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Archiv – News von Donnerstag, 12.11.15

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Fahrzeuginstandhaltungswerk
Dessau wartet Fahrzeuge
der Dessauer Verkehrs GmbH

Absatzlinie
Auch Baltisch-Adriatischer
Korridor geht in Betrieb

Absatzlinie
Agilis-Nord führt weiter
im BEG-Qualitätsranking

Absatzlinie
Überprüfung der Agilis-Züge
abgeschlossen

Absatzlinie
Erfolgreichstes Jahr für NÖVOG
Absatzlinie
Lokomotiven als unerlaubte
Beihilfe für CP Carga?

Willkommen beim LOK Report

Foto links: Thomas Szymanowski

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckBundestag: Neue Finanzierung der Infrastrukur
Die gesamten Mittel für den Bau, die Haltung und den Betrieb von Bundesfernstraßen können ab 2016 von der Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft abgewickelt werden. Dies beschloss der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur am Mittwoch mit großer Mehrheit, indem er den Gesetzentwurf der Bundesregierung des Gesetzes zur Änderung des Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesetzes (18/6487) gegen die Stimmen der Fraktion Die Linke annahm. Der Bundestag wird am Donnerstag abschließend über den Gesetzentwurf beraten.
Die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG) verteilt bisher schon die Mittel aus der Lkw-Maut für Neubau, Ausbau, Erhaltung, Betrieb und Unterhaltung von Bundesfernstraßen. Künftig soll sie danach auch die Verteilung der sonstigen aus dem Bundeshaushalt den Ländern zur Verfügung gestellten Mittel übernehmen.
Die Gesetzesinitiative geht zurück auf einen Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses, den gesamten Zahlungsverkehr zur Finanzierung der Bundesfernstraßen über die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft abzuwickeln. Die Abgeordneten der Koalitionsfraktion CDU/CSU und SPD sowie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erwarteten durch die Erweiterung der VIFG-Kompetenzen mehr Transparenz bei der Finanzierung der Bundesfernstraßen. Die Linke befürchtete einen ersten Schritt zur Gründung einer Bundesfernstraßengesellschaft (Pressemeldung Deutsche Bahn, 12.11.15).

RechteckEVG: Kleiner Gewerkschaftstag beendet - Resolution für Stärkung der Schiene
Der kleine Gewerkschaftstag der EVG ist beendet. "Mit den Themen, die wir hier diskutiert haben, sind wir nah an den Menschen. Und die Diskussionen hier zeigen: Diese Organisation hat Lust, sich dieser Themen anzunehmen", so der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner in seinem Schlusswort.
"Wir haben hier die wesentlichen Eckpfeiler für unsere Arbeit im komm enden Jahr festgelegt, so Alexander Kirchner. "Damit das nicht nur ein Stück Papier bleibt, ist es notwendig, das Arbeitsprogramm jetzt mit Leben zu füllen. Lasst uns aus Fulda zurückfahren in die Betriebe und Dienststellen und die Kolleginnen und Kollegen auffordern, mitzugestalten und mitzuagieren."
Zuvor hatten die Delegierten eine Resolution verabschiedet, die mit Blick auf die bevorstehende Weltklimakonferenz in Paris eine stärkere Förderung der Schiene fordert. Sie steht unter dem Motto "Wir benötigen eine Stärkung der Schiene zur Erreichung unserer Ziele für den Klimaschutz und für eine gute Zukunft unseres Landes." Darin wird ein Masterplan Verkehr gefordert, " der nachhaltig die Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Schiene unterstützt."
"Die zunehmende Erderwärmung muss zuverlässig begrenzt werden, um die Lebensgrundlagen der Menschheit zu sichern. Der Ausstoß von Treibhausgasen muss deshalb wirksam gesenkt werden", heißt es darin. "Der Verkehrssektor hat die Verantwortung, dazu einen wichtigen Beitrag zu leisten".
Die Schiene sei der umweltfreundlichste Verkehrsträger. Daher müssten die Wettbewerbsnachteile der Schiene gegenüber dem Straßen-, Luft- und Wasserverkehr abgebaut werden. " Nötig ist eine ehrliche Beteiligung vor allem von LKW und Fernbussen an den von ihnen verursachten Kosten und zur Vermeidung von Luftverschmutzung. Deshalb muss eine Maut für Fernbusse eingeführt und die LKW-Maut strukturiert erhöht werden." Auch die Schiene selbst müsse durch ein Wachstumskonzept gestärkt werden (Pressemeldung EVG, 12.11.15).

