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LOK Report – News von Freitag, 04.09.15

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Fahrgastzahlen im ÖPNV steigen
Absatzlinie
Initiative will durchlaufende
IRE-Züge Basel - Ulm beibehalten

Absatzlinie

EU-Koordinatorin besucht
die Rail Baltica

Absatzlinie
Bund und SBB einigen sich
auf Leistungsvereinbarung

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Rüdiger Lüders

LOK Report aktuell

RechteckMERIDIAN: Auf den Empfang der Flüchtlinge in Salzburg vorbereitet
Für die in den nächsten Tagen zu erwartende neue Flüchtlingswelle laufen die Vorbereitungen beim MERIDIAN auf Hochtouren. Bedarfsgerecht werden die Züge ab Österreich nach Rosenheim und München zeitweise verstärkt, um möglichst vielen Fahrgästen einen Sitzplatz zu bieten. Möglich wird dies durch den kurzzeitigen Einsatz von Reservefahrzeugen, die während der schwachen Verkehrszeiten ohnehin zur Verfügung stehen.
Darüber hinaus setzt der MERIDIAN zusätzliches Personal vor Ort ein, um die eintreffenden Flüchtlinge zu empfangen und alle Reisenden bestmöglich zu unterstützen. Bedingt durch das hohe Fahrgastaufkommen wird auch die Reinigung in den Fahrzeugen verstärkt durchgeführt.
"Die Flüchtlinge haben eine harte Zeit hinter sich und sind körperlich sowie seelisch in einer Extremsituation. Wir wollen ihnen zeigen, dass sie bei uns sicher und willkommen sind", erklärt Bernd Rosenbusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. "Betrieblich sind wir gut vorbereitet und auch unsere Mitarbeiter sind besonders sensibilisiert. Wir alle arbeiten mit großem Engagement dafür, dass Reisende und Flüchtlinge gut betreut werden", so Fabian Amini, Technischer Geschäftsführer.
Sollte es dennoch zu Engpässen kommen, bittet das Unternehmen alle Fahrgäste um Verständnis für die außergewöhnliche Situation
(Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn, 03.09.15).

RechteckBudapest: Zwei Sonderzüge wieder angehalten

Die ungarische Polizei hat sich am Donnerstag früh vom Bahnhof Keleti (Ostbahnhof) in Budapest zurückgezogen. Dort hatten am Mittwoch rund 3.000 Flüchtlinge ausgeharrt, um über Österreich nach Deutschland zu gelangen.
Die ungarische Eisenbahngesellschaft MAV erklärte am Vormittag, es gebe keine direkten Züge von Budapest nach Westeuropa. Laut einer Eilmeldung der österreichischen Presseagentur APA stehen aber zwei Sonderzüge bereit, die in Richtung Sopron fahren sollen.
Die angekündigten zwei Sonderzüge waren am Vormittag und Mittag vom Bf Keleti abgefahren. Der eine wurde in Bicske von der Polizei gestoppt, der zweite in Nagyszentjános. Die mitreisenden Flüchtlinge sollten die völlig überfüllten Züge verlassen, aber die Weiterfahrt wurde verweigert. Die Polizei wendete Gewalt an und versuchte, die Flüchtlinge in ein Flüchtlingslager zu transportieren.
Die Züge wurden von einer Sonderlokomotive gezogen, deren Branding an das 25-jährige Jubiläum des paneuropäischen Picknicks in Sopron erinnert. Diese Kundgebung von DDR-Bürgern an der österreichisch-ungarischen Grenze hatte 1989 den Mauerfall in Berlin vorbereitet.
Laut MÁV fahren die fahrplamäßigen Züge von/bis Hegyehalom, bzw. Stúrovó (ZSR).
Slowakischen und tschechischen Betreiber wurde mitgeteilt, dass ihre Züge nicht nach Budapest fahren können, auch ÖBB-Railjets wurden nicht angenommen. Die ÖBB raten auf ihrer Sonderseite Fahrgästen derzeit von Reisen nach Ungarn ab.
Unverschiebbare Reisen in Richtung Ungarn können aber wie folgt abgewickelt werden: Mit den ÖBB railjets bis zum Grenzbahnhof Hegyeshalom. Dort umsteigen auf ungarischen IC (Intercity) nach Györ, von dort weiter mit IC (Intercity) nach Budapest. Diese Fahrt wird rund 1 Stunde länger dauern als üblich. In umgekehrter Richtung ist die Verbindung aus aktueller Sicht nicht planbar.
Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán berät am Donnerstag mit EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker über mögliche Lösungen.
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat für Freitag den ungarischen Botschafter in Österreich zu einer Aussprache bestellt.
Am Dienstag, 1. September, hat die bayerische Staatsregierung das Land Südtirol um zeitweise Aufnahme von Flüchtlingen gebeten. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat in Absprache mit der Regierung in Rom zugesichert, Flüchtlinge für einige Tage unterzubringen (WKZ, GK, AN, 03.09.15).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckVDV: Fahrgastzahlen im ÖPNV steigen erneut
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres waren rund fünf Milliarden Fahrgäste in Deutschland mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unterwegs. Trotz des Lokführerstreiks, durch den auch viele Nahverkehrszüge stehen blieben, stiegen die Fahrgastzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent. Die Ticketeinnahmen stiegen im selben Zeitraum um 2,9 Prozent auf insgesamt 5,8 Milliarden Euro.
"Der ÖPNV in Deutschland bleibt ein Wachstumsmarkt. Vor allem in Großstädten und Ballungsräumen steigt die Nachfrage nach Bus und Bahn weiter deutlich an. Und das, obwohl unsere Branche und unsere Fahrgäste gerade im ersten Halbjahr 2015 teilweise massiv von den bundesweiten Lokführerstreiks bei der Deutschen Bahn betroffen waren. Für weiteres Wachstum im ÖPNV sind die umfassende Sanierung, Erneuerung und der Ausbau unserer Infrastruktur dringend erforderlich. Und dazu benötigen wir eine verlässliche Mitfinanzierung aus Bundesmitteln. In den kommenden Wochen stehen mehrere Verhandlungsrunden zwischen Bund und Ländern an und wir erwarten als einer der zentralen Mobilitätsanbieter in diesem Land sinnvolle und nachhaltige Entscheidungen im Sinne unserer Branche", so Jürgen Fenske, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).
Fast zwei Milliarden Fahrgäste nutzten im ersten Halbjahr 2015 die U-, Stadt- und Straßenbahnangebote der VDV-Mitgliedsunternehmen. Damit stieg die Nachfrage bei diesen Verkehrsmitteln um 1,8 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014. Durch diesen erneut deutlichen Fahrgastzuwachs konnten die streikbedingten Rückgänge im Schienenpersonennahverkehr mehr als kompensiert werden. Die Entwicklung beim Bus, in absoluten Zahlen noch immer das am häufigsten genutzte ÖPNV-Verkehrsmittel, blieb mit knapp über zwei Milliarden Fahrgästen konstant. "Es ist erfreulich, dass es im Busverkehr in diesem Jahr bislang keinen Fahrgastrückgang gab. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Busunternehmen abseits der dicht besiedelten Räume bedingt durch den demografischen Wandel und die rückläufigen Schülerzahlen vor großen Herausforderungen stehen. Für die dort lebende Bevölkerung sichert der Busverkehr nach wie vor ein regelmäßiges, flächendeckendes Mobilitätsangebot. Die Sicherung des ÖPNV in der Fläche bleibt deshalb eine wichtige Aufgabe der Politik", so Fenske abschließend.
Der VDV und seine Mitglieder weisen darauf hin, dass eine zukunftsfähige Finanzierung der deutschen Verkehrsinfrastruktur in den kommenden Jahren eines der zentralen politischen Themen in Deutschland sein wird. Schon heute ist das Verkehrsnetz an vielen Stellen an seinen Kapazitäts- und Instandhaltungsgrenzen angekommen. "Umso wichtiger ist es, dass sich die Bundesregierung direkt nach der Wahl diesem Thema annimmt. Wir bieten Herrn Bodewig für seine Kommissionsarbeit gerne unsere Expertise an", so Fenske abschließend (Pressemeldung VDV, 04.09.15).

