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RechteckHŽ bestellt 44 Triebzüge von Končar
Foto Rüdiger LüdersFoto  GK
Prototyp-ET 6112.001 am 03.10.2012 in Zagreb (Foto Rüdiger Lüders) und Hersteller-Foto des Zuges (Foto Koncar).
Die Personenverkehrsgesellschaft der Kroatischen Eisenbahnen, HŽ Putnički Prijevoz (HŽ PP), haben am 30. Januar 2014 mit dem kroatischen Hersteller Končar einen Vertrag zur Lieferung von 44 Diesel- und Elektrotriebzügen abgeschlossen.
Dieser Auftrag im Gesamtwert von 213 Mio. Euro von ist der größte bisher von HŽ PP vergebene Einzelauftrag, dessen Finanzierung durch einen langfristigen Kredit der Kroatischen Aufbau- und Entwicklungsbank sicher gestellt wurde. Er umfasst die Lieferung von 32 elektrischen Triebzügen (16 für den Vorortverkehr der Hauptstadt Zagreb und 16 für den Regionalverkehr) sowie 12 dreiteiligen dieselelektrischen Triebzügen. Die neuen Elektrotriebzüge sollen den bereits 2010/2011 von Končar gebauten Prototypen der HŽ-Reihe 6112.0/6112.1 entsprechen, während die Dieseltriebzüge diesen, abgesehen von der zusätzlichen Antriebsausrüstung mit auf dem Dach angeordneten Diesel-Powerpacks, vor allem im Außendesign angepasst sind.
Die Lieferung der neuen Fahrzeuge soll im März 2015 beginnen und nach Abnahme von monatlich ein bis zwei Zügen noch vor Ende 2017 abgeschlossen sein.
Der Vorstandsvorsitzende von Končar, Darinko Bago, betonte, dass man stolz auf diesen Auftrag sei, der die Beschäftigung von 3000 Mitarbeitern der Firma in den kommenden Jahren sichere. Außerdem freue sich Končar, mit diesem anspruchsvollen Auftrag in die Liga der großen Schienenfahrzeughersteller Europas aufgestiegen zu sein (Rüdiger Lüders, Quelle RG, Večernji list, 03.02.14).

