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LOK Report – News von Freitag, 31.07.15

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Finanzergebnisse Bombardier,
Siemens und Vossloh

Absatzlinie
Neue Züge von Hitachi
für First Great Western

Absatzlinie
Karwendelbahn wird
umfangreich modernisiert

Willkommen beim LOK Report
Foto links: Jonathan Christoph

LOK Report aktuell

RechteckDJV: Justizposse gegen Journalisten
Der Deutsche Journalisten-Verband hat die laufenden Ermittlungen gegen zwei Journalisten des Portals Netzpolitik.org als Justizposse kritisiert. Gegen die beiden Journalisten Andre Meister und Markus Beckedahl hat der Generalbundesanwalt Ermittlungen wegen des Verdachts des Landesverrats aufgenommen.
Grundlage sind Anzeigen des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Den Journalisten wirft der Generalbundesanwalt vor, mit zwei Artikeln über den Verfassungsschutz auf Netzpolitik.org Staatsgeheimnisse der Bundesrepublik Deutschland verraten zu haben. Im Fall einer Verurteilung drohen den Journalisten Haftstrafen von mindestens einem Jahr.
DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken verurteilte die Ermittlungen als
"unzulässigen Versuch, zwei kritische Kollegen mundtot zu machen". Das Vorgehen des Generalbundesanwalts sei völlig überzogen und stelle einen Angriff auf die Pressefreiheit dar.
Der DJV hatte bereits die Klagen des Verfassungsschutzpräsidenten gegen mögliche Informanten in den eigenen Reihen Anfang Juli kritisiert. Konken: "Die Ermittlungen gegen die beiden Journalisten zeigen, dass der
Verfassungsschutzchef in Sachen Pressefreiheit offenbar nicht dazu lernt."
Die beiden Journalisten hätten die Aufklärung geliefert, auf die die Öffentlichkeit ein Anrecht habe. Er forderte den Generalbundesanwalt auf, die Ermittlungen unverzüglich einzustellen (Pressemeldung DJV, 30.07.15).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckGDL: Finanzierung des Regional- und S-Bahn-Verkehrs sichern
Ein gut funktionierendes Schienenverkehrsnetz ist elementar für unser Land, doch politische Fehlentscheidungen gefährden das Angebot.
Zum Erhalt eines attraktiven Regional- und S-Bahn-Verkehrs muss der Bundestag jetzt handeln und die Höhe der Regionalisierungsmittel bis 2030 verbindlich festlegen. Wir bitten um Unterstützung der Petition! (Pressemeldung GDL, 30.07.15).

Industrie

RechteckBombardier: Finanzergebnis für das zweite Quartal
Bombardier hat heute das Finanzergebnis fur das zweite Quartal zum 30. Juni 2015 bekannt gegeben. Der Umsatz im Quartal belief sich auf USD 4,6 Mrd. gegenuber USD 4,9 Mrd. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ohne Wechselkurseffekte hat sich der Umsatz um 2% erhoht.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im zweiten Quartal zum 30. Juni 2015 bei USD 226 Mio. bzw. 4,9% des Umsatzes gegenuber USD 257 Mio. bzw. 5,3% im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Der Nettogewinn belief sich auf USD 125 Mio. bzw. einen Ertrag je Aktie (EPS) in Hohe von USD 0,06 gegenuber USD 155 Mio. bzw. USD 0,08 im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der bereinigte Nettogewinn im zweiten Quartal zum 30. Juni 2015 belief sich auf USD 145 Mio. bzw. einen Ertrag je Aktie (EPS) in Hohe von USD 0,06 gegenuber USD 192 Mio. bzw. USD 0,10 im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Im Dreimonatszeitraum zum 30. Juni 2015 lag der eingesetzte Free Cashflow (Cashflow aus operativer Geschaftstatigkeit abzuglich der Nettozugange zum Anlagevermogen und den immateriellen Vermogenswerten) bei USD 808 Mio. gegenuber einem eingesetzten Free Cashflow in Hohe von USD 424 Mio. im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Zum 30. Juni 2015 beinhaltete die kurzfristig verfugbare Eigenkapitalausstattung in Hohe von USD 4,4 Mrd. Zahlungsmittel und Zahlungsmittelaquivalente in Hohe von USD 3,1 Mrd. gegenuber USD 3,8 Mrd. bzw. USD 2,5 Mrd. zum 31. Dezember 2014. Der Gesamtauftragsbestand lag zum 30. Juni 2015 bei USD 64,8 Mrd. gegenuber USD 69,1 Mrd. zum 31. Dezember 2014.
'Insgesamt haben wir unsere anvisierten Ziele fur das zweite Quartal hinsichtlich Umsatz, EBIT und Auslieferungen erfullt und unsere Liquiditat liegt bei USD 4,4 Mrd.", sagte Alain Bellemare, President und Chief Executive Officer von Bombardier Inc. 'Nach funf Monaten im Amt habe ich ein besseres Verstandnis unserer Herausforderungen und Moglichkeiten. Wir treffen die geeigneten Massnahmen, darunter die Umsetzung unseres Bombardier Transformationsplans, bei dem es sich um einen disziplinierten Ansatz in Sachen Liquiditatssteuerung handelt. Zudem haben wir unser Fuhrungsteam zur Neugestaltung des Unternehmens und zur Sicherstellung unseres langfristigen Erfolgs verstarkt."
Das Management hat detaillierte Prufungen der beiden grossen Flugzeugentwicklungs-programme von Bombardier weitgehend abgeschlossen. Die Flugtests der C Series schreiten rasch voran, bislang sind bereits uber 2.000 Flugstunden absolviert und die Leistungen ubertreffen die Zielvorgaben (1). Fur die Inbetriebnahme des Flugzeugs in der ersten Jahreshalfte 2016 verlauft alles planmassig. Inzwischen befindet sich das erste Global 7000 Flight Test Vehicle (FTV) in der Endmontage und wird bei seiner Indienststellung in der ersten Jahreshalfte 2018 neue Massstabe setzen.
Bombardier Transportation verfugt uber einen hohen Auftragsbestand im Umfang von USD 30,4 Mrd. und hat im Quartalsverlauf einen guten Auftragseingang verzeichnet. Eines der neu gegrundeten chinesischen Joint Ventures hat seinen ersten Vertrag uber die Lieferung eines INNOVIA APM 300 Automated People Mover an die Verkehrsbetriebe Schanghai unterzeichnet. Dieser Vertrag unterstreicht die Fuhrungsposition von Bombardier Transportation innerhalb der Branche. Diese Fuhrungsposition wird weiter gestarkt durch die positiven Effekte der angelaufenen OneBT-Verbesserungsinitiative.
Durch die Umsetzung des Bombardier Transformationsplans soll die Leistung im gesamten Unternehmen gesteigert werden. In einem ersten Schritt hat das Unternehmen ein systematisches Verfahren zur Ermittlung und quantitativen Erfassung von Moglichkeiten in den einzelnen Geschaftsbereichen in Kraft gesetzt. Die grossten Chancen bieten sich in der Produktkostensenkung, der verbesserten Kontrolle des Umlaufvermogens und im effektiveren Einsatz von Barmitteln. Der Transformationsplan wird weiter umgesetzt.
Nach Quartalsende gab Bombardier die Ernennung von John Di Bert zum Senior Vice President und Chief Financial Officer mit Wirkung zum 10. August 2015 bekannt. John Di Bert ist bekannt fur seine Finanzdisziplin, er verfugt uber umfassende Erfahrung in Fuhrungspositionen und hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Optimierungsinitiativen sowohl in Zeiten des Wachstums als auch der Konsolidierung durchgefuhrt (Pressemeldung Siemens, 30.07.15).

