bis 2020 soll die Belastung in den besonders belasteten Siedlungsgebieten halbiert werden. Das Ziel erreichen wir auf drei Wegen: Wir fördern die sogenannte Flüstertechnik, um die Züge selbst leiser zu machen, wir fördern Maßnahmen zur Lärmminderung an den Strecken und wir ändern die rechtlichen Rahmenbedingungen, um Investitionen in den Lärmschutz für die Eisenbahnunternehmen attraktiv zu machen", so Professor Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister.
Im Jahr 2011 lagen die Schwerpunkte der Lärmschutzmaßnahmen in Hamburg, Bremen und Bremerhaven, in Niedersachsen im Landkreis Northeim und entlang der Strecke Wunstorf–Stadthagen, in den nordrhein-westfälischen Städten Unna, Köln und Neuss, in Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen, in Hessen in Burghaun und Bensheim, in Baden-Württemberg im Filstal und in Freiburg (Breisgau) sowie in Bayern in Nürnberg und u. a. in Neustadt/Aisch und in Feucht.
Ergänzend zum Programm der Bundesregierung zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes wurden von 2009 bis 2011 aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes 13 neue und innovative Technologien in 88 Einzelmaßnahmen umgesetzt. Der Fokus des Programms lag hierbei auf Strecken für den Güterverkehr, wie zum Beispiel dem Mittelrheintal (Pressemeldung Deutsche Bahn, 27.01.12).

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Rechnergestützten Betriebsleitsysteme für bessere Anschlüsse
Die HaCon Ingenieurgesellschaft mbH und DB Regio Bus haben heute einen Vertrag über RBL-Light unterzeichnet. "RBL" steht für "rechnergestütztes Betriebsleitsystem" und bedeutet umfassendere Fahrgastinformation und verbesserte Anschlusssicherung zwischen Bus und Bahn.
Die DB-Busgesellschaften werden bis 2014 den Großteil ihrer Flotte mit RBL-Light ausgerüstet haben. Jeder Bus, der an das neue System angeschlossen ist, erhöht die Qualität und Attraktivität des Regionalverkehrs. Je mehr Busgesellschaften teilnehmen, desto dichter wird das Informationsnetz und umso mehr Fahrgäste profitieren davon. Dementsprechend ist eine Erweiterung auf externe Verkehrsunternehmen in Planung.
"Mit RBL-Light kommen moderne Apps zum Busfahrer, die es erlauben, aktuelle Angaben zur Pünktlichkeit und zum Anschlussstatus zu ermitteln. So sind Fahrer und Fahrgäste gleichermaßen gut informiert", sagt Michael Frankenberg, geschäftsführender Gesellschafter HaCon.
"Zuverlässige Anschlüsse und pünktliche Busse sind das, was unsere Kunden wünschen", sagt Michael Hahn, Vorstand DB Regio Bus. "Mit RBL-Light sind wir diesem Ziel einen sehr großen Schritt näher gekommen."
Mit circa 784 Millionen Fahrgästen im Jahr 2010 und 150.000 Busverbindungen täglich ist die Deutsche Bahn der größte Anbieter im deutschen Busverkehr. 22 Busgesellschaften in ganz Deutschland sowie weitere 70 Beteiligungen an Verkehrsunternehmen gehören dazu.
HaCon beschäftigt mehr als 150 Mitarbeiter aus den Bereichen Informatik und Verkehrsplanung, erstellt Softwarelösungen und bietet Beratungsleistungen an. Es ist eines der führenden europäischen Unternehmen für Planungs- und Informationssysteme (Pressemeldung Deutsche Bahn, 27.01.12).

RechteckFunkwerk: Rechnergestützten Betriebsleitsysteme für bessere Anschlüsse
Foto FunkwerkFoto Funkwerk
Im Rahmen der fortschreitenden Internationalisierung ist die Funkwerk AG – führender Hersteller von professionellen Kommunikations- und Informationslösungen - 2012 erstmals auf der Eurasia Rail vertreten, um dem Eisenbahn-Fachpublikum aus der Türkei und den umliegenden Staaten aktuelle Anwendungen aus der Signaltechnik, der Kommuni-kationstechnik und der Fahrgastinformation zu präsentieren. Die Messe für Rolling Stock, Infrastruktur und Logistik findet vom 8. bis 10. März 2012 in Istanbul statt.
Premiere im Bereich Fahrgastinformation hat mit Solar(L)ink ein solarbetriebener Kleinanzeiger für kleine Stationen (Bahn, Tram, Bus). Seit 2011 in Serienproduktion, zeichnen ihn seine exzellente Lesbarkeit in E-Ink-Technologie, ein äußerst niedriger Energieverbrauch, Wartungsfreiheit und leichte Montage/Inbetriebnahme aus. Solar(L)ink ist optimal für den Einsatz an Haltepunkten ohne Energie- und Datenversorgung geeignet. Die Ansteuerung erfolgt durch einen zentralen Server über GPRS/GSM.
Außerdem wird ein kostengünstiger und robuster TFT-Anzeiger vorgestellt, der aufgrund flexibler Montagemöglichkeiten und der vorbereiteten Anbindung an die Fahrgastinformationsanlagen optimal für den Einsatz im Bahnhofsumfeld geeignet ist.
Darüber werden die vielfach im Einsatz bewährte CAIMAN-Softwareplattform für das zuverlässige Management von Fahrgastinformationen sowie im mobilen Bereich ein modulares Baukastensystem für Information, Sicherheit und Unterhaltung gezeigt.
Mit der Alister-Plattform zeigt Funkwerk eine moderne Stellwerkslösung, die nach den aktuellen CENELEC-Standards konzipiert wurde und auf Standard-Komponenten basiert, die bis SIL 4 zugelassen sind. Das modulare Systemkonzept von Alister bietet nicht nur deutliche Kostenvorteile über den gesamten Lebenszyklus, sondern auch mehr Flexibilität. So ist Alister sowohl im Personenverkehr als auch in Rangier- und Ablaufanlagen, Depots oder bei Werkbahnen einsetzbar.
Für die praxisgerechte Ausbildung und Schulung von Personal für Leitzentralen und Stellwerke wird die Betriebs- und Stellwerkssimulation BEST gezeigt. Vorteile des wirtschaftlichen Ausbildungssystems sind verkürzte Trainingszeiten, mehr Handlungssicherheit des Personals und erhöhte Sicherheit im Betrieb. Europaweit werden jedes Jahr rund 3.500 Fahrdienstleiter mit BEST geschult.
Mit MESA 23 zeigt Funkwerk eine Variante aus der weltweit erfolgreichsten Serie von Zugfunkterminals. Das GSM-R-Gerät für die Kommunikation zwischen Zug und Bahnzentrale kann individuell auf nationale Erfordernisse sowie die räumlichen und technischen Bedingungen auf Schienenfahrzeugen zugeschnitten werden.
Eine tragbare GSM-R-Lösung zeigt Funkwerk mit den dual-mode-fähigen Handfunkgeräten der focX-Produktfamilie. Sie sind aufgrund ihres Schutzgrades IP 65 in verschiedenen Anwendungsbereichen auch unter rauen Bedingungen einsetzbar.
Weiterhin bietet Funkwerk GSM-R-Funkgeräte zur Zugsteuerung ETCS an sowie Prüf- und Messtechnik für Installation und Service (Pressemeldung Funkwerk, 27.01.12).

