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Freitag, 23 Juni 2017 22:21

Luxemburg: Neuelektrifizierung Arlon - Luxembourg und Tram bis Mamer

Der luxemburgische Minister für nachhaltige Entwicklung, François Bausch, hat am 19.06.17 dem parlamentarischen Kontroll- und Budgetausschuss die Ergebnisse der Gespräche mit seinem belgischen Amtskollegen über eine neue Strategie zur grenzüberschreitenden Mobilität vorgestellt.

• Um den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen den beiden Ländern attraktiver zu machen, soll die Fahrzeit zwischen den Hauptstädten Luxembourg und Brüssel über die Strecke Namur - Arlon - Kleinbettingen - Luxembourg bis zum Jahr 2022 um etwa 21 Minuten verkürzt werden. Dazu sind auch der Neubau der Oberleitung und die Umstellung der Elektrifizierung von 3000 V Gleichstrom auf 25 kV/50 Hz Wechselstrom erforderlich. Die Neuelektrifizierung auf luxemburger Seite gestaltet sich allerdings schwieriger als erwartet, der ursprüngliche Kostenvoranschlag von 60,8 Mio. Euro wird dabei voraussichtlich um 15 % überschritten. Vorgesehen ist, die Elektrifizierung zwischen Arlon und Luxembourg von Mitte Juli bis Mitte September 2018 vorzunehmen. Während dieser Zeit muss der Verkehr eingestellt werden. 

• Das Abkommen sieht ferner für Dezember 2017 eine Reduzierung der Preise für Abonnements des öffentlichen Nahverkehrs in den belgischen Grenzstädten wie Arlon, Aubange oder Gouvy um etwa 20% vor, ferner die kostenlose Zuverfügungstellung von P+R-Parkplätzen auf belgischer sowie den Bau zusätzlicher Parkplätze auf luxemburgischer Seite, zum Beispiel in Stockem/Viville mit 3000 zusätzlichen Plätzen bis 2019. 

• Ein weiterer Punkt mit Priorität ist die Verlängerung der Luxemburger Straßenbahn vom Place de l'Etoile bis zur Autobahnkreuzung in Mamer-Capellen. Nach 2021 könnte dort für die belgischen Pendler nach Luxembourg ein P+R-Umsteigepol entstehen.

Zwischen 2013 und 23 wird Luxemburg insgesamt 3,8 Mrd. in die Eisenbahninfrastruktur investiert haben. Etwa 20 der vorgesehenen Infrastruktur-Projekte in Luxemburg sind bisher finanziell abgesichert, darunter die neue Bahnlinie Luxembourg - Bettembourg, der Bahnhof Howald und die multimodale Plattform Bettembourg. Der neue Bahnhof Pfaffenthall-Kirchberg wird sogar 25 % weniger als vorgesehen kosten. 

François Bausch hatte schon im Vorfeld kritisiert, dass die europaweite Einführung des Sicherheitssystems ETCS ständig verzögert werde.

WKZ, Franz A. Roski

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Letzte Änderung am Freitag, 21 Juli 2017 06:09

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