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Mittwoch, 06 September 2017 08:45

Schweiz: Tunnelvortrieb verursacht Rutschung auf freiem Feld

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Am Samstag, 2. September hat sich nach dem Tunnelvortrieb beim Vierspurausbau Olten–Aarau die Erde auf einer Fläche von zirka sechs Meter Durchmesser über dem künftigen Eppenbergtunnel um rund drei Meter abgesenkt. Die im Bauprojekt schwierige Übergangszone vom Fels- zum Lockergestein ist insgesamt rund 150 Meter lang und das Gelände senkte sich auf freiem Feld ab. Die entstandene Vertiefung wird in den nächsten Tagen aufgefüllt. Es sind weder Häuser noch Personen betroffen. Die Rutschung hat keinen Einfluss auf den Tunnelvortrieb und dieser wird planmässig fortgesetzt.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Gretzenbach ist es am Samstag, 2. September 2017 während des Vortriebs mit der Tunnelbohrmaschine rund 16 Meter hinter dem Bohrkopf zu einer Rutschung der Erde gekommen. Dabei ist ein Loch von rund 6 Meter Durchmesser und 3 Meter Tiefe auf einem freien Feld entstanden. Die Überdeckung von der Tunnelbohrmaschine bis zur Erdoberfläche beträgt an dieser Stelle rund 15 Meter.

Die Rutschung befindet sich in der rund 150 Meter langen Übergangszone vom Fels- zum Lockergestein, die unter unbebautem Gebiet liegt. Die entstandene Vertiefung wird in den kommenden Tagen mit Kies und Erde aufgefüllt. In der noch vor der Tunnelbohrmaschine liegenden bebauten Zone des Lockergesteins ist mit keinen weiteren Rutschungen oder Absenkungen zu rechnen. Die Tunnelbohrmaschine unterquert im Lockergestein auch einzelne Liegenschaften. Die Gebäude werden rund um die Uhr mit modernsten Messgeräten überwacht. Bereits kleinste Bewegungen würden detektiert.

Da sich die Rutschung auf offenem Feld hinter der bereits fertiggestellten Tunnelröhre befindet, geht der Vortrieb mit der Tunnelbohrmaschine ungehindert weiter. Das Ausbauprojekt Eppenberg ist terminlich weiterhin auf Kurs. Ende 2017 rechnet das Bauteam mit dem Tunneldurchstich in Gretzenbach.

Vierspurausbau Olten–Aarau Eppenbergtunnel

Der Vierspurausbau Olten–Aarau behebt eines der grössten Nadelöhre auf der Ost-West-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes. Das 855-Millionen-Franken-Projekt ermöglicht ab Ende 2020 mehr Zug im Regional- und Fernverkehr und sichert gleichzeitig dem Güterverkehr die nötigen Kapazitäten, um auf diesem Abschnitt die erforderlichen Gütermengen schnell und sicher zu befördern. Der aktuelle Stand der Tunnelbohrmaschine kann unter sbb.ch/eppenberg-tbm eingesehen werden.

Pressemeldung SBB

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Letzte Änderung am Mittwoch, 06 September 2017 09:04

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