Aus den Ländern

RechteckBaden-Württemberg: VCD kritisiert verfehlte Infrastrukturpolitik des Bundes
Über 9,5 Milliarden Euro werden für den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in Baden-Württemberg benötigt, davon alleine über sieben Milliarden Euro zur Beseitigung von Engpässen, ergab eine Analyse des ökologischen Verkehrsclub. Tatsächlich werde aber in den nächsten Jahren nur rund 400 Millionen Euro in die Engpassbeseitigung investiert, kritisiert der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb: "In Baden-Württemberg werden die Bundesmittel in die falschen Projekte investiert. Anstatt die Engpässe im Rheintal zu beseitigen, was einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen hätte, baut der Bund mit vielen Milliarden einen neuen Bahnhof und eine Strecke von Stuttgart nach Ulm, obwohl dort aktuell und in Zukunft keine Überlastung zu erwarten ist."
Berechnungen im Auftrag der Bundesregierung hätten für den Ausbau der Rheintalbahn und des Knoten Mannheims einen volkswirtschaftlichen Nutzen von über fünf Milliarden Euro ergeben, für die Strecke Stuttgart – Ulm hingegen nur von rund 500 Millionen Euro, so der VCD.
Dennoch werde jetzt zuerst die Strecke nach Ulm gebaut, während für die Rheintalbahn kein Geld für den Ausbau zur Verfügung stünde, bemängelt der VCD-Landesvorsitzende.
"Die geringen Mittel des Bundes reichen allerhöchstens für ein Großprojekt in Baden-Württemberg aus – entweder Rheintalbahn oder Stuttgart 21 mit Neubaustrecke (NBS) Wendlingen – Ulm", erklärt Matthias Lieb mit Blick auf die anderen Bundesprojekte, wie zum Beispiel die Strecke Nürnberg – Erfurt – Halle, für die immer noch drei Milliarden Euro bis zur Fertigstellung fehlen würden.
Der VCD weist darauf hin, dass es für die als ‚prioritär' eingestuften Maßnahmen in Baden-Württemberg bis heute keine abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarungen gäbe. "Angesichts der Unterfinanzierung des Investitionsrahmenplanes des Bundes und der teuren begonnenen Projekte in Baden-Württemberg ist der Baubeginn sowohl der Südbahn als auch der Gäubahn als auch weiterer Abschnitte der Rheintalbahn bis 2015 völlig unrealistisch", rechnet Matthias Lieb vor.
Der VCD fordert vom Bund eine neue Investitionsstrategie für den Ausbau der Schienen-wege: "Der Bund vernachlässigt die Pflichtaufgaben zugunsten politisch motivierter Projekte – Vorrang muss die Engpassbeseitigung und die Umsetzung von Maßnahmen mit hohem volkswirtschaftlichen Nutzen haben", so Matthias Lieb.
Aus VCD-Sicht wäre insbesondere der Knoten Mannheim mit vergleichsweise geringen Kosten von 160 Millionen Euro, einem Nettonutzen von 360 Millionen Euro und einem hohen Kosten-Nutzen-Faktor von 3,5 vorrangig umzusetzen. An nächster Stelle folgt der Bau der Rheintalbahn. Auch die Gäubahn und Südbahn mit ihren vergleichsweise geringen Baukosten und ebenfalls hohen Nutzen-Kosten-Faktoren wären vor Stuttgart 21/NBS Wendlingen – Ulm zu realisieren, wenn man mit dem Bau von Verkehrswegen einen volkswirtschaftlichen Nutzen erzielen wolle, meint der VCD abschließend (Pressemeldung VCD Baden-Württemberg, 27.01.12).

