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Archiv – News von Montag, 03.10.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Preise im DB-Fernverkehr
steigen um 1,3 Prozent

Absatzlinie
Wiederaufnahme der Planung
Rhein/Main—Rhein/Neckar

Absatzlinie
EU fördert den Ausbau
der Hochrheinbahn

Absatzlinie

Änderung Fahrzeugkonfiguration
im VDV-Vogtlandnetz

Absatzlinie

Reorganisierung für den
Bereich SBB Intervention

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Frank Weimer

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Preise im DB-Fernverkehr steigen um 1,3 Prozent
Erstmals nach drei Jahren erhöht die Deutsche Bahn (DB) ihre Preise für Reisen in der 1. und 2. Klasse im Fernverkehr – allerdings nur moderat. Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 steigen die Preise um durchschnittlich 1,3 Prozent. Die Preise für die privaten BahnCards 25 und 50, die Sparpreise und die Reservierungen bleiben stabil. Auch 2017 wird es wieder 19-Euro-Aktionen geben. Die Flexpreise steigen um 1,9 Prozent, die Preise für Streckenzeitkarten um 3,9 Prozent und die Preise für die BahnCard 100 um 2,5 Prozent – jeweils durchschnittlich. Das Stornoentgelt für Umtausch und Erstattung wird um 1,50 Euro auf 19 Euro erhöht.
"Wir freuen uns über den stetigen Fahrgastzuwachs im Fernverkehr sowie die bessere Pünktlichkeit im Jahr 2016. Auch im kommenden Jahr werden wir alles dafür tun, unsere Kunden mit attraktiven Angeboten, mehr Reisekomfort und noch besserer Pünktlichkeit zu überzeugen", sagt Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr. "Allerdings bewegen wir uns weiter in einem sehr schwierigen Marktumfeld. Zu einer stabilen Wirtschaftlichkeit gehört auch, dass wir die Preise anpassen – moderat und zum ersten Mal seit 2013."
Bohle weiter: "In den kommenden Jahren investieren wir massiv in eine bessere Qualität für unsere Kunden – in neue Fahrzeuge und attraktive Serviceangebote". Allein für den ICE 4 beträgt das Investitionsvolumen 5,3 Milliarden Euro. Das ist die höchste Summe, die die DB je für Fahrzeuge investiert hat. Zudem modernisiert die DB ihre Bestandsflotte aufwändig und sorgt so für mehr Reisekomfort für ihre Kunden.
Insgesamt investiert die DB im Fernverkehr bis 2030 rund 12 Milliarden Euro. Im Service verbessert sich Einiges mit dem Fahrplanwechsel im Dezember: Beispielsweise werden Fahrgäste im ICE auch in der 2. Klasse Zugang zu einem kostenlosen WLAN-Angebot haben und vom besseren Mobilfunkempfang und von optimierter Datennutzung profitieren. Rund 100 Millionen Euro investiert die DB dafür.
Auch im neuen Fahrplanjahr wird es wieder 19-Euro-Aktionen geben. Darüber hinaus können sich Kunden die günstigen Sparpreise noch früher sichern: Für Sparpreis-Tickets, aber auch alle anderen Fahrkarten, weitet die DB die Vorkaufsfrist im Internet und im DB Navigator von 90 auf 180 Tage aus. Bislang war die sechsmonatige Vorausbuchung nur in DB-Reisezentren, DB-Agenturen und im telefonischen Reiseservice möglich.
Das Angebot Sparpreis Europa nach Belgien, Luxemburg, Österreich und zu vielen italienischen Zielen kann ab dem Fahrplanwechsel auch noch am Reisetag erworben werden. Damit haben auch spontan Reisende die Möglichkeit, sich noch einen günstigen Sparpreis zu sichern.
Für 4,6 Millionen Kunden mit einer privaten BahnCard 25 oder BahnCard 50 bleiben die BahnCard-Preise stabil. Die BahnCard 100 wird künftig 4.190 Euro in der 2. Klasse und 7.090 Euro in der 1. Klasse kosten. Das entspricht einer Preiserhöhung von 2,4 Prozent in der 2. Klasse und von 2,9 Prozent in der 1. Klasse.
Bereits im Sommer gab es im Rahmen eines Markttests die ermäßigte BahnCard 50 für Reisende ab 60 Jahren als Aktionsangebot. Aufgrund des großen Erfolges wird es neu aufgelegt: Senioren können vom 11. Dezember 2016 bis 28. Februar 2017 eine ermäßigte BahnCard 50 für 169 Euro in der 1. Klasse sowie 109 Euro in der 2. Klasse erwerben.
Die DB weitet zunächst für ein Jahr ihren Test zum differenzierten Flexpreis national aus. Seit August testet die DB auf den Strecken Frankfurt/Main–Köln und München–Nürnberg Flexpreise, die sich tageweise in der Höhe leicht unterscheiden. Mit dem Test untersucht die DB, ob durch unterschiedliche Preishöhen im Flexpreis mehr Fahrgäste gewonnen und eine bessere Lenkung der Nachfrage erreicht werden können.
Die Preise für Streckenzeitkarten im Fernverkehr werden nach vier Jahren Stabilität um durchschnittlich 3,9 Prozent angehoben. Im Zuge der Preisanpassung gibt es aber auch eine Verbesserung des Angebots: Alle rund 40.000 Inhaber einer Streckenzeitkarte erhalten eine kostenlose BahnCard 25 für die 1. Klasse (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.10.16).

RechteckDeutsche Bahn: Hilfe für obdachlose Jugendliche

Jedes Jahr landen in Deutschland über 2.500 Kinder und Jugendliche auf der Straße. Ihre Schicksale sind dramatisch, denn ein Großteil der jungen Ausreißer flieht vor Vernach-lässigung, Misshandlung und Missbrauch in Großstädte und taucht dort unter. Die Krisensituation lässt sich nur durch die intensive Begleitung geschulter Streetworker verbessern. Deren Arbeit ist aufwendig und kann nur durch Spenden abgesichert werden.
Die Deutsche Bahn Stiftung und die Off Road Kids Stiftung wollen verhindern, dass noch mehr Straßenkinder durch das Raster fallen. Am heutigen bundesweiten Tag der Stiftungen rufen beide Organisationen deshalb zu Spenden auf. Dazu übergab die Deutsche Bahn Stiftung einen Scheck an die Streetworker der Off Road Kids in Höhe von 10.000 Euro, die obdachlosen Jugendlichen bundesweit neue Lebensperspektive aufzeigen.
Die Off Road Kids Stiftung ist die einzige Hilfsorganisation für Straßenkinder in Deutschland, die bundesweit aktiv ist. Seit 1993 konnte sie weit mehr als 4.200 Straßenkinder in Deutschland dabei helfen, dauerhafte und tragfähige Zukunftsperspektiven zu finden. Ohne staatliche Zuschüsse betreibt die Stiftung ein Kinderheim, Streetwork Stationen in Berlin, Hamburg, Dortmund und Köln, eine Hotline für Eltern sowie das Institut für Pädagogikmanagement (IfPM) und verfügt damit über langjährige Erfahrungen in der Betreuung von Kindern in Kinderheimen.
Die Deutsche Bahn Stiftung fördert die Straßenkinderhilfe als Teil ihres Engagements für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland und setzt das langjährige Engagement der Deutschen Bahn in diesem Bereich fort. Die Stiftung wurde 2013 gegründet und bündelt das gemeinnützige Engagement des DB-Konzerns in Deutschland unter dem Leitgedanken "Anschluss sichern. Verbindungen schaffen. Weichen stellen." und baut es mit erfahrenen Partnern weiter aus.
Spendenmöglichkeiten und weitere Informationen auf www.offroadkids.de (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.10.16).

