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Flagge GrossbritannienGroßbritannien / Great Britain

RechteckEntwurf für neues Franchising-System
Die Vergaben von Eisenbahnkonzessionen in Großbritannien sollen dem von Staatssekretärin Theresa Villiers am 22.07.10 vorgelegten Entwurf "Reforming Rail Franchising" zufolge länger, flexibler und besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste und Steuerzahler angepasst werden.
Die Vorschläge sehen die Verlängerung einer Franchise von derzeit rund acht auf 10 bis 15 Jahre als Standard vor, solange das Leistungsniveau der Konzession beibehalten wird. Im Gegenzug sollen die Betreiber mehr unternehmerische Freiheit in der Art erhalten, wie sie ihre Dienstleistungen durchführen, um Innovationen in die Bahn zu fördern.
Die Reformen beinhalten auch harte Anforderungen an die Bahnbetreiber, die Zufriedenheit der Fahrgäste zu erhöhen. Den Betreibern kann die Konzession entzogen werden, wenn sie diese Anforderungen nicht erfüllen. Weitere Vorschläge des Entwurfs enthalten Änderungen an der derzeitigen finanziellen Risikoteilung und Erleichterungen für die Betreiber, ihr eigenes Geld während der Laufzeit der Franchise zu investieren.
Staatssekretärin Theresa Villiers sagte: "Wir müssen das Franchising reformieren, um private Investitionen zu fördern und um zu helfen, wichtige Verbesserungen für die Eisenbahn durchzusetzen, die die Fahrgäste verlangen. Ich bin fest entschlossen, dass zukünftige Franchises den bestmöglichen Wert für den Steuerzahler und hohe Qualität für die Fahrgäste liefern sollen".
Die Vorschläge befinden sich ab sofort im Stadium der öffentlichen Konsultation, an der die gesamte Bahnindustrie, Fahrgäste und die breite Öffentlichkeit das Konzept der Regierung beraten. Die Konsultationen laufen über 12 Wochen bis zum 18.10.10.
In das Ergebnis der Konsultation werden auch die Erkenntnisse der unter dem Vorsitz von Sir Roy McNulty erstellten Studie "Rail Value for Money" und die Ergebnisse des Spending Reviews eingehen (WKZ, Quelle Department for Transport, 23.07.10).

RechteckEurotunnel beförderte 250 Millionen Menschen durch den Tunnel
Am 21. Juli 2010 feierte Eurotunnel die Beförderung von 250 Millionen Menschen durch den Kanaltunnel seit Aufnahme der Leistungen vor 16 Jahren im Juni 1994.
Diese beträchtliche Zahl - sie entspricht der Hälfte der Bevölkerung der Europäischen Union - umfasst die Fahrgäste und Fahrer von Auto- und Bus-Shuttles und die Fahrgäste der Eurostar-Züge zwischen London, Paris und Brüssel. 58% der 250 Millionen Menschen sind Kunden der Shuttles für Pkw und Lkw, die zwischen Folkestone und Calais in nur 35 Minuten mit bis zu 10 Abfahrten pro Stunde in jeder Richtung verkehren.
Im Durchschnitt fuhren seit 1994 täglich 43.000 Menschen durch den Kanaltunnel, das entspricht der Bevölkerung der Städte Canterbury oder Arras.
Eurotunnel beglückwünschte den 250-millionsten Reisenden durch den Ärmelkanal-Tunnel im Abfertigungsgebäude in Folkestone. Unter den Anwesenden waren zwei regelmäßige Shuttle-Passagiere, Dr. Marijke Korteweg und ihre Enkelin, Eva (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 22.07.10).

RechteckEurotunnel legt Halbjahresbericht vor
Der Ärmelkanaltunnelbetreiber Eurotunnel hat am 19.07.10 seinen Halbjahresbericht 2010 mit auf vielen Gebieten positiver Bilanz vorgelegt.
Eurotunnel baut seine Präsenz im Cross-Channel-Markt mit sehr starkem Wachstum für die beiden Shuttle-Services (Pkw und Lkw) und die Anzahl der Eurostar-Passagiere aus. Während des ersten halben Jahres 2010 hat sich aufgrund der zeitweiligen Schließung des Luftverkehrs als Folge des Vulkanaus-bruchs in Island eine Zunahme des Umsatzes im Kanalverkehr um 11% mit einer bemerkenswerten Steigerung bei den Shuttle Services um +17% ergeben. Die Einnahmen aus der Nutzung des Eurotunnel-Eisenbahnnetzes wurden um 5% erhöht, stimuliert durch den aufgrund des Vulkanausbruchs gesteigerten Eurostar-Verkehr.
Der Cross-Channel-Lkw-Verkehr zeigt immer noch einen durch den Brand im Tunnel im September 2008 zu verzeichnenden Rückgang um 17% für das erste Halbjahr 2010 im Vergleich zu 2008. Der Truck-Shuttle-Verkehr hat jedoch um 41% gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 zugenommen und befindet sich so trotz der Wirtschaftskrise insgesamt auf dem aufstrebenden Ast.
Mit der Konsolidierung von Europorte und ihrer Tochtergesellschaften seit 1. Januar 2010 erreichte Eurotunnel eine Gesamt-Umsatzsteigerung von 22%.
Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive der Groupe Eurotunnel SA, sagte: "Ich freue mich, dass der Verkehr und die Einnahmen in der aktuellen Wirtschaftskrise zugenommen haben. Allerdings, solange unsere Versicherungsleistungen aufgrund des Tunnelbrandes noch blockiert bleiben, werden wir nicht in der Lage sein, einen Gewinn in diesem Jahr zu erklären".
Wichtigste Ereignisse im ersten Halbjahr waren:
• Übernahme von GB Railfreight Limited (GBRf), des drittgrößte Betreibers im Schienengüterverkehr in Großbritannien, am 28. Mai 2010.
• Einweihung des Windparks auf dem Terminal Coquelles.
• Eurotunnel bewirbt sich als Teil eines britischen Konsortiums um die Konzession für High Speed 1
(WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 20.07.10).

RechteckIn den schottischen Highlands ...
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher ... dampfen die Züge der Strathspey Railway vom Touristenort Aviemore über Boat of Garten nach Broomhill. Auf einer Länge von 10 Meilen durchquert die Strecke landschaftlich durchaus sehenswertes Gebiet. Leider sind nur wenige Motive zugänglich, ohne privaten landestypisch eingezäunten Grund zu betreten.
Der offene Führerstand der "828", für die das Baujahr 1899 ausgegeben wird, bietet bei dem erlebten Regen und starken Wind dem Personal bei Rückwärtsfahrt nicht wirklich eine angenehme Reise. Die Bilder entstanden zwischen dem 09. und dem 11.07.2010 (Steffen Pötzscher, 13.07.10).

RechteckStudie bestätigt Bedeutung des Bahntransports für die Wirtschaft
Grafik Network RailGrafik Network Rail
Grafik RFF
Bahnfracht in Großbritannien zwischen 1988 und 2008 (links oben) und vom Hafen Felixstove ausgehende Fracht per Bahn (rechts oben): Während sich die Anzahl der ausgehenden Züge in Felixstove pro Tag von 1998 bis 2008 verdoppelt hat (weiße Balken), stieg die die Anzahl der beförderten Container über alle Verkehrsmittel nur um 118 Prozent, per Bahn aber um 165 Prozent (blaue Kurve).
Die Grafik unten zeigt den per Bahn (gelb) und Straße (grün) benötigten CO2-Bedarf zum Transport eines Containers mit Bohnen in Dosen. Grafiken Network Rail.

Die britische Wirtschaft wird jährlich mit 870 Millionen GBP durch die Schienengüterverkehrsindustrie angekurbelt, wie neuen Forschungsarbeiten von Network Rail zu entnehmen ist ("Value and Importance of Rail Freight" und "Value of Freight Summary Document"). Weiterhin unterstützt die Frachtindustrie indirekt die Wirtschaft mit einem Output von 5,9 Milliarden GBP, mehr als das sechsfache ihres direkten Umsatzes.
Die
Network Rail-Studie über Wert und Bedeutung des Schienengüterverkehrs zeigt außerdem:
Bahntransporte befördern 100 Millionen Tonnen Güter im Wert von rund 30 Mrd. GBP pro Jahr.
• Der Eisenbahngüterverkehr erzeugt einen sechsmal höheren Output für die Wirtschaft als sein direkter Umsatz beträgt und erzeugt eine um den Faktor 14 höhere Beschäftigung als die Industrie.
• Im gesamten Vereinigten Königreich steuert der Güterverkehr 299 Millionen GBP an Gewinnen und Löhnen in der Wirtschaft bei.
• Der Schienengüterverkehr generiert mit 185 000 GBP pro Beschäftigten einen fast doppelt so großen Output wie der nationale Durchschnitt von 89 000 GBP.
• Der gesellschaftliche Nutzen bei einer Verlagerung von der Straße auf die Schiene beträgt 376 Mio. GBP (2007/8) und steigt auf bis zu 903 Mio. GBP, wenn der Güterverkehr bis 2031 um 140% wächst. Er wäre um ein Vielfaches höher, wenn die Höhe der Einnahmen aus der Autoverbrauchssteuer nicht berücksichtigt werden würde.
• Der Schienengüterverkehr wird Vorhersagen zufolge voraussichtlich um 30% über die nächsten zehn Jahre wachsen und auf bis zu 140% über die nächsten 30 Jahre.
Der Direktor für Planung und Entwicklung bei Network Rail, Paul Plummer, sagte: "Großbritannien setzt auf den Frachtverkehr per Schiene. Mehr und mehr Unternehmen wechseln zur Schiene und erzeugen dafür wirtschaftliche und umwelterhaltende Vorteile."
Im Juni 2010 veröffentlichte das Office of Rail Regulation (ORR) zudem die Nutzerbefragung 2010, um das aktuelle Niveau der Kundenzufriedenheit festzustellen ("Rail Freight User Survey: Final Report" und "The future for rail freight: the regulator’s perspective"). Als Schlussfolgerungen ergaben sich:

• Der Schienengüterverkehr ist weniger stark von der aktuellen Wirtschaftslage betroffen als andere Verkehrsträger.
• Es besteht ein weiteres Wachstumspotenzial, wenn der Markt wichtigen Anforderungen der Kunden erfüllen kann: wettbewerbsfähige Preise, Eingehen auf Bedürfnisse der Kunden, Zuverlässigkeit.
• Hohe (74%) Kundenzufriedenheit wurde über regelmäßige Kontakte mit den Kunden erreicht.
Die Überlastung im Straßenverkehr kostet die britische Wirtschaft 7-8 Mrd. GBP pro Jahr und wird voraussichtlich im Jahr 2025 mindestens 24 Mrd. GBP Verlust bringen. Ohne die Eisenbahn würde das zu erwartende Wachstum im Güterverkehr in den nächsten 30 Jahren jährlich zusätzliche 1,5 Millionen Lkw-Fahrten auf Großbritanniens Straßen erfordern. Jeder Güterzug bringt ca. 60 LKW von der Straße (WKZ, Quelle Pressemeldungen Network Rail, ORR, 12.07.10).

RechteckAusschreibung zur Konzession für HS1 gestartet
Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2010/2011
Die britische Regierung hat am 21.06.10 das Ausschreibungsverfahren zum Verkauf der Betriebsrechte an der Hochgeschwindigkeitsstrecke "High Speed 1" (HS1) begonnen, wie Verkehrsminister Philip Hammond bekanntgab.
Ab sofort läuft das Ausschreibungsverfahren für die 86 km lange Hochgeschwindigkeitsstrecke, die den Ärmelkanal-Tunnel mit St Pancras International, Stratford, Ashford und Ebbsfleet verbindet. Der erfolgreiche Bieter wird den Besitz der Gesellschaft "HS1 Ltd" übernehmen, die eine 30-jährige Konzession für die Strecke und die Stationen besitzt.
HS1 Ltd ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der London und Continental Railways Ltd, welche wiederum direkt dem Verkehrsministerium gehört. Das Ministerium vergibt mit der Ausschreibung von HS1 Ltd die langfristige Konzession zur Verwaltung und zum Betrieb der High Speed 1 zwischen London und dem Kanaltunnel.
Die Gesellschaft HS1 Ltd erzielt Einnahmen aus den Trassenpreisen, die derzeit vor allem aus den Leistungen der internationalen Eurostarzüge zwischen London und dem europäischen Kontinent und inländischer Hochgeschwindigkeits-Verbindungen zwischen London und Kent von Southeastern Trains herrühren. Ein wichtiges Ziel für den künftigen Eigentümer wird es deshalb auch sein, neue Dienstleistungen auf die Strecke bringen.
Das Verkehrsministerium wird weiterhin im Besitz der Infrastruktur und der dazugehörigen Grundstücke bleiben. HS1 Ltd übernimmt die Konzession zum Verkauf der Trassen, des Zugangs und dem Betrieb der Stationen auf kommerzieller Basis sowie die Instandhaltung der Infrastruktur.
Die Leistung der HS1 Ltd wird im Rahmen der Konzession unabhängig vom Office of Rail Verordnung überwacht. Das Prequalifikationsverfahren zum Konzessionserwerb läuft bis zum 9. Juli 2010
(WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 22.06.10).

RechteckIain Coucher legt Chefposten von Network Rail nieder
Foto Network Rail
Iain Coucher hat dem Verwaltungsrat von Network Rail am 17.06.10 seine Absicht angekündigt, nach acht Jahren Tätigkeit, davon drei Jahre als Chief Executive, seinen Posten niederzulegen. Er wird in den kommenden Monaten noch in seinem Amt bleiben, um bei der Suche und Einstellung eines Nachfolgers mitzuhelfen und einen reibungslosen und geordneten Übergang zu ermöglichen.
Der Chairman von Network Rail, Rick Haythornthwaite, sagte: "Iain war eine herausragende Führungskraft für Network Rail sowohl als Chief Executive als auch als Deputy Chief Executive. Während seiner Zeit erreichte die Pünktlichkeit der Eisenbahn in Großbritannien ein Rekordniveau, die Sicherheit wurde verbessert und Milliarden Kosten durch eine Erhöhung der Effizienz gespart. Hatte das Unternehmen noch 2002 mit enormen Problemen zu kämpfen,so ist es heute stark und stabil - und die Nutzer der Eisenbahn und Steuerzahler sind die Hauptnutznießer davon."
Iain Coucher, sagte: "Ich bin ungeheuer stolz auf das, was das Team von Network Rail in den vergangenen acht Jahren erreicht hat. Großbritanniens Bahn ist jetzt auf einem sicheren Weg in die Zukunft. Nach drei Jahren als Chief Executive und fünf als Stellvertreter, ist nun ein guter Zeitpunkt für mich gekommen, weiterzugehen. Das Unternehmen braucht in der nächsten fünfjährigen Berichtsperiode Kontinuität in der Führung."
Iain Coucher ist seit 2007 Chief Executive von Network Rail, nachdem er fünf Jahre davor Deputy Chief Executive war. Zuvor war er Executive von Tube Lines, einem der bevorzugten Bieter für die Londoner U-Bahn in öffentlich-privaten Partnerschaft. Vor seinem Eintritt bei Tube Lines arbeitete Iain für 15 Jahre für EDS (WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 21.06.10).

RechteckORR gibt Network Rail eine gemischte Bewertung
Die Aufsichtsbehörde Office of Rail Rail Regulation (ORR) veröffentlichte am 02.06.10 ihre jährliche Bewertung des Infrastrukturbetreibers Network Rail, dessen Leistung im ersten Jahr der Kontrollperiode CP4 zur Erneuerung der Eisenbahn (Control Period 4, CP4, Zeitraum 01.042009 bis 31.03.2014) als gemischt bezeichned wird ("mixed performance"). Dazu gibt es eine Stellungsnahme von Network Rail und die Feststellung, dass die Pünktlichkeit in Großbritannien mit 91,5 Prozent eine neue Rekordmarke erreicht hat.
Die jährliche Bewertung von Network Rail für den Kontrollzeitraum vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 kommt zu folgenden Ergebnissen:
• Gute Fortschritte wurden für die Sicherheit der Fahrgäste erreicht;
• Gutes Management der Bahnübergänge: 403 Bahnübergänge wurden entweder abgebaut oder befinden sich im Prozess des Abbaues;
• Gute Fortschritte in der Zusammenarbeit mit der Industrie;
• Erste Arbeiten im Ausbau-Programm schreiten solide voran, obwohl es dort immer noch Probleme zu überwinden gilt;
• Die Betriebszuverlässigkeit wurde verbessert, dies führte zu einer allgemeinen Verringerung der Verzögerungen, die durch Network Rail entstanden sind;
• Es gibt noch viel an der Infrastrukturverwaltung zu verbessern, bei der die Regulierungsbehörde auf das Unternehmen harten Druck ausüben musste;
• Über die strategische Planung der Fahrpläne gab es unterschiedliche Auffassungen;
• Unklare Effizienzverbesserungen stellen eine harte Herausforderung für Network Rail während der Restzeit des CP4 dar;
• Es gab drei tödlichen Unfälle von Arbeitnehmern oder Auftragnehmern;
• Das ORR hat gegenüber Network Rail fünf Verbotsentscheidungen und 12 Verbesserungsvorschläge ausgesprochen
(WKZ, Quelle Pressemeldung ORR, 07.06.10).

RechteckEurotunnel erwirbt GBRf (Great Britain Rail Freight)
Die Eurotunnel-Gruppe hat am 01.06.10 den drittgrößten britischen Schienengüterverkehrsbetreiber GBRf (Great Britain Rail Freight) vom internationalen Transportunternehmen FirstGroup PLC erworben.
Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive von Eurotunnel erklärte: "Eurotunnel ist seit jeher ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Der Erwerb von GBRf ist ein weiterer Ausdruck unseres Engagements im Vereinigten Königreich und unseres Vertrauens in das darin enthaltene Potenzial. Die wachsende Besorgnis über die Umwelt und die zunehmende Notwendigkeit für den Güterverkehr über lange und kurze Distanzen bedeuten, dass Schienengüterverkehr einen lebhaften Markt darstellt."
Die Übernahme steht im Einklang mit der Entwicklungsstrategie des Konzerns, die auf einer weiter wachsenden Transportbranche aufbaut, um für die Zukunft eine führende Position im europäischen Schienengüterverkehr zu entwickeln.
Als Folge der Komplementarität zwischen der französischen Schienengüterverkehrs-Tochtergesellschaft Europorte Frankreich und GBRf im Hinblick auf die geografische Abdeckung der Kunden, besitzt die Eurotunnel-Gruppe nun ein hohes Performance-Potenzial, das es ermöglicht, einen kompletten Transportservice über den Kanal zu ermöglichen.
GBRf ist ein profitables Unternehmen, dass 299 Mitarbeiter beschäftigt und 2009 Umsätze von 56 Millionen GBP erwirtschaftete. Das Unternehmen ist in allen Märkten des Schienengüterverkehrs tätig und besitzt eine breite, vielfältige und internationale Kundenliste wie Bombardier, British Gypsum, EDF Energy und DRAX (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 02.06.10).