RechteckBayern: MVG verzeichnet siebten Fahrgastrekord in Folge
2011 hatte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) so viele Fahrgäste wie noch nie. Die Nachfrage stieg zum siebten Mal in Folge und erreichte einen neuen Rekordwert. Nach Auswertung von Verkaufserlösen und Fahr-gastzählungen dürfte der Zuwachs rund 2 Prozent betragen. Damit hätte die MVG im vergangenen Jahr ca. 522 Millionen Fahrgäste mit U-Bahn, Bus und Tram befördert, 10 Millionen mehr als 2010 (512 Millionen Fahrten). Seit 2004 – damals fuhren 442 Millionen Fahrgäste mit den MVG-Verkehrsmitteln – ist das Fahrgastaufkommen damit um insgesamt 18 Pro-zent gewachsen. Exakte, endgültige Zahlen für 2011 – auch für die einzel-nen Betriebszweige – werden veröffentlicht, sobald sämtliche Daten aus dem Verkehrsverbund vorliegen und ausgewertet sind.
Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung und SWM Geschäftsführer Verkehr: "Die vorläufigen Rekordzahlen für das Jahr 2011 zeigen, dass U-Bahn, Bus und Tram in München weiter voll im Trend lie-gen. Immer mehr Münchner lassen ihr Auto stehen und entlasten damit die Umwelt; gerade bei jungen Menschen ist der Pkw kein Statussymbol mehr. Hinzu kommen mehr Studenten durch den doppelten Abiturjahrgang, mehr Touristen und weiter gestiegene Einwohnerzahlen in der gesamten Metro-polregion. Kehrseite dieser an sich sehr erfreulichen Entwicklung ist be-kanntlich, dass wir auf einigen Streckenabschnitten an unsere Leitungs-grenzen stoßen. Entlastung bringen soll hier die MVG-Angebotsoffensive 2010-2020. Ende 2011 haben wir bereits die Verstärkerlinie U7 eingeführt und das Tramnetz optimiert, heuer folgt bei der Tram die neue Ver-stärkerlinie 22 zur Lothstraße und Ende 2013 dann der 2-Minuten-Takt auf einem ersten U-Bahn-Abschnitt im morgendlichen Berufsverkehr. Parallel dazu muss das Netz auf absehbare Zeit weiter ausgebaut werden, um die Attraktivität das ÖPNV bei weiter steigender Nachfrage zu erhalten und zugleich neue Kapazitäten zu schaffen." (Pressemeldung MVG, 27.01.12).

RechteckBayern: Plan A zur Ertüchtigung der Schieneninfrastruktur im Raum München
Grafik: Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr
Seit sieben Jahren herrscht Stillstand bei der Münchner S-Bahn. Grund: der überflüssige und unbezahlbare Tieftunnel steht jeder Entwicklung im Weg. Deshalb haben die Verbände gemeinsam eine Strategie zur Verbesserung der S-Bahn München ausgearbeitet. Zentrales Ziel von "Plan A -- Das Konzept" ist ein lebenswerter, attraktiver und zukunftsfähiger Großraum München.
Die Lebensqualität im Großraum München ist durch die Belastungen des Straßenverkehrs, wie z.B. Lärm und Feinstaub, zunehmend in Frage gestellt. Daher ist es erforderlich diese Belastungen zu reduzieren. Bereits mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln kann ein 10-Minuten-Takt auf weiteren S-Bahn-Strecken eingeführt werden.
Durch eine Gesamtinvestition von 2,5 Milliarden Euro in das Bahnnetz (ohne städtische Infrastruktur) wird das Angebot für die Pendler substanziell verbessert. Unter anderem kann auf allen S-Bahn-Strecken der 10-Minuten-Takt eingerichtet werden. Damit können 1,5 Millionen Personen pro Tag zuverlässig befördert werden (doppelt so viel wie heute). Der jährliche Aufwand dafür ist deutlich geringer als die jährliche Investition der Stadt München für die U-Bahn in den 1980/90er Jahren
(Pressemeldung Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr, Arbeitskreis Baumgartner/Kantke/Schwarz, Bund Naturschutz in Bayern e.V., und andere, 27.01.12).

RechteckBrandenburg: ViP zieht Bilanz der Einführungsphase der "Variobahn"
Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH verfügt derzeit über sechs Fahrzeuge der neuen "Variobahn". Davon befinden sich vier im Regelbetrieb und zwei im Zulassungsprozess. Nach viermonatigem Alltagseinsatz zog ViP-Geschäftsführer Martin Grießner heute Bilanz:
"Die Abnahmen und bisherigen Zulassungen sowie die Einführung in den Regelbetrieb sind erfolgreich verlaufen. Unsere Kunden und Mitarbeiter/innen haben seit dem ,Rollout' am 17. September 2011 erste Erfahrungen gemacht. Diese sind mehrheitlich positiv. Auch der Prozess des Annehmens der für die Potsdamer Tramkunden teilweise noch ungewohnten Innenraumgestaltung schreitet voran. Die dennoch vorhandenen Optimierungspotenziale haben wir erkannt und werden deren Umsetzung gemeinsam mit dem Hersteller Stadler Pankow GmbH angehen."
In den vergangenen vier Monaten, in denen die "Variobahn" im Einsatz gewesen ist, erreichten die ViP sowohl positive als auch einige negative Rückmeldungen. Viele Kunden empfinden die Fahrgeräusche als angenehm leise. Ihnen gefallen die Helligkeit des Fahrzeuges, die großen Fenster und Türen sowie die zwei geräumigen Mobilitätsbereiche für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer/ innen. Die zwei Fahrscheinautomaten, die nun auch Geldscheine und EC-Karten akzeptieren, werden ebenfalls positiv bewertet. Kritisiert werden dagegen fehlende Haltemöglichkeiten. "Hier wird es Nachbesserungen geben, Lösungsvorschläge der ViP sind bereits mit dem Hersteller erörtert worden.", so Martin Grießner.
Die ViP hatte sich bei der Innenraumkonzeption zu Gunsten der Mobilitätsbereiche und eines besseren Fahrgastflusses, für weniger Sitzplätze und damit mehr Stehplätze entschieden – unter Berücksichtigung der Hinweise des Kundenbeirates, der Behindertenvertretungen sowie der Anregungen von Fahrgästen und Fahrern zu bestehenden Fahrzeugen.
Auch bei der Gestaltung des Führerstandes der "Variobahn" waren die Hinweise des Fahrpersonals berücksichtigt worden. Die theoretische und praktische Schulung des ViP-Fahrpersonals auf den neuen Fahrzeugtyp läuft derzeit parallel zur Inbetriebnahme der weiteren Fahrzeuge.
Die restlichen vier Fahrzeuge des insgesamt zehn Fahrzeuge umfassenden ersten Loses werden bis zur Jahresmitte durch die Stadler Pankow GmbH ausgeliefert und in Betrieb genommen. Dabei werden die Fahrzeuge bereits ab Werk mit den verbesserten Haltemöglichkeiten geliefert, während die sechs schon vorhandenen Fahrzeuge in Potsdam umgerüstet werden. Potsdam hat somit den jüngsten und zukunftsfähigsten Wagenpark im Land Brandenburg. Straßenbahnen haben eine kalkulierte Betriebsdauer von ca. 30 Jahren (Pressemeldung ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH, 27.01.12).

