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LOK Report – Freitag, 29.07.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Erste Öffentlichkeitsbeteiligung
am Bundesverkehrswegeplan

Absatzlinie
Südostbayernbahn und Hyperloop
entwickeln Innovationszug

Absatzlinie
Güterverladestation Ottenhöffen
bleibt bestehen

Absatzlinie
16 Monate Vollsperrung
Elsterwerda – Berlin

Absatzlinie
SBB und RegionAlps ohne
Angebot für Iselle - Domodossola

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Jochen Christoph

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBMVI: Erste Öffentlichkeitsbeteiligung am Bundesverkehrswegeplan erfolgreich
Bundesminister Alexander Dobrindt hat am 27.07.16 den Beteiligungsbericht zum neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2030) vorgestellt. Der BVWP legt fest, in welche Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen der Bund bis 2030 investiert. Erstmals konnte sich die Öffentlichkeit an der Aufstellung eines BVWP beteiligen.
Dobrindt: Der neue Bundesverkehrswegeplan ist das stärkste Investitionsprogramm für die Infrastruktur, das es je gab. Die Öffentlichkeitsbeteiligung war erfolgreich: Es gab je rund 20.000 Eingaben online und per Post. Im Ergebnis werden neue Projekte mit einem Gesamtvolumen von 5,1 Milliarden Euro aufgenommen.
Dabei wurden vor allem Schienenprojekte gestärkt. Bis 2030 investieren wir insgesamt 269,6 Milliarden Euro, mit denen wir unsere Verkehrswege modernisieren, unsere Infrastruktur vernetzen und Mobilität in Deutschland beschleunigen. Mit den Rekordmitteln aus meinem Investitionshochlauf hat der BVWP 2030 eine klare Finanzierungsperspektive. Und wir setzen klare Prioritäten: Wir stärken das Prinzip Erhalt vor Neubau und investieren rund 70 Prozent in den Erhalt.
Der BVWP 2030 setzt auf fünf wesentliche Innovationen:
Klare Finanzierungsperspektive. Investitionsmittel und Projekte sind synchronisiert, so dass alle Projekte des vordringlichen Bedarfs im Zeitrahmen des BVWP 2030 umgesetzt werden können
Erhalt vor Aus- und Neubau. 69 Prozent der Gesamtmittel fließen 2016-2030 in den Erhalt der Infrastruktur (BVWP 2003: 56 Prozent)
Klare Prioritäten. Stärkung der Hauptachsen und Knoten und damit der Leistungsfähigkeit des Gesamtnetzes: 75 Prozent der Mittel für Straßenprojekte gehen in großräumig bedeutsame Vorhaben, 25 Prozent gehen in die regionale Erschließung.
Engpassbeseitigung. Fokussierung der Investitionen auf die Beseitigung von Engpässen auf den Hauptachsen, um den Verkehrsfluss im Gesamtnetz zu optimieren. Rund 2000 Kilometer Engpässe auf Autobahnen und rund 800 Kilometer Engpässe auf Schienenstrecken werden beseitigt.
Breite Öffentlichkeitsbeteiligung. Erstmals konnten sich Bürgerinnen und Bürger am BVWP beteiligen – von der Grundkonzeption über Projektvorschläge bis zum Entwurf, der 6 Wochen öffentlich auslag.
Der neue BVWP 2030 enthält nach Einarbeitung der Anregungen rund 1.000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 269,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 49,3 Prozent auf die Straße, 41,6 Prozent auf die Schiene und 9,1 Prozent auf Wasserstraßen. Die Neubauprojekte sind nach nationalem Prioritätenkonzept als "Vordringlicher Bedarf" (VB) eingestuft, darin gekennzeichnet die Projekte zur Engpassbeseitigung (VB-E). (Pressemeldung BMVI, 29.07.16).

RechteckKommentar: Bundesverkehrsminister Dobrindt hat sich selbst den Beteiligungsbericht zum Bundesverkehrswegeplan vorgestellt
In obiger Pressemitteilung schreibt der Bundesverkehrsminister er habe am 27.07.2016 den Beteiligungsbericht zum neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2030) vorgestellt. Dass er dies nicht hat, beweist er mit der Behauptung "„Den BVWP 2030 und alle Informationen zur Beteiligung finden Sie zum Download unter: www.bvwp2030.de.
“Was man dort jedoch nicht findet ist der Beteiligungsbericht. Somit bleibt erneut offen, welche der vielen drängenden Fragen aus den 40 000 Beteiligungsreaktionen in welcher Weise überhaupt bearbeitet und oder berücksichtigt wurden (er-tz, 29.07.16).

