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Montag, 25 September 2017 19:28

Alstom/Siemens: Zusammenschluss präzisiert sich

Der Verwaltungsrat von Alstom und der Aufsichtsrat von Siemens treten beide am Dienstag (26.09.17) zusammen, um über die geplante Fusion der Zugsparten zu beraten. Das Abkommen, das dann ratifiziert werden könnte, sieht vor, dass Siemens 50 % oder sogar etwas mehr von dem "neuen Alstom" besitzen würde, das Unternehmen aber weiterhin von Henri Poupart-Lafarge aus Frankreich geleitet wird. Das Szenario einer Eheschließung zwischen den deutschen und französischen Industriellen könnte bald Realität werden, schreibt das Wirtschaftsblatt Les Echos.

Von der Nachrichtenagentur Reuters zitierte und mit der Materie vertraute Quellen sagten am Montag, dass "Siemens am Dienstag über eine Allianz in der Eisenbahn mit Alstom anstatt mit Bombardier entscheiden müsse".

Schon am Freitag hieß es, dass der französische Staat Gespräche zwischen Alstom und Siemens über "eine ausgewogene Ehe" in der Eisenbahn "sehr begrüßen" würde. Die erwähnte Regelung würde sich von der 2014 von Siemens schon einmal ins Auge gefassten Regelung insofern unterscheiden, als die deutsche Gruppe diesmal nicht nur ihr Rollmaterialgeschäft, sondern auch das strategische Signalgeschäft in Alstom einbringen würde. Der Wert würde sich auf etwa 7 Milliarden Euro belaufen, wonach Siemens etwa 50 % des Kapitals der französischen Gesellschaft erhalten würde.

Bezüglich der Beschäftigung scheint die französische Regierung nicht sehr besorgt zu sein. Garantien "zum Schutz der französischen Interessen" sollen für einen Zeitraum von vier Jahren gewährt werden. Fragen ergeben sich allerdings noch bezüglich der Anteile des Baukonzerns Bouygues an Alstom.

WKZ, Quelle Les Echos

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Letzte Änderung am Donnerstag, 28 September 2017 14:02