RechteckPascal Sainson übernimmt den Vorsitz von Europorte SAS
Pascal Sainson wurde mit Wirkung vom 17.05.10 zum Vorsitzenden von Europorte berufen, der Holdinggesellschaft für die fünf Schienengüterverkehrs-Tochtergesellschaften von Eurotunnel. Sainson war bis dahin Director of Operations für den Ärmelkanal-Tunnel und folgt in seiner neuen Position Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive der Groupe Eurotunnel.
Die Holding von Europorte wird auf der einen Seite von den ehemaligen französischen Tochterunter-nehmen von Veolia Cargo getragen, die von der Gesellschaft am 30. November 2009 erworben wurden, und auf der anderen Seite von Europorte Channel (ex Europorte 2), dem ersten europäischen Schienen-güterverkehrsbetreiber mit einer Lizenz in Frankreich.
Europorte besteht aus fünf Tochtergesellschaften: Europorte France, Europorte Channel, Europorte Link, Europorte Proximité und SOCORAIL. Europorte bietet eine breite Palette von Dienstleistungen: nationale und internationale Eisenbahnverbindungen, lokale Dienste auf Nebenstrecken sowie industrielle Dienstleistungen (Verwaltung von Nebenbahnen, Wartung der Infrastruktur und Be- und Entladen von Waggons (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 18.05.10).

RechteckPhilip Hammond soll Verkehrsminister werden
Britischen Zeitungsberichten zufolge hat der neue Premierminister David Cameron den konservativen Abgeordneten Philip Hammond als neuen Verkehrsminister (Secretary of State for Transport) vorgesehen. Hammond war zuvor Finanzminister im Schattenkabinett der Konservativen (Shadow Chief Secretary to the Treasury).
Hammond übernimmt die Nachfolge des eisenbahnpolitisch sehr engagierten Labour-Abgeordneten Lord Andrew Adonis, der im Juni 2009 den in den Skandal um Spesenabrechnungen verwickelten Geoff Hoon ablöste (WKZ, 13.05.10).

RechteckNetwork Rail entlässt 500 Mitarbeiter
Großbritanniens Infrastrukturbetreiber Network Rail gab am 21.04.10 bekannt, dass rund 500 Mitarbeiter im Bereich Wartung und Unterhaltung das Unternehmen bis Ende Mai als Folge einer in den letzten zwei Jahren erfolgten Produktivitätsverbesserung verlassen müssen. Die 500 Mitarbeiter verlassen das Unternehmen innnerhalb eines Sozialplans zusätzlich zu 235 Freiwilligen, die schon im Januar 2010 gingen.
Network Rail beschäftigt derzeit rund 18.000 Menschen. Aufgrund verbesserter Technologien, den Ersatz veralteter Arbeitsmethoden und einer technisch erneuerten Infrastruktur, die weniger Wartung braucht, kann Network Rail die Mitarbeiterzahl reduzieren und die Wartungskosten in einem mit dem Office of Rail Regulation abgestimmten Verfahren bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung von Sicherheit und Effizienz reduzieren. Es wird erwartet, dass weitere 200 Mitarbeiter das Unternehmen in den kommenden Monaten verlassen müssen.
Ein für den 6. bis 9. April geplanter Streik der Verkehrsgewerkschaft RMT (Rail Maritime and Transport Union) gegen die Kostensenkungsmaßnahmen war abgebrochen worden, nachdem ein gleichzeitiger Streik der Signaltechniker nach einer einstweiligen Verfügung durch den High Court gestoppt wurde. Gespräche mit dem Schlichter ACAS (Advisory, Conciliation and Arbitration Service) wurden am 19. April unterbrochen und sollen am 22. April wieder aufgenommen werden (WKZ, Quelle Network Rail, 22.04.10).

Rechteck Internationaler Aktionstag der Eisenbahner
Eisenbahner auf der ganzen Welt sehen die Schiene als eine lebenswichtige und nachhaltige Verkehrsressource. Am 13. April begehen sie den von der ITF (International Transport Workers Federation) organisierten internationalen Aktionstag (International Action Day).
Als Teil der Kampagne werden weltweit Aktivitäten in Übersee und Europa geplant (Pressemeldung International Transport Workers Federation, 13.04.10).

RechteckWelsh Highland Railway
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Nur etwa 10 Jahre lang - von 1923 bis 1933 - diente die Welsh Highland Railway im Bergland im nördlichen Teil von Wales der Befriedigung von Verkehrsbedürfnissen zwischen Dinas und Porthmadog. In den 90er Jahren erwarb die benachbarte Ffestiniog Railway die Trasse und baut diese vollständig wieder auf, wobei auch der einst regelspurige Abschnitt zwischen Dinas und Caernarforn nun schmalspurig ausgeführt ist.
Bis Porthmadog fehlt nur noch ein kurzes Stück; dieses soll im nächsten Jahr eröffnet werden. Die Gesamtstrecke wird dann etwa 25 Meilen bzw. 40 Kilometer lang sein. Der höchste Punkt der Strecke Rhyd Ddu in etwa 200 Meter über NN erreicht.
Landschaftlich bietet die Strecke viele Eindrücke; die Berge vermitteln optisch einen eher hochgebirgen Eindruck, obwohl sich die höchsten Gipfel "nur" um die 1.000 Meter erheben.
Außerhalb der Hochsaison verkehren einige Züge auch dieselbespannt. Im übrigen werden aus Südafrika nach Europa reimportierte Garratts eingesetzt. Im Bild die 1936 bei Cockerill gebaute "87" der South African Railway (Steffen Pötzscher, 13.04.10).

RechteckSchmalspurbahn Porthmadog - Blaenau Ffestiniog
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Foto Steffen PötzscherFoto Steffen Pötzscher
Die erste Schmalspurbahn der Welt soll laut Baedeker die 1836 eröffnete 597 mm-spurige Bahn von Porthmadog nach Blaenau Ffestiniog im Norden von Wales gewesen sein.
Gebaut wurde die Bahn, um Schiefer aus den Gruben in den Bergen um Blaenau Ffestiniog zum Hafen von Porthmadog zu transportieren. Eingangs des 19. Jahrhunderts begann vor Ort der Abbau des Schiefers im großen Stil. Um das Jahr 1900 waren in den Gruben 4.000 Bergleute beschäftigt, so ist es ebenso im Baedeker zu lesen.
Die Strecke überwindet auf ca. 21 km einen Höhenunterschied von über 300 Metern. Angelegt wurde die Bahn mit derart konstantem Gefälle, dass ursprünglich die mit Schiefer beladenen Wagen allein per Schwerkraft zu Tale rollten, während die Leerwagen durch Pferde wieder nach oben gezogen wurden.
Erst später wurde der Lokomotivbetrieb eingeführt. 1870 wurde hier die erste Fairlie-Lok eingesetzt (Lehmann, Dampflok-Sonderbauarten, Berlin 1987).
Das Ende der Bahn kam zunächst in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg; doch schon in den Fünfzigern begann der Aufbau eines rein touristischen Museumsbetriebes.
Noch heute fahren hier Fairlie-Loks, wobei die jüngsten erst 1992 und 1999 neu erbaut wurden.
Ein weiterer Superlativ: Auf dieser Strecke sollen in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts die ersten vierachsigen Reisezugwagen mit Stahlrahmen und Drehgestellen zum Einsatz gekommen sein.
Bei meinem Besuch war das Wetter leider nicht ganz optimal. Zu sehen sind die Loks "Blanche", Baujahr 1893, sowie die Fairlie´s "Merdinn Emrys" (Baujahr 1879; "Rebuilt 1988" - wohl ein fast vollständiger Neuaufbau) und "David Llyod George" (Baujahr 1992).
Zu erinnern sei an dieser Stelle daran, dass auch in Sachsen einst zwei konstruktiv ähnliche Fairlies als Gattung IIK eingesetzt wurden (Steffen Pötzscher, 12.04.10).

RechteckMinisterpräsident Gordon Brown besucht Blackfriars-Baustelle
Foto Network RailFoto Network Rail
Foto Network RailFoto Network Rail
Von links: Simon Kirby, Network Rail infrastructure investment director; Alastair Darling, Chancellor of the Exchequer; Ben Farrow-Stevenson from Aylesbury, Bucks, Network Rail apprentice; Mohammed Rahman from Camden, London, Network Rail apprentice; Gordon Brown, Prime Minister; Jim Crawford, Network Rail major programme director for Thameslink. Foto Network Rail.
Der britische Ministerpräsident Gordon Brown und Schatzkanzler Alastair Darling haben am 24.03.10 die Baustelle zum Bahnhof Blackfriars besucht, einem der größten Infrastruktur-Projekte in London. Network Rail baut Blackfriars Station zu einem neuen Wahrzeichen Londons aus. Als Teil des Thameslink-Projekts wird Blackfriars der erste Bahnhof sein, der die Themse überspannt.
Auch eine komplett neue U-Bahnstation wird am Bahnhof Blackfriars gebaut. Ab Dezember 2011 sollen auf der Thameslink-Linie längere Züge mit größeren Fahrgastkapazitäten fahren. Die Fertigstellung des Bahnhofs Blackfriars ist für Frühjahr 2012 geplant (WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 29.03.10).

RechteckEine Y-Trasse als Kern für High Speed 2
Grafik Department for Transport
Grafik Department for Transport
Die Grafik oben zeigt die geplante Y-Trasse der HS2 mit Weiterführung nach Glasgow und Edingburgh. Auf der Grafik unten ist der Verlauf des zuerst gebauten Abschnitts London - Birmingham mit dem Anschluss des Flughafens Heathrow über den Crossrail Interchange.
Verkehrsminister Andrew Adonis hat am 11.03.10 die Entwicklung einer 335 Meilen langen Y-Trasse als bevorzugter Streckenvariante zum Bau der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke "High Speed 2" (HS2) bekanntgegeben. Die Strecke würde die West Midlands innerhalb einer halben Stunde an London anbinden. Die Fahrzeiten von London nach Leeds, Sheffield und Manchester würden weniger als 75 Minuten betragen. Weiterführende Verbindungen in Städte wie Glasgow, Edinburgh, Newcastle und Liverpool könnten vorerst über bestehenden Strecke realisisiert werden.
Der erste Schritt beim Aufbau eines solchen Netzwerks wäre eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von London nach Birmingham. Die Einzelheiten der Vorschläge der mit den Planungen beauftragten Firma High Speed Two Ltd (HS2 Ltd) hat die Regierung nun veröffentlicht.
Es folgt eine umfassende öffentliche Konsultation über den Bau des Abschnitts London - Birmingham und der langfristigen Strategie zum weiteren Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes, die im Herbst 2010 beginnen wird. Weitere Konsultationen zur Weiterführung der Strecke von Birmingham nach Manchester und Leeds sollen dann im Jahr 2012 beginnen.
Die empfohlene Strecke führt von einem umgebauten Bahnhof "Euston Station" zu einem neuen Citybahnhof "Fazeley/Curzon Street" in Birmingham. Ein Übergang zu den Crossrail-Zügen wird am Bahnhof "Old Oak Common" in West-London gebaut werden, so dass direkte Anschlussverbindungen zur City und den Docklands über Crossrail, in den Südwesten über die Great Western Main Line und nach Heathrow mit dem Heathrow Express bestehen. Ein zweiter Übergangsbahnhof könnte auch südöstlich von Birmingham entstehen, mit dem direkte Verbindungen zm Flughafen Birmingham, dem National Exhibition Centre und der M6 und M42 möglich werden.
Neben der Anbindung des Flughafens Heathrow über den Heathrow Express hat die Regierung den froheren Staatssekretär Lord Mawhinney beauftragt, mögliche Optionen für eine künftige Station am Flughafen selbst zu prüfen. Ebenfalls untersucht werden Optionen für eine Anbindung an die größeren europäischen Hochgeschwindigkeits-Schienennetze durch eine Verbindung zwischen Euston Station und St. Pancras zur High-Speed-One.
HS2 Ltd hat die Gesamthöhe der Kosten der Kern-"Y"-Trasse auf 30 Milliarden GBP geschätzt und dabei festgestellt, dass die Baukosten für größere Projekte in Großbritannien höher seien als für vergleichbare Projekte anderswo in Europa.
Schottlands Verkehrsminister Stewart Stevenson hob noch einmal die Bedeutung einer Fortführung der HS 2 nach Schottland hervor (WKZ, Quelle Pressemeldungen Network Rail, Department for Transport und Transport Scotland, 12.03.10).

RechteckEurotunnel 2009 mit reduziertem Gewinn
Eurotunnel das Jahr 2009 mit einem Gewinn von von 1,4 Mio. Euro abgeschlossen, wie die Firma am 09.03.10 bekanntgab. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch 34 Millionen Euro. Das schlechte wirtschaftliche Umfeld, die Auswirkungen des Brandes im September 2008 und der Ausfall der Eurostar-Leistungen zu Weihnachten 2009 ließen den Gewinn sinken.

Die wichtigsten Beiträge des Jahres 2009 waren:
• Teilweise Reduzierung der Tunnelkapazität bis zum 9. Februar als Folge des Brandes im September 2008. Korrektive Maßnahmen wurden umgesetzt.
• Starker Rückgang um ca. -20 Prozent im Vergleich zu 2007 in der LKW-Beförderung durch den Tunnel.
• Beförderung von über 9,2 Millionen Eurostar-Fahrgästen im Jahr 2009 trotz der Störungen der Eurostar-Dienste zum Jahresende.
• Übernahme von vier Tochterunternehmen der Veolia Cargo am 30. November für 17 Mio. €.
• Rechtsstreitigkeiten in Bezug auf das Feuer im September 2008 verzögerten die Zahlung von Entschädigungen.
• Der d
eutlicher Rückgang der externen Betriebskosten gleicht die Erhöhung der Versicherungsprämien (20 Mio. €) im Jahr 2009 aus.
• Die Fortsetzung der Dividendenauszahlung kann auf der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 vorgeschlagen werden (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 10.03.10).

RechteckBeginn der Arbeiten an der Borders Railway
Grafik LOK Report Europa ReiseführerFoto Transport Scotland
Links Verlauf der Borders Railways (grün). Grafik LOK Report Eiropa Reiseführer. Rechts: Stewart Stevenson und Madge Elliot begehen die noch existierenden Reste der Borders Railways. Foto Transport Scotland.
Am 03.03.10 hat die schottische Regierung den Ablauf zum Bau der Borders Railway festgelegt. Damit muss das Programm zum Bau der Bahn innerhalb der Laufzeit der derzeitigen Legislaturperiode des Parlaments gestartet werden. Die Regierung ist damit verpflichtet, die Bahn in allen ihren Teilen von Edinburgh nach Tweedbank fertig zu bauen.
Während eines Pressetermins in Galashiels sagte Verkehrsminister Stewart Stevenson in Anwesendheit von Frau Madge Elliot, einer Unterstützerin der Wiederinbetriebnahme der Borders Railway: "Die Arbeit beginnt jetzt an einem Projekt, das eine schnelle und effiziente Schienenverbindung zwischen den Gemeinden in den Scottish Borders nach Midlothian und Edinburgh zur Verfügung stellt. Sobald die Arbeiten beendet sind, wird die Bahn wie ein Katalysator das Wirtschaftswachstum in ganz Süd-Schottland stärken, unterstützt durch Hunderte von Arbeitsplätzen zum Bau der Bahn. Die Bahn wird auch die Geschäftsentwicklung und Wohnmöglichkeiten in der Region stärken und zu ausländischen Investitionen führen."
Im Dezember letzten Jahres begann der Prozess der Auswahl der Vertragspartner für Entwurf, Bau, Finanzierung und Wartung der Borders Railway. Erste Angebote der Beteiligten werden noch in diesem Monat erwartet. Transport Scotland wird dann eine Auswahl der Unternehmen treffen, die aufgefordert werden, ihre Vergabeunterlagen zum Wettbewerb einzureichen. Für das Jahr 2011 ist die Ernennung eines Vertragspartners zum Bau der Bahn geplant, deren Fertigstellung im Jahr 2014 erfolgen soll
(WKZ, Quelle Pressemeldung Transport Scotland, 08.03.10).

RechteckNetwork Rail veröffentlicht Entwicklungsstrategie für die Midlands
Grafik Network Rail
Network Rail hat am 26.02.10 den Entwicklungsplan "East Midlands Route Utilisation Strategy (RUS)" zur Kapazitätserweiterung und Fahrzeitverkürzung des Eisenbahnetzes in den Midlands zwischen London und Sheffield vorgestellt (Blaue Linien auf der Karte).
Der vorgestellte Entwurf beinhaltet eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung der Eisenbahn-verbindungen zwischen London St Pancras International und Leicester, Nottingham, Derby und Sheffield sowie neue Dienstleistungen zwischen Norwich und Liverpool und der Anbindung des Flughafens Stansted an Birmingham. Der Plan unterstützt auch für die Elektrifizierung der Midland Main Line nach Sheffield.
Der Veröffentlichung folgt eine dreimonatige Konsultation aller Beteiligten einschließlich der Personen- und Frachtverkehrsunternehmen, der Passagier-Gruppen, des Office of Rail Regulation, des Ministeriums für Verkehr, der Association of Train Operating Companies sowie der Kommunen und regionalen Entwicklungsagenturen.
Wichtige Punkte sind:
• Pendler-Verbindungen nach London St. Pancras International und Blackfriars: Einführung von 12-Wagen-Zügen im Rahmen des Thameslink-Programms
Fernverkehr: Züge in den Spitzenzeiten sollen bis zu einem Maximum von 11 Wagen verlängert werden, sobald die Fahrzeuge zur Verfügung stehen
• Leicester - Nottingham: Längere Züge im Fernverkehr und einigen Regionalleistungen
• Verbeserung regionaler Verbindungen wie von Kettering nach Leicester, Derby und Sheffield, von Peterborough nach Lincoln, zwischen Nottingham und Lincoln nach Fertigstellung eines Fly-Over bei Newark, von Nottingham nach Norwich und Stoke-on-Trent sowie von Birmingham nach Cambridge/Stansted Airport
• Güterverkehr: Loop südlich von Bedford
• Güterverkehr: Schleife zwischen Leicester und Kettering im Bereich Market Harborough
• Güterverkehr: Verbesserte Infrastruktur im Bereich Burton-on-Trent Bereich
(WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 01.03.10).