RechteckDeutsche Bahn: Südostbayernbahn und Hyperloop entwickeln Innovationszug

Um diesen zukünftigen Zug von Hyperloop Transportation Technologies geht zwar vorerst nicht, aber die Ideen des Startups aus den USA sollen in Zusammenarbeit mit denen des DB Regio-Zuglabors in Miltenberg und denen eines Universal-Trains des Designbüros neomind in neu gestaltete Regionalzüge einfließen. Grafik Hyperloop.
DB Regio geht zukunftsweisende Wege: In Kooperation mit Hyperloop Transportation Technologies entwickelt die Südostbayernbahn (SOB) in Mühldorf am Inn einen Innovationszug, um neue Produktkonzepte für den Regionalverkehr zu entwickeln und mit digitalen Anwendungen zu verknüpfen. Über einen Zeitraum von rund einem Jahr werden die neuen Konzepte entworfen, kontinuierlich weiter entwickelt, umgesetzt und von den Kunden getestet. Dabei wird das renommierte Designbüro neomind zusammen mit dem Projektteam der SOB die unterschiedlichen Produkt- und Servicekonzepte zu einem durchgängigen Designansatz zusammen fügen.
Bei den neuen Produktkonzepten orientiert sich DB Regio an Kundenwünschen, die bereits durch Marktforschungen hinterlegt sind, wie beispielsweise funktionale Arbeits- und Telefonbereiche, neue Raumkonzepte sowie abgeschirmte Ruhebereiche. Außerdem tüftelt DB Regio an neuen Technologien zur Kundeninformation, einfachen Ticketinglösungen, einem optimierten Sitz- und Stehkomfort sowie einem verbesserten Cateringangebot. Dazu sollen digitale Technologien zum Reiseverlauf integriert und ein Bord-Entertainmentsystem mit digitalem Reisebegleiter realisiert werden.
Eine weitere digitale Anwendung, die DB Regio in den Innovationszug integrieren möchte, ist "Augmented & Virtual Reality", zum Beispiel über digitale Fensterscheiben. Dabei sollen zusätzliche Informationen zu Sehens-würdigkeiten bei der Vorbeifahrt direkt auf die Fensterscheibe transportiert werden. Im Tunnelbereich kann eine dreidimensionale virtuelle Welt animiert werden.
"Mit Hyperloop und deren Community haben wir einen starken Entwicklungspartner für digitale Technologien an unserer Seite, um solche neuen Ideen und innovative Prototypen in den Zug zu integrieren", sagt Christoph Kraller, Geschäftsleiter der SOB. "Auch beim Aufbau eines digitalen Reisebegleiters ist die Kooperation mit Hyperloop als Impulsgeber für uns zukunftsweisend, und darauf sind wir sehr stolz", betont Kraller.
Hyperloop Transportation Technologies entwickelt derzeit in den USA einen Hochge-schwindigkeitszug, der mit knapp 1200 Kilometern pro Stunde Passagiere in einer Vakuum-Röhre an ihr Ziel bringen soll. Nun möchte CEO Dirk Ahlborn Bahnkunden und seine Community aus Startups, innovativen Firmen und Hochschulen auch für den Innovationszug der DB begeistern.
"Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ist für uns besonders wichtig, denn nur hier gelingt es uns, eine reale Betriebssituation prototypisch mit Kunden und Fahrgästen zu testen. Für zukünftige Mobilitäts-Projekte profitieren nicht nur wir davon, sondern auch die Deutsche Bahn, die so zum Beispiel Ideen für neue Fahrzeuggenerationen ableiten und entwickeln kann", sagt Ahlborn.
Als Impulsgeber des Projektes arbeitet die SOB außerdem eng mit dem d.lab zusammen, dem Innovationslabor der Deutschen Bahn für den Personenverkehr, das sowohl Partner bei der Entwicklung von Prototypen als auch Initiator für digitale Anwendungen während einer Zugfahrt ist.
Mit an Bord ist auch das Projektteam des DB Regio-Zuglabors in Miltenberg. Das Team hat bereits in der Vergangenheit vielfältige Erfahrungen beim Test neuer Produktkonzepte gesammelt und wird diese in den Innovationszug einbringen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.07.16).

RechteckSüddeutsche: Dobrindt muss sich endlich um die Bahn kümmern
Der Wirtschaftkommentator der Süddeutschen Zeitung, Marc Beise, analysiert die Bilanz der Deutschen Bahn. Natürlich sieht das Ergebnis der Deutschen Bahn sehr gut aus, aber die Investitionen sind auch zurückgefahren worden, erläutert er das Ergebnis und sieht die Situation der Bahn als Stiefkind im deutschen Infrastruktursystem (LR, 29.07.16).

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LOK Report

Reinhard Schulz, Sigurd Hilkenbach
Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

• Band 1: Die Linien 1, 11 und 2 ISBN 978-3-935909-31-0
• Band 2: Die Linien 3 und 4 ISBN 978-3-935909-32-7
• Band 3: Die Linien 6, 13 und 22 ISBN 978-3-935909-33-4
• Band 4: Die Linien 15 und 25 ISBN 978-3-935909-34-1
• Band 5: Die Linien 19, 26, 27 und 46 ISBN 978-3-935909-35-8

Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Industrie

RechteckInnotrans: Infrastrukturtechnik ist grün und leise
Wie leise und umweltfreundlich Schienenverkehr sein kann, zeigt der Infrastrukturhersteller PROKOP RAIL a.s. auf der InnoTrans 2016 mit einer Weltpremiere. Dank STERED© - einem aufgearbeiteten Abfallstoff aus der Automobilindustrie - verringert sich laut Hersteller auf der gezeigten Gleisstrecke BRENS© der Schall- und Vibrationsausstoß. Gleichzeitig wird Wasser zurückgehalten und durch Verdunstung an die Natur wieder freigegeben. Durch BRENS© gelinge somit eine "symbolische Verbindung des Straßen- und Schienenverkehrs", so Jan Eisenreich, statutarischer Direktor des tschechischen Unternehmens.
BRENS© sowie zahlreiche weitere Weltpremieren, Produkte und Services aus dem Bereich Infrastruktur finden Fachbesucher auf der InnoTrans 2016 im Segment Railway Infrastructure - mit rund 33.000 Bruttoquadratmetern das zweitgrößte der Messe. In mittlerweile sieben Hallen sowie auf dem Frei- und Gleisgelände präsentieren über 560 internationale Aussteller vom 20. bis 23. September ein breites Portfolio von Maschinen und Services im Bereich Gleisbau- und Wartung, Elektroenergieanlagen und Oberleitungsausrüstungen über Schienen, Weichen und Schwellen bis hin zu Signal- und Leittechnik, Baustoffen und Messgeräten.
Dätwyler Sealing Technologies Deutschland GmbH zeigt beispielsweise mit einer Weltpremiere, wie automatisierte Detektion von Schäden bei einer Überfahrt im eingedeckten Gleis stattfinden kann. ASE AG aus Deutschland präsentiert ein neuartiges kamerabasiertes Identifizierungssystem.
Auf der vergangenen InnoTrans in Auftrag gegeben und in diesem Jahr der Weltöffentlichkeit präsentiert: Kurz und effektiv war der Entwicklungszyklus der neuen Betriebsfahrzeuge "54.17 Gleiskraftwagen", "55.70 Schotterlore" sowie "55.70 Niederflurwagen". Die deutsche Firma ROBEL Bahnbaumaschinen GmbH hat sie für die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) maßgeschneidert. Auch der Flachgitterkippmast von BBL Bahnbau Lüneburg GmbH erfährt auf dem Berliner Messegelände sein Weltdebüt. Das Gerät kann im Zuge von Instandhaltungsmaßnahmen von nur einer Person gekippt werden.
Fachbesucher können ebenso unter anderem das Zweiwege-Gleisbaufahrzeug "Unimog U423" von Daimler AG Mercedes-Benz, die Bahnbaumaschine "UNIMAT 09-32/4S DYNAMIC E³" von Plasser und Theurer sowie Fahrzeuge und Geräte von SRS Sjölanders AB aus Schweden und Rail Products UK Ltd aus Großbritannien begutachten (Pressemeldung Messe Berlin, 29.07.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Bahnhof Merklingen volkswirtschaftlich sinnvoll
Die Kosten-Nutzen-Untersuchung für den Bahnhalt Merklingen wird ein positives Ergebnis erbringen. Der Nutzen des Bahnhalts wird die Kosten um 50 Prozent übersteigen (Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,5). Damit kann nachgewiesen werden, dass sich der Bahnhalt gesamtwirtschaftlich rechnen wird. Über dieses Ergebnis informierte das Verkehrsministerium Vertreter verschiedener an der Finanzierung des Bahnhalts beteiligter Kommunen sowie des Alb-Donau-Kreises bei einem Treffen in Stuttgart vergangene Woche. Ein Ministeriumssprecher nach dem Gespräch: "Die Errichtung des Bahnhalts wäre ein Beitrag für eine bedarfsgerechte und attraktive Anbindung aller Landesteile im Schienenverkehr. Er würde einen positiven Impuls für die wirtschaftliche wie demographische Entwicklung dieser ländlichen Region auf der Schwäbischen Alb bedeuten. Dies wurde jetzt mit dem Gutachten bestätigt."
Weiterhin wurde mit den Gesprächsteilnehmern der Kostenstand und die F-nanzierung diskutiert. Der Finanzierungsbedarf beträgt voraussichtlich 44 Millionen Euro. Davon entfallen auf die Eisenbahninfrastruktur des Bahnhofs, den Straßenanschluss sowie die Park & Ride-Anlage rund 32 Millionen Euro und damit rund 11 Millionen Euro mehr als in der Machbarkeitsstudie im Juli 2015 prognostiziert. Das Projekt steht mit seiner engen Verzahnung zur Neubaustrecke Wendlingen – Ulm (NBS) auch weiterhin unter einem hohen Zeitdruck. Diese enge Verknüpfung zur NBS ist bereits in der Kostenberechnung der Deutschen Bahn berücksichtigt.
Darüber hinaus ist ein Kostenpuffer enthalten. Auch wenn sich zukünftige Risiken nicht ausschließen lassen, so ist mit dem nun vorgelegten Kostenstand der Entwurfsplanung sowie der bereits erfolgten Karsterkundung eine deutlich größere Planungstiefe und Kostensicherheit im Vergleich zur Machbarkeitsstudie erreicht.Die Kostenerhöhungen teilen sich auf in Baukosten sowie in höhere erwartete Planungskosten, die in der damaligen Machbarkeitsstudie der kommunalen Seite entsprechend des gewählten Verfahrens für die Nutzen-Kosten-Untersuchung verfahrenskonform nur mit zehn Prozent pauschal angesetzt wurden.   
Zusätzlich sind weitere mit dem Planungsfortschritt identifizierte Kostenpositionen dem Gesamtprojekt Bahnhof Merklingen zuzurechnen: Dies betrifft notwendige Anpassungen auf der Südbahn sowie die von der Deutschen Bahn geforderte Übernahme der Kosten für die spätere Unterhaltung der Bahninfrastruktur. Die Finanzierung soll mit maximal 30 Millionen Euro aus Regionalisierungsmitteln erfolgen. Hierzu hat der Landtag mit dem Beschluss des Dritten Nachtrags zum Haushalt 2016 am 21. Juli 2016 die Grundlage geschaffen. Die Kommunen bzw. der Landkreis beteiligen sich zusammen mit maximal 13 Millionen Euro.
Für die Umfeldmaßnahme (Straßenanschluss und P&R-Anlage) wird die kommunale Seite einen Antrag auf Förderung nach dem Landes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) stellen. Das Verkehrsministerium führt zurzeit mit der Deutschen Bahn und den Kommunen abschließende Verhandlungen über einen Realisierungs- und Finanzierungsvertrag. Er soll noch im August dieses Jahres paraphiert werden. Ein Abschluss ist nach Zustimmung der kommunalen Gremien sowie der Gremien der Deutschen Bahn im November 2016 vorgesehen.
Hintergrundinformationen: Der geplante Bahnhof am Ortsrand von Merklingen ist als stündlicher Halt der IRE-Linie Würzburg – Stuttgart – Ulm – Bodensee vorgesehen und wird nach den vorliegenden Verkehrsgutachten von rund 1.350 Reisenden täglich genutzt. Dazu ist beabsichtigt, wie in der Informationsveranstaltung in Laichingen im Februar 2016 vorgestellt, dass von der Deutschen Bahn zwei von der Neubaustrecke Wendlingen – Ulm abzweigende Gleise mit zwei barrierefrei erschlossenen Bahnsteigen errichtet werden. Der Regionalverkehrshalt würde zu einer erheblichen Reduktion der Reisezeiten in viele Landesteile führen, dabei insbesondere in die Landeshauptstadt Stuttgart (zukünftig ab Merklingen ca. 31 Minuten), zum Flughafen und die Messe Stuttgart (ca. 22 Minuten) und in das Oberzentrum Ulm (ca. 11 Minuten). Aber auch die Erreichbarkeit der Region der Laichinger Alb beispielsweise für den Tourismus würde verbessert (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 29.07.16).