RechteckSiemens: Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2015
»Insgesamt zeigten unsere Geschäfte trotz eines schwächeren Marktumfelds eine solide operative Profitabilität. Wir erwarten, dass wir unser Momentum mit einem starken Schlussquartal des Geschäftsjahrs 2015 beibehalten werden«, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.
• Auftragseingang im dritten Quartal um 4% auf 19,9 Mrd. € gestiegen, unter anderem durch einen 1,6-Mrd.-€-Auftrag bei Mobility; ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte Rückgang um 5%
• Umsatzerlöse um 8% auf 18,8 Mrd. € gewachsen, Book-to-Bill-Verhältnis damit 1,05; auf vergleichbarer Basis Umsatzerlöse um 3% geringer
• Ergebnis des Industriellen Geschäfts mit 1,8 Mrd. € auf Vorjahresniveau; starke Verbesserungen bei Energy Management sowie Healthcare, weitgehend aufgewogen durch einen Rückgang bei Power and Gas
• Gewinn nach Steuern 1,4 Mrd. €; unverwässertes Ergebnis je Aktie von 1,62 € im Q3 GJ 2014 auf 1,65 € gestiegen
• Abschluss der Akquisition von Dresser-Rand durch die Division Power and Gas am Quartalsende, dadurch erhebliche Erweiterung des Produktportfolios für die Öl- und Gasindustrie sowie dezentrale Stromerzeugung
• Mobility: Langfristiger 1,6-Mrd.-€-Auftrag für Zuginstandhaltung in Russland, Höhere Umsatzerlöse im Infrastruktur- und im Servicegeschäft; wie erwartet, insgesamt niedrigere Umsatzerlöse durch zeitliche Abfolge bei Zuggroßprojekten, Profitabilität begünstigt durch eine verbesserte Zusammensetzung der Umsatzerlöse; Ergebnis im Q3 GJ 2014 enthielt einen positiven Effekt von 27 Mio. € (Pressemeldung Siemens, 30.07.15).

