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LOK Report – News von Donnerstag, 29.09.16

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TOP-Themen
Willkommen beim LOK Report
Großer Verkehrsvertrag in
Baden-Württenberg läuft aus

Absatzlinie
Zuschlag Breisgau S-Bahn
für DB Regio jetzt fest

Absatzlinie
Letzte OHE-Loks unterwegs

Absatzlinie
94 Mrd. Euro für den Geschäftsplan
2017-2026 der FS Italiane

Absatzlinie
Beginn für den Bahnausbau
Marchegger Ast

Absatzlinie
Künftig 120 Speisewagen
und Catering-Zone bei der SBB

Willkommen beim LOK Report

Foto links: WR


LOK Report aktuell

RechteckFrankreich: Regierung will eine Antwort zur Produktion in Belfort geben
Der französische Staatssekretär für Industrie, Christophe Sirugue, hat am Mittwoch (28.09.16) in der Nationalversammlung betont, die Regierung werde "in den kommenden Tagen" eine "konkrete Antwort" für die Zukunft des Alstom-Standorts in Belfort geben. Auf die Frage des Abgeordneten Damien Meslot (Republikaner, erster Wahlkreis Belfort) antworte Sirugue, die Regierung suche nach Lösungen, um die Auslastung des Werks zwischen 2018 und 2020 zu ermöglichen und danach die Produktion erhalten zu können.
Ähnlich hatte der Senator des Départements Belfort, Cédric Perrin, im Senatsfernsehen Public Sénat 360 schon angekündigt, dass die Entscheidung bis Freitag fallen wird. "In den kommenden Tagen werden wir erste Wege für eine Lösung finden, den Standort Belfort zu erhalten", erklärte er (Pressemeldung Public Senat, 29.09.16).

Verkehr, Verkehrspolitik, Industrie

Verkehrspolitik im Bund

RechteckDeutsche Bahn: Name reicht bei der Buchung von Online- und Handy-Tickets
Wer sein Zugticket in der App DB Navigator oder auf bahn.de kauft, muss künftig nicht mehr auswählen, ob er sich bei der Fahrscheinkontrolle mit Kreditkarte, Personalausweis oder BahnCard ausweisen möchte. Ab dem 1. Oktober genügen Vor- und Nachname sowie die Anrede. "Die Deutsche Bahn baut eine Zugangshürde ab. Eine Verwechslung von Zahlungs- und Identifikationskarte ist nicht mehr möglich. Auch die Buchung von Tickets für Dritte wird einfacher", sagt Mathias Hüske, Geschäftsführer Digital Business der DB Vertrieb GmbH.
Auf dem Online- oder Handy-Ticket steht nur noch der Name, es bleibt also personengebunden. Bei der Kontrolle identifizieren sich Kunden nur noch mit einem der akzeptierten amtlichen Lichtbildausweise oder mit der BahnCard (bei Aufforderung zusätzlich mit dem Lichtbildausweis). Das Zugpersonal vergleicht die Angaben auf dem Ticket mit denen auf dem Ausweis. Zu den akzeptierten Dokumenten zählen neben dem deutschen Personalausweis und Reisepass alle europäischen Personalausweise und internationalen Reisepässe, ein elektronischer Aufenthaltstitel und die Bescheinigung über die Meldung Asylsuchender (BüMA). Ein Schülerausweis, Führerschein oder Truppenausweis reicht nicht. Für vor dem 1. Oktober gebuchte Online- und Handy-Tickets benötigen Reisende bei der Fahrkartenkontrolle weiterhin die bei der Buchung angegebene Identifikationskarte (Pressemeldung Deutsche Bahn, 29.09.16).

RechteckEVG: Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt geehrt

Die Gewinner des 16. Wettbewerbs "Bahn-Azubis gegen Hass und Gewalt wurden am Dienstag in Berlin geehrt. Gekürt wurden sieben Projekte der DB Azubis. Insgesamt haben sich über 500 Auszubildende und Mentoren in 69 Projekten mit verschiedensten Ideen in den Kategorien "Kulturelle Vielfalt", "Kollegiales Miteinander" und "soziales Engagement" auseinandergesetzt. Bei zahlreichen Projekten standen in diesem Jahr die Themen Flucht und Migration im Mittelpunkt.
• Der erste Preis geht in diesem Jahr an eine Azubigruppe der DB Regio AG, DB Mobility Logistics AG und DB FuhrparkService GmbH aus Frankfurt/Main. Das Projektteam "Ideenfänger" hat zusammen mit der Medienwerkstatt des Berufsbildungswerks SRH Neckargemünd einen Imagefilm für Menschen mit Handicap in der Arbeitswelt erstellt.
Platz 2 geht an die Azubigruppe "DB 4 Sense" der DB Fernverkehr AG aus Köln. Ihr Projekt "Der Weg ist das Ziel" beschäftigte sich mit den Herausforderungen von und dem Angebot für sehbehinderte Menschen im Bahnverkehr. Die Übergabe des Preises erfolgte durch das EVG Vorstandsmitglied Martin Burkert.
"The Storytellers" haben in ihrem Projekt ein Bilderbuch entwickelt, mit dem sie auf die Flüchtlingssituation aufmerksam machen um Hass und Gewalt entgegen zu wirken. Dafür wurden sie mit dem dritten Platz honoriert.
Die Gruppe "DB - We Open Doors" unterstützten in ihrem Projekt Flüchtlinge bei der Ankunft in Berlin und gewannen damit den vierten Preis. Sie gaben Kindern die Möglichkeit wieder Spaß zu haben und dem Alltagstrist zu entfliehen. Außerdem halfen sie in ihrem Projekt bei der Überwindung von Sprachblockaden und schafften Verständnis für die Situation der Geflüchteten.
Platz 5 ging an die Azubis von "DBFan Tastic". Sie erstellten ein Rapmusik-Video zum Thema Mobbing. Damit wollen die Azubis der DB Services aus Berlin zu den Themen Mobbing und Diskriminierung sensibilisieren.
Den 6. Platz teilen sich die Gruppen "DurchBruch" aus Köln und "We are for humanity" von der DB Station&Service AG aus NRW.
Die EVG gehört zu den Initiatoren des Wettbewerbs und unterstützt die Aktion von Beginn an. Auch in diesem Jahr wurden wieder viele Projekte mit Unterstützung durch unsere Geschäftsstellen und Betriebsgruppen realisiert. Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Azubis und Mentoren für ihr Engagement, ihre tollen Projekte und Ideen im Wettbewerb (Pressemeldung EVG, 29.09.16).

RechteckVDV: 1.000 Stellen für Flüchtlinge - Die Hälfte ist (fast) geschafft

Bei den Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) haben 13 Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak, Afghanistan und Ägypten eine Ausbildung zum Busfahrer begonnen. Foto KVB, Stephan Anemüller.
Im Juni hatten der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und seine Mitgliedsunternehmen beschlossen, bis Jahresende 1.000 Stellen für Flüchtlinge zu schaffen, um damit einen wichtigen Beitrag zur möglichst schnellen Integration dieser Menschen in Deutschland zu leisten. Rund vier Monate später fällt die erste Zwischenbilanz sehr positiv aus: Insgesamt 460 Ausbildungs- und Praktikumsplätze, Hospitationen und auch Festanstellungen haben die Verkehrsunternehmen bis dato eingerichtet, die Hälfte der angepeilten 1.000 Stellen ist damit fast geschafft. "Das ist eine tolle Leistung. Wenn man bedenkt, dass neben mangelnden Sprachkenntnissen auch fehlende schulische und berufliche Vorbildung nach wie besondere Herausforderungen sind, dann kann man dieses Engagement gar nicht genug wertschätzen. Die Branche beweist damit, dass sie ihren Auftrag als Teil der Daseinsvorsorge und soziale Teilhabe in diesem Land weit über den Bereich der Mobilität hinaus begreift. In den kommenden Monaten werden wir nicht nachlassen, um die angestrebte Marke von 1.000 Stellen zu erreichen", so VDV-Präsident Jürgen Fenske.
Noch liegen nicht aus allen VDV-Mitgliedsunternehmen Rückmeldungen vor. Aber rund 50 Prozent der Unternehmen, die sich gemeldet haben, haben inzwischen Stellen bzw. Angebote für Flüchtlinge geschaffen. Diese reichen von Festanstellungen über Ausbildungsplätze bis hin zu Praktika oder Hospitationen. Die mit Abstand meisten Angebote, nämlich rund 250, hat die Deutsche Bahn, das größte VDV-Mitgliedsunternehmen, bis dato eingerichtet. Bei den kommunalen Verkehrsbetrieben gibt es eine Reihe von Unternehmen, die eine zweistellige Anzahl von Angeboten bieten, unter anderem in Berlin, Köln, Bremen, München, Darmstadt und Mainz. "Mich freut darüber hinaus, dass sich auch außerhalb der Großstädte viele kleinere Unternehmen ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung stellen und entsprechende Stellen anbieten. Das Engagement der Branche ist insgesamt sehr groß", stellt Fenske fest.
Der VDV-Präsident betont, dass sich die Verkehrsunternehmen auch aus Eigeninteresse engagieren, denn die Verkehrsbranche habe aufgrund der demografischen Entwicklung in vielen Bereichen Nachwuchssorgen: "Insofern sehen wir unter den Flüchtlingen auch ein enormes Potenzial für uns." Bereits im Jahr 2014 hatte ein unabhängiges Gutachten im Auftrag des VDV einen großen Personalbedarf der Verkehrsunternehmen in den kommenden Jahren festgestellt. Bis zum Jahr 2020 sucht die Branche demnach 30.000 Nachwuchskräfte in allen Bereichen, vor allem aber im Fahrdienst. Bei insgesamt rund 215.000 Beschäftigten im ÖPNV und Eisenbahnverkehr müssen also in wenigen Jahren fast 14 Prozent der Fachkräfte aus Altersgründe ersetzt bzw. neu eingestellt werden (Pressemeldung VDV, 29.09.16).

