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LOK Report – News von Donnerstag, 27.04.17

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Allianz pro Schiene stellt neue
Eisenbahner mit Herz vor

Absatzlinie
HzL fährt Ulmer Stern

Absatzlinie
BVG zum dritten Mal
mit schwarzen Zahlen

Absatzlinie
Zugunglück am Brenner
Absatzlinie
Beginn der Gleisverlegung
Cáceres - Mérida

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Sebastian Bollmann

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Das sind Deutschlands Meister-Eisenbahner


Die Sieger im Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" stehen fest. Mit Gold ehrt die Jury zwei Mitarbeiter von Abellio, die eine blutige Messerstecherei auf einem Zug mit kühlem Kopf bestanden haben. Der Triebfahrzeugführer Dirk Otte und die Kundenbetreuerin Maria Voigt "sind trotz der Gefahr fürs eigene Leben vorbildlich für die Verletzten und ihre Fahrgäste dagewesen", urteilte die Jury. Der Preis sei auch eine Anerkennung für alles, was die beiden Abellio-Mitarbeiter durchlitten haben. Silber erhält der Zugbegleiter Sadik Tubay von National Express, der die Notlage einer Flüchtlingsfrau ohne Fahrkarte mit kreativen Dolmetscherkünsten löste. "Das ist ein Eisenbahner, der alle Sprachgrenzen überwindet", begeisterte sich die Jury. Bronze gewinnt der ICE-Zugbegleiter Christian Mainka von DB Fernverkehr München, der eine verirrte Reisegruppe aus den USA wieder zusammengeführt hat. "Dieser Zugchef macht keine halben Sachen", lobte die Jury. "Er lieferte die beiden Schüler aus Texas höchstpersönlich am Bestimmungsort ab." Der Sonderpreis Naturschutz geht an den DB Cargo-Lokführer Kai Steinkamp, der eine verletzte Eule zwischen den Rädern seiner Lokomotive geborgen und der Tierrettung übergeben hat. Dass der Uhu den Zusammenstoß mit dem Güterzug überlebt hat, "zeigt dass dieser Lokführer viel Herz besitzt und viel Verstand dazu." Steinkamps Einsatz für eine vom Aussterben bedrohte Vogelart hat die Jury überzeugt, den Titel "Eisenbahner mit Herz" erstmals auch einem Mitarbeiter des Güterverkehrs zuzusprechen.
Bahnkunden hatten bis zum Januar rund 160 Geschichten an die Allianz pro Schiene geschickt. Aus den besten Reisegeschichten kürte die Jury neben den diesjährigen Bundessiegern auch Landessieger aus neun Bundesländern. In Baden-Württemberg gewann die Lokführerin Saskia Schönlebe von der AVG. Für Bayern geht der Preis an den BOB-Lokführer Thomas Hindelang. In Berlin überzeugte die ODEG-Zugbegleiterin Simone Kroll. Für Brandenburg kürte die Jury den DB Regio-Mitarbeiter Heiko Schmidt-Dworschak, in Bremen und Niedersachsen siegte Metronom-Lokführerin Cornelia Gerke. Für Hamburg und Hessen hob die Jury die beiden S Bahn-Lokführer Sven Krolikowski und Kevin Grün aufs Siegertreppchen. Christine Herrwaldt von DB Station & Service siegte in Mecklenburg-Vorpommern. In NRW gewann Alexander Rezek vom DB Fernverkehr Köln den Titel "Landessieger": Elf Fahrgäste hatten Rezek vorgeschlagen.
In der Jury des Wettbewerbs sitzen neben Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, sieben weitere Verkehrsexperten: Hans-Werner Bürkner, stellvertretender Vorsitzender beim Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF), Christian Schultz, Bundesvorstand Verkehr, Deutscher Bahnkunden-Verband (DBV), Alexander Kirchner, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Virginia Monteiro, Assistentin des Vorsitzenden bei der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender beim Fahrgastverband PRO BAHN, Wasilis von Rauch, Bundesvorsitzender beim Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Frank Zerban, Hauptgeschäftsführer bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs (BAG-SPNV).
Der Wettbewerb Eisenbahner mit Herz findet in diesem Jahr zum siebten Mal in Folge statt. Die Zahl der Einsendungen ist seit dem Start auf über 1400 angewachsen. Geschichten von Bahnkunden für die nächste Runde nimmt die Allianz pro Schiene ab sofort wieder entgegen: www.eisenbahner-mit-herz.de (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 27.04.17).

RechteckAllianz pro Schiene: Schienenkompetenz fehlt in Ausbildungsplänen
Im Vorfeld zum internationalen "Tag der Logistik" am Mittwoch bemängelt die Allianz pro Schiene ein Schwinden von Schienenkompetenz in Deutschland. "Die deutsche Logistik wickelt ein gewaltiges Volumen ab, aber sie ist in puncto Schiene nicht auf der Höhe der Zeit", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Mittwoch in Berlin. "In der Ausbildungsordnung für Speditionskaufleute fehlt heute das Wissen, wie die Güterbahn funktioniert. Junge Logistiker in Deutschland lernen meist nur noch Lkw", kritisierte Flege. Bahnspediteure fänden so kaum qualifiziertes Personal am Arbeitsmarkt und müssten neue Mitarbeiter oft selbst auf die Schiene umschulen.
Den Kombinierten Verkehr Schiene – Straße nannte Flege "die Königsdisziplin" der Logistik. "Vernetztes Denken, Nachhaltigkeit, High Tech, Umwelt-Know How, alle diese Fähigkeiten sind im Güterverkehr gefragt, aber in Deutschland leider auf dem Rückzug", sagte Flege. "Nicht, wer am meisten Verkehr produziert, sondern wer Güter am intelligentesten und umweltfreundlichsten transportiert, gehört künftig zur Weltspitze."
Die Allianz pro Schiene forderte vom Bund, die Schienenkompetenz ab sofort in die Ausbildungsordnung für alle Speditionskaufleute zu integrieren. "Wir schlagen auch der Kultusministerkonferenz der Länder vor, das Fach "Güterbahn" verpflichtend in die Rahmenlehrpläne der Berufsschulen aufzunehmen. Das wäre ein praxisnaher Beitrag, damit Deutschland seine Klimaschutzziele im Verkehr nicht immer wieder verfehlt", sagte Flege (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 27.04.17).