RechteckHŽ Cargo mehrheitlich an Grup Feroviar Roman verkauft
Auf ihrer Sitzung am 24.07.2013 hat die Regierung der Republik Kroatien beschlossen, als Resultat eines halbjährigen Angebotsverfahrens einen Mehrheitsanteil von 75 % an der Güterverkehrssparte HŽ Cargo der Kroatischen Eisenbahnen an die rumänische Grup Feroviar Roman (GFR) zu verkaufen. Die restlichen 25 % hält weiterhin der kroatische Staat über die HŽ Holding.
HŽ Cargo transportierte im Jahr 2012 ein Volumen von 11,4 Mio Tonnen auf der Schiene (5,6 % weniger als im Vorjahr) bzw. 2,4 Milliarden Tonnenkilometer, zum 31.12.2012 waren 2.898 Mitarbeiter beschäftigt. GFR ist das größte private Unternehmen im rumänischen Schienengüterverkehr (Anteil von rund 27 %) und dort führend im Bereich der Mineralöltransporte, ist an der bulgarischen BŽK beteiligt und hat mit der Übernahme von Zelvoz Smederevo (Serbien) einen Waggonbauer im eigenen Unternehmen. Als letzte Kennzahlen liegen uns von 2010 vor: 9,25 Mio Tonnen Frachvolumen, ca. 2.000 Mitarbeiter. Man begegnet sich also auf Augenhöhe.
Zum Preis: innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des Vertrages soll GFR 30 Millionen Euro zur Bedienung von Krediten der HŽ Cargo (für deren Rückzahlung bisher der Staat garantiert) überweisen, 10 Millionen Euro frisches Geld für den laufenden Betrieb und die Löhne zuschießen und 20 Millionen Euro für Investitionen einbringen. Innerhalb eines Jahres soll GFR nochmals mit 80 Millionen Euro langfristige, staatlich gedeckte Kredite für HŽ Cargo ablösen. Macht summa summarum 140 Millionen Euro an Verpflichtungen für den neuen Mehrheitseigner, bringt ihm aber auf einen Schlag den kompletten Marktanteil im kroatischen Schienengüterverkehr und die operative Steuerung desselben. Das Zagreber Management, ohnehin bei den letzten Neuwahlen komplett ausgetauscht, wird wohl Federn lassen müssen, und auch beim Personal stehen Einschnitte zu befürchten.
Wie sehr GFR durch HŽ Cargo noch die Fläche bedienen läßt, ist eine der großen Fragen; im Mai hatte HŽ Cargo die Bedienung etlicher Nebenbahnen eingestellt. Andererseits brauchen die Kroaten dringend eine Verstärkung des Lokparks, u.a. leistungsfähige Maschinen für Rijeka - Lokve (-Zagreb), wo sich nach Umstellung auf 25 kV die 1141er regelmäßig die Radreifen scharflaufen.
Ironie ist, daß die HŽ vor einigen Jahren etliche 1141er eben an GFR verkauft hatte, welche von Koncar analog den 1141.3 (heute HŽ PP) modernisiert wurden. Aber auch über Sechsachser-ASEAs verfügt GFR, und schließlich stehen bei rumänischen Herstellern neuentwickelte Elloktypen bereit. Ob man auch "Rumun", sprich 060er Kutter bzw. deren reimportierte chinesische Derivate auf kroatischen Schienen erleben wird - man wird sehen. GFR wird als private Gesellschaft, die viel Geld in die Hand nimmt, sicher rasch handeln, um die wirtschaftlichen und betriebsmaschinendienstlichen Probleme von HŽ in den Griff zu kriegen. Schmerzliche Einschnitte nicht ausgeschlossen.
Die Mehrheitsbeteiligung war im Dezember 2012 ausgeschrieben worden, worauf bis Anfang Februar 2013 sieben europäische Unternehmen Interesse an (der hochverschuldeten) HŽ Cargo zeigten:
• DEAL d.o.o.
• Nexus Private Equity Partneri d.o.o. (im Hintergrund der Fonds Nexus FGS),
• Quaestus private Equity d.o.o. (im Hintergrund der Fonds Quaestus Private Equity Kapital II)
• AT Kearney GmbH (Consultingfirma)
• Rail Cargo Austria AG (RCA, Frachtsparte der ÖBB)
• Deutsche Bahn International GmbH
• SC Grup Feroviar Roman S.A. (GFR)
• Advanced World Transport (AWT; ex OKD/Tschechien)
Nach einem Auswahlverfahren genügten nur drei Bieter allen geforderten Punkten und kamen in die engere Auswahl: RCA, GFR und AWT (Joachim Piephans, 26.07.13).

RechteckEinstellung des Güterverkehrs auf der Istrianerbahn
Foto Hans-Georg Löwe

Der Vorstand von HŽ Cargo hat die Einstellung des Güterverkehrs Buzet - Pula beschlossen, bereits mit Wirkung ab 8. April 2013. Es werden also in der kommenden Osterwoche die letzten Güterzüge fahren.
Begründet wird diese Entscheidung im Rahmen der Unternehmensrestrukturierung mit dem sehr schlechten Verhältnis von Aufwand und Erlös. Durchaus nachvollziehbar: Für Frachten aus dem Stammnetz sind Frachtgelder an die Slowenischen Eisenbahnen zu zahlen; für den "Inselbetrieb" von HŽ Cargo müssen in Pula eine Großdiesellok, ein Rangierbock, Lokpersonale, Rangierer, Wagenmeister, Bürokrafte vorgehalten werden, und das für wenige Wagen am Tag; manchmal fuhr der Güterzug gar nicht.
Frachtkunde war nennenswert seit Jahren nur noch die Uljanik-Werft mit Schiffsblechen im Empfang sowie Schrott im Ausgang, fazu noch ein wenig Flüssiggas. Allein zwischen 2010 und 2012 hatte sich das ohnehin überschaubare Aufkommen nochmals dramatisch halbiert. Den betroffenen Arbeitskräften sollen zum Teil Ersatzarbeitsplätze in Rijeka bzw. auf den diversen Stellen im Gorski kotar (Strecke nach Moravice) angeboten werden.
Nachdem schon ein Jahr lang der "Istra" nicht mehr fährt, werden zum einen auf der Istrianerbahn nur noch wenige Triebwagenpersonenzüge mit Reihe 7122 zu sehen sein, andererseits wird der Grenzübergang Buzet / Rakitovec jeglicher Funktion beraubt. Einzig gelegentliche Überführungsfahrten von Triebwagen vom und zum Stammnetz zwecks größerer Ausbesserungen werden noch die Grenze queren. Die Frage ist, wie lang sich Buzet - Lupoglav, wenn nicht gar die ganze Linie, noch im Personenverkehr halten kann.
Unser Bild zeigt den Güterzug Buzet - Pula am 16.10.2012 bei der Durchfahrt durch Vodnjan, wenige Kilometer vor dem Zielbahnhof an der Adria; Fracht waren wieder einmal nur einige Leerwagen für die Schrottverladung (Joachim Piephans, Foto Hans-Georg Löwe, 02.04.13).

