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Flagge BulgarienBulgarien / Balgarija

RechteckProbefahrten 1116 023
Foto Krassimir Anguelov
Am 16. November kam der ÖBB-Taurus 1116 023 im bulgarischen Grenzbahnhof Russe an. Das Triebfahrzeug durchläuft innerhalb der nächsten Tage ein Probefahrtenprogramm in Bulgarien und wird am Freitag, 20. November 2009, wieder via Rumänien nach Österreich zurück überstellt.
Das Foto zeigt die ÖBB 1116 023 im Depot Sofia, 17.11.2009
((Markus Rabanser, Foto Krassimir Anguelov, 18.11.09).

RechteckEs gibt sie noch, die BDZ V10C
Foto Gunter Mackinger
Zwischen 1971 und 1981 hatte die BDZ für Verschubdienste zwei V10C von LKM (Bj. 1962) in Bestand. 91-02 hat zumindest in schlechtem Zustand bis heute überlebt - hier im Betriebswerk der Rodopenbahn in Septemvri am 03.07.2009. Nur wenige Loks dieser Type wurden für eine spurweite von 760mm geliefert
(Gunter Mackinger, 03.08.09).

RechteckBrigadeloks
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Vermutlich die BZD 202 (ex HF 5912), gebaut 1906 bei Borsig, ist in Septemvri im Bw der Rodopenbahn hinterstellt. BDZ 479 (ex HF 1130), gebaut bei Henschel 1918, in der Halle des Hbf. Sofia in vorbildlichem Zustand mit einem passenden Reisezugwagen.
Die BDZ verfügte für ihre umfangreichen Schmalspurstrecken mit 600 mm über nicht weniger als 93 ehemalige Brigadeloks aus den beständen der Deutschen Heeresfeldbahnen. Die letzten Brigadeloks der BDZ blieben bis 1969 in Betrieb  - 4 Loks dieser Type sind in unterschiedlichen Erhaltungszuständen bis heute erhalten geblieben
(Gunter Mackinger, 01.08.09).

RechteckLokomotiven der BDZ Rodopenbahn
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Die stärkste Diesellok für 760mm Spur weltweit - die BDZ Baureihe 77 (hier 77 008 in Dobriniste) mit 1300 PS, gebaut 1988 bei den "23.August" Werken in Rumänien. Die Baureihe 81 (hier 81 002) wird im Verschub eingesetzt und wurde 1981 aus der UDSSR importiert -hier in Septemvri. Eine "760mm V 160" lieferte Henschel 1965/66 an die BDZ - hier die 1100 PS starke 75 005 in Septemvri. Als einige betriebsfähige Schmalspurdampflok der BDZ ist die 1E1 Nachbau VII K 609 in Septemvri beheimatet. Gebaut wurde diese Lok 1949 von Chrzanow (P).
Für die anspruchsvolle Trassierung benötigte die BDZ Rodopenbahn seit ihrem Bau immer besonders leistungsfähige Lokomotivkonstruktionen. Nahezu jede Dampfloktype ist - wenn auch in zumeist schlechtem Zustand - bis heute erhalten geblieben. Nicht minder interessant sind auch die Diesellokomotiven - handelt es sich doch bei den Loks der Baureihen 75, 76 und 77 um die leistungsfähigsten Loks auf bosnischer Spur weltweit.
Nach Einstellung der Schmalspurbahn von Cerven Brjag nach Orjahovo sind alle 760mm Loks der BDZ - ob betriebsfähig oder auch nur "Museumsobjekt" - bei der Rodopenbahn konzentriert
(Gunter Mackinger, 01.08.09).

RechteckRodopenbahn
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Oben: 77 009 mit Personenzug nach Dobrinishte auf der Hochebene vor Razlog. 77 002 im Scheitelbahnhof Avramovo - dem mit 1267m höchstgelegen Bahnhof der BDZ .
Mitte: 75 008 mit Personenzug nach Septemvri bei der Einfahrt in Jakoruda. Fotomotive aller Orten und dank des relativ dichten Zugverkehrs gut zu realisieren - 77 002 in Dagonovo.
Unten: Bis auf wenige Ausnahmen sind die Bahnhöfe mit Formsignalen gesichert - hier das Einfahrsignal von Belica. Die Pomaken - eine einst viel verfolgte Minderheit bewohnt einige Dörfer entlang der Rodopenbahn. Diese Volksgruppe bekennt sich zum Islam und so passiert 77 008 mit dem Personenzug nach Dobrinishte die Moschee von Smolevo.

Schon lange gibt es keine Möglichkeit mehr von Belgrad nach Sarajewo oder weiter an die Adria zu reisen. Schmalspurbahnen mit der bonischen Spur beschränken sich heute vielfach auf regionale Erschließungsfunktionen.
Etwas von der Art und Weise der Fernreisen auf 760 mm kann man heute noch in Bulgarien auf der Rodopenbahn "erfahren". Diese von den BDZ betriebene Schmalspurbahn wurde zwischen 1921 und 1945 erbaut und ist in jeder Hinsicht eine Schmalspurbahn der Superlative. Auf 125 km Strecke zwischen Septemvri und Dobriniste werden nicht weniger als 35 Tunnels passiert - und mit bis zu 33%o mehr als 1000 Höhenmeter überwunden. Mit ihren Kehrtunnels und den Viadukten steht die Rodopenbahn den bekannten schweizer Schmalspurbahnen in der Kühnheit der Trassierung in nichts nach.
Nach dem völligen Zusammenbruch des Güterverkehrs verkehren heute 4 Personenzugpaare über die Gesamtstrecke und ein Personenzug (unpaarig) auf einer Teilstrecke. Die Gesamtfahrzeit beträgt um die 4 Stunden
(Gunter Mackinger, 01.08.09).

