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Montag, 25 September 2017 12:04

Spanien: Regierung garantiert Renfe bis 2027 das Monopol für Cercanías und Media Distancia

Renfe wird für den Betrieb der Nahverkehrs- und regionalen Mittelstreckenzüge (Cercanías und Media Distancia) für mindestens ein weiteres Jahrzehnt, bis 2027, ein Monopol haben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Europapress hat die Regierung sich - wie schon im Mai in Erwägung gezogen - dafür entschieden, dass der öffentliche Betreiber diese öffentlichen Dienste aufrecht erhalten soll, anstatt diese nach der Öffnung des Eisenbahnverkehrs in der EU für den Wettbewerb im Jahr 2020 auszuschreiben.

Zu diesem Zweck hat die Regierung ein Privileg in Anspruch genommen, das in den europäischen Richtlinien zur Liberalisierung des Schienenpersonenverkehrs in der EU enthalten ist. Die europäischen Richtlinien zur Bahnliberalisierung setzen 2020 als Termin für die EU-Länder fest, den Schienenpersonenverkehr für den Wettbewerb zu öffnen. Für den öffentlichen Eisenbahn- und Regionalverkehr ist jedoch eine Übergangsfrist möglich.

Im Falle Spaniens wird das Entwicklungsministerium dieses Privileg in Anspruch nehmen und Renfe die Dienstleistungen anvertrauen, anstatt sie auszuschreiben, da dies "in der ersten Phase die beste Option" sei. In Anbetracht der Ende des Jahres erforderlichen Neuzuordnung der Züge Cercanías und Media Distancia, wird das Ministerium die Leistungen für weitere zehn Jahre bis 2027 vergeben, erfuhr Europapress aus mit der Materie vertrauten Quellen.

Renfe erhält dafür einen jährlichen Zuschuss von rund 600 Millionen Euro. Als Gegenleistung, muss das Unternehmen in die Anlagen und den Fahrzeugpark investieren. Tatsächlich arbeitet Renfe bereits an den Vorbereitungen zum Kauf neuer Züge und zur Modernisierung der bestehenden Flotte.

WKZ, Quelle Europapress

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