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Freitag, 11 August 2017 14:14

Frankreich/Italien: Europaweite Ausschreibung der Konzession Lyon - Turin

Die Verkehrsminister Elisabeth Borne aus Frankreich und Graziano Delrio aus Italien haben heute (11.08.17) die französisch-italienische Ausschreibung zur Vergabe der zehnjährigen Konzession für den Betrieb der Rollenden Landstraße Lyon - Turin begrüßt (Autoroute ferroviaire alpine / Autostrada ferroviaria alpina).

Die Veröffentlichung am 01.08.17 im Amtsblatt der europäischen Union ist ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Italien, die im Frühjahr 2000 im Rahmen der Verpflichtung zur Förderung der Verkehrsverlagerung für den Gütertransport über die Alpen in das Leben gerufen wurde.

Die Rollende Landstraße durch den Mont-Cenis-Tunnel wurde im Jahr 2003 als ein Experiment in der Folge des Unfalls im Mont-Blanc-Tunnel in Auftrag gegeben. Bei dem Unfall war ein belgischer LKW in Brand geraten. Es starben 39 Menschen und der Autotunnel musste drei Jahre lang gesperrt werden.

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Grafik Transalpine

Inzwischen gilt die bestehende Strecke durch den Mont-Cenis-Tunnel dem zukünftigen Betrieb nicht mehr gewachsen. Die Rollende Landstraße Lyon - Turin stellt als Neubaustrecke mit dem 57 km langen Basistunnel zwischen Saint-Jean-de-Maurienne in Frankreich und dem Val Susa in Italien eine zentrale Strecke im zukünftigen Mittelmeer-Korridor ein, der Spanien über Lyon, Mailand und Zagreb mit Budapest verbindet. Steigende Kosten, fehlende Finanzierungsmittel und starke Proteste der Umweltschützer insbesondere im Susa-Tal führten jedoch im wieder zu Rückschlägen in der Ausfertigung.

WKZ, Quelle Verkehrsministerien

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Letzte Änderung am Freitag, 11 August 2017 14:21

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