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Montag, 04 September 2017 13:29

EVG: Unmut über Rheintalbahn nicht an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Bahn auslassen

Der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel hat Reisende, die von den Auswirkungen der Streckensperrung an der Tunnelbaustelle betroffen sind, aufgefordert, ihren Unmut nicht an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Deutschen Bahn auszulassen.

„Die Situation ist schwierig, denn dadurch, dass die Züge quasi nur noch bis zur Baustelle fahren und dann wenden, geraten die Umläufe durcheinander. Die Auswirkungen sind derzeit in den großen Umsteigebahnhöfen zu spüren, weil es hier in der Folge an entsprechendem Wagenmaterial fehlt", so Hommel.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen reiben sich in diesen Tagen regelrecht auf, um auch unter widrigen Umständen den Reisenden so viel Zugverkehr wie möglich zu bieten; wenn dann mal was nicht klappt, sind sie nicht der Verursacher", stellte Klaus-Dieter Hommel fest.

Kritik sollte deshalb da angebracht werden, wo sie Veränderungen bewirkt, also bei der Führungsebene. „Unsere Kolleginnen und Kollegen werden da oft allein gelassen, auch ihnen fehlt es immer wieder an der nötigen Information über Anschlusszüge oder Ersatzverkehre", machte der EVG-Vize deutlich. Dass Reisende in einer solchen Situation sauer reagierten, sei nachvollziehbar, die Beschäftigten seien aber keine „Blitzableiter". "Die tun, was sie können und noch mehr und freuen sich in der augenblicklich angespannten Situation über jedes freundliche Wort oder Dankeschön", so Hommel.

Die zuständigen Vorgesetzten forderte der EVG-Vize auf, Lösungen im Sinne der Beschäftigten zu finden, wenn es um Arbeitszeit und Bezahlung gehe. „Dadurch, dass sich durch die geänderten Zugläufe auch die Arbeitszeiten ändern, dürfen mögliche Minusstunden nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen", stellte Klaus-Dieter Hommel klar. Das gelte nicht nur für den Personenverkehr sondern auch für den Güterverkehr. Die EVG-Betriebsräte seine augenblicklich dabei, mit den entsprechenden Geschäftsbereichen solche Vereinbarungen zu verhandeln.

Pressemeldung EVG

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