RechteckBündnis 90/Die Grünen: Absenkung der Trassenpreise führt zu günstigeren Bahntickets
Zu den angekündigten Fahrpreiserhöhungen der Deutschen Bahn erklärt Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages:
"Die Deutsche Bahn muss leider einmal mehr an der Preisschraube drehen, weil Verkehrsminister Dobrindt dringend notwendige Strukturreformen bei der Bahn nicht anpackt. Nötig ist eine Absenkung der Trassenpreise, damit die Kosten und Abgaben im deutschen Schienenverkehr endlich niedriger ausfallen. Dann könnten auch die Bahntickets günstiger angeboten werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass mit einer Halbierung der Trassenpreise die Bahntickets rund 20 Prozent günstiger angeboten werden könnten." (Pressemeldung bündnis 90/Die Grünen, 03.10.16).

RechteckDeutsche Bahn: Wiederaufnahme der Planung Rhein/Main—Rhein/Neckar
Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Darmstadt zur geplanten neuen Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim haben der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der Amtschef des baden-württembergischen Verkehrsministeriums Dr. Uwe Lahl und der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG Frank Sennhenn die herausragende Bedeutung des Vorhabens für die gesamte Region betont. "Das Projekt Rhein/Main—Rhein/Neckar ist eines der wichtigsten Verkehrsvorhaben für Hessen. Die bestehende Verbindung zwischen Frankfurt und Mannheim ist völlig überlastet. Die Neubaustrecke verbessert nicht nur den Fern-, sondern auch den Regionalverkehr; zum Beispiel wird man künftig in 13 Minuten von Darmstadt an den Frankfurter Flughafen und von dort in weiteren 13 Minuten nach Wiesbaden gelangen können. Das trägt erheblich dazu bei, die Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel attraktiver zu machen", sagte Minister Tarek Al-Wazir.
Hessen, Baden-Württemberg und die Deutsche Bahn hatten zu der gemeinsamen Veranstaltung eingeladen, um das Konzept für den Planungsbeginn und für die geplante Bürgerbeteiligung vorzustellen.
Die Planungen für das Großprojekt hatten mehrere Jahre geruht und können nun wieder aufgenommen werden, nachdem der neue Bundesverkehrs­wegeplan die Notwendigkeit zum Bau der neuen Gleise noch einmal unterstrichen hat. Im Bundesverkehrswegeplan wurden aber auch Änderungen festgelegt. Geplant wird jetzt eine Mischverkehrsstrecke, die tagsüber vom ICE-Verkehr und nachts vom Güterverkehr genutzt wird. Auf diese Weise können die Anwohner an den bestehenden Bahnlinien vom nächtlichen Güterverkehrslärm entlastet werden. Gerade die Entlastung der Menschen von Lärm ist allen Beteiligten bei den Planungen für die Strecke ein großes Anliegen.
"Der Bau der Bahnstrecke Frankfurt—Mannheim ist auch für Baden-Württemberg ein wichtiges und notwendiges Vorhaben. Gleichzeitig muss dieses Vorhaben menschen- und umweltgerecht geplant werden. Der Schutz der Menschen vor Lärm muss daher eine wichtige Rolle spielen", betont Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl.
Während der grundsätzliche Verlauf der Strecke zwischen Frankfurt und Lorsch in enger Bündelung zu den Autobahnen A5 und A67 erfolge und damit weitestgehend feststeht, gibt es laut Angaben der Deutschen Bahn bei anderen Projektteilen noch Klärungsbedarf.
Dies betrifft insbesondere die Lage des Anschlusses der Bestandsstrecke Mainz—Darmstadt an die Neubaustrecke, um den Güterverkehr nachts auf die Neubaustrecke zu führen. Für die Planung der noch offenen Trassenführung im Dreieck Lorsch/Viernheim/Mannheim muss zunächst das Ergebnis der noch durchzuführenden verkehrlichen Untersuchung des Bahnknotens Mannheim abgewartet werden.
Insbesondere bei der Klärung dieser offenen Punkte erwarten sich Bahn und Länder Unterstützung durch die Beteiligung der Region. "Die Wiederaufnahme der Planung soll transparent und unter frühzeitiger Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger in der Region erfolgen. Hierzu will die Bahn zusammen mit den Ländern ein so genanntes Beteiligungsforum einrichten, zu dem neben Bürger bzw. Bürgerinitiativen auch Politik und Wirtschaft sowie Fahrgast- und Umweltverbände eingeladen werden", erklärt der Vorstandsvorsitzende der DB Netz AG, Frank Sennhenn. Angestrebt werde ein fairer und transparenter Austausch, bei dem alle Positionen frühzeitig gehört und eingebunden werden. Ziel sei es, die unter Abwägung aller Interessen am besten geeignete Lösung für die zentralen Fragenstellungen der Lärmbelastung und noch offenen Fragen der Trassenführung zu finden.
Wenn die neuen Gleise fertig gestellt sind, können gemäß Bundesverkehrs­wegeplan 2030 auf der Strecke 40 zusätzliche Fernverkehrszüge pro Tag verkehren. Die Fahrzeit zwischen Frankfurt und Mannheim kann um neun Minuten verkürzt werden. Vorteile ergeben sich durch die Neubaustrecke Rhein/Main—Rhein/Neckar jedoch nicht nur für den Fernverkehr, sondern insbesondere auch für den Nahverkehr. Bereits aus der Realisierung des nördlichen Abschnitts des Vorhabens zwischen Frankfurt und Darmstadt wird ein deutlich verbessertes Nahverkehrsangebot erwachsen, da in Kombination mit der geplanten Verknüpfung der Schnellfahrstrecke Köln—Rhein/Main bei Wiesbaden (Wallauer Spange) die Voraussetzung besteht, um den so genannten "Hessen-Express" zwischen Wiesbaden, dem Frankfurter Flughafen und Darmstadt einzurichten. Die Fahrzeit zwischen Darmstadt Hauptbahnhof und dem Flughafen beträgt dann nur noch circa 13 Minuten, zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und dem Flughafen nur noch circa 15 Minuten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.10.16).

