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Montag, 11 September 2017 12:45

Österreich: Arbeitskammer will keinen Bahn-Ausverkauf

„Wir haben eine gute Bahn und die muss rot-weiß-rot bleiben“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. Die AK unterstützt die Initiative „Bahn in rot weiß rot“ der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida und des Fachverbandes der Schienenbahnen der Wirtschaftskammer.

„Die Sozialpartner kämpfen gemeinsam für etwas, das für alle in Österreich wichtig ist: Ein im EU-Vergleich preiswertes und pünktliches Bahnsystem, das täglich 400.000 Pendlerinnen und Pendler zur Arbeit bringt und auch bei den Fernreisenden punktet. Damit werden außerdem etwa 66.000 fair bezahlte Jobs in allen Regionen Österreichs gesichert“, so Kaske. Der AK Präsident unterzeichnete die Unterschriftensammlung unter www.bahninrotweissrot.at

Die Initiative „Bahn in rot weiß rot“ kämpft für die „Direktvergabe“ von Bahn-Aufträgen: Bisher können Städte, Länder und der Bund Bahnverkehrsaufträge direkt an Unternehmen vergeben, an die ÖBB, aber auch an kleinere Privatbahnen wie etwa die Salzburger Landesbahn. Aber immer wieder gibt es Versuche, diese Direktvergaben zu verbieten und durch internationale Ausschreibungen zu ersetzen.

In Großbritannien wurde das in großem Stil gemacht. Dort zahlen die Fahrgäste inzwischen 19 Cent pro Schienenkilometer, in Österreich sind es 8 Cent. „Ein Wegfall der Direktvergabe öffnet den Markt für internationale Bahnkonzerne. Das wäre das Aus für unser bewährtes System und viele hiesige Unternehmen“, warnt Kaske.

Pressemeldung Arbeitskammer Wien

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