Industrie

RechteckDeutsche Bahn: DB Fahrzeuginstandhaltungswerk Dessau und Dessauer Verkehrs GmbH schließen Wartungsvertrag
Ein Novum für zwei große Dessauer Unternehmen ist die enge Zusammenarbeit zwischen Öffentlichem Nahverkehr und Instandhaltung der Deutschen Bahn. Die Dessauer Verkehrs GmbH (DVG) wird künftig von den Kompetenzen der DB Fahrzeuginstandhaltung profitieren. Der heute geschlossene Vertrag, der im Dessauer Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung von deren Leiter Michael Otto und DVG-Geschäftsführer Torsten Ceglarek unterschrieben wurde, läuft bis 2019. Nach einer Ausschreibung haben sich die beiden Partner gefunden und auf die künftige Zusammenarbeit geeinigt.
"Für diesen Umfang benötigt die Dessauer Verkehrs GmbH die Unterstützung geeigneter Partner. So konnten wir zum Beispiel die DB Fahrzeuginstandhaltung gewinnen, die sich der Fahr- und Antriebssteuerung widmet. Diese ist in mehreren Dachcontainern zu komplexen elektronischen Bauteilen zusammengefasst. Die Elektronikwerkstatt im Werk Dessau verfügt über alle Voraussetzungen, um diese anspruchsvollen Arbeiten durchzuführen und die Container komplett zu überholen", erläutert Ceglarek, Geschäftsführer der Dessauer Verkehrs GmbH. "Besonders wichtig war uns natürlich die örtliche Nähe, wobei es nicht nur um zeitliche und logistische Vorteile ging. Wir versprechen uns bei dieser Instandhaltung auch einen gemeinsamen Lernprozess. Gerade im Straßenbahnbetrieb benötigen wir bei Störungen schnelle Lösungen, um unser Fahrzeug wieder den Fahrgästen zur Verfügung stellen zu können. Besonders bei kniffligen Elektronikstörungen sind Spezialisten gefragt. Wir freuen uns auf die erfolgreiche Zusammenarbeit", so Ceglarek.
"Die Instandhaltung von Eisenbahnfahrzeugen und hierbei insbesondere der elektrischen Lokomotiven ist das Kerngeschäft des Werkes Dessau der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH. In den Vordergrund drängt dabei immer mehr die Reparatur und Wartung komplexer Komponenten und Systeme, die die Funktionsweise dieser Fahrzeuge bestimmen. Schon heute umfasst das Gesamtportfolio im Bereich Komponenten mehr als 3000 Sorten, was etwa 70 Prozent der Gesamtleistung entspricht. Als einer der größten Arbeitgeber in unserer Stadt sind wir täglich bestrebt, durch konsequente Weiterentwicklung unserer Technologien und Abläufe das Angebot unseres Unternehmens zu erweitern und dadurch die Leistungsfähigkeit und Zukunft unseres Standortes zu sichern. Dazu gehört auch der Blick über die Grenzen der Vollbahn hin zum sogenannten "light rail" Geschäft. Zwangsläufig sind wir deshalb schon seit Jahren im fachlichen Gespräch mit der Dessauer Verkehrs GmbH. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Angebot zur Instandsetzung der Strom- und Bordnetzumrichter überzeugen konnten und somit die jahrelange und vertrauensvolle Zusammenarbeit zweier traditionsreicher Unternehmen in unserer Stadt mit einem Rahmenvertrag besiegeln können", sagt Otto, Leiter des DB Fahrzeuginstandhaltungswerkes. "Eine Reihe von Unternehmen unserer Stadt, die sich mit Bahntechnologien beschäftigen, engagieren sich zudem seit mehreren Monaten, um dem Bahnstandort Dessau-Roßlau wieder mehr Geltung zu verschaffen. Dieses Engagement geht über eine bloße geschäftliche Zusammenarbeit hinaus und hat zum Ziel, mittelfristig ein Technologiezentrum für Bahntechnik in Dessau zu etablieren", informiert Otto.
In den Wartungsvertrag fällt die Inspektion der Straßenbahnen in der sogenannten Hauptuntersuchung, die sehr komplex ist. Da die Fahrzeuge bereits eine Gesamtlaufleistung von 1.000.000 Kilometern erreicht haben, ist eine umfassende Prüfung fällig. Die Straßenbahnen werden dafür in ihre Hauptbaugruppen zerlegt, geprüft und instandgesetzt. Dabei werden unter anderem Kontakte und Leitungen überprüft, Kondensatoren getauscht oder allgemeine Reinigungs- und Montagearbeiten durchgeführt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 12.11.15).

RechteckDeutsche Bahn: Güterverkehrskorridore 3 und 8 in Betrieb
Von heute an können Eisenbahnverkehrsunternehmen und zugelassene Antragsteller im grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr von neuen Korridoren profitieren: die europäischen Schienengüterverkehrskorridore 3 "Scandinavian-Mediterranean" und 8 "North Sea-Baltic" sind in Betrieb. Sie sind Bestandteil der insgesamt neun auf Basis der Verordnung (EU) Nr. 913/2010 beschriebenen Güterverkehrskorridore, deren Ziel die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Qualität des grenzüberschreitenden Schienengüterverkehrs ist. Bereits seit 2013 steht der Korridor 1 "Rhine-Alpine" zur Verfügung, auf dem allein im vergangenen Jahr 9.154.000 Trassenkilometer zugewiesen wurden.
"Nach den guten Erfahrungen mit dem Güterverkehrskorridor 1 freuen wir uns, nun mit attraktiven Angeboten auf zwei weiteren wichtigen Magistralen in den Markt zu gehen", betont Oliver Sellnick, Leiter für Europäisches Korridor-management der DB Netz AG. "Insbesondere mit Blick auf die perspektivisch wachsenden Verkehre bieten die europäischen Korridore eine hervorragende Möglichkeit, Gütertransporte effizient auf der Schiene zu realisieren. Fahrpläne und Angebote für grenzüberschreitende Trassen können dabei einfach und exklusiv aus einer Hand bei unseren Mitarbeitern im jeweiligen Corridor-One Stop Shop eingesehen und gebucht werden."
Der Korridor 3 "Scandinavian-Mediterranean" verläuft als wichtige Nord-Süd-Achse von Skandinavien durch Deutschland und Österreich bis nach Italien. Großprojekte wie die Fehmarnbelt-Querung und der Brenner-Basistunnel sind Bestandteil dieser wichtigen, über 7.000 Kilometer langen Magistrale. Die beteiligten Infrastrukturunternehmen Jernbaneverket (NO), Trafikverket (SE), Banedanmark (DK), DB Netz AG (DE), ÖBB Infrastruktur AG (AT), Rete Ferroviaria Italiana S.p.a. (IT) und das Øresundsbro Konsortiet (SE, DK) entscheiden über die Umsetzung der Maßnahmen aus der Verordnung in
einem Management Board. Die Mitgliedstaaten geben die allgemeinen Ziele des Korridors mit Hilfe eines Executive Boards, bestehend aus Vertretern der Verkehrsministerien, vor.
Als bedeutende Ost-West-Route verbindet der über 6.000 Kilometer lange Korridor 8 "North Sea-Baltic" die wichtigsten Nordseehäfen mit Mitteleuropa und den baltischen Staaten. Bis 2020 soll der Korridor sukzessive zur Polnisch-Ukrainischen Grenze sowie im Rahmen des Großprojekts "Rail Baltica" nach Estland und Lettland verlängert werden.
Das Management Board bilden auf diesem Korridor die beteiligten Infrastrukturunternehmen Infrabel (BE), ProRail (NL), DB Netz AG (DE), PKP Polskie Linie Kolejowe S.A. (PL), SŽDC (CZ), Lietuvos Geležinkeliai (LT) und die litauische Zuweisungsstelle (Valstybinė geležinkelio inspekcija prie Susisiekimo ministerijos). Das Executive Board wird wiederum durch die beteiligten Verkehrsministerien gestellt (Pressemeldung Deutsche Bahn, 12.11.15).

