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Sonntag, 16 Juli 2017 20:54

Multifunktonsportal Brixen

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Südlich von Brixen errichtet Trenitalia/RFI im Gewerbegebiet der Fraktion Albeins eine von italienweit vier Multifunktionsstellen. Mit diesen wird im Langzeitversuch erprobt, Heißläufer und Lademaßüberschreitungen an durchfahrenden Zügen festzustellen. Die Hülle ist seit Mai 2017 fertig, derzeit werden die Messgeräte eingebaut und justiert. Weitere Messstandorte sind Oulx (Turin-Modane), Pieris (Gde. San Canziano d'Isonzo; Linie Triest-Venedig), und Seregno (Linie Chiasso-Mailand).

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Miteinander sollen alle Portale EUR 8,6 Mio kosten, wobei die in Brixen stehende Baustellentafel nur vier Portalstandorte aufzählt, aber von fünf Portalen schreibt. Auch das angegebene Enddatum der Arbeiten "12.07.2015" (fünfzehn) wird wohl ein Schreibfehler sein.
"Gegenüber" an der Nordrampe derselben Brennerstrecke hat die ÖBB mit zwei ähnlichen Detektorstandorten beidseits der Engstelle St. Jodoker Tunnel gute Erfahrungen gemacht. Dort sind die Lademaßüberschreitungen gerne Antennen von LKW auf der Rollenden Landstraße, was immer wieder zu Bränden der Schwerfahrzeuge führte. Nicht ganz klar erscheint, was im Fall einer festgestellten Lademaßüberschreitung oder eines Heißläufers umgehend zu geschehen hat.

Der nördlich angrenzende Bahnhof Brixen wird soeben auf das notwenige Minimum als künftiger Wendezug-Abzweig ins Pustertal zurückgebaut. In Richtung Bozen befindet sich die nächste Überleitstelle erst im Bahnhof Waidbruck Lajen, der als Einmündung des Brennerbasistunnels in die Bestandstrecke fungieren wird. Der in Brixen benachbarte Rohbau wird die futuristische neue Zentrale der bei älteren "selbstausarbeitenden" Eisenbahnfotografen wohlbekannten Durst Fototechnik. Das Unternehmen hat die Digitalisierung der Photographie bestens gemeistert.

GK

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Letzte Änderung am Freitag, 21 Juli 2017 06:43