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Industrie

RechteckDeutsche Bahn: Über 35.000 Güterwagen auf leisen Sohlen

Die Deutsche Bahn verstärkt die Aktivitäten zur Reduzierung des Verkehrslärms. Zum "Tag gegen Lärm" (26. April) sagt der Leiter Umwelt und Lärmschutzbeauftragte im DB-Konzern Andreas Gehlhaar: "Wir als Deutsche Bahn wollen einen Schienenverkehr, der so leise wie möglich ist. Und wir wollen zugleich mehr Verkehr auf der Schiene. Beide Ziele verfolgen wir konsequent - im Sinne unserer Kunden und als Beitrag zum Klimaschutz. Wir lösen Schritt für Schritt das Versprechen ein, bis 2020 den Schienenlärm zu halbieren."
Im erstmals vorgelegten "Bericht des Lärmschutzbeauftragten der DB" bilanziert die DB ihre Maßnahmen zur Lärmreduzierung. Wichtigste Säulen sind die Umrüstung von Güterwagen auf so genannte Flüsterbremsen, die Lärmsanierung an Strecken und das Entwickeln neuer Verfahren und innovativer Materialien, die an besonders belasteten Strecken künftig für noch besseren Schallschutz sorgen sollen.
Aktuell rollen bereits 35.000 der insgesamt 64.000 Wagen umfassenden Flotte von DB Cargo Deutschland auf leisen Sohlen. Bis Jahresende soll die Zahl auf rund 40.000 anwachsen, bis Ende 2020 der Wagenpark komplett leise sein. Darüber hinaus wurden 1.600 Streckenkilometer (40 Prozent der als besonders belastet geltenden Strecken von 3.700 km) lärmsaniert. 57.000 Wohnungen erhielten Schallschutzfenster. Rund 2.000 Kilometer Schallschutzwände wurden errichtet. Rund 1,2 Milliarden Euro flossen bislang in die Sanierung an der Strecke, davon 100 Millionen Euro Eigenmittel der DB.
Andreas Gehlhaar: "Unser Konzernprogramm ‚Zukunft Bahn' zielt auch auf den Lärmschutz, weil nur der leisen Bahn die Zukunft gehört." In den kommenden drei Jahren werden der Bund und die DB insgesamt weitere 600 Millionen Euro in den Lärmschutz investieren, darunter in die Umrüstung der Wagen, die Streckensanierung und die zusätzlichen Maßnahmen mit Mitteln aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes in 2017 und 2018.
Darüber hinaus werden an den Lärmbrennpunkten wie im Mittel-Rheintal, im oberen Elbtal und im Inntal zusätzliche Maßnahmen umgesetzt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 27.04.17).

RechteckEGP: Eisenbahngesellschaft Potsdam mit neuer Webseite online

Das wichtigste Aushängeschild eines Unternehmens im digitalen Raum ist die eigene Firmenwebseite. Um ihre Darstellung im World Wide Web zu optimieren, hat die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) ihr Internetpräsenz komplett überarbeitet und präsentiert sich nun im neuen Design unter www.eg-potsdam.de.
Die neue Webseite wurde in Hinblick auf Struktur und Design komplett überarbeitet. Das neue Design orientiert sich stark an dem Corporate Design der Holding, Deutsche Eisenbahn Service AG, und bringt damit einen klaren Wiedererkennungswert mit. Die klare und intuitive Navigation der Webseite ist ausgerichtet auf die Bedürfnisse der b2b-Kunden, Partner und Interessenten der EGP und führt den Nutzer in einfachen Schritten zu gewünschten Informationen.
"Die Überarbeitung unserer Webseite spiegelt für uns das Wachstum unseres Unternehmens und unsere Professionalität, aber auch Individualität und innovatives Denken wieder. Mit der neuen Webseite haben wir die Möglichkeit, unser komplettes, umfangreiches Portfolio - begonnen mit dem unterschiedlichsten Angeboten im Rahmen des Güterverkehrs, über unsere LKW-Spedition bis hin zum Thema Lagerung und Umschlag - zu präsentieren." informieren EGP-Geschäftsführer Jörn Enderlein und Mathias Tenisson.
Bei der Erstellung der Webseite wurde darauf geachtet, dass die Browserkompatibilität für verschiedenste Anbieter gegeben ist. Somit passt sich die Webseite automatisch unterschiedlichen Internetbrowsern an, aber auch den Anforderungen verschiedener mobiler Endgeräte in Bezug auf die Bildschirmdarstellung- und auflösung.
Bei der Umsetzung der Internetpräsenz wurde die EGP von der Brandenburger Agentur Tino Kramm Kommunikationsdesign, Brandeburg a.d. Havel unterstützt (Pressemeldung EGP, 25.04.17).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: HzL fährt Ulmer Stern

Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat gestern (24.04.2017) zusammen mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) den regionalen Bahnverkehr im sogenannten "Ulmer Stern" (Vergabenetz 12) an die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) vergeben.
"Dies bedeutet vom Juni 2019 an neue und modernere Fahrzeuge sowie ein verbesserter Fahrplan", sagte Verkehrsminister Winfried Hermann am 24. April in Stuttgart. "Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass der Wettbewerb sowohl günstigere Preise für das Land als auch Verbesserungen für die Fahrgäste ermöglicht. Besonders freue ich mich darüber, dass sich diesmal eine Landesgesellschaft im Wettbewerb durchgesetzt hat." Mit der Neuvergabe an die HzL liegt der Preis pro Zugkilometer rund ein Fünftel unter dem bisherigen Preis des Großen Verkehrsvertrags. Die Inbetriebnahme des Netzes ist für Juni 2019 vorgesehen. 
Das Netz 12 umfasst den Regionalexpress (RE) Ulm-Aalen, die Regionalbahn (RB) Ulm-Langnau und die RB Ulm-Munderkingen. Nicht enthalten sind der Interregio Express (IRE) Ulm-Aalen und der IRE/RE Ulm-Sigmaringen-Donaueschingen. Diese Leistungen wurden bereits im Netz 5 an die DB vergeben. Im Netz 12 wird grundsätzlich das heutige Angebot weitergefahren. Verbesserungen wird es in den Tagesrandlagen und am Wochenende geben.
Der heutige RE Ulm-Aalen-Crailsheim wird mit Dieselantrieb nur noch bis Aalen fahren. Dort besteht aber Anschluss von und zur elektrisch betriebenen Metropolexpress-Linie Stuttgart-Aalen-Crailsheim. Insgesamt wird das Angebot im Netz 12 im Vergleich zu heute um rund 16 Prozent auf künftig ca. 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr ausgeweitet. Davon entfallen knapp 200.000 Zugkilometer auf den rund 8 Kilometer langen bayerischen Abschnitt der Brenzbahn. Dort halten die Züge an den drei bayerischen Verkehrsstationen Thalfingen (RE, RB), Oberelchingen (RB) und Unterelchingen (RB). 
Die HzL wird moderne, neue Dieseltriebwagen des Typs LINT 54 des Herstellers Alstom einsetzen. Dieser Fahrzeugtyp wird damit erstmals in Baden-Württemberg eingesetzt. In vielen anderen Bundesländern hat er seine Praxistauglichkeit schon unter Beweis gestellt. Die Fahrzeuge werden eine Einstiegshöhe von 55 Zentimetern haben. Damit ist an den meisten Stationen der Brenz- und Donautalbahn im Unterschied zu den heute eingesetzten Fahrzeugen ein barrierefreier Einstieg möglich. Außerdem werden in jedem Fahrzeug 18 Fahrradstellplätze vorhanden sein (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 27.04.17).

RechteckBW: Landkreis, AVG und VBK unterstützen Flüchtlinge beim Start ins Berufsleben