RechteckHamburg: Präsentation der neuen U-Bahn
Foto Hochbahn
Am kommenden Sonnabend, 28. Januar 2012, stellt die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) das neue U-Bahn-Fahrzeug DT5 der Öffentlichkeit vor. Der U-Bahn-Triebwagen DT5 ist geprägt von einer eleganten Edelstahloptik und einem modernen Design. Die einzelnen Fahrzeuge sind durchgängig begehbar und mit Klimaanlage und zusätzlichen Informationssystemen ausgerüstet.
Das erste Fahrzeug traf am 1. Dezem-ber 2011 in Hamburg ein. Im kommenden Sommer wird der DT5 nach Abschluss der aktuell laufenden Tests in den Fahrgastbetrieb gehen. Bevor der DT5 seine Testfahrten im Hamburger U-Bahn-Netz beginnt, präsentiert die HOCHBAHN das neue Flaggschiff der Hamburger U-Bahn-Flotte der Hamburger Öffentlichkeit, damit sich die Hamburgerinnen und Hamburger ihr eigenes Bild machen können.
Sonnabend, 28. Januar 2012, 10 bis 18 Uhr Haltestelle Jungfernstieg, U2-Ebene (Richtung Mümmelmannsberg)
(Pressemeldung Hochbahn, 27.01.12).

RechteckSachsen: Erzgebirgsbahn seit 10 Jahren in der Erfolgsspur
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Foto Kai Michael NeuholdFoto Kai Michael Neuhold
Lutz Mehlhorn, Chef der Erzgebirgsbahn war sichtlich erfreut über den 10-jährigen Geburtstag seines Unternehmens. Zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung ins Chemnitzer Rathaus. Fotos Kai Michael Neuhold.

Seit nunmehr 10 Jahren sorgt die Erzgebirgsbahn (EGB) für einen attraktiven und zuverlässigen Schienenpersonennahverkehr auf vier Eisenbahnlinien im westsächsischen Raum. Dabei hat sie sich als zuverlässiger Partner für Fahrgäste, Kommunen und den Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) erwiesen. Seit Gründung der mittelständischen Bahntochter im Januar 2002 wurden durch den Bund, den Freistaat Sachsen, den VMS und die EGB rund 200 Millionen Euro in den Um- und Ausbau des Streckennetzes, die Installation moderner Leit- und Sicherungstechnik sowie die komplette Erneuerung der Fahrzeugflotte investiert.
"Diese Investitionen haben dazu beigetragen, den Schienenpersonennahverkehr in der Region wiederzubeleben, die Fahrzeiten deutlich zu verkürzen und somit eine echte Alternative zum Individualverkehr zu bieten", machte Lutz Mehlhorn, Chef der Erzgebirgsbahn heute im Chemnitzer Rathaus anlässlich einer Feierstunde zum 10-jährigen Geburtstag deutlich. "Im Jahre 2002 sind wir mit dem Ziel angetreten, die schwach ausgelasteten und von Stilllegung bedrohten Schienenstrecken in der Region durch kostengünstige Betriebs- und Infrastrukturmaßnahmen zu erhalten und einen auf die Bedürfnisse vor Ort ausgerichteten Bahnverkehr anzubieten. Heute können wir voller Stolz sagen, dieses Ziel wurde erreicht", so Mehlhorn weiter.
Rund 5.000 Fahrgäste, und damit mehr als dreimal soviel wie 2002, sind heute trotz sinkender Einwohnerzahlen in der Region täglich mit der Erzgebirgsbahn unterwegs. Und diese Fahrgäste bescheinigen ihrer Bahn eine hohe Qualität. Seit Jahren liegt die EGB bei Umfragen des renommierten Infas-Instituts im bahninternen Vergleich ganz weit vorn. Mit einem aktuellen Gesamtzufriedenheitsindex von 82 auf einer bis 100 reichenden Skala, konnte die EGB dies auch im Jahr 2011 bestätigen. EGB-Chef Mehlhorn führt diesen Trend vor allem auf die anhaltend hohe Pünktlichkeitsquote von 99 Prozent im Jahresdurchschnitt 2011 sowie das hohe Engagement seiner Mitarbeiter zurück. Zudem sei die gute Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Mittelsachsen, zahlreichen Kommunen, touristischen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
Seit nunmehr fünf Jahren bildet die Erzgebirgsbahn junge Leute aus. Insgesamt sechs Azubis erlernen hier gegenwärtig einen Beruf. Bisher wurden alle Auszubildenden nach Abschluss ihrer Lehre von der Erzgebirgsbahn übernommen.
Die EGB mit Sitz in Chemnitz wurde im Jahre 2002 als eines von fünf Regio-Netzen unter dem Dach der Deutschen Bahn als mittelständisches Unternehmen gegründet. Sie beschäftigt gegenwärtig rund 250 Mitarbeiter, die für einen reibungslosen Betrieb auf dem 252 km langen Streckennetz sorgen. Dazu gehören vier Linien: Chemnitz–Aue, Zwickau–Johanngeorgenstadt, Chemnitz–Flöha–Olbernhau-Grünthal und Chemnitz–Flöha–Annaberg-Buchholz–Bärenstein–Vejprty. Zudem sind sie verantwortlich für die Instandhaltung der Gleisanlagen, der rund 220 Bahnübergänge, 282 Brücken, 608 Durchlässe und vier Tunnel und der 74 gepachteten Verkehrsstationen (Pressemeldung Deutsche Bahn, Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de, 27.01.12).