RechteckVerkehrsministerkonferenz: Nächster Termin am 6. und 7. Oktober
Der mecklenburg-vorpommerische Infrastrukturminister Christian Pegel leitet die Verkehrsministerkonferenz (VMK) am 06. und 07.10.16. Um 12.00 Uhr findet am Freitag eine Pressekonferenz statt (03.10.16).

Industrie

RechteckBombardier: Wartungsdienstleistungen für das East Anglia Franchise von Abellio

Der führende Bahntechnikanbieter Bombardier Transportation hat einen Vertrag zur Lieferung von 665 neuen BOMBARDIER AVENTRA-Wagen an Angel Trains unterzeichnet. Die Wagen werden von Abellio bei dessen East Anglia Franchise in Großbritannien eingesetzt. Die Vertragsunterzeichnung erfolgt nun, nachdem Bombardier, wie bereits am 10. August 2016 bekanntgegeben, als bevorzugter Anbieter für diesen Auftrag zur Lieferung von Schienenfahrzeugen ausgewählt wurde. Bombardier hat zudem einen gesonderten Vertrag zur Bereitstellung von fortlaufenden Wartungsdienstleistungen für die neuen Züge von Abellio Greater Anglia für die gesamte Dauer des Franchise unterzeichnet.
Der Vertrag zur Lieferung der Schienenfahrzeuge hat einen Auftragswert von etwa £869 Millionen britischen Pfund (1,1 Milliarden US-Dollar, 1 Milliarde Euro) und der Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von 7 Jahren (mit einer Verlängerungsoption im Rahmen des Franchise) hat einen Auftragswert von etwa 83 Millionen britischen Pfund (108 Millionen US-Dollar, 97 Millionen Euro).
Per Allmer, President, Europe, Middle East & Africa, Bombardier Transportation, betont: "Unsere moderne AVENTRA-Produktfamilie wird das Fahrerlebnis der Kunden von Abellio Greater Anglia durch einen optimierten Innenraum, mehr Fahrgastkomfort sowie bessere Verbindungen, kürzere Reisezeiten und zuverlässigere Züge erheblich verbessern. Diese bedeutenden Aufträge bestätigen Bombardiers Fähigkeit hohe Qualität sowie integrierte Produkt- und Dienstleistungsangebote zu liefern und langfristig wertsteigernde Systemlösungen anzubieten. Unsere modulare AVENTRA Produktfamilie bietet maximale Flexibilität und kann so viele verschiedene Marktanforderungen erfüllen - von der U-Bahn bis hin zum Intercity-Zug, in Großbritannien und weltweit."
Dominic Booth, Managing Director Abellio UK, dazu: "Wir freuen uns diesen Vertrag mit Bombardier, welcher einen wesentlichen Bestandteil der bislang größten Zugbestellung eines privaten Betreibers in Großbritannien darstellt, zum Abschluss gebracht zu haben. Dadurch können den Menschen der Region East Anglia qualitativ hochwertige Züge zur Verfügung gestellt werden, die einen Teil der ambitionierten Umstrukturierung des gesamten Zugverkehrs in dieser Region darstellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Bombardier und Angel Trains, um die 665 klimatisierten Bombardier AVENTRA Wagen, die das Fahrerlebnis von Millionen Passagieren deutlich verbessern werden, auszuliefern.
Mit verringerten Gewicht, erhöhter Kapazität, verbesserter Energieeffizienz und mehr Zuverlässigkeit sorgt der neue AVENTRA-Elektrotriebzug von Bombardier für eine enorme Leistungssteigerung und deutlich mehr Fahrgastkomfort. Die AVENTRA-Produktfamilie kann unterschiedliche Marktanforderungen bedienen. So wurden bereits größere Aufträge für die Elizabeth Line (Crossrail) von Transport for London und die LOTRAIN-Projekte der London Overground erteilt - in der schnell wachsenden Metropole London besteht eine erhöhte Nachfrage nach besseren Mobilitätsangeboten und Verbindungen zu den umliegenden Städten.
Bombardier leistet einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung und Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs in Großbritannien und stellt Mobilitätslösungen von U-Bahnen bis hin zu Intercity-Zügen sowie die gesamte Palette von Service- und Wartungsangeboten bereit. Bombardier bleibt weiterhin dem Ziel verpflichtet, zuverlässige bahntechnische Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bereitzustellen. Diese Bekanntmachung unterstreicht Bombardiers Engagement für die Schaffung von nachhaltigem Nutzen für Betreiber und Fahrgäste weltweit.
Abellio wurde am 10. August vom britischen Department for Transport als neuer Betreiber bekanntgegeben und wird ab Oktober 2016 den Franchise-Betrieb übernehmen. Die neuen Züge werden voraussichtlich zwischen Januar 2019 und September 2020 ausgeliefert.
Als Partner wird Angel Trains die Commonwealth Bank of Australia (CBA) zur Seite stehen, um die 900 Millionen britische Pfund teure Anschaffung zu finanzieren. Die Transaktion baut auf CBA's weiterführender Partnerschaft mit Angel Trains auf, sie stärkt die Referenzen der Bank in der Bahnbranche und unterstützt die Herstellung in Großbritannien (Pressemeldung Bombardier, 03.10.16).

RechteckGünzburger Steigtechnik: Bahn frei für effiziente Wartungstechnik

Voller Erfolg in Berlin: Mit seinen innovativen und effizienten Steigtechniklösungen für die Bahnindustrie, den Schienenverkehr sowie Wartung und Service traf der bayerische Qualitätshersteller Günzburger Steigtechnik auf der Innotrans 2016 in Berlin voll ins Schwarze. Denn der Spezialist für Wartungsanlagen für Schienen- und Nutzfahrzeuge zeigte, wie sich durch Prozessoptimierung die Standzeiten in der Wartung, Instandsetzung und Fertigung deutlich reduzieren lassen. So kommen Lokomotiven, Triebwägen und Waggone wieder schnellstmöglich ins Schienennetz zurück. Zudem stellte das Unternehmen erstmals sein neues Kompendium "Steigtechnik-Lösungen für Schienenfahrzeuge Nr. 6" vor.
"Unsere Innovationen kamen hervorragend beim Fachpublikum an und auch mit unserem neuen Kompendium haben wir einen echten Volltreffer gelandet", freut sich Ferdinand Munk, Geschäftsführer der Günzburger Steigtechnik, über das positive Feedback. Absolutes Messe-Highlight waren die High-End-Wartungsanlagen, wie die erste kabellose elektrisch verstellbare Arbeitsbühne für die Bahnindustrie. Die automatisierten Aufdacharbeitsanlagen lassen sich nicht nur in der Wartung und Instandhaltung, sondern auch als eigene Montagelinien in der Fertigung von Schienen- und Nutzfahrzeugen einsetzen.
Messe-Premiere feierte der neue Katalog "Steigtechnik-Lösungen für Schienenfahrzeuge Nr. 6", der speziell für die Bahnbranche entwickelt wurde. Der Katalog gibt einen umfassenden Überblick über das breite Produktsortiment der Günzburger Steigtechnik und informiert gebündelt über branchentypische Standardlösungen wie Steigleitern und Tritte, aber auch über standardisierte Basislösungen speziell für Schienenfahrzeuge sowie individuelle Sonderlösungen.
Mit ihren innovativen Lösungen steigert die Günzburger Steigtechnik die Effizienz in den Produktions- und Werkstätten, gleichzeitig erhöht sie auch die Arbeitssicherheit für alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem ermöglicht die innovative Wartungstechnik ein besonders komfortables und ergonomisches Arbeiten. Denn die elektrisch verstellbaren Arbeitsbühnen des Unternehmens lassen sich auf Knopfdruck in die ideale Arbeitsposition fahren. So gehören auch zeitintensive Umbauten der Vergangenheit an.
Bei der Entwicklung aller Steigtechniklösungen legt die Günzburger Steigtechnik Wert auf höchste Qualität, Funktionalität und Sicherheit. Die Günzburger Steigtechnik ist als erster Hersteller überhaupt in Deutschland mit dem zertifizierten Herkunftsnachweis "Made in Germany" des TÜV Nord ausgezeichnet worden. Die Produkte des Unternehmens verfügen über 15 Jahre Qualitätsgarantie
(Pressemeldung Günzburger Steigtechnik, 03.10.16).