Industrie

RechteckTransdev: Meue Geschäftsführung für Bayerische Oberlandbahn
Die Bayerische Oberlandbahn GmbH, ein Unternehmen der Transdev-Gruppe mit Sitz in Berlin, hat ein neues Geschäftsführungsteam. Am 1. September 2015 übernahm Dr. Bernd Rosenbusch (42) den Vorsitz der Geschäftsführung sowie die kaufmännische Leitung und ist verantwortlich für das Geschäft der Marken "BOB", "MERIDIAN" sowie für die Bayerische Regiobahn GmbH mit der Marke "BRB".
Dr. Bernd Rosenbusch kümmert sich um alle Fragen aus den Bereichen Personal, Finanzen, Marketing, Kundenservice & Qualität. Er leitet die Geschäfte zusammen mit Fabian Amini (40), der sich bereits seit 1. Juni 2015 als Geschäftsführer Produktion für alle betrieblichen Belange und die Fahrzeuginstandhaltung verantwortlich zeichnet.
"Wir möchten unsere Fahrgäste mit Service und Qualität überzeugen und werden weiterhin in unsere MitarbeiterInnen sowie unsere Standorte investieren", so Dr. Bernd Rosenbusch nach seinem Antritt als Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und Bayerischen Regiobahn GmbH.
"Ich freue mich, dass unser Geschäftsführungsteam in Bayern nun mit zwei hochkarätigen Experten komplett besetzt ist und wir mit frischem Schwung unsere Unternehmen weiterentwickeln können", sagt Christian Schreyer, Vorsitzender der Transdev-Geschäftsführung (CEO).
Dr. Bernd Rosenbusch ist Diplom-Kaufmann und war in verschiedenen Führungspositionen bei der Deutschen Bahn (DB) in Frankfurt/Main beschäftigt. Zuletzt war er Regionalleiter Marketing bei DB Regio in Bayern mit 4.500 Mitarbeitern und in Personalunion Sprecher, Leiter Finanzen und Personal für DB Regio Allgäu-Schwaben mit 800 Mitarbeitern. Der Diplom-Kaufmann Fabian Amini war zuletzt bei DB Schenker Rail in Polen als Direktor für die Instandhaltung und das Asset Management verantwortlich
(Pressemeldung Bayerische Oberlandbahn GmbH, 04.09.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Durchlaufende IRE-Züge Basel–Singen–Friedrichshafen–Ulm beibehalten
Die „Initiative Bodensee-S-Bahn“ (IBSB) hat sich am 31. August 2015 in einem Brief an alle Ober- und Bürgermeister der Städte und Gemeinden entlang der Bahnstrecke Basel – Schaffhausen – Singen – Friedrichshafen – Ulm (Lindau) gewendet und sie um Mithilfe bei der Aufrechterhaltung der von der Aufhebung bedrohten IRE-Züge Basel – Friedrichshafen – Ulm gebeten.
Gestützt auf ein vom Kreis Bodensee dem Zürcher Planungsbüros SMA in Auftrag gegeben Gutachtens will der Bodenseekreis zwischen Radolfzell und Friedrichshafen ein 30-Minuten Takt der Regionalbahn-Züge auf Dieselbasis einführen. Der Nahverkehrsausschuss des Bodenseekreises hat diese Idee am 30. April 2015 unterstützt.
Die Initiative Bodensee-S-Bahn begrüßt die Verdichtung des Regionalbahn-Verkehrs zum 30-Minuten-Takt. Nach dem erwähnten SMA-Gutachten soll diese Verdichtung aber ohne Ausbau der Infrastruktur erfolgen. Die direkte Folge wäre, dass dabei die erfolgreichen, durchlaufenden Interregio-Express-Züge (IRE) Basel – Singen – Friedrichshafen – Ulm im Abschnitt Singen – Friedrichshafen wegen ungenügender Bahninfrastruktur nicht mehr verkehren könnten. Das würde konkret bedeuten, dass sämtliche Passagiere in Singen und in Friedrichshafen von den IREs auf die Regionalbahnzüge umsteigen müssten. Neben der unangenehmen Umsteigerei (Verpassen der Anschlüsse oder lange Wartezeiten) würde sich die Reisezeit von Singen nach Friedrichshafen von heute 46 Minuten auf 68-83 Minuten verlängern – mit Halt an allen Stationen.
Die „Initiative Bodensee-S-Bahn“ fordert für die Bodenseegürtelbahn ein analoges Standard-Angebot wie auf der Seehas-Linie Engen – Konstanz:
a) Beibehaltung der IRE Basel – Singen – Friedrichshafen – Ulm und Verdichtung auf den Stundentakt. Neben den heutigen Halten sollen die IREs auch in Salem und in Markdorf einen Stopp einlegen.
b) Halbstündliche Regionalbahnzüge (S-Bahn) Singen – Radolfzell – Friedrichshafen
c) Reaktivierung aufgehobener Bahnhöfe und Bau neuer Haltestellen zur besseren Erschliessung der Siedlungs- und Arbeitsplatzgebiete entlang der Bodenseegürtelbahn
d) Elektrifizierung und Ausbau der Infrastruktur der Bodenseegürtelbahn Radolfzell – Friedrichhafen (gleichzeitig mit der Hochrheinbahn Basel – Erzingen und der Südbahn Friedrichshafen – Ulm)
e) Ausbau der Infrastrukturen (Doppelspuren, Kreuzungsstellen, Bahnhofausbauten) (Pressemeldung Initiative Bodensee-S-Bahn, 04.09.15).