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Harzer Schmalspurbahnen

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (27.01.12).

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Bahnberufe

Mit der Kamera notiert

RechteckInselbahnsteig am Bahnhof Brenner
Foto GKFoto GK
Impressionen vom Inselbahnsteig im Bahnhof Brenner, 21.01.2012. Das Wasser fließt an den Außenseiten der Dachrinnen ab und überzieht diese mit einer Kristallschicht aus Eis. An manchen Stellen fehlt in den Duchbrüchen das Rohr, dort bilden sich imposante Eiszapfenknäuel. Leider ist es nicht nur schön und bizarr, sondern auch gefährlich für alle, die sich darunter aufhalten (müssen) (GK, 27.01.12).

RechteckGäste in Bielefeld
Foto Matthias SchützFoto Matthias Schütz
Am 26.1.12 konnte ich bei brilliantem Wetter folgende "seltene Gäste" im HBF Bielefeld sichten: 253 015 der PRESS mit Holzzug i.R. Hannover, vermutlich mit Ziel Niedergörne sowie 110 438 mit einem ICE-Steuerwagen im Schlepp (Matthias Schütz, 27.01.12).

RechteckPraha CKD Trakce
Foto Martin KubikFoto Martin Kubik
Der ehemalige Prager Lokbetrieb CKD im Viertel Liben und Vysocany wurde im Jahr 1999 eingestellt. Auf der Anschlußbahn fuhr im Jahre 2003 der letzte Zug. Nun ist diese Strecke nach Fahrradweg (Martin Kubik, 27.01.12).

RechteckViertelzüge in Dessau
Foto Holger GrunowFoto Holger Grunow
Am 26.01.2012 wurden die letzten beiden hauptuntersuchten Viertelzüge der BR 485/885 aus dem DB Werk Dessau in die S-Bahn-Hauptwerkstatt nach Berlin-Schöneweide überführt, hier Locon 215 mit 485/885 096 und 485/885 108 kurz vor Berlin auf dem Südlichen Berliner Außenring in Saarmund (Holger Grunow, 27.01.12).

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BAG-SPNV

Europa

RechteckEU: Niederlande zur vollständigen Umsetzung der Interoperabilität aufgefordert
Die Europäische Kommission hat am 26.01.12 die Niederlande aufgefordert, eine Richtlinie über die Interoperabilität des Eisenbahnsystems umzusetzen, die den Eisenbahnsektor in die Lage versetzen soll, effektiver in den Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern zu treten. Die Niederlande haben es bislang versäumt, der Kommission alle Maßnahmen mitzuteilen, die sie getroffen haben, um die Richtlinie 2008/57/EG in nationales Recht umzusetzen.
Die Aufforderung der Kommission ergeht in Form einer mit Gründen versehenen Stellungs-nahme im Rahmen des EU-Vertragsverletzungsverfahrens. Sollten die Niederlande die Kommission nicht innerhalb von zwei Monaten über die Maßnahmen unterrichten, die sie getroffen haben, um die EU-Rechtsvorschriften uneingeschränkt einzuhalten, kann die Kommission den Europäischen Gerichtshof anrufen.
Die Niederlande haben es versäumt, der Kommission alle Maßnahmen mitzuteilen, die getroffen wurden, um die neue Richtlinie vollständig umzusetzen, obwohl die Frist hierfür am 19. Juli 2010 auslief (Pressemeldung EU-Kommission, 27.01.12).

RechteckEU: Rechtliche Schritte gegen Bulgarien wegen des ersten Eisenbahnpakets
Die Europäische Kommission hat am 26.01.12 beschlossen, Bulgarien vor dem Europäischen Gerichtshof zu verklagen, weil es verschiedene Rechtsvorschriften des so genannten "ersten Eisenbahnpakets" nicht richtig umgesetzt hat. Konkret geht es um die Umsetzung der Bestimmungen bezüglich der Entgelte, die Eisenbahnunternehmen für den Zugang zur Infrastruktur entrichten müssen.
Vorrangiges Ziel des ersten Eisenbahnpakets ist die Schaffung einer Grundlage für Marktöffnung und Wettbewerb im Bereich der Schienenverkehrsdienste. Mit den Richtlinien soll in erster Linie die Unabhängigkeit des Infrastrukturbetreibers von den Eisenbahnunternehmen gewährleistet, die Basis für diskriminierungsfreie Trassenentgelte geschaffen und eine Regulierungsstelle eingerichtet werden, die Wettbewerbshindernisse beim Zugang zur Bahninfrastruktur ausräumt. Die Mitgliedstaaten mussten diese Richtlinien bis zum 15. März 2003 umsetzen. Im Falle Bulgariens galt als Umsetzungstermin das Beitrittsdatum 1. Januar 2007.
Nach eingehender Prüfung des Umsetzungsstands in Bulgarien wurde im Juni 2008 ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet und ein offizielles Mahnschreiben wegen mangelhafter Umsetzung der Eisenbahnrichtlinien versandt. Nachdem die nationalen Gesetze geändert wurden, um in verschiedenen Punkten den EU-rechtlichen Vorgaben zu entsprechen, wurde im März 2010 zu dem noch verbleibenden Verstoß hinsichtlich der Trassenentgelte eine mit Gründen versehene Stellungnahme versandt. Nach Prüfung der Antworten der bulgarischen Behörden hat die Kommission heute beschlossen, das Land vor dem Gerichtshof zu verklagen, weil die EU-Vorschriften noch immer nicht ordnungsgemäß umgesetzt worden sind.
Die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof ist die dritte Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens und leitet die Prozessphase ein. Der Gerichtshof muss nun über den in der Klage der Kommission erhobenen Vorwurf entscheiden. Gelangt er dabei zu dem Schluss, dass ein Verstoß gegen EU-Recht vorliegt, wird Bulgarien aufgefordert, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um dem Urteil des Gerichtshofs nachzukommen (Pressemeldung EU-Kommission, 27.01.12).

