english

Montag, 14 August 2017 14:15

Frost & Sullivan: Effizienter Flottenbetrieb und mehr Frachtkapazität kurbeln weltweites Wachstum der Gigaliner an

Der Markt für Gigaliner (engl. mega trucks) befindet sich auf der Überholspur. Durch ihren Einsatz lassen sich nicht nur Verkehrsstaus und Emissionen verringern, ihre Nutzung sorgt zudem für niedrigere Kosten pro Tonne und zunehmende Frachtnachfrage, sie verbessern die Effizienz der Betriebsabläufe in Flotten und erweitern die Kapazität. Dennoch gilt es in Zukunft noch einige Hürden zu nehmen, was wichtige Fragen in Bezug auf die Sicherheit und Auswirkungen auf Infrastruktur und Umwelt angeht. Rechtliche Hindernisse und eine negative öffentliche Meinung haben einen wesentlichen Einfluss auf die mögliche Nutzung der Großlastwagen. Durch die Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen und die Befürwortung von Leichtbautechnologien könnte die Lkw-Branche den Einsatz von Gigalinern fördern.

Die aktuelle Studie Global Mega Trucks Market, Forecast to 2025 ist Teil der Frost & Sullivan Growth Partnership Subscription Automotive & Transportation  und hat ergeben, dass von 2016 bis 2025 die weltweite Vertriebsrate für Gigaliner voraussichtlich von 3,4 auf 5,7 Prozent für Schwerlast-Lkws ansteigen wird, und zwar bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 10,6 Prozent. Die Studie untersucht Trends, markttreibende Faktoren, Chancen und Herausforderungen sowie technologische Entwicklungen, die sich auf den weltweiten Markt für Gigaliner bis 2025 auswirken werden.

“Die Digitalisierung und der autonome Güterfrachtverkehr werden eine wichtige Rolle spielen, was die Akzeptanz von Gigalinern angeht, da sie bessere Konnektivität und Sicherheitstechnologien bieten. Gigaliner haben größere Motoren und eine größere Ladekapazität, weshalb sie vor allem für Entwicklungsmärkte voraussichtlich Mehrwertfunktionen erfüllen werden”, erklärt Frost & Sullivan Mobility Research Analyst Marshall Martin. „Die Gigaliner der Zukunft werden auf gemeinsamen Plattformen für ähnliche Märkte wie etwa China, Indien und Südamerika gebaut.”

In einzelnen Regionen ist das Marktwachstum stark von den Gesetzgebern abhängig. Diese verabschieden Vorschriften, die  die Infrastruktur, Umwelt, Gesellschaft und andere Verkehrsträger berücksichtigen. Regional betrachtet

• ist Australien der führende Markt bei der aktuellen Durchdringungsrate von Megatrucks;

• dürfen in Skandinavien die Megatrucks in allen Ländern und Regionen fahren, jedoch nicht die Grenze zu anderen europäischen Nachbarländern überschreiten;

• sind in Deutschland Gigaliner lediglich auf vereinzelten Strecken verschiedener Bundesländer erlaubt;

• wurden Gigaliner in Spanien vor kurzem mit besonderer Genehmigung auf bestimmten Strecken eingesetzt;

• werden in Schweden derzeit Testläufe mit Lkws durchgeführt, die 32 Meter lang sind und 90 Tonnen wiegen;

• wurden auch in Frankreich und Großbritannien Testläufe durchgeführt, jedoch mit negativem Ausgang;

• resultieren ein starkes Mandat und eine bestehende Infrastruktur voraussichtlich in einer steigenden Zahl Gigalinern auf den Straßen Nordamerikas;

• werden die Wachstumsmärkte China und Indien voraussichtlich die derzeitigen Richtlinien, was Länge und Gewicht von Lkws angeht, langfristig geringfügig erhöhen; und 

• die Entwicklung der Infrastruktur wird zu einem wichtigen Faktor, was den zukünftigen Einsatz von Megatrucks in Indien angeht.

„Eine Zunahme an Gigalinern, von denen zwei Großlastwagen drei normale Lkw ersetzen können, hätte einen negativen Einfluss auf den Vertrieb von herkömmlichen Lkws und würde damit die Umsätze der OEMs beeinträchtigen,” erklärt Martin. „Diese Unternehmen sollten sich durch Investition oder den Erwerb solcher Unternehmen, die im Bereich Sicherheit, Leichtbau, Telematik oder mobiler Aggregation von Fracht tätig sind, alternative Einnahmequellen schaffen.”

Pressemeldung Frost & Sullivan

Zurück

Letzte Änderung am Montag, 14 August 2017 14:16