RechteckKombiverkehr: Wiederaufnahme Coevorden / Bad Bentheim – Malmö
Ab dem 27. November 2015 nimmt Kombiverkehr wieder die Verbindung Coevorden / Bad Bentheim – Malmö v.v. in sein Leistungsangebot auf. Somit werden erneut die Region Grafschaft Bentheim und die niederländische Provinz Drenthe an das Kombiverkehr-Netz angeschlossen.
Der wiedereingeführte Mehrgruppenzug verkehrt zweimal wöchentlich und legt die über 900 Kilometer lange Schienenstrecke in weniger als 24 Stunden zurück. Im Gegensatz zu dem bereits im Frühjahr 2015 eingeführten Zugprodukt wird nun in Malmö das Kombiterminal Mertz angesteuert und nicht mehr der Hafen Malmö. Hierdurch erhoffen wir uns eine stabilere betriebliche Abwicklung. (Pressemeldung Kombiverkehr, 12.11.15).

RechteckSiemens: Elektrolokomotiven für US-Bundesstaat Pennsylvania

Southeastern Pennsylvania Transportation Authority (SEPTA), Betreiber des Regional- und Nahverkehrs im Raum Philadelphia, US-Bundesstaat Pennsylvania, hat Siemens mit der Lieferung von 13 elektrischen Lokomotiven beauftragt. Der Vertrag schließt die Versorgung mit Ersatzteilen und die Durchführung von Betriebs- und Instandhaltungsschulungen ein. Zusätzlich wurde eine Option über die Lieferung von bis zu fünf weiteren Lokomotiven vereinbart. Das Auftragsvolumen beträgt 118 Millionen USD (rund 110 Millionen Euro). Die Lokomotiven werden im Siemens-Werk in Sacramento (Kalifornien) gefertigt. Die Fahrzeuge sollen im Frühjahr 2018 geliefert werden.
"Der Kauf dieser Lokomotiven ist die erste von mehreren Fahrzeugbeschaffungen im Rahmen des SEPTA ‚Building the Future' Programms. Angesichts unserer schnell wachsenden Fahrgastzahlen freuen wir uns auf die Ankunft der Lokomotiven, denn sie werden uns dabei helfen, den Fahrgästen einen schnelleren und zuverlässigeren Regionalverkehr bieten zu können", sagte SEPTA General Manager Jeff Knueppel.
"Unsere elektrische Passagierlokomotive wurde für eine hohe Zuverlässigkeit und eine einfache Instandhaltung entwickelt. Das verkürzt die Durchlaufzeiten und erhöht die Verfügbarkeit für den Betrieb. Insbesondere in der Metropolregion Philadelphia wird sich damit das Mobilitätsangebot für die Bewohner, für die Unternehmen sowie für die Wirtschaft insgesamt verbessern", sagt Jochen Eickholt, CEO der Siemens-Division Mobility.
SEPTA wird mit den neuen leistungsstarken Lokomotiven einen überalterte Flotte ersetzen und so die Kapazität erweitern. Ziel ist es, einen effizienteren und verlässlicheren Services für die Passagiere auf den Regionalstrecken der SEPTA anzubieten.
Ein hochmodernes Mikroprozessorsystem führt bei allen wichtigen Systemen eine Selbstdiagnose durch, leitet automatisch Korrekturmaßnahmen ein und informiert den Triebfahrzeugführer. Eine redundante Zugenergieversorgung stellt eine durchgängige Stromversorgung der Reisezugwagen für Heizung und Kühlung, Beleuchtung und Betrieb der Türen sicher. Die Wagenkastenstruktur der Lokomotiven erfüllt die neuesten US-Sicherheitsvorschriften und bietet so zusätzlichen Schutz für den Triebfahrzeugführer. Das regenerative Bremssystem speist Energie ins Energieversorgungsnetz zurück (Pressemeldung Siemens, 12.11.15).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Fahrgastbeirat regt weitere Optimierungen im Schienennahverkehr an
Der Fahrgastbeirat Baden-Württemberg hat sich auf seiner letzten Sitzung mit der Pünktlichkeit der Nahverkehrszüge in Baden-Württemberg, den Regiobuslinien, dem Bahnsteighöhenkonzept, dem Kursbuch und zukünftigen Fahrplankonzepten für die Gäubahn beschäftigt. Im Ergebnis der Diskussion fordert der FGB-BW, dass die Pünktlichkeitswerte von der NVBW zeitnah monatlich veröffentlicht werden und ebenso die Ergebnisse für die 26 Meßstationen sowie der dort bestehende Anschluss-Erreichungsgrad.
Hinsichtlich der Einführung des Landestarifes bekräftigt der FGB-BW seine Forderung nach einer attraktiven, fahrgastfreundlichen Ausgestaltung des neuen Tarifangebots, um die Einführung zu einem Erfolg werden zu lassen.Der Fahrgastbeirat begrüßt die Einführung von fünf neuen Regiobuslinien.
Aus Sicht des FGB-BW sollten die jeweiligen Verkehrsunternehmen kurzfristig bis zur Inbetriebnahme im Dezember sicherstellen, dass auch Schienenfahrausweise und damit auch die gesamte Bahncard-Familie auf allen Regiobuslinien uneingeschränkt anerkannt werden. Bei der Sitzung wurde festgestellt, dass für die Strecken Breisach – Bad Krozingen und Sigmaringen – Überlingen diesbezüglich Handlungs-bedarf bestehe, während dies bei den anderen drei Linien schon geregelt sei. Außerdem sieht der FGB-BW die Notwendigkeit, dass die Aufgabenträger hinsichtlich der Radmitnahme bei den Regiobuslinien ausreichende Vorkehrungen treffen. Gerade die Linie an den Bodensee weise hier ein besonderes Potential auf.
Vorgestellt wurde dem FGB-BW auch die Landeskonzeption für die Bahnsteighöhen. Aus Sicht des Fahrgastbeirates sei die einheitliche Höhe von 55cm für die Bahnhöfe im Süden Baden-Württembergs eine gute Lösung. In der Metropolregion Stuttgart gäbe es aber mit 96 cm für die S-Bahn, 76 cm oder 55cm für die Regionalzüge ein großes Durcheinander, für das noch kein überzeugendes Zielkonzept gefunden sei. Ein Schlüssel für die Lösung sei dabei die S-Bahn-Stuttgart, die durch die Sonderhöhe von 96 cm einheitliche Lösungen derzeit verhindere.
Die Forderung des Rechnungshofes, das Kursbuch abzuschaffen, wird vom FGB-BW entschieden abgelehnt. Als Übersicht über das Gesamtangebot im Schienenverkehr ist es aus Sicht des FGB-BW weiter unverzichtbar. Durch die Vorschläge des FGB-BW konnten in den letzten Jahren die Kosten für das Kursbuch halbiert werden. Deshalb fordert der FGB-BW die Beibehaltung des Kursbuchs. Eine angedachte signifikante Preiserhöhung wird vom FGB-BW mit Blick auf den heute schon deutlich günstigeren Preis für das Kursbuch Bayern abgelehnt.
Bei dem ab dem Fahrplanwechsel im Dezember gültigen Fahrplan auf der Gäubahn gäbe es zwar bessere Anschlüsse in Stuttgart, dafür verlängerten sich aber in Richtung Villingen-Schwenningen und Konstanz die Fahrzeiten. Aus Sicht der NVBW wäre es aufgrund der hohen Zugdichte zwischen Singen und Konstanz gegenüber anderen Regionen nicht gerechtfertigt, durch zusätzliche Züge wieder bessere Anschlüsse herzustellen.
Weitere Informationen: Der Fahrgastbeirat für den vom Land Baden-Württemberg bestellten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vertritt die Interessen der SPNV-Nutzer. Er ist ein beratendesGremium und stellt das Bindeglied zwischen den Fahrgästen und dem Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger für den SPNV dar. Er ist unabhängig und kein Organ des Landes oder der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) (Pressemeldung Fahrgastbeirat Baden-Württemberg, 12.11.15).

