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Archiv – News von Dienstag, 11.08.15

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Willkommen beim LOK Report
Allianz pro Schiene sucht
Eisenbahner mit Herz 2016

Absatzlinie
Blaskapelle für den X2000 in Oslo
Absatzlinie
Pro Bahn zur Zertifizierung von
Museumsfahrzeugen der Schweiz

Willkommen beim LOK Report

Foto links: SJ AB

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckAllianz pro Schiene: Wer wird Eisenbahner mit Herz 2016?
Das sechste Jahr in Folge sucht die Allianz pro Schiene die aufregendsten Reisegeschichten aus ganz Deutschland. Bahnkunden, die einen hilfreichen Einsatz des Zugpersonals rund um eine abenteuerliche Bahnfahrt oder einen bemerkenswerten Aufenthalt im Bahnhof erlebt haben, nominieren mit ihrer Einsendung bis zum 31. Januar 2016 einen Kandidaten für den Titel "Eisenbahner mit Herz 2016". Bahn-Mitarbeiter, die auf Grundlage der besten Kundeneinsendungen zu ermitteln sind, qualifizieren sich zu Titel-Kandidaten, die ab Oktober in einer dynamisch wachsenden Online-Galerie erscheinen werden. Unter diesen Kandidaten wählt eine Jury aus den drei großen Fahrgastverbänden und den zwei Bahngewerkschaften zu Ostern 2016 die Sieger aus.
Der Wettbewerb geht damit ins sechste Jahr. Im April 2015 war der Titel zum fünften Mal vergeben worden. Gold gewann der Lokführer der Schönbuchbahn (Transdev), Ernst Dast, der nach einem Orkan blockierte Gleise mit bloßen Händen wieder freigeräumt hatte. Silber gewann die ICE-Bordstewardess Kornelia Scherer für ihren umsorgenden Umgang mit einem schwerkranken Ehepaar aus Großbritannien. Bronze bekam der Frankfurter S-Bahn-Lokführer Axel Schäfer, weil er die Brille einer gestürzten Bahnkundin aus den Gleisen geborgen hatte. Den Sonderpreis "Kundenliebling" gewann der Schwarzwaldbahn-Zugbegleiter Herbert Kusche: keinen anderen Eisenbahner hatten die Kunden seit dem Start des Wettbewerbs so oft nominiert.
Während die Jury mit rund 200 Einsendungen und mehr als 30 namentlich ermittelten Titelkandidaten schon bei der fünften Staffel die Qual der Wahl hatte, rechnet die Allianz pro Schiene für das Jahr 2016 mit noch einmal mehr Geschichten von Bahnkunden. "Obwohl der neue Turnus gerade erst beginnt, haben wir jetzt schon rund 40 Geschichten, von denen wir nun die besten an die Bahnen zur Recherche weiterleiten", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege. Viele Lieblingsschaffner der Bahnkunden seien bereits aus dem Vorjahr bekannt, sagte Flege. "Uns wundert das nicht: Wer einmal einen guten Job macht, der tut das immer wieder." In der Jury des Wettbewerbs sitzen neben der Allianz pro Schiene auch die beiden Eisenbahngewerkschaften EVG und GDL, der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Fahrgastverband Pro Bahn, der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV), die Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV) und der Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde (BDEF).
Die deutschen Eisenbahnen befördern täglich rund 7 Millionen Fahrgäste, 6,7 Millionen im Nahverkehr und 360.000 im Fernverkehr. Die meisten Züge betreibt die Deutsche Bahn, im Nahverkehr können die Fahrgäste allerdings zunehmend Züge anderer Bahnen nutzen. 25 Prozent des Angebotes stellen inzwischen Unternehmen wie Transdev, Abellio, Netinera, Benex, die Hessische Landesbahn und Keolis. Die Deutsche Bahn beschäftigt rund 12.000 Menschen an Bord der Züge. Nochmal mehr als 10.000 Mitarbeiter kümmern sich an den Bahnhöfen und im Vertrieb um die Reisenden. Im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn arbeiten außerdem gut 14.000 Lokführer. Die "Privatbahnen" beschäftigen rund 6.500 Kundenbetreuer und Lokführer im Fahrdienst. Nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat sich das Personal der DB-Konkurrenten seit 2000 fast verdoppelt, bei der Deutschen Bahn gibt es ebenfalls einen leichten Anstieg der Beschäftigtenzahlen (Pressemeldung Allianz pro Schiene, 11.08.15).

