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Montag, 02 Oktober 2017 17:16

Ein Streckenjubiläum in den Apenninen

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Die Eisenbahnstrecke von Sulmona nach Carpinone, auch “Transiberiana” d’Italia” genannt, wurde am 18. September 1897, also vor 120 Jahre, eröffnet. Sie überquert das unwegsame und faszinierende Gebiet des zentralen Apennin-Gebirges und ist mit Sicherheit eine der schönsten Gebirgstrecken Italiens. Für das Jubiläum wurde von dem Fondazione Ferrovie dello Stato Italiane die 940.041 aus Pistoia nach Sulmona überführt; eine Entfernung von etwa 450 km. Vom 15. bis 17. September wurden mit dieser Lok Publikumsfahrten nach Roccaraso angeboten, gefolgt von einem herrlich aussehenden Güterzug, der von “Italia on Rails”, eine Gruppe von italienischen Eisenbahnfans, durchgeführt wurde.

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Weil am Anfang der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts der Lokomotivpark für die Apenninen und insbesondere für die Transversale Roma – Sulmona – Pescara mit Steigungen bis zu 2,7% zu schwach war, wurde entschlossen eine neue 1D1-Tenderlok zu entwickeln. Diese war abgeleitet von der Reihe 740. Der Kessel und Rahmen waren gleich, obwohl ein Laufradsatz hinzugefügt wurde um die Laufeigenschaften beim Rückwärtsfahren zu verbessern.

Von 1922 bis 1924 wurden 50 Stück dieser neue Baurehe 940 hergestellt von den Officine Meccaniche in Milano/Brescia (940.001 - 004), von den Officine Meccaniche e Navali di Napoli (940.005 - 030) und von den Officine Meccaniche Reggiane in Reggio Emilia (940.031 - 050). Die meisten 940er waren in Sulmona beheimatet für den Dienst über die Apenninen. Nach dem Krieg verblieben vier Loks (940.013/021/037/045) in Jugoslawien, wo sie bei der JŽ als 118 001 – 004 liefen.

Drei identische Lokomotiven, die in 1924 an die Società Strade Ferrate di Biella (SFB) geliefert waren, wurden in 1951 von der FS übernommen. Sie bekamen die Nummern 940.051 bis 940.053, womit die Gesamtzahl dieser Baureihe auf 53 kam. Nach 1945 konnte man die 940er in vielen Teilen Italiens antreffen. In 1968 bekamen alle Loks einen erweiterten Schlot. Die Reihe 940 war ein gelungener Entwurf, der bis zum Ende des Dampfzeitalters bei der FS durchhielt; hauptsächlich für Güterzüge, aber auch für Personenzüge und im schweren Rangierdienst.

940.041 wurde bei Officine Meccaniche Reggiane in 1922 gebaut.

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