RechteckBayern: Agilis-Nord behauptet die Spitzenposition im BEG-Qualitätsranking

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, hat das aktuelle BEG-Qualitätsranking unter www.beg-qualitaetsranking.de veröffentlicht. Agilis-Nord führt trotz zirka zehn Punkten Verlust im Vergleich zum Juli nach wie vor das 27 Netze umfassende Feld mit +86,28 Punkten an. Die Berchtesgadener Land Bahn kann mit +66,45 Punkten den zuletzt verlorenen zweiten Platz zurückerobern. Die Oberpfalzbahn/Waldbahn rückt mit +66,06 Punkten auf Platz 3 vor. Die Erfurter Bahn im Kissinger Stern ist mit +62,18 Punkten von Platz 2 auf Platz 4 zurückgefallen.
Während in die Top 4 Bewegung gekommen ist, sind die Plätze 5 bis 8 konstant geblieben. Die Werdenfelsbahn belegt erneut Platz 5, Agilis-Mitte Platz 6 und die Bayerische Regiobahn Platz 7 bei fast unveränderter Punktzahl. Nur der Franken-Thüringen Express ist unter die 20 Punkte Marke gerutscht, kann Platz 8 aber behaupten. Die Mainfrankenbahn klettert auf Platz 9 und komplettiert mit dem Main-Saale-Express auf Platz 10 die Top Ten.
Waren beim letzten BEG-Qualitätsranking im Juli dieses Jahres 14 Netze im Bonusbereich, sind es nun 15. Die Kneipp-Lechfeld-Bahn hat mit einem Gewinn von knapp drei Punkten den Malusbereich verlassen. Damit erfüllt sie die hohen Mindestanforderungen der BEG. Insgesamt neun Netze können Punktgewinne aufweisen. Mit rund sieben Punkten verbessern sich die Oberpfalzbahn/Waldbahn, Regio Allgäu-Schwaben und das Schlusslicht Kahlgrundbahn am deutlichsten. Regio Allgäu-Schwaben macht dabei die meisten Plätze im Ranking gut und rückt von Platz 21 auf Platz 18 vor.
Kein Netz ist vom Bonus- in den Malusbereich gerutscht. Nur zwei Netze weisen nach wie vor erhebliche Mängel auf und verzeichnen unter minus 65 Punkte: der München-Nürnberg-Express und die Hessische Landesbahn im Kahlgrund. 18 Netze erreichen weniger Punkte im Vergleich zu den Juli-Werten. Dabei fällt der Punktverlust bei acht Netzen mit einem Minus von weniger als zwei Punkten gering aus. Vier Netze haben dagegen Punkte in zweistelliger Höhe verloren. Den größten Punktverlust verzeichnet die Erfurter Bahn im Kissinger Stern mit einem Rückgang um fast 26 Punkte. Regio Nordostbayern ist von Platz 16 auf Platz 21 am stärksten zurückgefallen (Pressemeldung BEG, 12.11.15).