RechteckBundestag: Haushaltsausschuss sammelt Erfahrungen zur ASFINAG
Unter Leitung von Norbert Brackmann (CDU/CSU) wird eine Delegation des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vom 12. bis 13. August 2015 nach Wien und Innsbruck reisen. Ziel der Reise, an der auch Bettina Hagedorn (SPD), Roland Claus (DIE LINKE.) und Sven-Christian Kindler (BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN) teilnehmen, ist die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des österreichischen Modells der Fernstraßenfinanzierung.
Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion in Deutschland zur Errichtung einer Bundesfernstraßengesellschaft nach österreichischen Modell möchte sich die Delegation die Gesellschaftsstruktur der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) erläutern lassen. Es sollen Erfahrungen geteilt werden, die explizit haushälterische Auswirkungen, aber auch europarechtliche Fragestellung beleuchten.
Geplant sind Gespräche mit den zuständigen Vertretern des österreichischen Parlamentes und aus dem österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovationen und Technologie sowie mit Repräsentanten der ASFINAG (Pressemeldung Bundestag, 11.08.15).

RechteckBundestag: 4,46 Milliarden Euro Mauteinnahmen
Im Jahr 2014 betrugen die Einnahmen aus der streckenbezogenen Lkw-Maut insgesamt 4,46 Milliarden Euro. Dies geht aus dem Bericht zur Tätigkeit der Verkehrsinfrastruktur-finanzierungsgesellschaft (VIFG) im Jahr 2014 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung (18/5700) vorgelegt hat.
Gegenüber dem Jahr 2013 sind die Mauteinnahmen damit um 53 Millionen Euro gestiegen, heißt es weiter. Nach Abzug unter anderem der Systemkosten und der Ausgaben zur Entlastung des Güterkraftverkehrsgewerbes seien insgesamt 3,43 Milliarden Euro an Investitionen aus diesen Mautmitteln in die Bundesfernstraßen investiert worden. Davon gingen drei Milliarden Euro in die Bundesautobahnen und 426 Millionen Euro in die Bundesstraßen.
Bei den Bundesautobahnen sind 1,72 Milliarden Euro in die Erhaltung investiert worden, schreibt die Regierung. Bei den Bundesstraßen seien dafür 238 Millionen Euro aufgewendet worden (Pressemeldung Bundestag, 11.08.15).