RechteckBW: Fördermittel für Schönbuchbahn zum Ausbau in Aussicht
Auf seiner Sommertour bekräftigte Verkehrsminister Winfried Hermann am 02.09.2015 in Böblingen seine Absicht, den Ausbau der Schönbuchbahn mit Mitteln des Landes zu unterstützen. Dafür unterzeichnete Hermann zusammen mit Roland Bernhard, Landrat von Böblingen, einen sogenannten Letter of Intent. Die Förderwürdigkeit des Vorhabens ist jetzt noch durch das Land zu bestätigen.
"Dieses Projekt ist vor allem für den Landkreis Böblingen von großer verkehrlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Der Ausbau der Schönbuchbahn ist wichtig, um den stetig zunehmenden Fahrgastzahlen Rechnung zu tragen", so Hermann. "Wir stoßen bei der Schönbuchbahn inzwischen an die Grenzen der Kapazität und müssen deshalb handeln. Der Ausbau ist für uns daher ohne Alternative, auch wenn wir dafür Geld in die Hand nehmen müssen", ergänzte Landrat Bernhard.
Die Elektrifizierung der Schönbuchbahn leistet einen wichtigen Beitrag für eine umwelt-freundliche Mobilität. Der 15-Minuten-Takt führt die bisherige nachhaltige Entwicklung im Einzugsbereich der Schönbuchbahn als attraktiver Wohn- und Gewerbestandort fort. Die Anbindung an den 15-Minuten-Takt der S-Bahn verbessert die Erreichbarkeit des Großraums Stuttgart. Das Land unterstützt dieses Zukunftsprojekt als wichtigen Beitrag für umweltfreundliche Mobilität.
Für die Schönbuchbahn werden insgesamt max. 37,5 Millionen Euro bereitgestellt. "Damit ist das Land – angesichts vieler Wünsche im Land – an die Grenze des Möglichen gegangen", sagte Minister Hermann vor dem Hintergrund der im Jahr 2019 auslaufenden Fördermittel des Bundes. Insgesamt werden für den Ausbau der Infrastruktur rund 82,2 Millionen Euro veranschlagt (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 04.09.15).

RechteckBerlin: Geplante VBB-Fahrpreiserhöhungen zum 1.1.2016 sind nicht vermittelbar
Wie nicht anders zu erwarten, sollen zum 1. Januar 2016 die Fahrpreise im Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) steigen. Der DBV hätte nichts dagegen, wenn sie sich im Rahmen der üblichen Preissteigerungen bewegen würden oder ihnen eine deutliche Verkehrsausweitung gegenüberstünde. Im Durchschnitt soll laut Berliner Zeitung vom heutigen Tage beispielsweise die Monatskarte "Berlin AB" statt 79,50 € ab 1.1.2016 81 € kosten.
Natürlich sind die Preiserhöhungen an sich für den Einzelnen in der Regel verschmerzbar. Doch die ständigen Erhöhungen, die immer deutlich über den Inflationsraten liegen, signalisieren: die Politik zieht sich aus der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs zurück und überlässt die Probleme den Verkehrsunternehmen und den Fahrgästen.
So sind laut Statistischem Bundesamt die Verbraucherpreise 2014 im Vergleich zu 2013 um 0,9 im Durchschnitt gestiegen. Im Jahresvergleich 2013 zu 2012 waren es 1,5 Prozent. Für den Verkehrsbereich betrug die Veränderung 2014 zu 2013 sogar minus 0,2 Prozent.
Natürlich brauchen die Verkehrsunternehmen eine verlässliche finanzielle Ausstattung. Die muss aber durch den jeweiligen Eigentümer und die Fahrgäste erbracht werden. Hierfür müssen die Rahmenbedingungen stimmen.
In Brandenburg ist die Summe, die die kommunalen Verkehrsunternehmen für ihre Straßenbahn- und Busbetriebe erhalten, gedeckelt. Lohnerhöhungen und steigende Instandhaltungskosten können nur über steigende Fahrpreise gegenfinanziert werden. In Berlin ist die BVG chronisch unterfinanziert, es herrscht ein Mangel an Personal und Fahrzeugen. Die letzte, spürbare Verbesserung sind die Taktverdichtungen auf vielen Berliner U-Bahn-Linien. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes kommt nur in Trippelschritten voran und selbst die einfachsten Maßnahmen zur Beschleunigung des Bus- und Straßenbahnverkehrs (z. B. Vorrangschaltungen) werden nicht umgesetzt, weil der politische Wille fehlt (Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband, 04.09.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (04.09.15).