RechteckDänemark/Schweden: Västtrafik erweitert Warnung für DSB Väst
Während sich die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verbessert haben, kann die im Raum Göteborg operierende DSB Väst in einer Reihe von Bereichen immer noch nicht die vereinbarte Qualität liefern. Dies ist das Ergebnis einer jüngsten Überprüfung durch die schwedische Verkehrsbehörde Västtrafik.
Västtrafik erkennt in ihrem Bericht an, dass DSB Väst Fortschritte in einigen der kritisierten Punkte gemacht hat, zum Beispiel bei der Zug- und Personalplanung. Aber Västtrafik sagt auch, dass es einer weiteren Verbesserung bedarf. Es gäbe immer noch Lücken in Bezug auf Verwaltung und Steuerung, die zu Störungen im Verkehr führten, sagte Lars Backstrom, CEO von Västtrafik.
Västtrafik setzte deshalb eine neue Überprüfung Ende April an und vereinbarte bis dahin monatliche Treffen, um sicherzustellen, dass DSB Väst alle Anforderungen zur korrekten Durchführung des Nahverkehrs im Raum Göteborg erfüllen könne (WKZ, Quelle Pressemeldung DSB, 27.01.12).

RechteckFrankreich: Gutes Jahr 2011 für die SNCF
Die SNCF-Gruppe erreichte 2011 einen Umsatz von 32,6 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 7,2% (2,178 Milliarden Euro) gegenüber 2010 entspricht. Bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkurs stieg der Umsatz um 5,8% (1,748 Milliarden Euro).
Im Jahr 2011 hat der Konzern seine dynamisches Wachstum fortgesetzt, alle Sektoren nahmen zu, insbesondere SNCF Proximités und SNCF Voyages wiesen ein Umsatzplus von +7,2% bzw. +5,9% bei konstantem Konsolidierungskreis und Wechselkurs auf. Die Güter- und Logistiksparte konnte aufgrund eines Rückgangs in der zweiten Jahreshälfte das gesamte Jahr nur mit +3,3% Prozent abschließen.
Die Integration von Keolis, die Akquisition von SNCF Geodis, die Bildung der neuen Projekt-planungsgruppierungen Systra und Inexia und Änderungen der Wechselkurse gehen mit 430 Millionen Euro und einem Wachstum von 1,4% in die Konzernbilanz ein.
Die einzelnen Geschäftsbereiche in Zahlen (Sämtliche Werte bei konstantem Konsolidie-rungskreis und Wechselkurs):
• SNCF Infra: Umsatz von 5,295 Milliarden Euro, Anstieg um +4,6%. Dieser Anstieg spiegelt das anhaltende Wachstum der Modernisierungsarbeiten im Netz auf der einen und die Berücksichtigung der Vereinbarungen zwischen der SNCF und Réseau Ferré de France bei der Verwaltung des Schienennetzes auf der anderen Seite wider.
• SNCF Proximites: Umsatz von 12,324 Milliarden Euro, Wachstum um +7,2%. Die TER-Aktivitäten repräsentieren hier mehr als ein Drittel des Wachstums dank des Fehlens der Streiks des Vorjahres und der Zunahme an Pünktlichkeit und Regelmäßigkeit. Keolis trägt einen Anteil von knapp einem Drittel dank der Dynamik der internationalen Verkehrs-leistungen (einschließlich Großbritannien, Australien und Schweden) und der Erneuerung von Verträgen (Lille und Lyon) bei. Auf die Züge des territorialen Gleichgewichts (Trains d'Equilibre du Territoire, Intercités) entfällt fast ein Viertel des Wachstums, begünstigt durch eine Vereinbarung mit dem Staat. Transilien trägt bei einem moderaten Wachstum mit +3,6% bei.
• SNCF Voyages: Umsatz von 7,279 Milliarden Euro, Anstieg um +5,9%. Nach einem schwierigen Start durch Bauarbeiten auf dem Schienennetz und einer geringen Konjunktur erholte sich der TGV-Betrieb (einschließlich iDTGV) Mitte des Jahres und trug mit 5,8 Prozent in Frankreich und 6,5 Prozent bei den internationalen Angeboten (Eurostar und europäischen Tochtergesellschaften) zum Wachstum bei. Der Verkehr in Reisenden pro Kilometer stieg im Jahr 2011 um 3,6 Prozent, unterstützt durch erhebliche Werbeaktivitäten im heimischen Markt und Angebote im Ausland, insbesondere in der Schweiz, Benelux und Spanien.
• SNCF Geodis: Umsatz von 9,427 Milliarden Euro, Anstieg um +3,3%. Das Wachstum wurde vor allem in der ersten Hälfte des Jahres 2011 erreicht (+6,3%), während es in der zweiten Hälfte stagnierte (+0,4%), Grund war ein Rückgang in den Speditions-Aktivitäten (-7,8%) und auf der Straße (-5,1%). Ende Dezember 2011 erwirtschaftete SNCF Geodis 45% ihres Geschäfts im Ausland.
• Gares et Connexions: Umsatz von 1,166 Milliarden Euro, Anstieg um +2,9%. Zwei Drittel des Umsatzes stammen aus Zugangsgebühren zu den Bahnhöfen, die 2011 um 4,5 Prozent stiegen (WKZ, Quelle Pressemeldung SNCF, 27.01.12).