RechteckGrenzueberschreitender Schnellzug vor dem Aus
Foto Werner Bischoff
Die von Mitte Juni bis 6. September 2009 eingerichtete Schnellzugverbindung von Bukarest nach Varna über den Güterzug-Grenzübergang Negru Voda - Kardam steht vor dem vorzeitigen Aus. Gemäß Internetauftritt der CFR ist der Zug ab 10. August nicht mehr im Einsatz.
Am 25. Juli trafen sich im Grenzbahnhof Kardam der rumänische Krabbenkutter (60 1376), der den Zug von Medgidia her gebracht hat, und die bulgarische Ludmilla, die den R 1131 bis Varna bringen wird. Die schlechte Besetzung ist wohl der Grund für die Einstellung knapp einen Monat früher als geplant (Werner Bischoff, 30.07.09).

RechteckVidin - Kulata
Radio Bulgarien (BNR) berichtete am 05.03.2009, dass drei wichtige Verkehrsprojekte mit Unterstützung der EU vorbereitet werden. Die Schiffbarkeit der Donau sowie Bahn- und Straßenverbindung zwischen Vidin, an der künftigen Donaubrücke gelegen, und Kulata an der Grenze zu Griechenland.
Zwischen Vidin und Sofia muss das Balkangebirge überquert werden. Zwischen Boboshevo und Kulata führt die Strecke durchs Strumatal. Auf weiten Abschnitten ist die Struma noch ein naturnaher Fluss, zwischen Blagoevgrad und Simiti bzw. zwischen Krupnik und Kresna liegen zwei wertvolle Schluchten.
Insbesondere der Bau der Autobahn, Magistrala Struma, droht tiefe Spuren zu hinterlassen. Es bleibt zu hoffen, dass noch ein Weg gefunden wird, die Flusslandschaft der Struma zu erhalten. Die Eisenbahn könnte ein Chance sein? (Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 09.03.09).

RechteckBau der Donaubrücke II Vidin-Kalafat
Radio Bulgarien (BNR) berichtete am 28.7.2008, dass der Bau der zwei Kilometer langen Schienen- und Straßenbrücke sich bereits um sechs Monate verspätet habe. Ursprünglich sollte die Brücke am 30.4. 2010 in Betrieb gehen (Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 09.02.09).

RechteckBau des transeuropäischen Verkehrskorridors Nr. 8
Radio Bulgarien (BNR) berichtete am 6.2.2009, dass der Bau des transeuropäischen Verkehrskorridors Nr. 8 für Bulgarien Priorität habe. Bisher fehlen zwei Schienenverbindungen, Lin (Albanien) – Kicevo (Mazedonien) mit 70 km sowie Kriva Palanka (Mazedonien) - Gjueshevo (Bulgarien) mit 25 km samt 2,3 km langem Grenztunnel.
In Bulgarien führt außerdem der Abschnitt Razhdavica – Zemen (15 km) durch die Schlucht der Struma.. Der Bau des Korridors wird insgesamt kein leichtes Bauvorhaben, da er zwischen Durrës und Sofia Gebirgscharakter hat. Interessant ist auch die Bewertung des GTAI (Germany Trade Invest). Das Dokument aus 2007 kennt nur Autobahn- und Schnellstraßenprojekte (Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 09.02.09).

RechteckKabinett billigt Eisenbahninvestitionsprogramm
Die bulgarische Regierung billigte die Richtlinien für die Entwicklung der bulgarischen Einsenbahn bis 2013.
Die Gesamtsumme der Investitionen für den Zeitraum ist mehr als 2,4 Milliarden Euro. Sie sollen für die Modernisierung der Einsenbahninfrastruktur insbesondere des transeuropäischen Eisenbahnnetzes, der Hauptstrecken und für den Ankauf von Zügen und neuen Verkehrstechnologien eingesetzt werden (
Markus Rabanser, 02.02.09).

RechteckDesiro-ET in Auslieferung an die BDŽ
Die BDŽ meldet, dass die ersten dreiteiligen Desiro-ET Mitte Dezember 2007 nach Bulgarien kamen. Noch im ersten Quartal 2008 sollen diese von Sofia (София) aus nach Pernik (Перник) eingesetzt werden. Insgesamt soll Siemens 15 dreiteilige und 10 vierteilige Desiro-ET liefern (Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 21.01.08).

RechteckLangsamer Ausbau des Nahverkehrs in Sofia
Die Verkehrsbetriebe der bulgarischen Hauptstadt kommen mit der Modernisierung und dem Ausbau nur langsam voran. Die 1987 begonnene Umspurung von 1009mm auf Normalspur wurde nur bei zwei Linien (20, 22) durchgeführt. Die Straßenbahnlinien werden mit durchwegs älteren Fahrzeugen eigener Produktion, Tatra Bauart T6 sowie Gebrauchtfahrzeugen aus Bonn und Halle betrieben.
Die bisherige Tram Linie 2 endet nun drei Haltestellen vor dem Campus der technischen Universität. In 2009 sei damit zurechnen, dass die U-Bahn von der Innenstadt bis in den Süden nach Mladost eröffnet wird und damit auch die TU ans Schienennetz wieder angebunden ist. Der Beitritt zur EU möge dem öffentlichen Nahverkehr viele Chancen eröffnen.
Weitere Informationen sind unter
http://swetlin.piranho.de/index.html oder
http://www.metropolitan.bg/index_eng.html zu finden
(Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 19.12.07).

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