Rechteck530 Mio. Pfund für das nordenglische Eisenbahnnetz
Promotionsfilm Network RailGrafik Northern Hub
Ein Investitionspaket über 530 Mio. GBP hat Network Rail für den Eisenbahnausbau im Norden Englands am 16.02.10 angekündigt.
Die Pläne umfassen:
• 40 Prozent mehr Züge pro Tag in der gesamten Region, das entspricht 700 zusätzlichen Fahrten
• Erhöhung der Kapazität für weitere 3,5 Millionen Fahrgäste pro Jahr
• Schnellere und häufigere Verbindungen nach Newcastle, Liverpool, Manchester, Leeds und Sheffield

Iain Coucher, CEO von Network Rail, sagte: "Durch bessere Verbindungen, schnellere Dienstleistungen und verbesserte Stationen erreichen wir weiteren Wachstum im Norden, was wiederum Arbeitsplätze vor Ort schafft und Unternehmen unterstützt. Unsere ehrgeizige Vision umfasst Meilen an Strecke, neue Bahnsteige und weitere Elektrifizierung, um die Fahrgastnachfrage zu bewältigen und dabei den Güterverkehr auf die Schienen zu bringen."
Die Studien Northern Hub und Manchester Hub schlagen erhebliche Investitionen in die Schiene in den nächsten 10 Jahren vor. Durch die Beseitigung von historischen Engpässen - wie in Manchester - sollen kürzere Fahrzeiten ermöglicht werden. Neue Gleisanlagen würden zu größerer Flexibilität der Fahrtrassen führen, so dass schnelle Züge langsamere überholen können und genügend Kapazitäten für den Regional- und Güterverkehr blieben.
Genauere Einzelmaßnahmen entnehmen Sie der Pressemeldung von Network Rail
und den dort aufgeführten Dokumenten (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 17.02.10).

RechteckUntersuchungsbericht zum Zugausfall im Ärmelkanaltunnel
Foto der UntersuchungskommissionFoto der Untersuchungskommission
Foto der UntersuchungskommissionFoto der Untersuchungskommission
Die Bilder oben zeigen die Schäden an den Magnetspulen als Ergebnis ihrer Anbringung direkt unter dem Dach nahe zum Stromabnehmer. Auf den Fotos unten sind die Konstruktion der Eurostar-Antriebseinheit und die fehlenden Fahrgastinformationen auf der Anzeigetafel in St Pancras zu sehen. Die Fotos sind dem Untersuchungsbericht entnommen.
Die von den Regierungen in Frankreich und Großbritannien am 21. Dezember 2009 unter Vorsitz von Christopher Garnett und Claude Gressier eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission zum Ausfall der Eurostar-Züge im Kanaltunnel in der Nacht vom 18.12.09 und die darauffolgende Notfallversorgung der Fahrgäste hat am 12.02.10 ihre Berichte "Eurostar Independent Review" und "Enquête Indépendante Eurostar" der Presse vorgestellt.
Die Kommission hat festgestellt, dass das Wetter in Pas-de-Calais am 18. Dezember 2009 sehr starken Schneefall auslöste. Die Eurostar-Züge waren nicht in ausreichend auf das Winterwetter vorbereitet, so dass die Wartung und Konstruktion der Züge überarbeitet werden sollte.
Während der zuerst ausgefallene Zug schnell wieder in Betrieb gesetzt werden konnte, versagten vier weitere Züge dann in rascher Folge ihren Dienst, wobei die Fahrgäste von zwei Zügen durch Eurotunnel-Shuttles im Tunnel evakuiert werden mussten. Dies geschah zum ersten Mal innerhalb der 15 Jahre des Ärmelkanaltunnel-Betriebs.
Die Überprüfung ergab, dass die Evakuierung der Züge sicher und effizient durchgeführt wurde. Allerdings gab es Beschwerden hinsichtlich der fehlenden Klimatisierung und Beleuchtung in den Zügen, als der Strom ausfiel. Als Folge hat die Kommission empfohlen, auch den Ablauf der Evakuierungsmaßnahmen zu überprüfen.
Nach der ersten Zwischenfällen am 18./19 Dezember wurden die Eurostar-Fahrgäste mit erheblichen Betriebseinschränkungen für drei Tage in der Vorbereitung auf Weihnachten konfrontiert. Die Kommission stellte fest, dass Eurostar keine alternativen Verkehrsmittel zur Verfügung gestellt hat. Zudem war die Unterstützung der Fahrgäste unzureichend und die Bereitstellung von Informationen in den Bahnhöfen, durch die Call-Center und über die Website war nicht zufriedenstellend.
Die Kommission unterbreitet 21 Vorschläge zur Vermeidung solcher Vorfälle in Zukunft, die sich in drei große Bereiche unterteilen:
• 1. Erhöhung der Zuverlässigkeit durch Konstruktionsänderungen an den Zügen, die in den Aufgabenbereich von Eurostar fallen.
• 2. Verbesserung der Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen im Tunnel, um zu gewährleisten, dass die Fahrgäste im Notfall schnell und effektiv zu ihrem Ziel befördert werden können.
• 3. Verbesserung der Kommunikation in Zeiten einer Störung.
Eurotunnel und Eurostar haben schon angekündigt, die Vorschläge der Kommission prüfen zu wollen. So könnte der am 15.12.09 unterzeichnete GSM-R-Ausbau durch Alcatel-Lucent auf Wunsch zu einem GSM-P Passagierinformationssystem erweitert werden.
Eurostar hat die Bereitstellung zweier zusätzlicher Rettungslokomotiven für den Tunnel angekündigt und baut zur Neugruppierung der Unternehmensbereiche die Führung um:
• Richard Morris wird Leiter "Business und Service Continuity" und führt ein Team zur Umsetzung der Empfehlungen der Kommission. Richard Morris hatte zuvor die Position des "Director of Operations" für Crossrail. Zuvor war er schon Direktor von Chiltern Railways und "Railway Operations Manager" für Eurotunnel.
• Nicolas Petrovic, zur Zeit "Director des Operations", wird ab 05.04.2010 Generaldirektor.
• Richard Brown, derzeit CEO von Eurostar, ist als Präsident des neuen Unternehmens vorgesehen. Bis dahin übernimmt er ab 05.04.10 die Rolle des Eurostar-Vizepräsidenten. Er wird die Umsetzung der Empfehlungen des Untersuchungsausschusses überwachen und den Übergang zur neuen Struktur von Eurostar International vollführen.
Guillaume Pepy behält als SNCF-Präsident seine Position als Vorsitzender von Eurostar.
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Weitere Informationen:
Pressemeldung von Eurostar
Pressemeldung von Eurotunnel (WKZ, Quellen Independent Eurostar Review und Pressemeldungen Eurostar und Eurotunnel, 15.02.10).

RechteckDeutsche Bahn übernimmt Verkehre der Tyne and Wear Metro
Die Deutsche Bahn betreibt ab 1. April die Tyne and Wear Metro in Newcastle, Sunderland und Umgebung. Am Dienstag haben das englische Verkehrsunternehmen Nexus und die Bahntochter DB Regio UK den entsprechenden Verkehrsvertrag unterschrieben.
Danach übernimmt DB Regio UK für die nächsten sieben Jahre die Schienenverkehre der Tyne and Wear Metro und verantwortet die Instandhaltung und Modernisierung der 90 Metro-Fahrzeuge des Auftraggebers Nexus. Der Vertrag kann um zwei Jahre verlängert werden.
Die Nahverkehrstochter DB Regio UK war Anfang Dezember als Sieger und "bevorzugter Bieter" aus dem Auswahlverfahren hervorgegangen. "Wir freuen uns, nach dem Ausschreibungsgewinn jetzt auch den Verkehrsvertrag unter Dach und Fach gebracht zu haben. Dieser Erfolg bestätigt unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Ab April wollen wir auch im täglichen Betrieb zeigen, dass Nexus eine gute Wahl für die Fahrgäste in Newcastle getroffen hat", so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutsche Bahn.
Das Verkehrsgebiet im Nordosten Englands entspricht etwa der Fläche von Köln und hat rund 900.000 Einwohner. Die Tyne and Wear Metro hat ein 74 Kilometer langes Netz mit 60 Stationen und zählt rund 40 Millionen Fahrgäste im Jahr (Pressemeldung Deutsche Bahn, 05.02.10).
RechteckWeitere Informationen: Over £½ billion Government funding to revitalise the Metro (05.02.10).

RechteckEurotunnel befördert den 15-millionsten Truck
Am 27. Januar feierte Eurotunnel an Bord eines Shuttles zwischen Folkestone und Coquelles den Transport des 15-millionsten Trucks durch den Ärmelkanal-Tunnel.
Der starke Verkehr auf dem LKW-Shuttle-Service (im Durchschnitt eine Million LKW pro Jahr seit dem Beginn des Betriebs im Jahr 1994 mit einer weiteren Steigerung seit 2000) lässt Eurotunnel zu einem weltweit führenden Anbieter im Huckepackverkehr werden.
Eurotunnel betreibt 15 elektrisch angetriebene Shuttles für den Transport schwerer Lastkraftwagen. Diese verkehren 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Im Jahr 2010 werden die Shuttles von Eurotunnel fast 60.000 Mal den Kanal durchqueren, das ergibt einen Durchschnitt von 165 Fahrten pro Tag oder bis zu 7 Fahrten pro Stunde.
Der 15-millionste Wagen gehörte der Transportfirma Geodis, einem großen Kunden von Eurotunnel und der viertgrößte Logistik-Dienstleister in Europa. Eurotunnel spielt eine wesentliche Rolle in der Lieferkette der Kunden, für die ein schneller, zuverlässiger Cross-Channel-Service sichergestellt wird (Pressemeldung Eurotunnel, 01.02.10).

RechteckSir Brian Briscoe wird neuer Vorsitzender von HS2
Verkehrsminister Andrew Adonis gab am 27.01.10 die Ernennung von Sir Brian Briscoe zum neuen Vorsitzenden von HS2 bekannt, dem von der Regierung für die Entwicklung der Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung zwischen London und Schottland beauftragten Unternehmen.
Sir Brian wird seine Aufgabe im Februar 2010 antreten und wie geplant seinen Vorgänger Sir David Rowlands ablösen. Sir Brian trat dem HS2-Vorstand im Februar 2009 als Non-Executive Director bei und hatte zuvor den Posten des Chief Executive der Local Government Association und den Vorsitz der unabhängigen Kommissionen für Verkehr in Cambridge und Reading inne. Er wohnt außerdem den Verwaltungsräten von Visit England und der Town and Country Planning Association bei (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 28.01.10).

RechteckLängere Franchise-Laufzeiten, größere Investitionen und höhere Strafgelder
Wie Verkehrsminister Andrew Adonis am 20.01.10 mitteilte, sollen künftige Eisenbahnkonzessionen (Franchises) in Großbritannien über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren ausgeschrieben werden, wobei noch längere Laufzeiten von bis zu 22 Jahren möglich sein sollen, wenn die erbrachten Leistungen langfristig durch zusätzliche Investitionen verbessert werden können.
Dabei sollen die Bahnbetreiber über stärkere Anreize zur Leistungsoptimierung und zur Steigerung der Passagierzahlen und über höhere mögliche Strafgelder bei Vertragsausstieg zu zusätzlichen Investitionen in den Schienenverkehr angeregt werden.
Derzeit läuft die Mehrzahl der Konzessionen über einen Zeitraum von ca. acht Jahren. In Zukunft soll nach den Vorschlägen des Verkehrsministeriums der Großteil der zukünftigen Franchises über zehn Jahre ausgeschrieben werden. Die Bieter erhalten außerdem die Möglichkeit, Verträge mit längeren Vertragslaufzeiten durch zusätzliche Investitionen abschließen zu können.
Künftige Franchise-Spezifikationen werden so ausgelegt, dass den Betreibern ein maximaler Spielraum für eigene innovative Lösungen zusteht. Den Bietern steht es somit frei, eigene Pläne und Optionen in ihre Angebote einzubinden.
Um sicherzustellen, dass längere Vertragslaufzeiten auch den Fahrgästen zugute kommen, will die Regierung strengere Maßstäbe für die Performancemessung einführen, so dass schlecht operierenden Betreibern die Konzession wieder entzogen werden kann.
Franchisepartner sollen künftig auch größere Sicherheitsleistungen einzahlen - sogenannte "Performance Bonds" - damit es für sie schwerer wird, die Konzession abzugeben oder die Leistung zu verringern, falls die Einnahmen zurückgehen. Zudem sollen Muttergesellschaften verpflichtet werden, finanzielle Garantien zu übernehmen.
Die Regierung wird die vorgeschlagenen Änderungen mit wichtigen Mitgliedern der Bahnindustrie und Betreiber besprechen. Die Regierungsvorschläge sind im Regierungsentwurf "'Future of Franchising" beschrieben, der die bevorstehenden Konsultationen über die neuen Konzessionen InterCity East Coast, Greater Anglia und Essex Thameside schon begleiten soll (WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 21.01.10).

RechteckTrotz des schlechten Wetters sind acht von zehn Zügen pünktlich
Foto Network RailNetwork Rail
Trotz der ungünstigen Wetterverhältnisse im vergangenen Monat sind in Großbritannien acht von zehn Zügen pünktlich gewesen. Die Zahlen wurden am 20.01.10 im monatlichen Pünktlichkeitsbericht von Network Rail genannt. In der gleichen Zeit des Vorjahres waren 89,8% der Züge pünktlich.
Zwei der 19 in die Untersuchung einbezogenen Unternehmen - London Midland und East Midlands Trains - konnten ihre Leistung gegenüber dem Vorjahr sogar noch verbessern.
Sechzehn Betreiber verloren mehr als drei Prozentpunkte in der Pünktlichkeitsstatistik (Pressemeldung Network Rail, 21.01.10).

RechteckPläne für Canon Street offengelegt
Foto Network RailFoto Network Rail
Der britische Infrastrukturbetreiber Network Rail und der internationale Bauträger Hines haben am 07.01.10 neue Planungen zum Bau des Bürogebäudes Canon Place an der Bahnstation Canon Street veröffentlicht, das in der City von London im Jahr 2011 eröffnet werden soll.
Das Bürogebäude wird mit einer Fläche von 400.000 Quadratfuß über der Bahnhofshalle und dem U-Bahn-Eingang errichtet. Es wird heller, übersichtlicher und geräumiger als das alte Gebäude sein und große Bedeutung als Zentrum für den Handel haben.
Der
Bahnhof Canon Street zählt zu den zehn verkehrsreichsten Bahnhöfen im Land, ihn benutzen 95.000 Arbeitnehmer pro Tag im Berufsverkehr (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 11.01.10).

RechteckVerkehrsminister ruft 2010 zum "Jahr der Hochgeschwindigkeitsbahn" aus
Verkehrsminister Andrew Adonis hat das Jahr 2010 zum Jahr der Hochgeschwindigkeitsstrecken im Vereinigten Königreich ausgerufen, nachdem er den lang erwarteten Bericht zur HS2 erhalten hat.
Die Gesellschaft "High Speed Two" wurde von der Regierung eingerichtet, um sie bei der Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen London und Schottland zu beraten. Die am 30.12.09 veröffentlichte Studie stellt eine detaillierte Untersuchung zum weiteren Vorgehen zum Aufbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Großbritannien dar.
Andrew Adonis sagte: "Unsere High-Speed-Netz liegt noch hinter dem vieler unserer europäischen Nachbarn und verbindet zur Zeit noch keine unserer wichtigsten Städte, aber dieser Bericht könnte das ändern. Ich bin begeistert von den Möglichkeiten, mit denen die High-Speed-Eisenbahn den Verkehr in diesem Land zum Besseren verändern kann. Das bietet Vorteile für die Umwelt, fördert Investitionen und stärkt Arbeit und Beschäftigung."
Der Bericht von High-Speed-Two (HS2) enthält eine detaillierte Planung für die erste Stufe einer Nord-Süd-High-Speed-Linie von London in die West Midlands sowie Optionen für die Erweiterung der High-Speed-Dienste und Hochgeschwindigkeitsstrecken weiter nach Norden in die East Midlands, nach Yorkshire und Schottland.
Die Regierung wird den HS2-Bericht erst gemeinsam mit der Antwort der Regierung veröffentlichen. Die Prüfung des Berichts soll sofort beginnen und bis Ende März 2010 in einem Weißbuch veröffentlicht werden. Das Weißbuch wird detaillierte Pläne für neue Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecken und Dienstleistungen enthalten, einschließlich der zeitlichen Vorgaben und der damit verbundenen finanziellen, wirtschaftlichen und ökologischen Bewertungen. Eine umfassende öffentliche Anhörung könnte dann im Herbst 2010 beginnen, so dass alle interessierten Parteien Gelegenheit zur Stellungs-nahme erhalten, bevor die Vorschläge abgeschlossen werden (WKZ, Quelle Department for Transport, 04.01.10).

RechteckSarkozy fordert Wiederaufnahme des Eurostar-Betriebs
Aufgrund der Betriebseinstellung der Eurostar-Züge durch den Kanaltunnel fand am 21.12.09 ein Treffen zwischen dem französischen Präsidenten, Nikolas Sarkozy, und dem Präsidenten der SNCF, Guillaume Pepy, statt. Ein weiterer Gesprächsgrund waren durch einen Autofahrer verursachte Störungen auf der RER-Linie C im Raum Paris.
Der französische Präsident bat Pepy, Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Eurostar-Verkehrs einzuleiten und Sorge zu tragen, dass solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr auftreten können. Bis zur Vorlage der Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung durch eine britisch-französische Kommission hat der Präsident folgendes angefordert:
• Die Wiederaufnahme des Verkehrs ab Dienstag, 22. Dezember;
• Die schnelle Einberufung des französisch-britischen Ausschusses für den Verkehr im Ärmelkanaltunnel;
• Die unmittelbare Verbesserung der Information der Fahrgäste.
Diese Anweisungen gelten sowohl für Eurostar als auch für Eurotunnel.
Nach diversen Testfahrten hat auch der Bahnbetreiber Eurostar angekündigt, die Fahrten durch den Kanaltunnel im Laufe des Dienstags wieder aufnehmen zu wollen. Nach Angaben von Eurostar führte die extreme Kälte in Nordfrankreich dazu, dass die normalerweise eingeleiteten "Wintermaßnahmen", die den Eurostar gegen Kälte schützen, in diesem Winter nicht ausreichend waren. Die Testfahrten hätten aber gezeigt, wo nachgebessert werden müsse.
Um alle Unklarheiten bezüglich der gegenwärtigen Lage im Ärmelkanaltunnel zu klären, lässt der Tunnelbetreiber Eurotunnel die folgende Erklärung veröffentlichen:
• Die Kanaltunnelinfrastruktur blieb ohne Unterbrechung während der vergangenen vier Tage in Betrieb und erlaubte es, die sichere Evakuierung von 1364 Fahrgästen der Eurostar-Züge zu gewährleisten.
• Der Shuttle-Service funktionierte und konnte von Samstag früh (05:30 Uhr MEZ) bis um 10:00 Uhr am Montag, 21. Dezember ohne Unterbrechung 17.000 Fahrzeuge durch den Kanaltunnel transportieren (12.445 Autos, 3321 Lastwagen und 321 Busse, von denen zehn Eurostar-Fahrgäste beförderten).
• Die Zuverlässigkeit der Lokomotiven von Eurotunnel erlaubte es, die Eurostar-Züge abzuschleppen und die Kontinuität der Fahrten unter dem Kanal bei schwierigen Wetterverhältnissen zu gewährleisten.
• Die Schaltkreise und Elektromotoren der Eurotunnel-Lokomotiven sind gegen Staub und Temperaturschwankungen (Tropicalisation) geschützt. Lufteinlässe für die Kühlung werden zusätzlich durch Blenden geschützt.
• Eurotunnel wendet 750.000 Stunden pro Jahr für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur- und Wartung des Rollmaterials auf. Das Budget für Investitionen und Modernisierung beträgt 50 Millionen Euro (WKZ, Quelle Pressemeldungen Présidence de la République/Eurotunnel/Eurostar, 22.12.09).