Rechteck10 Jahre Cité du Train Mulhouse



2015 feiert die Cité du Train in Mulhouse ihr 10-jähriges Jubiläum. 2005 wurde das bereits 1976 eröffnete Musée francais du Chemin de fer um eine 6.000 m² große Halle erweitert, in der vom privaten Betreiber 'Culturespaces' die Ereignisse von 1850 bis 1950 unter dem Motto 'Das Goldene Zeitalter der Eisenbahn' in sechs Themenbereichen inszeniert und die Zahl der Ausstellungsstücke von 25 auf 103 erhöht wurde.
Inzwischen gilt das Museum als größtes europäisches Eisenbahnmuseum, gemessen an der Zahl der Ausstellungsstücke. Es verfügt über 45.000 m² Ausstellungsfläche und zählt seit seiner Wiedereröffnung am 11. März 2005 bis 2015 fast 1 Mio. Besucher.
Zum 10-jährigen Jubiläum wurde nun das Außengelände neu gestaltet, u.a. mit einer Ausstellung zu 185 Jahre Güterverkehr ('von der Feder bis zum Flüssigeisen'; noch bis 30. Oktober 2015).
Außerdem hat das Museum seit Anfang April auch den Triebkopf 23121 der TGV-Garnitur 61 aus dem Jahr 1981 in Original-Lackierung auf der Drehscheibe stehen. Es handelt sich dabei um die zweite Garnitur, die ausgemustert wurde. Bis 2011 kam sie auf 8,9 Mio. km Fahrleistung (Jürgen Recknagel, 04.09.15).

Rechteck75 Jahre 50 3616


Am 16. September 1940 wurde die Dampflokomotive 50 453 bei der Firma Schichau in Elbing (heute Elblag in Polen) unter der Fabriknummer 3415 für die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft fertiggestellt und am 23.September 1940 im Bw Königsberg abgenommen. Ihre Beheimatungen bis September 1945 waren in den Bw Stralsund und Angermünde. Danach gehörte sie bis Juli 1946 zur Lokkolonne 18 des Bw Wittenberge, anschließend zum Schadlokbestand des Bw Stendal.
Nach Reparatur wieder dem Betriebspark zugeführt, fungierte ab April 1948 bis Juli 1960 das Bw Aschersleben als Heimatdienststelle. Die Maschine war eine von 208 Lokomotiven der BR 50, die im Raw Stendal eine Rekonstruktion erfuhren. Ausgerüstet u.a. mit einem neuen, modernen Kessel erhielt sie nunmehr die Ordnungsnummer 3616 und machte sich ab August 1960 zunächst beim Bw Stendal nützlich. Über die Bw Halberstadt, Roßlau, Haldensleben und Pasewalk wurde sie ab Oktober 1978 in Sachsen heimisch und zunächst dem Bw Karl-Marx-Stadt, BT Hilbersdorf zugeteilt. Abwechselnd in Dresden, Karl-Marx-Stadt, Glauchau, Dresden beheimatet, war wiederum Karl-Marx-Stadt ab 1987 ihr letztes Heimat-Bw bei der Deutschen Reichsbahn.
Im Dezember 1991 erwarb der damals noch junge "Verein sächsischer Eisenbahnfreunde" (VSE) die Lokomotive und überführte sie im Mai 1993 in ihr Heimatdomizil nach Schwarzenberg. Zuvor erfolgten bis Dezember 1992 bereits erste Einsätze vor Fotozügen in VSE-Regie.
Die Maschine war im Erzgebirge bereits lange heimisch, da Loks vom Bw Karl-Marx-Stadt mit Personalen des Bw Aue planmäßig von Karl-Marx-Stadt nach Aue fuhren und von dort weiter über Schwarzenberg nach Annaberg- Buchholz.
Der VSE schaffte es, 1998/99 eine Hauptuntersuchung im Dampflokwerk Meiningen durchführen und finanzieren zu können. Dabei wurden viele Teile des Kessels und des Tenders erneuert und alle Radsätze neu bereift. So konnte die Lok bis 2007 eingesetzt werden, und 2009 nach einiger Abstellzeit bei MaLoWa in Benndorf eine erneute Hauptuntersuchung bekommen. Diese läuft allerdings im Frühjahr 2017 ab und der Verein hofft bis dahein aus Fahrgeldeinnahmen, Eigenleistungen und Spenden eine erneute Untersuchung finanzieren zu können.
Dieses Jahr im September wird 50 3616 nun 75 Jahre alt. Zu ihren letzten Einsätzen zählte die Teilnahme beim "24. Chemnitzer Heizhausfest", in ihrer alten Wirkungsstätte, wo sie seit 2009 erstmalig wieder aktiv teilnahm. Danach steht sie am 19. und 20. September beim Bw-Fest in Glauchau für Führerstandsmitfahrten zur Verfügung, um die dortige 35 1097 zu vertreten.
Im Zugeinsatz zu erleben ist die Maschine zunächst am 26.September, wo sie aus Anlass ihres Jubiläums beginnend ab Thalheim (Erzgeb). eine komplette "Erzgebirgsrunde" über Aue, Schwarzenberg, Annaberg und Chemnitz fahren wird, um dann schließlich wieder ihre Abfahrtsbahnhöfe zu erreichen. Reisende aus Chemnitz können früh zur Anreise nach Thalheim die Erzgebirgsbahn RB 23809 Chemnitz Hbf ab 9:10 Uhr nutzen. Bei dieser Fahrt wird einschließlich der Leerzugüberführung früh von Schwarzenberg nach Thalheim der bekannte "Zwönitzer Berg" insgesamt dreimal befahren, desweiteren stehen Scheinanfahrten und Fotohalte auf dem Programm.
Danach bespannt 50 3616 am 3. und 4. Oktober 2015 die traditionellen "Saisonabschlusszüge" der "Erzgebirgischen Aussichtsbahn" zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz unt Bf mit je zwei Zugpaaren am Tag (Tom Radics, www.vse-eisenbahnmuseum-schwarzenberg.de, 04.09.15).

RechteckDampflok-Wochenende in Holland


Am Wochenende vom 4. bis 6.09.2015 findet wieder das große Dampflokfestival Terug naar Toen in Beekbergen statt. Es werden Pendelzüge zwischen Apeldoorn und Dieren über Beekbergen und Loenen eingesetzt. 12 Dampfloks und 5 Dieselloks werden im Einsatz sein. Die Parade zu 40 Jahren VSM findet am Freitag um 15.00 Uhr statt (Klaus Wagner, 03.09.15).

RechteckKrokodil von SBB Historic

Das Krokodil von SBB Historic ist auf seinem Weg nach Schweden nach Seddin zur Reparatur gebracht worden. (Ingo Wlodasch, 04.09.15).