RechteckEVG: Maut für Fernbusse ist eine richtige Diskussion!
Verkehrspolitiker fast aller Parteien haben sich für die Einführung einer Maut für Fernbusse ausgesprochen. Aus Sicht der EVG ist das eine richtige und wichtige Diskussion. Denn Fernbusse nutzen die Infrastruktur derzeit immer noch kostenlos, während die Bahnen ihre Infrastrukturkosten zum großen Teil selbst finanzieren. Eine Busmaut wäre ein wesentlicher Schritt zu einem faireren Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern.
Es sei "wenig realistisch, dass nach der Einführung einer Pkw-Maut am Ende die Busse die einzigen Kraftfahrzeuge wären, die keine Maut bezahlen", sagte z.B. Bayerns Verkehrs-minister Joachim Herrmann (CSU). Die Bus-Branche müsse "gerecht in das System" eingebunden werden. Fraglich ist zwar, ob die Pkw-Maut jemals kommt, der Ansatz ist dennoch richtig. Fernbusse produzieren externe Kosten (Straßenabnutzung, Lärm etc.), ihre Betreiber müssen dafür aber nicht aufkommen. Das trägt erheblich zur Schieflage des Wettbewerbs zwischen Straße und Schiene bei.
Bisher hieß es aus dem Bundesverkehrsministerium, eine Maut sei nicht geplant, weil man die junge Fernbusbranche nicht gleich mit neuen Abgaben überziehen wolle. Ein gefährliches Argument. Denn faktisch handelt es sich um eine Subvention der Branche, und wenn solche Subventionen erst mal bestehen, ist es sehr schwer, sie wieder abzubauen. Mit demselben Argument wurde z.B. die Steuerfreiheit von Flugbenzin begründet. Das war 1944 (Pressemeldung EVG, 11.08.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckHessen: VCD sieht Beteiligung von Investoren als richtigen ersten Schritt
Der ökologische Verkehrsclub Deutschland, Landesverband Hessen, schaltet sich in die Debatte zur Beteiligung von Investoren an den ÖPNV-Erschließungskosten ein. Bei den Fahrpreisen sei die Schmerzgrenze erreicht, deshalb müsse die Finanzierungsbasis verbreitert werden. Die Pläne der hessischen Landesregierung beurteilt Vorstand Christoph Winterberg als "richtigen ersten Schritt von der Nutzer- hin zur Nutznießerfinanzierung."
"Bei den Fahrpreisen ist die Schmerzgrenze längst erreicht – und die nächste Preiserhöhung für 2016 haben RMV, NVV und VRN schon angekündigt. Wir müssen uns über alternative Finanzierungsmodelle Gedanken machen", so Winterberg. Der VCD Hessen begrüße deshalb, dass der wohnungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Ulrich Caspar (CDU) kürzlich die Beteiligung von Gewerbe-Investoren aus den Tiefen des Koalitionsvertrags auf die Tagesordnung gebracht habe.
Gerade im Ballungsraum bedeute ein guter ÖPNV-Anschluss eine erhebliche Wertsteigerung der Immobilie, so der VCD Hessen. Bisher bekam jeder Investor diese Wertsteigerung als kostenlose Zugabe der Kommune. Für den VCD ist es deshalb nur fair, wenn die Kommune die Profiteure an den Errichtungs- und Betriebskosten des Bus- und Bahnnetzes beteiligt. Der Nutzen beschränke sich nicht auf den Grundstückswert: Der Arbeitgeber müsse weniger Mitarbeiterparkplätze bereitstellen und unterhalten, Einzelhandel und Gastronomie kämen mit weniger Kundenparkplätzen aus, das Hotel in Bahnhofsnähe profitiere von seiner Erreichbarkeit und der Großveranstalter könne einen günstigen Zugang zu seiner Veranstaltung anbieten. Die IHK hat kürzlich festgestellt, dass 60 Prozent der Kunden auf der Zeil mit Bus und Bahn anreisen.
"Die Zeil ist auch deshalb die zweitbeliebteste Einkaufsmeile Deutschlands,2 weil sie einen hervorragenden S-Bahn-Anschluss hat. Niemand kann bestreiten, dass sich dieser auch in einem höheren Umsatz der Geschäfte und somit höheren Mieteinnahmen für die Investoren niederschlägt", so Winterberg.
"Es gibt in Hessen viele Kommunen, die ihren Bürgern gerne ein besseres Bus- und Bahnangebot zur Verfügung stellen würden. Das Land muss diesen Kommunen die Möglichkeit geben, die dafür nötigen Mittel einzusammeln, ohne dass sie bei anderen wichtigen Aufgaben den Rotstift ansetzen müssen."
Mittelfristig will der VCD noch einen Schritt weiter gehen. Neben der notwendigen Erhöhung der Regionalisierungsmittel des Bundes brauche es einen echten ÖV-Beitrag, um den Nahverkehr nicht nur zu erhalten, sondern attraktiver, zuverlässiger und dichter getaktet zu gestalten. In diesen ÖV-Beitrag sollten nicht nur Neubauten, sondern alle Gebäude – einschließlich Wohngebäude – einbezogen werden. Die Fahrkarten selbst könnten dann deutlich günstiger verkauft werden, wodurch der Anreiz zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn steige.
"Wir müssen weg von der Nutzerfinanzierung hin zur Nutznießerfinanzierung. Nutznießer ist ja nicht nur der Fahrgast, sondern beispielsweise auch der Autofahrer auf der parallel verlaufenden Autobahn. Ohne die Entlastungswirkung des ÖPNV hätte der nämlich überhaupt keine Chance mehr, im Verkehrschaos durchzukommen." Deshalb sei es nur gerecht, wenn alle Nutznießer einen moderaten Beitrag leisteten. Der VCD Hessen werde dazu demnächst konkrete Vorschläge präsentieren (Pressemeldung VCD Hessen, 11.08.15).