RechteckBW: Güterverladestation Ottenhöffen bleibt bestehen
Die Güterverkehrsstelle Ottenhöfen nordöstlich von Oberkirch im Ortenaukreis bleibt in Betrieb. Die DB Cargo AG, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG, hat ange-kündigt, Ottenhöfen unter neuen Rahmenbedingungen weiter zu bedienen. Die baden-württembergische Landesregierung und der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.v. (ISTE) begrüßten diese Entscheidung. 
Verkehrsminister Winfried Hermann sagte am Mittwoch, den 27. Juli 2016: . "Durch die gemeinsamen Anstrengungen des ISTE und des Verkehrsministeriums wurde ein konstruktiver und lösungsorientierter Dialog angestoßen. Die Ankündigung, dass die Güterverkehrsstelle Ottenhöfen weiterhin durch die DB Cargo bedient wird - vorausgesetzt es kommt zu einer deutlichen Steigerung des Transportvolumens und einer Planmäßigkeit der Verkehre - ist eine für alle Seiten gangbare Lösung. 
ISTE-Hauptgeschäftsführer Thomas Beißwenger äußerte sich zufrieden, dass die Güterverkehrsstelle Ottenhöfen weiter von der DB bedient wird, sagte aber zugleich: "Es ist erfreulich, dass DB Cargo mit uns zusammen alternative Lösungen gefunden hat, um die Güterverladestelle in Ottenhöfen weiterhin bedienen zu können. So kann nicht zuletzt der Schotter für den Bau der Rheintalbahn aus dem Schwarzwald kommen. Das ist klimapolitisch richtig, sichert Arbeitsplätze und entspricht der Auffassung von Land, Kommune und Bevölkerung. Hier ist der Schienengüterverkehr aber auch auf die Unterstützung der Politik angewiesen. Noch immer wird in Deutschland verstärkt auf den Verkehrsträger Straße gesetzt.
Ergänzende Information: Medienberichten vom Mai dieses Jahres zufolge will DB Cargo in Baden-Württemberg bei unwirtschaftlichen Güterverkehrsstellen die Bedienung einstellen. Auch bei der Güterverkehrsstelle Ottenhöfen war zunächst eine Einstellung der Bedienung vorgesehen. Davon war der Gleisschotterproduzent Wilhelm Bohnert GmbH & Co. KG mit DB Zulassung in Baden-Württemberg betroffen. Aufgrund der anstehenden Baumaßnahmen im Südwesten (Ausbau der Rheintalbahn auf vier Gleise, Stuttgart 21 und Ausbau der Südbahn) und des damit benötigten Gleisschotters, war diese Maßnahme aus Sicht des Verkehrsministeriums und des ISTE nicht nachvollziehbar. Minister Hermann hat sich daraufhin vehement für eine Weiterbedienung der Güterverkehrsstellen eingesetzt. 
Ein Gespräch zwischen den Beteiligten Ende Mai ergab schließlich, dass die Güterverkehrsstelle Ottenhöfen von der "Streichliste" entfernt wurde. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass eine deutliche Steigerung des Transportvolumens und damit eine höhere Wirtschaftlichkeit und Planmäßigkeit der Verkehre erreicht werden. Das weitere Vorgehen sowie konkrete Maßnahmen sollen im Rahmen von Workshops zwischen den Beteiligten erarbeitet werden (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 29.07.16).

RechteckBerlin: Gysi und Schmidt machen Druck auf die Bahn

Mit vereinten Kräften für den Regionalbahnhof: (v.l.n.r.) Robert Schaddach, Uwe Doering, Gregor Gysi, Matthias Schmidt). Fotos Ingo Madel.
Mit vereinten Kräften wollen die Bundestagsabgeordneten für Treptow-Köpenick, Gregor Gysi (Die Linke) und Matthias Schmidt (SPD), ein Ausrufezeichen für den zeitnahen Bau des Regionalbahnhofs Köpenick setzen. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Abgeordneten-haus, Uwe Doering (Die Linke) und Robert Schaddach (SPD) hatten sie zum gestrigen Pressegespräch geladen.
Die Rolle des Regionalbahnhofs ist für den Zuzugsbezirk TreptowKöpenick enorm. Die Straßen sind durch den Autoverkehr bereits jetzt überlastet. Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs ist daher sowohl für die steigende Anwohnerzahl, als auch für Berufspendler aus dem Berliner Umland unabdingbar.
Eine Anbindung an Treptow-Köpenick ist bisher nur über das Stadtzentrum möglich. Matthias Schmidt betont deshalb die Rolle des Regionalbahnhofs Köpenick als wichtigem Umsteigeknoten im Berliner Außenbezirk. Als Vertreter der Landesgruppe Ost hatte er sich zuvor bereits bei Bahnchef Grube für den Regionalbahnhof starkmachen können: die Voraussetzungen für den Bau sind inzwischen geschaffen und letzte Vorbehalte seitens der Bahn konnten beseitig werden. Der Planungsstopp wurde deshalb am 01. Oktober 2015 aufgehoben.
Auf die Finanzierung des Bauvorhabens konnten sich Bahn, Bund und Berlin bereits einigen. Zwischen 12 und 14 Mio. Euro wird das Projekt kosten, inklusive des Baus eines Umfahrungsgleises für den Güterverkehr, eines neuen Bahnsteigs und weiterer Zugänge am östlichen Ende der Bahnhofsstraße. Vor dem Baubeginn steht zunächst aber nochein neues Planfeststellungsverfahren anlässlich des dritten Gleises sowie neuer Lärmschutzverordnungen. Dieses soll bereits im kommenden Jahr beginnen können, jedoch mit allen Bauvorbereitungsmaßnahmen voraussichtlich bis 2022 andauern. Diese Zeit erscheine außergewöhnlich lang, so Gysi, weshalb es nun gelte, das ganze Verfahren stark zu entbürokratisieren.
Die Einigung zwischen Land Berlin, Bahn und Bund sah vor, den Betrieb am Regionalbahnhof Köpenick im Jahr 2007 zu beginnen. Die Bahn stieg jedoch aus der Finanzierung aus. Obwohl das Land Berlin sich bereit erklärte den Finanzierungsteil der Bahn - gute 5 Millionen Euro - zu übernehmen, kam es zu keiner Einigung. Im Jahr 2014 verhängte die Bahn einen Planungsstopp über das Projekt. Die Bahn begründete die Entscheidungen mit einer möglichen Behinderung des Güterverkehrs. Im Jahr 2015 kam es zu erneuten Gesprächen (Pressemeldung Wahlkreisbüro Matthias Schmidt, MdB, 29.07.16).

