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Mittwoch, 30 August 2017 11:57

Deutsche Bahn: Huber und Dobrindt testen Bamberg - Erfurt erstmals mit Hochgeschwindigkeit

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102 Tage vor der Eröffnung testeten am Mittwoch DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den schnellsten Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin–München. Mit einem modernisierten ICE 3 und 300 Stundenkilometern legten sie die rund 120 Kilometer zwischen Bamberg und Erfurt in nur 45 Minuten zurück. Bislang waren für die Fahrt rund drei Stunden notwendig. Nach der offiziellen Inbetriebnahme am 10. Dezember 2017 können Reisende im ICE-Sprinter die Strecke zwischen Berlin und München in unter 4 Stunden zurücklegen.

„Deutschland rückt auf der Schiene näher zusammen“, sagt Berthold Huber, DB-Vorstand für den Personen- und Güterverkehr. „Denn von der größten Angebotsverbesserung in der DB-Geschichte profitieren rund 17 Millionen Menschen entlang der neuen Strecke. Mit den neuen Fahrplänen ab Dezember können sich unsere Kunden über deutlich kürzere Reisezeiten und bessere Fernverkehrsanbindungen freuen.“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Die heutige Premierenfahrt in Hochgeschwindigkeit mit Tempo 300 zeigt den ungeheuren Mobilitätsfortschritt auf der Strecke Berlin-München. Wenn die Hightech-Verbindung in gut 100 Tagen in Betrieb geht, ist die Bahn mit Abstand das attraktivste Verkehrsmittel, das man zwischen München und Berlin wählen kann. Damit wird die Bahn neue Kunden und Marktanteile gewinnen.“

Teilabschnitte des 10-Milliarden-Euro-Projekts VDE 8 (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8) sind schon in Betrieb: Bereits 2006 wurde die Ausbaustrecke Berlin–Halle/Leipzig für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h eröffnet. Im Dezember 2015 kam die Neubaustrecke Halle/Leipzig–Erfurt dazu, auf der Geschwindigkeiten bis zu 300 km/h möglich sind. Parallel zum Bau der Strecke wurden die Eisenbahnknoten Halle, Leipzig und Erfurt umfangreich ausgebaut. Erfurt als neues Drehkreuz im mitteldeutschen Zugverkehr wird mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember dann stündlich Fernverkehrszüge in alle vier Himmelsrichtungen bieten.

Auf dem letzten Abschnitt der Neubaustrecke zwischen Erfurt und Ebensfeld läuft derzeit der Testbetrieb. Dazu gehören auch die Anpassungen von Infrastruktur und Zügen an das neue europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System).

Zahlen und Fakten zur VDE 8-Strecke (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8)

• Unter 4 Stunden dauert die Fahrt im ICE Sprinter (dreimal täglich in beide Richtungen) von Berlin nach München. Im stündlichen ICE sind es viereinhalb Stunden.

• 623 Kilometer legt der ICE von Berlin über Halle nach München zurück. Über Leipzig sind es 652 km.

• Mit 300 km/h Höchstgeschwindigkeit fährt der ICE zwischen Erfurt und Nürnberg durch den Thüringer Wald.

• 35 ICE-Züge pro Tag fahren künftig auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke.

• Bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze werden täglich zwischen Berlin und München künftig angeboten. Vor allem durch längere Züge.

• 40 Prozent Marktanteil will die Bahn auf der Strecke Berlin-München erreichen. Doppelt so viel wie heute und mehr als das Flugzeug.

• 80 ICE-Züge pro Tag halten ab Dezember in Erfurt.

• Ein Drittel aller DB-Fernzüge haben ab Dezember einen neuen Fahrplan. Das ist der größte Fahrplanwechsel in der Bahngeschichte.

• Von 45 Orten in ganz Deutschland fährt ein direkter ICE mindestens einmal pro Woche über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke, beispielsweise ab Stralsund oder Garmisch-Partenkirchen.

• 17 Millionen Menschen profitieren entlang der Schnellfahrstrecke von kürzeren Reisezeiten und neuen Direktverbindungen

Pressemeldung Deutsche Bahn

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