RechteckRheinCargo: Wechsel in der Geschäftsführung

Der Logistikdienstleister RheinCargo bekommt einen neuen Geschäfts-führer. Die Gesellschafterversammlung des Unternehmens hat den Prokuristen Jan Sönke Eckel (45) mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 zum Geschäftsführer bestellt. Er folgt auf Dr. Christian Kuhn (51), der sein Amt am heutigen Tage niederlegt.
Der personelle Wechsel in der Geschäftsführung geht mit einer Neuordnung der Geschäftsberei-che der RheinCargo einher. Der neue Geschäftsführer Jan Sönke Eckel wird ab 1. Oktober 2016 die bisher von Geschäftsführer Wolfgang Birlin (52) verantworteten Bereiche Häfen, Immobilien und Marketing übernehmen. Wolfgang Birlin wird ab diesem Zeitpunkt das Eisenbahnverkehrsun-ternehmen der RheinCargo führen und weiterhin die Verwaltung leiten.
Dr. Christian Kuhn beendet seine Geschäftsführertätigkeit bei RheinCargo und wird künftig beim RheinCargo-Gesellschafter Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG (NDH) die Bereiche Eisenbahninfrastruktur und Eisenbahnwerkstatt fachlich verantworten. "Herr Dr. Kuhn hat die RheinCargo als Mitglied der Geschäftsführung wesentlich weiterentwickelt und wird die RheinCargo bei der Muttergesellschaft NDH weiter aktiv begleiten. Wir danken Herrn Dr. Kuhn für sein großes Engagement und freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Kuhn unter anderen Vorzeichen partnerschaftlich fortgesetzt werden wird", so Manfred Abrahams, Aufsichtsratsvorsitzender der RheinCargo.
Jan Sönke Eckel ist bereits seit Gründung der RheinCargo im Jahr 2012 in leitender Funktion für das Unternehmen tätig. Als Bereichsleiter Hafen Nord hat er den operativen Betrieb in den Häfen Neuss, Düsseldorf und Düsseldorf-Reisholz verantwortet. Ab 1. Oktober wird er zusätzlich die Verantwortung für das gesamte Hafengeschäft der RheinCargo übernehmen. Der gebürtige Oldenburger ist gelernter Speditionskaufmann mit fast 20-jähriger Berufserfahrung im Betrieb von Binnenhäfen. Nach einem Logistik- und Wirtschaftsstudium in Bremen bekleidete er ab 1998 verschiedene Führungspositionen bei den Hafenbetrieben Neuss sowie ab 2003 bei den Neuss-Düsseldorfer Häfen.
Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Abrahams: "Mit Jan Eckel konnten wir einen erfahrenen Praktiker aus den eigenen Reihen als Geschäftsführer gewinnen, der mit seinen umfassenden Kenntnissen neue Impulse bei der strategischen Weiterentwicklung der RheinCargo setzen kann. Der Aufsichtsrat freut sich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihm."
Mit der Neuordnung der Geschäftsbereiche verbindet die neue Geschäftsführung das Ziel, die Angebote der Hafen- und Schienenlogistik noch stärker zu vernetzen. "Logistische Gesamtlösungen sind eine Kernkompetenz unseres Unternehmens, die es noch mehr herauszustellen gilt. RheinCargo steht für die clevere Kombination der Verkehrsträger Binnenschiff und Bahn, und wir wollen unsere Kunden auch künftig mit intelligenten Transport-Konzepten und maßgeschneidertem Service überzeugen", so Jan Sönke Eckel und Wolfgang Birlin. (Pressemeldung RheinCargo GmbH & Co. KG, 03.10.16).