Industrie

RechteckIVU: SJ nimmt Planung mit IVU.rail auf
SJ, das größte Bahnunternehmen Schwedens, optimiert Lauf- und Dienstpläne ab jetzt mit dem Standardsystem IVU.rail von der Berliner IVU Traffic Technologies AG. Phase 1 der Projektimplementierung wurde innerhalb von nur zwölf Monaten abgeschlossen. IVU.rail wird bei SJ mehrere Einzelsysteme ablösen.
"Nach nur rund einem Jahr von Projektbeginn bis Abnahme hat SJ nun den ersten Teil der integrierten Standardsoftware in Betrieb genommen - dank unseres standardisierten Projektvorgehens auf Basis von IVU.xpress eine Einführung in Rekordzeit", sagt Perry Prust, Mitglied der IVU-Geschäftsleitung. D
ie leistungsfähigen Optimierungskomponenten von IVU.rail werden es SJ erlauben, Fahrzeuge und Personal bestmöglich einzusetzen. Dank eines intelligenten Vorschlags-wesens behalten die Planer stets den Überblick und finden schnell passende und regelkonforme Lösungen.
Zunächst nutzt SJ das System der IVU, um Lauf- und Dienstpläne zu erstellen. Nach Abschluss des zweiten Projektabschnitts im kommenden Jahr kann das Unternehmen darüber hinaus auch Wochenschemen sowie mithilfe der Automatischen Personaldisposition (APD) von IVU.rail Dienstpläne optimieren, um fairere und ausgewogenere Arbeitszeiten zu erhalten.
"Mit IVU.rail haben unsere Planer die Möglichkeit, bessere Pläne in kürzerer Zeit als je zuvor zu erstellen", sagt Jens Wigen, Chef der Planungsabteilung von SJ. "Der hohe Integrationsgrad des Systems wird es uns außerdem ermöglichen, unsere Planungsprozesse in Phase 2 des Projekts weiter zu verschlanken und zu beschleunigen."
SJ ist das das größte Bahnunternehmen Schwedens und sorgt mit rund 5.000 Mitarbeitern für eine sichere, zuverlässige und kundenfreundliche Reise an 160 Bahnhöfen zwischen Kopenhagen und Narvik (Pressemeldung IVU Traffic Technologies AG, 29.09.16).

RechteckKnorr-Bremse: übernahme von Reibmaterialspezialisten ICER Rail

Knorr-Bremse plant, alle Anteile an dem Joint Venture ICER Rail zu erwerben. Damit erweitert Knorr-Bremse seine Position bei Reibmaterialien – einem zentralen und technisch anspruchsvollen Bestandteil von Bremssystemen. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.
ICER Rail wurde 2010 als Gemeinschaftsunternehmen der spanischen Berkelium Gruppe und Knorr-Bremse gegründet und hat sich in der Zwischenzeit zu einem weltweit führenden Hersteller von Reibmaterialien für Schienenfahrzeuge entwickelt. Am Standort Pamplona in Spanien entwickelt und produziert ICER Rail neuartige Reibbeläge für nahezu alle Anwendungen im Schienenverkehr.
"Die komplette Übernahme von ICER Rail war für Knorr-Bremse der logische Folgeschritt in der Weiterentwicklung unserer Belagstrategie im Schienenfahrzeugbereich", so Klaus Deller, Vorsitzender des Vorstands der Knorr-Bremse AG. "Die ganzheitliche Entwicklung von Bremssystemen und deren Reibmaterialien hilft uns, die Bremswirkung weiter zu verbessern, die Lebenszykluskosten zu senken und die Lärmbelastung zu reduzieren. Davon profitieren unsere Kunden und die Umwelt."
Die geplante Übernahme fügt sich nahtlos in die kontinuierliche Wachstumsstrategie von Knorr-Bremse ein. 2008 erwarb Knorr-Bremse den führenden nordamerikanischen Hersteller von Bremsklötzen für Lokomotiven und Güterwagen, Anchor Brake Shoes. 2010 folgte die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens ICER Rail, mit dem Knorr-Bremse sein Angebot um organische Bremsbeläge und Bremsklötze für Fahrzeuge, die dem europäischen UIC-Standard folgen, erweitern konnte. Im Februar 2016 schließlich übernahm Knorr-Bremse die Schienenverkehrsparte des Bremsbelagspezialisten TMD Friction
(Pressemeldung Knorr-Bremse, 29.09.16).

RechteckMesse Frankfurt: Neue Veranstaltung "Hypermotion"
Unser Verkehrssystem steht vor einem radikalen Wandel. Angetrieben durch Digitalisierung und Dekarbonisierung, fallen die Grenzen zwischen Logistik, Mobilität, Infrastruktur, Verkehr und Transport. Es entstehen neue, vernetzte, integrierte und multimodale Systeme und Lösungen. Um diese Veränderungen abzubilden und ihre Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren, plant die Messe Frankfurt eine Fachmesse mit begleitenden Kongressen zu den Themen Digitalisierung, ITS (Intelligente Transport-Systeme) und Intermodalität vom 20. bis 22. November 2017 in Zusammenarbeit mit den großen deutschen Verkehrs- und Mobilitätsverbänden in Frankfurt am Main.
Mit der neuen Veranstaltung im Geschäftsbereich "Mobility & Logistics" schließt die Messe Frankfurt eine Lücke im nationalen und internationalen Messemarkt: Es entsteht die erste eigenständige Plattform für die digitale Transformation im Verkehrsbereich als übergeordnetes Leitthema.
Partner und Unterstützer der Veranstaltung sind das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das Land Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) die Deutsche Gesellschaft für Intelligente Verkehrssysteme (ITS Deutschland), der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (DVWG) und das Deutsche Verkehrsforum (DVF). Das DVF ist bereits langjähriger Partner der ZEIT-Konferenz Logistik & Mobilität (nächster Termin 02.11.2016).
Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt: "Bei der ‚Hypermotion' geht es um den unumkehrbaren Weg der digitalen Transformation von Mobilität, Logistik, Infrastruktur, Transport und Verkehr. Frankfurt ist mit seiner zentralen Lage in Europa und der vorbildlichen Verkehrsinfrastruktur für so eine Veranstaltung genau der richtige Standort. Wir wollen diesem umfassenden und disruptiven Thema, das für Deutschland so wichtig ist, Rechnung tragen und zukunftsorientierten Unternehmen, Start-ups, der Wissenschaft, der Politik und Verwaltung sowie Interessenten aus aller Welt eine Plattform bieten."
Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Deutschland ist heute Vorreiter für die Mobilität 4.0. Wir haben eine umfassende Digitaloffensive gestartet, die auf drei Säulen beruht: Wir schaffen den dynamischsten Glasfaserausbau Europas. Wir stellen uns an die Spitze beim automatisierten und vernetzten Fahren und wir schaffen das beste Ökosystem für Mobility-Startups. Deutschland steht bereits heute bei der Entwicklung intelligenter Transportsysteme (ITS) an der Spitze. Wir wollen diesen Wettbewerbsvorteil weiter ausbauen und Leitmarkt und Leitanbieter für die Mobilität 4.0 werden. Von der ‚Hypermotion' erhoffe ich mir neue Impulse."
Staatssekretär Mathias Samson vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, und Landesentwicklung (HMWEVL) ergänzt: "Nachhaltige Mobilität ist für unser Land ein Megathema. Wir sind sehr froh, dass die Messe Frankfurt hier die Initiative übernommen hat. Die ‚Hypermotion' flankiert unsere Initiativen für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Mobilität auf ideale Weise."
Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV GmbH) und Präsident der DVWG sowie Vizepräsident des VDV sagt: "Die Menschen erwarten zu Recht, dass unser Verkehrssystem pünktlich, sicher und bezahlbar bleibt. Hier leistet die Digitalisierung schon heute einen wertvollen Anteil daran, dass dies so ist. Damit auch die Fahrgäste der Zukunft mit uns zufrieden sind, brauchen wir nationale, innovative Lösungen für ganzheitliche und intelligente Verkehrssysteme schon in den kommenden Jahren."
Dr. Ulrich Nußbaum, Vorsitzender des Präsidiums des Deutschen Verkehrsforums: "Das Verkehrssystem der Zukunft muss vernetzt, integriert, digital, multimodal, sicher und bezahlbar – also tatsächlich intelligent sein. Dann schaffen wir einen substanziellen Beitrag zur Dekarbonisierung der Gesellschaft!"
Hans-Joachim Schade, frisch gekürter Vorsitzender des Vorstands von ITS Deutschland ergänzt: "Wir schaffen mit der ‚Hypermotion' eine innovative Plattform zur Vermarktung für deutsche Ideen und des deutschen Leitmarktes für ITS Technologien der Zukunft - für Logistik & Mobilität 4.0." (Pressemeldung Mobility & Logistics, Messe Frankfurt GmbH, 29.09.16).

