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Dienstag, 01 August 2017 09:58

Kosovo: Trainkos muss aus Geldmangel Verkehre einstellen

Der Verwaltungsrat und das Management der Eisenbahn aus dem Kosovo, HK-Trainkos Sh.A, haben in einer Bekanntmachung vom 31.07.17 erklärt, dass "aufgrund der Unmöglichkeit, alle Eisenbahnlinien für den Personentransport zu erhalten", verschiedene Personenverkehre eingestellt werden müssen.

Ab 03.08.17 werden folgende Leistungen eingestellt:

• Prishtinë – Pejë
• Fushë Kosovë – Hani i Elezit

Begründet wird dies mit fehlenden durch die Regierung zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Die vorhandenen Mittel wurden im Juni dieses Jahres ausgegeben. Bis jetzt verkehrende Züge wurden mit eigenen Mitteln des Unternehmens gehalten, eine längere Verkehrszeit sei aber unmöglich.

Traimkos weist darauf hin, dass Schienenpersonenverkehr in jedem Land als öffentliche Dienstleistung angesehen wird, die von der Regierung bestellt wird, um die Kosten zu decken. Trainkos erwartet vom Auftraggeber (Ministerium für Infrastruktur) die Übernahme der Kosten in einer Höhe, die dem Bahnbetreiber außerdem eine "bescheidene Gewinnmarge" erlaubt.

Seit der Teilung der Kosovarischen Eisenbahnen (Hekurudhat e Kosovës) im September 2011 in den Bahnbetreiber Trainkos und den Ibfrastrukturbetreiber Infrakos werden diese Kosten nicht vollständig von der Regierung bezahlt, so dass Verluste aus eigenen Mitteln gedeckt werden müssen. Seit dieser Zeit hat das Unternehmen Trainkos rund fünf Mio. Euro aus seinem Budget aufgebracht. Die Frage der nicht gedeckten Kosten wurde immer wieder den zuständigen Behörden mitgeteilt, aber das Problem konnte noch nicht gelöst werden.

Das "internationale Zugpaar" Prishtinë - Skopje dürfte von der Einstellung nicht betroffen sein.

WKZ, KAR, Hans-Jürgen Schulz, Quelle Trainkos

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Letzte Änderung am Dienstag, 01 August 2017 11:43
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