RechteckVollert: Gerhard Geist als Geschäftsführer verabschiedet
Am 30. September 2016 endet offiziell die geschäftsführende Tätigkeit von Gerhard Geist beim Weinsberger Anlagenbauer Vollert. Nach fast 40 Jahren folgt für ihn nun der Wechsel in den wohlverdienten Ruhestand. Nachfolger wird Dr. Markus Deimel, der bereits seit Juli 2015 als neuer Geschäftsführer neben Hans-Jörg Vollert tätig ist.
Seit 1979 im Unternehmen, war Gerhard Geist als gelernter Werkzeugmacher und studierter Maschinenbau-Ingenieur von 1982 an Chefkonstrukteur bei Vollert und seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer. "Als Vollblut-Ingenieur hat Gerhard Geist die Unternehmensgeschichte maßgeblich mitgeschrieben und unsere Innovationsführerschaft in zahlreichen Projekten weltweit vorangetrieben. Zudem bildete er 1999 die Brücke beim erfolgreichen Übergang von der zweiten auf die dritte Generation unseres Familienunternehmens. Dafür und für den jahrzehntelangen Einsatz in vorderster Reihe sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet", sagte Hans-Jörg Vollert als geschäftsführender Gesellschafter der Vollert Anlagenbau GmbH bei der Verabschiedungsfeier.
Gerhard Geist lebte in den 40 Jahren wahrlich die Ingenieurskunst, die Vollert heute zum Marktführer in vielen Teilbranchen macht. "Bei unseren Kundenprojekten hier bei Vollert ist es ähnlich wie bei Jules Verne: immer wieder Neues erfinden, ausprobieren und konstruieren", fasste Geist dies anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Traditionsunternehmens im Jahr 2015 zusammen.
Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger ging Vollert frühzeitig an. Mit Dr. Markus Deimel wurde ein erfahrener neuer Geschäftsführer gewonnen, der über umfassende Kompetenzen im Engineering komplexer Anlagentechnologie verfügt. "Als Technologieführer und erster Ansprechpartner für Schwerlast-Intralogistikprojekte und Anlagenkonzepte für die Betonfertigteilindustrie haben wir weiter den Anspruch, innovativ und kreativ zu sein und unsere Technologieführerschaft auszubauen", erläutert Deimel, der für einen fließenden Übergang bereits im Juli 2015 seine neue Tätigkeit aufgenommen hat (Pressemeldung Vollert Anlagenbau GmbH, 03.10.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: EU fördert den Ausbau der Hochrheinbahn zwischen Schaffhausen und Basel
Der geplante Ausbau der Hochrheinbahn zwischen Basel und Schaffhausen macht Fortschritte. Die EU hat den Interreg-Antrag zur Finanzierung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Ausbau der Bahnverbindung an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz bewilligt. Dies teilte das baden-württembergische Verkehrsministerium am Freitag, 30. September mit.
Somit wird die Planung zur Elektrifizierung der Strecke Schaffhausen-Basel mit fünf Millionen Euro von der EU unterstützt. Die Kofinanzierung übernehmen die Region, der Kanton Basel und das Land Baden-Württemberg. Im nächsten Schritt werden die Projektpartner mit der DB Netz eine Planungsvereinbarung schließen. Danach können die Planungen fortgesetzt werden.
"Damit rückt das Ziel, die Hochrheinbahn zu elektrifizieren, einen entscheidenden Schritt näher", sagte ein Sprecher des Ministeriums in Stuttgart. Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke sei ein wichtiges Projekt zur nachhaltigen Optimierung des Schienennahverkehrs mit erheblicher grenzüberschreitender Bedeutung. Die Bahnverbindung im äußersten deutschen Südwesten habe große Bedeutung für die Verkehre zwischen den Schweizer Kantonen Basel, Schaffhausen und Aargau über deutsches Gebiet. 
Die Kosten der Elektrifizierung werden auf 160 Millionen Euro veranschlagt. Das Projekt soll über das deutsche Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) finanziert werden. Die deutsche Bundesregierung hat vorbehaltlich einer Gesamteinigung über die künftigen Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern eine Fortführung des GVFG-Bundesprogramms über das Jahr 2019 hinaus zugesagt.
Mit diesem Programm können Nahverkehrsvorhaben vom Bund mit bis zu 60 Prozent der Baukosten finanziert werden. Die übrigen 40 Prozent sollen je hälftig zwischen den deutschen und Schweizer Beteiligten aufgeteilt werden. Auf Schweizer Seite besteht die Möglichkeit, einen Finanzierungsantrag im Zuge des STEP-Ausbauschrittes 2030 vor das eidgenössische Parlament zu bringe (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 03.10.16).

RechteckBerlin: Verkehrssenator Andreas Geisel zu neuen Tarifen im VBB
Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg hat am Donnerstag Tarifanpassungen für das Tarifgebiet Berlin-Brandenburg beschlossen.
Berlins Verkehrssenator Andreas Geisel sagte dazu: "Bei intensiverer Betrachtung des Beschlusses zeigt sich, dass die neuen Tarife für Berlin Preisstabilität im ÖPNV sicherstellen. Die Stammkunden sind von Preiserhöhungen ausdrücklich ausgenommen. Für Familien gibt es mit der neuen Mitnahmeregelung für Kinder bei der Tageskarte sogar deutliche Verbesserungen.  Selbst Gelegenheitskunden können durch den Kauf einer Vier-Fahrten-Karte jegliche Preiserhöhungen vermeiden. Es gab für das Land Berlin daher keinen Grund, im Aufsichtsrat die Entscheidung über die Gesamtmaßnahme zu blockieren."
Grundsätzliche Fragen zur zukünftigen Tarifgestaltung in Berlin sowie gegebenenfalls daraus entstehende Ausgleichszahlungen an die Verkehrsunternehmen müssten Teil der anstehenden Koalitionsverhandlungen sein, sagte Andreas Geisel. "Klar ist aber, dass wir von Berlin aus nicht das Tarifgefüge und die Finanzierung in Brandenburg bestimmen können. Das wird auch in Zukunft Aufgabe der dortigen Städte und Landkreise sowie des Landes Brandenburg sein."
In Berlin steigt ab dem 1. Januar 2017 zwar der Preis für den Einzelfahrausweis Berlin AB um 10 Cent, die 4-Fahrten-Karte Berlin AB bleibt aber wie gefordert mit 9,00 Euro unverändert.  Für alle, die mehr als einmal mit Bus und Bahn in Berlin unterwegs sind, verteuert sich die Einzelfahrt nicht - sie kostet somit weiterhin nur 2,25 Euro.
Neu und familienfreundlich ist die Möglichkeit, mit Tageskarten bis zu drei Kindern bis einschließlich 14 Jahren mitzunehmen; das gilt für den Regeltarif Berlin AB, BC und ABC.
Alle Zeitkarten im Tarifbereich Berlin AB (VBB-Umweltkarte, Schülerticket, Geschwisterticket, Azubiticket, 10 Uhr-Karte und Berlin-Ticket S) sowie die Kurzstrecke Berlin AB, die Tageskarten Berlin AB und die 4-Fahrten-Karte Berlin AB verteuern sich nicht (Pressemeldung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 03.10.16).

RechteckNiedersachsen: Ausbau Oldenburg–Wilhelmshaven geht in die nächste Runde
An der Strecke Oldenburg–Wilhelmshaven gehen die Ausbauarbeiten in die nächste Runde. Nachdem die Arbeiten zwischen Rastede und Varel-Dangastermoor bis auf die Elektrifizierung vollständig abgeschlossen sind, beginnen nun die Arbeiten in dem Abschnitt zwischen Varel-Dangastermoor und Sande.
Ab dem 4. Oktober 2016 beginnen die ersten vorbereitenden Arbeiten entlang des Streckenabschnitts zwischen Ellenserdammersiel und Sande. Dazu gehören vor allem das Herstellen von Baustraßen und Baustelleneinrichtungsflächen in der Nähe der Gleisanlagen. Darüber hinaus müssen auch zahlreiche Leitungen, die die Bahnstrecke kreuzen, aufgrund der umfangreichen Untergrundertüchtigungen umverlegt werden. Weiterhin wird ab November mit dem Gehölzrückschnitt entlang des Streckenabschnittes zwischen Varel-Dangastermoor und Sande begonnen, um ein freies Baufeld auch neben den Gleisen zu schaffen. Diese Arbeiten werden im November/Dezember teilweise auch nachts durchgeführt. Hierzu erfolgen jedoch noch konkrete Informationen über die Arbeitszeiten. Einschränkungen im Personenzugverkehr auf der Strecke wird es für diese vorbereitenden Arbeiten nicht geben.
Die eigentlichen Arbeiten im Gleisbereich beginnen anschließend im März 2017. Rechtzeitig vor Beginn dieser Arbeiten wird die DB Netz AG Bürgerinformationsveranstaltungen durchführen und mit entsprechendem Vorlauf dazu einladen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 03.10.16).