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Bahnberufe

Aus den Ländern

RechteckBW: Übergangsverträge stellen den Nahverkehr ab dem 1. Oktober auf neue Füße
Am 30. September 2016 endet in Baden-Württemberg der Große Verkehrsvertrag, der 2003 zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn geschlossen wurde. In diesem Verkehrsvertrag war ein Großteil der Nahverkehrsleistungen in Baden-Württemberg - insgesamt circa 39 Millionen Zugkilometer pro Jahr - gebunden. Diese Leistungen werden, aufgeteilt auf kleinere Netze, im Wettbewerbsverfahren bis 2020 neu vergeben.
Für die Zeit zwischen Auslaufen des Großen Verkehrsvertrags und Betriebsaufnahme in den neuen Netzen regeln ab Oktober so genannte Übergangsverträge die Leistungen im Schienenpersonennahverkehr in Baden-Württemberg. Details dazu haben am 28. September 2016 Gerd Hickmann, Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, und David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Baden-Württemberg, vorgestellt.
Gerd Hickmann, für den Schienenverkehr zuständiger Abteilungsleiter im Verkehrsministerium: "2015 hatte sich DB Regio Baden-Württemberg erfolgreich an den Ausschreibungsverfahren aller 17 Lose der Übergangsverträge beteiligt und für sich entscheiden können. Bereits mit den Übergangsverträgen konnten wir viele Verbesserungen erreichen. So werden etwa viele alte Nahverkehrswagen, die sogenannten Silberlinge, durch moderne Doppelstockwagen ersetzt. Ich bedanke mich bei der Bahn für die konstruktive Zusammenarbeit."Auf vielen Strecken werden künftig über die Doppelstockwagen hinaus moderne Dieseltriebwagen eingesetzt. Dadurch kann beispielsweise die Zahl der im Volksmund "Silberlinge" genannten einstöckigen Reisezugwagen ("n-Wagen") bis zum Frühjahr 2017 nahezu halbiert, bis 2019 auf fast null reduziert werden. "Wir haben es geschafft, aus dem großen Fahrzeugpool der Deutschen Bahn freigewordene moderne Wagen und Lokomotiven nach Baden-Württemberg zu holen. Bevor wir diese Fahrzeuge im Land einsetzen, modernisieren wir bis April 2017 rund 100 Doppelstockwagen und 40 Dieseltriebwagen. Darüber hinaus rüsten wir 23 Doppelstockwagen nachträglich mit Klimaanlagen aus", sagte David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Baden-Württemberg. 
Der Fahrzeugtausch sowie der Umbau sind eine enorme Herausforderung, werden die Fahrzeuge doch teilweise erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 verfügbar. In der Umstellungsphase werden teilweise auch ältere Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
So werden auf der Gäubahn für einen kurzen Übergangszeitraum von Oktober bis Mitte Dezember die Doppelstockwagen abgezogen und gegen lokbespannte Züge mit einstöckigen Nahverkehrswagen getauscht. Danach verkehren wieder die gewohnten Doppelstockwagen, die im Dezember 2017 durch fabrikneue elektrische Triebwagen ersetzt werden. "Die Fahrgäste auf der Gäubahn kommen als erste in den Genuss der nagelneuen Fahrzeuge im Landesdesign, die wir ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 dort fahren werden", so der DB-Regio-Chef. DB Regio Baden-Württemberg hatte 2015 in einem Ausschreibungsverfahren den Betrieb für das Netz 3b (Gäu-Murr) gewonnen und wird ab Fahrplanwechsel 2017/2018 dort mit neuen Fahrzeugen vom Typ "Talent 2" unterwegs sein.
Eine weitere deutliche Verbesserung für die Fahrgäste ist die Einführung der einheitlichen kostenlosen Fahrradmitnahme. Ab dem 30. April 2017 können Fahrgäste außerhalb der Hauptverkehrszeit an Werktagen vor 6 Uhr und ab 9 Uhr sowie an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ganztägig und landesweit je ein Fahrrad kostenlos mitnehmen. Bis dahin werden die Mitnahmekapazitäten für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder deutlich ausgeweitet. Als Fahrräder gelten zweirädrige einsitzige Fahrräder sowie Pedelecs und E-Bikes mit Pedalen. Bei ausreichenden Platzverhältnissen können dann auch Tandems, Fahrradanhänger oder Fahrradsonderkonstruktionen (z. B. Liegeräder, Dreiräder) kostenlos mitgenommen werden. Allerdings haben Fahrgäste mit Rollstühlen oder mit Kinderwagen sowie Fahrgäste ohne Fahrräder weiterhin Vorrang. "Damit beenden wir die Zeit der kleinteiligen und unterschiedlichen Mitnahmeregelungen, die den Fahrgästen nicht zu vermitteln sind, und schaffen eine landesweit einheitliche und transparente Regelung", sagte Gerd Hickmann. 
Eine weitere große Aufgabe bewältigt die Bahn bei der Personalausbildung. Im Vorfeld zur Inbetriebnahme im Oktober 2016 mussten etwa 2.000 Mitarbeiter während des laufenden Betriebes ausgebildet werden. So erhalten nahezu alle Triebfahrzeugführer und Werkstattmitarbeiter Schulungen für die neuen Fahrzeuge.
Um die Fahrgäste über die Änderungen zu informieren, haben das Ministerium für Verkehr und DB Regio Baden-Württemberg eine Broschüre aufgelegt. Sie enthält streckenbezogen aktuelle Informationen zu Fahrzeugeinsatz, Fahrplananpassungen und Zeitplan (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 29.09.16).

RechteckBW: Großer Verkehrsvertrag läuft aus- S21-Quersubventionierung beendet
Zum 30. September läuft nach 13 Jahren Laufzeit der sogenannte ‚Große Verkehrsvertrag’ zwischen dem Land Baden-Württemberg und DB Regio zur Erbringung der Zugleistungen im Nahverkehr auf weiten Strecken in Baden-Württemberg aus.
Ab dem 1. Oktober fahre zwar weiterhin die DB AG in sogenannten Übergangsverträgen auf all diesen Strecken, doch würden auf vielen Verbindungen modernere Züge eingesetzt und gleichzeitig müsse das Land weniger Geld dafür bezahlen, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. „Damit bestätigen sich die Berechnungen des VCD, der für den großen Verkehrsvertrag eine Mehrbelastung für das Land Baden-Württemberg in Höhe von einer Milliarde Euro im Vergleich zu Marktpreisen ermittelt hatte.“
Diese Mehrkosten über die letzten 13 Jahre stellten aus VCD-Sicht eine unzulässige Quersubventionierung des Projektes Stuttgart 21 dar und müssten somit zu den Finanzierungskosten des Landes für Stuttgart 21 hinzuaddiert werden (Pressemeldung VCD, 29.09.16).

