english

Freitag, 11 August 2017 08:25

Frankreich: 1,2 Mrd. Euro Investitionen für die Bahnhöfe

Patrick Ropert, Direktor der für die etwa 3000 Bahnhöfe der SNCF mit 37 Mio. Abfahrten und 2,3 Mrd. Passagieren pro Jahr zuständigen Abteilung Gares et Connexions, hat gegenüber dem Wirtschaftsblatt Les Echoes Investitionen von 1,2 Mrd. Euro für die Bahnhöfe im Zeitraum 2018 bis 2020 angekündigt.

Die Bahnhöfe erreichten zwischen 2014 und 2016 ein Umsatzwachstum von 12 %. Dieser Trend wird sich fortsetzen, so dass die Investitionen der Erhöhung von Komfort und Zugänglichkeit, aber auch der Erhöhung des Volumens der Einzelhandelsflächen dienen sollen. Derzeit gibt es dafür große Projekte in Paris-Montparnasse, Paris-Nord, Rennes oder Nantes. Das Potenzial sei aufgrund des Verbraucherverhaltens hoch. Für den Ausbau im Gare du Nord in Paris gab es zum Beispiel neun Bewerber, von denen fünf ausgewählt wurden. Mit diesen Einnahmen konnten die Zugangsgebühren für die Züge um 5 % gesenkt werden.

Die Verkaufseinnahmen funktionieren als Ausgleichsmodell: ein großer Teil der Einnahmen der 35 größten Stationen dient zur Finanzierung der Renovierung von kleineren Stationen, in 400 Bahnhöfen gibt es größere oder kleinere Handelsflächen. Daher sei es wichtig, insbesondere das Wachstumspotenzial dieser 35 größeren Stationen zu nutzen. 70% der Geschäfte sind auch am Sonntag geöffnet und können in neuen Konzessionsverträgen dazu gezwungen werden.

WKZ, Quelle Figaro

Letzte Änderung am Freitag, 11 August 2017 09:17