RechteckÖsterreich: DO & CO ist neuer ÖBB-Caterer am Zug
Foto ÖBB/Zenger
(v.l.n.r.) Der Koch, Attila Dogudan, CEO DO & CO und Christian Kern, Vorstandsvorsitzender ÖBB-Holding AG im Speisewagen. Foto ÖBB/Zenger
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Ab April wird die kulinarische Bewirtschaftung der ÖBB-Bordrestaurants und Trolleys der Österreichische Markencaterer DO & CO übernehmen. Mit dieser rot-weiss-roten Partnerschaft bauen die ÖBB ihre Angebots- und Serviceoffensive weiter aus. Bahnkunden wird ab April ein Top-Angebot aufgetischt.
Auf der neuen Speisekarte steht nicht nur eine deutliche Qualitätsverbesserung im Speisen- und Getränkeangebot sondern auch eine attraktive Preisgestaltung. Vertrauen in die Qualität und operative Exzellenz im Service des international erfahrenen Caterers waren ausschlaggebend bei der Auswahl.
"Die Entscheidung für DO & CO ist ein wichtiger Schritt bei unserer Service-Offensive. Unsere Kunden werden den Unterschied merken, nicht nur kulinarisch sondern auch beim Preis. Beide, die ÖBB und DO & CO, werden von der Zusammenarbeit enorm profitieren", so ÖBB-Vorstandsvorsitzender Christian Kern.
Nach einer zehnjährigen erfolgreichen Partnerschaft mit e-express, haben die ÖBB die Leistungen für das Catering am Zug 2011 neu ausgeschrieben. Die Beurteilung der Angebote erfolgte im Rahmen eines standardisierten Ausschreibungsverfahrens in Verbindung mit Kundenbefragungen. Entschieden wurde die Vergabe von einer Fachjury mit interner und externer Beteiligung. Bewertet wurde in erster Linie die Qualität des kulinarischen Angebotes und des Service-Konzeptes.
DO & CO wird auch das Service am Zug übernehmen und die Mitarbeiter des bisherigen Caterers e-express in seiner "DO & CO - Akademie" weiterbilden. DO & CO ist in Österreich unter den Marken DO & CO, Demel, Aioli und Henry vertreten und wird für die ÖBB-Kooperation mit einer neu entwickelten Gourmet-Marke, deren Produkte den Bedürfnissen und Wünschen der Bahnreisenden gerecht werden, auftreten.
Die Zusammenstellung des neuen Angebotes wurde nach einer Marktanalyse und Kundenumfragen – unter anderem via facebook - definiert und wird sich mit Frische, Regionalität und authentischer Zubereitung auszeichnen. Angeboten werden Speisen und Snacks, die in den Bordküchen frisch und in der notwendigen Geschwindigkeit zubereitet werden können.
Der kulinarische Schwerpunkt wird auf österreichischer und regionaler Küche liegen, jedoch werden Spezialitäten aus anderen Ländern und Kontinenten immer wieder für Abwechslung des Gesamtangebotes sorgen. Auf die Verwendung von frischen Rohwaren aus der Region und saisonaler Produkte wird besonders großes Augenmerk gelegt.
Der bisherige Caterer e-express war 10 Jahre lang bei den ÖBB an Bord und hatte ebenfalls mit einem sehr innovativen und guten Angebot an der Ausschreibung teilgenommen. Die ÖBB bedanken sich für die gute Zusammenarbeit und zollen dem Management und den Mitarbeitern von e-express großen Respekt für das Engagement (Pressemeldung ÖBB, 27.01.12).

RechteckÖsterreich: NÖVOG schreibt elektronisches Zugleitsystem aus
Die NÖ Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H. hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Herstellung, Lieferung und Montage eines elektronischen Zugleitsystems für die Mariazellerbahn sowie die Erweiterung des Zugleitsystems auf die von NÖVOG betriebenen Eisenbahnstrecken in Niederösterreich ausgeschrieben (2012/S 16-025717) (WKZ, Quelle EU-Ausschreibung, 27.01.12).

RechteckÖsterreich: SLB erprobt Gravita 10 BB
Foto Philipp MackingerFoto Philipp Mackinger
Nach der Vossloh G 1700 erprobt die Salzburger Lokalbahn nunmehr die Voith Gravita 10 BB. Zunächst zwischen 23. Jänner und 3. Februar 2012 wird die 92 80 1261 006-1 von NorthRail auf allen Diesellokumläufen der Salzburger Lokalbahn eingesetzt. Am 25.Jänner 2012 gehörte - bei schönstem Winterwetter - die Bedienung der Stieglbahn zu ihren Pflichten (Philipp Mackinger, 27.01.12).

