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Flagge GriechenlandGriechenland / Hellada

RechteckGriechenland: Neuer Fahrplan
Wie den einschlägigen Internetseiten zu entnehmen ist, reduziert der griechische Eisenbahnbetreiber TRAINOSE - offensichtlich von der Regierung verordnet - seit dem 01.08.2009 sein Angebot erheblich: Die Produktivität soll 2009 um 21%, in den beiden folgenden Jahren um jeweils 52% gesteigert werden: Dafür wurden jetzt die Fahrpreise um bis zu 33% angehoben, mindestens zwei weitere Fahrpreiserhöhungen sind bereits geplant.
Gleichzeit betreibt man einen Kahlschlag vor allem im Nahverkehr in der Provinz, in Thessalien und Westmazedonien gibt es Einschränkungen im Fahrplanangebot um bis zu 80%, auch auf den erst in den letzten Jahren aufwändig auch mit EU-Geldern sanierten Strecken.
Im Meterspurnetz der Peloponnes wurde die die Strecke von Korinth nach Nafplion und Tripolis wieder in Betrieb genommen, verbunden ist das aber mit einer erheblichen Ausdünnung auf anderen Strecken.
Das eigentliche Interesse scheint nur noch an der landesweiten Hauptachse PAThEP (Patras-Athen-Thessaloniki-Eidomeni [Grenze nach Mazedonien] – Promachona [Grenze nach Bulgarien]) zu bestehen. Wie man so Fahrgäste gewinnen will bleibt offen.
Die privaten Busbetreiber werden sich freuen. Im Güterverkehr sieht es nicht besser aus
(Dr. Johannes Schenkel und Konstantin Schenkel, 13.08.09).

RechteckGriechenland: Kalavrita wieder per Zahnradbahn erreichbar
Foto  Stadler/Peter Fehr
In Doppeltraktion haben zwei moderne Triebzüge der Diakopto–Kalavrita-Bahn in Griechenland den Endbahnhof Kalavrita erreicht und dabei auf der 750 mm-Strecke auch die Zahnstangenabschnitte befahren. Foto: Stadler/Peter Fehr.
Da die Griechischen Eisenbahnen OSE die Infrastrukturarbeiten an den drei insgesamt rund vier Kilometer langen Zahnstangenabschnitten bei der Strecke von Diakopto nach Kalavrita (Spurweite: 750 mm) nicht rechtzeitig planten und ausführen ließen, verzögerte sich die Inbetriebsetzung der vier 2007 von Stadler in Bussnang abgelieferten Triebzüge vom Typ BDeh 2Z + 4A/12 auf der Zahnstange erheblich.
Am 20. Mai 2009 erreichten nun – nach weitgehender Sanierung der Zahnstange – zwei Triebzüge Kalavrita, und das sogar in Doppeltraktion. Gleichzeitig erteilte das schweizerische Bundesamt für Verkehr die Typenzulassung für die Fahrzeuge.
Bei Redaktionsschluss war geplant, dass ab 1. Juni 2009 wochentags mit einem Fahrzeug ein Zugpaar, der Frühzug, geführt werden soll, an Wochenenden sollen es vier Zugpaare sein. Die Zulassung der drei übrigen Triebzüge soll im Laufe des Juni erfolgen (Hans-Bernhard Schönborn, 26.05.09).

RechteckPiräus
Foto Martin Wehmeyer
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Piräus - 600 000 Einwohnerstadt und Hafenstadt von Athen zeichnet sich werktags durch ein unheimliches Verkehrsgewühl aus. Bewältigt wird dies von den O-Bussen bzw. der zu Olympia 2004 modernisierten U-Bahn/Metro. Dabei wurde auch die alte Bf Halle wieder rekonstruiert. Am Hafen von Piräus unweit der Metro Bfhalle findet sich dieser Triebwagen als Denkmal (Martin Wehmeyer, 08.11.08).

RechteckBahnhof Chalkis
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Am Bf Chalkis gibt es derzeit wegen Renovierung der Strecke keinen Zugverkehr, aber Fahrkarten werden noch verkauft, da SEV herrscht (Martin Wehmeyer, 07.11.08).