RechteckSachsen: Änderung Fahrzeugkonfiguration im VDV-Vogtlandnetz
Der Zweckverband ÖPNV Vogtland, die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH und der Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, haben im Amtsblatt der Europäischen Union eine freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung zur Änderung der Fahrzeugkonfiguration im Vogtlandnetz für die Fahrplanjahre 2016/17, 2017/18 und 2018/19 gegeben (2016/S 190-341362).
Es geht um die Änderung der Fahrzeugkonfiguration auf den SPNV-Linien
• VL 1 Zwickau Zentrum – Falkenstein – Kraslice und
• VL 5 Mehltheuer – Plauen ob Bf – Falkenstein – Kraslice
zu einem typreinen Umlauf zur Erhöhung der Flexibilität der Umlauf- und Fahrplangestaltung. Die acht Fahrzeuge der Br 650.8 (Typ Regioshuttle) werden ersetzt durch acht Fahrzeuge der BR RVT (Typ Regiosprinter). Die Änderung betrifft den Zeitraum vom 11.12.2016 bis 14.12.2019. Konzessionär ist Die Länderbahn GmbH DLB.
Die Fahrzeuge müssen über eine Zusatzausrüstung nach BO-Strab zum Befahren der Stadtbahnstrecke in Zwickau ab EBO-Grenze nach Zwickau Zentrum verfügen. Die Änderung führt zu einer Reduzierung der Kosten der Leistungserbringung insgesamt in ungefährer Höhe von 1 Mio. Euro ohne MwSt., der entsprechend der vertraglichen Regelungen des Verkehrsvertrages an die Aufgabenträger durchgereicht und nicht beim Auftragnehmer verbleiben wird (Quelle EU-Ausschreibung, 03.10.16).

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Tanago

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckHistorisches AKN-Fahrzeug unterwegs

Einmal jährlich können Eisenbahnfreunde, Nostalgiker und Technikfreunde beim "verkehrshistorischen Tag" in Hamburg und Umgebung in die Verkehrswelt vergangener Tage eintauchen. Dieses Jahr findet er am 9. Oktober statt, und auch die AKN ist wieder dabei. Wer den historischen AKN-Schienenbus des Typs "Uerdinger" aus den 1960ern erleben will: Er pendelt den Tag über zwischen Eidelstedt und Quickborn, mit Halten in Eidelstedt Zentrum und Burgwedel.
Bahnfans sollten die Gelegenheit ergreifen, denn die AKN setzt den Uerdinger darüber hinaus ausschließlich für Sonderfahrten ein, deren Plätze in der Regel sehr schnell ausgebucht sind. Nähere Informationen zum Fahrplan sowie zu den Vorverkaufsstellen der Fahrscheine erhalten Interessierte unter www.verkehrshistorischer-tag.de (Pressemeldung AKN, 03.10.16).

RechteckLandeseisenbahner treten Klimapakt Lippe bei

Historische E-Lok fährt mit klimafreundlichen Bahnstrom - Lokführer und 2. Vorsitzender Ralf Maritschnigg (links) und 1. Vorsitzende Benedikt Vogelsteller erhalten von Landrat Dr. Axel Lehmann die Beitrittsurkunde zum Klimapakt Lippe. Foto Michael Rehfeld.
Die Landeseisenbahn Lippe (LEL) ist dem Klimapakt Lippe beigetreten. Landrat Dr. Axel Lehmann überreichte bei seiner Stippvisite in Nordlippe die Beitrittsurkunde an den Vorstand des Museumsbahnvereins. Die LEL hat sich bereit erklärt, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Seit Jahresbeginn fährt die 89-jährige E-Lok 22 mit Strom aus Kraft-Wärmekopplung. Die Stadtwerke Lemgo haben die Stromlieferung Anfang des Jahres übernommen. "Wir haben uns bewusst für diesen Wechsel entschieden. Da wir uns regional und nachhaltig engagieren, wollen wir auch regionalen und klimafreundlichen Bahnstrom beziehen", so Benedikt Vogelsteller, 1. Vorsitzender der LEL. Da lag es nah, dem Klimapakt Lippe beizutreten. Darüber hinaus steht der Jugendwaggon des Projekts "Jugend unter Dampf" für Klima-Bildungsprojekte im Kreis Lippe zur Verfügung.
Mit der Unterzeichnung des Paktes erklären sich lippische Bürger, Vereine, Unternehmen, Kirchengemeinden, Schulen und andere Akteure dazu bereit, einfache, praktische und vielfach auch kostensparende Änderungen in ihrem Alltag durchzuführen und tragen dadurch aktiv zum Klimaschutz bei. Gleichzeitig bemühen sie sich, weitere Gruppen und Personen für eine solche Selbstverpflichtung zu gewinnen. Aus einzelnen Handelnden werden so viele Akteure – und das wirkt sich nicht nur auf die lippische Klimabilanz aus, sondern geht oft auch einher mit einem Plus an Lebensqualität (Pressemeldung Landeseisenbahn Lippe e.V., 03.10.16).

RechteckÖchsle




Vergangene Woche war der letzte Donnerstags Fahrtag bei der Öchsle Schmalspurbahn in Oberschwaben. Die 1956 bei LKM gebaute Dampflok 99 788 hatte einen aus 13 Wagen bestehenden Zug am Hacken und ordentlich zu tun die Fahrgäste von Warthausen nach Ochsenhausen und zurück zu befördern und das alles bei nahezu noch einmal wunderschönem Sommerwetter (Harald Becker, 03.10.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 10/16

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Rechteck118 770-7

118 770-7 holte am 30.09.16 von einem Schrotthandel in Plauen/V. einen Zug. Hier der Zug im Anschluss ehem. Zellwolle. Der ist zu sehen Zug in Richtung Plauen unterer Bahnhof am Signal und die Ausfahrt in Weischlitz (Alexander Hertel, 03.10.16).

