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Sonntag, 17 September 2017 21:45

Frankreich: Blablacar erweitert sein Angebot zu Blablalines

Die in 22 Ländern aktive Mitfahrzentrale Blablacar erweitert ihr Angebot zu Blablalines. Der neue Fahrgemeinschaftsdienst unterscheidet sich von der üblichen Wochenend- oder Urlaubsnutzung bei Blablacar und bietet Angebote für die "tägliche" Nutzung eines Fahrgemeinschaftsdienstes für Entfernungen zwischen 10 und 50 Kilometern. Er ermöglicht Fahrgemeinschaften von zu Hause zur Arbeit, zur Universität oder anderen Zielen, die regelmäßig angefahren werden müssen, und sich demnach auch in das für Frühjahr 2018 vorgesehene neue Mobilitätsgesetz einreihen, dass den Schwerpunkt auf die "tägliche" Mobilität legen wird.

In dieser Perspektive hat sich der Gründer und Präsident von Blablacar, Frederic Mazzella, entschieden, eine separate Anwendung namens "Blablalines", die bereits auf den Strecken Reims - Châlons-en-Champagne und Toulouse - Montauban getestet wurde, auch auf die gesamte Île-de-France auszuweiten.

Dies eröffnet einen Markt, der ein neues Fahrverhalten erzeugen kann. Da in der Region Île-de-France derzeit "nur" 43% der Menschen ihr Auto und 42% öffentliche Verkehrsmittel benutzen, soll durch die gemeinsame Nutzung von Autos im Pendlerverkehr die Zahl der Fahrzeuge reduziert werden, so dass diese seltener im Stau stehen.

Frederic Mazzella glaubt nicht, dass durch mehr Fahrgemeinschaften auf dem Weg zur Arbeit der öffentliche Verkehr benachteiligt werden wird. Gegenüber dem Wirtschaftblatt Les Echos sagt er: "Wenn Sie mit dem Auto zur Arbeit fahren, liegt das meist daran, dass die Lösung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht geeignet ist: zu lang, nicht vorhanden, nicht häufig genug. An dieser Stelle wird das Auto zum bevorzugten Werkzeug für die Fahrt. Blablalines schafft eine andere Form eines Netzes, das sich mit dem öffentlichen Verkehr ergänzt."

WKZ, Quelle Blablacar, Les Echos

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Letzte Änderung am Donnerstag, 28 September 2017 13:56