RechteckBayern: Überprüfung der Agilis-Züge abgeschlossen
Die agilis Verkehrsgesellschaft in Oberfranken hat alle 38 Züge des Typs Regio-Shuttle RS1 einer außerplanmäßigen Untersuchung unterziehen müssen, nachdem ein anderes Eisenbahnunternehmen, das den gleichen Fahrzeugtyp im Einsatz hat, bei einer Routineuntersuchung gravierende Mängel an den Verbindungsstangen feststellte.
Erste Untersuchungen deuteten auf einen mindestens 50%igen Ausfall der agilis-Züge hin. Im Lauf der Untersuchungen wiesen aber erfreulicherweise weniger Fahrzeuge als erwartet Fehler auf, so dass ab Montag, 16.11. ca. 60% der Fahrzeuge wieder eingesetzt werden können. Die fehlerhaften Bauteile werden sukzessive ausgetauscht, sobald die erste Ersatzteil-Lieferung eintrifft.
Somit müssen ab Montag, 16.11. keine Züge mehr entfallen (Ausnahme für 16.11: der Schienenersatzverkehr aufgrund von Gleiserneuerungsarbeiten zwischen Bayreuth und Neuenmarkt-Wirsberg). Es werden lediglich auf einzelnen Strecken im Schülerverkehr Züge, die nur mit einem Zugteil fahren anstatt wie sonst in Mehrfachtraktion, durch Busse ergänzt. Am Wochenende vom 21.-22.11. verkehrt agilis planmäßig ohne jeglichen Einsatz von Bussen.
Solange die notwendige Menge an Ersatzteilen noch nicht verfügbar ist, können keine genauen Aussagen über die Dauer dieser Busverstärker-Maßnahmen getroffen werden. Daher bittet agilis seine Fahrgäste, sich unter www.agilis.de oder www.facebook.com/agiliseisenbahn zu informieren. Hier ist jederzeit das aktuelle Fahrplankonzept zu finden. Über Änderungen und neue Entwicklungen wird auf diesen Kanälen stets tagesaktuell informiert (Pressemeldung Agilis, 12.11.15).

RechteckBerlin: Bahn baut 32 Meter lange Hilfsbrücken ein
Die Deutsche Bahn baut am Sonntag, 15. November, in Berlin, Blissestraße, zwei 31,2 Meter lange Zwillingsträgerhilfsbrücken ein. Dies ist für die DB Bahnbau Gruppe GmbH hinsichtlich Bautechnologie und baulicher Gegebenheiten sehr anspruchsvoll.
Die Brücken wurden in 24 Wochen in der Brückenwerkstatt Dresden hergestellt. Schwerlasttransporter bringen sie in vier Teilen zur Baustelle. Den Einbau übernimmt ein 400-Tonnen-Kran. Die Zwillingsträgerhilfsbrücken sind jeweils 100 Tonnen schwer. Diese Weiterentwicklung des Hilfsbrückenbestandes der DB AG war im Maßstab 1:10 Bestandteil des Messeauftritts der DB Bahnbau auf der Innotrans 2014.
Das durchgängige Befahren des südlichen Berliner Innenrings zwischen Halensee und Tempelhof sowie weiter über Neukölln nach Schöneweide erfordert mehrere Maßnahmen: Die Brücke über die Gotenstraße ist neu zu errichten. An der Eisenbahnüberführung Blissestraße ist zunächst der Einbau von Hilfsbrücken vorgesehen. Weiter sind Teile der vorhandenen Gleisanlage zu erneuern und Stützwände erforderlich. Die Strecke soll ab Ende nächsten Jahres wieder mit Dieseltraktion und maximal 60 km/h befahren werden. Weiter, in Abhängigkeit vom Planrechtsverfahren, soll die Strecke elektrifiziert und die Geschwindigkeit auf 80 km/h erhöht werden.
Hinweis für Fotografen: Von 9 bis 16 Uhr können von der Ecke Laubacher Straße/Varziner Straße, aus öffentlichem Stadtgebiet, diese Arbeiten gut beobachtet und fotografiert werden (Pressemeldung Deutsche Bahn, 12.11.15).

RechteckSachsen-Anhalt: Kleinlok 199 012 der Harzer Schmalspurbahnen reaktiviert

Zusammentreffen an der Fahrzeugwerkstatt Wernigerode Westerntor: 199 011 (links) und "Nachfolgerin" 199 012 strahlen in der Novembersonne. Foto HSB/Dirk Bahnsen.

Die Kleinlok 199 012 der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) ist nach sechzehn Jahren wieder betriebsfähig. Im Gegenzug wurde ihre „Schwester“ 199 011 Ende Oktober aufgrund abgelaufener Untersuchungsfristen abgestellt.
Mit den Kleinloks 199 010 – 199 012 verfügt die HSB über drei ganz besondere Diesel-Exoten in ihrem Fuhrpark. Ursprünglich einmal als regelspurige Rangierlokomotiven des Typs Kö II gebaut, gelangten sie erst relativ spät in das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands. Aufgrund der guten Erfahrungen mit zwei Kö II-Lokomotiven, die im Jahre 1983 für die meterspurige Industriebahn Halle-Turmstraße umgebaut worden waren, entschied sich die damals betriebsführende Deutsche Reichsbahn (DR), auch eine Lok für das Harzer Schmalspurnetz umzurüsten. Und so traf im Jahre 1984 mit der 199 010 (Bj. 1934, ex 100 322, ex Kö 4325) die erste Lok des späteren Trios in Wernigerode ein. Im Jahre 1991 folgten dann noch die 199 011 (Bj. 1935, ex 100 639, ex Kö 4639) und 199 012 (Bj. 1933, ex 100 213, ex Kö 4113). Alle drei Lokomotiven fanden ihr Betätigungsfeld fortan im Rangierdienst in Wernigerode, Nordhausen und Gernrode und wurden mit Ausnahme der 199 011 bis Anfang Oktober 1999 mangels Bedarf abgestellt.
Die jetzt reaktivierte 199 012 verbrachte die letzten sechzehn Jahre in der Lokhalle des Bahnhofs Ilfeld. Ihr guter Erhaltungszustand sowie die auslaufenden Untersuchungsfristen der 199 011, welche bislang als Rangierlok in der Fahrzeugwerkstatt Wernigerode Westerntor tätig war, verhalfen der 82-jährigen Lokomotive jetzt als Nachfolgerin zu einer „zweiten Karriere“. Nach der laut § 32 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen (ESBO) erforderlichen und in den vergangenen Wochen in Wernigerode erfolgten Untersuchung steht sie ab sofort wieder für die nächsten Jahre einsatzbereit zur Verfügung.
Die ebenfalls noch bei der HSB vorhandene 199 010 ist derzeit abgestellt. Zusammen mit den „Harzkamelen“ der Baureihe 199.8 verfügt das kommunale Bahnunternehmen über insgesamt neun von Regel- auf Meterspur umgebaute Diesellokomotiven (Pressemeldung HSB, 12.11.15).