RechteckBrandenburg: 16 Monate Vollsperrung der Bahnstrecke Elsterwerda – Berlin
Für Fahrgäste aus Dresden und der Region Oberelbe führt der Weg nach Berlin oder an die Ostsee künftig über andere Strecken. Aufgrund von Baumaßnahmen zwischen Elsterwerda und Berlin ist die Bahnstrecke ab August 2016 bis Dezember 2017 voll gesperrt. Die DB Netz AG baut die Verbindung für Geschwindigkeiten bis 200 km/h aus. Dies führt neben Umleitungen bei Eurocity- und Intercity-Zügen auch im Regionalverkehr zu einigen Veränderungen.
"Bisher steigen viele Fahrgäste aus Dresden und der Region im Bahnhof Elsterwerda aus der Regionalbahn in den Regionalexpress nach Berlin oder Rostock um", erläutert Holger Dehnert, Abteilungsleiter Verkehr beim Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). "Ab 5. August entfällt diese Verbindung."
Mögliche Fahrt-Alternativen führen über Falkenberg (Elster), Senftenberg und Cottbus. So werden einige Züge der Linie Stralsund – Berlin – Falkenberg bis nach Elsterwerda-Biela verlängert. Dort können die Fahrgäste dann von und zu der Regionalbahn nach Dresden umsteigen.
"Alternativ bietet sich der Umstieg in Senftenberg oder Cottbus an", erläutert Renado Kropp, Regionalleiter Marketing von der DB Regio Nordost. "Für die Unterwegshalte zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Elsterwerda verkehren zwei Ersatz-Buslinien A und B. Beide haben in Wünsdorf-Waldstadt Anschluss an den Regional-Express RE5. Der Bus der Linie A hat zudem in Elsterwerda Anschluss an die RB 31."
Die Auskunftssysteme ermitteln die jeweils besten Verbindungen. Die Intercity- und Eurocity-Züge zwischen Dresden und Berlin werden über Falkenberg umgeleitet und halten nicht in Elsterwerda. (Pressemeldung VVO, 29.07.16).

RechteckMecklenburg-Vorp.: Regio-Zug trägt Namen "Szczecin" bis nach Lübeck
Seit heute trägt ein Zug der Linie RE 4 den Namen "Szczecin". Der feierliche Taufakt fand auf dem Hauptbahnhof der polnischen Hafenstadt – Szczecin Glowny- statt. Dieser Bahnhof ist End- und Startbahnhof der Verbindung Lübeck- Bützow – Neubrandenburg – Ueckermünde/Szczecin.
Zu den Taufpaten gehörten Olgierd Geblewicz, Marschall der Woiwodschaft Zachodniopomorskie, Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Piotr Krzystek, Stadtpräsident von Szczecin und Andrzej Chánko, Direktor P.R., der polnischen Partnereisenbahn von DB Regio Nordost.
"Mit der heutigen Taufe dieses modernen Dieseltriebwagens verdeutlichen wir unsere enge Zusammenarbeit mit der Region und unseren polnischen Partnern. Aus diesem Grund haben wir auch die RE 4 als Stadttore-Linie getauft und mit 17 neuen Fahrzeugen ausgestattet," betonte Dr. Joachim Trettin, Vorsitzender der DB Regio Bereich Nordost. Bei einer anschließenden Zugbesichtigung konnten sich die Gäste von der Ausstattung der neuen Fahrzeuge überzeugen.
Die Verbindung zwischen Lübeck und Stettin/Ueckermünde verkehrt im Zwei-Stunden-Takt nach Szczecin.
Für die Linie RE 4 (Lübeck–Stettin) wurden durch DB Regio Nordost 17 neue Dieseltriebwagen der Firma Alstom beschafft. Die zweiteiligen Triebwagen verfügen über 110 Sitzplätze, sind klimatisiert und durch Niederflureinstiege bequem nutzbar. Die Fahrzeuge bieten ein attraktives Erscheinungsbild und ein hohes Maß an Einsehbarkeit im gesamten Zug. Schiebetritte, die den Spalt zwischen Fahrzeug und Bahnsteig überbrücken, ermöglichen einen barrierefreien Zugang. Zwei Mehrzweckbereiche bieten Platz für zwei Rollstühle, Kinderwagen und bis zu neun Fahrräder. Die Toilette ist ebenso barrierefrei erreichbar wie ein Teil der Sitzplätze im Niederflurbereich. Das moderne Fahrgastinformationssystem ermöglicht umfassende Auskünfte im Zug. Kundenbetreuer begleiten jeden Zug auf der Strecke.
"Wir haben mit der letzten Fahrplanumstellung die Verbindung von Stettin nach Lübeck attraktiver gestaltet. Gerade für polnische Pendler, die in Norddeutschland oder Skandinavien arbeiten und die Wochenenden mit ihren Familien verbringen wollen, verbessert die Bahnanbindung die Möglichkeiten Beruf und Familie zu verbinden. Mit der Namensgebung Szczecin eines hier eingesetzten Zuges wird die länderübergreifende Funktion der Bahnlinie unterstrichen", so Infrastrukturminister Christian Pegel.
DB Regio Nordost hatte das sogenannte Netz "Ost-West" zwischen Lübeck und Stettin in einer Ausschreibung der Bestellerorganisation Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) gewonnen. Die moderne Fahrzeugflotte ist bei DB Regio Nordost in der Werkstatt Neubrandenburg beheimatet (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.07.16).

RechteckNRW: Erkundungsbohrungen für Erneuerung des "Rauenthaler Tunnels"
Die Deutsche Bahn AG führt ab Ende Juli bis voraussichtlich Mitte September Erkundungsbohrungen als erste vorbereitende Maßnahmen zur Erneuerung des "Rauenthaler Tunnels" durch. Der Tunnel liegt auf der Bahnstrecke von Wuppertal-Oberbarmen nach Remscheid-Lennep im Ortsteil Heckinghausen.
Die Bohrarbeiten finden innerhalb der beiden Tunnelröhren statt. In der Röhre I (westliche Röhre) werden in nächtlichen Zugpausen ab Anfang August bis Anfang September etwa 21 Bohrungen mit einer Länge von  rund 102 Metern hergestellt. In der Röhre II (östliche Röhre), in der zurzeit kein Eisenbahnbetrieb stattfindet, werden etwa 50 Bohrungen mit einer Länge von 350 Metern durchgeführt.
Diese Arbeiten finden ausschließlich tagsüber statt. Da sich in unmittelbarer Nähe auch der "Langerfelder Tunnel" befindet, der schon seit einigen Jahren eisenbahnbetrieblich nicht mehr genutzt wird, werden auch dort tagsüber etwa 13 Bohrungen mit einer Länge von rund 57 Metern ausgeführt. Die bei den Bohrarbeiten entnommenen Bohrkerne werden in einem weiteren Schritt labortechnisch auf ihre Beschaffenheit untersucht. Die dabei gewonnenen Informationen helfen später bei der Wahl eines geeigneten Bauverfahrens.
Die Arbeiten sind notwendig, da der fast 120 Jahre alte Tunnel (gebaut 1897/1898) nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Eisenbahnverkehr entspricht. Nach der geplanten Erneuerung stehen 2 Gleise innerhalb eines neuen Bauwerks dem Zugverkehr über viele Jahre wieder uneingeschränkt  zur Verfügung.
Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden. Die Deutsche Bahn wird den Baulärm auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und bittet die Anwohner um Verständnis für die mit den Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.
In der Zeit  von Montag,  22. bis Sonntag, 26. August, jeweils von 20 Uhr bis 5 Uhr ruht der Zugverkehr der S-Bahn-Linie S 7 (Der Müngstener), damit sogenannte "Überkopfbohrungen" in Röhre 1 durchgeführt werden können. Informationen zu den Fahrplanänderungen finden Sie auf der Webseite des Eisenbahnverkehrsunternehmens Abellio (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.07.16).