RechteckVossloh: Erholung setzt sich im 2. Quartal 2015 wie geplant fort
In den ersten sechs Monaten 2015 verbesserte sich der Umsatz des Vossloh-Konzerns um 11,0 % auf 694,7 Mio.€ (Vorjahr: 626,0 Mio.€). Mit steigenden Umsatzanteilen insbesondere in Amerika und Afrika erhöhte sich der Anteil des außereuropäischen Geschäfts in der aktuellen Berichtsperiode auf 38,0% (Vorjahr: 34,7 %). Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Konzerns (EBIT) erreichte 19,0 Mio.€ und stieg erheblich verglichen mit dem um Sondereffekte be-reinigten Ergebnis im ersten Halbjahr 2014 von 11,7 Mio.€. Die Entwicklung von Umsatz und EBIT war im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 durch Währungseffekte begünstigt. Der Auftragseingang im Konzern belief sich in den ersten sechs Monaten 2015 auf 602,9 Mio.€ (Vorjahr: 682,9 Mio.€). Der weitaus größte Teil des Neugeschäfts im ersten Halbjahr wurde in den drei Kernge-schäftsbereichen generiert. Der Auftragsbestand im Konzern per 30. Juni 2015 summierte sich auf 1,66 Mrd.€ (Vorjahr: 1,76 Mrd.€). Die Geschäftserholung von Vossloh setzte sich damit auch im zweiten Quartal 2015 wie erwartet fort.
Im Geschäftsbereich Core Components, der aktuell das Serienproduktgeschäft mit Schienenbefestigungssystemen umfasst, ging der Umsatz wie erwartet in den ers-ten sechs Monaten 2015 zurück. Ursächlich hierfür waren spürbar rückläufige Vo-lumina in mehreren Ländern sowie teilweise margenschwächere Projekte. Insge-samt lagen die Erlöse im ersten Halbjahr 2015 bei 133,0 Mio.€ (Vorjahr: 155,0 Mi-o.€). Das EBIT bei Core Components betrug nach sechs Monaten 14,2 Mio.€ (Vor-jahr, vergleichbar: 26,7 Mio.€). Die EBIT-Marge reduzierte sich auf 10,7 %; im Vor-jahr hatte sie vergleichbar bei 17,2 % gelegen. Core Components konzentriert sich seit Herbst 2014 darauf seine fünf internationalen Produktionsstandorte strikt auf Kostenoptimierung und Technologieführerschaft auszurichten. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Core Components stieg im ersten Halbjahr 2015 um 23,8 % auf 194,0 Mio.€.
Der Geschäftsbereich Customized Modules, in dem das Geschäft mit individualisier-ten Infrastruktur-Modulen, wie Weichen sowie Steuerungs- und Kontrollelemente gebündelt wird, entwickelte sich im ersten Halbjahr 2015 sehr erfreulich. Customized Modules erzielte dank hoher Nachfrage vor allem aus den USA, Brasili-en und Schweden ein deutliches Umsatzplus von 14,5 % auf 253,1 Mio.€ (Vorjahr: 220,9 Mio.€). Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 59,2 % auf 15,5 Mio.€. Ab-züglich der im letzten Jahr angefallenen Sondereffekte hatte das EBIT im Halbjahr 2014 bei 9,7 Mio.€ gelegen. Die EBIT-Marge des Geschäftsbereichs lag nach sechs Monaten 2015 bei 6,1 % (Vorjahr, vergleichbar: 4,4 %). Mit 281,0 Mio.€ erhöhte sich der Auftragseingang von Customized Modules nochmals im Vergleich zum Vorjah-reswert von 274,9 Mio.€.
Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions, der sich auf spezialisierte Dienstleistungen rund um die Instandhaltung von Schienen und Weichen konzentriert, betrugen die Erlöse in den ersten sechs Monaten 28,7 Mio.€. Sie blieben damit noch leicht hinter dem Vorjahreswert von 30,7 Mio.€ zurück. Das EBIT war wie im Vorjahr ausgegli-chen (Vorjahr vergleichbar: 0,5 Mio.€). Für das zweite Halbjahr 2015 erwartet Voss-loh ein deutliches Wachstum im Geschäftsbereich. Einen richtungsweisenden Erfolg für das Geschäftsmodell von Lifecycle Solutions stellt ein zunächst auf drei Jahre angelegtes Referenzprojekt mit der Deutschen Bahn dar, in dessen Rahmen der Geschäftsbereich die Verantwortung für die Schienen- und Weicheninstandhaltung definierter Streckenabschnitte der Verbindung von Leipzig nach Dresden übernom-men hat. Dieser Auftrag unterstützt den Lebenszyklus-Ansatz des Geschäftsbe-reichs. Er umfasst die eigenverantwortliche Planung und Durchführung von Schie-nenbearbeitung in Gleisen und Weichen sowie die Dokumentation der Ergebnisse. Der Auftragseingang von Lifecycle Solutions stieg im ersten Halbjahr 2015 leicht auf 35,2 Mio.€ an.
Der Geschäftsbereich Transportation, in dem das Schienenfahrzeug- und Fahr-zeugkomponentengeschäft einschließlich der zugehörigen Services zusammenge-fasst wird, hat den positiven Umsatz- und Ergebnistrend des ersten Quartals 2015 weiter verstärken können. In den ersten sechs Monaten 2015 stiegen die Erlöse dank einer positiven Umsatzentwicklung in den Geschäftsfeldern Rail Vehicles und Electrical Systems um 28,3 % auf 284,4 Mio.€ (Vorjahr: 221,6 Mio.€). Das EBIT nach sechs Monaten betrug -3,4 Mio. €. Es verbesserte sich damit deutlich vergli-chen mit dem um Sondereffekte bereinigten Vorjahresergebnis von -18,1 Mio.€. Im zweiten Quartal 2015 war das EBIT des Geschäftsbereichs mit 2,1 Mio.€ nach fünf Quartalen in Folge erstmals wieder positiv. Zudem wurde weiter an dem Ziel gear-beitet, alle Geschäftsfelder von Transportation in geeignete Strukturen außerhalb des Vossloh-Konzerns zu überführen, damit sich auch diese Aktivitäten optimal wei-terentwickeln können. Hier sieht Vossloh weiterhin ein starkes Interesse und befin-
det sich in Gesprächen mit potenziellen Investoren aus der sich konsolidierenden Branche.
Anfang Juli 2015 wurden zudem zwei neue Aufträge bei Vossloh Electrical Systems und bei Vossloh Rail Vehicles gewonnen, die sich zusammen auf rund 50 Mio.€ belaufen. Vossloh Rail Vehicles gewann einen größeren Auftrag aus Großbritannien für Lokomotiven der EUROLIGHT-Familie und erhielt gemeinsam mit Vossloh Electrical Systems eine Folgebestellung der Stadt Chemnitz über Citylink-Hybridstraßenbahnen. Darüber hinaus wurde die Attraktivität der von den beiden Geschäftsfeldern entwickelten Citylink-Stadtbahnen jüngst dadurch untermauert, dass die NET 2012-Züge der Verkehrsbetriebe Karlsruhe vom Eisenbahnbundes-amt zum uneingeschränkten Betrieb auf den Regionalbahnstrecken zugelassen wurden.
Mitarbeiter: Per 30. Juni 2015 waren im Vossloh-Konzern 5.787 Mitarbeiter beschäftigt. Vergli-chen mit dem Vorjahresstichtag von 5.792 hat sich die Mitarbeiterzahl insgesamt nur marginal verändert. Die Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland ist um 20 auf 1.843 leicht zurückgegangen, während die Personalstärke im Ausland um 15 auf 3.944 zum 30. Juni 2015 leicht zunahm.
Ausblick: Hans M. Schabert, Vorstandsvorsitzender der Vossloh AG: "Die bis 2017 angelegte Transformation von Vossloh erfolgt mit aller Dynamik und Konsequenz. Bereits nach sechs Monaten 2015 sind erste Erfolge greifbar. Auch blicken wir zuversichtlich auf die verbleibenden Monate des laufenden Geschäftsjahres. Die generelle Richtung stimmt, jetzt geht es an die Feinausrichtung der laufenden Projekte."
Auf Basis der Entwicklung des abgelaufenen zweiten Quartals hält der Vossloh-Konzern daher seine Prognose für 2015 unverändert aufrecht. Der Vorstand geht für das Gesamtjahr 2015 weiterhin von einem Umsatzwachstum von 3 % bis 4 % aus. Die EBIT-Marge des Konzerns wird aus heutiger Sicht dabei zwischen 3 % und 4 % liegen.
Die wichtigsten Kennzahlen des Vossloh-Konzerns im Überblick (Pressemeldung Vossloh, 30.07.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Großprojekt Karlsruhe–Basel unter neuer Leitung
Zum 1. August 2015 übernimmt Dipl.-Ing. Philipp Langefeld die Funktion "Leiter Großprojekt Karlsruhe–Basel Projektmanagement/Technik" im Geschäftsfeld DB Netze Fahrweg.
Derzeit ist Langefeld Leiter Großprojekte Südwest bei der DB Netz AG und verantwortet seit Anfang 2014 die Bauherrenvertretung der Großprojekte Karlsruhe–Basel, POS-Nord/Süd sowie Stuttgart–Ulm. So war Langefeld bei allen Entscheidungen zu den Kernforderungen des Projekts Karlsruhe–Basel involviert und hat die Planung sowie die technische und wirtschaftliche Ausführung bereits aus Bauherrensicht intensiv begleitet.
Langefeld schloss sein Studium zum Diplom-Bauingenieur an der Technischen Hochschule Aachen 1999 ab. Seitdem ist er in verschiedenen Positionen bei der DB Netz sowie der DB Projektbau tätig.
Philipp Langefeld folgt auf Dipl.-Ing. Matthias Hudaff, der das Projekt nach rund vier Jahren zum 31. Juli 2015 verlässt. Während seiner Tätigkeit wurde unter anderem der Katzenbergtunnel in Betrieb genommen sowie der Bau des Tunnels Rastatt maßgeblich auf den Weg gebracht. Matthias Hudaff übernimmt zum 1. August 2015 die Leitung des Großprojekts Ausbau- und Neubaustrecke Hamburg/Bremen–Hannover (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.07.15).