RechteckSchleswig-Holstein: Qualmende Lok sorgt für Behinderungen im Bahnverkehr

Am Mittwoch gegen 13.45 Uhr wurde die Bundespolizei über eine brennende LOK im Bahnhof Itzehoe informiert. Die Feuerwehr und Rettungskräfte wurden ebenfalls alarmiert. Der Lokführer eines Zuges der Nord-Ostsee-Bahn mit sechs Reisezugwagen auf der Fahrt von Hamburg nach Westerland stoppte seinen Zug im Bahnhof Itzehoe, da er Qualm aus dem Motorraum bemerkte.
Die ca. 200 Reisenden verließen den Zug und wurden aus dem Gefahrenbereich geleitet. Die elektrische Oberleitung wurde abgeschaltet, damit die Feuerwehr Itzehoe den Brandherd im Motorraum der Diesellok löschen konnte. Gegen 14.50 Uhr konnte ein Bahngleis freigegen werden.
Vor Ort war die Feuerwehr Itzehoe, ein Rettungswagen, Beamte der Landes- und Bundespolizei sowie Notfallmanager der Deutschen Bahn und der NOB (Pressemeldung Bundespolizei, 12.11.15).

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LOK Report

 

Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

RechteckFahrt auf der Jeetzetalbahn am 13.12.2015

Am Sonntag, 13.12.2015 verkehrt nach über einem Jahr wieder ein Triebwagen der ODEG auf der Strecke zwischen Salzwedel und Klötze in der Altmark. Bereits Ende Oktober sollte ein Triebwagen auf der Strecke der Deutschen Regionaleisenbahn DRE verkehren. Inspiriert durch den großen Erfolg des Bahnhofsfestes in Wittingen, hat bereits Ende Oktober auch in Klötze ein kleines Draisinenfest stattgefunden, mit Fahrzeugschau, Probefahrten und Infostand. Veranstalter war der Deutsche Bahnkundenverband (DBV) Altmark-Wendland. Den Fahrplan für den 13.12.2015 findet man unter www.jeetzeltalbahn.com. (Geert Bockstiegel, 10.11.15).

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LOK Report 11/15

LOK Report Ausgabe 11/15

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Mit der Kamera notiert

RechteckBASF-Überführung



Am Dienstag wurden vier BASF-Werkloks (310, 312, 313 u. 314) von Bärhaus bei Eberswalde nach Mosbach (Baden) überführt. Zuglok war die 225 133 der BOEG.
Die Aufnahmen entstanden in Zwickau Hbf und Würzburg (Thomas Szymanowski, GWS, 10.11.15).

RechteckLeipzig

Am 08.11.15 wurden Raildox 185 409 mit einem Aushubzug von Stuttgart nach Altenburg   und SBB Cargo 189 288 mit dem Pendel Ludwigshafen - Ruhland in Leipzig Wiedritzsch fotografiert (Torsten Liermann, 10.11.15).

RechteckSrbsko


Am Hl. Martins-Tag besuchte ich im Dorf Srbsko bei Karlstein die gaststätte am Hp Srbsko (KBS 171 Prag - Beroun). Ich fotografierte die Züge (Os na Beroun und Privat-Holzzug) am Berounka-Fluss und die Straßenbrücke zum Hp Srbsko. Zwischen Srbsko und Karlštejn sind noch Reste einer Festung (Martin Kubik, 10.11.15).