RechteckBahnhof Inoi
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Foto Martin WehmeyerFoto Martin Wehmeyer
Die Hauptstrecke von Athen nach Thessaloniki wird nach wie vor mit Diesel betrieben. Der Bf Inoi liegt 80 km von Athen entfernt und ist Abzweigbf der Strecke nach Chalkis. Rangierarbeiten konnten am 23.10.08 beobachtet werden. Mehr als spärlich ist der Güterverkehr der OSE. Der LKW hat in Griechenland das "Heft fest in der Hand". Zwei Gz zwischen 9 und 18 Uhr auf der Hauptstrecke sind nicht viel ... (Martin Wehmeyer, 06.11.08).

RechteckReisebericht
Foto  Dr. Johannes SchenkelFoto  Dr. Johannes Schenkel
Abfahrbereiter Zug in Milies mit Lok DeltaA1 (05.10.2008) und Normalspurtriebwagen 621 209 und Schmalspurtriebwagen 6521 in Kiato/Peloponnes (19.10.2008).
Im Zuge einer Reise nach Griechenland hatte ich die Gelegenheit einen Teil des aktuellen Betriebs zu beobachten:
• Generelle Lage: Die großen Bauvorhaben, d.h. der Ausbau der PAThEP-Magistrale (Patras - Athen – Thessaloniki – Idomeni (Grenze nach Mazedonien) – Promachona (Grenze nach Bulgarien) sowie der Generalumbau im Großraum Athen, die eigentlich zu weiten Teilen bis zur Olympiade 2004 fertig gestellt sein sollten, schreiten langsam voran. Hinzu kommt aktuell das jüngste Sparprogramm der konservativen Regierung, das u.a. die (ehemaligen) Staatsbetriebe und deren Mitarbeiter erheblich trifft und Grund für massive Streiks seit zwei Wochen ist.
• Elektrifizierung: Seit September 2008 wird von Norden her Larissa, die viertgrößte Stadt des Landes, elektrisch erreicht, bei konsequenter Nutzung sollte dies zu einer erheblichen Erleichterung im Betrieb führen, immerhin stehen 30 bisher kaum genutzte Hellassprinter Loks und ca. 15 Desiro-Züge im Bestand. Bis Jahresende soll der elektrische Betrieb bis Domokos, dem nördlichen Endpunkt der Bergstrecke, ausgedehnt werden, eine Ausweitung des elektrischen Betriebs ist dann aber wegen der nicht fertig gestellten Neubaustrecke vorerst nicht zu erwarten.
• Athen – Peloponnes: Die Flughafen S-Bahn (Proastiakos) verkehrt elektrisch bis Neraziotissa (Olympiastadion/Übergang zum „elektrischen Zug“ ISAP), dann mit Dieselzügen bis Ano Liosa (westlich des im Bau befindlichen Kreuzungsbahnhofs SKA Acharne). Dort besteht Anschluss zu den jetzt normalspurig betriebenen Peloponnesbahnzügen Piräus – Athen – Korinth – Kiato (derzeitiger Verknüpfungspunkt zur Schmalspurbahn). Die direkte Verbindungskurve Flughafenbahn – Athen ist wegen der Bauarbeiten außer Betrieb. Von Athen bis Piräus ist die normalspurige Strecke und der Peloponnesbahnhof Piräus ein- bis fünfgleisig ausgebaut, meistens ist aber nur ein Gleis in Betrieb. Auf dem normalspurigen Abschnitt der Peloponnesbahn wird ein Studententakt angeboten, der offensichtlich gut genutzt wird, obwohl die Bahnhöfe z.T. erheblich außerhalb der Ortschaften liegen. Die Elektrifizierung ist in Arbeit, ebenso der neue Verschiebe- und Betriebsbahnhof Thriassio Pedio.
Die Werkstattanlagen für Meterspurfahrzeuge in Piräus-Lefka sind wohl endgültig außer Betrieb, es waren dort nur einige wenige Fahrzeuge zu sehen. Die Meterspurgleise östlich von Korinth scheinen noch für den Güterverkehr in Betrieb zu sein.
• Pileonbahn Volos-Milies: Der Betrieb wir ausschließlich im Bergabschnitt Ano Lechonia – Milies mit Dieselloks durchgeführt, dieses Jahr mit täglichen Fahrten in der Hauptsaison. Die Talstrecke an der Küste Anavros (Ostende von Volos) – Agria wurde dieses Jahr nicht mehr betrieben, angeblich aus Sicherheitsgründen (Seitenlage an der Strasse) (Dr. Johannes Schenkel, 24.10.08).

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