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Dienstag, 05 September 2017 10:05

Italien: Fünf Mio. Euro für die Internet-Wartung von Trenitalia

Die Europäische Kommission wird 100 % Zuschüsse für das Projekt CHARIOT (Cognitive Heterogeneous Architecture for Industrial IoT) bereitstellen, das sich auf die Frage der Netzsicherheit im Internet der Dinge konzentriert und innovative Lösungen für Datenschutz, Sicherheit und Gefahrenabwehr im Bereich intelligenter Gebäude sowie Schienen- und Luftverkehr entwickelt.

Die Initiative mit einem Gesamtwert von 4.9 Mio. Euro hat die Auswahlphase bestanden und steht im Wettbewerb mit einer Vielzahl weiterer Vorschläge. Sie wird am 1. Januar 2018 für einen Zeitraum von 36 Monaten eingeführt und mit mehreren europäischen Partnern durchgeführt, darunter den belgischen INLECOM und VLTN, dem italienischen Aspisec, dem irischen TELCOSERV und dem Flughafen Athen.

Die Aktivitäten von Trenitalia, an denen auch die Abteilungen für technische Systeme, Informationssysteme und strategische Planung beteiligt sind, werden sich auf die Eisenbahnbranche erstrecken, um die IT-Übertragungen zwischen den IoT-Sensoren an Bord von Zügen zu sichern, die der Erfassung von Daten über Verschleiß und Betrieb kritischer Teilsysteme sowie über den Stromverbrauch dienen.

Das Engagement der Bahngesellschaft wird sich auf zwei konkrete Anwendungsfälle konzentrieren. Der erste betrifft die aktive prädiktive Instandhaltung der Eisenbahnflotte zu verbessern. Ein Zugsteuerungssystem (TMS) wird als Knotenpunkt für die Datenübertragung zwischen den miteinander verbundenen Zügen sowie für das Senden und Empfangen zwischen ihnen und den Netzleitstellen eingeführt. Die in einer Cloud-basierten Architektur zentral verwaltete Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) wird es Betreibern ermöglichen, Geräte, Strecken und Stationen effizienter zu nutzen und damit alle Sicherheitsrisiken drastisch zu reduzieren. Dies ermöglicht unter anderem eine kontinuierliche Überwachung der Geschwindigkeit, der Türöffnungs-/Schließanlage, des Verkehrs und möglicher Störungen im Internet.

Der zweite Anwendungsfall ist die Überwachung der Energieeffizienz. Ziel ist die Überwachung von elektrischen und mechanischen Komponenten, die der Auswertung des Energieverbrauchs und dem Datenaustausch mit den Bordservern und dem zentralen Bodensystem dienen. Die neuen Elemente des IoT können in die bestehenden Systeme zur Steuerung von elektrischen Parametern und mechanischen Messungen integriert werden. Damit lassen sich Fehlfunktionen und vorbeugende Wartungsarbeiten am Sensor noch schneller erkennen.

WKZ, Quelle FS Italiane

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