RechteckErster Betriebstag unter 25 kV in Rijeka
Die Umstellung des (nun schon ehemaligen) kroatischen Gleichstromnetzes auf 25 kV Wechselstrom schreitet schneller voran als gedacht und geplant. Nach etappenweiser Umstellung der Bergstrecke in den letzten Tagen erreichte am Dienstag, 18.12.2012, nach dem Probezug auch sogleich ein regulärer Schnellzug die Adriastadt Rijeka, nachdem der B 700/701 tags zuvor noch in Škrljevo von 1142 004 (!) auf 2044 024 umgespannt werden mußte. Die entscheidenden Fahrten des Dienstagnachmittags:
Lz 70002 (Škrljevo 13.25 – 13.40 Rijeka, erste Fahrt unter 25 kV bis Rijeka, mit 1141 029)
Lz 70001 (Rijeka 14.08 – 14.31 Škrljevo, mit 1141 029)
B 700 (Zagreb 11.35 – 15.49 Rijeka, mit 1141 305)
Lz 69049 (Škrljevo 16.39 – 16.55 Rijeka, mit 1141 015)
B 701 (Rijeka 17.10 – Zagreb, mit 1141 305)
Nun fehlt noch das Stück von Rijeka hinauf in den Grenzbahnhof Šapjane. Dort fanden bereits am Sonntag, 16.12., ganz unspektakulär die letzten Fahrten unter 3 kV Gleichstrom statt:
Gz 45538 (Rijeka 18.55 – 19.48 Šapjane, mit 1061 011)
Lz 68073 (Šapjane 20.38 – 21.24 Rijeka, mit 1061 011)
Nachdem sie aufs Abstellgleis gerollt war, endete mit "Bügel ab" und "Hauptschalter aus" an jenem Abend gegen halbzehn der Gleichstrombetrieb in Rijeka nach 76 Jahren - 1936 war der Abschnitt von Pivka/Šapjane nach Rijeka unter Regie der italienischen FS elektrifiziert worden. Die 1061 011 selbst stand damit genau 50 Jahre im Betrieb (Joachim Piephans, 19.12.12).

RechteckUmstellung der Gleichstromstrecken hat begonnen
Foto Marko Krema
Nach jahrelangen Bauarbeiten und Verzögerungen hat am Donnerstag, 13.12.2012, tatsächlich die Umstellung der kroatischen Gleichstromstrecken (Rijeka - Moravice, Rijeka - Sapjane, Skrljevo - Bakar) auf 25 kV Wechselstrom begonnen. Die letzten Züge ab dem Systemwechselbahnhof Moravice Richtung Rijeka unter 3 kV waren am 13.12.:
00.01 Uhr, 62002 mit 1061 005
01.12 Uhr, 45905 mit 1061 106 und 012
03.03 Uhr, 62000 mit 1061 104
06.07 Uhr, 60300 mit 1061 102; sie war damit die letzte Gleichstromlok im bisherigen Umspannbahnhof Moravice
Danach erfolgte im Tagesverlauf die Abschaltung der 3 kV-Einspeisung zwischen Moravice und Lokve sowie die Aufschaltung der Wechselspannung auf die Fahrleitung. Die erste Fahrt unter 25 kV ab Moravice erfolgte am 14.12.2012 mit der Lz-fahrenden 1141 025 von Moravice nach Delnice.
In den nächsten Tagen geht es sukzessive weiter, die Umstellung ist wie folgt vorgesehen:
17.12. Aufschaltung Lokve - Škrljevo auf 25 kV
18.12. Aufschaltung Škrljevo - Rijeke/Bakar auf 25 kV
21.12. Aufschaltung Rijeka - Šapjane auf 25 kV
Damit dürfte allerspätestens am 20.12. der letzte 1061er Bügel vom Draht gehen, wenn nicht schon am 17.12. wegen Abschaltung des Bahnhofs Rijeka. Unser Bild zeigt die 1141 025 mit angehängter Fahrleitungsdraisine nach der Ankunft in Delnice (Joachim Piephans, Foto: Marko Krema, 17.12.12).