RechteckBW: Breisgau S-Bahn 2020 - DB Regio erhält Zuschlag für Ost-West-Achse

Von Dezember 2019 an fahren die Nahverkehrszüge im Netz "Breisgau-Ost-West" (Vergabenetz 9a) an Werktagen umsteigefrei durch. "Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um drei Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erre-chen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig rund acht Euro pro Zugkilometer. Neben dem durchgehenden Halbstundentakt zwischen Breisach, Endingen und Neustadt profitieren die Fahrgäste von zahlreichen weiteren Verbesserungen wie mehr Sitzplätze, größere Mehrzweckbereiche beispielsweise für Fahrräder und Skiausrüstungen, Klimaanlagen oder WLAN in den Fahrzeugen", sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Mittwoch, 28. September 2016 in Stuttgart.
Den Zuschlag für den Betrieb des Vergabenetzes "Breisgau Ost-West" erhält ab Dezember 2019 für 12,5 Jahre und für rund 2,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr DB Regio. Die unterlegenen Bieter haben gegen diese Entscheidung keinen Widerspruch eingelegt.
DB Regio wird neue drei- und vierteilige Elektrotriebwagen der Firma Alstom vom Typ Coradia Continental einsetzen. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign. Um den Lärmschutz an der Strecke voranzutreiben, wurde eine Spurkranzschmierung zwingend vorgegeben. Dadurch wird das Quietschen beim Bremsen oder in engen Kurven deutlich reduziert. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Gesprächen mit Eisenbahnverkehrsunternehmen und Fahrzeugherstellern bezüglich weiterer Optimierungen geführt.
DB Regio hat außerdem ein Zusatzangebot gemacht: Die Züge können mit einer Schienenkopf-Konditionierungsanlage ausgerüstet werden. Hierbei werden neben den Spurkränzen –– auch die Laufflächen besprüht. Das Land wird gemeinsam mit der Region prüfen, ob diese zusätzliche Investition sinnvoll und umsetzbar ist.
Die erfolgreiche Betriebsaufnahme im Dezember 2019 hängt auch von einer rechtzeitigen Fertigstellung der Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Projektes Breisgau S-Bahn 2020 in der 1. Stufe 2018 ab. Hierzu zählt insbesondere die Elektrifizierung der Strecken Breisach – Freiburg, Endingen – Gottenheim und Neustadt – Donaueschingen. Der Zeitplan für die einzelnen Projekte sieht eine Fertigstellung bis spätestens Juni 2019 vor. Die wesentlichen Baumaßnahmen sind in den Jahren 2017 und 2018 vorgesehen. Die Infrastrukturbetreiber DB Netz AG, DB Station und Service AG und die SWEG arbeiten zielstrebig auf eine rechtzeitige Fertigstellung hin.
An der Finanzierung des Verkehrsangebotes ist nicht nur das Land, sondern auch der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) beteiligt. So finanziert der ZRF den Halbstundentakt zwischen Gottenheim und Endingen zu den Nebenverkehrszeiten. Die für das Verkehrsangebot nötigen Infrastrukturmaßnahmen von mehr als 300 Millionen Euro werden vom Bund, vom ZRF, vom Land und vom Schwarzwald-Baar-Kreis finanziert. "Wir setzen darauf, dass die erheblichen Angebotsausweitungen zu deutlich mehr Fahrgästen führen und dadurch der Marktanteil des Öffentlichen Verkehrs im Breisgau weiter steigen wird", so die Sprecherin (Pressemeldung Ministerium für Verkehr, 29.09.16).

RechteckBW: VRS stellt Haushaltsentwurf 2017 vor

"Ich halte es für zwingend, dass wir heute ganz erheblich investieren in unsere Standortqualität, um auch morgen für Menschen wie Unternehmen attraktiv zu sein", hat Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling bei der Vorstellung ihres Haushaltsentwurfs 2017 in der Regionalversammlung gesagt. Sie eröffnete damit die Haushaltsberatungen des Verbands Region Stuttgart. Und der Budgetentwurf mit einem Gesamtvolumen von fast 350 Millionen Euro ist geprägt von Investitionen in Taktverbesserungen bei der S-Bahn, in Mobilitätspunkte, in regionales Verkehrsmanagement, Stuttgart 21, die neuen regionalen Expressbusse oder den Landschaftspark Region Stuttgart.
Doch zunächst zu den Zahlen: Die beiden Umlagen des Verbands Region Stuttgart, die Verkehrsumlage und die Verbandsumlage, werden leicht steigen. Die Verhandlungen mit dem Land über die Höhe der Regionalisierungsmittel für das Jahr 2017 folgende laufen noch. Dabei handelt es sich um Geld für die Finanzierung des S-Bahn-Verkehrs, das das Land der Region aus Bundesmitteln zur Verfügung stellt. Für das Jahr 2016 sei es gelungen, dass das Land die Erhöhung an die Region durchreicht. Die Einigung zwischen Bund und Ländern ergebe für Baden-Württemberg einen weiteren Zuwachs, "von dem auch die Region Stuttgart profitieren muss", so die klare Position von Dr. Nicola Schelling. Einnahmen aus dem VVS-Ticketverkauf schlagen sich als weiterer Posten auf der Habenseite des regionalen Haushalts nieder. Sie belaufen sich im nächsten Jahr auf mehr als 100 Millionen Euro, die ganz überwiegend aus den Busverkehren der Region Stuttgart stammen werden (Verbundstufe II).
Der Verkehrsetat stellt mit gut 313 Millionen Euro den größten Posten im regionalen Gesamtbudget dar. Die Verkehrsumlage, die bei den VVS-Landkreisen und der Stadt Stuttgart erhoben wird, steigt um 4,7 Millionen Euro auf 61,8 Millionen Euro (57,08 Millionen Euro im Jahr 2016). Die Regionalversammlung diskutiert heute über weitere erhebliche Taktverbesserungen bei der S-Bahn. Klar sei, dass die Verkehrsumlage mittelfristig steigen werde, so Dr. Schelling. "Das ist die natürliche Folge unseres Anspruchs, den ÖPNV in der Region Stuttgart kundengerecht fortzuentwickeln". Die Verbandsumlage, die die 179 Städte und Gemeinden der Region aufbringen, erhöht sich um 2,1 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro. Grund dafür sind überwiegend die steigenden Beiträge an die Beteiligungsgesellschaften.
Bezahlbarer Wohnraum und Industrieflächen seien wichtige Standortfaktoren, führte Dr. Schelling weiter aus. Ein umfangreiches Aktionsprogramm für die Mobilisierung von Wohnraum sei von der Regionalversammlung verabschiedet worden. Vorrangiges Ziel sei es zunächst, die von den Gremien befürworteten Wohnflächen zu realisieren. "Der Zuwachs an Wohnraum muss weiterhin mit leistungsfähiger Infrastruktur verknüpft werden", lautet die Prämisse. Für Modellprojekte und Untersuchungen sind im Etat 200.000 Euro vorgesehen.
Bei einem aus Sicht von Dr. Nicola Schelling weiteren wichtigen strategischen Standortfaktor, der "Mobilität von Menschen und Gütern", "besteht Handlungsbedarf". Das ergebe sich aus den Ansprüchen der individuellen Mobilität, aber auch durch den steigenden Bedarf an Logistik. Ein Gutachten, das mögliche Erweiterungen von Schieneninfrastruktur unter die Lupe nimmt, sei in Vorbereitung. "Investitionen in Schieneninfrastruktur sind kostenträchtig, doch wir sind, wie im ÖPNV-Pakt vereinbart, in Gesprächen mit Bahn und Land, um ein gemeinsames Handeln zu prüfen", sagte die Regionaldirektorin. "Verspätungen und Zugausfälle der S-Bahn weiter zu akzeptieren ist indiskutabel", appellierte sie an alle Verantwortlichen.
Der Verband Region Stuttgart investiere deshalb in die Stabilisierung der S-Bahn als Rückgrat des ÖPNV in der Region. Dr. Schelling erinnerte an den Kauf von 10 zusätzlichen S-Bahn-Fahrzeugen mit Gesamtkosten von über 80 Millionen Euro. Sie erwähnte Zugverlängerungen, Taktverbesserungen sowie die Einführung des durchgehenden S-Bahn-Takts in Wochenendnächten. Ermutigt vom Probebetrieb sprach sich
Dr. Nicola Schelling dafür aus, "nach Mitteln und Wegen zu suchen, WLAN regulär in den S-Bahnen anzubieten. Das Angebot gehört zu uns als innovativer Region." Im Haushalt seien 1,2 Millionen Euro aus Strafzahlungen der DB Regio AG vorgesehen, die die Umlage nicht belasten.
Für die S-Bahn-Verlängerung nach Neuhausen ist für 2017 kein zusätzliches Geld vorgesehen, von 2018 bis 2020 seien 22,4 Millionen Euro eingeplant. Ein weiteres Ausbauprojekt beschäftigt die Region, die vom Landkreis Calw geplante Hermann-Hesse-Bahn. Dr. Nicola Schelling bezog sich auf das im letzten Jahr vereinbarte Stufenkonzept, nachdem ein Wechsel auf die S-Bahn grundsätzlich möglich sein soll. Darin war aber auch der Vorrang der S-Bahn versprochen worden. Dr. Schelling wörtlich: "Auf den betrieblichen Vorrang der S-Bahn vor der Hesse-Bahn muss der Verband Region Stuttgart bestehen. Ansonsten würden wir die oben beschriebenen Maßnahmen für die Stabilisierung des S-Bahn-Verkehrs ad absurdum führen.
Mit dem regionalen Expressbus RELEX führt der Verband Region Stuttgart zum Fahrplanwechsel ein ganz neues Produkt ein. Die Vergabe hat die optimistischen Annahmen übertroffen, so dass unterm Strich für die drei Linien ein Zuschussbedarf von maximal 1,5 Millionen Euro bleibt. Hierfür wurde überdies eine Landesförderung beantragt. Gute Nachrichten gibt es auch in Bezug auf die Finanzierung von Stuttgart 21. 2017 wird die letzte Rate für Stuttgart 21 in Höhe von 12,5 Millionen Euro beglichen. Damit hat der Verband Region Stuttgart seinen gedeckelten Finanzierungsbeitrag von insgesamt 100 Millionen Euro geleistet. Besonders erfreulich sei es, dass gut 24 Millionen Euro davon aus früheren Verhandlungserfolgen des Verbands Region Stuttgart aufgebracht wurden, also ohne die Umlage zusätzlich zu belasten.
Ein weiterer Aspekt, um die Mobilität von Menschen und Gütern, zu verbessern sind nach Auffassung von Dr. Schelling Effizienzsteigerungen: "Das komfortable Wechseln von einem zum anderen Verkehrsmittel sorgt für eine effizientere Nutzung der bestehenden Infrastruktur und erhöht die Attraktivität des ÖPNV." Konkret ging sie auf die Mobilitätspunkte ein. An diesen Umsteigepunkten stehen neben Mobilitäts- auch Serviceangebote zur Verfügung. Bis 2020 hat die Region dafür 2 Millionen Euro vorgesehen. Das Investitionsvolumen aller Beteiligten liegt bei 5,3 Millionen Euro. Im Wirtschaftsausschuss wird nächste Woche die nächste Förderentscheidung getroffen. Wichtig seien darüber hinaus Park und Ride, das regionale Straßenverkehrsmanagement und die Errichtung einer Mobilitätsagentur, wie sie im Koalitionsvertrag angelegt sei. Dafür sind nächstes Jahr 100.000 Euro vorgesehen. "Denn wir möchten mit einem guten Vorschlag in das Gespräch mit unseren Partnern gehen", so Dr. Schelling. Als ersten Aufschlag in Richtung autonomes Fahren auf der Schiene bewertet Dr. Schelling ETCS. Sie geht davon aus, dass die Vorteile dieses neuen Signalisierungssystems auf der S-Bahn-Stammstrecke "erheblich sind und kein Weg daran vorbeiführt, die Deutsche Bahn von der Notwendigkeit zur Einführung zu überzeugen."
Die Fraktionen und Gruppen bringen ihre Anträge zum Haushaltsentwurf in die Regionalversammlung am Mittwoch, 26. Oktober ein. In dieser Sitzung findet auch die Aussprache zum Haushalt statt. Danach finden die Beratungen in den Ausschüssen statt: am 9. November im Planungsausschuss, am 16. November im Verkehrsausschuss und abschließend am 23. November im Wirtschaftsausschuss. Die Regionalversammlung soll den Haushalt 2017 des Verbands Region Stuttgart am Mittwoch, 7. Dezember beschließen (Pressemeldung VRS, 29.09.16).

