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Freitag, 22 September 2017 08:43

Italien: Abkommen zur Sicherheit der Eisenbahnpersonale unterzeichnet

Gestern (21.09.17) haben FS Italiane, Trenitalia, Rete Ferroviaria Italiana und die nationalen Sekretariate der Gewerkschaften FILT/CGIL, FIT/CISL, UILTRASPORTI, UGL TAF, FAST Mobilità und ORSA eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Präventivmaßnahmen zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern an Bord von Zügen und in Bahnhöfen zu verstärken. In letzter Zeit immer häufiger beobachtete Übergriffe gegen Eisenbahnpersonale haben auf Druck der Gewerkschaften und der italienischen Medien zu diesem Abkommen geführt.

Das Abkommen sieht eine Verstärkung der bestehenden Maßnahmen und die Einführung zusätzlicher Maßnahmen vor, um Angriffe noch wirksamer einzudämmen: Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Installation von Videoüberwachungssystemen an Bord von Zügen und in den Hauptbahnhöfen, die Schulung des Personals mit Kundenkontakt zur Bewältigung kritischer Situationen und die Durchführung präventiver Kontrollen zur Verhinderung von Übergriffen an Land, mit dem Ziel, mögliche "gefährliche" Situationen für das Eisenbahnpersonal und die Kunden zu minimieren.

Um die Sicherheit des Bahnpersonals und der Kunden zu gewährleisten, hat Trenitalia die Präfekten der regionalen Hauptstädte erneut aufgefordert, unter Einbeziehung aller Beteiligten (Sozialpartner, Polizeikräfte usw.) spezielle Gesprächsrunden einzurichten, die in Abstimmung miteinander weitere Maßnahmen zur Linderung des Phänomens einleiten können. Die Sicherheit der Bahnhöfe ist einer der wichtigsten Punkte, und in diesem Zusammenhang wird das Projekt "Tornelli 2.0" fortgesetzt, das die Installation von Drehkreuzen in 620 Bahnhöfen während des Industrieplanes 2017-2026 vorsieht. Die Realisierung von Drehkreuzanlagen in 29 Stationen mit Videoüberwachungssystemen ist für das erste Quartal 2018 geplant. Schließlich wird auch eine zentrale Einsatzzentrale für Sicherheit eingerichtet, die im ersten Halbjahr 2018 in Betrieb genommen werden soll.

Die Einsatzzentrale wird die Möglichkeit haben, die von allen Digitalkameras übertragenen Bilder aus der Ferne zu betrachten, um die Sicherheitseinsätze schneller und effektiver zu gestalten, auch in Zusammenarbeit mit der Polizei. Die besondere Aufmerksamkeit wird dabei auch den Eisenbahnern als Opfer von Aggressionen gewidmet, die über einen Rechtsbeistand und psychologischen Schutz begleitet werden.

FS Italiane wird in Solidarität mit den Opfern und ihren Familienangehörigen die Angreifer mit allen gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen verfolgen: Es gibt bereits zahlreiche Verurteilungen wegen Übergriffen, die gegen Amtsträger gerichtet waren.

WKZ, GK, Quelle FS Italiane

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