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Freitag, 01 September 2017 12:52

Rheintalbahn: Ministerien beraten die Lage

Der Unterbruch der Rheintalbahn bis Anfang Oktober hat für den Bahnverkehr gravierende Auswirkungen. Besonders stark betroffen ist der Güterverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz und weiteren Staaten des Nord-Süd-Korridors. Am 31. August 2017 hat der schweizerisch-deutsche Eisenbahn-Lenkungsausschuss mit Vertretern der Verkehrsministerien der beiden Länder die Lage beraten. Er fordert die Netzbetreiber und Güterbahnen auf, alles zu unternehmen, um die Folgen der Sperre zu verringern.

Der 2003 ins Leben gerufene Lenkungsausschuss zur Umsetzung der Vereinbarung des Zulaufs zur Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) hat die Lage mit Vertretern der Deutschen Bahn erörtert. Diese stellte die Bereitstellung von Umleitungsstrecken dar und bestätigte den Termin für die Wiederinbetriebnahme der Strecke am 7. Oktober 2017.

Peter Füglistaler, der Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV), wies auf die Bedeutung der Rheintalachse als wichtigsten Zulauf zur Schweiz und zur NEAT hin. Er erwartet, dass die zuständigen Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz alles unternehmen, um den Unterbruch zu verkürzen und während der Störung die Kapazitäten auf den Ausweichrouten deutlich zu erhöhen und zu nutzen. Dazu gehört auch, dass vorübergehend der Güterverkehr höhere Priorität erhält.

Die deutsche Delegation wurde von Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), angeführt. Er wies darauf hin, dass einer der wichtigsten Güterverkehrskorridore in Europa unterbrochen ist. "Ich erwarte, dass der heute vorgestellte Terminplan von der DB Netz AG eingehalten wird und Umleitungsstrecken mit Potential angeboten werden. Wir müssen bei diesem Thema alle an einem Strang ziehen", sagte Odenwald.

Die beiden Delegationen riefen alle betroffenen Netzbetreiber und Güterbahnen zu Flexibilität auf, um die jetzt und in wenigen Tagen verfügbaren alternativen Strecken zu nutzen.

 Pressemeldung Bundesamt für Verkehr (CH)

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