RechteckItalferr baut Korridors Vb aus
Grafik FS Italiane
Foto RLFoto RL
Der Korridor Vb (Grafik FS Italiane) und der heutige Zustand und Betrieb auf der eingleisigen Hauptstrecke Ogulin - Karlovac - Zagreb am 30.09.12 (Fotos RL).
Am 16.11.12 wurde in Zagreb zwischen Italferr (Gruppe FS Italiane) und der Kroatischen Eisenbahn (HŽ Infrastruktura) ein Vertrag im Wert von 5,5 Mio. Euro zur Vorbereitung der Modernisierung von 60 km Bahnstrecke innerhalb des Korridors Vb (Rijeka - Zagreb - Budapest) einschließlich des Doppelspurausbaues im Abschnitt Hrvatski Leskovac - Karlovac (circa 45 km) innerhalb von drei Jahren geschlossen. Die Kosten werden zu 85% über das Instrument für Heranführungshilfe (IPA) der Europäischen Union und zu 15% aus dem Staatshaushalt bezahlt.
Der Auftrag wurde europäisch ausgeschrieben, Teilnahmer waren unter anderem ARUP, Systra, COWI und Typsa
(WKZ, Quelle FS Italiane, 19.11.12).

RechteckAusschreibung Elektrifizierung Vinkovci - Vukovar
Karte: LOK Report Europa Reiseführer 2012/2013.
Karte: LOK Report Europa Reiseführer 2014/2015.
Die HŽ Infrastruktura d.o.o. hat im Amtsblatt der Europäischen Union die Projektierung für Modernisierung und Elektrifizierung der Strecke Vinkovci - Vukovar ausgeschrieben (2012/S 148-246274).
Die Eisenbahnlinie M601 Vinkovci–Vukovar ist eine nicht elektrifizierte eingleisige Eisenbahnlinie mit einer Länge von 18,712 km. Sie verbindet die Eisenbahnlinie des transeuropäischen Verkehrskorridors X mit dem transeuropäischen Verkehrskorridor VII (Wasserweg auf der Donau) auf kroatischem Staatsgebiet.
Das Ziel dieses Auftrags ist die Ausarbeitung der Entwurfs- und anderer Projektunterlagen für die Modernisierung und Elektrifizierung dieser Eisenbahnlinie. Der Berater soll verschiedene Unterlagen erstellen: Vorentwurf, Durchführbarkeitsstudie mit Kosten-Nutzen-Analyse und finanzieller und wirtschaftlicher Analyse, Umweltverträglichkeitsbericht, Hauptentwurf, Entwurf des Projektantrags und Ausschreibungsunterlagen für die Baumaßnahmen und die Bauaufsicht in Übereinstimmung mit den Anforderungen der EU- und der nationalen Rechtsvorschriften, damit das Projekt für eine EU-Kofinanzierung vorgeschlagen werden kann. Außerdem ist der Berater dafür zuständig, die Standort- und Baugenehmigungen einzuholen (alle Bearbeitungsgebühren für den Erhalt der Genehmigungen trägt der öffentliche Auftraggeber).
Die Entwurfsunterlagen sollen verschiedene Projektentwurfsbücher enthalten, die folgende Fragen behandeln: Verkehrstechnologie, Trassierung und Gleisgeometrie, 2 modernisierte Bahnhöfe und 4 Haltestellen, Bahnhofsgebäude, Bahnsteige, 2 neue Brücken, 4 neue Düker, 8 neue Straßenüberführungen oder -unterführungen mit Verbindungsstraßen, Gleisbauarbeiten, geotechnische Ausarbeitung, neue elektronische Signal- und Stellwerkanlagen in Bahnhöfen, Eisenbahn-Telekommunikation, GSM-R, ETCS Level 1, feste Stromversorgungsanlagen für ein einphasiges AC-System mit 25 kV/50 Hz, Erneuerung von 1 und mögliche Erneuerung von zweitem Bahnstromsystem, Bau von neuem Bahnstromsystem entsprechend den Berechnungen des Energieverbrauchs, Beleuchtung, Schall- und Umweltschutz, technisches Sicherheitssystem, Wasserversorgung und andere Anlagen in Hinblick auf die konventionelle Eisenbahninfrastruktur.
Das maximales Budget beträgt 3,3 Millionen Euro (WKZ, Quelle EU-Ausschreibung, 06.08.12).