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Museum, Veranstaltungen, Sonderfahrten, Kultur

Rechteck95-Treffen in Sonneberg


Vom 23. - 25.September 2016 fand in Sonneberg aus Anlaß des Abschieds der Baureihe 95 vor 35 Jahren sowie des Jubiläums 130 Jahre Sonneberg - Lauscha ein 95-Treffen in Sonneberg mit Rahmenprogramm statt. Dazu waren 96 0009, 95 0016 und 95 0027 wieder an ihrer alten Wirkungsstätte vereint.
Herzlichen Dank den Veranstaltern unter Federführung der Eisenbahnfreunde Sonneberg und den Sponsoren.
Bild 1 zeigt die Maschinen am 24.09.16 am Morgen in Sonneberg, Bild 2 einen Sonderzug am 25.09. auf den Viadukt in Sonneberg West und Bild 3 einen Sonderzug nahe Effelder (Andreas Tonn, 29.09.16).

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LOK Report 08/16

LOK Report Ausgabe 10/16

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RechteckBöhlen

185 384 mit 62368 Großkorbetha - Böhlen und MEG 114 mit 97940 Espenhain - Böhlen in Böhlen (Torsten Liermann, 29.09.16).

RechteckMRCE und STRABAG in Wunstorf

Besonders auf der Strecke Seelze Rbf - Nordseeküste über Nienburg ist an Werktagen in den Nachmittagsstunden neben dem Reisezugverkehr ein recht starker Güterverkehr in beiden Richtungen zu beobachten. Da fahren trotz der bekannten Schwierigkeiten bei VW etliche VW-Züge mit Wolfsburger Produkten an die Küste.
Da macht sich für DB Schenker bzw Cargo die MRCE zu schaffen. Irgend ein DB-Mensch hat auf die staubige Seienfront der Lok eine DB-Anschrift gemalt. Und die Gleisbaufirma STRABAG kommt mit einem kurzen Gleisbauzug durch. Eine halbe Stunde genügt schon für den Trainspotter, Chip und Statistikliste gut zu füllen. Aufnahmen vom 28. September (WR, 29.09.16).

RechteckNegrelli-Viaduckt


Am 26. September fotografierte ich das Negrelli-Viadukt über die Moldau und die Insel Štvanice. Das Viaduckt ist die älteste Prager Eisenbahnbrücke (erbaut 1846-1850). Ab Frühling 2017 wird sie (wahrscheinlich) renoviert.
Die Fotos zeigen das ehemalige Tanzhaus, nun Theater, aus dem Jahre 1824. die Gaststätte mit Bier vom Benediktiener-Klosterbräu Praha-Břevnov, das Negrelli Viaduct mit dem alten "Pantografen" und das ehemalige Haus der Prager elektrischen Strasenbahn (heute Siedlung Orco Devel) an der Hlávka-Brücke über die Insel Štvanice (Martin Kubík, 29.09.16).

RechteckOHE fährt bald nicht mehr - OHE-Loks aber fahren noch


Die Osthannoversche Eisenbahnen AG, Celle, beendet am Freitag, 30. September, offiziell das Kapitel Güterverkehr. Bis auf zwei Rangierloks im AW Uelzen werden alle anderen OHE-Loks verkauft, vor allem an die HVLE, die auch ab nächsten Dienstag den Regelvekehr auf der früheren Meer-Bahn-Strecke Wunstorf-Bokeloh übernimmt. Sie übernimmt auch die Lok 1500 03, die dann nicht mehr der OHE gehört, aber mit großer Wahrscheinlichkeit einstweilen mit dem alten Emblem fährt.
Für Freitag, wenn drei Fahrtenpaare vorgesehen sind, ist keine besondere Abschiedsfeier geplant. Für die Lokführer, die bisher in Wunstorf Dienst getan haben, ändert sich auch wenig, außer dass sie ihr Gehalt künftig nicht aus Celle sondern auch Berlin erhalten. Die HVLE ist dann auch auf dem Stammnetz der OHE aktiv und wird dort auch sicher die eine andere OHE-Lok in ihren Besitz nehmen.
Bis zum Jahr 2021 soll im Werk Sigmundshall in Bokeloh noch Salz abgebaut werden. Danach ist der Vorrat erschöpft, aber die oberirdische Kieseritfabrik wird weiter betrieben und sorgt weiterhin für Güterverkehr. Die Bilder entstand am Mittwochmittag in Bokeloh und Wunstorf Übergabe (WR, 29.09.16).

