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Die Ausrüstung von Oberleitungsbussen (Trolleybussen) der Barnimer Busgesellschaft BBG aus Eberswalde mit einem neuartigen Schwungmassenspeicher durch die Berliner RWS Railway Service GmbH wird vom Land Brandenburg mit rund 200.000 Euro an Fördermitteln unterstützt. Laut RWS-Geschäftsführer Andreas Radam kann mit dem Gerät je nach Fahrstrecke im Betrieb bis zu 25 Prozent Energie eingespart werden: „Indem der Speicher einen erheblichen Teil der beim elektromotorischen Bremsen freiwerdenden Energie aufnimmt, wird elektrisches Fahren ohne Oberleitung über kurze Streckenabschnitte und damit eine wesentliche Verringerung der Betriebskosten des Betreibers möglich. Außerdem fallen bei diesem umweltfreundlichen System im Gegensatz zum Dieselbetrieb keinerlei Emissionen an", so Radam. Die Arbeiten beginnen am 4. Oktober und sollen bereits Ende Mai 2007 abgeschlossen werden. Ein erstes umgerüstetes Fahrzeug wird bereits im Rahmen der Internationalen Trolleybus-Konferenz 2007 in Eberswalde präsentiert. Das verwendete Schwungmassenspeichersystem wurde von den Projektpartnern Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) und Vossloh Kiepe in Kooperation mit dem niederländischen CCM Centre for Concepts in Mechatronics B.V. über einen Zeitraum von zwei Jahren im Fraunhofer-Versuchsfahrzeug AutoTram auf einem Versuchsgelände in Bautzen getestet. Die Grundlagen dieser Technologien wurden bereits in den Projekten ULEV-TAP 1 und 2 von CCM und Vossloh Kiepe gemeinsam entwickelt. Dabei wurde die Zuverlässigkeit des Systems wesentlich verbessert. Der nutzbare Energieinhalt beträgt bei der aktuellen Schwungradgeneration 4 kWh. Zudem konnten die Selbstentladung reduziert und der Speicherwirkungsgrad erheblich erhöht werden. Im nun gestarteten Projekt kommt der neue Speicher erstmals in einem Serienbus zum Einsatz. Im Rahmen des Pilotprojektes zeichnet RWS nicht nur für die Entwicklung und Konstruktion der Leistungselektronik inklusive Schaltschränken und Gerätegerüsten und die serientaugliche Entwicklung der Hybridsteuereinheit auf Basis der Software Fraunhofer IVI verantwortlich, sondern auch für die Fertigung der Bedien- und Anzeigeeinheit sowie der Kühlsysteme für die Speicher- und Leistungselektronik, die Kabelkonfektionierung sowie die Wartung. In der Entwicklungsphase sowie bei einem künftigen Serienanlauf kann RWS zusätzlich die komplette Systemintegration der elektrischen Ausrüstung beim Kunden übernehmen. Im Rahmen der bevorstehenden InnoTrans 2006 in Berlin informiert RWS über diese und weitere Projekte auf dem Messestand in Halle 03.2, Stand 201. Zu der positiven Erwartungshaltung in Hinblick auf die Messe trägt - neben den zahlreichen Angeboten aus dem Bereich der Brandmeldetechnik - nicht zuletzt das dort präsentierte und bereits sehr erfolgreich vermarktete Klimakompaktgerät für den Führerraum der E-Lokomotiven 111, 103 und 105 (und gleichwertige Modelle) bei. Darüber hinaus soll die rechtzeitig zur InnoTrans fertig gestellte neue Website noch umfassender und schneller über RWS informieren. Unter http ://railway-service.de finden die Besucher inzwischen alle wesentlichen Informationen aus dem Unternehmen sowie zu seinen Produkten, Dienstleistungen und Mitarbeitern. Die RWS Railway Service GmbH aus Neuenhagen bei Berlin zählt seit der Gründung im Jahre 1999 zu den führenden Anbietern im Bereich elektrischer und elektronischer Komponenten für Schienenfahrzeuge. Hauptabsatzmärkte des Unternehmens sind die Brandmeldetechnik - mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel - sowie die Klima- und Prüftechnik. Außerdem setzen die 20 Mitarbeiter regelmäßig Spezial-projekte für große Systemanbieter und Betreiber um. Im Jahre 2004 war RWS Preisträger des erstmals vergebenen Zukunftspreises Ostbrandenburg. |