RechteckICN 520 in Schneewehe entgleist
Am Dienstag, 07.02.2012, gegen 10.50 Uhr ist der ICN 520 Split - Zagreb, gebildet aus 7123 011/012, zwischen Zrmanja und Malovan in einer Schneewehe entgleist. Das letzte Drehgestell der Garnitur (unter dem Führerstand des 012) sprang aus den Schienen, verletzt wurde niemand.
Von Solin machte sich der Hilfszug mit einer 2062 auf an die Unfallstelle. Die Reisenden konnten im geheizten Zug verbleiben, bis gegen halbzwei der 7123 015/016 als Gegenzug 521 in Malovan eintraf und bis zur Unfallstelle geleitet wurde. Dort konnten die Reisenden des 520 umsteigen, unter dieser Zugnummer fuhr der 015/016 zurück nach Zagreb. Die Reisenden des 521 wiederum wurden ab Zrmanja mit der schnell aus Knin herbeibeorderten 2062 038 und zwei Klassen als 11521 nach Split gebracht.
Eine Bilderstrecke vom Unfallort findet sich hier: [www.jutarnji.hr]
Ironie des Ganzen: am vergangenen Samstag und Sonntag wurden die ICN komplett mit lokbespannten Wagengarnituren gefahren - um der Gefahr eben durch Schneewehen zu entgehen, die 723 haben ja nicht mal einen Bahnräumer. Erst in der Nacht auf Montag wurde der seit Freitag in Split hinterstellte 7123 007/008 Lt nach Zagreb überführt; gestern fuhr dann nur der 525 nach Split - eben 7123 011/012 ... (Joachim Piephans, 09.02.12).

RechteckZweigleisiger Ausbau Križevci - Koprivnica - Staatsgrenze
Grafik LOK Report Reiseführer 2010/2011
Der noch eingleisige Abschnitt Križevci - Koprivnica - Staatsgrenze stellt den Anschluss an Ungarn über den Korridor Vb dar. Grafik LOK Report Reiseführer 2010/2011.
Die HŽ Infrastruktura d.o.o. hat im Amtsblatt der Europäischen Union den Wiederaufbau und die Modernisierung des Abschnitts Križevci - Koprivnica - Staatsgrenze ausgeschrieben (2011/S 190-308983).
Zweck dieses Auftrags ist die Vorbereitung der Entwurfs- und anderer Projektunterlagen für den Wiederaufbau der bestehenden Trasse und von Bahnhöfen, für den Bau des neuen zweiten Gleises auf dem Abschnitt Križevci - Koprivnica - Staatsgrenze und für die Modernisierung des Teilsystems Zugsteuerung/-sicherung und Signalanlagen.
Der Berater muss verschiedene Unterlagen bereitstellen, und zwar Vorentwurf, Durchführbarkeitsstudie mit Kosten-Nutzen-Analyse und finanzieller und wirtschaftlicher Analyse, Überarbeitung der Umweltverträglichkeitsprüfung, Hauptentwurf, Entwurf des Projektantrags und Ausschreibungsunterlagen in Übereinstimmung mit den Anforderungen der EU- und der nationalen Gesetzgebung, damit das Projekt für eine EU-Kofinanzierung vorgeschlagen werden kann.
Die Eisenbahnlinie Križevci-Koprivnica-Staatsgrenze ist Teil des Korridors Vb. Es handelt sich um eine 41,5 km lange 1-gleisige Strecke, elektrifiziert durch ein einphasiges Wechselstromsystem, 25 kV, 50 Hz (ausgeführt in 1980). Die Eisenbahnlinie ist in schlechtem Zustand, und die Zuggeschwindigkeit wurde reduziert und beträgt derzeit 50-80 km/h.
Die Entwurfsunterlagen sollen verschiedene Projektentwurfsbücher enthalten, die folgende Fragen behandeln: Verkehrstechnik, Bahntrassenführung und Spurgeometrie, 2 neu gebaute Bahnhöfe und 1 modernisierter Bahnhof, Bahnhofsgebäude, Plattformen, Auflösung von 2 Bahnhöfen und 4 km eingleisiger Freileitung, die abgeschafft werden, Bau von 8 neuen Haltestellen, 8 neuen Brücken und 2 neuen Kurztunnels, Durchlässe, 28 neue Straßenüber- oder Unterführungen mit Verbindungsstraßen, Gleisbau, geotechnischer Entwurf, neue elektronische Signalgebungs- und Verriegelungseinrichtungen in Bahnhöfen, Eisenbahntelekommunikation, ortsfeste Anlagen der elektrischen Zugförderung, Bau von 2 neuen Unterstationen zur Energieversorgung für elektrische Zugförderung mit Übertragungsleitungen, Beleuchtung, Lärm- und Umweltschutz, technisches Sicherheitssystem, Wasserversorgung und andere Anlagen in Verbindung mit herkömmlicher Eisenbahninfrastruktur.
Das maximales Budget beträgt 6,2 Milliarden EUR. Abhängig von der Verfügbarkeit der Mittel kann der öffentliche Auftraggeber nach eigenem Ermessen Dauer und/oder Umfang des Projekts verlängern bzw. erweitern, und zwar um maximal die Dauer und den Wert des Erstvertrages. Etwaige Verlängerungen des Auftrags hängen davon ab, ob der Auftragnehmer zufriedenstellende Leistungen erbringt.
Der auftrag soll sich ab 10.04.12 über 42 Monate erstrecken (WKZ, Quelle EU-Ausschreibung, 05.10.11).

