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Sonntag, 24 September 2017 09:33

Rheintalbahn: Vorbereitung der SBB auf die Wiederinbetriebnahme des Zugverkehrs

Die Wiederaufnahme des durchgehenden Bahnbetriebs auf der deutschen Rheintalstrecke Basel–Karlsruhe ist per 2. Oktober 2017 vorgesehen. Wegen des Streckenunterbruchs bei Rastatt (D) muss seit dem 12. August auf Bahnersatzbusse umgestiegen werden. Die Bahnbetreiber bereiten sich derzeit auf die Wiederinbetriebnahme des Zugverkehrs vor. Ab dem 27. September 2017 wird auch der Online-Fahrplan www.sbb.ch wieder die aktuellen Fahrzeiten ab 2. Oktober 2017 anzeigen. Im Güterverkehr konnten Dank der engen Zusammenarbeit aller Partner die Anzahl Güterzugsfahrten über die Ausweichrouten auf rund 60 pro Tag gesteigert werden.

 Im Hinblick auf die baldige Inbetriebnahme des durchgehenden Zugverkehrs arbeiten die Bahngesellschaften bereits an der Fahrplanplanung ab dem 2. Oktober 2017. Die entsprechenden Fahrplankonzepte befinden sich in der Abschlussphase. Die aktuelle Planung:

• Als erste durchgehenden Züge sind die am 1. Oktober 2017 am Abend startenden Züge EuroNight/Nightjet EN 470/471 in Zürich beziehungsweise der Gegenzug in Deutschland geplant.
• Am Montag, 2. Oktober 2017, müssen die Kundinnen und Kunden bedingt durch die Fahrplanumstellung noch mit Einschränkungen rechnen. Ein Umstieg in Basel SBB wird bei den Zügen 7 / 9 / 78 / 206 und 372 noch notwendig sein.
• Die Züge 200 / 202 Basel SBB – Karlsruhe Hbf sowie 207 Frankfurt (Main) – Basel SBB werden am 2. Oktober ausfallen.
• Ab dem 3. Oktober wird der Zugverkehr auf der deutschen Rheintalstrecke wieder vollumfänglich aufgenommen werden.

Aktuelle Lage bis zur Wiedereröffnung

Die lange Schliessung der Strecke zwischen Baden-Baden und Rastatt Süd stellt für die SBB eine schwierige Situation dar. Betroffen ist der Lebensnerv auf der Nord-Süd-Achse – für den Personen-, aber insbesondere auch für den Güterverkehr. SBB Cargo ist der grösste Akteur auf der Achse und entsprechend stark von der Sperre betroffen. Die SBB setzt alles daran, die Personen- und Güterströme über Alternativrouten abzuwickeln. SBB Cargo steht mit ihren Kunden seit Beginn der Sperre im regelmässigem Austausch und sucht die besten Transportmöglichkeiten. Die Kundeninformation steht rund um die Uhr für die Anliegen der Kunden zur Verfügung.

Auf Initiative von Andreas Meyer, CEO der SBB, haben sich die Chefs der Deutschen Bahn (DB), der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sowie der Société Nationale des Chemins de Fer (SNCF) auch diese Woche abgestimmt, um die Auswirkungen der Rheintalsperre auf den Schienengüterverkehr möglichst gering zu halten. Die letzten Tage haben gezeigt, dass die Kapazität der Umleitungsstrecken nicht voll ausgeschöpft sind. Hauptgrund ist der Mangel an strecken- und fahrzeugkundigen Lokführern. Die Bahnchefs haben das vereinbarte Massnahmenpaket deshalb weiter ergänzt und konkretisiert.

Nach jüngsten Information der Deutschen Bahn kann die Strecke fünf Tage früher als ursprünglich geplant wiedereröffnet werden. Ab 2. Oktober 2017 soll der Zugverkehr auf der bisher gesperrten Strecke Basel–Karlsruhe wieder durchgängig anrollen.

SBB CEO Andreas Meyer: «Wir unternehmen alles, um die Auswirkungen der Streckensperre auf unsere Kunden im Schienengüterverkehr möglichst gering zu halten. Dazu nutzen wir die Hebel der integrierten Bahn. Die Bereiche Infrastruktur, Personen- und Güterverkehr arbeiten eng zusammen und erarbeiten übergreifende Lösungen. Gleichzeitig ist ernüchternd zu sehen, dass die europäischen Bahnen in einer solchen Situation zu unflexibel sind und dass selbstauferlegte Restriktionen im Weg stehen. Daran müssen wir arbeiten.»

Pressemeldung SBB

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