RechteckMünchen


Am 22.09. konnte man über Nacht mit einem Sonderzug von München nach Berlin zur Innotrans fahren. In der darauffolgenden Nacht ging es wieder zurück. Am Samstagmorgen trafen die Fahrgäste wieder in München ein. Die Wagen wurden von der Nürnberger BTE gestellt. Die Zu- und Abführung der Garnitur von / nach Nürnberg übernahm die BTE-eigene 110 491. Die Lok roch noch nach Farbe, erhielt sie doch kurz erst im September einen Neuantrich in verkehrsrot!
Den Hauptlauf übernahm die Allacher Vorführlok 192 961, die eigentlich für den SPNV in Deutschland konzipiert ist, aber seit drei Jahren ein Einzelstück darstellt. Kürzlich wechselte auch der Halter von PCW zur SIEAG. Wohl gleichzeitig erhielt sie endlich am 02.09.16 ihre Abnahme. Nachdem jedoch der Leerzug ausgefahren war, fuhr die 192 dann als Tfzf nach Allach.
Am Nachmittag dann kam der einzige Fern-Wiesn-Sonderzug am mittleren Oktoberfest-Wochenende. Die EVU-SPNV setzten natürlich auch Sonderzüge ein, aber die fallen ja nicht weiter auf. Vorbei die Zeit, als die Züge aus Berlin, Hamburg, Trier, Saarbücken, Basel und sonst woher kamen. Einzig die MSM hält mit einem Zug (DPF 1111) aus Münster die Fahne hoch. MSM mietet dafür gerne 185 von SGV-EVU aus der Wochenendruhe an. Diesmal war eine 482 von SBB Cargo vorgespannt.
Dann gibt es ebenfalls seit September einen Vollwerbe-628 für das Bahnland Bayern. Analog der bekannten 111 017 bzw. 146, die die Werbung noch hat. Da der 628 erst im Juni eine HU in Kassel hatte, stehen die Chancen gut, dass die Folien ein paar Jahre halten. Der Besuch in München ist jedoch etwas besonders, gehört der 628 doch zum Park der Gäubodenbahn Neufahrn (Nby) – Straubing – Bogen (er ist auch auf "Bogen" getauft"), die normalerweise bei der SOB einen eigenen Plan haben und in der Regel nicht hierher kommen (Frank Weimer, 03.10.16).

RechteckŠluknov-Jiříkov


Am 14. September fuhr ich mit dem Schnellzug aus Prag nach Děčín hl.n. (Bodenbach) und mit Os 5445 über Bad Schandau - Sebnitz nach Šluknov (Schluckenau). Auf der Strecke zwischen Bad Schandau und Sebnitz gilt nicht das Kreis-Tagesticket DÚK von 130,- Kč! Ich mußte 41,-Kč zahlen. Reisende mit ČD-Fahrkarte (z.b. aus Děčín hl.n. nach Dolní Poustevna) können auch nicht auf deutschem Gebiet aussteigen. Die Schaffnerin hat mit der deutschen Polizei gedroht.
Ich stieg im Bhf Šluknov aus. In Šluknov ist kein Fahrdienstleiter, nur der Schalter bleibt noch offen, Güterverkehr existiert noch. Ich besichtigte Šluknov und ich fuhr mit dem Regionalbus (hier gilt das DÚK 130,- Kč) nach Jiříkov (Georgswalde). Am Bhf Jiříkov ruht der Verkehr seit 2006. Der Bahnhof ist noch bewohnt.
Die Strecke Rumburk-(Jiříkov) - Ebersbach jat leider nur Sonderverkehr. Warum kann es nicht eine Direktrelation Löbau - Ebersbach - Rumburk - Sebnitz - Děčín in zeiten der EU geben? Das ist sehr schlechte Verkehrspolitik zwischen Sachsen und Tschechien.
Die Fotos zeigen den Bhf Šluknov mit Os 5445 nach Rumburk und Es-Güterwagen im Bhf Světec nach Šluknov, das Schloß Šluknov, die Ruine Hotel Beseda (links) am Markt Jiříkov und den Bhf Jiříkov nahe Ebersbach (Martin Kubík, 03.10.16).

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Europa

RechteckBelgien: Erste Namen für Nachfolge von Jo Cornu aufgetauscht
In Belgien nähert sich die Suche nach einem Nachfolger für den SNCB-CEO Jo Cornu langsam einem Ende. Wie das Wirtschaftsblatt L'Echo aus gut informierten Kreisen erfahren haben will, enthält die vom Headhunter Odgers Berndtson der Regierung zu unterbreitende Liste mindestens vier Namen, darunter Sophie Dutordoir (54), die von 2005 bis 2014 CEO von Electrabel war, und Jean-Paul Van Avermaet (48), aktuell Leiter der Sicherheitsgruppe G4S.
Beide Kandidaten haben Erfahrung in der Leitung großer Unternehmen und - ebenso wichtig - sind holländischen Ursprungs, was ihre Position stärkt, da der Franzose Jean-Claude Fontinoy derzeit dem Verwaltungsrat vorsteht. Dazu passt auch, dass der Franzose Luc Lallemand derzeit die Infrastrukturgesellschaft Infrabel leitet (WKZ, Quelle L'Echo, 03.10.16).

RechteckÖsterreich: Neugestaltung des WM-Bahnhofes Seefeld auf Schiene


v.l. Bürgermeister Werner Frießer, Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe, Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Landeshauptmann Günther Platter und Vorstandsdirektor Franz Bauer, ÖBB-Infrastruktur AG – mit dem neuen Bahnhofsschild. Der Bahnhof Seefeld als Entwurf und heute. Fotos ÖBB/Kapferer, Architekturbüro Stoll-Wagner, GK.
Die Nordische Ski WM wird im Februar 2019 in Seefeld in Tirol als Großveranstaltung über die Bühne gehen. Rund 2 ½ Jahre vor diesem internationalen Event fixieren die PartnerInnen vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), Land Tirol (über den Verkehrsverbund), der ÖBB-Infrastruktur AG sowie der Gemeinde Seefeld einen wichtigen Meilenstein für die verkehrstechnische Abwicklung. Der auf 1.200 Meter Seehöhe gelegene Bahnhof Seefeld in Tirol sowie sein Umfeld werden bis Ende 2018 ganz im Sinne der Kundinnen und Kunden modernisiert. Die PartnerInnen investieren insgesamt 22,8 Millionen Euro in barrierefreie Bahnsteige, moderne Personenlifte, einem attraktiven Vorplatz inklusive der Neugestaltung des Bahnhofgebäudes sowie einem kundenfreundlichen Busterminal und einer erweiterten Park+Ride Anlage.
Ab März 2017 starten die intensiven Bauarbeiten, bei der auch die Gleisinfrastruktur am Bahnhof Seefeld erneuert und zusätzliche Weichen für die Abwicklung der künftigen Zugverkehre eingebaut werden. Zudem wird die örtliche Verkehrsführung angepasst und ein neues Konzept durch die Gemeinde umgesetzt. Der Bahnhof rückt näher an den Ort und die Fußgängerzone wird bis zu den Bahnsteigen erweitert. Die geplante Neugestaltung bringt eine deutliche Verbesserung der Verkehrsabwicklung und eine nachhaltige Attraktivierung des öffentlichen Personennahverkehrs rund um den WM Bahnhof Seefeld für die Kundinnen und Kunden.
Um die Hauptbaumaßnahmen im März 2017 optimal einleiten zu können, erfolgen noch im Herbst erste Vorarbeiten sowie die Anpassung der Technikräume. Als erster wichtiger Schritt der Hauptarbeiten wird der Hausbahnsteig 1 erneuert und auf 275 Meter verlängert. Südlich des Aufnahmegebäudes (in Richtung Innsbruck) wird der Bahnsteig auf einer Länge von 80 Meter überdacht. Es entsteht ein gemeinsames Dach mit dem direkt neben dem Bahnsteig entstehenden Busterminal, der ebenfalls im kommenden Jahr umgesetzt wird. Die Überdachung weist eine Breite von insgesamt zehn Metern auf und garantiert den Fahrgästen einen witterungsgeschützten Umstieg zwischen Bus und Bahn. Attraktiv und hell wird die neue, breite Personenunterführung als Verbindung zum zweiten Bahnsteig sowie zum Riehlweg umgesetzt. Erweitert wird die Park+Ride Anlage, wo nördlich des Aufnahmegebäudes für die KundInnen künftig über 60 PKW Stellplätze auf 2.300 m² Fläche zur Verfügung stehen. In diesem Bereich wird auch eine überdachte Fahrradabstellanlage errichtet.
Ab 2018 wird der zweite Seitenbahnsteig mit einer Länge von 245 Metern entlang des Riehlweges errichtet. Die modernen Bahnsteige sorgen für einen einfachen Einstieg in die Nahverkehrszüge. Auch hier sorgt eine 80 Meter lange Überdachung für einen garantierten Witterungsschutz beim Zustieg der Reisenden. Zwei neue Lifte sorgen für einen barrierefreien Weg von der Personenunterführung zu den Bahnsteigen. Im Zuge der umfangreichen Arbeiten werden auch die Gleisanlagen samt Unter- und Oberbau modernisiert. Insgesamt werden dabei 4.500 Tonnen Gleisschotter und 6.000 Tonnen Unterbaumaterial verarbeitet. Zudem werden 2.000 Meter Schienen und 1.700 Bahnschwellen erneuert. Die gesamte Leit- und Sicherungstechnik wird auf den neuesten Stand gebracht und die Fahrleitung erneuert. Um den Zugverkehr für die Reisenden optimal und kundenfreundlicher abwickeln zu können, werden die beiden Bahnhofgleise mit zusätzlichen Weichenverbindungen ausgestattet. So steht Platz für bis zu vier Zuggarnituren gleichzeitig an den neuen Bahnsteigen zur Verfügung. Im Zuge der Modernisierungsarbeiten werden auch die beiden Eisenbahnkreuzungen nördlich (Andreas-Hofer-Straße) und südlich (Reitherspitzstraße) des Bahnhofes verbreitert oder lagetechnisch für das Verkehrskonzept angepasst (Pressemeldung ÖBB, 03.10.16).

