InnoTrans 2006

RechteckPressemitteilungen der Brunel GmbH, Bremen zur InnoTrans 2006

Das weltweit erste technisch ausgereifte Hybrid-Antriebssystem für den Betrieb von Stadtbahnen wurde für den Siemens-Stadtbahnzug „Combino-Duo“ von Brunel IMG GmbH entwickelt.


Hybridantrieb für Straßenbahnen

Wer in der Umgebung der thüringischen Stadt Nordhausen einer elektrischen Straßenbahn begegnet, die ohne Energie aus einem Fahrdraht ihres Weges fährt, braucht nicht gleich seine Sehfähigkeit anzweifeln. Denn was man hier zu sehen bekommt, ist das weltweit erste technisch ausgereifte Hybrid-Antriebssystem für den Betrieb von Stadtbahnen, das von der Firma Brunel IMG GmbH zum Einbau in den von Siemens gebauten Stadtbahnzug „Combino-Duo“ entwickelt wurde.

Die Forderung nach neuen, effektiveren und umweltschonenden Antriebskonzepten, welche herkömmliche Verbrennungsmotoren und elektrische Maschinen miteinander kombinieren und deren Vorteile in einem System vereinen, wird mit einem sogenannten Hybridantriebssystem erfüllt.

Dabei besteht der von Brunel IMG entwickelte und auch zur InnoTrans 2006 präsentierte Hybridantrieb grundsätzlich aus den Komponenten, die für den jeweiligen praktischen Anforderungsfall notwendig sind. „Im speziellen Fall der Hybrid-Stadtbahn ‚Combino Duo’“, erläutert Sven Gebhardt, Leiter des Fachbereiches Power Systems der Brunel IMG, „sind die wichtigsten Systemkomponenten ein schnelllaufender Verbrennungsmotor aus dem PKW-Bereich, ein klein bauender permanent erregter Generator, eine hoch- und tiefsetzstellende Leistungselektronik kompakter Bauform, die Traktionsmotoren sowie ein Flüssigkeitskühlsystem für Verbrennungsmotor, Generator und Leistungs¬elektronik.“
Neben der Entwicklung und Konstruktion von Antriebssystemen für Fahrzeuge des ÖPNV ist Brunel IMG in der Lage, Hybrid-Systeme je nach Marktanforderung und Branche für unterschiedliche Fahrzeugkategorien in verschiedenen Leistungsabstufungen im Leistungsbereich bis 400 kW und bei Spezialanforderungen auch darüber hinaus zu konzipieren.

Neuentwicklung der Stellebenensyteme des Stellwerks Mannheim-Rheinau

Nach erfolgreicher Sicherheitserprobung ging das Stellwerk Mannheim-Rheinau kürzlich in Betrieb. In 30 Monaten Entwicklung, Implementierung und Test der Anlage konnte das 25-köpfige Projektteam aus dem Kompetenz-Center Brunel Communications seine Fachkompetenz unter Beweis stellen.

Die von Bombardier Transportation formulierte Aufgabe einer vollständigen Neuentwicklung der Systeme der Stellebene wurde umfassend erfüllt.
Im Detail bedeutete dies, das Design eines Achszählsystems (AOC)
und eines neuen, auf ISDN basierenden Übertragungssystems (TOC) zur Anbindung von abgesetzten Elementen an das Stellwerk sowie die Entwicklung der zentralen Kommunikationseinheit (DCT) als Schnittstelle zwischen Stellwerkssteuerung und allen Elementen der Stellebene auszuführen.
Beim Achszählsystem galt es, die komplette Gleisabschnittsüberwachung mit der notwendigen Gleisfreimeldung zu realisieren.
Der DCT (Decentral-Communication-Transcoder) arbeitet als Telegrammumsetzer, d. h. die Information der Steuerung (HDLC-Telegramme) wird auf die spezifischen Object-Controller (CAN-Telegramme) umgesetzt und verteilt.
Für vom Stellwerk abgesetzte Elemente – Signale und Weichen – war eine direkte Anbindung nicht ohne weiteres möglich. Hier kam ein Transmission-Object-Controller (TOC) zum Einsatz. Mittels zwei TOC’s wurden die abgesetzten Elemente an das Stellwerk angebunden.
Inhalt aller Aufgaben war das gesamte Hard-/Softwaredesign sowie die Verifikation der Systeme. Komplettiert wurde die Arbeit durch das professionelle Projekt- und Konfigurationsmanagement.
Die für die Zulassung notwendigen Untersuchungen, wie Fehlermöglichkeiten- und Einflussanalysen (FMEA), Zuverlässigkeitsberechungen (MTBF) und Sicherheitsnachweise wurden ebenfalls von Brunel Communications erstellt.