RechteckOlsenbandenfanclub Deutschland

Die Kunsthalle Rostock zeigt derzeit auf 500qm eine umfangreiche Ausstellung "Mächtig gewaltig - Die Olsenbande im Museum" (bis 22. November 2015) mit einem umfassenden Begleitprogramm.
Die 14 Filme des dänischen Gaunertrios "Die Olsenbande" (1968-1998) erleben bis heute eine ungebrochen hohe Popularität. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die treusten Fans sich in einem Fanclub zusammengeschlossen haben.
Der Olsenbandenfanclub Deutschland, der die Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben und umfangreicher Beratung unterstützt, wurde am 22. August 2000 gegründet. Heute hat der Club über 2500 Mitglieder aus aller Welt, der größte Teil davon kommt aus Ostdeutschland und Dänemark. Zu den Ehrenmitgliedern zählen u.a. Ove Sprogøe ("Egon", 2004 verstorben), Morten Grunwald ("Benny") und Jes Holtsø ("Børge").
Am 5. September 2015 feiert der Olsenbandenfanclub Deutschland sein 15jähriges Jubiläum in der Kunsthalle Rostock. Zu diesem Fanclubtreffen ist auch ein besonderer Ehrengast mit dabei: Jes Holtsø, der kleine Børge mit rotem Pullover und dicken Brillengläsern, ist inzwischen 58 Jahre alt und heute ein begabter Blues-Musiker, was er mit einem Konzert unter Beweis stellen wird.
Ein ganz anderes Jubiläum feiert der 7. Film - "Die Olsenbande stellt die Weichen", der unter den Fans zu den beliebtesten Filmen zählt und Kultstatus genießt. Er feiert in diesem Jahr sein 40. Jubiläum.
Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb der Film zum Fantreffen aufgeführt wird. Das Stellwerk, welches eine zentrale Rolle im Film spielt, ist in Gefahr. Um einen Abriss zu verhindern, hat der Olsenbandenfanclub Deutschland zusammen mit dem Olsen Banden Fanklub DK eine Rettungsaktion gestartet und sammelt Spenden für einen Umzug zum Eisenbahnmuseum in Gedser. Zum Fantreffen geben wir Einblicke in unsere Arbeit und berichten über den aktuellen Stand der Rettungsaktion.
Eintrittskarten: 20 Euro (Kombiticket für Ausstellung, Film und Konzert). Verkauf erfolgt über die Kunsthalle Rostock: Hamburger Straße 40, 18069 Rostock (Pressemeldung Kunsthalle Rostock, www.kunsthallerostock.de, 04.09.15).

RechteckOsnabrück unter Dampf - Dampfloktag im Zechenbahnhof Piesberg

Am Sonntag, 06. September 2015, gibt es in Osnabrück wieder viel Dampf und diesmal auch besonderen Diesel zu sehen. Nach der Aufarbeitung in Neustrelitz wird erstmals die Lollo V 160 002 der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt (www.mietlok.de, 04.09.15).

RechteckPreßnitztalbahn



"Zur Fahrt mit der Preßnitztalbahn bitte einsteigen", so hieß es auch am Sonntag, als der Museumszug auf der 9 km langen und 750 mm breiten Schmalspurbahn im Erzgebirge zwischen Jöhstadt und Steinbach unterwegs war. Gezogen wurde der Zug von der Dampflok 99 1590 (Harald Becker, 04.09.15).

RechteckSachsen hat wieder eine betriebsfähige 86

Mit Wirkung vom 10.08.2015 hat die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (PRESS) aus Jöhstadt im Erzgebirge die Dampflok 86 333/86 1333-3 erworben. Die PRESS wird die Lokomotive in Kürze zurück nach Sachsen überführen.
Damit erhält der Freistaat erstmals nach 17 Jahren ein betriebsfähiges Exemplar der für Sachsen so typischen Nebenbahn-Dampflokomotivbaureihe 86 zurück. Zuletzt hatte hier bis 1998 die dem DB Museum gehörende Lok 86 001/86 1001-6 unter Dampf gestanden.
Seit dem Beginn ihrer Beschaffung im Jahre 1928 eroberte die BR 86 weite Teile des sächsischen Eisenbahnnetzes. Bis 1987 und damit fast 60 Jahre lang stand diese Einheitslokbaureihe auf sächsischen Neben- und auch Hauptbahnen im Planeinsatz – von Bad Brambach bis Görlitz, von Leipzig bis zum Erzgebirgskamm. Noch in den 1990er Jahren wurden wegen der besonderen Authenzität der BR 86 zahlreiche Sonderzüge mit ihr gefahren, bevor 1998 die Einsatzfristen des damals letzten betriebsfähigen Exemplars abliefen.
Mit dem Erwerb der 86 1333-3 schließt die PRESS eine seit Jahren klaffende Lücke in der sächsischen Eisenbahnlandschaft. Die Rücküberführung der Lok nach Sachsen bedeutet nicht nur den bloßen, sachlich-nüchternen Tatbestand der Beschaffung eines Triebfahrzeuges durch ein Eisenbahnverkehrsunternehmen. Sondern dem Vorgang kommt die Bedeutung eines erheblichen industriekulturellen und heimatgeschichtlichen Engagements der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH gleich. Die BR 86 gilt für das sächsische Eisenbahnwesen als identitätsstiftend.
Auf ihrer Rückreise von Baden-Württemberg nach Sachsen wird 86 1333-3 unter Obhut der PRESS erstmals bei den Meininger Dampfloktagen am 5./6. September 2015 der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei wird sich die Lok bereits wieder in den Zustand der Deutschen Reichsbahn der 1970er und 1980er Jahre zurück versetzt zeigen. Unter anderem erhielt die Maschine ihren Rauchkammerzentralverschluss und die korrekten EDV-Nummernschilder als 86 1333-3 zurück. Die erste Gelegenheit zur Besichtigung der Maschine in Sachsen bietet sich zur Lokausstellung am 19./20. September 2015 im Bahnbetriebswerk Glauchau.
Zukünftig wird die Lokomotive von der PRESS in Zusammenarbeit mit der IG 58 3047 Glauchau e.V. eingesetzt. Ein entsprechendes Einsatz- und Sonderzugprogramm ist zurzeit im Entstehen begriffen und wird nach Abschluss der Planungen veröffentlicht.
Mit 86 1333-3 kommt im Übrigen auch das zurzeit weltweit einzige betriebsfähige Exemplar der BR 86 in den Freistaat. Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH dankt dem Wutachtalbahn e.V. sowie der IG 3-Seenbahn e.V. für die konstruktive und unbürokratische Zusammenarbeit beim Erwerb der für Sachsen so wichtigen Lokomotive (Pressemeldung Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH, 04.09.15).

