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Freitag, 15 September 2017 15:29

Baden-Württemberg: Tätigkeitsbericht der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat dem Landeskabinett vergangenen Dienstag einen Bericht über die Tätigkeit der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) vorgelegt. „Die Errichtung der SFBW hat sich rückblickend als richtig und notwendig erwiesen“ resümierte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Die verfolgten Ziele, insbesondere die Stärkung des Wettbewerbs im Schienenpersonennahverkehr, wurden in vollem Umfang erreicht.“

Alle zwölf bis dreizehn Jahre werden Verträge für Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vom Land neu ausgeschrieben. Um einen fairen Wettbewerb um diese Netze zu ermöglichen, wurde im März 2015 die SFBW gegründet. Die Gesellschaft übernimmt die Beschaffung der Fahrzeuge, verpachtet sie an das zuständige Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und überwacht die Wartung der Fahrzeuge durch das EVU. Mittelständische Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, auf die vergleichsweise günstigen Finanzierungsmodelle, die dem Land Baden-Württemberg zur Verfügung stehen, zurückzugreifen. Auf diese Weise erhalten sie eine Chance im Wettbewerb mit marktführenden Unternehmen und können von Risiken (beispielsweise dem Restwertrisiko neuer Fahrzeuge) entlastet werden.

Das bedeutet für die SFBW bisher die Übernahme von insgesamt 264 elektrischen Triebwagenzüge und 10 Dieseltriebwagen. Die Lebensdauer der Fahrzeuge wird auf ungefähr 25 Jahre beziffert. Die Fahrzeuge werden bei den Folgeausschreibungen der Verkehrsnetze vom nachfolgenden EVU weiter betrieben werden.

Bisher war das sogenannte BW-Modell eine Option. Es wurde erfolgreichen EVUs in den Vergabeverfahren, in denen das Land Neufahrzeuge verlangt hatte, angeboten. Von den insgesamt acht Vergabeverfahren seit der Errichtung der SFBW haben sich alle EVUs für das BW-Modell entschieden. „Diese Resonanz zeigt uns, dass wir mit dem eingeschlagenen Weg einen Nerv getroffen haben“, so Verkehrsminister Hermann. „Letztendlich ist das BW-Modell die wirtschaftlichste Lösung für Betreiber, Fahrgäste und auch für den Umgang mit öffentlichen Geldern, weil eine hohe Wettbewerbsintensität und Bietervielfalt erreicht wird.“

Pressemeldung Ministerium für Verkehr

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