RechteckErste Ausfahrt des neuen Vororttriebwagens der Reihe 6112.1
Foto Dragutin StanicicFoto Dragutin Stanicic
Foto Dragutin StanicicFoto Dragutin Stanicic
Nach der Regionalverkehrsvariante des neuen Elektrotriebzuges für HŽ PP, 6112.0 (sh. unsere Meldung vom 18.02.2011 im Archiv), hat nun die erste fertiggestellte Garnitur der Variante für den Zagreber Vorortverkehr eine erste längere Probefahrt unternommen. Wider erstes Erwarten der "Szene" wurde keine weitere neue Baureihennummer vergeben; vielmehr bilden die künftigen Zagreber "S-Bahn"-Triebwagen die Unterbaureihe 6112.1. 
Der Erstling 6112 101 gelangte gestern von Zagreb bis Moravice und zurück. Die technischen Daten und die Konfiguration des 160 km/h schnellen Zuges sind bei beiden Untervarianten gleich; die Unterschiede liegen hauptsächlich in der an die jeweiligen Zwecke angepaßten Innenausstattung.
Die Farbgestaltung weicht ebenfalls ab - blau ist die Leitfarbe für den Zagreber ÖPNV/SPNV. Während der 6112 001 (der auf der Innotrans 2010 ausgestellt war) komplett von Koncar (KEV) gebaut wurde, ist der 6112 101 eine Gemeinschaftsproduktion der beiden Zagreber Unternehmen KEV und Gredelj.
Letzteres stellt momentan den Prototyp eines dieselektrischen Regionalverkehrstriebzug, künftige Reihe 7022 der HZ, fertig. Dragutin Stanicic war bei der Probefahrt des 6112 101 mit der Kamera dabei (Joachim Piephans, Fotos Dragutin Stanicic, 02.06.11).