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Tanago

Europa

RechteckÖsterreich: Erfolgreichstes Jahr seit Bestehen der NÖVOG
"2015 war das erfolgreichste Jahr seit Bestehen der NÖVOG", sagte Landesrat Mag. Karl Wilfing am heutigen Mittwoch bei der Präsentation der Sommersaisonbilanz der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft in St. Pölten: "Bei den NÖVOG Bahnen wurden in der Sommersaison insgesamt 865.000 Fahrgäste gezählt, das sind 132.000 Personen bzw. 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei den Bergbahnen, wo 357.000 Fahrten registriert wurden - ein Plus von 18 Prozent bzw. 54.000 Fahrten gegenüber 2014 - ist die Sommersaison sehr erfolgreich verlaufen".
Die Landesausstellung "ÖTSCHER:REICH. Die Alpen und wir", die erstmals in Österreich eine touristische Bahn zum essentiellen Teil einer Landesschau machte, habe mit ihren 280.648 Besuchern, im Durchschnitt 1.460 Besucher pro Tag, große Herausforderungen wie einen verdichteten Fahrplan auf der Bergstrecke der Mariazellerbahn, aber auch große Steigerungsraten für die Bahn und einen Aufschwung für die ganze Region mit sich gebracht: "Der Gesamtumsatz in der Region lag bei rund 40 Millionen Euro, die Wertschöpfung bei ca. 30 Millionen Euro und das Nächtigungsplus bei 15 Prozent, in Mitterbach sogar bei 35 Prozent. Dazu wurden 220 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert und der Bekanntheitsgrad der Region immens gesteigert. Auf dieser Grundlage gilt es, weiter aufzubauen", erläuterte der Landesrat.
Insgesamt verzeichnete die Mariazellerbahn heuer 610.000 Fahrgäste, um 110.000 Personen oder 22 Prozent mehr als im Vorjahr; Rekordwoche war die erste Septemberwoche mit 20.823 Fahrgästen. Beim Reblaus-Express mit 19.000 Fahrgästen betrug die Steigerung gegenüber dem Vorjahr 12 Prozent, bei der Citybahn Waidhofen an der Ybbs mit 190.000 Fahrgästen 11 Prozent und bei der Wachaubahn mit 23.000 Fahrgästen 4,5 Prozent. Bei der Waldviertelbahn ist die Fahrgastzahl mit 23.000 gegenüber 2014 gleichgeblieben.
Einen enormen Zuwachs konnte auch die Schneebergbahn (durch Publikumsvoting Niederösterreich-Sieger bei der ORF-Sendung "9 Plätze – 9 Schätze" bzw. bundesweit an zweiter Stelle gelandet) für sich verbuchen: Mit 169.000 konnten 26.000 Fahrten bzw. 18 Prozent mehr als 2014 verzeichnet werden. Ein sehr großer Anstieg wurde auch auf der Gemeindealpe Mitterbach registriert, wo 157.000 Fahrten ein Plus von 21 Prozent bzw. 27.000 Fahrten mehr bedeuten. Besonders gut angenommen wurden auch die Roller- und Mountaincarts mit 22 Prozent mehr Fahrten als im Vorjahr.
"In den letzten Jahren haben wir in die Sicherungstechnik bei der Mariazellerbahn 14 Millionen Euro investiert, derzeit werden 2 Millionen Euro Investitionen in die Energietechnik umgesetzt. Dazu kommen 4,8 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen, davon 2,6 Millionen Euro für die Mariazellerbahn", betonte Wilfing. NÖVOG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Stindl führte aus, dass das Personal der Schlüssel zum Erfolg der NÖVOG sei: "Wir setzen – außer in der Schneebergbahn – überall Schaffner für einen besseren Kundenkontakt ein, nach dem Schulnotensystem erhält unser Personal auch Bestnoten zwischen 1,3 und 1,4. Bei uns ist der Kunde Gast und nicht ein Betriebsstörungsfall". In Bezug auf die NÖ-Card sagte Stindl, dass insgesamt 135.700 Personen bei einer Fahrt mit einer NÖVOG Bahn die NÖ-Card verwendeten. Damit fährt jeder, der eine NÖ-Card besitzt, ein Mal pro Jahr mit der NÖVOG, v. a. mit der Schneebergbahn. Hinsichtlich der Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen führte Stindl abschließend aus, dass 2014 insgesamt elf und heuer 15 Eisenbahnkreuzungen technisch gesichert worden seien. Im nächsten Jahr soll es weitere 20 – im Durchschnitt jeweils mit Kosten von 200.000 Euro verbundene – technische Sicherungen von Eisenbahnkreuzungen geben (Pressemeldung NÖVOG, 12.11.15).

RechteckÖsterreich: "One-Stop-Shop" im Baltisch-Adriatischen Korridor geht in Betrieb
Die Verkehrsministerien, Infrastrukturbetreiber und Zuweisungsstellen von Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, Slowenien und Italien eröffnen am 10.11.15 offiziell den baltisch-adriatischen Schienengüterverkehrskorridor. Der Korridor ist einer von insgesamt neun Schienengüterverkehrskorridoren, welche die EU zur Förderung des europäischen Schienengüterverkehrs ins Leben gerufen hat.
Die EU-Schienengüterverkehrskorridore sind ein wesentliches Instrument der EU-Verkehrspolitik, um die Ziele des Weißbuchs Verkehr aus dem Jahr 2011 zu erreichen und fügen sich nahtlos in die Verkehrspolitik der beteiligten Mitgliedsstaaten ein. Die Korridore tragen dazu bei, die Grundlage für effiziente, wettbewerbsfähige und wirtschaftliche Transporte auf der Schiene zu schaffen. Damit können gleichzeitig die Auswirkungen des Verkehrs auf Umwelt und Klima beschränkt, der Energieverbrauch des Sektors gesenkt und die Verkehrsbelastung auf den Straßen reduzieren werden. Peter Gašperšič, Verkehrsminister von Slowenien ist überzeugt: "Der baltisch-adriatische Korridor wird - als Teil eines zukünftigen Netzwerks für den Schienengüterverkehr - die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene unterstützen."
Der baltisch-adriatische Korridor verläuft auf einer Nord-Süd-Route und verbindet bedeutende Wirtschaftszentren in den beteiligten Mitgliedsstaaten untereinander sowie mit den Häfen in der Ostsee und Adria. "Der baltisch-adriatische Korridor wird dazu beitragen, die Handelsbeziehungen zwischen unseren Ländern zu fördern und die europäische Integration zu vertiefen", erklärt der slowakische Verkehrsminister Ján Počiatek. Auf seiner Route quert der Korridor fünf andere EU-Güterverkehrskorridore und bindet somit ein noch weit größeres Einzugsgebiet an.
In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Bahn als effizienten, umweltfreundlichen und sicheren Verkehrsträger zu unterstützen. Im Bereich des internationalen Güterverkehrs hinken die Ergebnisse bisher den beachtlichen Erfolgen in anderen Bereichen des Schienenverkehrs nach. Die EU-Schienengüterverkehrskorridore verfolgen daher das Ziel, einen funktionierenden Binnenmarkt für internationale Schienengüterverkehrsleistungen zu schaffen. "Wir sind überzeugt, dass die Schienengüterverkehrskorridore eine Erfolgsgeschichte werden, da wir hier einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der sich nicht nur auf Infrastrukturinvestitionen beschränkt", streicht der tschechische Verkehrsminister Ladislav Němec hervor. Der baltisch-adriatische Korridor stellt für die relevanten Akteuren daher auch eine Kooperationsplattform dar, in der die unterschiedlichen nationalen betrieblichen Regeln und Prozesse vereinheitlicht werden können.
Damit wird die Basis für nahtlose Schienentransporte geschaffen. Dies erfordert die Zusammenarbeit aller Akteure. Verkehrsministerien, Infrastrukturbetreiber, Zuweisungsstellen, Regulierungsbehörden, Eisenbahnunternehmen und Terminalbetreiber haben in einer Verwaltungsstruktur in den letzten vier Jahren den nötigen Kooperationsrahmen geschaffen. "Die Einrichtung des baltisch-adriatischen Korridors hat die Kooperation zwischen unseren Ländern auf allen Ebenen vertieft", merkt Waldemar Sługocki, polnischer Staatssekretär für Verkehr, an. Dank dieser intensiven Kooperation ist der baltische-adriatische Korridor seit dem 10. November mit allen nötigen Einrichtungen und Systemen betriebsbereit.
Der Korridor "One-Stop-Shop" ermöglicht es Eisenbahnverkehrsunternehmen und anderen an Schienentransporten interessierten Versendern, die nötige Infrastrukturkapazität an einer zentralen Stelle zu beantragen. Das Angebot besteht aus vorab festgelegten Zugtrassen, die vor oder während der jeweils laufenden Fahrplanperiode bestellt werden können. Zusätzlich haben die Infrastrukturbetreiber und Zuweisungsbehörden gemeinsam daran gearbeitet, die betrieblichen Regelungen auf ihren jeweiligen Netzen zu vereinheitlichen. Moderne IT-Systeme werden eingesetzt, um den Eisenbahnunternehmen jene Informationen zur Verfügung zu stellen, die sie für die Erbringung von hochqualitativen Transportdiensten benötigen. "Mit dem baltisch-adriatischen Korridor verfolgen unsere Ministerien und Infrastrukturbetreiber einen marktorientierten Ansatz, mit dem sie die Entwicklung der adriatischen und baltischen Häfen und der umweltfreundlichsten Verkehrsträger am Festland unterstützen", begrüßt Graziano Delrio, der Verkehrsminister Italiens.
Die ersten Züge, die über den Korridor abgewickelt werden, sollen ab dem Inkrafttreten des Fahrplans 2016 im Dezember 2015 verkehren. Ab der Abfahrt des ersten Güterzuges werden ein kontinuierliches Monitoring, die Berücksichtigung von Kundenrückmeldungen sowie regelmäßige strategische Evaluationen sicherstellen, dass die Qualität der Dienstleistungen des Korridors in Zukunft weiter verbessert wird. Auf diese Weise wird der baltisch-adriatische Korridor - gemeinsam mit allen anderen Güterverkehrskorridoren - die Basis für ein umfassendes europäisches Netzwerk für den Schienengüterverkehr legen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 12.11.15).

