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Mittwoch, 04 Oktober 2017 10:16

Österreich: 3900 Besucher strömten zum Tunnelfest in den Brenner Basistunnel

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Bereits zum achten Mal hieß es für die Bevölkerung „Gemma Tunnel schauen“. In diesem Jahr konnten der Zufahrtstunnel Ahrental, die Querkaverne und Nothaltestelle besichtigt werden. Die Baumaschinen hatten eine kurze Ruhepause eingelegt und den Takt bestimmten die Besucher, die aus sämtlichen Bezirken Tirols angereist waren. Auch Gäste aus Südtirol und Deutschland wollten das Jahrhundertbauwerk aus nächste Nähe sehen. Ebenso groß war das Interesse der Anrainer entlang der Trasse. Die Dimension der Tunnelbaustelle und der ausgestellten Baumaschinen faszinierte Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

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Die beiden BBT-Vorstände Prof. Konrad Bergmeister und Dott.-Ing. Raffaele Zurlo freuten sich über den großen Zuspruch der Bevölkerung. „Dieser Tunnel wird nach Fertigstellung Menschen vieler Nationen verbinden und Europa wird noch mehr zusammenwachsen. Schon heute sind auf dieser Baustelle Mitarbeiter und Mineure aus 11 verschiedenen Staaten vertreten“, zeigt sich Prof. Bergmeister von der Einzigartigkeit des Projektes überzeugt. „Bedanken möchte ich mich auch bei den Anrainern der betroffenen Gemeinden für das Verständnis während der Sprengphase. Oftmals war kein Wecker zum Aufstehen nötig“.

Der Tag des offenen Tunnels begann mit einem Gottesdienst mit Hochwürden Helmut Gatterer, der vom Bläserensemble der Musikkapelle Patsch unterstützt wurde. Danach erkundeten die Besucher den Baumaschinenpark mit Baggern, Bohrjumbos (sog. Spritzbüffel), Muldenkipper und Schalwagen. Die BBT-Mitarbeiter erklärten an Infoständen den Tunnelbau mit seinen Fachbegriffen wie Stollen, Schächten und Kavernen. Vor allem für die Kinder wurde viel geboten: ein Kinderatelier mit Künstler Ben Zanon und verschiedene Spielstationen ließen keine Langeweile aufkommen. Eine Radiostation sorgte für gute Unterhaltung und für Speis und Trank war ebenfalls bestens gesorgt.

Der Brenner Basistunnel (BBT) ist ein flach verlaufender Eisenbahntunnel, der Österreich und Italien verbindet. Er führt von Innsbruck nach Franzensfeste (55 km). Rechnet man die bereits bestehende Eisenbahnumfahrung Innsbruck dazu – in sie mündet der BBT – ist der Alpendurchstich 64 km lang. Er ist damit die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt.

Pressemeldung Brenner Basistunnel BBT SE / Galleria di Base del Brennero

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Letzte Änderung am Mittwoch, 04 Oktober 2017 10:33