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Freitag, 07 Juli 2017 21:00

Frankreich: Rekapitalisierung soll EuroCargoRail ausgeglichenes Ergebnis bringen

Euro Cargo Rail (ECR), die französische Tochtergesellschaft der Güterverkehr der Deutschen Bahn, hat am Dienstag (05.07.17) angekündigt, das sie über eine Rekapitalisierung bis Ende 2018 ausgeglichen Zahlen schreiben will und das Ausmaß des im Dezember angekündigten Sozialplans abmildern kann.

So sollen von den über 1000 Arbeitsplätzen nur 126 Stellen gestrichen werden statt der ursprünglichen 208. Erste Vereinbarungen zur Übernahme von Lokführern wurden getroffen, darunter 32 an SNCF Mobilités und 46 an Ouest Rail.

Das Unternehmen hat am 26.06.17 von der Muttergesellschaft eine Rekapitalisierung in Höhe von 150 Mio. Euro bestätigt bekommen und geht davon aus, nach Verlusten von 44 Mio. Euro in den Jahren 2015 und 2016 wieder Ende 2018 ein ausgeglichenes Ergebnis einfahren zu können. "Diese Rekapitalisierung bringt die finanziellen Mittel, die ECR benötigt, um seine Erholung fortsetzen und seine Wettbewerbsfähigkeit sichern zu können", sagte Gottfried Eymer, Präsident-Generaldirektor der Gruppe.

ECR wird sich jetzt vermehrt auf die Hauptachsen des Gütertransports - Atlantik, Mittelmeer und Nord - konzentrieren und regionale Aktivitäten aufgeben. Probleme könnte noch die vorgesehene Erhöhung der Trassengebühren machen. "In Frankreich wird erwartet, dass die Maut um 4,6% pro Jahr über 10 Jahre lang erhöht wird, aber dieser Anstieg wurde durch die Regulierungsbehörde Arafer in Frage gestellt. Doch wir benötigen Klarheit. Die Kosten für die Ungewissheit sind viel höher als der erwartete Anstieg der Maut", sagte Gottfried Eymer. "Der Schienengüterverkehr wird nicht ohne eine klare staatliche Unterstützung für die Branche überleben können", fügte er hinzu.

WKZ, Quelle Les Echos, La vie du Rail, ECR

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Letzte Änderung am Freitag, 21 Juli 2017 06:11