Zur InnoTrans 2006 wird sich Brunel Communications zusammen mit den Bereichen Brunel Railmotive und Brunel IMG in der Halle 03.2/201 präsentieren. Der gemeinsame Auftritt dieser Unternehmensteile von Brunel soll den Systemcharakter und das enge Zusammenwirken aller Kompetenz-Center und Niederlassungen unterstreichen.

Brunel Railmotive europaweit akkreditiert

Brunel Railmotive wurde vor wenigen Monaten als unabhängige Prüfstelle für Schienenfahrzeuge europaweit akkreditiert. Die Prüfstellen in Görlitz und Delitzsch arbeiten jetzt auf Basis der DIN EN ISO/IEC 17025 und testen Schienenfahrzeuge für ganz Europa.
Die Anerkennung des Deutschen Akkreditierungsrates bezieht sich auf den Bereich Zulassung und Versuche des Kompetenz-Centers Brunel Railmotive. Neben der Wertung der hohen Qualität der Prüfverfahren sichert die Akkreditierung nun auch die europaweite Akzeptanz der Prüfleistungen. Die erforderliche Anerkennung für Prüfungen nach den EU-Richtlinien zur Interoperabilität und den TSI durch die EisenbahnCERT als benannte Stelle in Deutschland wird bis Ende September erfolgen.

Die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie 2001/16/EG zur „Interoperatiblität im Güterverkehr“ wird für Anfang 2007 erwartet. Bereits in Kraft ist die europäische Zulassung für den Hochgeschwindigkeitsverkehr von Schienenfahrzeugen auf der Grundlage des einheitlichen Regelkataloges TSI (Technical Specifications for Interoperability).
„Unser Ziel ist es, dass unsere Prüfungen für Zulassungen in ganz Europa und später auch weltweit verwendet werden können. Damit erschließen sich neue Märkte im In- und Ausland für Kunden, die ihre Fahrzeuge europaweit zulassen wollen, erläutert Dr.-Ing. Klaus Hempelmann, Leiter des Bereiches „Zulassung und Versuche“ bei Brunel Railmotive. Diesem Ziel dient auch der erst vor wenigen Wochen bei Brunel Railmotive geschaffene Bereich „Engineering“, der Konstruktionsleistungen speziell für den Schienenfahrzeugbau anbietet.
Das Transitland Deutschland bescherte Brunel Railmotive bisher u. a. Kunden aus Tschechien, Polen, Spanien, der Schweiz, Schweden und den Niederlanden. Mit Unternehmen aus Indien und Südkorea konnten 2006 auch erste Kunden in Fernost gewonnen werden. In 2005 realisierte dieser Brunel-Bereich bereits etwa 25% seines Umsatzes im europäischen Ausland.

Zur InnoTrans 2006 wird sich Brunel Railmotive zusammen mit den Unternehmensteilen Brunel Communications und Brunel IMG in der Halle 03.2, Stand 201 präsentieren. Die gemeinsame Präsentation dieser Bereiche von Brunel unterstreicht den Systemcharakter und das enge Zusammenwirken aller Kompetenz-Center und Niederlassungen.

Brunel Railmotive prüft Schienenfahrzeuge aus ganz Europa auf ihre Zulassungsfähigkeit für den Bahnverkehr.
Im Auftrag von Bombardier Transportation wurden durch Brunel Communications die Systeme der Stellebene des Stellwerkes Mannheim-Rheinau - hier die Leit- und Sicherungsebene - völlig neu entwickelt. Foto Bomdardier Transportations.

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