RechteckEurostar-Züge hängen im Tunnel fest
In der Nacht von Freitag, 18. bis Samstag 19. Dezember musste das Personal von Eurotunnel zur Rettung von fünf Eurostar-Zügen antreten, die im Tunnel unter dem Ärmelkanal aufgrund technischer Ausfälle steckengeblieben sind.
Diese Vorfälle wurden in keiner Weise durch die Tunnel-Infrastruktur herbeigerufen, sondern durch ein Versagen der Eurostar-Technik aufgrund der starken Temperaturabfälle. Während in Nordfrankreich starke Kälte herrschte, war es im Tunnel relativ warm.
1364 Fahrgäste wurden von Eurotunnel mit eigenen Zügen nach Folkestone, Kent gebracht, von wo sie ihre Reise nach London fortsetzen konnten. Zwei Eurostar-Züge mussten nach St. Pancras abgeschleppt werden. Eurostar selbst sei nicht in der Lage gewesen, diese Operation mit eigenen Mitteln durchzuführen.
Eurostar wollte kein weiteres Risiko eingehen, und hat am Samstag und Sonntag sämtliche Verbindungen durch den Tunnel eingestellt, solange die Fehlerursache durch den Einsatz von Testzügen nicht identifiziert ist. Eurostar empfiehlt allen Personen, die am Wochenende eine Reise geplant hatten, diese zu verschieben oder ihre Reise zu stornieren (Pressemeldungen Eurotunnel/SNCF, 21.12.09).

RechteckAlcatel-Lucent errichtet GSM-R im Kanaltunnel
Eurotunnel hat am 15.12.09 Alcatel-Lucent mit der Modernisierung der Kommunikationssysteme im Kanaltunnel beauftragt, dazu gehört vor allem die Einrichtung eines interoperablen GSM-R Funkkommunikationssystems.
Das neue System wird im Jahr 2012 betriebsbereit sein, rechtzeitig zu den Olympischen Spiele in London. Alcatel-Lucent installiert GSM-R über das gesamte Netzwerk im Tunnel, dies bedeutet die Verbesserung der Sprach- und Datenkommunikation für die operativen Mitarbeiter und ermöglicht einen besseren Informationsservice für die Kunden.
Der Vertrag wird auch eine Reihe von Dienstleistungen enthalten, einschließlich End-to-End-Integration, Implementierung, Test und Wartung. Diese Lösungen werden die Verwaltung des immer dichter werdenden Schienenverkehrs erleichtern und die Sicherheit weiter verbessern (WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 16.12.09).

RechteckGovia startet High-Speed-Service in der Region Kent
Grafik KeolisGrafik Keolis
Hochgeschwindigkeitszüge der Serie Class 395 und gefahrene Leistungen über die Hochgeschwindig-keitsstrecke (rot) im Rahmen der Franchise Southeastern nach Margate, Ramsgate und Dover (blau). Grafiken Keolis.
Govia, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Gruppen Keolis und Go-Ahead, startete am 13. Dezember offiziell den regionalen High-Speed-Service über die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen London und der Grafschaft Kent.
Der kommerzielle High-Speed-Service wurde im Juni 2009 zwischen dem Bahnhof London St. Pancras und den Städten Ashford und Ebbsfleet begonnen. Zusätzliche Halte wurden im September und im November zugefügt, um einen Stundentakt zu ermöglichen.
Die ersten Wochen dieser Dienste waren ein voller kommerzieller Erfolg, wobei sich die Anzahl der Reisenden innerhalb von nur 20 Wochen verdreifacht hat.
Schließlich wurden zum 13. Dezember die Fahrpläne völlig neu gestaltet. Mit einer Flotte von 29 in Dienst gestellten Hochgeschwindigkeitszügen der Serie Class 395 von Hitachi werden nun drei Linien der Southeastern-Franchise bedient. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 225 km/h fahren die Züge über die High-Speed-Strecke, die bisher dem Eurostar vorbehalten war.
Keolis ist an vier Franchises in Großbritannien beteiligt:
• Southeastern, mit Go-Ahead (156 Millionen Reisende pro Jahr)
• Southern, mit Go-Ahead (120 Millionen Reisende pro Jahr)
• London Midland, mit Go-Ahead (45 Millionen Reisende pro Jahr)
• Transpennine Express, mit First Group (17 Millionen Reisende pro Jahr) (WKZ, Quelle Keolis, 15.12.09).

RechteckDB Regio UK „bevorzugter Bieter“ für Tyne and Wear Metro Newcastle
Die Deutsche Bahn hat zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ein Auswahlverfahren für die Vergabe von Schienennahverkehren im europäischen Ausland gewonnen. Die Nahverkehrstochter DB Regio UK ist als „bevorzugter Bieter“ für den Betrieb der Tyne and Wear Metro in Newcastle in Großbritannien als Sieger aus dem Verfahren hervorgegangen. Bis voraussichtlich Mitte Januar wird jetzt der konkrete Verkehrsvertrag mit dem Aufgabenträger Nexus Tyne and Wear Passenger Transport Executive endverhandelt.
„Wir sind hocherfreut, dass wir uns innerhalb von nur zwei Wochen bereits ein zweites Mal bei einem internationalen Auswahlverfahren durchsetzen konnten. Wir haben bei der Tyne and Wear Metro acht Konkurrenten hinter uns gelassen, darunter große europäische Verkehrskonzerne. Dies unterstreicht nochmals unsere Stellung als führendes europäisches Nahverkehrsunternehmen“, sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.
Bei der Tyne and Wear Metro geht es um den Betrieb von jährlich 5,8 Millionen Zugkilometern ab April 2010. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre, mit einer Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre. Die Verkehrsleistung entspricht etwa der der S-Bahn RheinNeckar in Deutschland.
Der Vertragsumfang beinhaltet den Betrieb der Schienenverkehre, die Instandhaltung sowie die Modernisierung aller 90 Metro-Fahrzeuge, die der Aufgabenträger Nexus stellt. Das Verkehrsgebiet im Nordosten Englands mit den Städten Newcastle und Sunderland sowie den umgebenden Gebieten umfasst rund 400 Quadratkilometer (entspricht etwa der Fläche von Köln) und hat etwa 900.000 Einwohner. Die Tyne and Wear Metro hat ein 74 Kilometer langes Netz mit 60 Stationen und zählt rund 40 Millionen Fahrgäste im Jahr.
DB Regio ist mit der britischen Tochtergesellschaft Chiltern Railways bereits seit 2008 auch in Großbritannien aktiv. Neben Pendlerverkehren zwischen London und Birmingham betreibt die Deutsche Bahn auch S-Bahn-ähnliche Verkehre im äußeren Londoner Stadtgebiet und eine durchgehende Verbindung zwischen London, dem walisischen Zentrum Wrexham und der Grafschaft Shropshire. Ende November hat die DB eine Ausschreibung in der schwedischen Provinz Östergötland mit den wichtigsten Städten Linköping und Norrköping gewonnen und wird dort ab Dezember 2010 S-Bahn-Verkehre im Umfang von jährlich 3,8 Millionen Zugkilometern betreiben (Pressemeldung Deutsche Bahn, 05.12.09).

RechteckNetwork Rail stellt Halbjahresresultate April-September vor
Foto Network Rail
Der Chief Executive von Network Rail, Iain Coucher (Foto), stellte am 26.11.09 die vorläufigen Ergebnisse für das Halbjahr zum 30. September 2009 vor: "Die Wartungskosten sind rückläufig, die Personalkosten wurden konstant gehalten und unser Investitionsprogramm schreitet weiter voran. Das Programm zum Abbau der Verbindlichkeiten wird weiterhin umsichtig geplant, gut geführt und vollständig abgesichert."
Die Umsatzzahlen waren dabei im Einklang mit den ordnungspolitischen Zielen für die laufende Finanzierungsperiode 2009-14:
• Netto-Betriebskosten: 1.749 Milliarden GBP für die sechs Monate bis zum 30. September 2009 im Vergleich zu 1.891 Milliarden GBP für die sechs Monate bis 30. September 2008
• Umsatz: 2.843 Milliarden GBP (September 2008: 3.117 Milliarden GBP)
• Operatives Ergebnis: 1.094 Milliarden GBP (September 2008: 1.226 Milliarden GBP)
• Gewinn nach Steuern: 99 Millionen GBP (September 2008: 5 Mio. GBP)
• Investitionen: 1.791 Milliarden GBP (September 2008: 2.161 Milliarden GBP)
• Netto-Finanzverbindlichkeiten: 22.244 Milliarden GBP (März 2009: 22.307 Milliarden GBP)
• Geringere Trasseneinnahmen: 274 Millionen GBP
• Leistung: Über 3.000 zusätzliche Züge pro Woche
• Pünktlichkeit: Anstieg auf 93,3%
In der Überprüfung der Ausgaben von Network Rail im Zeitraum 2009-14 legte das Office of Rail Regulation fest, dass Network Rail eine niedrigere Anlagenredite von nur 4,8% im Vergleich zu 6,5% für die letzten drei Jahre zu erbringen brauchte. Dies ermöglichte es Network Rail, die Gebühren für Personen- und Güterverkehrsbenutzer zu kürzen.
Die Gebühren für Personenverkehrsbetreiber fielen um einen halben Cent pro Passagier und Kilometer (5%) oder 22 p pro Zugfahrt. Die Frachtkosten sind um durchschnittlich 1,16 GBP brutto pro Tonne und Meile (35%) gesunken.
Der Umsatzrückgang konnte aber teilweise durch eine höhere Pünktlichkeit und eine bessere Planung der Wartungsarbeiten ausgeglichen werden. Der Jahresgewinn betrug so 58 Millionen Pfund, verglichen mit 35 Millionen Pfund im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Network Rail machte sehr gute Fortschritte bei der Reduzierung der Betriebskosten. Die kombinierte Zielvorgabe für 2009-14 beträgt 4,1 Milliarden GBP und die derzeitigen Effizienzgewinne liegen knapp über den Projektionen. Aufgrund intelligenter Arbeitsmethoden konnten die Wartungskosten als ein Ergebnis von Einsparungen bei den Zulieferern, den Leiharbeitnehmern und der Miete von Baugeräten um 65 Millionen GBP (oder 8,5%) gekürzt werden.
Als Ergebnis dieser und weiterer Einsparungen erzielte Network Rail einen Cashflow von 1.638 Milliarden GBP aus dem operativen Geschäft, was trotz des Rückgang der Einnahmen etwa dem des gleichen Zeitraums im vergangenen Jahr entspricht. Dieses Cash-Flow finanziert 91% der Investitionen in das Schienennetz.
Auch die Investitionen befanden sich auch weiterhin auf historisch hohem Niveau, was die Vergrößerung der Netzkapazität und die Verbesserung der Reisegeschwindigkeiten und Pünktlichkeit betrifft. In den letzten sechs Monaten wurden Großprojekte wie Thameslink, Birmingham New Street und der Ausbau Airdrie - Bathgate in der Nähe von Edinburgh begonnen oder durchgeführt.
Die Nettoverschuldung von 22,2 Milliarden GBP befindet sich nach wie vor auf einem nachhaltigen Niveau. Network Rail ist zuversichtlich, dass seine Schulden gut verwaltet werden und das Unternehmen eine Politik der vollen Absicherung ausübt.
Die Bewertung des Eisenbahnnetzes stieg auf 35.476 Milliarden GBP am 30. September 2009 gegenüber 34.925 Milliarden GBP am 31. März 2009 (WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 30.11.09).

RechteckEast Coast Main Line Franchise nun für zwei Jahre in staatlicher Hand
Der früher von "National Express East Coast" betriebene Bahnverkehr auf der "East Coast Main Line" wechselte am 13.11.09 kurz vor Mitternacht auf die "East Coast Main Line Company Limited". Die Dienste verkehren zwischen London Kings Cross und Zielen nördlich Londons einschließlich York, Newcastle, Edinburgh, Glasgow, Aberdeen und Inverness.
Zur Erinnerung: In einer öffentlichen Stellungnahme gab "National Express Group PLC" am 01.07.09 bekannt, dass es keine weitere finanzielle Unterstützung mehr an "National Express East Coast" zahlen würde, um den Weiterbetrieb der East Coast Main Line Franchise sicherzustellen (Der LOK Report berichtete). Unter diesen Umständen ließ der Verkehrsminister eine neues staatliches Unternehmen einrichten, das die Aufgaben der East Coast Franchise übernehmen werde.
"East Coast Main Line Company Limited" ist eine Tochtergesellschaft der "Directly Operated Railways Limited" (DOR), einer im Regierungsbesitz befindlichen Holdinggesellschaft, die die East Coast Main Line Franchise innerhalb von voraussichtlich zwei Jahren wieder an den privaten Sektor vermieten soll.
East Coast hat sich zur Kontinuität der Leistung und zur Verbesserung der Services in den nächsten zwei Jahren verpflichtet, während sie in öffentlicher Hand bleiben. Verkehrsminister Andrew Adonis sagte: "East Coast bleibt für zwei Jahre in öffentlicher Hand und wird eine vollständige Kontinuität der Dienstleistungen erbringen. Aber das ist nicht nur ein Pflege- und Wartungsjob - ich möchte eine tatsächliche Verbesserung der Leistungen und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis sehen."
Die
Verbesserungen und Änderungen sind:
• Gebührenfreie Platzreservierung ab 1. Januar 2010;
• 12 Millionen GBP für Verbesserungen an den Bahnhöfen, einschließlich Newcastle, York, und Peterborough;
• Sofortige Überprüfung der Einführung eines On-Board-Catering sowohl in der Standard- als auch Ersten Klasse ab dem nächsten Jahr;
• Bessere Standards für Sauberkeit in den Zügen und den von East Coast verwalteten Stationen;
• Weitere Service-Verbesserungen, einschließlich eines neuen Samstagabend-Service von King's Cross nach Leeds und einer zusätzlichen Sonntagmorgen-Verbindung von Leeds nach King's Cross;
• Rücknahme des geplanten Gating in York, um den bestehenden Zugang für Nicht-Fahrgäste zu erhalten und gleichzeitige Beschleunigung der Fertigstellung des Gating in King's Cross, um Schwarzfahrer abzuschrecken
(WKZ, Quelle Department for Transport, 16.11.09).

RechteckModernisierungsprogramm und Forschungsprojekt für Bahnhöfe
Network Rail hat am 12.11.09 ein Investitionsprogramm "Action Stations" über 3.25 Millliarden GBP zur Modernisierung von Tausenden von Bahnhöfen im ganzen Land innerhalb der nächsten fünf Jahre angekündigt. Über
2.000 Stationen werden ab sofort bis zum Frühjahr 2014 von Investitionen über Beträge zwischen einigen 1000 GBP (z.B. für eine neue Wartehalle) bis zu größeren Umbaumaßnahmen von vielen Millionen GBP profitieren.
Einige Beispiele für das Investitionsprogramm sind:
• 100 Millionen Pfund: Birmingham New Street, Blackfriars, Edinburgh Waverley, King's Cross, London Bridge,

• 20 Millionen Pfund: Farringdon, Cannon Street, Glasgow Central, Paddington
• 10 Millionen Pfund: Bromsgrove, Leicester, Maidstone East, Manchester, Nottingham, Oxford, Putney, Reading Green Park

Zu den Verbesserungen gehören Dinge wie:

Neue Passagier-Informationssysteme
• Neue Lifte und Treppen
• Neue Toiletten, Wartehallen und Überdachungen
• Neue, mehr oder neu asphaltierte Plattformen
• Größere oder renovierten Fahrkartenschalter und Schalterhallen
• Bessere Beleuchtung und Videoüberwachung
• Gepflegtes Erscheinungsbild, mehr Sitzgelegenheiten und Einkaufsmöglichkeiten
Robin Gisby, Operations und Customer Service Director von Network Rail, sagte: "Die Stationen sind das Schaufenster der Eisenbahn, und dies wurde zu lange ignoriert. Nach Errreichen einer Pünktlichkeit der Bahn auf Rekordniveau und unserem umfassenden Programm zur Kapazitätssteigerung können wir jetzt andere Prioritäten setzen, und die Bahnhöfe stehen an der Spitze unserer Liste."
Die geplanten Investitionen stammen nicht nur von Network Rail, sondern umfassen auch Gelder des Verkehrsministeriums, der Bahn-Betreiber, der schottischen und walisischen Regierung, der lokalen Behörden und sonstigen Partnern
Als wegweisenden Schritt startet Network Rail außerdem ein landesweites Forschungsprojekt, um die Fahrgäste nach ihren Erwartungen auf den Zustand und die Angebote der Bahnhöfe zu fragen. Das Forschungsprojekt startet im Laufe dieses Monats, dauert bis zu drei Monate und beinhaltet Online-Umfragen, Telefon-Umfragen und Gruppendiskussionen, um wirklich im Detail zu erfahren, was Fahrgäste von den Bahnhöfen erwarten.
Die Auswertung der Umfrage erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium, den Bahn-betreibern, Sponsoren und regionalen Partnern und Interessengruppen
(WKZ, Quelle Network Rail, 16.11.09).

RechteckAusschreibung "Borders Railway" noch dieses Jahr
Noch vor Weihnachten wird die Ausschreibung für den Bau der "Borders Railway" erfolgen, erklärte der Minister für Finanzen und Nachhaltige Entwicklung in Schottland, John Swinney, den Mitgliedern der South of Scotland Alliance am 02.11.09.
Der Kabinettschef sagte: "Die schottische Regierung hat stets ihr Engagement für dieses wichtige öffentliche Verkehrsnetz klargestellt. Die Bereitstellung eines schnellen, effizienten Bindeglieds zwischen den Gemeinden der Region "Scottish Borders" und zwischen Midlothian und Edinburgh ist ein wichtiger Katalysator für das Wirtschaftswachstum in der Region."
Alle benötigten Flächen wurden erworben und der Finanzierungsprozess letztes Jahr beschleunigt, um das Risiko für diesen wichtigen Bauauftrag klein zu halten
(WKZ, Quelle Transport Scotland, 03.11.09).

RechteckErster Kühlcontainerzug mit Obst durch den Ärmelkanaltunnel
Im Einklang mit ihrem Programm zur Entwicklung des Schienengüterverkehrs im Kanaltunnel, schickte Eurotunnel in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober den ersten Güterzug mit Kühl-Containern auf die Reise.
Der vom großen internationalen Transporteur Stobart Group betriebene Zug brachte Obst und Gemüse (Orangen, Zitronen, Tomaten ...) aus Valencia in Spanien nach Dagenham.
Der neue Service wird zunächst wöchentlich erfolgen. Stobart Rail hat eine Erhöhung der Frequenz auf bis fünf Züge pro Woche bis Ende 2010 in Aussicht gestellt
(WKZ, Quelle Pressemeldung Eurotunnel, 02.11.09).