RechteckSchaufelrad & Dampftramway am Chiemsee



Eisenbahnen und Linienschifffahrt waren im 19. und 20 . Jahrhundert vielfach eine oft gelebte Symbiose zur Schaffung von Transportketten. Dieser Gedanke ist - bis auf wenige Ausnahmen weltweit verloren gegangen. Umso einmaliger der Familienbetrieb der Familie Fessler in Prien am Chiemsee, wo das Erlebnis Bahn & Schiff zum "Gesamtkunstwerk" Schaufelrad & Dampftramway gesteigert wird. Seit 1845 durchpflügen Dampfschiffe das "Meer der Bayern", seit 1849 (!) also 155 Jahre unter Verantwortung und Regie der Familie Fessler.
Seit 1887 wird die Schifffahrt durch eine Dampftramway mit dem Bahnhof und Ort Prien verbunden. Selten, dass eine Bahn über bald 130 Jahre immer dieselbe Strecke mit demselben Fahrpark befährt.
Letztes Schiff mit Schaufelradanrieb ist das RMS LUDWIG FESSLER - 1926 gebaut bei Hitzler in Regensburg mit einer Dampfmaschine von Maffei. Leider wurde das Schiff im vorigen Jahrhundert verdieselt - die Dampfmaschine hat aber seit 2014 eine neue Aufgabe und treibt den wiederbelebten Dampfer NEUCHATEL am Neuenburger-Murten-und Bielersee an.
Jedenfalls ist der Chiemsee mit seinen beiden wunderbaren Inseln und natürlich wegen der einmaligen Verknüpfung von Bahn & Binnenschifffahrt immer eine Reise wert (Gunter Mackinger, 04.09.15).

RechteckSonderzug auf dem Prager Schienennetz


Der Sonderzug unterwegs auf dem Prager Schienennetz wurde gezogen von der zweiachsigen Dampflokomotive 213 902. Die Bilder wurden gemacht im Bahnhof Praha Zličin, kurz bevor Abfahrt in Richting Praha Smíchov (über die Prager Semmering), Praha Vršovice und Praha Braník (Quintus Vosman, 04.09.15).

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LOK Report 9/15

LOK Report Ausgabe 9/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckInnsbruck West

Keine Sorge, es ist nur der Kompressor eines Hochdruckreinigers, der hier so qualmt. Montiert ist er in einem Fahrzeug der ÖBB-Tochterfirma "Mungos" für Reinigung und Security, die sich soeben mit zwei Mann und technischem Equipment die Bahnsteigunterführung des Innsbrucker Westbahnhofs annimmt.
Der Innsbrucker Westbahnhof hatte beim Bahntest 2015 des Verkehrsclubs VCÖ schlecht abgeschnitten und war einer der vier Tiroler Bahnhöfe, die unter die "schlechtesten 10 Österreichs" zu liegen kamen.
Man darf gespannt sein, wie sich das Ambiente des an sich stilvollen Innsbrucker Westbahnhofs weiterhin entwickelt - seit Jahren ist seine Adresse als Teil des vierspurigen Innsbrucker "Südrings" keine feine Gegend. Der 4024 ist der REX 5420 Innsbruck-Garmisch (GK, 03.09.15).

RechteckKoblenz

Die neue 146.2 wird derzeit in Koblenz Hbf für Personalschulungen eingesetzt. Ab nächsten Monat gehen sie dann auf dem RE 5 in den Einsatz. (Sascha Jansen, 03.09.15).

RechteckO 8902




Der O 8902, ein "beschleunigter Personenzug" von Szombathely über Nagykanizsa nach Pécs erlaubt es, viereinhalb Stunden im Schlieren-Wagen der GYSEV hinter der dröhnenden 418.301 zu fahren, die ganze Zeit bei geöffneten Fenster im ersten Wagen hinter der Lok. Von Gyékénes bis Pécs war ich ganz allein, so dass ich die Fahrt voll genießen konnte. Das "Klicke-die-Klack" der Schienenstöße und das laute Brummen der Diesellok habe ich noch heute in den Ohren ...
Eine solche Fahrt durch Ungarn kann ich jedem Eisenbahnfreund nur empfehlen, denn in Mitteleuropa ist es nahezu unmöglich geworden, einen traditionellen Bahnbetrieb (mit Aufsichtspersonal in jedem besetzten Bahnhof) zu erleben - wenngleich Bahnreisen in Ungarn in diesen Tagen schwierig ist, sobald man durch Budapest kommt (Rüdiger Lüders, 04.09.15).

RechteckPeine


Am 7. August war ich im Raum Peine unterwegs, um die letzen 140 und die scheidenden 111 zu fotografieren. Die Fotos zeigen 140 680 mit dem 53839 (Seelze-Braunschweig) kurz hinter Peine, 111 138 mit dem RE 26289, 140 218, die am Sonntag Fristablauf hat, mit 53842( Braunschweig-Seelze) und 139 132 Richtung Seelze am ehemaligen Bahnhof Woltorf (Jan-Nicolas Christoph, 04.09.15).