RechteckSchweiz: Baustart für mehr Bahn in und um Schaffhausen
Vertreter von Kanton und Stadt Schaffhausen sowie der SBB feierten am 27.01.12 den Baustart für die neue S-Bahn Schaffhausen. Dank der Infrastrukturausbauten erhält die Schaffhauser Bevölkerung mehr Bahnangebot mit besseren Verbindungen und optimalen Anschlüssen an den Busverkehr.
Mit dem offiziellen Spatenstich wurde der Grundstein für die umfangreichen Infrastruktur-ausbauten der S-Bahn Schaffhausen gelegt. Vertreter von Kanton und Stadt Schaffhausen sowie der SBB begingen den Baustart mit einem symbolischen Akt.
Die Bauprojekte tragen wesentlich zur Verbesserung des öV-Angebots für die Agglomeration Schaffhausen bei. Die S-Bahn Schaffhausen ermöglicht den flächendeckenden Halbstundentakt im Kanton sowie den Viertelstundentakt in der Hauptverkehrszeit im Agglomerationskerngebiet.
Reto Dubach, Baudirektor des Kantons Schaffhausen und Präsident des Vereins Agglomeration Schaffhausen, freut sich über die Neuerungen.
«Die Schaffhauser Stimmbevölkerung hat mit ihrem Entscheid an der Urne den Weg frei gemacht für eine Zukunft, in der dank eines massvollen Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur mehr Wohnraum und Arbeitsplätze entstehen. Damit kann die Standortattraktivität von Schaffhausen als gut erreichbare Wohn- und Arbeitsregion sichergestellt werden», sagte er anlässlich des Spatenstichs.
Der Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feurer betonte: «Schaffhausen entwickelt sich heute zu einem regionalen Hub im Norden des Metropolitanraumes Zürich.» So fährt beispielsweise dank den Doppelspurausbauten ab Dezember 2012 alle 30 Minuten von Zürich über Bülach ein Intercity-Zug nach Schaffhausen, was zu einer engeren Verknüpfung der beiden Städte führt.
Zum neuen Angebot sagte Philippe Gauderon, Leiter SBB Infrastruktur: «Wir von der SBB tun unser Bestes, um in Schaffhausen die Grundlagen für einen modernen öffentlichen Verkehr des 21. Jahrhunderts zu schaffen.»
Im Rahmen des Ausbaus der S-Bahn Schaffhausen entstehen bis Dezember 2015 drei Projekte der SBB:
• Im Bahnhof Schaffhausen erstellt die SBB einen neuen Perron am Gleis 6. Dieser wird 170 Meter lang, erhält ein Perrondach und wird mittels einer Treppe und einer Rampe an die beiden bestehenden Personenunterführungen angeschlossen. Zudem wird bei den Gleisen 14 und 15 ein neuer Spurwechsel erstellt. Die Bauarbeiten erfolgen im laufenden Jahr.
• Neuhausen wird zusätzlich mit der neuen Haltestelle «Neuhausen Zentrum» erschlossen. Diese wird bis Dezember 2015 erstellt und umfasst einen 320 Meter langen Perron, der hauptsächlich vom Industrieplatz her erschlossen wird und über einen Zugang zum Rheinfall verfügt.
• In Jestetten wird Ende 2012 auf dem ehemaligen Abstellgleis ein Wendegleis in Betrieb genommen. Der Zugang erfolgt über den Perron 1, der auf einer Länge von rund 200 Meter eine zweite Perronkante erhält.
Auf dem Netz der Deutschen Bahn wird zusätzlich zum Doppelspurausbau nach Erzingen die Strecke zwischen Schaffhausen und Erzingen elektrifiziert. Die Gemeinde Beringen bekommt die neue Haltestelle «Beringerfeld», und der Bahnhof Thayngen sowie die Station Herblingen werden modernisiert und erhalten behindertengerechte Perronzugänge.
Die Ausbauten von DB und SBB für die S-Bahn Schaffhausen kosten rund 75 Millionen Franken und werden vom Kanton Schaffhausen, von den Gemeinden und mit Mitteln aus dem Infrastrukturfonds des Bundes finanziert. Zusätzlich profitiert die S-Bahn Schaffhausen von den Investitionen in nationale und regionale Grossprojekte in der Ostschweiz für den verbesserten Anschluss an das europäische Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz (HGV-A), die bereits im Bau sind (Pressemeldung SBB, 27.01.12).

Übersee

RechteckTürkei: Invensys Rail baut türkisches ERTMS-2-Netz aus
Ein Joint Venture aus Invensys Rail und dem türkischen Tiefbauunternehmen Fermak wurde von der Türkischen Staatsbahn (TCDD) beauftragt, Signal- und Kommunikationsanlagen im Wert von 76 Millionen Euro für ein erweitertes European-Rail-Traffic-Management-System (ERTMS) auf der 310 km langen Strecke Bandirma - Menemen zu installieren, der wichtigsten Bahnverbindung zwischen dem Marmara-Meer und dem Mittelmeer nördlich von Izmir.
Der Anteil von Invensys Rail beträgt 59 Millionen Euro und beinhaltet Planung, Lieferung, Installation, Test und Inbetriebnahme des Systems "FUTUR ERTMS" sowohl im Zug als auch auf der Strecke. Die gesamte Strecke wird unter ERTMS Level 2 laufen, und Invensys Rail installiert auch die automatische Blockausrüstung, elektronische WESTRACE-Stellwerke, Gleisfreimeldeanlagen FS3000, Bahnübergangssicherheitssysteme, GSM-R Sprach- und Datenkommunikation und ein zentrales Kontrollzentrum in Balikesir.
Invensys Rail übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Umwandlung der TCDD-Infrastruktur in eine zentrale Kommunikations-Drehscheibe zwischen Europa, dem Nahen Osten und Asien. Bereits erfolgreich installiert und in Betrieb genommen wurde von Invensys Rail das ERTMS Level 1 auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Ankara - Konya. Derzeit ist die Implementierung des Upgrades auf ERTMS Level 2 in Arbeit. 
Im November vergangenen Jahres unterzeichnete Invensys Rail einen Vertrag über die Signal- und Kommunikationstechnik für die wichtige Marmara-Verbindung, die einen neuen Unterwasser-Tunnel zwischen den beiden Hälften von Istanbul auf der Schiene beinhaltet. Diese Verbindung implementiert erstmalig auf der Welt sowohl ERTMS für den konventionellen Eisenbahnverkehr als auch die Kontrolltechniken für die Vorortszüge auf der gleichen Strecke (Communications Based Train Control) (WKZ, Quelle Pressemeldung Invensys Rail, 27.01.12).

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