RechteckSachsen: ESTW Muldental mit Inbetriebnahme des Bahnhofs Beucha fertiggestellt
Die Deutsche Bahn (DB) hat am 09.08.15 mit dem Streckenabschnitt Borsdorf–Naunhof gegen 8 Uhr das Elektronische Stellwerk (ESTW) Muldental komplett in Betrieb genommen. Um 8.25 Uhr rollte die Regionalbahn (RB) 26356 auf der Fahrt von Leipzig nach Meißen erstmals über die mit elektronischer Stellwerkstechnik ausgestattete Strecke. Damit wurde der letzte Abschnitt zwischen Borsdorf und Döbeln realisiert. Künftig können alle Weichen und Signale zentral vom Fahrdienstleiter in der Elektronischen Stellwerkszentrale in Geithain gesteuert werden.
Insgesamt hat die Deutsche Bahn rund 35 Millionen Euro in das Großvorhaben investiert, bei dem die gesamte Strecke zwischen Borsdorf und Döbeln mit moderner, elektronischer Stellwerkstechnik ausgerüstet wurde. Seit 2010 erfolgte die Modernisierung in Leisnig, Großbothen, Grimma, Großsteinberg und Naunhof schrittweise in drei Bauabschnitten. Die neue Technik macht insgesamt zwölf alte, mechanische Stellwerke entbehrlich.
Im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Stellwerkstechnik wurden gleichzeitig die drei Bahnübergänge in Beucha saniert und mit moderner Technik ausgerüstet, um künftig auch elektronisch angesteuert werden zu können. Damit werden unter anderem auch die Schließzeiten für Straßenverkehrsteilnehmer erheblich verkürzt. Darüber hinaus wurde im Bahnhof Beucha der alte Inselbahnsteig durch einen modernen Außenbahnsteig mit Sitzbänken, Wartehalle und moderner Bahnsteigbeleuchtung ersetzt. Auch die Bahnsteighöhe ermöglicht ein bequemes Ein- und Aussteigen in die modernen Triebwagen. Der Zugang erfolgt über den Bahnübergang Brandiser Straße. Aktuell halten alle Züge bis zur Fertigstellung des Hausbahnsteigs am Gleis 1 im Oktober dieses Jahres am neuen Bahnsteig 2 (Pressemeldung Deutsche Bahn, 11.08.15).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckFotowettbewerb S60 und Rankbachbahn
Noch bis 4. September 2015 läuft der Fotowettbewerb zum Jubiläum der Eisenbahnstrecke zwischen Böblingen und Renningen. Der 100. Geburtstag der Rankbachbahn fällt nahezu zeitgleich auf den dritten Geburtstag der S60. Grund ge-nug für die S-Bahn Stuttgart und den Verband Region Stuttgart, in Kooperation mit dem Landkreis Böblingen zum Fotowettbewerb aufzurufen: historische Fotos aus Großvaters Truhe oder aktuelle Eindrücke von der Strecke. Wichtig ist, dass es einen sichtbaren Bezug zur Strecke mit einem bahntypischen Motiv gibt. "Die Geschichte der heutigen S60 ist lang, da sollten sich viele interessante Fotos finden lassen", ist Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart überzeugt. Und Hans-Albrecht Krause, Geschäftsführer der S-Bahn Stuttgart, pflichtet ihr bei: "Insbesondere nach dem Start des S-Bahn-Betriebs hat die Strecke im Personenverkehr richtig an Bedeutung gewonnen und unsere roten S-Bahnen sind sicherlich ein toller Blickfang."
Zu gewinnen gibt es drei Hauptpreise im Wert von insgesamt 1.500 Euro sowie sieben weitere Sachpreise. Die Verleihung der drei ersten Preise findet mit "großem Bahnhof" am 24. September 2015 statt. Die Teilnahmebedingungen und weitere Details sind zu finden unter s-bahn-stuttgart-fotowettbewerb.de.
Die nach dem Rankbach benannte Strecke ging am 1. Oktober 1915 an den Start. Die gut 14 Kilometer lange Eisenbahnstrecke wurde zum schlagkräftigen Standortargument für die Ansiedlung des Daimler-Motorenwerks in Sindelfingen. Fortan hieß es: freie Fahrt für Personen und Güter auf der neuen Querverbindung zwischen der Gäubahn und der württembergischen Schwarzwaldbahn. Auch nach der Einstellung des offiziellen Personenverkehrs verkehrten mehrmals täglich "Daimler-Züge." Mit der Inbetriebnahme der neuen S-Bahn S60 begann die Renaissance der Strecke für den Personenverkehr - mit sehr großem Erfolg!
Übrigens, wer lieber knobelt als fotografiert, dem sei das große S-Bahn-Quiz ans Herz gelegt. Denn schließlich gibt es in diesem Jahr noch mehr Streckenjubiläen zu feiern: 35 Jahre alt wird der Streckenabschnitt Ludwigsburg - Marbach und vor 30 Jahren wurde der Abschnitt Schwabstraße - Vaihingen fertiggestellt und damit die Verbindung bis Böblingen. Ein Online-Quiz und ein Rätselheft machen Lust, mehr über die S-Bahn und die Region Stuttgart zu erfahren. Mehr unter: www.s-bahn-stuttgart-quiz.de (Pressemeldung VRS, 11.08.15).

