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Donnerstag, 17 August 2017 12:40

Rheintalbahn: SBB zu den Rheintalbahn-Ersatzverkehren

Aufgrund eines Unterbruchs zwischen Baden-Baden und Rastatt Süd (D) ist mit mindestens 60 Minuten längerer Reisezeit zu rechnen. Die Bahnstrecke bleibt voraussichtlich bis 26. August 2017 unterbrochen. Im Güterverkehr wird mit Hochdruck an einem Umleitungskonzept via Singen (D) gearbeitet. Die benötigten Trassen- und Ressourcenkapazitäten sind jedoch stark eingeschränkt.

Güterverkehr

Der Güterverkehr ist von der Streckensperrung stark betroffen. Die Bahnstrecke Offenburg–Karlsruhe kann durch den Güterverkehr nicht befahren werden.

• Bei SBB Cargo sind 60 Züge/Tag bei der Übernahme in Basel betroffen.

• Bei SBB Cargo International sind an Spitzentagen zusätzlich rund 80 Züge/Tag von der Streckensperrung betroffen. (Insgesamt gegen 600 Züge/Woche).

• Mit Hochdruck wird an einem Umleitungskonzept via Singen gearbeitet. Zudem werden Lösungen via Frankreich und Österreich entwickelt. Die benötigten Trassen- und Ressourcenkapazitäten sind jedoch stark eingeschränkt.

• Einzelne wenige Güterzüge von SBB Cargo International konnten inzwischen umgeleitet werden. Am 15. August 2017 fuhr der erste ChemOil Testzug mit einer Diesel-Vorspannlokomotive über Stuttgart–Plochingen–Tübingen–Horb nach Singen.

• Am 18. August 2017 werden die vorhandenen Gütertrassen von DB Netz für die Folgewoche an die beteiligten Unternehmen vergeben.

• Die Sperre in Raststatt hat derzeit keine Auswirkungen auf die nationale Landesversorgung in der Schweiz. SBB Cargo steht zudem in engem Austausch mit den Gütertransportkunden in der Schweiz.

• Die Lage in den Schweizer Rangierbahnhöfen ist ruhig. Einzelne Züge sind dort abgestellt. Der Binnenverkehr kann im gewohnten Rahmen abgewickelt werden.

• Zu den finanziellen Auswirkungen der Sperre in Raststatt können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden. SBB Cargo und SBB Cargo International werden dazu im Rahmen der jährlichen bzw. halbjährlichen Bilanzkommunikation zu einem späteren Zeitpunkt Auskunft geben können.

Personenverkehr

• Fernverkehr
Die ICE Verbindungen Interlaken Ost–Karlsruhe–Frankfurt (M)–Berlin Ostbahnhof, die ICE Chur–Karlsruhe–Frankfurt(M)–Hamburg Altona und ICE Interlaken Ost–Köln–Dortmund sind vom Unterbruch betroffen. Ebenso die ICE Basel SBB–Köln–Amsterdam und die EC-Linie Interlaken Ost/Zürich HB–Basel SBB–Dortmund–Hamburg.
Die Züge des Fernverkehrs enden in Karlsruhe, Offenburg bzw. Baden-Baden. Dazwischen verkehrt ein Bahnersatzverkehr im Shuttlebetrieb mit eingeschränkter Kapazität. Es muss mit mindestens 60 Minuten Reisezeitverlängerung gerechnet werden.

• Auswirkungen für Kunden in der Schweiz
Alle Zugsverbindungen in der Schweiz, welche bisher mit Zügen der Deutschen Bahn DB bedient wurden, mussten kurzfristig durch Züge der SBB ersetzt werden. Teilweise kommen ältere Wagen zum Einsatz, da keine ICE-Züge mehr in der Schweiz verkehren. Teilweise werden ältere SBB Wagen ohne Klimaanlage oder Züge ohne Speisewagen eingesetzt.

• Nachtzüge von und nach Hamburg
Der Nachtzug Zürich–Hamburg fällt aus. Es besteht eine Ersatzverbindung mit Sitzplatzwagen, auf welcher jedoch aufgrund des Unterbruchs mehrfach umgestiegen werden muss.

• SBB GmbH Deutschland
Die Linien S5/S6 der SBB GmbH Deutschland von Basel SBB nach Weil am Rhein bzw. nach Zell im Wiesental sind vom Streckenunterbruch nicht betroffen. Die Züge verkehren gemäss Fahrplan.

• Regionalverkehr DB
Ausfälle Regionalverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden. Bahnersatzverkehr im Shuttlebetrieb mit eingeschränkter Kapazität.

Die alternative Route via Schaffhausen–Horb–Stuttgart ist infolge Bauarbeiten bis am 11. September unterbrochen. Die Strecke St. Margrethen–Bregenz–Lindau–München ist ebenfalls längerfristig wegen Bauarbeiten gesperrt. Daher besteht für die Reisenden zurzeit leider keine Alternativverbindung mit ausreichenden Kapazitäten

Pressemeldung SBB

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