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Freitag, 22 September 2017 07:30

Spanien: Wettbewerbsbehörde stellt sich gegen Fusion von Renfe und Adif

Die Nationale Markt- und Wettbewerbsbehörde in Spanien (Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia, CNMC) sieht in der von der Regierung angestrebten Fusion von Renfe und Adif ein Hindernis für die von der EU geforderten Liberalisierung des Schienenverkehrs. Das Entwicklungsministerium unter Íñigo de la Serna plant - wie berichtet - Renfe und Adif in eine neue öffentliche Eisenbahnholding zu fusionieren.

Die CNMC ist der Auffassung, dass die Zusammenführung des Unternehmens, das die Eisenbahninfrastruktur verwaltet, und des Unternehmens, das sie betreibt, einen "Rückschritt" darstellt, der die bevorstehende Liberalisierung des Schienenpersonenverkehrs behindern würde, so die Nachrichtenagentur Europa Press in Bezug auf Quellen in diesem Sektor. Die CNMC ist vielmehr der Auffassung, dass die Liberalisierung einer Netzindustrie, wie z. B. der Eisenbahnindustrie, die Trennung des Infrastrukturmanagements vom Betrieb der Dienste erfordere.

Die Fusion von Renfe und Adif bedarf keiner Genehmigung durch das CNMC. Das Gremium unter dem Vorsitz von José María Marín Quemada müsste jedoch eine Stellungsname über eine die Fusion erlaubende Änderung des Eisenbahngesetzes abgeben. Die gegenteilige Stellungnahme des CNMC verzögert somit die Pläne für die Fusion, die jedoch bezüglich des Zusammenschlusses von Adif und Adif Alta Velocidad vorangekommen ist.

WKZ, Quelle Europa Press

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