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Farrail Tours

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTermine am Wochenende
Termine am Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (LOK Report, 29.07.16).

Rechteck13. Bundesweiter Vorlesetag am 18. November 2016: Jetzt anmelden!
Über 110.000 Menschen haben im letzten Jahr am Bundesweiten Vorlesetag teilgenommen und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Das größte Vorlesefest Deutschlands, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, findet in diesem Jahr am 18. November statt und ist wieder auf Rekordjagd. Vorleserinnen und Vorleser, die ihre Lesefreude weitergeben möchten, können sich und ihre Vorleseaktion ab sofort unter www.vorlesetag.de anmelden.
Auf www.vorlesetag.de finden alle Interessierten Tipps zur Organisation einer Vorleseaktion sowie eine Übersicht über bereits angemeldete Lesungen. Außerdem können sich Vorleser, die noch einen Leseort suchen, und Zuhörer, die noch einen Vorleser benötigen, über die Seite vernetzen. Bei der Wahl des Vorleseortes sind dabei keine Grenzen gesetzt: Kindergärten, Schulen und Bibliotheken sind genauso geeignet wie Museen, Züge oder sogar Karussells.
Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und Freude am Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden. Denn Studien zeigen: Kinder und Jugendliche, denen in ihrer frühen Kindheit durch Vorlesen ein Bezug zum Lesen vermittelt wurde, haben später selbst mehr Freude daran. Sie lesen häufiger und intensiver und haben in vielen Fächern im Schnitt bessere Schulnoten. Zudem prägt regelmäßiges Vorlesen das soziale Empfinden und Verhalten von Kindern positiv.
2015 nahmen über 1.000 Prominente und Politiker am Bundesweiten Vorlesetag teil – darunter Schauspielerin Veronica Ferres und Moderatorin Nazan Eckes sowie Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble und Bundesministerin Andrea Nahles. Sie sorgen als Botschafter für eine noch größere öffentliche Aufmerksamkeit und sind Vorlese-Vorbilder (Pressemeldung Deutsche Bahn Stiftung gGmbH, 29.07.16).

Rechteck Sonderzüge im Drau- und Mölltal


Am Wochenende 27. Und 28. August 2016 finden die 3. Lienzer Südbahntage statt. Nebst Ausstellung historische Fahrzeuge der Eisenbahn, gibt es heuer auch einen Feuerwehr – Bereich. Weiters findet die eine sehr große Modellbahnbörse an beiden Veranstaltungstagen statt. Auch für den kulinarischen Gusto ist bestens gesorgt und das Südbahn-Gulasch sollte diesmal nicht "so schnell" ausgehen.
Das Highlight des heurigen Festes sind insgesamt 18 Sonderzüge mit den vereinseigenen Schlieren-Waggon. Jeder kennt diese bequemen Wagen aus seiner Schulzeit. Die Fenster lassen sich weit öffnen und in den Morgenstunden konnte das Licht gedämmt werden. Ständige Ansagen die den Pendler stören konnten, gab es damals auch noch nicht. Im Speisewagen werden kleine Snacks, kühle und heiße Getränke serviert.
Das Ziel der Reise sollte zwar Lienz sein, aber auch in die Gegenrichtung lassen sich die Züge buchen. Am Samstag, den 27.08.2016 findet z.B. das Palatschinkenfest in Baldramsdorf statt. Oder eine Wanderung in Mallnitz zum Stappitzer See und zur Schwussnerhütte oder zur Jamnigalm am BIOS vorbei (hinein), läßt sich mit diesen Zügen leicht umsetzen.
Die Preise sind moderat, da heuer neben den besagten Schlieren auch die legendäre, vereinseigene 1020.018 zum Einsatz kommt. Wer ohne Dampf nicht auskommt, dem stehen im Heizhaus in Lienz drei schnaubende Ungetümer zur Begutachtung zur Verfügung. Preise und Fahrpläne finden sie auf den Homepages: www.ebfl.at und www.tauernbahn.at (Pressemeldung IG Tauernbahn, 29.07.16).

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IGE Werrabahn Eisenach

Mit der Kamera notiert

RechteckAschau (Chiemgau)


Am 18. Juli fuhr ich nach Aschau (Chiemgau), wo ich zwei Nächte im Zeltlager übernachtete. Am Bhf befindet sich ein guter Imbiss mit Faßbier vom Hofbräuhaus Traunstein. Der Bahnhof ist unbesetzt, nur das WC ist benutzbar. Die Wartehalle empfängt den Besucher: "Aufgrund von wiederkehrenden Vandalismusschäden bleibt die Wartenhalle am Bahnhof Aschau vom 20. Juni bis 30. September 2016 (!) geschlossen."
Alle Nebengleise am Bhf wurden entfernt (Das ist schon trauriger Standard). Am ehemaligen Ladeplatz und Streckenende ist für die Kinder ein Bienen- und Insekten-Lehrweg.
Die Strecke wurde schon zum 18.8. 1878 durch die Förderung von Theodor Freiherr von Cramer-Klett eingeweiht (Martin Kubík, 29.07.16).