RechteckSchweiz: 15 Standorte für Sicherheit auf dem Schienennetz
Die SBB reorganisiert den Bereich SBB Intervention und konzentriert die regi-onal operierenden Einsatzkräfte an 15 grossen Standorten in der ganzen Schweiz. Zentrale Strukturen werden zusammengefasst und rund 50 Stellen abgebaut. Die interne Reorganisation hat keine Auswirkungen auf die Sicher-heit der Kunden, diese steht weiterhin an erster Stelle.
Bisher führte die SBB getrennte Ereignismanagement- und Betriebswehrstandorte. Das bisher für Betriebsstörungen zuständige regionale Ereignismanagement und die für feuerwehrliche Aufgaben tätige Betriebswehr mit Lösch- und Rettungszügen werden ab März 2017 an schweizweit 15 Betriebswehrstandorten zusammengeführt. Die SBB Intervention operiert von den Standorten in Genf, Lausanne, Biel, Bern, Brig, Basel, Olten, Rotkreuz, Erstfeld, Biasca, Brugg, Zürich, Rapperswil, Winterthur und St. Gallen aus. Die meisten der bisherigen Aussenstandorte des Ereignismanagements werden aufgelöst. Gleichzeitig werden auch die zentralen Strukturen zusammengeführt. Durch die organisatorischen Anpassungen baut die SBB rund 50 Stellen ab. Der Stellenabbau erfolgt weitgehend über natürliche Fluktuation und Pensionierungen.
Durch die Bündelung von Ereignismanagern und Interventionsspezialisten an einem Standort, rücken neu bei Einsätzen immer zwei Einsatzkräfte aus. Diese neue Einsatztaktik verbessert die Aufgabenteilung am Schadensplatz. Mit der neuen Organisation der Intervention können die Spezialisten vor Ort im Ereignisfall besser reagieren, Ereignisse effizienter bewältigen und die Sicherheit der Kunden gewährleisten. Die Neuorganisation Intervention ermöglicht neben einer effizienteren Ereignisbewältigung jährliche Einsparungen im Umfang von sieben Millionen Franken. Die Einsparungen sind Bestandteil des Sparprogramms «RailFit20/30» der SBB (Pressemeldung SBB, 03.10.16).

RechteckSchweiz: Vorarbeiten an der Axenstrecke starten
Die SBB nutzt die Zeit zwischen der Eröffnung des Gotthard- und des Ceneri-Basistunnels, um die Zulaufstrecken zu den Tunnels auszubauen und zu er-neuern – so auch auf der Axenstrecke, wo das seeseitige Gleis saniert und ausgebaut wird. Am 3. Oktober 2016 starten die Vorarbeiten.
Dabei werden provisorische Spurwechsel eingebaut und die Installationsplätze für die Bauunternehmung erstellt. Aus diesem Grund fallen bis 5. Dezember 2016 zwischen Brunnen und Erstfeld die letzten beiden S-Bahnen nach Mitternacht aus und werden durch Busse ersetzt.
Die eigentliche Sanierung der Axenstrecke zwischen Brunnen und Flüelen mit ihren neun Tunneln erfolgt ab Januar 2017 in drei Etappen und dauert bis Dezember 2019. Dabei werden die bestehenden Ingenieurbauten (Portale, Gewölbe, Widerlager, Entwässerungen) sowie die gesamte Bahntechnik mit Fahrbahn, Kabelanlagen und Fahrleitung erneuert.
In den zwei längsten Tunnel werden die Selbstrettungsmassnahmen erweitert und modernisiert. Der Morschach-Tunnel wird seit Sommer 2016 für den Transport von Containern mit 4 Meter Eckhöhe ausgebaut. Das bergseitige Gleis war bereits 2008/2009 umfassend saniert worden. Damit wird die gesamte Axenstrecke 4 Meter tauglich. Die Kosten belaufen sich auf rund 120 Millionen Franken.
Der neue Gotthardtunnel ist Ausdruck von Schweizer Präzision, Innovationsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Die Inbetriebnahme des neuen Gotthardtunnels am 11. Dezember 2016 ist der wichtigste Meilenstein der erneuerten Nord-Süd-Achse Gotthard. Ihre volle Leistungsfähigkeit erhält die alpenquerende Schienenverbindung aber erst nach der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels (Ende 2020) und des 4-Meter-Korridors (Ende 2020). Bis dahin werden auf den Zulaufstrecken zu den beiden Basistunneln zwischen Basel und Chiasso rund 25 Bauprojekte realisiert. Mit zahlreichen Massnahmen in den Bereichen Rollmaterial, Bau und Betrieb wird die SBB die Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden bis zum Abschluss der Bauprojekte so gering wie möglich halten (Pressemeldung SBB, 03.10.16).

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