RechteckIGE - mit Volldampf durch Deutschland (Tag 8)


Die IGE-Reise "„Mit Volldampf durch Deutschland"“ kam am 07.08.2015 auch in meiner Nähe vorbei. Für den Abschnitt Hausach - St. Georgen war eine Parallelfahrt mit insgesamt vier Lokomotiven der Baureihe 01 angekündigt. Den „blauen“ Zug führten 01 202 und 01 150, der „grüne“ Zug war mit 01 066 und 01 1066 (einzige ölgefeuerte Lokomotive) bespannt.
An den fotografisch interessanten Stellen fuhren die Züge leider nicht parallel, sondern nacheinander. So waren am Hornberger Viadukt bereits zwei Aufnahmen nötig, ebenso an der Überleitstelle Niederwasser. Ab Triberg verkehrten dann beide Züge wieder auf dem Regelgleis.
Durch die seit Tagen andauernde Hitze bestand eine erhebliche Waldbrandgefahr, zwischen Hornberg und Niederwasser kam es auch zu einem kleineren Böschungsbrand. In Rottweil wurden deshalb die kohlegefeuerten Loks ausgesetzt, 01 1066 brachte den wieder vereinigten Zug ans Tagesziel nach Stuttgart (Reinhard Reiß, www.reissweb.net, 11.08.15).

RechteckMit dem Schienenbus zum 67. Volkacher Weinfest


Genussvoll Schöppeln, ohne sich um den Führerschein sorgen zu müssen: die Bahn macht's möglich. An diesem Weinfestwochenende rollt der rote Mainschleifen-Schienenbus abends sogar länger als gewöhnlich. Wer mit DB Regio in Seligenstadt ankommt, erhält gegen Vorlage seiner Fahrkarte in der Mainschleifenbahn einen Preisnachlass. Im Triebwagen gelten eigene Tarife. Die tagesaktuellen Fahrkarten der Mainschleifenbahn gelten auch heuer wieder als kostenlose Eintrittskarten in den Weinfestpark.
Vom Würzburger Hauptbahnhof aus fahren die Regionalbahnen der DB Richtung Seligenstadt um 10.07 Uhr, 12.07 Uhr, 14.07 Uhr, 16.07 Uhr und 18.07 Uhr. Abfahrt im Schweinfurter Hauptbahnhof ist um 10.18 Uhr, 12:18 Uhr, 14.18 Uhr, 16.18 Uhr und 18.18 Uhr. In Seligenstadt fährt der Schienenbus nach Volkach um 10.45 Uhr, 12.45 Uhr, 14.45, 16.45 Uhr und 18.45 Uhr ab. Der kurze Fußweg zum Triebwagen ist ausgeschildert.
Zurück Richtung Seligenstadt/Würzburg geht es ab Astheim/Mainbrücke um 12.00 Uhr, 14.00 Uhr, 16.00 Uhr, 17.45 Uhr und als zusätzliche Spätfahrt um 19.45 Uhr.
Nur am Weinfest-Samstag (16.8.) legt die Mainschleifenbahn noch drei weitere Spätfahrten ein. Abfahrt in Seligenstadt nach Volkach um 20.45 Uhr (dazu Abfahrt DB in Würzburg um 20.07 Uhr), 22.45 Uhr (dazu Abfahrt DB in Würzburg um 21.43 Uhr) und 23:50 Uhr (dazu Abfahrt DB in Würzburg um 23:02 Uhr). Zusätzliche Rückfahrten von Volkach-Astheim Richtung Seligenstadt /Würzburg um 22.00 Uhr, 23.25.Uhr und 00.55 Uhr. Diese Spätzüge halten nicht in Eisenheim und Escherndorf-Vogelsburg. In Seligenstadt haben alle Schienenbusse noch Anschluss: letzter Zug Richtung Würzburg um 01.31 Uhr, letzter Zug nach Schweinfurt um 00.36 Uhr.
Der rote Oldtimer-Schienenbus der Mainschleifenbahn pendelt seit 2003 zwischen Seligenstadt b.W. und Volkach. Ab Mitte September fährt er auch samstags. Triebwagen und Bahnanlagen werden vom Förderverein Mainschleifenbahn in ehrenamtlicher Regie betrieben. Als "Säuferbähnle" war die Verbindung für die Würzburger lange eine ihrer beliebtesten Ausflugsstrecken. Bis 1968 rollten auf der Strecke Personenzüge der Bundesbahn. Seit 2003 fährt dort der Schienenbus des Fördervereins Mainschleifenbahn (Pressemeldung Mainschleifenbahn, 11.08.15).