Präzisionsarbeit: Ausbildungsleiter Stefan Mock (l.) weist Lamin aus Gambia in der AVG-Werkstatt an der Drehmaschine ein. Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon (hintere Reihe, 4.v.l.) und Dr. Brigitte Unger (hintere Reihe, 5.v.l.), Leiterin der Personalabteilung, beim Besuch der VOBA-Klasse im Betriebshof West, die vor Ort von Ausbildungsleiter Stefan Mock (3.v.r.) betreut wird. Begleitet wurden sie dabei von Jürgen Germann (1.v.l.), Leiter des Amtes für Schulen und öffentlichen Personennahverkehr im Landratsamt Karlsruhe und Janine Gerber (hintere Reihe, 3.v.l.), die als Kümmerin für den Landkreis tätig ist. Fotos AVG.
Integration durch Ausbildung: Zwölf junge Flüchtlinge aus acht Nationen absolvieren derzeit ein Praktikum bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Durch das Pilotprojekt, das die VBK und AVG gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe und der Albert-Einstein-Schule in Ettlingen vor rund neun Monaten ins Leben gerufen haben, werden die Teilnehmer an die Arbeitswelt in Deutschland herangeführt und so beim Start in ihren neuen Lebensabschnitt unterstützt. „Wenn wir Flüchtlinge in unsere Gesellschaft integrieren wollen, gelingt dies am besten über Arbeit und Ausbildung. Gerade im Handwerk gibt es viele berufliche Möglichkeiten. Dieses Betriebspraktikum soll ein erster Schritt auf dem Weg zu einem Ausbildungsverhältnis sein – sei es bei der AVG, den VBK oder einem anderen Unternehmen“, erklärt Ragnar Watteroth vom Landratsamt Karlsruhe.
Eine gute berufliche Qualifikation macht fit für das Leben. Dies hat man auch bei der AVG und den VBK erkannt. „Als kommunale Verkehrsunternehmen übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung und wollen mit diesem Projekt einen Beitrag dazu leisten, dass die Integration von Flüchtlingen in Deutschland gelingt“, macht Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer von AVG und VBK, deutlich. „Wir hoffen mit unserem Engagement auch andere Unternehmen zu ermuntern, unserem Beispiel zu folgen und Praktika für Flüchtlinge anzubieten. Angesichts des Fachkräftemangels sehe ich hier auch die große Chance für Arbeitgeber neue, motivierte Mitarbeiter zu gewinnen.“
Im Betriebshof West am Karlsruher Rheinhafen durchlaufen die jungen Männer im Alter zwischen 17 und 23 Jahren die verschiedenen, facettenreichen Abteilungen in der Werkstatt der beiden kommunalen Verkehrsunternehmen. Parallel dazu besuchen sie die Albert-Einstein-Berufsschule in Ettlingen, wo in einer speziellen Vorbereitungsklasse vor allem Deutschunterricht auf dem Stundenplan steht. „Die Sprachqualifikation ist der Schlüssel dafür, dass das Ankommen in Deutschland gelingt. Die Albert-Einstein-Schule leistet hier tolle Arbeit“, betont Janine Gerber, die als so genannte Kümmerin beim Landratsamt die Flüchtlinge bei ihrer Qualifizierungsmaßnahme begleitet, ihnen als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Durch den intensiven Sprachunterricht – derzeit sind es 16 Stunden pro Woche – konnten die Teilnehmer das A2-Sprachniveau erreichen. „Wir haben bei der Auswahl der Praktikanten darauf geachtet, dass sie diese sprachlichen Grundkenntnisse mitbringen. Dies ist unbedingt erforderlich, weil wir während der Praktika nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern die Werkstatt auch ein Bereich ist, in dem die Sicherheit am Arbeitsplatz eine große Rolle spielt und wir entsprechende Unterweisungen durchführen müssen“, erklärt VBK-Ausbildungsleiter Stefan Mock. Zudem habe man bei der Auswahl der Bewerber den Fokus drauf gelegt, dass die Schüler noch ein „ausbildungsfähiges Alter“ haben. „Einige Praktikanten brachten auch schon Berufserfahrung aus ihren Heimatländern mit, wo sie beispielsweise als Automechaniker oder Elektriker gearbeitet haben. Dies haben wir natürlich auch berücksichtigt“, so Mock.
Viele von seinen Schützlingen haben aufgrund ihrer Herkunftsländer bzw. ihres Flüchtlingsstatus eine gute Bleibeperspektive und Dank des Praktikums nun auch bessere Chancen auf dem Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt. „Die Gruppe hat eine tolle Entwicklung genommen. Das war beim Projektstart so noch nicht absehbar. Es war sicherlich ein Lernprozess für beide Seiten. In der Belegschaft gab es zu Beginn auch Vorbehalte und eine gewisse Unsicherheit, mit wem sie es da zu tun haben“, räumt Mock ein. „Aber das hat sich schnell gelegt. Die Mitarbeiter sehen, mit welcher Motivation und Lernbereitschaft die Praktikanten jeden Tag zu uns in den Betriebshof kommen. Die Flüchtlinge sind inzwischen voll akzeptiert und sind eine absolute Bereicherung für unser Unternehmen“, zieht Mock eine positive Zwischenbilanz. Gerne möchten sowohl das Landratsamt als auch die beiden Verkehrsunternehmen das Kooperationsprojekt fortsetzten, das bereits erste Früchte trägt. „Ein Praktikant hat inzwischen einen Ausbildungsvertrag bei der VBK erhalten. „Diese Erfolgsgeschichte wollen wir gerne fortschreiben. Sollten weitere Praktikanten den Sprung in ein Ausbildungs-Verhältnis schaffen, halten wir hierfür zusätzliche Ausbildungsplätze vor, damit es zu keiner Konkurrenz-Situation mit dem heimischen Bewerber-Markt kommt“, verdeutlicht Mock.
Die in Kooperation mit der AVG und den VBK an der Albert-Einstein-Schule eingerichtete
unternehmensbezogene VABO-Klasse (Vorqualifizierungsjahr mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen) ist die erste ihrer Art im Landkreis Karlsruhe. Die Praktika-Plätze sind dabei ausschließlich auf den Betrieb der AVG und VBK bezogen. In den vergangenen Monaten hat das Landratsamt zudem die allgemeinen VABO-Klassen an beruflichen Schulen im Landkreis ausgebaut und 115 Vorbereitungsklassen (VKL-Klassen) an allgemeinbildenden Schulen eingerichtet (Pressemeldung Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH, 27.04.17).

RechteckBW: Karlsruher Straßenbahn lädt zum MEHR KULTUR WAGEN ein

Das Bild zeigt (v.l.) den Geschäftsführer der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH, Klaus Hoffmann, den Ersten Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Wolfram Jäger, sowie den Karlsruher Stadtrat Dr. Albert Käuflein. Foto Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH.
Baustellenfrei und ohne Parkplatzsorgen bringt die Kultur-Straßenbahn ab sofort die Menschen aus der gesamten Region zu den Kultureinrichtungen in der Fächerstadt. Der Clou: Bereits während der Fahrt können die Fahrgäste die teilnehmenden Häuser in witzigen Videoclips kennenlernen und schon unterwegs MEHR KULTUR WAGEN und Preise gewinnen.
Die in knalligen Beeren-Tönen gestaltete Bahn fällt direkt ins Auge und lädt die Menschen aus der Region zu „bahnbrechenden Kulturerlebnissen“ nach Karlsruhe ein. Ganz besondere Karlsruher Kulturbotschafter holen die potentiellen Gäste an ihren Heimatbahnhöfen zum kulturellen Trip in die Fächerstadt ab: 17 Figuren aus den verschiedenen Kulturbereichen wie Theater, Bildende sowie Medienkunst, Kulturgeschichte, Literatur und Sprache, Tanz und Musik begrüßen die Fahrgäste durch die Fenster der Bahn und geben einen Vorgeschmack auf das vielfältige Kulturangebot, das am Ende der Reise wartet. Die Karlsruher Kulturförderin Karoline Luise von Baden fährt ebenso mit wie Hermann Billings skandalträchtiger Bronze-Akt der Stephanie. Alt und neu sitzen im selben Zug: Der Flugsaurier aus dem Staatlichen Museum für Naturkunde, der vor 70 Millionen Jahren lebte, reist gemeinsam mit dem malenden Roboter des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe und einem Travestiekünstler aus dem „DRAGlab“, einer Diplomarbeit an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Die Kultur-Straßenbahn, ein Kooperationsprojekt von „Kultur in Karlsruhe“ und dem KVV, ist dabei mehr als nur ein weiterer mit Werbung verkleideter Zug. Anders als üblich sind einige Aufkleber doppelseitig bedruckt, so dass die zentrale Botschaft auch von innen lesbar ist. Über den Link zu einer Internetseite können die Fahrgäste während der Bahnfahrt jeden Monat einen neuen Videoclip aufrufen, der eine der beteiligten Karlsruher Kultureinrichtungen vorstellt. Außerdem erhalten die Fahrgäste Zugang zu einem exklusiven Gewinnspiel, bei dem es Eintrittskarten der beteiligten Karlsruher Kultureinrichtungen zu gewinnen gibt. Die Videoclips entstehen durch eine Kooperation mit der Filminitiative M.I.Reel productions der Karlshochschule.
„Karlsruhe verfügt über eine lebendige Kulturlandschaft, die Geschichte und Gegenwart, Kunst und Technik verbindet. Dazu gehören neben den zahlreichen Museen und Theatern beispielsweise auch drei Hochschulen, die den Nachwuchs in Kunst und Musik ausbilden. Die Straßenbahn-Aktion der Kampagne „Kultur in Karlsruhe“ und des KVV trägt diese Botschaft in die Region und lädt die Menschen ein, die außergewöhnliche kulturelle Vielfalt Karlsruhes zu erleben“, so Wolfram Jäger, Erster Bürgermeister und zuständig für Kultur in Karlsruhe.
Mit der Kampagne „Kultur in Karlsruhe“, die seit 2015 läuft, bewerben fast 30 Kultureinrichtungen gemeinsam mit der Stadt die Kultur in Karlsruhe. Ziel der Karlsruher Kulturmarketing-Kampagne ist es, die Attraktionen der Kulturszene und die außergewöhnliche Vielfalt der Karlsruher Kultur zu präsentieren. Eine Besonderheit des Karlsruher Kulturmarketingmodells ist die intensive Zusammenarbeit verschiedener Kultureinrichtungen und der Stadt Karlsruhe zur Bündelung von Kompetenzen und Know-How. Das Motto MEHR KULTUR WAGEN ist der Aufruf an die Menschen in der Region, die Vielfalt des Kulturangebots zu entdecken und die Selbstverpflichtung, sie weiter zu fördern, denn eine freie und vielfältige Kultur ist stets auch Grundlage einer stabilen Demokratie. Die Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, das „Wagnis“ Kultur einzugehen und dazu die Wagen der Straßenbahn zu nutzen (Pressemeldung Karlsruher Verkehrsverbund GmbH, 27.04.17).