RechteckReisebericht München - Prag

Wenn man den Fernbus vermeiden und nicht x-mal von einem auf den nächsten Regionalzug umsteigen will, für den gibt es noch den Alex-Eurocity, der einen in gut fünfeinhalb Stunden von München nach Prag bringt. Das ist zwar langsamer als mit dem Bus oder dem Auto, dafür kann man die Annehmlichkeiten einer Bahnfahrt genießen.
Zu Beginn der Reise musste man sich allerdings selbst informieren um herauszufinden, dass der 9:01 Uhr Zug bereits um 8:44 Uhr abfuhr. In München gab es am Tag zuvor am Hbf keinerlei Hinweise auf eine Streckensperrung zwischen Neufahrn und Regensburg und die damit verbundene frühere Abfahrt. Streckensperrungen aufgrund von Bauarbeiten scheinen heutzutage üblich zu sein. Somit mussten die Fahrgäste diesen Abschnitt mit dem Bus zurücklegen.
Der Zug ist dann letztlich doch erst um ca. 9 Uhr in München abgefahren, da es mit der Bereitstellung der Garnitur offenbar Problme gab. Somit war die Abfahrt um etwa 15 Minuten verspätet.
Die Frage an den Zugbegleiter ob denn der (Anschluss-) Zug in Regensburg auch warten würde, wurde selbstverständlich mit Ja beantwortet, da es ja schließlich derjenige Zug sei mit dem man die Reise fortsetzen würde.
Dass dann letztlich der Bus von Neufahrn gut 5 Minuten zu spät in Regensburg eintraf und der eigentliche Zug nach Prag wirklich nicht gewartet hat, kann man nur als üblen Scherz bezeichnen.
Dass so etwas passiert, im Jahr 2015, im Zeitalter der allgegenwärtigen Kommunikation, ist schlicht unerklärlich. Kein Wunder, dass so auch noch die letzten Fahrgäste in den Bus, auf das Auto oder in das Flugzeug getrieben werden.
Der nächste direkte Zug von Regensburg nach Prag fuhr dann vier Stunden später. An einem schönen Tag kann man so eine Wartezeit in einer Stadt wie Regensburg noch gut überbrücken, mit einer vernünftigen Verbindung hat das allerdings nichts mehr zu tun.
Die Fahrt über den bayrischen Wald und weiter über Pilsen führt durch schöne Landschaft. Manche historische Bahntechnik ist noch vorhanden und die Stecke bietet insbesondere auf tschechischer Seite bis Pilsen Potenzial zur Fahrzeitverkürzung. Mit nicht allzu viel Aufwand sollte eine Wettbewerbsfähigkeit zumindest zum Fernbus erreichbar sein (Marius Schmidt, 04.09.15).

RechteckRheinkamp

Am 03.09. wurde ein neuer Eurostarzug nach Rheinkamp gebracht und ein anderer abgeholt (Bernd Piplack, 03.09.15).

RechteckSzilvásvárad



Vom Hp Číž-Kúpele mußte ich per Fuß und Bus (der Zug nach Banréve in Ungarn fährt nicht mehr) über Rimavská Seč nach Ózd. Von Ózd fuhr ich nach Putnok, von dort mit dem Regionalbus nach Szilvásvárad, weil die Strecke Putnok - Szilvásvárad seit Dezember 2009 ohne Betrieb ist. In Szilvásvárad ging es mit der Waldbahn und dann mit dem Zug nach Eger. In Eger befinden sich ein Thermalbad und Minaret aus den Zeiten des Osmanischen Reichs zwischen 1596 und 1687.
Das erste Foto zeigt das Dorf Rimavská Seč, an dessen Bahnhof kein Zug hält! Das Tor zur Siedlung Velence-telep in Ózd vor dem Bahnhof wurde 1922-1925 vom Architekten Marschalkó Béla gebaut. Es folgen der Bhf Ózd, die Waldbahn Szilvásvárad, der Bhf Szilvásvárad und das ehemalige Minaret in Eger (Martin Kubik, 03.09.15).

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Europa

RechteckNorwegen: Unwetter führten zu Streckenunterbrechungen

Ca. 30 Meter Bahn liegt in der Luft. Foto Trygve Kleiven, Jernbaneverket.
Große Regenfälle im Südosten von Norwegen in den letzten Tagen führten zu Problemen an mehreren Stellen auf dem norwegischen Schienennetz. Der Betrieb auf der Bergensbanen zwischen Gol und Hønefoss, der Sørlandsbanen als auch Spikkestadbanen musste heute Morgen (03.09.2015) eingestellt werden, da es mehrfach zu Unterspülungen der Gleise kam. Wie lange die Unterbrechungen anhalten werden, kann noch nicht bestimmt werden, da die Bahndämme an einigen Stellen neu aufgebaut werden müssen. (WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle NSB, 04.09.15).

RechteckPolen/Litauen: EU-Koordinatorin besucht Rail Baltica


Fotos: Verkehrsministerien Polen und Litauen.
Am 27. August traf ein Zug aus Polen mit der europäischen Koordinatorin für den Nord-Ostsee-Kernnetzkorridor, Catherine Trautmann, in Kaunas ein. Ein Zug aus Polen mit Passagieren an Bord erreichte Litauen zum letzten Mal im August 1939, berichtet das Ministerium für Verkehr und Kommunikation LETA/ELTA.
Das Ziel des Besuchs der europäischen Koordinatorin war es, den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur für das Rail Baltica-Projekt in Litauen und die dazu vergebenen Vertragsarbeiten und die Aussichten für die weitere Durchführung des Projekts zu bewerten. Die Koordinatorin wurde von Vertretern der polnischen, litauischen, lettischen und estnischen Verkehrsministerien begleitet. Während der Fahrt wurde auch die Implementierung und Aussicht auf die Durchführung einer Hochgeschwindigkeitsstrecke von Kaunas nach Tallinn diskutiert.
Trautmann stellte fest, das die existierenden Strecken entlang des Projekts "Rail Baltica" auf litauischen Seite derzeit besser als in Polen ausgebaut seien. Während in Polen stellenweise nur mit 20 km/h gefahren wurde, waren in Litauen bis zu 100 km/h möglich. Geplante Reisen von Kaunas nach Warschau sollen nach dem Ausbau mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 140 km/h erfolgen, wobei die Strecken für 160 km/h ausgebaut werden sollen. Die Eisenbahnen beider Länder müssen auch aus touristischen Gründen ausgebaut werden. Dazu brauche das Projekt EU-Unterstützung. Bis Oktober müssen die Mittel für die weitere Projektentwicklung bewilligt werden. Das Projekt soll 2025 abgeschlossen werden.
"Die Rail Baltica wird kommen, aber sie wird noch weiter gehen", sprach Trautmann auch schon eine Erweiterung zu Rail Baltica 2 an, die von Helsinki über Tallinn, Riga, Kaunas, Vilnius und Warschau bis nach Berlin ausgedehnt werden könnte.
Wie der Rundfunk in Lettland vermeldet, versuchen zur Zeit russische Seiten, die öffentliche Meinung über Stimmungsmache im Internet gegen das Projekt aufzuwiegeln. Eine direkte Verbindung der baltischen Staaten an Europa könnte den politischen Interessen Russlands widersprechen (WKZ, Michael Laudahn, diverse Quellen 04.09.15).