RechteckZugunglück zwischen Moravice und Rijeka
Foto Nicholas Fürschuss 
Unser Bild zeigt die jetzt in den Unfall verwickelte Maschine, 1061 007, zusammen mit der 101, am 16. April 2009 mit dem 62209 bergwärts aus dem Bahnhof Meja ausfahrend. Foto Nicholas Fürschuss.
Bereits am Donnerstag, 7. April, hat sich ein Eisenbahnbetriebsunfall mit schlimmem Ausgang auf der Gebirgsstrecke Moravice - Rijeka ereignet. Der Güterzug 61206 Zagreb - Rijeka mit 17 Wagen und einer Last von rund 600 t brutto, gezogen von der Lokomotive 1061 007, fuhr um 17.50 Uhr von Moravice ab. Gegen 18.40 Uhr passierte er das östliche Portal des Tunnels Kupjak (Länge 1223 m) zwischen den Bahnhöfen Skrad und Zalesina, etwa am Vorsignal des zweitgenannten Bahnhofes. 
Dort war kurz vorher (oder ist bei Annäherung des Zuges?) die Stützmauer des Einschnitts vor dem Portal (in Fahrtrichtung rechts) eingestürzt und hat das Gleis verlegt. Die Maschine sprang aufgrund der Bruchsteine nach links aus dem Gleis und stieß mit dem linken Eck der Front an das Portal bzw. die Tunnelwand. Das Führerhaus wurde großflächig aufgeschlitzt. 
Der links sitzende Lokführer, 44-jährig aus Rijeka, wurde getötet, der 23-jährige Beimann verletzt. Die Fahrgeschwindigkeit nach Buchfahrplan beträgt im Abschnitt Skrad - Zalesina 75 km/h. Die Ermittlungen, was zum Einsturz führte, und ob mangelnde Instandhaltung mitursächlich ist, dauern an.
Weitere Informationen mit Fotos finden Sie hier und hier und hier (Joachim Piephans, 12.04.11).

RechteckStrecke Zagreb - Split
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Die Strecke Zagreb-Split überquert mehrere Gebirgszüge mit spektakulären Ausblicken und verlangt von ihrer Trassierung her geradezu nach Neigetechnik. Auf der Strecke Zagreb-Split verkehren derzeit zwei ICN-Zugpaare, die von 7123 mit eingeschalteter Neigetechnik (modifizierte 612) gefahren werden. Der relativ geradlinig trassierte 44 km lange Streckenabschnitt Gospic-Gracac wird aktuell für 160 km/h ausgebaut, weswegen die Züge Ende März dort im SEV verkehrten.
Die Fotos vom 29.03.11 zeigen 7123.011+12 am neuen Bahnsteig in Gospic und 7123.005+006 in Gracac, wo auch die Museumslok 62-084 des kroatischen Eisenbahnmuseums als Denkmal neben dem Bahnhofsgebäude steht. Wie auf dem Bild mit 7123.005 erkennbar, hängen im Bahnhof Knin noch Reste der Oberleitung, während entlang den Strecken nach Zadar und Bihac nur noch die Oberleitungsmasten stehen. Die Strecke nach Bihac (Bosnien) ist nicht befahren, vielmehr seit Mai 2010 für jeglichen Verkehr gesperrt. Der Bahnhof Split liegt ideal zum Hafen und der als UNESCO-Weltkulturerebe anerkannten Innenstadt. 
Auf der östlichen Zufahrt nach Ogulin verlaufen die Gleise von Zagreb und Split parallel, wobei es am 30.03. zu einer Überholung des ICN 520 aus Split (zulässige Streckengeschwindigkeit = 40 km/h) durch den Gegenzug ICN 523 aus Zagreb (elektrifiziertes Gleis mit Hg = 140 km/h) kam. In Ogulin besteht Anschluss mit dem aus 3 IC-Wagen bestehenden Personenzug 900 nach Rijeka über eine ebenfalls spektakuläre Strecke, die 2 Mal über 800m steigt, bevor sie dann, z.T. auf hohen Dämmen mit Windschutzmauern, auf Meereshöhe abfällt. In Moravice wird bekanntlich von Wechsel- auf Gleichstrom umgespannt. Ein Schmuckstück: die im Februar 2011 frisch revidierte 1061.015 (Jürgen Recknagel,07.04.11).