RechteckBayern: Halbstundentakt der BOB wird weiter ausgebaut
Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage im Ausflugsverkehr zwischen München und dem Oberland bestellt die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den bayerischen Regionalverkehr plant, finanziert und kontrolliert, pünktlich zum kommenden langen Wochenende zusätzliche Züge von/nach Lenggries und Tegernsee.
Bereits seit Dezember 2013 verkehren an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Zwischenzüge von/nach Lenggries, Tegernsee und Schliersee, die den ganztägigen Stundentakt zwischen 8 Uhr und 10 Uhr in Richtung Oberland sowie zwischen 16 Uhr und 18 Uhr in Richtung München zu einem Halbstundentakt ergänzen. Nach wie vor kommt es jedoch insbesondere in den Zügen von/nach Lenggries und Tegernsee zu Kapazitätsengpässen im Ausflugsverkehr.
Um dem gestiegenen Interesse der Ausflügler gerecht zu werden, bestellt die BEG ab dem 29. April bis zunächst 29. Oktober 2017 zwei zusätzliche Zwischenzugpaare von/nach Lenggries und Tegernsee. Damit wird der Halbstundentakt an Wochenenden und Feiertagen auf 8 Uhr bis 12 Uhr vormittags in Richtung Oberland sowie in Richtung München auf 16 Uhr bis 20 Uhr erweitert. Zu allen anderen Zeiten vom frühen Morgen bis Mitternacht verkehrt die Bayerische Oberlandbahn (BOB) wie gewohnt im Stundentakt.
Der erste zusätzliche Zug fährt in München Hauptbahnhof um 10:24 Uhr ab und bietet in Richtung des besonders gefragten Ausflugsziels Tegernsee ca. 260 Sitzplätze und 16 Fahrradplätze. Der Zugteil Richtung Lenggries bietet ca. 130 Sitzplätze und 8 Fahrradplätze. Der neue Zug mit Abfahrt um 11:24 Uhr verkehrt mit jeweils einem Zugteil nach Tegernsee sowie nach Lenggries (jeweils ca. 130 Sitzplätze, 8 Fahrradplätze).
Zusätzliche Rückfahrmöglichkeiten gibt es ab sofort um 18:22 Uhr in Tegernsee mit ca. 260 Sitzplätzen (und 16 Fahrradplätze) sowie um 18:17 Uhr in Lenggries mit ca. 130 Sitzplätzen (8 Fahrradplätze). Um 19:17 Uhr bzw. 19:22 Uhr verkehrt ein weiterer zweiteiliger Zug mit jeweils ca. 130 Sitzplätzen von Lenggries und Tegernsee. Die Fahrzeit in den komfortablen Zügen der BOB zwischen München und Tegernsee bzw. Lenggries beträgt ungefähr 1 Stunde und 10 Minuten (Pressemeldung BEG, 27.04.17).

