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Donnerstag, 07 September 2017 12:56

Österreich: Komplettsperre der Semmering-Bergstrecke für alle Züge ab Montag

Bis der Semmering-Basistunnel 2026 in Betrieb geht, rollen täglich rund 180 Züge über die 160 Jahre alte Semmeringstrecke. Dieses Verkehrsaufkommen müssen wir auch in der topographisch anspruchsvollen Lage unter härtesten Witterungsbedingungen bewältigen. Die denkmalgeschützte Semmeringstrecke zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag stellt eine der intensivst genutzten Bahnstrecken im Netz der ÖBB dar – ist sie doch ein Nadelöhr auf der Nord-Süd-Verbindung im Osten Österreichs und auf europäischer Ebene. Deshalb führen wir bis 2025 weitreichende Erneuerungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Bergstrecke durch. Die Arbeiten, die heuer auf dem Programm stehen, wurden Mitte August gestartet. Für den Nahverkehr besteht bereits seit 13. August bis inklusive 13. Oktober ein Schienenersatzverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag.

Die intensivste Phase findet jetzt in der zweiten September-Hälfte von 11. September bis 1. Oktober statt. In diesem Zeitraum muss auf der Semmeringstrecke nicht nur für den Nahverkehr, sondern auch für den Fernverkehr ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Der Schienenersatzverkehr für die Fernverkehrszüge betrifft den Abschnitt Wiener Neustadt – Mürzzuschlag. Investiert werden in die Maßnahmen auf der Semmering-Bergstrecke im heurigen Jahr 28,6 Millionen Euro.

Lange Planung und komplexe Umsetzung der Baumaßnahmen

Dem gesamten Projekt ist eine lange Planungsphase voraus gegangen, um die Arbeiten möglichst effizient erledigen zu können, und um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich in Grenzen zu halten, was bei der Komplexität der einzelnen Vorhaben sehr schwierig ist. Die bewusst zeitgleiche Umsetzung der Vorhaben hat das Ziel, alle Arbeiten auf der Südstrecke im Abschnitt von Wiener Neustadt bis Mürzzuschlag zu bündeln und innerhalb einer Sperre so kompakt wie möglich abzuwickeln.

Baumaßnahmen Semmering-Bergstrecke

• Erneuerung von rund zehn Kilometern Gleis und zahlreicher Weichen
• Sanierung des Kartnerkogel-Viaduktes auf den neuesten technischen Stand
• Erneuerung der Oberleitungsanlagen im Bahnhof Semmering
• Instandhaltungsmaßnahmen an Lehnen, Tunnel und Viadukten
• Bahnsteigadaptierungen in den Bahnhöfen Klamm-Schottwien und Breitenstein
• Sanierung Eisenbahnkreuzung in Breitenstein

Betriebliche Einschränkungen → Schienenersatzverkehr

• 13.8. bis 13.10.2017 Schienenersatzverkehr für Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag
• 11.9. bis 1.10.2017: Totalsperre: Schienenersatzverkehr für Fernverkehr zwischen Wiener Neustadt Hbf. und Mürzzuschlag, Schienenersatzverkehr im Nahverkehr zwischen Payerbach-Reichenau und Mürzzuschlag

Die Südstrecke: Vom Reisen und Befördern der Zukunft

An mehr als 100 großen und kleinen Projekten arbeitet die ÖBB-Infrastruktur AG derzeit entlang der Südstrecke, einem Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors. 200 Kilometer Bahnlinie werden modernisiert, 170 Kilometer neu gebaut. 80 km neue Tunnel und 150 neue Brücken errichtet. Über 5.000 Menschen arbeiten daran. Ab Ende 2026 eilen die Züge in 2 Stunden 40 Minuten von Wien nach Klagenfurt, von Graz nach Klagenfurt in 45 Minuten. Sie passieren, auf insgesamt 470 km, viele neue Bahnhöfe und durchqueren mit hohen Geschwindigkeiten zwei Berge – den Semmering und die Koralpe. Das Projekt Südstrecke umfasst: den Nordbahn-Ausbau, den Ausbau Wien-Bratislava, den neuen Wiener Hauptbahnhof, das Güterzentrum Wien Süd, den Ausbau der Pottendorfer Linie, den Bau des Semmering-Basistunnels, acht modernisierte Bahnhöfe auf dem Weg von Bruck nach Graz, den modernisierten Grazer Hauptbahnhof und 130 Kilometer neue Koralmbahn. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen für einen zukunftsorientierten Personen- und Güterverkehr.

Pressemeldung ÖBB

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