RechteckAufzug defekt

Schon seit Monaten (–ca . März) – ist der Aufzug am Düsseldorfer S-Bahnhof Unterrath defekt. Für Rollstuhlfahrer keine Chance, alleine die Treppe nach oben zu erklimmen. Laut Aushang sollte der Aufzug in der 28. KW repariert werden - nichts tat sich.
Dieses Montag wurde das Schild einfach ausgetauscht -– KW 35 ist der Hoffnungsträger. Laut Auskunft der Bahn zur Rheinischen Post sind Teile der Mechanik uund Elektronik durch Vandalismus beschädigt und können nur schwer beschafft werden. Insgesamt kein Ruhmesstück für die Bahn (Martin Wehmeyer, 29.07.16).

RechteckPinneberg
Am Mittwoch Nachmittag gegen 14.45 Uhr wurde die Bundespolizei über eine Person in den Abstellgleisen in Pinneberg informiert. Die eingesetzte Streife konnte auch einen jungen Mann dort feststellen. Er wurde aus dem Gefahrenbereich geholt und war sich zunächst der Gefahr nicht bewusst.
Bei der Befragung gab er an, mit seinem Handy die durchfahrenden Züge gefilmt zu haben. Die Züge fahren dort mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h. Der 18-Jährige wurde über die Gefahren im Bahnbereich belehrt; er zeigte sich einsichtig.
In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei erneut vor dem Betreten der Bahnanlagen. Aber auch auߟerhalb der Schienen droht durch die Sogwirkung schnell vorbeifahrender Züge Gefahr. Personen können vom Sog mitgerissen werden (Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Flensburg, 29.07.16).

RechteckSteuerwagen defekt

120 122 musste den IC2226 nach Kiel wegen defekten Steuerwagens in Düsseldorf voraus ziehen (Martin Wehmeyer, 29.07.16).

RechteckZwei modernisierte Trommeln aus dem Hause PESA

In diesem Jahr erblickten schon zwei modernisierte Trommeln aus dem Hause PESA das Licht der Schienenstränge in Polen. Für die Gruppe ZUE wurde die M62-684 modernisiert. Nun heißt die Lok M62Ko-684 und trägt das Abnahmedatum 31.03.2016.
Ganz frisch im Einsatz ist die M62Ko-2087. Abnahme der ex DR 120 355 war der 22.07.2016. Das Farbkleid der Lok passt zu ID Polska.
Beide Lokomotiven wurden mit einem Kolomna-Motor ausgestattet (Ronny Sdunik, 29.07.16).

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Europa

RechteckFrankreich: Arafer präzisiert Anzeizsystem zwischen Bahnbetreibern und Netz
Im Rahmen der Durchführung von vier Verordnungsstreitigkeiten zwischen Eisenbahn-unternehmen (Euro Cargo Rail, VFLI, Europorte und T3M) und Réseau Ferré de France (RFF, jetzt SNCF Réseau), hat die französische Regulierungsbehörde für Eisenbahn und Straße (Arafer) im Jahr 2015 ein System von finanziellen Anreizen eingeführt, um einerseits die Schienenverwaltung zu ermutigen, zugewiesene Trassen (sillons attribués) verbindlich auszustellen und andererseits Überbuchungen durch die Betreiber zu verhindern.
Dieser gegenseitige Anreiz-Mechanismus war auf eine bessere Nutzung des nationalen Schienennetzes ausgerichtet. Der Regler hat eine Reihe von Sanktionen für verfallene oder wesentlich geänderte zugewiesenen Trassen festgelegt. Im Jahr 2015 musste SNCF Réseau rund 9 Mio. Mio Euro Strafe zahlen.
Ein Jahr nach der Einführung dieses Anreizsystem hat die Arafer die Marktteilnehmer im Rahmen einer öffentlichen Konsultation nach ihren Erfahrungen gefragt. Neun Teilnehmer haben an der Konsultation, die zum 10. Juni endete, teilgenommen:
SNCF Réseau
SNCF Mobilités
Thello
T3M
Naviland
Syndicat des transports d'Ile-de-France
Association des régions de France
Union des transports publics et ferroviaires
Als Folge der Antworten hat die Arafer mit der am 25.07.16 vorgelegten Décision n° 2016-167 du 19 juillet 2016 die Regeln des Anreizsystems präzisiert und zur Genehmigung dem Verkehrsministerium vorgelegt. Das neue Regelwerk ändert zum Beispiel ab 2017 die Neuverteilung der Strafgelder auf die Frachtunternehmen ("caisse fret") (WKZ, Quelle Arafer, 29.07.16).

RechteckItalien/Schweiz: SBB und RegionAlps ohne Angebot für Iselle - Domodossola
Die SBB und ihre Walliser Tochtergesellschaft RegionAlps nehmen nicht an der Ausschreibung für die Regionallinie Iselle–Domodossola teil. Sie sind der Auffassung, dass der von der Region Piemont vorgegebene Abgeltungsbetrag von jährlich 366 000 Euro nicht ausreicht, um das Regionalverkehrsangebot durch den Simplon-Tunnel zu erweitern. Die SBB betreibt ihre täglich acht Regionalzüge zwischen Domodossala, Iselle und Brig weiter, bis das Mandat an einen neuen Betreiber übertragen wird.
Die Eingabefrist der von der Region Piemont initiierten Ausschreibung für denBetrieb der Regionallinie Iselle–Domodossola endete am 27. Juli 2016. SBB und RegionAlps haben die italienische Bestellerin darüber informiert, dass sie auf die Abgabe eines Angebots verzichten. Nach eingehender Analyse kamen die beiden Unternehmen zum Schluss, dass die Abgeltung von jährlich 366 000 Euro nicht ausreicht, um ein im Sinne der Kunden erweitertes Regionalverkehrsangebot finanzieren zu können. Diese wünschen sich Direktverbindungen von Domodossola nach Visp, Siders und Sitten.
SBB und RegionAlps sind nicht gewillt, ein Angebot zu machen, das nicht durch die Abgeltung der italienischen Bestellerin gedeckt wäre, sondern nur aufgrund einer Querfinanzierung durch öV-Gelder aus der Schweiz erbracht werden könnte. Weiter halten die SBB fest, dass aus dem aktuell laufenden Vertrag zur Erbringung von Regionalverkehrsleistungen in den Jahren 2015 und 2016 weiterhin offene Punkte zu Abgeltungszahlungen mit der Region Piemont in Diskussion sind.
SBB und RegionAlps sind überzeugt, dass ihr Konzept der direkten Regionalverkehrs-verbindungen zwischen dem Piemont und Brig und Sion eine optimale Lösung für die Bedürfnisse der italienischen Pendler sowie der Touristen dargestellt hätte. Beide Unternehmen haben dieses grenzüberschreitende Konzept in der Vergangenheit verschiedene Male bekräftigt, zuletzt Mitte Juli anlässlich einer Taufe eines Domino-Zugs. SBB und RegionAlps werden die Region noch genauer über die Beweggründe dieses Entscheides informieren und mögliche Alternativen für den grenzüberschreitenden Regionalverkehr erläutern.
Im Regionalverkehr betreibt die SBB derzeit täglich acht Verbindungen zwischen Domodossola, Iselle und Brig. Bis zur Übertragung des Auftrags an einen neuen Betreiber wird sie dieses Regionalangebot aufrecht erhalten, voraussichtlich bis Ende Dezember 2016. Im nationalen und internationalen Verkehr bleibt das Angebot mit direkten und schnellen Verbindungen in Richtung Domodossola und Mailand unverändert: Täglich verkehren bis zu zwölf Eurocity-, Intercity- und Interregio-Fernverkehrszüge durch den Simplon-Tunnel. Die SBB befördert auf diesen Verbindungen jedes Jahr rund zwei Millionen Kunden im Geschäfts- oder Freizeitverkehr, die auch dank der Zusammenarbeit mit regionalen Transport-unternehmen von ausgezeichneten Anschlüssen profitieren. (Pressemeldung SBB, 29.07.16).