RechteckBerlin: BVG zum dritten Mal mit schwarzen Zahlen

Mehr Fahrgäste, mehr Stammkunden, mehr Investitionen in die Zukunft – die BVG bleibt auf Erfolgskurs. 2016 konnte Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen zum dritten Mal in Folge mit einem positiven Geschäftsergebnis abschließen. Am Mittwoch billigte der BVG-Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2016. Im Anschluss an die Sitzung stellten die Aufsichtsratsvorsitzende Ramona Pop, die Vorstandsvorsitzende Dr. Sigrid Evelyn Nikutta und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrats und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Lothar Stephan, die Eckdaten der Bilanz vor.
"Wenn wir über das Verkehrskonzept der Zukunft sprechen, spielt die BVG eine entscheidende Rolle", sagte die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und neue BVG-Aufsichtsratsvorsitzende Ramona Pop. "Ein leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr ist einer der Schlüssel für eine lebenswerte Stadt der Zukunft. Dazu gehört ein zeitgemäßes Angebot, das öffentlichen Nahverkehr und Individualverkehr effizient verbindet, dazu gehören klimafreundliche Busse und moderne Stationen. Hand in Hand mit dem Land Berlin ist die BVG dabei auf einem sehr guten Weg – das zeigt nun auch die Bilanz für das Jahr 2016."
Die BVG bleibt nachhaltig in den schwarzen Zahlen. Das Jahr 2016 endete für den Konzern mit einem Plus von 11,7 Millionen Euro im handelsrechtlichen Jahresergebnis. Zugleich senkte das landeseigene Unternehmen seinen Schuldenstand um fast 10 Millionen Euro auf jetzt 689 Millionen Euro. Und die BVG investierte weiter kräftig in neue Fahrzeuge, neue Aufzüge, eine leistungsfähige Infrastruktur und moderne Bahnhöfe. Von ca. 402 Millionen Euro im Jahr 2015 stiegen die Gesamtinvestitionen noch einmal deutlich auf stolze 406,7 Millionen Euro im Jahr 2016. "Die BVG ist wirtschaftlich gesund und stellt die Weichen für den Verkehr der Zukunft", sagte Dr. Sigrid Evelyn Nikutta. "Mit unseren Bussen und Bahnen halten wir unsere Stadt rund um die Uhr verlässlich in Bewegung. Genauso verlässlich sind wir dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung aber auch als einer der größten Arbeitgeber Berlins."
Ein Hauptfaktor für die positive Bilanz war auch 2016 die Entwicklung der Fahrgastfahrten. 2015 hatte die BVG erstmals in der Nachkriegsgeschichte die Milliardengrenze geknackt. Und die Tendenz ist ungebrochen. Mit 1,0454 Milliarden Fahrgastfahrten verzeichnete die BVG binnen Jahresfrist ein weiteres Wachstum um 3,5 Prozent und lag damit weit über dem Durchschnitt der ÖPNV-Branche in Deutschland (laut Verband deutscher Verkehrsunternehmen durchschnittlich plus 1,8 Prozent im Jahr 2016). Besonders erfreulich für die BVG: Immer mehr Menschen setzen dauerhaft und regelmäßig auf Busse und Bahnen als umweltfreundliche und zuverlässige Verkehrsmittel. Die Zahl der Abo-Kunden stieg auf den neuen Rekordwert von 457.000 (Pressemeldung BVG, 27.04.17).

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LOK Report

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckGleisbauarbeiten bei der DFS erfolgreich abgeschlossen

Fotos Stephan Schäff / DFS.
Am kommenden Wochenende startet die Museumsbahn im Wiesenttal in die neue Saison: Startschuß für den ersten Zug ist am Sonntag, 30. April, um 10 Uhr in Ebermannstadt. Drei Zugpaare kommen an diesem Tag und am darauf anschließenden Feiertag, dem 1. Mai, zum Einsatz. Wochenlang bereiteten die ehrenamtlich tätigen Eisenbahnfreunde nicht nur Loks und Waggons auf den Betriebseinsatz vor, auch an der Strecke wurden nochmals umfangreiche Arbeiten durchgeführt.
Bereits im Februar begannen die Gleisbaumaßnahmen an einer Weiche in Ebermannstadt und auf dem Streckenabschnitt zwischen Streitberg und Muggendorf. Hier mussten alte, marode Holzschwellen gegen altbrauchbare Stahlschwellen ausgewechselt werden. Die Dampfbahner leisteten die Vorarbeiten dazu, den Austausch der Schwellen erledigten Profis eines Gleisbauunternehmens. Knapp 700 Meter Gleislänge wurden dabei saniert.
Um das Gleisbett nach den Umbauarbeiten befahrbar zu machen, kam vor kurzem eine sogenannte Stopfmaschine zum Einsatz. Die 136 Tonnen schwere und 35 Meter lange Maschine bearbeitet den Untergrund und verdichtet den Schotter passgenau unter den Schwellen. Mancher Anwohner wird die dabei entstehenden Vibrationen bis in seine eigenen vier Wände gespürt haben. Das Ergebnis ist ein optimales Gleisbett, auf dem die Züge der Dampfbahn nun wieder mit normalem Tempo verkehren können - die Langsamfahrstellen wurden aufgehoben.
Nun steht dem pünktlichen und fahrplanmäßigen Betrieb mit Abfahrt um 10, 14 und 16 Uhr ab Ebermannstadt nichts mehr im Wege. Zurück geht's ab Behringersmühle jeweils eine Stunde später um 11, 15 und 17 Uhr (Pressemeldung DFS, 25.04.17).

RechteckBahnpark Augsburg: Ritterschlag für ein Industriedenkmal

Ein "Schatz des Südens": Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn sieht das "Rundhaus Europa" und seine historischen Botschafter-Lokomotiven als herausragendes Baudenkmal auf einer Ebene mit dem Goldenen Saal, dem Schaezlerpalais oder der Fuggerei.
Neue Ehre für das „Rundhaus Europa“ im Bahnpark Augsburg: Die renommierte Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn nennt das Industriedenkmal mit seinen historischen Botschafter-Lokomotiven aus der Zeit der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen nun in einem Atemzug und auf einer Ebene mit den bekanntesten Augsburger Sehenswürdigkeiten: Unter dem Motto „Schätze des Südens“ bietet die Denkmalstiftung im Jahr 2017 insgesamt vier Studienreisen zu ausgesuchten und herausragenden Baudenkmälern in Schwaben und Oberbayern an.
Auftakt wird am 6. Mai 2017 sein. Dann werden die ersten rund 35 Teilnehmer aus ganz Deutschland unter der Leitung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Augsburg eintreffen. Auf dem Programm stehen dann der Goldene Saal, das Schaezlerpalais, die Fuggerei, der Dom – und das „Rundhaus Europa“ im Bahnpark (Pressemeldung Bahnpark Augsburg, 27.04.17).