RechteckPortugal: Lokomotiven als unerlaubte Beihilfe für CP Carga?
Nachdem 123 der 230 Parlamentsabgeordneten für den Antrag gestimmt hatten, das Regierungsprogramm für die neue Legislaturperiode abzulehnen und Ministerpräsident Pedro Passos Coelho zum Rücktritt gezwungen haben, stellen portugiesische Medien die Frage, wie und ob es mit der eingeleiteten Privatisierung des Güterzugbetreibers CP Carga weitergeht.
Laut eines vertraulichen Memorandums des Privatisierungsprozesses, auf das das Wirtschaftsblatt Económico Zugang hatte, soll die Privatisierung mit der Übertragung von 48 Lokomotiven der CP an CP Cargo verbunden sein. Diese Lokomotiven befinden sich aber zu 100% im Besitz des Staates, was einer Sachkapitalerhöhung für die neue Firma des zukünftigen Besitzers, der Schweizer Gruppe Mediterranean Shipping Company (MSC Rail), entsprechen würde und von der EU als unerlaubte Beihilfe gewertet werden könnte.
Diese Beihilfe könnte neben der EU auch von der zukünftigen parlamentarischen Mehrheit in Portugal dazu benutzt werden, den Privatisierungsvorgang zu beenden oder zurückzustellen. Zudem ist die Privatisierung noch nicht abgeschlossen, da die Zustimmung der Wettbewerbsbehörde aussteht, die ebenfalls ihren Blick auf diese Beihilfe lenken könnte.
Ebenfalls in Schwierigkeiten geraten könnten portugiesischen Medien zufolge die Vergaben der Nahverkehrskonzessionen in Porto und Lissabon (WKZ, Quelle Económico, 12.11.15).

RechteckSchweiz: Finanzchef Reto Baumgartner verlässt die BLS Mitte 2016

Nach reiflicher Überlegung hat sich Reto Baumgartner, Leiter Finanzen, entschieden, die BLS per Ende Juni 2016 zu verlassen und sich beruflich neu zu orientieren. Als Mitglied der Geschäftsleitung gestaltete Reto Baumgartner die strategische und unternehmerische Entwicklung der BLS AG seit Jahren massgeblich mit. Unter seiner Führung wurden das Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm «Gipfelsturm» sowie die Neuorganisation und -ausrichtung des Bereichs Finanzen und Controlling erfolgreich umgesetzt.
Der 49-jährige Baumgartner ist seit 2010 für die BLS tätig und betont, dass ihm der Entscheid nicht leicht gefallen sei. Den gewählten Zeitpunkt für einen Wechsel in der Leitung Finanzen per Ende Juni 2016 erachtet er aber als richtig. «Ich kann eine stabile und leistungsstarke Organisation übergeben und den Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sicherstellen.»
Bernard Guillelmon, CEO der BLS AG, bedauert den Entscheid von Reto Baumgartner sehr. «Ich verstehe aber, dass er sich nach intensiven BLS-Jahren neu orientieren und anderen Herausforderungen stellen will.» Der Suchprozess für den neuen Leiter/die neue Leiterin Finanzen wird umgehend eingeleitet (Pressemeldung BLS, 12.11.15).

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