RechteckORR erstellt Konzept zur Regulierung von HS 1
Am 01.10.09 erhielt das Office of Rail Regulation (ORR) von der Regierung die Regulierung der Hochgeschwindigkeitsstrecke HS1 zwischen London St. Pancras und den Ärmelkanal-Tunnel übertragen, um sicherzustellen, dass der Betrieb der Hochgeschwindigkeitsstrecke effizient und mit hoher Leistung durchgeführt werden kann.
Nach Konsultation mit der Industrie erwartet ORR, dass die Regulierung der HS1 - bis auf dem Hochgeschwindigkeitsbetrieb zuzuordnende Abweichungen - nach einem ähnlichen Modell erfolgen kann, wie sie schon für das nationale Netz erfolgt.
Die neue Regulierungsverordnung zur HS1 wird zuständig sein für:

• die Regelung der Zugangsberechtigung für Bahnbetreiber,
• die fünfjährige Überprüfung der Trassen-, Wartungs- und Erneuerungs-Gebühren,
• die Aufsicht über die effektive Bewirtschaftung des Netzes durch HS1 Limited. Dies verpflichtet das Unternehmen, Betrieb, Wartung und Erneuerung der Eisenbahninfrastruktur im Einklang mit der Industrie sicherzustellen.
Bill Emery, ORR CEO, sagte: "Wir sind entschlossen, internationalen und nationalen Personenverkehr zu unterstützen, und auch das Potenzial der Strecke für den Güterverkehr zu nutzen."
Weitere Informationen: ORR Statement
(WKZ, Quelle Pressemeldung Office of Rail Regulation, 02.11.09).

RechteckStudie befürwortet Elektrifizierung der Midland Main Line
Eine einjährige Studie von Network Rail kommt zu dem Schluss, dass die Elektrifizierung der Midland Main Line - der Hauptstrecke von London St Pancras nach Derby, Nottingham und Sheffield - als ein äußerst attraktives Geschäftsmodell darstellt, das sich im Laufe von 60 Jahren über die zu erreichenden Einsparungen aus billigeren Betriebskosten und Instandhaltung gegenüber den Erstinvestitionen zur Elektrifizierung amortisiert.
Network Rail-Chef Iain Coucher sagte: "Die Argumente für die Midland Main Line sind extrem stark. Erschwinglichkeit und die Senkung der Kosten sind der Schlüssel solcher Projekte, um grünes Licht zu erhalten."
Im Juli sicherte sich Network Rail grünes Licht zur Elektrifizierung der Strecken zwischen London und Swansea und zwischen Liverpool und Manchester.
Die Route Utilisation Strategy (RUS) sieht neben der Elektrifizierung der Great Western Main Line nach Swansea auch eine Elektrifizierung der Midland Main Line als kosteneffizient vor (Der LOK Report berichtete). Zusammen mit den strategischen Erweiterungen für den Raum London sowie die Strecke Liverpool - Manchester bilden diese Projekte die Kernstrategie für England in den kommenden Jahren (WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 02.11.09).

RechteckRegierung sichert Verwaltung ehemaliger Metronet-Verträge ab
Verkehrsminister Andrew Adonis und der Bürgermeister von London, Boris Johnson, haben am 29.10.09 bestätigt, dass die von Transport for London (TfL) nach dem Zusammenbruch der Metronet vorläufig abgeschlossenen Verträge zur Verbesserung der Londoner U-Bahn dauerhaft unter der direkten Verwaltung der London Underground Ltd (LUL) bleiben. LUL bleibt für alle Asset-Management-Entscheidungen zuständig, aber es werden auch weiterhin erhebliche Beteiligung des privaten Sektors im Rahmen der Verträge verwaltet.
Der Bürgermeister wird ein unabhängig beratendes Gremium berufen, dessen Aufgabenbereich sich über das gesamte von TfL initiierte Investitionsprogramm erstreckt, einschließlich aller Wartungs-, Erneuerungs-, und Upgradeaufgaben und wichtiger Projekte im Fahrbereich, nicht aber zur Erbringung des Betriebs. Mitglieder des neuen Gremiums werden vom Bürgermeister aus einer mit dem Verkehrsminister abgestimmten Kandidatenliste ausgewählt und dem TfL-Board und dem Bürgermeister als seinem Vorsitzenden vorgeschlagen.
Die Mitglieder des Gremiums haben Erfahrung in einer Vielzahl von Disziplinen, einschließlich im Ingenieurs-, Finanz- und Projektmanagement, um sicherzustellen, dass das Gremium in der Lage sein wird, kompetente Beratung zu allen Aspekten der Investitionen anzubieten.
Verkehrsminister Andrew Adonis sagte: "Diese neuen Regelungen geben London Underground die Stabilität und auch Sicherheit, die von Metronet geerbten Aufgaben und damit auch die Verbesserungen weiterführen zu können, die von entscheidender Bedeutung für Wachstum und Wohlstand in London sind".
Das Metronet-Verträge erstrecken sich auf die Modernisierung, Wartung und Erneuerung der Infrastruktur auf den Bakerloo-, Central-, Victoria-, Waterloo & City- und Sub-Surface-Linien (Metropolitan, Circle, District, Hammersmith & City).
Unabhängig davon bleibt Tube Lines weiterhin für die Aktualisierung, Wartung und Erneuerung der Infrastruktur auf den Jubilee-, Northern- und Piccadilly-Linien im Rahmen ihrer Public-Private-Partnership-Verträge verantwortlich.
Nach der Insolvenz von Metronet im Juli 2007 wurden die Vermögenswerte und Verpflichtungen im Mai 2008 auf Transport for London übertragen.
Der Bürgermeister von London und der Verkehrsminister beauftragten einen gemeinsamen Lenkungsausschuss, bestehend aus London Underground Limited (LUL), Transport for London (TfL), dem Verkehrsministerium und HM Treasury mit der Prüfung einer Reihe von Optionen für die endgültige Struktur der der Metronet-Verträge. Der Bürgermeister und der Minister haben die Empfehlungen des Ausschusses akzeptiert, die Verträge von Metronet unter die direkte Verwaltung der LUL zu stellen. Einige dieser Verträge wurden neu verhandelt, um günstigere Bedingungen für LUL zu sichern. Künftige Verträge werden direkt von LUL abgeschlossen. Das neue unabhängige Beratungsgremium wird diese Regelung kontrollieren und seine Ergebnisse direkt dem TfL-Board mitteilen (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 30.10.09).

RechteckSchottland gerät ohne Hochgeschwindigkeitsverbindung ins Hintertreffen


Grafik oben: Anteil des Eisenbahnverkehrs in Abhängigkeit von der Reisezeit für Verbindungen in Großbritannien (blau) und Frankreich (rot). Je kürzer die Reisezeit, umso größer der Anteil der Eisenbahn. Grafik Transport Scotland.
Grafik unten: Der wirtschaftlichen Nutzen der HS 2 liegt zwischen 12% und 25% über dem der Investitionen, kann aber bis zu 50% erreichen. Grafik Halcrow Group Limited.
Schottland wird von den wirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen der geplanten Hochgeschwindig-keitsverbindung High Speed Rail 2 (HS2) im Vereinigten Königreich profitieren, wie die am 27.10.09 vorgelegten Berichte "High Speed Rail - Strategic Business Case" von Transport Scotland und "High Speed Rail - Wider Economic Benefits Study" der Halcrow Group Limited belegen.
Die Studie hat die Präferenz für eine Strecke dargelegt, die sich nördlich der schottischen Grenze mit Verbindungen sowohl nach Edinburgh als auch nach Glasgow spaltet und das Bestreben der schottischen Regierung unterstützt, über eine High-Speed-Verbindung mit dem Rest des Vereinigten Königreichs und dem europäischen Festland verbunden zu werden.
Verkehrsminister Stewart Stevenson erläuterte: "Wir müssen die Zukunft mit einer langzeitig angelegten Vision einer High-Speed-Linie planen. Nur eine vollständige Anbindung wird die Verkehrsverlagerung von der Luft auf die Schiene erreichen können. Fahrzeiten von weniger als drei Stunden zwischen London und Schottland werden die Schiene attraktiver machen und zu einer Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes und der Erreichung der Klimaschutzziele führen. Obwohl die Kosten für eine Hochgeschwindigkeitsverbindung hoch sind, werden die Vorteile überwiegen." (WKZ, Quelle Transport Scotland, 28.10.09).

RechteckHAFAS für das iPhone am britischen Markt erfolgreich platziert
Foto Hafas
Der von HaCon entwickelte Routenplaner für das iPhone hat nun über den Vertriebspartner Kadfire Ltd. Einzug in den britischen Markt erhalten: Mit der Fahrplanauskunft von CrossCountry Trains gelangen nach den Österreichern und Dänen nun auch die Briten noch komfortabler an ihr Ziel. In Großbritannien steht die iPhone-Applikation jetzt kostenlos als Download im App Store von Apple bereit.
Mit dem mobilen Routenplaner Train Search erhalten Reisende alle relevanten Bahnfahrpläne für Nah- und Fernverkehrsverbindungen. Von der individuellen Fahrplanauskunft über Abfahrtspläne und Umgebungskarten bis hin zu Hinweisen zu den nächstgelegenen Bahnhöfen stehen alle wichtigen Informationen jederzeit zur Verfügung. Das iPhone zeigt dabei nicht nur Fahrplandaten an für den gesamten Fahrplan von England, Wales und Schottland: Egal ob Reisende oder Abholer - live und aktuell erfahren sie jederzeit, ob ihr Zug pünktlich ist oder ob Störungen vorliegen und welche alternativen Verbindungen bestehen.
HAFAS für das iPhone von CrossCountry bezieht den Nah- und Fernverkehr ein. Nächstgelegene Stationen werden auf Basis der aktuellen Position angezeigt. Tatsächliche Ankunftszeiten, Gleisnummern und die Dauer von Fußwegen lassen sich auf dem Display leicht ablesen. Auch erfährt der Reisende, wie viel Zeit bis zur Abfahrt verbleibt, und ob die gewünschte Verbindung noch erreicht werden kann. Verbindungsdetails geben Auskunft über Zwischenhalte und über die jeweilige Zugausstattung. Umgebungskarten erleichtern die Orientierung. Integriert ist zudem eine Favoritenfunktion für Stationen und Verbindungen plus Auto-History für zuletzt getätigte Abfragen.
Als größtes Eisenbahnverkehrsunternehmen Großbritanniens operiert CrossCountry auf einem Streckennetz von mehr als 1400 Meilen mit über 100 Bahnhöfen, von Aberdeen bis Penzance, Bournemouth bis Manchester and Stansted bis Cardiff. Über 30 Millionen Passagiere fahren jährlich rund 16 Millionen Meilen mit Cross Country Zügen. Das Unternehmen beschäftigt etwa 1700 Mitarbeiter (Pressemeldung HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, 09.10.09).

RechteckAmey-Colas gewinnt Ausschreibung zur Gleisinstandsetzung
Foto Network RailFoto Network Rail
Network Rail setzt seine Investitionen in High-Tech-Technologien zur Gleiserneuerung fest. Störungen können mit dieser Technik deutlich reduziert und schneller behoben werden als mit herkömmlichen Methoden.
Am 30.09.09 wählte Network Rail die Firma Amey-Colas, ein 50/50 Joint-Venture aus Amey und Colas Rail Ltd, als bevorzugten Bieter für einen neuen Vertrag für Betrieb und Wartung der Flotte von High-Tech und High-Output-Gleiserneuerungssystemen aus. Im Laufe der nächsten Jahre will Network Rail diese Arbeiten zunehmend in der Nacht durchführen und die Anzahl an Betriebsunterbrechungen verringern. Der Vertrag soll am 1. Januar 2010 beginnen.
Folgende vorqualifizierte Bieter nahmen an der Ausschreibung teil:
• Amey-Colas JV (Amey und Colas)
• Rail Link JV (Balfour Beatty, Sersa und Bahn Bau)
• SB Rail JV (Babcock Rail und Swietelsky)
• VolkerWeiss JV (Volker Rail und Leonhard Weiss)
Der neue Auftrag im Wert von rund 250 Mio. GBP soll bei einer Kostenersparnis von 85 Mio. GBP innerhalb der nächsten vier Jahre die Gleiserneuerung auf 1600 Meilen Strecke ermöglichen - das sind fast 30% der gesamten von Network Rail zur Erneuerung vorgesehenen Gleise.
Network Rail betreibt derzeit drei High-Output-Systeme, bestehend aus einem Schotterreinigungs- und Gleiserneuerungszug sowie weiteren Maschinen und Anlagen. Das Unternehmen erwartet die Auslieferung eines vierten High-Output-Systems im Dezember 2010.
Insgesamt läuft der Rahmenvertrag auf der Grundlage von vier separaten High-Output-Systemen - jedes mit einemr eigenen geographischen Zuständigkeitsbereich.
Die High-Output-Flotte von Network Rail umfasst:
• System 1
2 Schotterreinigungsysteme
• System 2
1 High-Output-System zur Schotterreinigung
1 High-Output-System zur Gleiserneuerung
• System 3
1 High-Output-System zur Schotterreinigung
• System 4 (Lieferung gegen Ende des Jahres 2010)
1 High-Output-System zur Schotterreinigung
1 High-Output-System zur Gleiserneuerung
(Pressemeldung Network Rail, 05.10.09).

RechteckSouth Yorkshire startet mit Testbetrieb für Tram-Trains
Das Ministerium für Verkehr, Northern Rail, Network Rail und South Yorkshire Passenger Transport Executive gaben am 15.09.09 bekannt, South Yorkshire als ersten Standort zum Testbetrieb einer Tram-Train ausgewählt zu haben.
Tram-Trains sind umweltfreundlicher als herkömmliche Züge, da sie weniger Kraftstoff verbrauchen, eine schnellere Beschleunigung und Bremswirkung zeigen und so kürzere Reisezeiten ermöglichen. Außerdem sind sie leichter und reduzieren den Verschleiß des Schienensystems, was zu weniger Wartungsarbeiten führt.
Die Tram-Trains sollen zwischen Sheffield und Rotherham auf der jetzigen Güterstrecke fahren und dann bei Meadowhall mit dem Netz der Sheffield Supertram verbunden werden. Die Studien in Verbindung mit den Testfahrten werden den Nutzen für die Umwelt, die Betriebskosten, die technische Eignung sowie die Beliebtheit bei den Fahrgästen bewerten. Dies sind die ersten Schritte in einem Prozess, der dazu führen könnte, Tram-Trains in ganz Großbritannien fahren zu lassen. Northern Rail ist für die Beschaffung der neuen Fahrzeuge zuständig, während Network Rail die Möglichkeiten des Einsatzes der Fahrzeuge auf dem britischen Eisenbahn-Netz prüfen wird.
Tram-Trains sind bereits erfolgreich auf der ganzen Welt im Einsatz, vor allem in Kontinental-Europa. Das Konzept wurde erstmals von der Stadt Karlsruhe in Deutschland eingeführt, die als erstes die städtischen Straßenbahnen auch auf Gleisen der Deutschen Bundesbahn fahren ließ (Stadtbahn Karlsruhe) (WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 17.09.09).

RechteckNetwork Rail schreibt umweltfreundliches Bürozentrum aus
Grafik Network Rail
Network Rail hat am 03.09.09 die ersten Bilder seines geplanten neuen nationalen Bürozentrums vorgestellt, das bis zu 3.000 Arbeitsplätze nach Milton Keynes bringen wird.
Das vorgeschlagene Gebäude wird voraussichtlich im Jahr 2012 eröffnet und in der Nähe des Hauptbahnhofs auf dem Gelände des ehemaligen Hockeystadions gebaut.
Die fünf vornominierten Unternehmen sind:
Balfour Beatty
• BAM
• Laing O'Rourke
• Skanska
• Sir Robert McAlpine
Die aufgeführten Unternehmen haben bis Ende Oktober Zeit, ihr Angebot abzugeben. Der Gewinner der Ausschreibung wird dann im August 2010 bekannt gegeben, kurz danach soll mit dem Bau begonnen werden.
Das neue Gebäude soll nach den neuesten umweltfreundlichen Vorgaben gebaut werden. Der Gesamtwert des Bauvertrags wird zwischen 75 und 120 Millionen Pfund geschätzt (WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 04.09.09).

RechteckFotografieren auf Bahnhöfen in Schottland
Bei einem Besuch in Schottland - wie auch sonst in Großbritannien - sind Eisenbahnfreunde grundsätzlich willkommen und dürfen auf Bahnhöfen fotografieren, sofern sie einige Richtlinien beachten.
Speziell in Schottland nimmt man es aber etwas genauer mit der Besuchs- und Fotografiergenehmigung, was der Verfasser dieser Zeilen kürzlich selbst erleben durfte.
So kam es mehrmals zu Verwarnungen wegen zu nahem Aufenthalt am Gleis - mit dem Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter (markiert durch eine gelbe Linie am Bahnsteigrand) nimmt man es dort sehr genau!
Auf den ganz großen Bahnhöfen, z.B. Edinburgh Waverley oder Glasgow Central sollte man sich unbedingt vor dem Beginn der Hobbytätigkeit beim Customer Reception Office anmelden, wo man einen Besucherausweis und eine kurze Belehrung zum richtigen Verhalten auf dem Bahnhof erhält. Ohne den Ausweis kann man schnell von Bahnmitarbeitern, etwa bei der Bahnsteigzugangskontrolle zurückgewiesen oder zum Verlassen des Bahnsteigs aufgefordert werden.
Bei kleineren Bahnhöfen ist es von Vorteil, wenn man den zuständigen Bahnmitarbeitern eine bereits unterschriebene Erklärung der "Guidelines for Enthusiast Photography at ScotRail Stations" vorlegt, um den Zweck des Besuchs und die Bereitschaft zum korrekten Verhalten zu bestätigen.
Auf Stationen ohne Bahnpersonal, die zumeist videoüberwacht (engl.: CCTV) sind, sollte man sich mittels der Notruf-/Info-Säule "Help Point" beim zuständigen Servicemitarbeiter anmelden, da sonst durchaus unerwartet die "British Transport Police" erscheinen kann und möglicherweise den verwunderten Besucher zum Verlassen der Station auffordert (Rüdiger Lüders, 02.09.09).

