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Donnerstag, 05 Oktober 2017 12:13

GDL: Vierte Runde zum Flächentarifvertrag für den Schienengüterverkehr

Am 26. September 2017 fand in Köln die vierte Runde zum Flächentarifvertrag für den Schienengüterverkehr (BuRa-LfTV/SGV) statt. Dies war die erste Verhandlungsrunde nach der Auflösung der alten Verhandlungsgruppe inklusive der Personaldienstleister im April dieses Jahres.

Die aktuell beteiligten reinen Schienengüterverkehrsunternehmen, SBB Cargo Deutschland GmbH (SBB CD) und Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) wollen den BuRa-LfTV/SGV nach Möglichkeit weiter fortschreiben. Dieser soll in seiner bisherigen Form weiterbestehen, sodass dem Tarifwerk auch weitere Unternehmen beitreten können. Da die Arbeitgeber – aus Sicht der GDL akzeptabel – eine Laufzeit bis Ende 2019 anstreben, sind die neuen Planungsparameter „Mehr Plan, mehr Leben“ ebenso zwingender Bestandteil des Tarifvertrages wie beispielsweise das Thema „Gemeinsame Einrichtung zur Gewährung von Sozialleistungen“. Die GDL hat die Haustarifverträge der beiden Unternehmen zu Ende des Jahres gekündigt und die beiden Tarifkommissionen werden die entsprechenden Forderungen nun erarbeiten.

Neben einer 2,5 prozentigen allgemeinen Erhöhung des Entgelts und der Sonn- und Feiertagszulage rückwirkend für das gesamte Jahr 2017, ist die Erhöhung des Grundurlaubs um einen Tag einigungsfähig. Offen, aber sicherlich lösbar, sind die Themen Verbesserung der Entgeltstruktur der Lokomotivführer, Einführung der neuen Planungsparameter bei SBB CD und WLE, Verbesserung bei der Nachtarbeitszulage und dem Zeitzuschlag für Nachtarbeit ab dem 1. Januar 2019 sowie das Thema dauerhafte Fahrdienstuntauglichkeit. Mit dem Ziel noch in diesem Jahr einen Tarifabschluss zu erreichen, haben die Tarifvertragsparteien zwei weitere Verhandlungstermine vereinbart. Der nächste ist am 10. November 2017 in Köln.

Pressemeldung GDL

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