Mit der Kamera notiert

RechteckAprilstimmung bei Drakenburg

Unspektakuläre Züge im schönsten Abendlicht gab es am 25. April 2017, bevor die nächste Wolkenwand bei Drakenburg wieder die Oberhand gewann. So blieb es bei DB 152 100 mit ihrem Containerzug und einem IC2, die jeweils in südlicher Fahrtrichtung unterwegs waren (Sebastian Bollmann, 25.04.17).

RechteckAuf der Schiene zur Hannover Messe



Digitalisierung, vernetzte Welt und Roboter prägen das Bild der 70. Hannover Messe, an der sich über 6.500 Aussteller noch bis zum morgigen Freitag präsentieren. Tausende Besucher und Aussteller kommen täglich über die Schiene zur weltweit bedeutendste Industriemesse - ob über Hannover Hauptbahnhof den Messebahnhof Hannover Messe Laatzen (Ferdinand Jacksch, 25.04.17).

RechteckLangschienen

Am 25.04.17 fuhr die 203 843-8 (Ris) mit einem Langschienenzug durch Marktredwitz (Alexander Hertel, 25.04.17).

RechteckWLE-Lokomotiven (Teil 2)


Neben den alten Deutz-Lokomotiven ist die WLE aber auch im Besitz von modernen Dieselloks, unter anderem 2x ER20 (BR 223) sowie eine G2000, welche die bekannten Warsteiner Werbefolien trägt. Die G2000 konnte bei der Durchfahrt des Bahnhofs Erwitte (oben links) sowie bei Uelde (oben rechts) mit leerem Steinzug aus Ennigerloh nach Warstein fotografiert werden.
Ebenfalls war Mittags die WLE Lok 23 mit leerem Zug aus Beckum nach Warstein unterwegs, ebenfalls zu sehen im Bahnhof Erwitte (unten links) und zwischen Uelde und Belecke (unten rechts). Die Daten zu den Deutz Lokomotiven entstammen von www.rangierdiesel.de (Jonathan Christoph, 25.04.17).

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Europa

RechteckItalien: Zugunglück am Brenner

Foto Provinz Bozen.
Ein Zugunglück bei Brixen in Südtirol hat um Mitternacht zwischen dem 25. und 26.04.17 nach jetzigem Stand zwei Tote und drei Verletzte gefordert. Ein mit rund 30 Arbeitern besetzter und mit Betonschwellen beladener Gleisbauzug, mit dem bei Vahrn Arbeiten am Gleis verrichtet wurden, geriet aus nicht bekannten Gründen auf einem steilen Gleisstück in Fahrt und rollte in Richtung Brixen. Auf der Höhe des dortigen Krankenhauses prallte der Zug dann an einer weiteren Baustelle gegen eine dort stehende Arbeitsmaschine und entgleiste. Es gab eine Explosion, beide Fahrzeuge gerieten in Brand.
Die Brennerbahnlinie wurde zwischen Franzensfeste und Brixen geschlossen. Es wurden von Trenitalia und Trenord Ersatzbusse zwischen Brenner und Brixen, Franzensfeste und Bozen und zwischen Brenner und Bozen eingerichtet. Eine der beiden Oberleitungen blieb intakt, so dass man hofft, am Donnerstag Nachmittag auf einem und am Freitag auf beiden Gleisen den Betrieb wieder aufnehmen zu können.
Mobilitäts-Landrat Florian Mussner erklärte: "Es hat die Gleisbauarbeiter und Mitarbeiter der Bahngesellschaften getroffen, die bei einem guten Teil ihrer Arbeitszeit die Mühen der Nachtarbeit in Kauf nehmen, um die Bahninfrastruktur instand zu halten und zu erneuern und um den Bahnverkehr tagsüber nicht zu beeinträchtigen. Ihnen gilt unsere besondere Wertschätzung." (WKZ, GK, Quelle Alto Adige, Stol.it, 27.04.17).