RechteckNetwork Rail präsentiert Machbarkeitsstudie für High Speed 2
Foto Network RailFoto Network Rail
Foto Network RailFoto Network Rail


So soll sie aussehen: Die Eisenbahn der Zukunft in Großbritannien (Fotos oben). Mögliche Streckenführungen der High-Speed-Linie 2 (HS 2) zeigt die Grafik in der Mitte, wobei die Option mit einer extra Anbindung von Heathrow bevorzugt wird. Bis 2025 geplante Streckenlängen an Hochgeschwindigkeitsstrecken in verschiedenen Ländern der Erde sind auf der unteren Grafik zu sehen. Fotos Network Rail.
Network Rail veröffentlichte am 26.08.09 die Ergebnisse einer detaillierten Untersuchung über den Bedarf an neuen Kapazitäten auf Großbritanniens Eisenbahnnetz. Es wurde der Schluss gezogen, dass eine neue, auf 200 mph ausgelegte High-Speed-Linie in die Midlands, in den Nordwesten und nach Schottland ein optimiertes Kosten/Nutzen-Verhältnis bringen würde. Diese Variante hätte eine Halbierung der Fahrzeit nach Schottland auf etwas über zwei Stunden zur Folge. Die Variante würde einen Betriebswert von 55 Mrd. GBP bei Investitionskosten von 34 Mrd GBP erzeugen.
Iain Coucher, Chief Executive von Network Rail, sagte: "High-Speed-Linien können zu einem Wandel in Großbritannien führen und wirtschaftliches Wachstum, Regeneration der Natur und soziale Integration fördern. Sie beinhalten eine kohlenstoffarme Option - weniger Inlandsflüge und weniger PKW und LKW auf der Straße. Sie werden Kapazitäten auf dem bestehenden Schienennetz freisetzen und das Reisen für die Fahrgäste revolutionieren."
"Die Nachfrage nach Bahnfahrten wächst, doch die Kapazitäten unserer wichtigsten Linien aus dem Norden nach London sind fast erreicht. Bis zum Jahr 2020 würde dies die Fahrgastzahlen reduzieren - doch das ist nicht das, was wir wollen. Wir müssen jetzt die Zukunft planen, und die Lösung ist der Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke in die Midlands, den Nordwesten und Schottland. Die Strecke beinhaltet ein gesundes Geschäftsmodell, dass sich bezahlbar macht. "
Die Studie kommt auf über 1.500 Seiten mit den Ergebnissen aus Forschung, Designentwicklung und Analysen zum Schluss, dass eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von der Londoner Innenstadt zur Innenstadt von Manchester (in nur 1 Std. 06 Min.) mit einem weiteren Abzweig zum Zentrum von Birmingham (in nur 46 Min.) die besten Leistungen bietet. Heathrow solle nicht direkt, sondern über einen eigenen Abzweig nach Norden angebunden werden.
Die
Fortsetzung der High-Speed-Linie nach Preston (1Std. 13 Min.), mit einem Abzweig nach Warrington (1 Std. 06 Min.) und Liverpool (1 Std. 23 Min.) und dann nach Norden mit Aufspaltung direkt nach Glasgow (2 Std. 16 Min.) und Edinburgh (2 Std. 9 Min.) bietet ebenfalls das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei sich Betriebseinkünfte im Wert von fast 55 Mrd. GBP erzielen ließen, was dem 1,8-fachen der Baukosten entspräche.
Ergänzende Informationen:
Video: Network Rail New Lines Study Concept Animation
New Lines Programme: Strategic Business Case
Meeting the capacity challenge: The case for new lines
(WKZ, Quelle Pressemeldung Network Rail, 27.08.09).

RechteckORR startet Konsultation zur Regulierung von High Speed 1
Die Regulierungsbehörde "Office of Rail Regulation" (ORR) startete am 19.08.09 die öffentliche Konsultation zum Konzept einer Regulierung von High Speed 1, der Eisenbahnstrecke zwischen London St. Pancras und dem Ärmelkanaltunnel.
Bill Emery, ORR Chief Executive, sagte: "Die neue High-Speed-Linie ist ein wichtiges nationales Gut, und wir glauben, dass wir der Industrie unseren Vorschlag zur Regulierung von High Speed 1 zur Kenntnis bringen müssen. Wir erwarten, High Speed 1 so weit wie möglich in der gleichen Weise zu regulieren wie das nationale Netz, wobei man die Unterschiede zwischen High Speed 1 und dem nationale Netz und die Unterschiede zwischen "HS1 Limited" und Network Rail im Auge behalten muss."
Die neuen Aufgaben für ORR werden am 1. Oktober 2009 in Kraft treten und die Bedingungen für den Zugang der Bahnbetreibern zur Nutzung der Strecke festlegen, wie einer regelmäßigen Überprüfung der Gebühren für den Betrieb, der Wartung und Erneuerung der Infrastruktur und der Gewährleistung der Verwaltung des Netzes durch "HS1 Limited", dem Betreiber der Strecke.
Die Ergebnisse der Konsultation sollen bis zum 23. September 2009 vorliegen und ORR erlauben, einen Vorschlag zur Regulierung abzugeben
(WKZ, Pressemeldung Office of Rail Regulation, 20.08.09).

RechteckNetwork Rail erfüllt wichtige ORR-Vorgaben
Network Rail berichtete am 31.07.09, dass alle wichtigen ordnungspolitischen Vorgaben des Unternehmens für die letzten fünf Jahre erreicht wurden. 15 der 18 vom Office of Rail Regulation (ORR) festgelegten Vorgaben für den Zeitraum vom 1. April 2004 bis 31. März 2009 konnten erfüllt werden, wie die Übersicht zeigt (Beschreibung; ORR Ziel, Aktuell erreicht, Vorgabe erreicht?):
• Reduce delays attributed to Network Rail; 9.1m mins, 8.84, Yes
• Reduce train delays per 100 train km; 1.65 mins, 1.59, Yes
• Reduce broken rails; 300, 164, Yes
• Improve track geometry; 0.9, 0.5, Yes
• Reduce temporary speed restrictions; 1,199, 438, Yes
• Network capability - keeping the network open; 2001 levels, 2001+, Yes
• Reduce the instances of earthwork failures; 47, 61, No
• Reduce signalling failures; 28,098, 19,622, Yes
• Improve the condition of signalling; 2.5, 2.4, Yes
• Reduce overhead power line incidents; 107, 66, Yes
• Reduce third rail power failure incidents; 30, 14, Yes
• Improve the condition of the overhead line system; 1.8, 1.6, Yes
• Improve the condition of the third rail system; 1.8, 1.9, No
• Improve the condition of stations; 2.25, 2.08, Yes
• Improve the condition of depots; 2.7, 2.5, Yes
• Improve the condition of infrastructure assets; 0.9, 0.6, Yes
• Reduce costs; 31%, 27%, No
• Keep debt to less than 85% of asset value; 85%, 70%, Yes (Pressemeldung Network Rail, 03.0809).

RechteckEurotunnel will Veolia Cargo France kaufen
Wie die Groupe Eurotunnel SA auf der Bilanzpressekonferenz für das erste Halbjahr 2009 bekannt gab, ist man bestrebt, durch die Übernahme eines Güterverkehrsbetreibers auf dem aus Umweltgründen zukunftsträchtigen Marktsement des Güterverkehrs weiter zu wachsen.
Die Tochter Europorte 2 war die erste private Einrichtung, die im Februar 2004 eine Eisenbahn-Betreiber-Lizenz in Frankreich erhielt und im Jahr 2008 insgesamt 2718 Güterzüge fuhr und die Traktion für 847 Züge durch den Ärmelkanal-Tunnel übernahm.
Groupe Eurotunnel hat sich nun an der Ausschreibung für den Kauf der Tätigkeiten der französischen Töchter der Veolia Cargo (Veolia Cargo France, CFTA Cargo, Veolia Cargo Link und Socorail) beteiligt, bei denen ein Umsatz von rund € 50 Mio. im Jahr 2008 angefallen ist. Dieses Projekt wird in Verbindung mit einer Tochtergesellschaft der SNCF-Gruppe durchgeführt, die Angebote für die deutschen, niederländischen und italienischen Tochterunternehmen der Veolia Cargo abgegeben hat.
Diese Transaktion wäre das erste Projekt externen Wachstums für Groupe Eurotunnel, das durch die 2007 erfolgte finanzielle Umstrukturierung ermöglicht wurde. Sie soll die Entwicklung der Kerngeschäfte von Eurotunnel vorantreiben und gleichzeitig einen Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt leisten (WKZ, Quelle Eurotunnel, 27.07.09).

RechteckElektrifizierungsprogramm über 1,1 Mrd. GBP gestartet
Grafik Network RailGrafik Network Rail
Das Konzept der mobilen Elektrifizierung ("mobile electrification factory concept") umfasst drei Mastinstallationszüge und einen Fahrdrahtinstallationszug, die im Tandem als eine "Werk"-Einheit fahren. Grafik Network Rail.
Premierminister Gordon Brown und Verkehrsminister Andrew Adonis sowie der First Minister for Wales, Rhodri Morgan, gaben am 23.07.09 das seit den 1980er Jahren erste große Elektrifizierungsprogramm für das britische Eisenbahnnetz bekannt. Das mit Investitionen von über 1,1 Mrd. GBP verbundene Programm dient der Umsetzung des am 15.05.09 von Network Rail vorgestellten Entwurfs "Network RUS: Electrification Strategy", dass die Elektrifizierung der am stärksten genutzen 3000 Meilen an nicht elektrifizierten Strecken umfasst (Der LOK Report berichtete).
Die nun beschlossene erste Ausbaustufe umfasst folgende Streckenabschnitte und zum ersten Mal den Anschluss von Wales an das elektrifizierte Netz:
• Die Verbindung von Liverpool nach Manchester als Fortsetzung der Midland Main Line
• Die Great Western Main Line von London nach Swansea
Die Arbeiten sollen umgehend auf diesen beiden Bahnen beginnen, da dies erhebliche Vorteile für die Infrastruktur in Großbritannien bringt.
Die Elektrifizierung wird Verbesserungen für den Intercity- und Regionalverkehr im ganzen Land bringen. So können elektrische Zugverbindungen von Manchester und seinem Flughafen nach Glasgow und Edinburgh betrieben und die Crossrail-Dienste nach Reading erweitert werden.
Mit Abschluss der Arbeiten wird sich der Anteil der elektrischen Bahnreisen in Großbritannien auf 60% bis 67% Prozent erhöhen - derzeit sind nur 33% der britischen Schienennetzes elektrifiziert. Im letzten Jahr umfasste der Reiseverkehr auf der Great Western Line rund 21 Millionen Personenfahrten und auf der Liverpool-Manchester-Bahn rund eine Million Fahrten.
Mit dem Abschluss der Elektrifizierungsarbeiten ist für die Strecke Liverpool - Manchester in vier Jahren und für London - Swansea in acht Jahren zu rechnen, wobei Teilstrecken schon früher in Betrieb gehen können.
Network Rail soll die Elektrifizierungsarbeiten effizient, zu einem erschwinglichen Preis und im laufenden Betrieb durchführen. Das Konzept von Network Rail basiert auf einer mobilen Elektrifizierung mit minimaler Unterbrechung des Betriebs unter Einhaltung einer sicheren Arbeitsumgebung für die Ingenieure. Das Konzept ("mobile electrification factory concept") umfasst drei Mastinstallationszüge und einen Fahrdrahtinstallationszug, die im Tandem als eine "Werk"-Einheit fahren.
Die Great Western Elektrifizierung wird die Linien nach Oxford und Newbury mit einschließen. Sie wird auch den direkten Ersatz der in die Jahre gekommenen Intercity 125-Flotte durch elektrische Super Express Intercity-Züge beinhalten. Super Express-Züge mit Hybridantrieb werden ferner die Orte außerhalb des elektrifizierten Netzes erschließen.
Die Regierung wird in den kommenden Monaten die weitere Elektrifizierung der Midland Main Line zwischen London, Derby, Nottingham und Sheffield und der Strecken Manchester - Preston und Liverpool - Preston prüfen. Ein neuer Entwicklungsplan für den Fahrzeugeinsatz soll unter Berücksichtigung der neuen Elektrifizierung im Herbst veröffentlicht werden (WKZ, Quellen Department for Transport, Network Rail, 27.07.09).

RechteckRick Haythornthwaite ist neuer Chairman bei Network Rail
Rick Haythornthwaite hat nach dem Ausscheiden von Sir Ian McAllister das Amt als Vorsitzender von Network Rail auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 22.07.09 in Bristol übernommen.
Sir Ian hatte seine Entscheidung, sein Amt im Juli 2009 aufzugeben, auf der Hauptversammlung im Oktober 2008 bekannt gegeben (Der LOK Report berichtete). Im Januar gab das Unternehmen bekannt, Rick Haythornthwaite als seinen Nachfolger einzusetzen.
Herr Haythornthwaite wurde während der Hauptversammlung als Direktor (Director) des Unternehmens gewählt und als Vorsitzender des Vorstands (Chairman) auf einer Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung.
Ebenfalls ging Jim Cornell, Senior Non-Executive Director, in den Ruhestand. Nachfolger als Senior Non-Executive Director wurde Steve Russell
(WKZ, Quelle Network Rail, 27.07.09).

RechteckDesiro-Plattform der zweiten Generation für den britischen Markt
Foto Siemens
Die Desiro-Familie bekommt Zuwachs: Aufbauend auf den weltweiten Erfolg der Desiro-Züge hat Siemens Mobility mit dem Desiro City ein neues Plattform-Konzept für den S-Bahn-, Regional- und Interregionalverkehr im Vereinigten Königreich (UK) entwickelt.
Umweltweltfreundlichkeit sowie ein Höchstmaß an Flexibilität, Fahrgastsicherheit und Komfort zeichnen die Fahrzeuge der neuen Generation aus. Die Leichtbauweise des Zuges und der Drehgestelle sowie eine intelligente Fahrzeugsteuerung reduzieren den gesamten Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen. Siemens Mobility wird den Desiro City zukünftig im britischen Bahnmarkt anbieten.
Der Desiro City wurde auf Basis der bewährten Desiro-UK-Plattform im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprogramms mit einem Volumen von rund 50 Millionen Euro entwickelt. Die Züge sind vielfältig einsetzbar – für die Verbindung zwischen Städten, für den innerstädtischen Verkehr oder auch für die Anbindung der Vororte an die Megacity London. Der Desiro City kann sowohl in Single Mode (750 V Gleichspannung oder 25 kV Wechselspannung) als auch im Dual Mode betrieben werden. Dabei ist eine Betriebshöchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde möglich.
Als Einzelwagenzug hat der Desiro City die komplette Antriebstechnik in einem Wagen integriert, sodass sich die Zusammensetzung der Züge von drei bis zu zwölf Wagen an das zu erwartende Fahrgastaufkommen anpassen lässt.
Der modulare Aufbau des Einzelwagens ermöglicht damit unterschiedliche Zuglängen von 62 bis zu 240 Metern Länge. Dank einer verbesserten Innenausstattung bietet die neue Zuggeneration höheren Komfort und größere Flexibilität: Durch ein individuell wählbares Innenausbaukonzept kann der Desiro City im Vergleich zum Vorgängermodell bis zu 25 Prozent mehr Passagiere aufnehmen. Je nach Bedarf und Einsatzgebiet lassen sich Anzahl der Sitzplätze sowie Sitzabstände variieren. Auf diese Weise erhält man zusätzlichen Stehplatz und Raum für Fahrräder und Rollstühle.
Mehr Komfort für die Fahrgäste bietet eine Klimaanlage mit CO2-Sensoren, die sich entsprechend des Fahrgastaufkommens automatisch reguliert. Neben breiteren Wagenübergängen zur größeren Übersicht im Innenraum hat das neue Plattform-Konzept auch zwei Varianten von Einstiegstüren: die Taschenschiebetür, für einen schnellen Zugang der Fahrgäste bei kurzen Wechselzeiten, und die Schwenkschiebetür für den Regionalverkehr (Pressemeldung Siemens, 24.07.09).

RechteckEröffnung des Schienenfahrzeugentwicklungszentrums in Nottinghamshire
Foto Network RailFoto Network Rail
Network Rail hat am 10.07.09 ein Schienenfahrzeugentwicklungszentrum in Nottinghamshire eröffnet, das eine wichtige Rolle für den Bau der Eisenbahn von morgen spielen wird. Die Anlage soll der Entwicklung von Eisenbahnfahrzeugen, Technik und Ausrüstung dienen.
Network Rail investiert über 100 Mio. GBP in neue und effizientere Maschinen und Technologien zur Minimierung von Betriebsstörungen, die durch Erneuerungs- und Wartungsarbeiten entstehen können. Auf einer ehemaligen Zechenbahn werden Entwicklungs- und Genehmigungsverfahren zur Einführung neuer Techniken geprüft.
Das neue Zentrum umfasst 10 Meilen einer Strecke zwischen High Marnham und Thoresby colliery junction, die auch als Ausbildungsstätte genutzt werden können. Die Anlage bietet sichere und realistische Rahmenbedingungen für die Ingenieure, um neue Maschinen und effizientere Wege der Zusammenarbeit zu entwickeln. Die im Jahr 2003 stillgelegte Strecke wurde ausgewählt aufgrund ihrer strategischen Position, ihres relativ guten Zustands und der Leichtigkeit, mit der sie über die Robin-Hood-Linie wieder an das nationale Schienennetz angeschlossen werden kann.
Die Anlage umfasst viele gemeinsame Betriebssituationen, wie sie auch auf dem sonstigen Schienennetz auftreten: ein Signalsystem, standardisierte Kurven und eine maximale Streckengeschwindigkeit von 50 mph. Die Strecke ist meist einspurig, aber auf drei Meilen auch doppelspurig ausgebaut und hat das Potenzial, auf eine höhere Streckengeschwindigkeit von bis zu 75 mph ausgebaut zu werden.
Das Schienenfahrzeugentwicklungszentrum steht auch der Eisenbahn-Industrie auf Kostenbasis zur Verfügung
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 13.07.09).

RechteckErster Auftrag für die FLEXITY 2 kommt aus Blackpool
Foto Bombardier
Bombardier Transportation erhält von der Stadt Blackpool den weltweit ersten Auftrag zur Lieferung der FLEXITY 2-Straßenbahn. Die Order umfasst 16 Fahrzeuge und wird finanziert vom britischen Verkehrsministerium (Department for Transport), von der Stadt Blackpool (Blackpool Council) und von der Region Lancashire (Lancashire County Council). Das Vertragsvolumen beträgt rund 33 Millionen GBP (54 Millionen US-Dollar, 38 Millionen Euro). Mit der Lieferung der Fahrzeuge wird Bombardier zur Modernisierung des ältesten britischen Straßenbahnsystems beitragen.
Die Stadt profitiert von diesen Maßnahmen durch ein attraktiveres Stadtbild und geringeren Energieverbrauch. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgt zwischen Mai 2011 und März 2012. Bombardier wird die Fahrzeuge im Werksverbund Bautzen und Wien herstellen.
Die FLEXITY 2 Straßenbahnen werden 32,5 m lang und 2,65 m breit sein, bestehen aus fünf Modulen und verfügen über drei Achsfahrwerke. Sie basieren auf der erfolgreichen, bewährten und zuverlässigen FLEXITY-Produktfamilie. Die FLEXITY 2-Straßenbahn verfügt unter anderem über ein optimiertes Wagenkastenkonzept, erhöhten Korrosionsschutz, ein verbessertes Achsfahrwerk (BOMBARDIER FLEXX Urban 3000), eine verminderte Gesamtfahrzeugmasse und eine überarbeitete Fahrerkabine. Das BOMBARDIER MITRAC-Antriebssystem und die optimierte Klimaanlage führen zu einem deutlich niedrigeren Energieverbrauch (Pressemeldung Bombardier, 09.07.09).