RechteckErste Ausfahrt des neuen Regionaltriebwagens der Reihe 6112
Foto Joachim PiephansFoto Joachim Piephans
Zwar war er bereits im September auf der Innotrans in Berlin zu sehen, der Prototyp des neuen Elektrotriebwagens der HŽ für den Regionalverkehr, jedoch waren damals nur Fahrzeugkasten und Inneneinrichtung vollständig, die Elektrik fehlte weitgehend noch. 
Nach weiteren Monaten intensiver Arbeit hat der 6112 001 am 17.2.2011 erstmals aus eigener Kraft das Werksgelände von Koncar electric vehicles (KEV) in Zagreb verlassen und sogleich eine Probefahrt nach Koprivnica und retour unternommen. Dragutin Stanicic konnte ihn mittags im Zagreber Hauptbahnhof vor der Probefahrt sowie abends bei der Rückfahrt ins Werk im Güterbahnhof Crnomerec fotografieren.
Die Reihe 6112 soll künftig lokbespannte Wagenzüge auf den Relationen von Zagreb nach Koprivnica, Vinkovci und Moravice (später auch Rijeka) ersetzen; ein Prototyp der Reihe 6113 für den Zagreber Vorortverkehr (Ersatz für die GANZ-Triebzüge der Reihe 6111) ist derzeit bei KEV und Gredelj im Bau. Gredelj allein wiederum verantwortet Entwicklung und Fertigung eines modernen Regional-Dieseltriebzuges der künftigen Reihe 7022 (Joachim Piephans, 18.02.11).

RechteckSchließung von Grenzübergängen
Foto  Hans-Jürgen SchulzFoto  Hans-Jürgen Schulz
Foto  Hans-Jürgen SchulzFoto  Hans-Jürgen Schulz
Ein kleiner fotografischer Rückblick auf meine Rundreise von Rumänien bis nach Bosnien in den letzten Tagen, die hauptsächlich die Bereisung einiger Grenzübergänge als Ziel hatte. Zum Verkehr Kikinda - Jimbolia kann keine Zukunftsaussage getroffen werden, da noch keine neuen Kursbücher erhältlich waren.
Kroatien macht ab Fahrplanwechsel die Grenzen "dicht", was den kleinen Grenzverkehr angeht. Das neue Kursbuch bestätigt dies leider. 
Völlig ihren Reisezugverkehr verlieren demnach die Strecken: 
• KBS 12 Kotoriba - Murakeresztur (Ungarn) 
• KBS 17 (Cakovec -) Macinec - Sredisce (SIowenien)
• KBS 48 (Drenovci -) Gunja - Brcko (Bosnien-Herzegowina). 
Auf der KBS 31 Beli Manastír - Magyarbóly (Ungarn) verbleibt nur das IC-Zugpaar und auf der KBS 90 Lupoglav - Buzet - Rakitovec (Slowenien) das saisonale Schnellzugpaar, der Nahverkehr wird dagegen auf beiden Strecken eingestellt. 
Laut der Ankündigung auf der HZ-Internetseite bleiben die Nahverkehrszüge über die nach Ungarn führenden Grenzübergänge Kotoriba, Koprivnica und Beli Manastír aber nun auch nach dem 12.12.2010 erhalten.
Im Binnenverkehr eingestellt wird die KBS 32 Bizovac - Belisce. Die anderen im laufenden Fahrplanjahr 2010 auf SEV umgestellten Abschnitte der KBS 41, 42 weisen auch weiterhin Busverkehr auf.
Im neuen MAV-Kursbuch konnte ich auf den ersten Blick nur die Umfahrung Boba als Neuigkeit finden (Hans-Jürgen Schulz, 11.12.10).

RechteckRevision für Gleichstrom-Urgestein
Foto Joachim PiephansFoto Joachim Piephans
Neben all den zu befürchtenden Negativnachrichten im Hinblick auf den Fahrplanwechsel (Einstellung der kleinen Grenzverkehre zu Ungarn, Einstellung des WL Zagreb - Moskau, Kürzungen der IC-Verkehre) gibt es für Eisenbahnfreunde auch Erfreuliches aus Kroatien zu berichten: 1061 015, eine der Gleichstrom-gelenklokomotiven aus Rijeka, erhält derzeit eine umfassende Revision in Zagreb. 
Aktuell wurde die eine Lokomotivhälfte bereits neu lackiert (!) und bekommt wieder die Scheiben einge-baut, der andere Teil wurde in die Spritzkammer geschoben. Wer hätte das angesichts des langsam, aber kontinuierlich fortschreitenden Fahrleitungsumbaus auf Wechselstrom gedacht, daß nicht nur noch Bedarfsausbesserungen erfolgen, um die Maschinen am Laufen zu halten, sondern wieder eine Totalrevision genehmigt wurde? 
Anbei zwei Impressionen aus Rijeka vom 31.08.2010: die Front der 1061 011 sowie die 1061 109 abfahrbereit vor B 482 Rijeka - Ljubljana, den sie bis Sapjane führen wird (Joachim Piephans, 20.11.10).

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