english

Mittwoch, 02 August 2017 10:30

Rumänien/Serbien: Einstellung des Reisezugverkehrs Stamora Moravita - Vrsac

20140809 504a

Foto vom 9.8.2014 aus Vrsac

Seit dem 1.8.2017 verkehrt kein Reisezug mehr zwischen Stamora Moravita (RO) und Vrsac (RS). Damit ist der Personenverkehr über die rumänisch-serbische Grenze komplett eingestellt. Bislang gab es noch zwei Umsteigeverbindungen Timisoara - Beograd mit Umsteigen in Vrsac. Der durchgehende Verkehr wurde bereits 2011 aufgegeben, ebenso der Verkehr über den weiter nordwestlich gelegenen Grenzübergang Jimbolia (RO) - Kikinda (RS) im Jahr 2014.

Leidtragende sind die Bewohner des Banats, einer multiethnischen Region, die früher als Ganzes zu Österreich-Ungarn gehörte und mit dem Vertrag von Trianon 1920 zwischen Rumänien, Jugoslawien (Serbien) und Ungarn aufgeteilt wurde. Doch auch heute noch gibt es vielfältige Beziehungen untereinander; so müssen serbischen Studenten zum Studium mit dem Zug nach Timisoara/Temeswar fahren, aus den umliegenden Dörfern gibt es Menschen, die per Zug in Vrsac/Werschetz einkaufen gehen, und natürlich fahren auch Touristen nach Beograd/Belgrad und Bucuresti/Bukarest.

Erste Stimmen aus der Bevölkerung beklagen die mangelnde Transparenz des rumänischen Eisenbahnunternehmens CFR Calatori, welches bisher über die Grenze fuhr. Es hat vier Tage vorher ohne Begründung als "Modifikation des Verkehrs" verkündet, dass die Züge nur noch bis Stama Moravita verkehren würden, die serbische Srbija Voz hielt sich noch länger bis einen Tag vorher damit zurück.

Doch es gibt Hoffnung: Gerüchte besagen, dass statt rumänischen "Desiro"-Triebwagen nach Vrsac demnächst serbische "Ruskinje"-Triebwagen nach Stamora Moravita kommen könnten.

Hans-Jürgen Schulz

Zurück

Letzte Änderung am Mittwoch, 02 August 2017 11:30

Nachrichten-Filter