RechteckStellungnahme des Verkehrsministers Lord Andrew Adonis im Oberhaus
Zum Rückzug von National Express East Coast vom Bahnbetrieb auf der East Coast Main Line hat der britische Verkehrsminister Lord Andrew Adonis am 1. Juli eine Stellungsnahme an das Oberhaus abgegeben. Aufgrund der Bedeutung für das britische Ausschreibungssystem hat unser Großbritannien-Redakteur, Markus Seebold, die Rede vollständig übersetzt:
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Meine Lordschaften, ich werde nun eine Stellungnahme über den Bahnbetrieb auf der East Coast Main Line abgeben. Das Haus wird verstehen, dass, weil die Regierung unmittelbar auf die Börseninformation von National Express (derzeitiger Betreiber, die Red.) heute morgen nach Börsenauftakt reagieren musste, ich heute bereits eine schriftliche ministerielle Stellungnahme abgegeben habe.
Für einige Monate hat National Express ersucht, die Bedingungen des Franchisevertrages über den Betrieb auf der East Coast Main Line zwischen London, West Yorkshire, dem Nordosten und Schottland, den sie 2007 unterzeichnet hat, nachzuverhandeln. Meine Position ist unverändert klar: Die Regierung verhandelt Franchiseverträge nicht nach. So ist die Position auch heute.
Heute morgen verkündete die National Express Group, dass sie nicht weiter die finanzielle Unterstützung geben werde, um ihre Tochtergeselleschaft National Express East Coast solvent zu halten. Daher ist National Express East Coast nicht länger in der Lage, den Betrieb für den Rest des Franchisevertrages aufrecht zu erhalten, und erwartet die Insolvenz im weiteren Jahresverlauf.
Die Entscheidung von National Express, ihren Vertrag zu brechen, ist bedauerlich und enttäuschend. Alle anderen Betreibergesellschaften erfüllen ihre Verträge trotz des wirtschaftlichen Abschwungs. Es ist schlicht inakzeptabel, in guten Zeiten die Früchte des Vertrags zu ernten, um dann wegzulaufen, wenn die Zeiten schwieriger werden.
Meine erste und überragende Verpflichtung in dieser Situation ist es, die Kontinuität des Betriebs für die Fahrgäste sicherzustellen, ohne Unterbrechung oder Verringerung der Standards. Als die Regierung in anderen Fällen eingeschritten ist, um den Eisenbahnbetrieb zu schützen, gab es keine solchen Beeinträchtigungen für die Reisenden.
Deshalb habe ich eine Gesellschaft in staatlichem Besitz gegründet, die dieses Franchise übernehmen wird, sobald National Express East Coast den Betrieb beendet. Wir werden eine reibungslose Übergabe mit National Express vereinbaren. Bis dahin wird National Express den Betrieb auf der bestehenden Basis weiter betreiben; nach diesem Datum wird die neue öffentliche Gesellschaft dies tun. Es wird keine Betriebsunterbrechung geben. Die bestehenden operativen Personale – die weiterhin einen guten Dienst leisten – werden zu dieser neuen East Coast Main Line-Gesellschaft wechseln, genauso wie die Anlagen, die für die Fortführung des Betriebs erforderlich sind. Ich kann den Reisenden versichern, dass der Betrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen wird und dass alle Fahrkarten ihre Gültigkeit beibehalten werden. Ich habe heute Elaine Holt, bis vor kurzem Geschäftsführerin von First Capital Connect, als designierte Geschäftsführerin der neuen Gesellschaft ernannt.
Das Versagen von National Express East Coast zieht offensichtlich den Verlust einiger zukünftiger Prämienzahlungen (an den Staat, die Red.) nach sich, zu dem die Firma vertraglich verpflichtet war. Jedoch wird, während das Franchise in öffentlicher Hand ist, die Regierung alle Einnahmen dieses Geschäftes, dass einen operativen Gewinn abwirft, erhalten. Daneben werden wir die Prämienzahlungen des neuen Franchise, sobald es wieder vergeben ist, erhalten. Dies stellt ein weit besseres Geschäft für den Steuerzahler dar als die einzige Alternative, die eine Nachverhandlung mit National Express gewesen wäre ohne die Ausschöpfung, die die sehr günstige Marktsituation für die Eisenbahn auf dieser Route darstellt. Die Kosten der Neuvergabe des Franchise werden gedeckt werden von der Kaution von 32 Mio. Pfund, zu denen die Gesellschaft im Fall der vorzeitigen Beendigung des Vertrags verpflichtet ist.
National Express betreibt auch Personenverkehr auf der East Anglia Main Line und abzweigender Pendlerstrecken. Die Firma hat ausgesagt, dass sie nicht beabsichtigt, die Erfüllung der Verpflichtungen dieser Franchises zu verweigern. Nichtsdestotrotz glaubt die Regierung, es könnten Grundlagen für die Beendigung dieser Franchises bestehen, und wir prüfen diese Optionen im Licht der heutigen Stellungnahme der Unternehmensgruppe. In der Zwischenzeit erwarten wir von National Express, die Verpflichtungen dieser Franchises voll und ganz zu erfüllen.
Die Vergabegrundsätze des Ministeriums beinhalten eine Prüfung der vergangenen Leistungen einer Firma und deren Fähigkeit zur Leistungserfüllung eines Franchise sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Es wäre vernünftig, eine Firma nicht zur Abgabe eines Angebots einzuladen, falls diese vor kurzem es nicht geschafft hat, die Leistungen eines anderen Franchise zu erfüllen. Eine Firma, die in einer Weise nicht geliefert hätte, wie National Express es jetzt beabsichtigt, hätte es in einer Franchise-Vergabe nicht zur Vorqualifizierung geschafft. Ich merke an, dass die Muttergesellschaften von früheren nicht erfüllten Franchises in Großbritannien nicht länger im Eisenbahngeschäft tätig sind (gemeint ist Connex, die Red.).
Die Regierung beabsichtigt, ab Ende 2010 das East Coast Franchise neu auszuschreiben. Die Spezifikationen des neuen Franchise wird meine Sorge um einen besseren Dienst für die Reisenden und für bessere Anlagen widerspiegeln. Im Speziellen werde ich signifikante Verbesserungen der Servicequalität sicherstellen, einschließlich der Sicherheit an den Bahnhöfen, Fahrradabstellplätze und Parkplätze an den Bahnhöfen, Umsteigeanlagen zu Bussen und Essen und Trinken in den Zügen. Somit wird es vom neuen Betreiber Verbesserungen im großen Stil geben. Ich beabsichtige, die neuen Spezifikationen zu beraten, insbesondere mit Fahrgastverbänden, Parlamentariern und der schottischen Regierung.
Meine Lordschaften, ich habe die Handlungsweise erläutert, die sicherstellen, dass Reisende nicht von der Entscheidung der National Express Group betroffen sein werden, und die Konsequenzen der Entscheidung für diese Unternehmensgruppe.
Lassen Sie mich diese Ereignisse in einen breiteren Kontext bringen! Kein weiterer Betreiber hat die Leistung für sein Franchise verweigert oder hat uns irgendein Anzeichen gegeben, dass dies beabsichtigt sei. Ebensowenig hat ein anderer Betreiber ersucht, das Franchise nachzuverhandeln. Die heutigen Ereignisse repräsentieren nicht das Versagen des Systems, sondern das Versagen einer Firma. Das Franchise-System ist im letzten Jahr vom National Audit Office untersucht worden. Es wurde ermittelt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis gut ist, und, ich zitiere: „Die Art und Weise, wie Risiken identifiziert und mit ihnen umgegangen wird, einschließlich der Behandlung des Versagens einer Betreiberfirma, sind gut geplant und folgen guter Praxis.“ Es ist diese gute Praxis, die wir mit der heutigen Ankündigung verfolgen, und ich würde eine weitere Untersuchung durch das National Audit Office begrüßen, sobald das Franchise vergeben ist.
Um einmal das gesamte Eisenbahnwesen zu betrachten, es verbessert sich ständig. Die Zahl der Reisenden ist auf einem Höchststand seit den vierziger Jahren, die Pünktlichkeit ist über 90 Prozent, und die Gesamtzufriedenheit der Reisenden steigt, wie jetzt in der unabhängigen nationalen Reisendenbefragung gezeigt wird, die gestern veröffentlicht worden ist. Außerdem ermöglichen uns die Einnahmen von den Franchises Rekordinvestitionen in die Infrastruktur und den Betrieb.
Wir haben dies gesehen, als im letzten Monat das neue South Central Franchise für den Betrieb im südlichen London, Surrey und Sussex vergeben worden ist. Die Ausschreibung fand während der Rezession statt, hat dennoch einen Gewinner ermittelt – den bestehenden Betreiber – der während der Laufzeit von sechs Jahren eine Prämie von 534 Mio. Pfund an den Steuerzahler zahlen wird. Dies ersetzt den bisherigen Vertrag, in dem der Betreiber Bestellerentgelt vom Steuerzahler erhalten hat. Dies verheißt Gutes für weitere Ausschreibungen, auch für den Betrieb auf der East Coast Main Line (Übersetzung: Markus Seebold, 08.07.09).

RechteckNetwork Rail publiziert Jahresbericht 2008/2009
Grafik Network Rail
Verwaltung des britischen Eisenbahnnetzes zwischen dem Verkehrsministerium (Department for Transport and Transport for Scotland), dem Office of Rail Regulation, den Bahnbetreibern im Personen- und Frachtverkehr (Train operating companies, TOC, und Freight operating companies, FOC) und Network Rail. Grafiken Network Rail.
Network Rail veröffentlichte am 26.06.09 den Jahresbericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009, einem Jahr, in dem das Unternehmen ein Rekordniveau an Investitionen, eine starke finanzielle Performance mit gesunden, wieder in die Bahn investierten Gewinnen und eine Pünktlichkeit auf einen neuen historischen Höchststand liefern kann.
Chief Executive Iain Coucher sagte: "Network Rail hatte ein gutes Jahr und fast alle Ziele erreicht, die durch das Office of Rail Regulation (ORR) vorgegeben wurden. Die Pünktlichkeit ist auf einem historischen Höchststand, Bahnfahrten waren noch nie so sicher, Millionen von Pfund wurden durch die Reduzierung der Verwaltung eingespart und Milliarden investiert, um weitere Verbesserungen im Netz zu erreichen.
Ich habe in diesem Jahr auf meinen Bonus verzichtet, um die Leistungen des Unternehmens für sich selbst sprechen zu lassen. All die Menschen vom Streckenarbeiter bis zum Stellwerker, die für uns gearbeitet haben, verdienen es, unseren Erfolg zu teilen."
Network Rail hatte ein erfolgreiches Jahr:
• Die Sicherheit wurde verbessert, die Bahn ist nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel in Großbritannien
• Die Fahrgastzufriedenheit liegt bei 83% und erreicht einen neuen Höchststand
• Die Pünktlichkeit der Bahn ist mit 90,6% auf dem höchsten Stand seit Beginn der Messungen, verglichen mit einem Wert von 78,6%, als Network Rail die Infrastruktur im Oktober 2002 übernahm.
• Die von Network Rail verursachte Verspätungen betrugen im letzten Jahr 600.000 Minuten, was einer Reduzierung um 6,3% entspricht
• Das Ergebnis vor Steuern betrug 1524 Millionen GBP (2007/8 1597 Millionen GBP)
• Die Rekordinvestitionen in das Netz erreichten eine Höhe von 4.7 Milliarden GBP (2007/8 4 Milliarden GBP)
• Die Effizienzsteigerung von 4 Prozent ersparte über das Jahr 360 Millionen GBP an Kosten für den Betrieb des Netzes
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 29.06.09).
RechteckErgänzende Information: Pressemeldung vom Office of Rail Regulation bezüglich der Bonuszahlungen (29.06.09).

RechteckNeuer Rekord der Zugpünktlichkeit
Die Pünktlichkeitswerte (public performance measure, PPM, Ankunft innerhalb von 5 Minuten für Nahverkehrs- und 10 Minuten für Fernzüge) in Großbritannien haben im vergangenen Jahr (bis zum 30. Mai 2009) einen neuen Rekord erreicht: 90,8% der Züge sind pünktlich angekommen. Dies ist der höchste Wert seit Aufnahme der Zählungen vor fast 20 Jahren (1992).
Am 22.06.09 veröffentlichte Network Rail seinen zweiten monatlichen Bericht zur Pünktlichkeit, der alle in Großbritanien vergebenen Franchises umfasst. So waren zwischen dem 3. und 30. Mai 2009 insgesamt 93,4% der Züge im ganzen Land pünktlich (91,7% im letzten Jahr). Bei 16 der 19 Zugbetreiber ergaben sich Verbesserungen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Neun Betreiber davon haben ihre Leistungen um mehr als zwei Prozentpunkte verbessert (Werte 2009 / 2008):
• East Midlands Trains, 93,5% / 87,2%, Steigerung um 6,3%
• First Great Western, 94,6% / 89,3%, Steigerung um 5,3%
• Virgin Trains, 84,6% / 80,8%, Steigerung um 3,8%
• National Express East Coast, 92,5% / 89,5%, Steigerung um 3%
• Northern Rail, 94,2% / 91,4%, Steigerung um 2,8%
• London Midland, 90,4% / 87,7%, Steigerung um 2,7%
• Erste Transpennine Express, 94,7% / 92,1%, Steigerung um 2,6%
• Arriva Trains Wales, 95,6% / 93%, Steigerung um 2,6%
• Southeastern, 92,9% / 90,4%, Steigerung um 2,5%
Nur drei Betreiber zeigten schlechtere Leistungen:
• First Scotrail 92.4% / 93.7%
• First Capital Connect 92.3% / 93%
• Merseyrail 96.9% / 97%

Die Züge von Virgin Trains erreichten zwar eine Steigerung der Pünktlichkeit um drei Prozent, der Pünktlichkeitswert liegt mit nur 84,6 Prozent aber unter den Erwartungen und Leistungen anderer Bewerber (Pressemeldung Network Rail, 23.06.09).

RechteckHohe Zustimmungswerte für Class 222
Foto Bombardier
Die britischen Bahnreisenden haben bei einer aktuellen Studie der Fachzeitschrift Passenger Focus die Züge von Bombardier Transportation in neun von elf bewerteten Bereichen mit dem Spitzenplatz bedacht. Die Studie berücksichtigte die Beurteilungen der Fahrgäste zur internen Raumaufteilung, zum Aufbau der Passagier-Abteile und zu Designmerkmalen der aktuell genutzten Schienenfahrzeuge.
Insbesondere im Blick waren Züge, die auf Langstrecken verkehren. Dabei wurden neun verschiedene Zugtypen bewertet. Verglichen wurde die Zufriedenheit eines breiten Zielpublikums mit elf verschiedenen Fahrzeug-Aspekten, einschließlich des Sitzkomforts, der sanitären Anlagen und der Unterbringung von Gepäck.
Die besten Zustimmungswerte erzielten die Class 222-Züge, die im Zeitraum der Befragung von Hull Trains und East Midlands Trains betrieben wurden. Die Voyager-Züge von Bombardier, die sich bei Arriva CrossCountry im Einsatz befinden, erzielten ebenfalls gute Resultate, so dass die diesel-elektrischen Triebzüge von Bombardier in neun der elf Kategorien an der Spitze stehen (Pressemeldung Bombardier, 18.06.09).

RechteckWiederaufbau der Welsh Highland Railway
Foto Dieter ZoubekFoto Dieter Zoubek
Foto Dieter ZoubekFoto Dieter Zoubek
In Nordwales wird seit gut 15 Jahren das Projekt verfolgt, die in den 1930er-Jahren stillgelegte Welsh Highland Railway (WHR) wieder aufzubauen. Seit 1997 erfolgt ein schrittweiser Wiederaufbau. Die neue WHR besteht einerseits aus dem Wiederaufbau der klassische WHR-Schmalspurstrecke in in 597mm-Spur nebst einem umgebauten Normalspurabschnitt einer ehemaligen British Rail-Strecke.
Der Wiederaufbau der gut 40 km langen Strecke erfordert nebst dem klassischen Freiwilligeneinsatz auch gewaltige Geldmittel. Zuletzt konnten dafür auch Finanzierungsquellen der staatlichen Lotterie und der Europäischen Union gefunden werden.
Diese spektakuläre Schmalspurbahn wurde in den letzten Wochen erheblich erweitert und führt nun von der pittoresken Stadt Caernarfon wieder bis zum historischen Ausgangspunkt Porthmadog. Hier besteht auch eine Gleisverbindung zur betriebsführenden Ffestiniog-Railway (FR). Die letzten 5 Meilen und die Gleisverbindung werden erst nach dem Sommer in Betrieb genommen und dienen derzeit nur für Überstellfahrten zwischen den Depots der WHR und der FR.
Der im Jahr 2009 in Betrieb genommene Abschnitt führt über den spekatuklären Aberglaslyn-Pass im Snowdonia-Nationalpark sowie durch ein enges Flusstal mit großartigen Fotomotiven, die besonders für Wanderer bestens zu erreichen sind.
Die für Eisenbahnfreunde vielleicht größte Besonderheit der WHR ist, dass sie derzeit fast ausschließlich mit Garratt-Loks fährt, die vor wenigen Jahren von den Südafrikanischen Staatsbahnen erworben wurden. Es handelt sich dabei um die gleiche Baureihe, die auch von der Schinznacher Baumschulbahn in der Schweiz oder vom Deutschen Technikmuseum Berlin her bekannt sind.
Das Unternehmen besitzt noch eine große Zahl weiterer Dampfloks, die sich entweder in Aufarbeitung befinden oder nur auf der klassischen Strecke der Ffestiniog-Railway eingesetzt werden (Dieter Zoubek, Austrian Steam Base, 17.06.09).

