english

Donnerstag, 14 September 2017 09:47

Deutsche Bahn: 4.000 Hektar Umwelt- und Naturschutz an der ICE-Strecke Berlin-Nürnberg

13092017 4KMN7892 Bearbeitet 213092017 4KMN7907 2

Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt- und Laermschutz bei der Deutschen Bahn (links im Bild), informierte sich am 13. September 2017 über Ausgleichsmassnahmen zum Umwelt- und Naturschutz entlang der Neubaustrecke VDE 8 Leipzig - Erfurt - Nürnberg. Um den Eingriff in die Natur moeglichst gering zu halten, wurden an einigen Stellen die Verkehrstraeger Schiene und Strasse gebuendelt. Auch die Hochspannungsleitungen wurden entlang der neuen Nord-Sued-Trasse gebuendelt. Fotos Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,  www.verkehrsfotografie.de.

Ab 10. Dezember fahren ICE-Züge der DB in knapp vier Stunden von Berlin nach München. Neben Vorteilen für künftig bis zu 3,6 Millionen Bahnfahrgäste pro Jahr ist die neue Trasse auch das größte Umwelt- und Naturschutzprojekt der Deutschen Bahn AG. DB-Umweltchef Andreas Gehlhaar: „Wir haben eine grüne Achse zwischen Berlin und München geschaffen. Hier gehen Wirtschaft und Umwelt Hand in Hand.“ Ziel der verantwortungsvollen Umweltanalyse und -planung war von Projektbeginn an, Lebensräume von Tieren und Pflanzen bestmöglich zu erhalten. Seit Baubeginn hat die DB rund 200 Millionen Euro in den Umwelt- und Naturschutz investiert.

13092017 4KMN7929 213092017 4KMN7958 2

Landschaftsgaertner pflegen die Ausgleichsmassnahmen entlang der VDE8 im Thueringer Wald bei Gehren. Aktiver Laermschutz an der VDE8: Spezielle Hauben an den Tunnelportalen sollen den akustischen 'Tunnelknall' verhindern. Fotos Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.verkehrsfotografie.de.

Gehlhaar: „365 Tage im Jahr haben wir Umwelt- und Klimaschutz im Blick, es ist Teil der DNA der Deutschen Bahn. Aktuell mit mehr als 12.000 Projekten.“

Schon in der Bauphase hat die DB kontinuierlich das Grundwasser kontrolliert, Lärmschutz für Anwohner geschaffen, abgebaute Erde und Steine ohne lange Transportwege für die Renaturierung eingeplant und geschützte Tiere umgesiedelt. Weit gespannte Talbrücken reduzieren die Eingriffe in die Landschaft auf ein Minimum. Die gut 8,6 Kilometer lange Saale-Elster-Talbrücke südlich von Halle entstand im so genannten Vorkopf-Vorschub-Verfahren und damit nahezu ohne Bauflächen in der Aue, zudem ruhte zur Vogelbrutzeit die Arbeit planmäßig jeweils für vier Monate.

Zur Fertigstellung der Strecke gehören rund 4.000 Hektar (etwa 5.500 Fußballfelder) rekultivierte Landschaftsfläche, 600.000 neu gepflanzte Bäume sowie hunderte Nistkästen, Höhlen und Schutzgebiete für Vögel, Fledermäuse und Echsen. An der Unstruttalbrücke weiden Schafe zur Pflege der Orchideenwiesen. In neu angelegten Nebenarmen von Gewässern entstanden Lebensräume für Amphibien, Wildpferde haben auf Magerwiesen bei Erlangen ein neues zu Hause gefunden. Renaturierte Flussläufe des Mains und anderer Flüsse sowie Flutmulden zur Aufnahme von Hochwasser leisten einen langfristigen ökologischen Beitrag zum Erhalt der Landschaften.

Entlang der gesamten Strecke werden die gesetzlichen Lärmschutzwerte eingehalten. 100 Streckenkilometer sind mit Lärmschutzwänden ausgestattet. Tunnelportale erhielten so genannte Haubenbauwerke. Sie bewirken, dass sich die Druckwellen geräuschlos verwirbeln und ausbreiten können und verhindern so den sonst durch die Druckwelle fahrender Züge entstehenden Tunnelknall.

Pressemeldung Deutsche Bahn

Zurück

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 September 2017 15:10