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Freitag, 18 August 2017 11:26

Moller - Maersk: Not Petya verursacht Schaden von 200-300 Mio. USD

Ende Juni wurde der Transporteur AP Moller - Maersk mit der Malware "Not Petya" infiziert, die zu Systemstillständen der IT-Systeme führte und im Containergeschäft vor allem bei Maersk Line, APM Terminals und Damco erhebliche Störungen verursachte. Die Geschäftsvolumina wurden deshalb im Juli für ein paar Wochen negativ beeinflusst und werden infolgedessen die Ergebnisse des dritten Quartals beeinflussen, wie die Firma bei Vorstellung der Ergebnisse für das zweite Quartal ankündigte. Der Cyber-Angriff wird sich demnach mit 200-300 Mio. USD negativ auf die Ergebnisse im dritten Quartal auswirken.

Not Petya war über eine Sicherheitslücke in einer Buchhaltungssoftware verbreitet worden, die fast alle ukrainischen Unternehmen nutzen müssen. Die Malware griff weltweit IT-Systeme an und war in Deutschland insbesondere dadurch aufgefallen, dass Informationstafeln und Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn plötzlich die für Verschlüsselungstrojaner übliche Aufforderung zur Freischaltung durch Einzahlung eines Bitcoin-Betrages anzeigten.

Im zweiten Quartal 2017 stieg der Umsatz von AP Moller - Maersk um 8,4% auf 9,6 Mrd. USD, vor allem aufgrund höherer Frachtraten im Seetransport von Maersk Line. Transport & Logistics erzielte einen konsolidierten Umsatz von 7,7 Mrd. USD, was einer Steigerung von 15% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Der zugrunde liegende Gewinn in Q2 verbesserte sich von 134 Mio. auf 389 Mio. USD, von denen Maersk Line 327 Mio. erzielte. Infolge steuerlicher Wertminderungen in Höhe von 732 Mio. USD im Zusammenhang mit Maersk Tankers und APM Terminals ergab sich für das Gesamtergebnis aber ein Verlust von 264 Mio. USD.

WKZ, Quelle Maersk

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Letzte Änderung am Freitag, 18 August 2017 11:31