Übersee

RechteckSenegal: Bauaufträge für Flughafenanbindung Dakar vergeben
Die APIX (Nationale Agentur für Investitionsförderung und Großprojekte) in der Republik Senegal hat am 22.07.16 die bevorzugten Bieter zum Bau der Strecke des neuen Regionalexpresses in Dakar (Train Express Régional, TER) zur Anbindung des internationalen Flughafens Blaise Diagne (l'aéroport international Blaise Diagne, AIBD) in drei Losen bekannt gegeben.
• Los 1: Ein Konsortium aus Eiffage Gc/Eiffage Sénégal/Eiffage Rail (Frankreich), der lokalen Firma CSE und Yapi Merkezi (Türkei) übernimmt die Baumeisterarbeiten im Wert von 330 Mio. CFAFr.
• Los 2: Den Auftrag für Konzeption und Bau der Infrastruktur und Systeme (Signalisierung, Kommunikation, Energie) im Wert von 149 Mio. CFAFr (225 Mio. Euro) hat ein Konsortium aus Engie Ineo und Thales (Frankreich) erhalten.
• Los 3: Die Gruppierung NGE/TSO/CIM/CDE (Frankreich) hat den Auftrag zur Erstellung der Dokumentenplattform im Wert von 10 Mio. CFAFr erhalten.
• Alstom (Frankreich) wurde schon vor kurzem als bevorzugter Bieter zur Lieferung des Rollmaterials ausgewählt.
Der Regionalexpress bindet Dakar an den neuen Flughafen International Blaise Diagne in weniger als 50 Minuten an und ist Teil des durch den Präsidenten der Republik und die Regierung von Senegal im Jahr 2014 ins Leben gerufenen "Plan Senegal Emergent" (PSE) für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes.
Die Bauzeit der zweigleisigen, elektrifizierten und in 1435 mm Spurweite ausgeführten Strecke wird auf 26 Monate geschätzt. Der erste Abschnitt wird die Stadt von Dakar mit Diamniadio (36 km) verbinden, der zweite von Diamniadio bis zum Flughafen Blaise Diane (19 km). Die Arbeiten werden im dritten Quartal 2016 beginnen, die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 geplant. Die Kosten tragen die Regierung (100 Mio. CFAFr), die African Development Bank (100 Mio. CFAFr), die Islamic Development Bank (181 Mio. CFAFr) und die französische Entwicklungsagentur AFD (70 Mio. CFAFr).(WKZ, Quelle Le Figaro, Dakar7, 29.07.16).

RechteckSimbabwe: Victoria Falls



Ein kurzer Bericht mit aktuellen Fotos aus Victoria-Falls/Zimbabwe, entstanden bei einem kürzlichen Tagesbesuch der beindruckenden Victoria-Fälle (Unesco-Welterbe) von Botswana aus.
Die Eisenbahnen in Zimbabwe NRZ sind seit Jahren am Boden, vgl. LR Heft 3/2012 (Bericht M. Bleckmann). Besser ist es seither nicht wieder geworden. Die Inflation ist horrende, alles wird in US-Dollar berechnet, zudem droht eine Hungersnot.
Im Bahnhof Victoria Falls stand während des Tages kein einziger Güterzug, zwei ehemals südafrikanische Diesellok BR 35-400 (436+462) in unterschiedlichen Lackierungen standen kalt. Die NRZ-Diesellok Nr 1043 hatte den Overnightpassenger von Bulawayo her gebracht, planmäßig soll der Zug um 8.00 Uhr früh in Vic-Falls angekommen sein, Rückleistung planmäßig um 19.00 Uhr abends. Wegen des fehlenden Warmhaltesystems stand die Diesellok tagsüber durchgehend mit laufendem Motor im Bahnhofsbereich.
Zu meiner großen Freude konnte ich (wie zuletzt 1992) auch wieder eine Garratt-Maschine der Klasse 14A unter Dampf erleben: Die Nr. 512 wurde angeheizt, um (jeweils Dienstags und Freitags) den "Bushtrack-Express" am späten Nachmittag auf die berühmte Brücke über die Zambesi-Schlucht zu bespannen, Grenze zwischen Zambia und Zimbabwe.
Zum Zeitpunkt der Fertigstellung im Jahr 1905 war diese Brücke die höchste Brücke der Welt, 128 m über dem Zambesi-Fluss. Die Dampflok gehört inzwischen nicht mehr der NRZ, sondern Bushtrack. Die Lok ist jedenfalls äußerlich sehr schön hergerichtet, und sie fährt auch! Ein paar wenige weitere Garrats sollen in Bulawayo ja immer noch für Rangier- bzw. Sonderzüge betriebsfähig vorhanden sein (Jochen Christoph, 29.07.16).

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