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Montag, 24 Juli 2017 09:05

Italien: Schülertransport im Trentino bleibt in lokaler Hand

Wie die Tageszeitung "L'Adige" am 22. Juli 2017 berichtet, wurden die Klagen des Busunternehmens Tundo aus der süditalienischen Provinz Lecce von den Verwaltungsgerichten und von der nationalen Wettbewerbsbehörde zurückgewiesen, sowohl was die Teilnahmebedingungen als auch eine begehrte einstweilige Verfügung betrifft. Der letztlich im Verhandlungsverfahren vergebene Auftrag über Schülertransporte ab September 2017 incl. Schüler mit speziellen Bedürfnissen repräsentiert einen Wert von EUR 20,7 Mio jährlich.

Im Kern ging es um die Zulassungsbedingungen zur Ausschreibung. Die Teilnehmer mussten nachweisen, in den letzten drei Jahren Schülertransporte von mindestens 2.000 Schülern durchgeführt zu haben, und zwar in Gemeinden auf mindestens 800 Meter Seehöhe.

Die Fahrten werden weiterhin von der Trentiner Genossenschaft der Busunternehmen (CTA, Consorzio Trentino Autonoleggiatori) durchgeführt.

Der Busmarkt kämpft europaweit mit Überkapazitäten. Bereits 2013 erhielt das römische Unternehmen Trottabus den Zuschlag für den Schibus im Fleimstal, was zu vermehrten Beschwerden der beauftragenden Tourismusverbände führte, aber auch zu erhöhter Wachsamkeit der Mitbewerber, ob zum jeweils eingesetzten Fahrzeug eine Versicherungsdeckung besteht. Diese Information lässt sich in Italien kostenlos mittels "PRA"-Abfrage online erheben, gegen geringe Kosten zusätzlich auch der Fahrzeughalter.

GK

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