RechteckBW: Jobticket für Landesbedienstete kommt im Januar 2016
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes Baden-Württemberg wird es künftig ein Jobticket BW zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) geben. Das Land werde dafür einen monatlichen Zuschuss von 20 Euro bezahlen, teilte Verkehrsminister Winfried Hermann am Donnerstag, 30. Juli 2015 in Stuttgart mit. Eingeführt werde das Jobticket BW zum 1. Januar 2016. Über die Einzelheiten führt das Land derzeit Gespräche mit den 22 Verkehrsverbünden in Baden-Württemberg, der Deutschen Bahn Fernverkehr GmbH sowie dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und dem Landesamt für Besoldung und Versorgung. 
Die Verbünde haben bereits ihre Unterstützung für das Jobticket signalisiert. Die Gespräche laufen sehr konstruktiv. Bis Mitte November soll es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes ein Angebot im Netz geben, damit sie vom Januar 2016 an mit dem Jobticket BW im ÖPNV fahren können.
Der Minister erklärte: "Das Jobticket BW ist ein wichtiger Anreiz für viele Landesbedienstete, vom Auto auf Busse und Bahnen umzusteigen. Es ist zudem Teil eines Gesamtpakets verschiedener Maßnahmen, um auch künftig die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber sicherzustellen. Damit ist die Landesverwaltung vorbild-ich bei der nachhaltigen Mobilität. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und mindern zugleich die Belastung der Luft mit Feinstaub und anderen Schadstoffen. Das Jobticket BW wird sich positiv auf das verfügbare Einkommen der Beschäftigten auswirken." Gerade für die unteren Tarif- und Besoldungsgruppen sei der Wert des Zuschusses von 240 Euro pro Jahr nicht unerheblich.
Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das flächendeckend ein bezuschusstes Jobticket für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einführt. Minister Hermann unterstrich: "Das Jobticket BW fügt sich gut in die Anstrengungen der Landesregierung ein, Baden-Württemberg zu einer Pionierregion für Nachhaltige Mobilität zu machen." Zuschussberechtigt sollen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie sonstige privatrechtlich Beschäftigte, Beamtinnen und Beamte sowie Richterinnen und Richter sein, die in einem aktiven und nicht unterbrochenen Beschäftigungs- oder Dienstverhältnis unmittelbar mit dem Land stehen. Das Jobticket BW ist Teil des Personalentwicklungsplans mit Verbesserungen für den Öffentlichen Dienst, über die der Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Landtags nach der Sommerpause abschließend entscheiden wird (Pressemeldung Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, 31.07.15).

RechteckSachsen-Anhalt: Neues Lehrstellwerk in Magdeburg in Betrieb genommen




Im Aussenbereich gibt es neben elektronischen Signalen auch eine Elektronische Schrankenanlage. Da die alten mechanischen Stellwerke auch heute noch in großer Stückzahl in Betrieb sind, werden Auszubildende Fahrdienstleiter auch weiterhin an dieser fast 100 Jahre alten Technik geschult. Im Beisein vom Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für die Region Südost, Eckart Fricke, wurde am 30. Juli 2015 in Magdeburg symbolisch ein neues Lehrstellwerk in Betrieb genommen. Zur Feier des Tages durchfuhr eine Diesellok der Baureihe 232 im Maßstab 1:87 ein DB-Logo aus Styropor-Bausteinen. Auch ein aktuelles ESTW wurde im Lehrstellwerk in Magdeburg nachgebaut. Fotos Kai Michael Neuhold, www.verkehrsfotografie.de.
Nach rund einem Jahr Bauzeit hat die Deutsche Bahn am 30. Juli 2015 in Magdeburg ein neues Lehrstellwerk in Betrieb genommen. Rund 250 m² Fläche im Innenbereich und 400 m² auf dem Außengelände wurden mit Gleisbildtechnik, mechanischer bzw. elektromechanischer Stellwerkstechnik, einer Modellbahnanlage sowie mit Weichen-, Antriebs-, Signal- und Bahnübergangstechnik ausgestattet. Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung ist es damit für Auszubildende der DB Netz AG und Stellwerksmitarbeitern möglich, unter realen Bedingungen an verschiedenen Stellwerkstechniken zu trainieren. "Mit dem neuen Lehrstellwerk machen unsere Auszubildenden ihre ersten Schritte auf dem Weg zum Fahrdienstleiter und werden optimal auf den realen Bahnbetrieb vorbereitet", freut sich Lutz Winkler, Leiter Produktion der DB Netz AG Südost.
15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können gleichzeitig geschult werden. Für die praktische Aus- und Weiterbildung stehen zwei Ausbilder zur Verfügung. Bundesweit betreibt die Deutsche Bahn sechs Lehrstellwerke, unter anderem auch in Berlin-Schöneweide.
Im September starten bundesweit bei der DB Netz AG über 400 junge Menschen ihre Ausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen sind es in diesem Beruf 64 Azubis. Insgesamt beginnen in diesem Herbst bei der Deutschen Bahn 3.700 Schulabgänger eine Berufsausbildung oder ein Duales Studium. Die DB bildet bundesweit an über 20 Standorten in mehr als 50 Berufen aus und bietet Duale Studiengänge in über 20 Fachrichtungen an. Dabei sind Berufe wie Lokführer, Gleisbauer oder Elektroniker für Betriebstechnik. Aber auch Berufe, die viele bei der DB nicht vermuten wie Köche oder Mechaniker für Land- und Baumaschinen sind darunter zu finden. Nach der Ausbildung haben die Jugendlichen gute Perspektiven. Bei erfolgreich bestandener Abschlussprüfung bietet die DB ihren Auszubildenden eine unbefristete Übernahme an. Bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder ein Duales Studium sind Zeugnisnoten nicht das ausschlaggebende Einstellungskriterium. Die Auswahl von Bewerbern richtet sich stärker nach deren Potenzialen und Talenten. Möglich wird das durch einen speziellen Onlinetest (Pressemeldung Deutsche Bahn, 27.07.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckTerminvorschläge zum Wochenende
Termine zu Museumsveranstaltungen an diesem Wochenende finden Sie auf unserer Terminseite (31.07.15).

