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Donnerstag, 21 September 2017 07:30

Frankreich: Manager von Air France soll die SNCF retten - Staat könnte Schulden übernehmen

Bis 2021 muss der Eisenbahnverkehr in Frankreich für den Wettbewerb vollständig geöffnet sein, und zwar unter Einhaltung der von der Europäischen Union gesetzten Fristen. Eine Herausforderung für die SNCF, die einschließlich des Netzes von einer Verschuldung von 50 Mrd. Euro geplagt ist. Mit der Rettung der SNCF hat die Regierung nun Jean-Cyril Spinetta beauftragt, über die "Bedingungen für eine erfolgreiche Transformation des Eisenbahnsektors" nachzudenken. Auch das Problem der Schulden soll angegangen werden.

Jean-Cyril Spinetta (74), ehemaliger Kabinettschef von Michel Delebarre (1988-1990) und danach CEO von Air Inter, später Air France und Air France-KLM, wurde von der Regierung beauftragt, über die "Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation des Eisenbahnsektors" nachzudenken."Das Ziel ist einfach: dem Staat muss eine klare Strategie zur Stärkung des Schienenverkehrs gegeben werden", betonte Premierminister Edouard Philippe am Dienstag zu Beginn der Konferenz über Mobilität (Assises de la mobilité), deren dreimonatiger Dauer Anfang 2018 ein neues Gesetz zur Mobilität folgen soll.

Edouard Philippe öffnete auch die Tür für eine staatliche Übernahme der Schulden des Eisenbahnsektors, insbesondere des Infrastrukturbetreibers SNCF Réseau, die sich auf 44,9 Milliarden Euro belaufen und jährlich um 3 Milliarden Euro wachsen. "Kollektive Entscheidungen wurden getroffen, sie müssen auch kollektiv getragen werden", kommentierte der Premierminister.

"In einer Welt, die sich schrittweise und kontrolliert dem Wettbewerb öffnen wird, müssen wir unbedingt darüber nachdenken, wie wir die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit dieses Schlüsselsektors gewährleisten können", erklärte Edouard Philippe. Der Premierminister sagte, dass "nach der Ausstattung Frankreichs mit dem leistungsfähigsten Hochgeschwindigkeitsnetz Europas es wahrscheinlich an der Zeit ist, diesen Sektor auf die Mobilität des Alltagslebens auszurichten."

WKZ, Quelle La Tribune, Figaro

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