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Mittwoch, 20 September 2017 11:00

Reisen wie vor 40 Jahren - Dampfbespannte Sonderahrten des Eisenbahnmuseums Chemnitz-Hilbersdorf

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Fotos Johnny Ullmann.

Mehrmals im Jahr veranstaltet das Sächsische Eisenbahnmuseum in Chemnitzer Stadtteil Hilbersdorf historische Sonderfahrten. Die Bespannung dieser Züge übernimmt meist die vereinseigene Dampflokomotive 50 3648. Nach rund zwei Millionen Kilometern im aktiven Dienst bei der Deutschen Reichsbahn gelangte sie in den 1990er in das Sächsische Eisenbahnmuseum. Die mittlerweile 76 Jahre alte "Dame" ist nach kostspieliger Aufarbeitung, welche von 2009 bis 2015 andauerte, wieder betriebsfähig und kommt unter anderem zu unseren eigenen Sonderfahrten zum Einsatz.

Eine dieser Sonderfahrten führte unseren Zug vorletztes Wochenende nach Freyburg an die Unstrut. Das dortige Weinfest ist weit über die Region hinaus bekannt. Immer im Spätsommer verwandelt sich die Innenstadt in eine Weinmeile der besonderen Art und es bietet sich die Möglichkeit die regionalen Weine zu verkosten oder einer der ansässigen Sektkeltereien einen Besuch abzustatten.

Die Fahrt unseres dampfbespannten Sonderzuges startete in Chemnitz Hauptbahnhof. Über Burgstädt, Geithain ging es ins nördlich von Leipzig gelegene Wiederitzsch. Hier wurde ein zweiter Zugteil des dortigen Eisenbahnvereins angekoppelt und die Fahrt fortgesetzt. Ab Naumburg führte die Route über die Unstrutbahn bis zum Endpunkt der Reise, Freyburg. Das 4000 Einwohnerstädtchen ist nicht nur auf Grund des Schlosses Neuenburg bekannt, sondern blickt auf eine über 1000-jährige Tradition im Weinanbau zurück. Unsere Fahrgäste hatten derweil einen mehrstündigen Aufenthalt und konnten neben Führungen im Weinberg oder Weinmuseum auch hinter die Tore der bekannten Sektkellerei Rotkäppchen schauen. Die Rückfahrt startete pünktlich und während die Eisenbahnfans die Fahrt bei offenem Fenster und "Dampflokduft" genossen, nutzten andere die Möglichkeit sich im mitgeführten Speisewagen zu stärken. Eine Stunde vor Fahrplan erreichte unsere Fahrt am Abend wieder Chemnitz-Hauptbahnhof, das Ende unserer Reise.

Doch die nächsten Sonderfahrten stehen schon vor der Tür. Am Tag der deutschen Einheit planen wir eine Tour in das tschechische Egerland. In Chemnitz startend, fahren wir zunächst durch das westliche Sachsen, wobei wir bei Reichenbach die bekannte Göltschtalbrücke überqueren werden. Nach Plauen biegen wir ins Vogtland ab und können lauschen, wie unsere Dampflokomotive lautstark die Höhen des Vogtland erklimmen wird. Ab dem Grenzbahnhof Bad Brambach befahren wir die tschechischen Gleise. Für Ihren Ausflug stehen Ihnen nun zwei Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder Sie Verlassen den Zug in Franzensbad und besuchen die Kurbauten, Parkanlagen und Heilquellen des Heilkurortes oder Sie fahren weiter und genießen Ihren Aufenthalt in Eger, dem heutigen Cheb, welche unteranderem für sein mittelalterlich geprägtes Stadtzentrum bekannt ist.

Im Dezember gibt es dann die traditionellen Licht'lfahrten ins Erzgebirge. Hierbei steuern wir mit unserem historischen, dampfbespannten Zug die Bergparaden in Annaberg und Schwarzenberg an. Das Heimatland der Nussknacker und Räuchermännchen strahlt dabei eine besonders weihnachtliche Atmosphäre aus. Fahrkarten für die Sonderzüge gibt es über einen Link bei uns auf der Homepage.

Pressemeldung Sächsisches Eisenbahnmuseum Chemnitz Hilbersdorf e.V.

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Letzte Änderung am Dienstag, 19 September 2017 21:46