Rechteck262BB im Wutachtal



Großes Gesprächsthema ist sein Wochen die "neue" im Wutachtal, die 1954 bei Henschel & Sohn in Kassel gebaute 262BB. So bekommt man am Bahnsteig interessante Gespräche mit. Während für die einen wichtig ist "Hauptsache, es dampft", egal was für eine Dampflok vor dem Zug gespannt ist, muss für die anderen jede Schraube, Schweißnaht oder Pinselstrich an der richtigen Stelle sein. Haben manche doch die Lok vor Jahrzehnten schon mal gesehen oder fotografiert. Aber verändern wir uns nicht alle mit den Jahren?
Wichtig sollte doch sein, das das historische Fahrzeug möglichst lange und störungsfrei fährt und uns immer wieder ein mal für ein paar Stunden erfreut und zur Entschleunigung in die Vergangenheit unserer Technikgeschichte zurück versetzt (Harald Becker, 31.07.15).

RechteckAuf Ferientour mit der Erzgebirgsbahn
Im Rahmen der 2. Eisenbahn & Oldtimer Erlebnistage im Erzgebirge lohnt sich am kommenden Wochenende (1. Und 2. August) ein Ausflug für Familien auf die Schlösser Augustusburg und Wildeck. Die Erzgebirgsbahn bringt die Besucher zwischen den Veranstaltungsorten.
Auf der Augustusburg kann Sonnabend und Sonntag, neben dem Motorrad- und Kutschenmuseum, auch eine Sonderausstellung über Leonardo Da Vinci besichtigt werden.
Empfehlenswert sind am Sonnabend die Besuche des Familienfestes direkt am Bahnhof Zschopau und der abwechslungsreichen Veranstaltungen auf Schloss Wildeck. Das Fest am Bahnhof lockt mit Kindereisenbahn, Schaustellern, Zauberei, Marionettentheater. Den Auftakt am Bahnhof Zschopau bildet die Schalmeienkapelle aus Steinbach um 13 Uhr. Bei einem Zwischenstopp der Oldtimerausfahrt vom Zwönitzer OldieSommer ab ca. 14.15 Uhr dürfte das Herz eines jeden Oldtimerfans höher schlagen. Natur- und Musikfreunde sollten sich Sonnabend Rock im Schloss Wildeck und Sonntag das Schlossgartenfest vormerken.
Für Konzertbesucher der Rocknacht aus Richtung Chemnitz fährt um 23.20 Uhr ein zusätzlicher Zug der Erzgebirgsbahn zurück nach Chemnitz. Konzertbesucher in Richtung Annaberg-Buchholz nehmen den planmäßigen Zug um 23:08 Uhr.
Am Sonntag findet von 12 bis 18 Uhr das Schlossgartenfest mit historischem Schauhandwerk, Musik, Gaukelei und Kinderüberraschungen statt. Höhepunkt des Bühnenprogramms wird die "Erzistar"- Wertungsveranstaltung.
Besonderer Tipp: Die ErzgebirgsCard. Sie gilt als Fahrausweis in allen Bussen, Straßenbahnen und Nahverkehrszügen wie der Erzgebirgsbahn sowie jeweils für eine freie Fahrt in der Drahtseilbahn Augustusburg und der Fichtelbergbahn. Zudem gibt es freien oder ermäßigten Eintritt in zahlreichen Burgen, Schlössern und Freizeiteinrichtungen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.07.15).

RechteckLoktausch beim Rheinischen Industriebahn Museum Köln

Einen Loktausch gab es beim Rheinischen Industriebahn Museum in Köln. Von der Firma Newag aus Oberhausen konnte die 1953 von Deutz in Köln gebaute Lok 55476 übernommen werden. Dabei handelt es um eine modernisierte Lok der Bauart V36.
Die Lok wurde 1953 an die Rheinische AG für Braunkohlebergbau ausgeliefert und kam später als Lok 452 in den Bestand von Rheinbraun (heute RWE Power). Für einen Eisenbahnfreund aus Belgien wurde die Lok 2002 bei der Firma Newag aufgearbeitet. Das Geschäft zerschlug sich aber, so dass die Lok seitdem aufgearbeitet bei der Firma Newag stand.
Für die Deutzlok wechselte Jung 12842 zur Firma Newag. Diese Lok der Bauart R42C stammt ebenfalls aus dem RWE Bestand und war bis 1996 im Kraftwerk Bergheim-Niederaußem im Einsatz gewesen. Sie soll außerhalb von Europa eine neue Zukunft erhalten (Jörg Seidel,
31.07.15).