RechteckOldtimer-Busrundfahrten vom Bahnhof Jenbach


Der Bahnhof Jenbach bietet nicht nur drei Spurweiten und zwei Dampfeisenbahnen. Seit kurzem bietet das Busunternehmen Leo Ledermair Rundfahrten zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung mit einem Bus-Oldtimer, einem Steyr 380 Baujahr 1956. Abfahrten ab Bhf Jenbach elfmal täglich bis zum 13. September 2015.
Mit Gästekarte der "Silberregion Karwendel" oder mit Eintrittskarte einer der Sehenswürdigkeiten ist der Oldtimer-Bus kostenlos (GK, 11.08.15).

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LOK Report 8/15

LOK Report Ausgabe 8/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckDresden

am 09.08.15 konnte ich in Pirna-Güterbahnhof die EBS gehörende 118 719 im besten Sonnenlicht fotografieren. Die Lok ist mit CAT-Motoren ausgerüstet. Danebe stand noch 202 487 abgestellt (Sylvio Scholz, 11.08.15).

RechteckErfurt

Am 06.08.2015 sah ich diesen GTW der Westerwaldbahn/Hellertalbahn in Erfurt Hbf. (Ralf Kuke, 11.08.15).

RechteckNordwestbahn weitab vom Kurs

Gerade fährt die planmäßige S-Bahn von Wunstorf Richtung Hannover in Lette ein, als auf dem parallelen Fernbahngleis ein nicht alltäglicher Gast vorbeizieht. Die Doppelgarnitur der Nordwestbahn kam offensichtlich aus Richtung Löhne und fuhr gen Hannover. Das könnte mit den Bauarbeiten zwischen Rinteln und Löhne zu tun haben, da die Strecke Hildesheim - Löhne - Bünde derzeit in Rinteln von Hameln her endet und sonst Schienenersatzverkehr wegen Streckensanierung besteht. Bild vom Donnerstag um 15.26 Uhr (WR,
11.08.15).

RechteckMinden

Die 2009 bei Bombardier gebauten E-Loks 185 609 und 619 sind der Stolz der Mindener Kreisbahnen und natürlich ausschließlich auf dem DB-Netz im Einsatz. Die drei MKB-Dieselloks kommen dagegen auch auf dem eigenen Netz und sehr regelmäßig mit einer nächtlichen Bedienung von Spieitiuosen zwischen Minden und Stadthagen zum Einsatz.
Vom Fahrplanwechsel im Dezember an wird Minden auch regelmäßig die neuen Elektrotriebwagen der Westfalenbahn betreuen, die die jetzt noch von Bielefeld und Rheine nach Braunschweig fahrenden roten DB-Regio-Doppeldecker-Züge ablösen (WR,
11.08.15).

RechteckWipperliese



Am 09.08.2015 ergab sich eine Bahntour in Richtung Klostermansfeld und Wipperliese. Zwischen Klostermansfeld und Wippra fuhren mit RB 74094, Klostermansfeld ab 13:30 Uhr, 26 Fahrgäste und zwischen Wippra und Klostermansfeld, RB 74095, Wippra ab 14:05 Uhr, 24 Fahrgäste. Bei der Rückfahrt machte ich einen Umweg mit Zwischenstop in Sandersleben(Anhalt), dabei entstand das Bild vom Treffen der beiden HEX-Züge (Ralf Kuke, 11.08.15).