RechteckÖsterreich: Seilbahnen in der ersten Saisonhälfte auf Rekordkurs
"Die ablaufende Wintersaison war eine mit Höhen und Tiefen. Es hat sich aber gezeigt, dass die hohe Angebotsqualität der heimischen Unternehmen für Stabilität und teils sogar für neue Rekordzahlen sorgt", so Franz Hörl, Obmann des Fachverbandes der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich, im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Interalpin 2017 in Innsbruck.
Die aktuellen Erhebungen der Marktforscher von MANOVA belegen den "Seilbahn-Effekt" abseits von Ersteintritten und Skier Days eindrucksvoll: "Demnach sorgen Seilbahnnutzer in Österreich für einen Bruttoumsatz von 7,9 Milliarden Euro pro Winter", so Hörl zu den vorliegenden Daten der Saison 2015/16. Besonders bedeutend sei dabei, dass der Wertschöpfungsfaktor konstant hoch sei –  1.000 Euro an Löhnen, Gehältern und Gewinnen bei Seilbahnen führen zu einer Wertschöpfung von 7.080 Euro – und andere Branchen massiv von der Existenz und dem Erfolg der Seilbahnen profitieren. "Der Anteil der Seilbahnen an den Tagesausgaben eines durchschnittlichen Seilbahnbenutzers von 151,7 Euro beträgt lediglich 18,7 Prozent. Der Rest erfolgt bei unter anderem bei Unterkünften, Restaurants, Sportartikeln und Supermärkten", so Hörl. Damit sind und bleiben die Seilbahnen ein unverzichtbarer Motor für die Beschäftigung und die Wirtschaftsvielfalt in den ländlichen Gemeinden. Der Wertschöpfungsfaktor "Aus 1 mach 7" zeigt, dass ohne Seilbahnen kein buntes, blühendes und geschäftiges Leben am Land vorstellbar ist. Auch als Arbeitgeber bleiben die Seilbahnunternehmen eine Konstante. Sie schaffen derzeit über 17.000 Stellen, mit den Arbeitsplätzen bei direkt begünstigten Branchen und Vorleistern entstehen knapp 100.000 Jobs in Österreich.
Dem in ähnlicher Ausprägung erwarteten "Seilbahn-Effekt" für die Saison 2016/17 steht ein wahres Wellental in Sachen Ersteintritte gegenüber. Nach einem optimalen Saisonstart mit den meisten Ersteintritten seit zehn Jahren folgte ein schwacher Dezember, ein konstant guter Jänner und trotz wenig Schneefall zufriedenstellender Februar. Der März war gleich in doppelter Hinsicht anders: erstens wegen dem "Wegfall" von Ostern, zweitens wegen überdurchschnittlich hoher Temperaturen. "Zusammenfassend war es kein leichter Winter. Dennoch finden die meisten Saisonschlüsse wie geplant statt, es herrschen gute Pistenverhältnisse, und mancherorts werden sogar neue Umsatz- und Besucherrekorde erreicht." Vor allem die erste Saisonhälfte stimmt Hörl zuversichtlich: In dieser Phase lagen alle relevanten Werte (Ersteintritte, Kassenumsatz, Beförderungen, Betriebstage) mit Zuwächsen zwischen drei und fünf Prozent über jenen in der Rekordsaison 2015/16. Blickt man zurück auf die vergangenen 12 Saisonen, so lassen sich sehr konstante Zahlen bei der Ersteintritten beobachten, so der FV-Obmann: "Es sind keine Anzeichen von sinkendem Interesse am Wintersport erkennbar".
 Für Fachverbands-Geschäftsführer Erik Wolf zeigen die Zahlen der bisherigen Saison, dass die weitsichtigen Investitionen bereits kurzfristig ihre Wirkung zeigen. "Diese Neuerungen und Modernisierungen haben die Basis für eine absolute ‚OK-Saison' geschaffen", so Wolf. Dabei müsse man noch die finale Bilanz abwarten, die dann den April samt Ostern beinhalte. Es bietet sich der Verglich mit 2015 an: "Auch in diesem Jahr fielen die Osterfeiertage in den April. Im Vergleich dazu verzeichneten die Seilbahnen im heurigen März ein Plus von 700.000 Ersteintritten und ein Plus von zehn Millionen Euro an Kassenumsätzen", betont Wolf.
Weiter an Bedeutung gewinnt der "Seilbahn-Sommer". "Sommer-Bergbahnen stellen wichtige Ergänzungen dar, ermöglichen das Ganzjahreserlebnis Berg und erhöhen zugleich die Beschäftigung bei den Seilbahnen", so Wolf, der die Inszenierung der Berge als wichtigen Bestandteil des Sommerurlaubes bezeichnet. Besonders erfreulich sei, dass mit der Raxseilbahn in Niederösterreich und der Gartnerkofelbahn am Nassfeld in Kärnten in der kommenden Saison zwei weitere ausgezeichnete Sommer-Bergbahnen das breite Angebot zusätzlich erweitern.
Die Bahnen Nr. 59 und Mr. 60 belegen die Attraktivität des Produkts "Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen": "Die klare und für den Gast schnell differenzierbare Positionierung in den Kategorien Abenteuer-Berg, Family-Berg, Genuss-Berg, Kunst & Kultur sowie Panorama & Naturerlebnis ist ein echter Mehrwert für Sommer-Destinationen und bietet die Möglichkeit, sich für die gewünschte Zielgruppe zu spezialisieren", so Wolf (Pressemeldung Fachverband der Seilbahnen Österreichs, 27.04.17).

RechteckSpanien: Beginn der Gleisverlegung Cáceres - Mérida
Der Hochgeschwindigkeits-Infrastrukturverwalter Adif Alta Velocidad hat spanischen Medienberichten zufolge "nach elf Jahren unerfüllter Versprechungen" Ende April mit dem Gleisbau der 40,5 km langen AVE-Strecke zwischen Cáceres und Mérida begonnen. Auf der zweispurig ausgebauten Trasse wird vorerst nur ein Gleis in iberischer Spurweite gebaut, aber die Schwellen sind für iberische und normale Spurweite ausgelegt. Das Stück ist Teil der Verbindung Madrid - Badajoz, die auf portugiesischer Seite nach Lisboa/Sines weitergeführt werden soll.
Die Aufnahme der Gleisverlegung hatte sich verzögert, da es nach einer im März 2015 erfolgten Vergabe der Arbeiten an Ferrovial-Agromán zu wirtschaftlichen Differenzen und erst im Dezember 2016 zur Unterzeichnung eines modifizierten Abkommens gekommen war. Dieses reduzierte den Wert der Ausschreibung um 45 % auf 4,5 Mio. Euro mit einem späteren Zuschlag von 389.000 Euro. Ferrovial hat außerdem den Auftrag zur Verlegung der Gleise auf dem 33 km langen Abschnitt Mérida - Badajoz erhalten.
Isabel Gil Rosiña, Sprecherin der autonomen Gemeinschaft Extremadura, machte am 25.04.17 noch einmal deutlich, dass Adif aufgefordert sei, die Verträge "rechtzeitig zu erfüllen", damit die Strecke im April 2019 und die Elektrifizierung 2020 in Betrieb gehen kann, wie vom Entwicklungsminister Íñigo de la Serna zugesagt (WKZ, GK, Quelle El Periódico Extremadura, 27.04.17).

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