RechteckWiederitzsch

Am 16.09.16 wurden 243 005, 143 002 & 52 8154 mit 72534 Plagwitz - Luth.Wittenberg und 101 042 mit IC 2302 München-Berlin in Wiederitzsch fotografiert (Torsten Liermann, 29.09.16).

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Mit der Straßenbahn durch das Berlin der 60er Jahre

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Jeweils 96 Seiten, Format 210 x 240 mm, zahlreiche Fotos (Duoton), gebunden, 22,80 Euro (zzgl. Versand)

Europa

RechteckFrankreich: Alstom gibt Aussetzung der Bewertung durch S&P bekannt
Alstom hat die Ratingagentur S&P Global Ratings (Standard & Poor's) gebeten, alle Ratings der Gruppe zurückzunehmen und die Notierung der Gruppe auszusetzen. Diese Entscheidung mit sofortiger Wirkung wurde in Zusammenhang mit der Stabilisierung der finanziellen Lage des Konzerns und der hohen Liquidität, um ihre Verwaltungskosten zu senken, begründet.
Alstom bleibt weiterhin von Moody's (Baa2) bewertet (Pressemeldung Alstom, 29.09.16).

RechteckItalien: EIB-Darlehen für die Elektrifizierung der Vinschger Bahn
Um die Belastung des Landeshaushalts durch den 66,5 Millionen Euro kostende Elektrifizierung der Vinschger Bahn auszugleichen, hat die Landesregierung beschlossen, ein Darlehen von 26 Millionen Euro bei der Europäischen Investitionsbank aufnehmen. Die Laufzeit für das Darlehen beträgt zehn Jahre. Pro Jahr müssen 2,74 Millionen Euro zurückgezahlt werden.
Mit dem Beschluss der Landesregierung werden zur bisherigen Finanzierung außerdem weitere 22,5 Millionen Euro für die Jahre 2019 und 2020 über die Landesabteilung Mobilität für die Elektrifizierung der Vinschger Bahn zweckgebunden. "Damit sind die gesamten Gelder für die Elektrifizierung bereitgestellt", sagt Mobilitätslandesrat Florian Mussner. Deutlich mehr Kapazität, Halbstundentakt und Direktzüge bis Bozen sind die wichtigsten Ziele, die laut Mussner mit der Elektrifizierung der Vinschger Bahnlinie Meran-Mals erreicht werden sollen. "Mit der Elektrifizierung ergeben sich ganz neue Perspektiven, um Mobilität weiter auf die Schiene zu verlagern", betont Mussner.
Inzwischen laufen die Planungen und ersten Arbeiten für die Elektrifizierung auf Hochtouren. Die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) nimmt schrittweise die wichtigsten Arbeiten vor. Für den Einsatz der sechsteiligen Flirt-Züge müssen alle  Bahnsteige längs der Linie in den nächsten zwei Jahren verlängert und an einigen Bahnhöfen Unterführungen errichtet werden. Mitte Oktober beginnen die Arbeiten mit der Verlängerung der Bahnsteige in Schlanders, Laas und Spondinig (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 29.09.16).

RechteckItalien: 94 Mrd. Euro für den Geschäftsplan 2017-2026 FS

94 Mrd. Euro für Investitionen und eine Verdoppelung des Umsatzes in zehn Jahren: Der Geschäftsführer der italienischen Staatsbahn FS Italiane, Renato Mazzoncini, hat am 28.09.16 zusammen mit der FS-Präsidentin Gioia Ghezzi, dem Premierminister Matteo Renzi und dem Minister für Infrastruktur und Verkehr, Graziano Delrio, den Geschäftsplan 2017-2026 vorgestellt.
Der Geschäftsplan 2017-2026 FS umfasst fünf strategische Säulen:
• integrierte Mobilität unter Einbeziehung aller Beteiligten;
• integrierte Logistik, mit einer radikalen Neuordnung des Gütersektors; 
• Integration der Eisenbahninfrastruktur mit der Straße; 
• internationale Entwicklung und
• Digitalisierung als Wegbereiter des gesamten Plans. 
Der neue strategischen Plan sieht Investitionen von 94 Mrd. Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren vor. Der verlängerte Zeithorizont soll Planungen für große Infrastruktur-projekte erlauben, insbesondere die radikale Umwandlung der italienischen Eisenbahnen zu einem integrierten und globalen Unternehmen der Mobilität. 
Die Investitionen teilen von 94 Mrd. Euro sich auf in 73 Mrd. Euro für die Infrastruktur, 14 Mrd. für das rollende Material und 7 Mrd. für die technologische Entwicklung. Über die Hälfte der Mittel (knapp 58 Mrd) sind derzeit schon festgelegt, darunter 23 Mrd. eigenfinanziert und 35 Mrd. in Programmverträge eingebettet.
Der Geschäftsplan sieht außerdem ein Umsatzwachstum von 9 Mrd. Euro Ende 2016 auf 17,6 Mrd. im Jahr 2026 vor. Das  EBITDA soll in den 10 Jahren von 2,3 auf 4,6 Mrd. Euro steigen. Mehr als 70% des erwarteten Wachstums wird in Verbindung mit Aufgaben erwartet, die außerhalb des aktuellen Bereichs im Bahntransport durch die Verknüpfung mit den fünf strategischen Säulen entstehen, während das Risikoprofil der Geschäft während des gesamten Zeitraums als weitgehend unverändert angesehen wird. Die Zahl der Mitarbeiter wird von heute 69.000 auf 100.000 steigen.
Das vorliegende Szenario umfasst einen Mobilitätsmarkt, in dem 80% der Menschen mit privaten Fahrzeugen, 15% mit Shared Services und öffentlichem Verkehr und nur 5,2% mit Bahnleistungen unterwegs sind. Für die Verlagerung des Verkehrs auf öffentliche Transportlösungen wird der öffentliche Straßenverkehr eine Schlüsselrolle spielen und die FS Italiane dort ihren Marktanteil von 6% im Jahr 2015 auf 25% im Jahr 2026 steigern. Hauptziele sind der ÖPNV-Markt, die Teilnahme an Wettbewerben und, soweit möglich, der Erwerb strategischer Betreiber.
Im Fernverkehr sind 34 der 50 ETR 1000 in Betrieb und werden langfristig ETR 500 und ETR 480 auf andere Linien umsetzen, um auch dort zu einer Erhöhung der Qualität zu führen. Im Regionalverkehr wurden die Rahmenverträge zur Lieferung von 450 neuen Regionalzügen (300 mit hoher Kapazität, 150 mit mittlerer Kapazität 150) sowie 50 Dieselzügen unterschrieben.
Auch Busitalia erreichte ein Plus von 450% in den Einnahmen (68 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 330 Mio. im Jahr 2015) und erwartet die Ankunft von 3.000 neuen Bussen.
Die Investitionen in die Eisenbahn-Infrastruktur (62 Mrd. Euro, darunter 33 Mrd. für das konventionelle Netz, 24 Mrd. für AV/AC-Netz und TEN-V-Korridore und 5 Mrd. für neue Technologien einer robusten Infrastruktur) umfassen die Projekte Terzo Valico, Brenner-Basistunnel und Turin - Lyon zum Anschluss an die europäischen Regionen sowie inneritalienisch den Ausbau Mailand - Venedig, Napoli - Bari und Palermo - Catania - Messina.
Der Bereich Infrastruktur umfasst auch den Austausch von nützlichen Ideen und Synergien durch die Übernahme der Straßenverwaltung ANAS. Dies schließt eine gemeinsame Vision von Investitionen in die Straßen- und Schieneninfrastruktur und die Rationalisierung der Kosten mit Einsparungen von 400 Mio. Euro mit ein. Die geplanten Investitionen für ANAS betragen 15,5 Mrd. Euro, die mit den 62 Mio. für das Schienennetz kombiniert 78 Mrd. für die gesamte Infrastruktur ergeben. Die ANAS hatte im Juni 2016 fusionsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.
Während die internationalen Aktivitäten heute etwa 13% des Gesamtumsatzes ausmachen, werden für das Jahr 2026 etwa 23% erwartet: eine Verdoppelung des internationalen Anteils bei gleichzeitiger Verdoppelung des Gesamtumsatzes auf 4,2 Mrd. Euro. Die Schwerpunkte für die internationale Expansion sind der Nahe Osten (Iran, Saudi-Arabien, Oman), Indien und Südostasien (Malaysia, Thailand, Singapur, Vietnam), Nord- und Südamerika (Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Peru, USA und Kanada) und Afrika (Elfenbeinküste, Kongo und Südafrika).
Der zweite Schritt zielt international darauf ab, attraktive europäischen Verbindungen zu betreiben: Paris - Brüssel, Paris - Bordeaux, Hamburg - Köln, Mailand - Zürich - Frankfurt (ab Ende 2017), Athen - Thessaloniki (durch den Erwerb von TRAINOSE) und London - Edinburgh.
Der Transport von Gütern wird eine strategische Rolle bei der Nutzung der Infrastruktur haben: Die geplanten Investitionen betragen 1,5 Mrd. Euro (davon 1,1 Mrd. für Schienen-fahrzeuge, 300 Mio. für Terminals und Logistik und 100 Mio. für IT), der Umsatz soll von 1 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 2,1 Mrd. im Jahr 2066 steigen. Mit der Schaffung von Mercitalia als einzigem Pol der Logistik wird das Frachtgeschäft umgebaut und die Rationalisierung der verschiedenen Frachtunternehmen innerhalb der Gruppe die Effizienz steigern. Mercitalia wird mit den drei Unternehmen Mercitalia Rail, Mercitalia Logistic und Mercitalia Terminal rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigen (WKZ, GK, 29.09.16).