RechteckSchweiz: Bund und SBB einigen sich auf Leistungsvereinbarung für 7,6 Milliarden
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die SBB haben sich auf einen Zahlungsrahmen von 7,632 Milliarden Franken für die Leistungsvereinbarung 2017 bis 2020 geeinigt. Dies sind 15 Prozent mehr als in der Leistungsvereinbarung 2013 bis 2016. Der höhere Zahlungsrahmen basiert auf der Notwendigkeit, mehr präventiven Unterhalt zu machen und auf dem Verkehrs- und Anlagenwachstum. Die SBB kann beim BAV bei nachgewiesenem Bedarf Zusatzmittel beantragen, um die Pünktlichkeit zu gewährleisten und auf Unvorhergesehenes reagieren zu können.
Für die Leistungsvereinbarung (LV) 2017 bis 2020 resultiert gemäss Einigung von BAV und SBB ein Zahlungsrahmen von insgesamt 7,632 Milliarden Franken. Der finanzielle Rahmen für Betrieb, Erhalt und Erneuerung der Bahninfrastruktur in den Jahren 2017 bis 2020 beträgt 7,361 Milliarden Franken. Hinzu kommen 271 Millionen Franken für zusätzliche Projekte wie die Ausbauten der Bahnhöfe in Altdorf, Givisiez und Weinfelden. Zudem kann veränderten rechtlichen Grundlagen Rechnung getragen werden. Diese betreffen die Finanzierung von Fahrzeugen der Bahninfrastruktur, von Bahnstromanlagen und Knotenbahnhöfen oder die Verbilligung von Trassen.
Mit dem vereinbarten Zahlungsrahmen stehen der SBB 15 Prozent mehr Mittel zur Verfügung als in der LV 2013 bis 2016. Der gestiegene Mittelbedarf basiert auf der Notwendigkeit, mehr präventiven Unterhalt zu machen, sowie auf der steigenden Netzauslastung. Die Bruttotonnenkilometer nehmen gegenüber der laufenden LV-Periode um 9 Prozent zu, die Trassenkilometer um 4 Prozent. Hinzu kommen neue Infrastrukturanlagen wie die Basistunnel der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) und die 4. Teilergänzung der Zürcher S-Bahn. Die Zahl der Anlagen im Tunnelbau steigt um 54 Prozent. Eine externe Expertise hat den finanziellen Mehrbedarf bestätigt.
Angesichts des stark gestiegenen Bedarfs ist der vereinbarte Finanzrahmen aus Sicht der SBB trotz mehr Mitteln eng. Zur Sicherstellung der Pünktlichkeit und um insbesondere im Bereich Fahrbahn auf Unvorhergesehenes reagieren zu können, kann die SBB in der LV-Periode 2017 bis 2020 beim BAV bei nachgewiesenem Bedarf zusätzliche Mittel beantragen. Die SBB schätzt das Risiko für den Zusatzbedarf auf 200 Millionen Franken ein. Sie wird die Effizienz im Unterhalt weiter steigern, etwa indem Unterhaltsarbeiten möglichst gebündelt und in längeren Bauintervallen ausgeführt werden; für die Kunden werden Ersatzangebote zur Verfügung gestellt, und sie werden frühzeitig über diese informiert.
Abgestimmt auf den vereinbarten Zahlungsrahmen wird die SBB bis Ende Oktober die definitive Offerte für die Leistungsvereinbarung 2017-2020 erarbeiten. Den Zahlungsrahmen für diese Leistungsvereinbarung wird der Bundesrat nach einer  Anhörung dem Parlament unterbreiten. Nebst den Zahlungen an die SBB sind darin auch diejenigen an die Privatbahnen enthalten (Pressemeldung BAV, 04.09.15).

RechteckSchweiz: Michel Kunz wird Leiter Anlagen und Technologie Infrastruktur
Michel Kunz übernimmt per Anfang 2016 die Leitung des Geschäftsbereichs Anlagen und Technologie bei SBB Infrastruktur. Kunz war zehn Jahre Mitglied der Post-Konzernleitung, zuletzt als CEO, und bringt als ETH-Ingenieur und erfahrener Manager die idealen Voraussetzungen mit, um den für die Bahninfrastruktur zentralen Bereich zu leiten.
Der bisherige Leiter Wassim Badran konzentriert sich künftig auf Projektarbeit. Der Geschäftsbereich Anlagen und Technologie mit seinen rund 800 Mitarbeitenden ist innerhalb der SBB hauptverantwortlich für Erhalt und Erneuerung sämtlicher Infrastrukturanlagen, von Schienen und Schotter über Fahrleitungen und Brücken zu Zugsicherungssystemen oder dem Bahnzugang. Er überwacht den Zustand der Anlagen und führt neue Systeme und Bahntechnologien ein. Der Wert aller Infrastrukturanlagen beläuft sich auf gegen CHF 100 Mrd.
Der bisherige Leiter Wassim Badran wechselt SBB intern per Anfang 2016 in anspruchsvolle Projektleiterfunktionen. Seine Nachfolge übernimmt der 56-jährige Michel Kunz, der während 15 Jahren bei der Post gearbeitet hatte, davon 10 Jahre als Mitglied der Konzernleitung, zuletzt als CEO. Von 2010 bis 2014 war Michel Kunz CEO der Orell Füssli Holding in Zürich und seit Anfang 2015 ist er als COO des Unternehmens Schweizer Electronic AG in Reiden tätig. Als ausgebildeter ETH Ingenieur und langjähriger Manager, der Grossprojekte wie die neue Briefverarbeitung verantwortet hat, bringt Kunz ideale Voraussetzungen für seine neue Aufgabe bei der SBB mit.
Die SBB Infrastrukturanlagen werden wegen steigenden Verkehrsaufkommens immer stärker belastet. Zu den zentralen Herausforderungen gehört es, die Substanz zu erhalten und die Kosten der Bahnanlagen über Zeithorizonte von bis zu einigen Jahrzehnten so tief wie möglich zu halten. (Pressemeldung SBB, 04.09.15).

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