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Mittwoch, 21 Juni 2017 09:51

Spanien: Renfe investiert nach langer Pause wieder in den AVE-Fahrzeugpark

Der spanische Bahnbetreiber Renfe-Operadora hat zwischen 2011 und 2016 insgesamt 285,6 Mio. Euro in das Fahrzeugmaterial für den AVE-Verkehr investiert, wie aus der Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage des sozialistischen Abgeordneten Miguel Angel Heredia hervorgeht. Nach hohen Ausgaben im Jahr 2011 (171,7 Mio. Euro) nahmen die Investitionen von 2012 (51,5 Mio.) über 2013 (28,7 Mio.), 2014 (16,3 Mio.), 2015 (9,1 Mio.) und 2016 (8 Mio.) allerdings kontinierlich ab.

Ein Aufschwung an Investitionen ergab sich erst wieder mit der Bestellung von 15 Zügen bei Talgo (337,5 Mio. Euro) einschließlich der Wartung für 30 Jahre (448,9 Mio. Euro). Der Gesamtauftrag lag mit 786,4 Mio. Euro um 28,2% unter dem ersten Gebotspreis der Ausschreibung. Darüber hinaus hat Renfe mit der Option für den Kauf von 15 weiteren Einheiten und einer umfassenden Wartung über 40 Jahre für 1,495 Mrd. Euro ein um 43% günstigeres Angebot angenommen.

Renfe-Präsident Juan Alfaro hatte Anfang Mai für das Jahr 2017 den Betrag von 266 Mio. Euro für Investitionen in den Fahrzeugpark angekündigt, das sind 93% der gesamten AVE-Investionen in den sechs Jahren zwischen 2011 und 2016.

Demgegenüber sieht der Geschäftsplan der Güterverkehrssparte Renfe Mercancías einen Abbau der Anzahl der Lokomotiven von 319 auf 253 vor. Auf die Frage des Podemos-Abgeordneten Sergio Pascual zum Fortgang des Prozesses hieß es, dass dieser noch durchgeführt werde und die Analyse noch nicht abgeschlossen sei. "Es ist nicht möglich, diese Fragen zu beantworten." Der Verkaufspreis der einzelnen Einheiten hänge vom Ergebnis der technischen Bewertung ab.

WKZ, Quelle El Economista

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