RechteckRollbockanlage veranschaulicht historischen Güterverkehr der Öchsle-Bahn

Die Rollbockanlage in Warthausen macht den historischen Güterverkehr auf der Öchsle-Strecke für Besucher anschaulich. Die Rollbockanlage in Warthausen macht den historischen Güterverkehr auf der Öchsle-Strecke für Besucher anschaulich. Fotos Thomas Freidank.
Heute ein reines Freizeitvergnügen, war die Öchsle-Schmalspurbahn zwischen Warthausen und Ochsenhausen früher auch eine wichtige lokale Güterverkehrsstrecke. Wie seit 1899 über 84 Jahre hinweg sogar große Normalspurgüterwagen über die 750-Millimeter Schmalspurstrecke gezogen werden konnten, zeigt nun eine restaurierte Rollbockanlage am Bahnhof Warthausen.
Neben dem schmucken Schmalspur-Güterwaggon erscheint der mit ihm durch eine Kuppelstange verbundene Normalspur-Kesselwagen riesig. Das ungewöhnliche Gespann wirkt fast wie vergessen am Warthauser Öchsle-Bahnhof, veranschaulicht aber das wichtigste Kapitel der Schmalspurbahn.
"Tatsächlich ist es dem Güterverkehr zu verdanken, dass das Öchsle heute noch lebt", erinnert Öchsle-Geschäftsführer Andreas Albinger. Wegen der Auslastung durch Warentransporte war die Strecke bis 1983 von der Bundesbahn betrieben worden, als andere Nebenstrecken längst stillgelegt und abgebaut waren. Doch wie bringt man einen bis zu 80 Tonnen schweren Güterwagen mit 1435 Millimeter Spurbreite auf eine fast nur halb so breite Schmalspurstrecke, um sich so das umständliche und zeitraubende Umladen zu ersparen? Dafür hatten die Eisenbahner über Jahrzehnte hinweg eine ebenso einfache wie effektive Lösung: "Die Normalspurwagen wurden mit ihren Achsen auf Rollschemel gesetzt, auch Rollböcke genannt, und konnten so einfach an die Schmalspurzüge angehängt werden", schildert Albinger. Wie dies vor sich ging, zeigt nun die vom Öchsle-Schmalspurbahnverein restaurierte Anlage in Warthausen. Für das Auf- und Absetzen waren nämlich keine aufwändigen Krananlagen notwendig, man
bediente sich vielmehr einfacher Rollbockgruben, in denen Normalspur- und Schmalspurgleis, in der Höhe gegeneinander versetzt, ineinanderliefen. Die ursprünglich auch in Ochsenhausen und Reinstetten vorhandenen Rollbockgruben wurden bereits nach wenigen Jahrzehnten aufgegeben, während die Anlagen in Warthausen die gesamte Regelbetriebszeit genutzt wurden und bis heute erhalten sind.
Ausgestattet wurde die Anlage nun mit Fahrzeugen, die für sich schon eisenbahnhistorische Besonderheiten sind. So ist der dreiachsige Schmalspur-Güterwaggon "Stg 154" von 1894 der älteste Öchsle-Güterwagen. Er wurde von der Maschinenfabrik Esslingen zunächst für die Bottwartalbahn zwischen Heilbronn und Marbach geliefert, bevor er ab 1969 beim Öchsle unterwegs war. Erst im Januar kam hingegen der Kesselwagen nach Oberschwaben. "Er erinnert an die regelmäßigen Heizöltransporte, die früher mit großen Kesselwagen nach Ochsenhausen durchgeführt wurden", erklärt Albinger. Der ausgestellte Wagen transportierte in seiner "aktiven Zeit" jedoch kein Öl, sondern Wasser. Er wurde in den 1940er Jahren zur Wasserversorgung von Dampfloks im Russlandkrieg gebaut. Später wurde mit ihm bis Ende der 90er Jahre kalkarmes Wasser für die Dampfheizungen der Dieselloks in Würzburg bereitgestellt. Bautechnisch ist der Waggon besonders interessant, da er kriegsbedingt äußerst materialsp
arend gebaut wurde. "Man hat auf einen Stahlrahmen verzichtet und Drehgestelle sowie Pufferbohlen direkt mit dem Kessel verbunden", schildert Albinger. Der Wagen steht nun mit den hinteren Achsen auf den Gleisen der Rollbockgrube und vorne auf Rollschemeln aus den 60er Jahren, die früher schon beim Öchsle im Einsatz waren. Damit wird anschaulich, wie der Übergang von Normal- auf Schmalspur und zurück vonstatten ging.
Der Öchsle Schmalspurbahnverein beabsichtigt, in Zukunft bei besonderen Anlässen die Anlage auch im Betrieb zu zeigen. Dafür sollen die im Prinzip bereits betriebsfähigen Vorrichtungen optisch noch etwas aufgebessert und die historische Beleuchtung wieder instandgesetzt werden. Besichtigt und näher erläutert wird die Rollbockanlage auch bei der Öchsle-Erlebnisführung am 3. Oktober mit weiteren Blicken hinter die Kulissen. Anmeldungen dazu beim Bildungswerk Ochsenhausen, Telefon 07352/ 202 893, Internet www.bw-ox.de. (Pressemeldung Öchsle-Bahn Betriebsgesellschaft,
31.07.15).

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LOK Report 8/15

LOK Report Ausgabe 8/15

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RechteckAnsturm der Fahrgäste im Vinschgau

Einen Ansturm der Fahrgäste erleben Urlauber derzeit im Vinschgau. Die vor 10 Jahren wieder in Betrieb genommene Eisenbahnstrecke Meran - Mals wird geradezu gestürmt von den Urlaubern, aber auch gerne und häufig von den Einheimischen genutzt. Für die Südtiroler Politik ist die Bahn tatsächlich zu einem Aushängeschild geworden und dafür kann man den lokalen Politikern ein dickes Lob aussprechen.
Unterdessen werden auch wieder Stimmen laut, die im Ersten Weltkrieg begonnene Reschen-Scheideck-Bahn wieder aufzunehmen und die Verbindung von Mals nach Landeck in Österreich herzustellen. Vor dem Hintergrund des vor genau 100 Jahren tobenden Krieges in den Alpen könnte die Bahn durchaus ein Zeichen des "Friedens" und des zusammenwachsenden Europas werden.
Europas Politiker könnten zudem ihren Willen zeigen, dass sie sich auch für die Eisenbahnen verstärkt einsetzen. Nette Kleinigkeit am Rande: In Schlanders kann man auf den alten Schrankenböcken der Bahn sein Bier trinken (Jürgen Leindecker, 31.07.15).

