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Dienstag, 29 August 2017 13:10

Österreich: Ab Fahrplanwechsel 2017/18 erhält Wels sechs zusätzliche Railjet-Halte

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017/18 bleibt der Railjet sechs Mal öfter in Wels stehen. Die ÖBB kommen damit einer langjährigen Forderung der Stadt sowie ÖBB-Kunden aus dem Großraum Wels und Oberösterreich nach. Wels erhält damit zusätzliche, attraktive Railjet-Halte und somit einen direkten Anschluss bis bzw. von Zürich. Zusätzlich wird der Nachtzug Budapest-München-Zürich in Wels halten, wodurch eine späte Heimreise von Veranstaltungen und Abendterminen in Wien ermöglicht wird.

Dazu kommt eine zusätzliche Frühverbindung von Linz nach Wels. Damit kann die von Pendlerinnen und Pendlern gewünschte Frühverbindung von der S3 (Summerauer Bahn) und der S4 (Pyhrnbahn) nach Wels für den Arbeitsbeginn 6:00 Uhr wieder angeboten werden. Im Rathaus Wels haben die ÖBB, vertreten durch Kurt Bauer, Leiter ÖBB-Fernverkehr, und Paul Sonnleitner, Regionalmanager OÖ, die Änderungen mit der Stadt Wels, vertreten durch den Welser Bürgermeister, Andreas Rabl, SPÖ-Stadtrat Klaus Hoflehner und ÖVP-Fraktionsobmann Markus Wiesinger, noch einmal besprochen.

Schnelle Frühverbindungen zum Flughafen Wien

Mit dem Railjet 825, der um 3:56 Uhr in Wels startet und um 5:57 am Flughafen Wien ankommt, erhält Oberösterreich zudem eine schnelle Frühverbindung zum Flughafen Wien-Schwechat. Ergänzend dazu wird der derzeit in Linz startende Railjet 823 künftig bereits ab Wels um 5:58 Uhr fahren, damit reisen ÖBB-Kunden künftig in 1h32 nach Wien Hbf und in 1h59 zum Flughafen Wien.

Kurt Bauer, Leiter ÖBB-Fernverkehr: „Das Ziel der ÖBB ist es, das Zugangebot im gesamten Bahnnetz im Sinne der Mehrzahl der Reisenden zu attraktivieren. Die Änderungen bei den Railjet- und ICE-Halten in Wels erfolgen in Abstimmung mit dem Land OÖ und der Stadt Wels. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Verkehrslandesrat Günther Steinkellner und den Vertretern der Stadt Wels für die gute Zusammenarbeit.“

Bereits im September 2016 hat die Messestadt von der Umstellung der früheren IC-Züge auf der Weststrecke auf Railjets vom Komfort der modernsten ÖBB-Flotte profitiert. Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 haben neun neue Railjet-Garnituren die bisherigen ÖBB Intercity-Züge auf der Weststrecke abgelöst. Damit profitieren nun auch Fahrgäste aus Wels, Attnang-Puchheim und Vöcklabruck vom hohen Railjet-Komfort. Linz erhielt ein zusätzliches Angebot mit zwei neuen Railjets pro Stunde. Die ÖBB haben für die Umrüstung von Intercity auf Railjet-Garnituren auf der Weststrecke 145 Millionen € investiert.

ICE hält künftig zwei Mal je Richtung zu den Tagesrandzeiten

Im Gegenzug zu den Neuerungen beim Railjet werden die ICE-Halte in Wels von zwölf auf vier täglich reduziert. Grund für diese Reduktion ist ein von ÖBB und DB (Deutsche Bahn) geplantes Beschleunigungskonzept, das eine Fahrzeitverkürzung von 25 Minuten auf der Strecke Wien – Frankfurt vorsieht. Dennoch bleiben zwei ICE-Halte zu den Tagesrandzeiten in Wels, die ÖBB-Kunden eine attraktive Verbindung nach Frankfurt ermöglichen. Durch das Beschleunigungskonzept werden im Knoten Linz bessere Anschlüsse von der Summerauer Bahn und der Pyhrnbahn auf den ICE nach Deutschland ermöglicht. Zusätzlich gibt es künftig am Tagesrand zwei ICE-Halte in Schärding.

Verkehrslandesrat Günther Steinkellner: „Natürlich ist es unerfreulich, wenn Zugverbindungen wegfallen. Die zusätzlichen neuen Verbindungen bedeuten allerdings einen Mehrgewinn für den Raum Wels, da in den Tagesrandbereichen neue Reisemöglichkeiten entstehen. Für die Zukunft erwarte ich mir, dass die Interessen der zweitgrößten Stadt Oberösterreichs und ihres Wirtschaftsraums verstärkt berücksichtigt werden.“

Bürgermeister Andreas Rabl: „Durch den Fahrplanwechsel bestehen ab Dezember sieben zusätzliche Verbindungen von und nach Wien/Linz und damit die Möglichkeit, sowohl Frühflüge von Wien aus rechtzeitig zu erreichen als auch Abendveranstaltungen in Wien zu besuchen. Das ist eine klare Qualitätssteigerung im Vergleich zu vorher.“

Stadtrat Klaus Hoflehner: „Der Wegfall von ICE-Halten schmerzt. Durch die Gespräche konnten vier ICE-Halte an den attraktiven Tagesrandzeiten für Wels gerettet werden. In Aussicht gestellt wurde darüber hinaus, dass nach dem vierspurigen Gleisausbau der Strecke Linz-Wels die Einrichtung dieser Halte wieder vorstellbar ist.“

Fraktionsobmann Markus Wiesinger: „Im Rahmen der Gespräche wurde positiv hervorgehoben, dass nunmehr auch internationale Railjetverbindungen nach Zürich bzw. Budapest halten. Damit bleibt nach neun Jahren erstmalig ein internationaler Railjet in Wels stehen. Es wurde aber auch klar deponiert, dass der Halt weiterer internationaler Railjetverbindungen wünschenswert ist.“

Pressemeldung ÖBB

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