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Samstag, 02 September 2017 14:34

Österreich: Schweinbarther Kreuz - wie lange noch ?

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Zwischen der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und der Zeit vor dem 1. Weltkrieg entstand im Weinviertel ein umfangreiches Lokalbahnnetz der Niederösterreichischen Landesbahnen(NöLB) mit den Eckpunkten Wien Stammersorf - Gänserndorf - Zistersdorf/Dobermannsdorf und Mistelbach. Nachdem die NöLB 1921 in den Bundesbahnen aufgegangen war wurde das Netzt mit dem Betriebsmittelpunkt Groß Schweinbarth über Jahrzehnte unverändert weiter betrieben - lediglich der Wechsel von der Dampf-zur Dieseltraktion stellte eine markante Zäsur dar.

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1988 wurden wesentliche Teile dieses Streckennetzes eingestellt und der verblieben Rest aber mit viel Engagement (und auch Erfolg!) modernisiert und attraktiviert. Leider ist man in der seit der Jahrtausendwende wieder in den alten Trott verfallen und bemüht die, sattsam von weltweit vielen Regionalbahnen bekannte, Abwärtsspirale:

• Schlechter Erhaltungszustand verlängert Fahrzeiten

• Unattraktive Anschlussverbindungen an den Verknüpfungspunkten mit dem übergeordneten Netz

• Paralleler Straßenausbau - im konkreten Fall sogar eine Autobahn

Die ÖBB zählen das "Schweinbarther Kreuz" wie die verblieben 35 km im Eisenbahnerjargon genannt werden, nicht zum Kerngeschäft. Man darf gespannt sein welche Schlüsse die Regional-und Landespolitik aus dem Dahinsiechen der Bahnstrecken von Gänserndorf nach Bad Pyrawarth und von Obersdorf nach Groß Schweinbarth zieht. Potential wäre im Nahbereich der Bundeshauptstadt Wien allemal vorhanden.

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