RechteckAurich

Am 27.07. traf ich in Aurich bei regnerischem Wetter auf die HVLE 250 003, die gerade darauf wartete, dass der nächste Wagen mit Schotter beladen wird (Bernd Piplack, 31.07.15).

RechteckBahnhöfe in England: Bristol Temple Meads



Der Bahnof Bristol Temple Meads feiert in diesem Jahr sein 175-jähriges Jubiläum, denn er wurde am 31.08.1840 als vorläufiger, westlicher Endpunkt der von London Paddington ausgehenden "Great Western Railway" (GWR) eröffnet, welche in den folgenden Jahren im Westen Englands ihr Streckennetz großflächig ausdehnte.
Die GWR wurde bis 1892 übrigens in Breitspur (!) mit 2.134 mm Spurweite betrieben und bestand als unabhängige Bahngesellschaft bis 1947, als sie in der "Western Region" der British Railways aufging.
Heute wird der Bahnof Bristol Temple Meads überwiegend von der auf den Bahnlinien zwischen London und Cornwall, Devon sowie Wales dominierenden "First Great Western" - neuerlich als GWR firmierend - genutzt. Beeindruckend ist die große 150 m lange Bahnhofshalle. Der ursprüngliche Bahnhofsteil von 1840 ist heute noch vorhanden, wird aber derzeit nicht für den Bahnbetrieb benötigt.
Mit Abschluss der laufenden Elektrifizierung der "Great Western Mainline" wird der Bahnhof jedoch sein Aussehen deutlich verändern und der 175-jährige Bahnhofsteil wie in den Anfängen der GWR wieder für die direkten Schnellzüge von und nach London in Betrieb genommen. Bis dahin beherrschen noch Dieseltriebwagen sowie die mächtigen IC 125-Schnelltriebzüge ("High Speed Trains" mit Triebköpfen Class 43) das Bild (Rüdiger Lüders, 31.07.15).

RechteckHamm

Im Industriegebiet in Hamm rangierten am 23.07. die DB 294 785 und die RLG 275 504. Bei den Hammer Eisenbahnfreunden traf ich auf den 711 009 und den Neuzugang aus Brohl, die 220 015. Bei den Drahtwerken HDI stand WDI 1 (Bernd Piplack, 31.07.15).

RechteckMarschbahn

Wie bekannt werden noch bis zum 03.08.15 Güterzüge über die Marschbahn umgeleitet. Die wohl letzte Gelegenheit, so viele Loks der BR 232/233 im hohen Norden und in Dänemark anzutreffen.
Die Bilder, welche alle am 26.07 entstanden, zeigen zunächst morgens 232 117, welche den EZ 47403 von Niebüll kommend gen Süden beschleunigte und am Einfahrsignal von Risum-Lindholm festgehalten werden konnte. Am Frühen Nachmittag wurden dann 232 589 mit EZ 47410 nach Dänemark und 233 572 mit dem EZ 47409 als Südfahrer an der Blockstelle Langenhorn fotografiert. Abends zeigte sich dann doch noch 233 511 mit EZ 47406, wieder in Risum-Lindholm, diesmal aber von der anderen Seite und in Gegenrichtung, mit ungefähr 7 Stunden Verspätung. Grund dafür war, dass 232 469, welche den Zug ursprünglich bespannte, morgens in Hemmingstedt liegen geblieben war und somit 232 511 aus Hamburg als Ersatz angefordert wurde. Die defekte 232 469 wurde von 233 511 in Hemmingstedt aus dem Zugverband rangiert, diese setzte die Fahrt alleine fort (Jonathan Christoph, 31.07.15).

RechteckMinden

Mit dem neuen Triebwagen 1440 328/828 erfolgen z.Zt. Testfahrten durch das FTZ Minden. Die Fotos zeigen das Fahrzeug in Minden (24.07.15) und bei Evesen zwischen Minden und Bückeburg (23.07.15) (Dr. Jochen Christoph, 31.07.15).

RechteckMomentaufnahmen von der Emslandstrecke



Auf der Strecke Salzbergen - Bad Bentheim / Emden waren die "Auslaufmodelle " zu besichtigen. Der RE 15 mir Doppelstockwagen ist demnächst Geschichte und wird von den FLIRT der Westfalenbahn ersetzt. Die Westfalenbahn von Bielefeld nach Bad Bentheim wird durch die Eurobahn verdrängt.
Die IC von der Nordseeküste sind im Lauf verkürzt und ohne Bord Bistro, aber oft mit alten IR-Wagen ohne Klimaanlage unterwegs. Vielleicht auch bald ein Streichopfer. Was auf der Strecke zugenommen hat ist der Transport von neuen Autos, hier mit 185 – 061.
Containerzüge wie der Ems-Isar Express werden von Enercon disponiert und von der WLE gefahren, hier mit 189 453. Kies-Züge für Reckers Beton in Spelle müssen in Salzbergen Kopfmachen. Hier umfährt die 185 – 231 ihren Zug.
Übergabefahrten gibt es nach wie vor, 294 – 957 mit ihren kurzen Zug. Einen alten Güterschuppen, der an die 150jährige Strecke Almelo -Salzbergen erinnert, lässt die Bahn verfallen (Hans Stein, 31.07.15).

RechteckNaumburg

Die liebenswerte Naumburger Straßenbahn, die für gewöhnlich mit einem Umlauf im Halbstundentakt zwischen Hauptbahnhof und Vogelwiese unterwegs ist, ist eigentlich gleichzeitig Museumsbahn, wird gleichwohl als Teil des städtischen Verkehrs betrieben und ist für Nostalgiker etwas Besonderes.
Am Montag, 27. Juli, war Wagen 50 unterwegs, hier von der Stadt her kommend in Richtung Endstation und direkt vor dem Bahnhof. Die Fahrpreise sind übrigens sehr moderat, 1,70 Euro für die einfache Fahrt und 4.50 Euro für eine Tageskarte (WR, 31.07.15).