RechteckÖsterreich: Beginn für den Bahnausbau Marchegger Ast
Auf den heutigen Auftakt für den Bahnausbau des Marchegger Astes der Bahn zwischen Wien und Bratislava haben unzählige PendlerInnen viele Jahre lang gewartet. "Seit der Ostöffnung mussten 27 Jahre vergehen, weil für die Tunnelbaulobby und bestimmte Landeskaiser viele andere teure Projekte von der Koralmbahn abwärts wichtiger waren. Für den Marchegger Ast war lange kein Platz im Rahmenplan. Das ist kein verkehrspolitisches Ruhmesblatt", stellt Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen, zum heutigen Festzeltevent in Wien-Donaustadt mit Landes-, Bundes- und EU-Prominenz fest.
"Besser spät als nie" ist heute wie bei der geplanten Ausbau-Fertigstellung 2023 das Motto. Willi: "Völlig unverständlich ist aber, dass Verkehrsminister Leichtfried den parallel zu diesem Bahnausbau geplanten Bau von zig Kilometern Autobahn nicht absagt". Weder die Marchfeldschnellstraße S8, noch ein S1-Autobahnanschluss für das angebliche ökologische Musterprojekt Seestadt, noch der milliardenteure Lobautunnel sind notwendig. Schon gar nicht sind sie umweltverträglich und damit rechtskonform durchsetzbar, wie zahllose teilweise schon jahrelang ungelöste Fragen in den Behördenverfahren beweisen.
"Ich begrüße daher die im Wiener Koalitionsübereinkommen mit der SPÖ von den Wiener Grünen durchgesetzte Prüfung von Alternativen, insbesondere zum Lobau-Milliardengrab. Wenn es Leichtfried mit seinen erfreulichen verkehrs- und klimapolitischen Grundsatzaussagen ernst ist, muss er bei diesen milliardenteuren Autobahnbauten in direkter Konkurrenz zum Bahnausbau - um immerhin ebenfalls eine halbe Milliarde Euro - umgehend die Notbremse ziehen. Wozu sollen die PendlerInnen weiter auf die unfallträchtige Straße gelockt werden, wenn endlich eine zeitgemäße, staufreie und sichere Bahnstrecke bereitstehen wird? Der Zug der Verkehrspolitik muss endlich die Weiche in eine klimaschonende Zukunft nehmen, denn wenn weiterhin eine Schiene Richtung Bahn und eine Richtung Autobahn führt, wird dieser Zug entgleisen", unterstreicht Willi (Pressemeldung Grüner Klub im Parlament, 29.09.16).

RechteckÖsterreich: Zug verliert Tür - vida-Hebenstreit fordert Einschreiten der Behörden
Die Medienberichte über den - glücklicherweise glimpflich ausgegangenen - Vorfall auf der Westbahnstrecke am vergangenen Wochenende zeigen einmal mehr, dass es einer Revision der bestehenden Wagenuntersuchungskonzepte bedarf, erklärt der Vorsitzende des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit. "Der Vorfall gehört so rasch wie möglich lückenlos aufgeklärt", fordert der Gewerkschafter. "Die Behörden haben umgehend von Amts wegen einzuschreiten und bei den Verantwortlichen die Zuverlässigkeit zu prüfen. Es darf nicht tatenlos zugesehen werden, wenn Fahrgäste und Personal gefährdet werden."
Kritik übt Hebenstreit auch an den beschwichtigenden Aussagen zur Häufung derartiger Vorfälle: "Die gesetzlichen Vorgaben sind eindeutig - die Meldeverordnung regelt klar, welche Vorfälle die Eisenbahnverkehrsunternehmen zu melden haben. Wenn eine Zunahme von mehr als 27 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum rein mit einer 'erhöhten Meldekultur' erklärt wird, muss man sich sehr genau anschauen, warum dieser gesetzlichen Verpflichtung bisher nicht ausreichend nachgekommen wurde. Alleine schon daraus ergibt sich ein Handlungsauftrag für die Behörde", so Hebenstreit.
Durch die fortschreitende Eisenbahnliberalisierung und den zunehmenden grenzüber-schreitenden Verkehr werde es immer schwieriger nachzuvollziehen, in welchem Zustand das Rollmaterial ist, das auf Österreichs Schienenwegen unterwegs ist. "Als im konkreten Fall auf der Westbahnstrecke verantwortliches Eisenbahnverkehrsunternehmen darf die ÖBB Personenverkehr AG dieses Risiko nicht eingehen und muss entsprechende Vorkehrungen treffen", sagt Hebenstreit.
"Im Sinne der Bahnsicherheit sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass technische Überprüfungen europaweit überall dasselbe Niveau haben. Leider sind wir davon noch meilenweit entfernt", erklärt Hebenstreit. Einheitliche, modulare Ausbildungen im europäischen Eisenbahnwesen seien daher dringend von Nöten, wie es etwa auch in der Luftfahrt gängige Praxis sei, fordert der Gewerkschafter.
"Auch wenn es hierzulande in einigen Punkten sicher noch Luft nach oben gibt, zählt Österreich zweifellos zu den europäischen Vorreitern in Sachen Bahnsicherheit", erklärt der vida-Gewerkschafter. Ein positives Beispiel sei die 2013 in Kraft getretene Eisenbahn-Eignungs- und Prüfungsverordnung (EisbEPV). "Wir haben in Österreich sehr strenge Gesetze in diesem Bereich – die Eisenbahnunternehmen müssen sich nur noch daran halten", so Hebenstreit abschließend (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 29.09.16).