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Europa

RechteckSchweden: Blaskapelle für den X2000 in Oslo

Fotos SJ AB.
Am 10. August war Premiere für den X 2000 der schwedischen Staatsbahn SJ zwischen Stockholm und Oslo mit Zwischenstopps in in Karlstad und Arvika. Der Eröffnungszug wurde mit Blaskapelle am Hauptbahnhof Oslo gefeiert. SJ sieht den Hochgeschwindigkeitszug in erster Linie als Wettbewerber zum Luftverkehr und soll die Anzahl der Fahrgäste auf der Bahn auf dieser Strecke um 20 Prozent erhöhen.
Jedes Jahr verkehren 1,4 Mio. Passagiere zwischen den beiden skandinavischen Hauptstädten. An Stelle von zwei Intercity-Zügen verkehren nun drei X 2000. Die Reisezeit wird von früher sechs Stunden auf etwa viereinhalb Stunden verkürzt. Im Gegensatz zu der Luftfahrt entfallen mit der Bahn Check-in und Sicherheitskontrolle.
Die Züge bieten in der ersten Klasse WLAN, Frühstück am Sitz, warme Getränke sowie Obst und Zeitungen, in der zweiten Klasse ein etwas vereinfachtes Angebot (WKZ, Quelle SJ, 11.08.15).

RechteckSchweiz: Pro Bahn zur Zertifizierung historischer Fahrzeuge
Im Rahmen eines Anhörungsverfahrens durch das Bundesamt für Verkehr soll der Einsatz von historischen Eisenbahnfahrzeugen neu geregelt werden. Dabei ist vorgesehen, dass sie unter eine sog. ECM- Pflicht (Entity in Charge of Maintenance) nach der EU Verordnung 445/2011 unterstellt werden sollen. Die entsprechenden Kenntnisse sind zentral nicht vorhanden, müssen also zuerst zusammengetragen werden, was einen grossen personellen und finanziellen Aufwand auslöst und das „Aus“ vieler Museumbahnen bedeuten würde. Historische Fahrzeuge könnten nur noch im Museum bestaunt werden.
Pro Bahn Schweiz, die Interessenvertretung der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs setzt sich dafür ein, dass sichere, moderne und komfortable Fahrzeuge eingesetzt werden, die ihre Kunden rasch und pünktlich ans Ziel bringen. Pro Bahn Schweiz ist aber auch interessiert daran und begrüsst es, dass das historische Erbe der Eisenbahnfahrzeuge sowohl im Museum, als auch im Betrieb hochgehalten wird, denn ein wirklich fahrender Dampfzug oder ein elektrischer Zug mit einem „Krokodil“ an der Spitze ist wesentlich faszinierender. Dass dabei sicherzustellen ist, dass der Regelbetrieb der Eisenbahn nicht behindert wird, versteht sich von selbst.
Bei den Güterwagen hat der Abbau des lebendigen Erbes der Eisenbahn bereits eingesetzt. Die sich im Besitz der SBB Historic befindlichen historischen Güterwagen dürfen wegen eines Erlasses des BAV bereits nicht mehr eingesetzt werden. Dies aufgrund der gleichen EU- Vorschrift, die nun auch auf historische Personenwagen und Lokomotiven ausgeweitet werden soll. Dies darf nicht passieren und die Vorschrift bei den Güterwagen ist zurückzunehmen.
Dies ist für Pro Bahn Schweiz ein Grund mehr, sich im Rahmen des Anhörungsverfahrens dafür auszusprechen, dass diese Norm für alle historischen Fahrzeuge (inkl. Güterwagen) in der Schweiz nicht angewandt wird, wie das bereits in Deutschland der Fall ist. Selbstverständlich soll aber dabei der Sicherheit die notwendige Beachtung geschenkt werden. Das entsprechende Wissen und die Verantwortungsbereitschaft bei den Museumsbahnen sind vorhanden und sollte so in guter Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden genutzt werden (Pressemeldung Pro Bahn Schweiz, 11.08.15).

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