RechteckTrzebinia


Von Katowice nach Kraków fahren von Newag Nowy Sącz gebaute neue Fahrzeuge des Typs IMPULS, welche von Południowa Grupa Zakupowa (Wojewodschafen Śląskie und Małopolskie) gekauft wurden. Die Fahrzeuge fuer Śląskie im Mittelwagen haben ein Paar Türen, fuer Młopolskie zwei Paar. Auch ST44 sind in Trzebinia anzutreffen, sie fahren von der Grube Janina zu den Elektrowerken Trzebinia. Und schwarze M62 für Liebhaber der Taigatrommel (Ryszard Rusak, 31.07.15).

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Europa

RechteckGroßbritannien: Neue Züge von Hitachi für First Great Western

Das britische Verkehrsministerium gab am 30.07.15 grünes Licht für eine neue Flotte von Zügen zwischen London und Cornwall. Dazu wird First Great Western 29 neue Fernverkehrszüge kaufen, die ab 2018 in Betrieb gehen sollen. Die privat finanzierte Flotte im Wert von 360 Mio. GBP wird von Hitachi gebaut und entspricht den Intercity-Express-Zügen, die auf der Great Western Main Line zwischen London und South Wales ab 2017 in den Einsatz gehen. Sie können auf nichtelektrifizierten und elektrifizierten Strecken eingesetzt werden.
Die hochmodernen Züge werden bis zu 24% mehr Sitze im Vergleich zum Großteil der heutigen, bis zu 40 Jahre alten Züge zur Verfügung stellen. Von und ab Paddington können damit zu Spitzenzeiten jeden Tag über 1.000 zusätzliche Sitzplätze angeboten werden.
Die Fahrzeiten von London nach Exeter werden sich um bis zu 5 Minuten, nach Plymouth um 6 Minuten und nach Penzance um bis zu 14 Minuten verkürzen.
First Great Western wird die Strecken zwischen London Paddington, den Cotswolds, South Wales und dem Südwesten bis April 2019 bedienen (WKZ, Quelle DfT, 31.07.15).

RechteckÖsterreich: Karwendelbahn wird umfangreich modernisiert
Die ÖBB erneuern wichtige technische Anlagen. Während der Sperre der Bahnstrecke von 1. bis zum 31. August 2015 wird zwischen Innsbruck und Mittenwald bzw. bis Uffing am Staffelsee ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Die Karwendelbahn ist eine der spektakulärsten Hochgebirgsbahnen Europas. Nach den Erhaltungsarbeiten in den Jahren 2010 und 2013 wird die Modernisierung der mehr als 100 Jahre alten Bahnstrecke heuer fortgesetzt. Die ÖBB investieren damit in mehr Sicherheit und mehr Fahrkomfort. Zwischen der Haltestelle Innsbruck Hötting und dem Bahnhof Scharnitz sind verschiedene Arbeiten vorgesehen. Insgesamt dauern die Arbeiten bis Oktober 2015. In den Modernisierungsschub werden mehr als 7 Millionen Euro investiert.
Zwischen Hochzirl und Gießenbach werden insgesamt 2.400 Meter Gleis auf verschiedenen Streckenabschnitten, sowie zwei Wasserdurchlässe komplett erneuert. Zwischen Seefeld – Gießenbach und Reith bei Seefeld – Hochzirl werden rund acht Kilometer Fahrleitung und rund 100 Fahrleitungsmasten modernisiert. Zudem werden Erhaltungsarbeiten am Kerschbuch-, Martinswand und Fragensteintunnel durchgeführt. Die Arbeiten werden während der Dauer der Sperre der Bahnstrecke rund um die Uhr ausgeführt. Dabei kommen unter anderem Bagger und Großbaumaschinen zum Einsatz. Die ÖBB ersuchen um Verständnis, dass es baustellenbedingt zu Beeinträchtigungen kommen kann.
Wichtiger Hinweis: Im gesamten Streckenverlauf ist jederzeit mit Schienenverkehr durch Bauzüge, Zweiwegebagger und Großbaumaschinen zu rechnen. Das Betreten der Gleisanlagen ist daher strengstens untersagt.
Während der Sperre der Karwendelbahnstrecke von 1. bis 31. August 2015 werden alle Regionalzüge zwischen Innsbruck und Mittenwald bzw. teilweise bis Uffing am Staffelsee durch Busse ersetzt. Die Kunden werden ersucht, auf die geänderten Abfahrts- bzw. Ankunftshaltestellen zu achten, die für die Busse im Schienenersatzverkehr gelten. Informationen dazu online in der Fahrplanauskunft Scotty unter www.oebb.at und auf den Bahnhöfen und Haltestellen der Karwendelbahn (Pressemeldung ÖBB, 31.07.15).

Übersee

RechteckKanada: Toronto verschiebt Sanktionen gegen Bombardier
Die Verkehrskommission in Toronto (Commission des transports de Toronto, CTT) wird trotz der Lieferverzögerungen für neue Straßenbahnen vorerst keine Sanktionen gegen Bombardier verhängen. Sie verschiebt die Entscheidung bis zur nächsten Sitzung im September.
Der Präsident der CTT, Josh Colle, sagte am 29.07.15, Bombardier hätte einen neuen Produktionsplan vorgelegt und er will abwarten , ob das Unternehmen seine Verpflichtungen einhalten kann: "Ehrlich gesagt, ich bin krank von ihren Ausreden. Alles was ich will, ist diese verdammte Straßenbahn."
Die Stadt sollte 60 Straßenbahnen bis Ende August erhalten, aber nur sieben sind derzeit ausgeliefert. Ein Streik im Bombardier-Werk in Thunder Bay im Sommer 2014 und Qualitätsprobleme verzögerten die Produktion der Fahrzeuge.
Der Vertrag mit Bombardier sähe nur "leichte und begrenzte Strafmittel" vor. Einem Insider zufolge, könne Bombardier für fünf Jahre von weiteren Ausschreibungen ausgeschlossen werden. Allerdings sei man von Bombardier abhängig, da bis Ende 2019 insgesamt 204 Straßenbahnen im Wert von 1,24 Mrd. USD erwartet werden. Laut CTT, hätte das Unternehmen die "lästige Angewohnheit, seine Versprechen nicht einzuhalten".
Dennoch sieht Colle den neu vorgelegten Zeitplan als "realistisch" an. er sieht vor, bis Ende 2019 monatlich vier Fahrzeuge auszuliefern (WKZ, Quelle Radio Canada, 30.07.15).

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