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Dienstag, 19 September 2017 14:58

Trapeze: Neues Kommunikations- und Funkbediensystem für die RhB

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PA-R-I-Ty ist in der Lage, automatisch Informationen zu generieren und unterschiedliche Kommunikationsnetze zu verbinden. Die Rhätische Bahn am Bahnhof Landquart in Graubünden (Schweiz). In diesem Bahnhof befinden sich - im Rail Control Centre - 13 Leitsprechstellen, die dafür sorgen, dass sowohl der Zugverkehr als auch der Rangierdienst geregelt werden.

Das traditionsreiche Schweizer Eisen­bahn­verkehrsunternehmen Rhätische Bahn (RhB) nahm kürzlich sein neues, topmodernes Kommunikations- und Funkbediensystem PA-R-I-Ty von Trapeze in Betrieb. Mit dem zukunftsweisenden Trapeze-System für IP-basierten Sprach- und Datenfunk regelt die RhB sowohl ihren Zugverkehr als auch ihren Rangierdienst.

Der Zugverkehr und der Rangierdienst der RhB werden hauptsächlich vom Rail Control Center in Landquart sowie vom Fernsteuerzentrum in Klosters geregelt. Um diese komplexen Abläufe bestmöglich zu erledigen, nutzen die Disponenten und Fahrdienstleiter der RhB das PA-R-I-Ty System von Trapeze mit seinen multifunktionalen Leitsprechstellen. Aktuell sind an das PA-R-I-Ty System zehn Streckenfunkkanäle, 52 Rangierfunkkanäle sowie die VoIP-Telefonzentrale der RhB angeschlossen. Darüber hinaus umfasst das System eine externe Aufzeichnungsanlage für Gespräche. Mit dem Einsatz von PA-R-I-Ty profitieren die Rhätische Bahn und ihre Mitarbeiter von einer verbesserten Organisation in ihrer Sprachkommunikation.

IP-basierter Streckenfunk

Die Streckenfunkanlagen, realisiert in moderner, IP-fähiger Technologie, sind als reine Software-Lösungen über Gateways angeschlossen, die auf je zwei redundanten Funkrechnern installiert sind. Die Anbindung der Rangierfunkkanäle erfolgt mittels bewährter Funkschnittstellen. Die Telefonzentrale ist über ein eigenes VoIP-Gateway mit dem PA-R-I-Ty System verbunden.

In Landquart sind insgesamt 13 Leitsprechstellen im Einsatz, in Klosters drei weitere. Die Be­nut­zer können darüber mit Lokführern, Rangierarbeitern, Arbeitskollegen und externen Personen sprechen.

Die Anlage ist so konzipiert, dass alle zentralen Komponenten redundant ausgelegt sind. Somit bleibt die Anlage auch bei Netzwerkunterbrüchen zwischen Standorten weiter funktionsfähig.

Einfache, aber wirkungsvolle Sprachkommunikation

Die Sprachkommunikation ist so organisiert, dass Rufe von Funk- oder Telefonteilnehmern immer nur zu denjenigen Disponenten gelangen, die sich darum kümmern müssen. Das Rollen-Manage­ment des PA-R-I-Ty-Systems wird an dieser Stelle optimal genutzt. Erreicht ein Anruf einen un­be­setzten Arbeitsplatz, wird er automatisch weitergeleitet. Es geht kein Anruf verloren.

Die Disponenten in Landquart können auch Lautsprecherdurchsagen an den Bahnhöfen Chur und Landquart tätigen. Da diese Lautsprecheranlagen den Schweizerischen Bundesbahnen SBB gehören, wurde hierfür eine Schnittstelle geschaffen zwischen PA-R-I-Ty und der Betriebs­tele­kommunikationsanlage der SBB.

Im System ist ein zentrales Telefonbuch vorhanden, das von den Disponenten der Leit­sprech­stellen genutzt wird. Dieses ist immer aktuell, dank der regelmässigen automatischen Synchro­ni­sation mit Outlook und den Verzeichnissen der RhB (Active Directory).

Ein weiterer grosser Vorteil: Es sind nicht nur Sprachverbindungen zwischen Disponenten und Funkteilnehmern möglich. Basierend auf ausgeklügelten Rufnummernplänen und mittels eines IVRs (Interactive Voice Responder) lassen sich auch Sprachverbindungen zwischen Telefonnetz und Funknetz aufbauen.

Bisher nahm Trapeze bereits eine führende Position ein in den Bereichen Leitsystem, Fahr­gast­information und Ticketing. Dieses erfolgreiche Projekt stärkt nun zusätzlich die Position des Unter­nehmens im Bereich Sprachkommunikation.

Pressemeldung Trapeze

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