RechteckSchweiz: Künftig 120 Speisewagen und 1.-Klass-Catering-Zone
Die SBB konkretisiert die Anfang 2016 angekündigte Neuausrichtung der Bahngastronomie. Die Speisewagenflotte der SBB wird in den nächsten Jahren modernisiert und weiter ausgebaut: Im 1.-Klass-Wagen nach dem Speisewagen wird eine Cateringzone mit Service am Platz eingeführt und das Take-Away-Angebot wird erweitert. Ab 2021 werden über 120 SBB Speisewagen im Einsatz sein und über ein Catering-Angebot mit hoher Verlässlichkeit und Qualität verfügen. Die Zusammenarbeit mit Starbucks wird weiter entwickelt und mit zusätzlichen Partnern ergänzt.
In den vergangenen Jahren haben sich die Kundenbedürfnisse und Essgewohnheiten unterwegs laufend verändert. Das schnell wachsende Verpflegungsangebot an Bahnhöfen führt zu sinkendem Umsätzen beim Bahncatering, insbesondere bei der Minibar. Deshalb hat die SBB Anfang 2016 eine Neuausrichtung beschlossen. Auch nach dieser wird die Bahngastronomie keinen Gewinn generieren; aber der Verlust wird mit einem einstelligen Millionen-Betrag deutlich tiefer ausfallen als heute. Die SBB ist bereit, den Kunden diesen Service trotz Verlust anzubieten.
Inzwischen hat die SBB die Neuausrichtung konkretisiert; die Details wurden heute in Zürich den Medien vorgestellt. Das Konzept basiert auf dem Service-Versprechen, in allen Intercity- und Eurocity-Zügen der SBB ein zuverlässiges Catering-Angebot anzubieten. Zudem wird das Take-Away-Angebot ausgebaut sowie der Service am Platz im ersten 1.-Klass-Wagen nach dem Restaurant (Cateringzone) eingeführt.
Bei der Umsetzung des neuen Konzeptes setzt die SBB auf die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Qualitätspartnern. Ausgewählt wurden Marken, welche bei den Kunden in der Schweiz für hohe Qualität stehen und geschätzt werden. Auch die Zusammenarbeit mit Starbucks wird in veränderter Form weitergeführt: In Zukunft werden nur noch Heissgetränke von Starbucks ausgeschenkt, diese sind bei den Kunden besonders begehrt. Für das Biersortiment wurden beliebte Marken wie Ittinger und Calanda ins Sortiment aufgenommen und für den Wein fiel die Wahl auf den Partner Mövenpick. Für die Zukunft wird die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern geprüft. Darüber hinaus wurde auch die Speisekarte für den Speisewagen und das Take-Away vollständig überarbeitet.
Das neue Konzept wird ab 30. September 2016 auf einem ersten Speisewagen umgesetzt. Der zweite folgt etwa eine Woche später. Die beiden bestehenden Starbucks-Speisewagen sind entsprechend angepasst worden, ein dritter wurde extra umgebaut und dient als Ersatz. Diese Wagen verkehren wie bisher auf der Ost-West-Achse. Ziel ist es, nach der Lancierung möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Dazu werden die Kunden aktiv mit einbezogen. So können Angebot und Prozesse zukünftig noch gezielter auf deren Bedürfnisse ausgerichtet werden. Für den Service in der Cateringzone testet die SBB in den beiden Wagen eine spezielle Bestell-App.
Ab Dezember 2017 erfolgt Schritt für Schritt die Einführung des neuen Catering-Konzeptes auf der gesamten Speisewagen-Flotte der SBB. Diese wird mit der Beschaffung der neuen Züge – dem Fernverkehrs-Doppelstockzug und dem Giruno – von heute rund 90 Speisewagen auf über 120 im Jahr 2021 ansteigen. Die SBB konzentriert sich künftig auf die Gastronomie in den Speisewagen und in der Cateringzone: Sie steigt deshalb ab Ende 2017 schrittweise aus dem Minibargeschäft aus (Pressemeldung SBB, 29.09.16).

RechteckSchweiz: SEV fordert faire Chance für alle Railbar-Stewards
Bei Elvetino wird CEO Wolfgang Winter per 1. Oktober neu auch Leiter Verkauf Schweiz. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV nimmt diese Anpassung positiv zur Kenntnis und fordert von Elvetino, dass sie bei der Umsetzung des neuen Catering- konzeptes allen 200 Railbar-Stewards eine faire Chance auf Weiterbeschäftigung bietet.
Der SEV erwartet, dass die Mitarbeitenden unter der neuen Verkaufsleitung wieder vermehrt über Motivation, Schulung und Coaching geführt werden sollen statt nur mit Kontrollen und disziplinarischen Massnahmen. Dass die Fehler- und Angstkultur abgeschafft werden soll, begrüsst der SEV sehr. Er hat diese Art der Führung seit Jahren kritisiert und anhand von Beispielen auch aufgezeigt, dass sie nicht zielführend ist.
Was sodann das neue Bordgastronomie-Konzept betrifft, das Elvetino in diesem Monat offiziell umzusetzen beginnt, erwartet der SEV von der 100-prozentigen SBB-Tochter, dass sie wie versprochen ihre soziale Verantwortung gegenüber ihrem Personal wahrnimmt.
Das Konzept sieht bekanntlich vor, dass bis Ende 2017 alle Railbars aus den Zügen verschwinden sollen, indem sie durch mehr Speisewagen mit Selbstbedienungszonen sowie durch Bedienung am Platz in Teilen der ersten Klasse ersetzt werden. Damit verlieren die zurzeit rund 200 Railbar-Stewards ihre Stelle, doch hat Elvetino garantiert, ihnen allen eine alternative Stelle anzubieten.
«Wir erwarten von Elvetino, dass sie alle Betroffenen unter Berücksichtigung deren individuellen Bedürfnisse an ihre neue Aufgabe heranführt», betont SEV-Gewerkschaftssekretärin Regula Bieri. «Alle müssen eine faire Chance erhalten, die verlangten Verkäuferfähigkeiten und Sprachkenntnisse zu erwerben.» Somit hofft der SEV, dass sich mit dem neuen Konzept und der neuen Führung eine positive Zukunft für die Bahngastronomie ergibt und damit sichere Arbeitsplätze.
Nach wie vor bedauert der SEV aber das Verschwinden der Railbars aus den Zügen, da er nicht überzeugt ist, dass das neue Konzept der Kundschaft in der 2. Klasse einen ebenbürtigen Service bringt, insbesondere auf langen Strecken. Klar ist für den SEV, dass ein Bordgastronomieservice zum Kundenservice der Bahn gehört und dass dieser kaum selbsttragend sein kann und muss (Pressemeldung SEV, 29.09.16).

RechteckTschechien: Lokalbahn Liberec - Jablonec - Tanvald - Korenov




Zwischen 1888 und 1902 wurde die stark industrialisierte Region rund um die böhmischen Städte Reichenberg/Liberec und Gablonz/Jablonec mittels einer normalspurigen Lokalbahn erschlossen, welche ab Tannwald/Tanvald auf rund 7 km sogar einen Höhenunterschied von 235m überwinden mußte, wozu die Strecke als Zahnradbahn nach dem System Abt ausgeführt wurde. Neben dieser Besonderheit – eine der wenigen, normalspurigen Zahnradbahnen der k u k Monarchie zu sein, gab es eine weitere Besonderheit. Der Endbahnhof Grünthal/Korenov wurde zum Grenzbahnhof mit dem damaligen Preussen und dessen Staatsbahn. Wohl auch auf Grund dieser Internationalität wurde der Betrieb der Lokalbahn ab 1902 von den k.k.Österreichischen Staatsbahnen geführt – diese führten die Zahnradlokomotiven für die Teilstrecke Tannwald/Tanvald – Grünthal/Kortenov als Baureihe 169.
Nach dem 1. Weltkrieg geriet die Region am Fuße des Riesengebirges in die Turbulenzen des 20.Jahrhunderts. Von 1919 bis 1939 Teil der Tschechoslovakei, wurde diese Region vom Deutschen Reich okkupiert und die Bahnstrecke gelangte in die Verantwortung der Reichsbahndirektion Dresden. Nach 1945 wurde der alte Besitzstand wieder hergestellt, jedoch wurde 1958 die Strecke über Grünthal/Korenov hinaus bis ins ehemalige preußische Strickerhäuser von der CSD übernommen, da es zu Gebietsabtäuschen mit Polen gekommen war. Der grenzüberschreitende Verkehr wurde jedoch eingestellt und die seinerzeitige Grenze Österreich – Preußen war nunmehr zur Grenze der „sozialistischen Bruderstaaten“ CSR und Polen geworden.
Ab 1961 wurde die Strecke modernisiert und der Personenverkehr auf dem Zahnstangenabschnitt mit 58%o Steigung von Reibungstriebwagen mit Magnetschienenbremsen übernommen. Für den Güterverkehr beschaffte die CSD in Österreich bei SGP vier Zahnradlokomotiven – typengleiche Lokomotiven wurden auch nach Ungarn und an die ÖBB geliefert. 1997 schien das Ende der Bergstrecke von Tannwald bis Strickerhäuser gekommen, die CD stellte den Betrieb – angeblich mangels Bedarf - ein. Nachdem aber ein privates Unternehmen den Betrieb wieder aufgenommen hatte, wurde es der Staatsbahn auch wieder recht und seit 2013 wird zwischen Reichenberg/Liberec und Tannwald/Tanvald ein 30 Minuten Takt angeboten – über die Zahnradstrecke bis Grünthal/Korenov immerhin noch ein Stundentakt. Seit 2010 gibt es sogar wieder einen grenzüberschreitenden Verkehr zu den polnischen Nachbarn.
Ein Verein“ Eisenbahngesellschaft Tannwald“ hält die Geschichte dieser interessanten k.k. Lokalbahn bis heute hoch. Neben der Erhaltung von historischen Fahrzeugen - zum Großteil betriebsfähig - vor allem der Zahnradbahn, wurde das Heizhaus im ehemaligen Grenzbahnhof Grünthal/Korenov 2015 wieder aufgebaut und ein sehenswertes Museum im dortigen Bahnhof eingerichtet. Fazit: Das historische interessante Grenzgebiet an der Neiße mit österreichisch – preußischen Wurzeln, heute im Herzen der EU gelegen ist allemal eine „Eisenbahn“ Reise wert (Gunter Mackinger, 29.09.16).

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