Rechteck100 Millionen Pfund für die "Blackpool to Fleetwood Tramway"
Investitionen über 100 Millionen GBP in die Straßenbahn von Blackpool nach Fleetwood hat der neu ernannte Verkehrsstaatssekretär Sadiq Khan am 10.06.09 bekannt gegeben. Der nun von der Regierung bestätigte Entwurf sieht Investitionen in neue Straßenbahnen, die Sanierung des Gleisnetzes, zusätzliche Haltestellen und ein neues Straßenbahn-Depot vor. Dies wird die Fahrzeit und die Zugänglichkeit der Straßenbahn für die Fahrgäste verbessern.
Die Investitionen werden zu 68.3 Millionen GBP vom Verkehrsministerium und zu 33.4 Millionen GBP von den Gemeinden Blackpool und Lancashire getragen. Hinzu kommen 400 000 GBP vom "INTERREG IVB North West Europe Programme".
Sadiq Khan sagte: "Dieser Entwurf wird bedeutende Vorteile für die örtlichen Gemeinden bringen, und ich freue mich, dass diese Bekanntmachung eine meiner ersten Aufgaben als Staatssekretär für Verkehr ist. Straßenbahnen fahren in Blackpool seit über 100 Jahren - ich hoffe, dass diese Finanzierung die Zukunft dieser historischen und weltberühmten Straßenbahn sichert."
Die Straßenbahn, die sich im Besitz des Rates von Blackpool befindet, fährt seit 1885. Die neuen Straßenbahnen werden einen großen Impuls für Tourismus und Wirtschaft bringen.
Die Ertüchtigung der Straßenbahn beinhaltet:
Neubau von 8 km Strecke.
Behindertengerechte Modernisierung der Straßenbahn-Haltestellen (Disability Discrimination Act).
Installieren von 14 vorrangigen Signalen an Straßenkreuzungen zur Verbesserung der Fahrzeiten.
Kauf einer Flotte von 16 Bombardier-Niederflur-Straßenbahnen
Bau eines Straßenbahn-Depots
Die Arbeiten sollen zwischen Juni 2009 und April 2012 stattfinden
(Pressemeldung Department for Transport, 11.06.09).

RechteckSouthern Railways gewinnt South Central rail franchise
Häufigeren und sicheren Schienenverkehr für London und den Südosten des Landes kündigte der neuernannte Verkehrsminister Andrew Adonis am 09.06.09 an, als er die Vergabe der South Central Rail Franchise an Southern Railways Ltd bekannt gab, einer Tochtergesellschaft des aktuellen Franchise-Betreibers Govia Ltd. Govia gehört zum Eisenbahnsektor der Go-Ahead Group, einem Joint Venture zwischen Go-Ahead (65%) und Keolis SA (35%).
Für die Ausschreibung gaben vier Unternehmen ihre Angebote ab:
• Southern Railways Limited (via),
• Süd-Trains Limited (Stagecoach),
• NXSC Trains Limited (National Express) und
• Nedrailways South Central Limited (NedRailways).
Die neue Franchise beginnt am 20. September dieses Jahres und läuft bis Juli 2015. Wenn die vorgegebenen Performance-Benchmarks nicht erreicht werden, kann die Franchise zum Juli 2014 gekündigt werden. Alternativ kann sich der Vertrag bei Erreichen der Leistungswerte um bis zu 2 Jahre verlängern, also bis zum Juli 2017.
Zu den wichtigsten Verbesserungen gehören die vermehrte Anzahl von Zugleistungen auf vielen Strecken, die Einführung einer TV-Überwachung und die Besetzung kleiner Bahnhöfe im Süden Londons mit Personal zur Erhöhung der Sicherheit und die Erhöhung der Anzahl von Fahrscheinautomaten. Größere Bahnhofsumbauten finden in in Brighton, Haywards Heath, Hove, Lewes, Redhill, Three Bridges und Worthing statt
(WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 10.06.09).

RechteckUmbildung im britischen Verkehrsministerium
Screenshot TwitterScreenshot Twitter
"I have had a call from the Prime Minister ..." kündigte Sadiq Khan seine Ernennung zum Verkehrsstaatssekretär im Twitter-Blog an.
Infolge der Regierungsumbildung in Großbritannien haben sich auch an der Spitze des Verkehrs-ministeriums wesentliche Änderungen ergeben:
• Verkehrsminister Geoff Hoon legte als fünfter Minister im Kabinett von Premier Gordon Brown seine Ämter nieder. Hoon ist in den Skandal über Spesenrechnungen verwickelt, der landesweit für Empörung sorgte.
• Der bisherige Verkehrsstaatssekretär Lord Andrew Adonis ersetzt Geoff Hoon und wird neuer Verkehrsminister.
• Der bisherige Unterstaatssekretär im Ministerium für Kommunen und kommunale Verwaltungen (Department for Communities and Local Government, DCLG), Sadiq Khan, folgt Lord Andrew Adonis und wird neuer Verkehrsstaatssekretär. Er wird zudem der erste Muslim in einem britischen Kabinett. Seine Berufung kündigte Khan in seinem Twitter-Blog mit den Worten an: "I have had a call from the Prime Minister ...".
Khan wurde am 08.10.70 in London als Sohn eines Busfahrers geboren. Nach seiner Anwaltsprüfung am College of Law (CoL) in Guildford arbeitete er für verschiedene Menschenrechtsorganisationen und war auch Vorsitzender der Menschenrechtsgruppe Liberty. Seit Juni 2005 war er Abgeordneter im House of Commons für seinem Heimatwahlkreis Tooting in London.
Die Führungsriege im Verkehrsministerium (Department for Transport) setzt sich nun wie folgt zusammen:
• Lord Andrew Adonis, Verkehrsminister (Secretary of State for Transport)
• Sadiq Khan MP, Verkehrsstaatssekretär (Minister of State for Transport)
• Paul Clark MP, Parliamentary Under Secretary of State for Transport
• Chris Mole MP, Parliamentary Under Secretary of State for Transport (WKZ, 10.06.09).

RechteckLondon & Continental Railways zum Verkauf umstrukturiert
Die letzte Etappe in der Reorganisation des Unternehmens "London & Continental Railways Ltd" (LCR) ist abgeschlossen, wie Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis (Minister of State for Transport) am 08.06.09 bekannt gab. Die Regierung hat nun die formelle Kontrolle über LCR und ihrer finanziellen Tochter-gesellschaften übernommen und damit den nächsten Schritt zum Verkauf einer Betriebskonzession für die neue Verbindung eingeleitet. Damit soll sichergestellt werden, dass die britische High-Speed-Linie für mehr Wettbewerb geöffnet werden kann.
LCR wurde von der Regierung im Jahr 1996 mit dem Bau und Betrieb der Hochgeschwindigkeitsstrecke "High-Speed-Channel Tunnel Rail Link" (CTRL) - heute als High-Speed 1 (HS1) bezeichnet - sowie der Verwaltung des britischen Anteils an Eurostar beauftragt.
Andrew Adonis sagte: "London & Continental Railways hat ein äußerst erfolgreiches Geschäft betrieben, mehr Menschen als je zuvor benutzten den Eurostar, die neue High-Speed-Linie und St. Pancras International Station. Inländische Passagiere werden ebenfalls bald die High-Speed-Dienste zwischen Kent und London benutzen können. Die heutige Ankündigung ist die letzte Phase in unseren Plänen zur Umstrukturierung des Unternehmens. Das Ergebnis wird die Öffnung der Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecke für den Wettbewerb sein, was zu besseren Dienstleistungen für die Fahrgäste und einem besseren Geschäft für die Steuerzahler führen wird."
Im März 2006 kündigte die Regierung ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für den Steuerzahler und die erfolgreiche Umsetzung der neuen High-Speed-Verbindung an. Zwei wichtige Etappen für diesen Plan wurden bereits erreicht:
• Am 20. Mai 2008 erhielt die Regierung mit der Königlichen Zustimmung (Royal Assent) für das Gesetz "Channel Tunnel Rail Link (Supplementary Provisions)" die erforderlichen Befugnisse, um die Umstrukturierung und den Verkauf von LCR in die Wege zu leiten.
• Am 14. Mai 2009 billigte die Europäische Kommission staatliche Beihilfen zur Umstrukturierung von LCR, da sie dem Wettbewerb und den Nutzern dienen.
Mit dem jetzigen Abschluss der Umstrukturierung von LCR ist die Basis für den Verkauf einer langfristigen Konzession zum Betrieb von High Speed 1 gelegt, deren Wert einen Ausgleich für die öffentlichen Investitionen in den Eisenbahnbau darstellt (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 09.06.09).

RechteckSchottische Planungsgruppe für High Speed 2 eingesetzt
Zur Planung einer Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung zwischen Schottland und England gab der schottische Verkehrsminister Stewart Stevenson am 08.06.09 den Einsatz einer hochkarätigen Planungsgruppe bekannt ("High Level Team"). Sie soll die wirtschaftliche Bedeutung von High-Speed Rail 2 (HS2) für die Bahnindustrie und für Schottland untersuchen.
Der Minister sprach auf einer Konferenz in Edinburgh über die sich durch eine Hochgeschwindigkeits-strecke aufbauenden Möglichkeiten für Schottland:
"Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Schottland und England bietet fantastische wirtschaftliche und ökologische Chancen für Schottland. Schnellere Fahrzeiten bedeuten erhebliche Vorteile für Schottlands Wirtschaft, die Verbesserung der Verbindungen und die Erschließung neuer Möglichkeiten. Eine Verkürzung der Fahrzeiten zwischen Schottland und London unter die Drei-Stunden-Marke würde den direkten Wettbewerb mit dem Flugzeug fördern und könnte zu erheblichen Einsparungen an Kohlenstoffemissionen führen. Die Bildung einer Stakeholder-Gruppe wird es uns ermöglichen, einen voll entwickelten Geschäftsplan zu gestalten, um unserer Argumentation für die Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Schottland zu voran zu treiben."
Während der ersten Phase des High-Speed-Rail-Projekts HS2 wird eine Vebindung zwischen London und den Midlands angestrebt. Das Potenzial für den Weiterbau in den Norden Englands und nach Schottland wird geprüft (WKZ, Pressemeldung Transport Scotland, 09.06.09).

RechteckPapier zur Zukunft der Bahn veröffentlicht
Am 28.05.09 präsentierte die Eisenbahn-Industrie in Großbritannien ihre Vision, wie die Bahn in 20 bis 30 Jahren aussehen und in der Lage sein wird, den Personen- und Güterverkehr zu bewältigen.
Das von Network Rail, der Association of Train Operating Companies (ATOC) und der Rail Freight Operators' Association (RFOA) veröffentlichte Papier "Planning ahead" gibt eine Vision für die langfristige Zukunft der Eisenbahn und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die potenzielle Nachfrage in den nächsten 30 Jahren verdoppeln und auf längere Sicht sogar verdreifachen könnte. Diese Erkenntnis müsse die Grundlage sämtlicher Zukunftsplanungen für die Eisenbahnindustrie sein (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 29.05.09).

RechteckPünktlichkeit erreicht Rekordniveau
Grafik Network Rail

Mehr als 1,2 Mrd. Passagiere konnten sich im vergangenen Jahr (April 2008 bis März 2009) an der größten jemals gemessenenen Pünktlichkeit (90,6 Prozent) auf dem britischen Schienennetz seit dem Beginn der Aufzeichnungen vor fast 20 Jahren (1992) erfreuen
Als Network Rail im Jahr 2002 die Kontrolle über die britische Eisenbahninfrastruktur übernahm, war die Pünktlichkeit auf einem Rekordtief (78,6%) angelangt. In enger Zusammenarbeit mit den Zugbetreibern wurde dieses Jahr zum ersten Mal im Laufe der letzten zwölf Monate (1. April 2008 bis zum 31. März 2009) die 90%-Marke überschritten. Im April 2009 erreichten sogar 93,5% der ankommenden Züge pünktlich ihr Ziel.
Die Verbesserung der Leistungen von Network Rail seit 2004 beruht unter anderem auf:

• Instandhaltungsmaßnahmen werden im eigenen Haus durchgeführt anstelle über sieben private Unternehmen im Jahr 2004.
• Gezielte Erneuerung unzuverlässiger Infrastruktur (wie z. B. Gleise, Signale, Dämme, Tunnel und Brücken).
• Fahrplanverbesserungen zur Kapazitätserhöhung des Schienennetzes.
In den letzten fünf Jahren gelang es den meisten Betreibergesellschaften, ihre Leistung zu verbessern. Die größten Verbesserungen der Pünktlichkeit gab es auf folgenden Leistungen:
• First Transpennine Express (74.6% to 90.3%),
• Arriva Trains Wales (80.2% to 93.1%),
• Crosscountry (78% to 90.1%),
• South West Trains (82.1% to 93.1%),
• East Midlands Trains (78.9% to 89.3%) und
• London Midland (76.4% to 86.5%).
N
ur für Virgin Trains und London Midland fielen die Pünktlichkeitswerte als Folge einer Störung während Modernisierungsarbeiten auf der West Coast Main Line (Pressemeldung Network Rail, 27.05.09).

RechteckElektrifizierungsprogramm über 3000 Meilen vorgelegt
Grafik Network RailDas derzeit in Großbritannien elektrifizierte Netz mit Oberleitung (OverHead line equipment = OLE, rot) und Stromschiene (Third Rail, grün).
Eine formelle Anhörung zum Ausbau der Elektrifizierung des britischen Schienennetzes wurde am 15.05.09 von Network Rail mit der Veröffentlichung des Entwurfs "Network RUS: Electrification Strategy" gestartet.
Der Entwurf ist Teil der "Network Route Utilisation Strategy" (RUS) zum Ausbau des Gesamtnetzes und soll in Zusammenarbeit mit der Industrie einen Überblick über die Leistungserhöhung und Kosteneffizienz einer Elektrifizierung bringen, wie die Verringerung der Betriebskosten, die Steigerung der Streckenkapazität und die Senkung der CO2-Emissionen.
Iain Coucher, Network Rail's Chief Executive, sagte: "Der Konsens für den Ausbau eines elektrifizierten Netzes wächst. Die Ausführungen dieser Strategie setzen positive Signale für ein langfristiges Engagement in die Elektrifizierung. Elektrische Eisenbahnen sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch leiser und ruhiger für die Fahrgäste und führen zu weniger Verschleiß an der Strecke. Sie sind zuverlässiger und oft schneller."
Derzeit sind nur 40% des Schienennetzes elektrifiziert, darunter die meisten Strecken im Südosten von England, die großen Linien von London nach Edinburgh und Glasgow, das Merseyrail-Netz rund um Liverpool und das Glasgower S-Bahn-Netz.
In der gegenwärtigen Wirtschaftslage erforderten die Investitionen in den Netzausbau enorme wirtschaftliche Anstrengungen, auch wenn langfristig Kosten eingespart werden könnten. Die Industrie müsse zur Finanzierung dieser Pläne mit der Regierung und anderen Geldgebern zusammenarbeiten.
Der Entwicklungsplan RUS empfiehlt, die am stärksten genutzen 3000 Meilen an nicht elektrifizierten Strecken bevorzugt zu elektrifizieren:
• Die Midland Main Line, einschließlich der Dienste von London St Pancras nach Sheffield
• Die Great Western Main Line einschließlich der von London Paddington ausgehenden Dienste
• Strategische Elektrifizierung von Umleitungsstrecken
Network Rail hat die Entwicklungsstrategy in Zusammenarbeit mit Vertretern vom Department for Transport (DfT), Transport Scotland, Welsh Assembly Government, Transport for London (TfL), The Passenger Transport Executive Group, Association of Train Operating Companies (ATOC) und den Güterverkehrsbetreibern erarbeitet und wird nun innerhalb von 60 Tagen Konsultationen mit Partnern aus der Industrie durchführen, um danach in Zusammenarbeit mit dem Office of Rail Regulation (ORR) eine endgültige Fassung zu erstellen.
Zusätzlich werden Gespräche mit der Regierung stattfinden, um die Finanzierung des nach der Elektrifizierung benötigten Rollmaterials zu klären (WKZ, Quelle Network Rail, 18.05.09).

RechteckMöglichkeit einer Crossrail-Verlängerung sichergestellt
Die Regierung hat am 1. Mai den Verlauf einer möglichen Crossrail-Verlängerung von Maidenhead Station nach Reading West Junction sichergestellt. Zwar gibt es derzeit keine Verpflichtung, die Verlängerung voranzutreiben, die Sicherung bietet aber einen zusätzlichen Schutz gegen künftige Entwicklungen auf der Strecke. Der Schutz schließt auch eine mögliche Elektrifizierung und Erweiterung der Linie mit ein, falls dies nötig sein wird.
Ziel der Maßnahme is es, sicherzustellen, dass Entwicklungen an diesem Eisenbahnkorridor das Crossrail-Projekt auch in Zukunft nicht gefährden können. Crossrail AG (CRL), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Departments for Transport, trägt die Verantwortung für die Bereitstellung des Crossrail-Projekts und ist verantwortlich für den Schutz dieses Korridors. Lokale Planungsbehörden (Local Planning Authorities, LPAs) sind nun verpflichtet, ihre Landschaftsplanung innerhalb der Grenzen dieser Schutzmaßnahmen zu gestalten.
Das Crossrail-Projekt verbindet Heathrow im Westen über das zentrale London mit Maidenhead. Eine Verlängerung nach Reading oder eine Elektrifizierung könnten durch zukünftige betriebliche Anforderungen erforderlich werden
(WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 04.05.09).

RechteckBechtel übernimmt Bauausführung für Crossrail und Reading-Projekte
Network Rail hat am 24.04.09 die Firma Bechtel als Partner zum Bau der Projekte Crossrail und Reading bestimmt. Dieser Schritt geht einher mit der größten Investition in die Verbesserung der Eisenbahn-verbindungen zwischen London, Bristol und Wales, die je getätigt wurde.
Das Crossrail-Projekt wird es zusammen mit dem Thameslink-Projekt zum ersten Mal erlauben, dass Fahrgäste im Fernverkehr von Norden, Süden, Osten und Westen in und durch die Hauptstadt London fahren können. Network Rail ist verantwortlich für Konzeption, Entwicklung und Bau der auf dem bestehenden Netz aufzubauenden Abschnitte von Crossrail.
Die von Network Rail im Wert von 2,3 Mrd. GBP zu erbringenden Leistungen umfassen unter anderem:
• Elektrifizierung der westlichen Verbindung von London nach Maidenhead
• Neukonstruktion und Modernisierung der Stationen auf der Strecke, einschließlich Paddington, Abbey Wood, Ilford, Romford und Ealing Broadway
• Erhöhung der Zuverlässigkeit und Durchlässigkeit wichtiger Verknüpfungsstellen, so sollen in Reading die Gleisführung zur Verbesserung der Durchlässigkeit geändert, ein neues Viadukt gebaut und die Anzahl der Bahnsteige verdoppelt werden.
Bechtel wird bei den Baumaßnahmen vom Network Rail-Team unterstützt. Network Rail arbeitet in Partnerschaft mit der Crossrail AG, Transport for London und dem Transportministerium. Die hauptsächlichen Bauarbeiten beginnen im Jahr 2010. Crossrail wird die größte Hoch- und Tiefbau-Projekt in Europa. Erste inkrementelle Verbesserungen im Service werden schon vor der Fertigstellung im Jahr 2015 spürbar werden (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 27.04.09).

RechteckHMG lackiert Großbritanniens neueste Dampflokomotive
Foto HMG Paints
Tornado, die erste seit fast 50 Jahren in Großbritannien neugebaute Dampflokomotive, wird noch in diesem Monat Charta-Züge auf Hauptstrecken fahren. Die für 3 Millionen GBP gebaute "Peppercorn class A1" Maschine mit der Nummer 60163 wird im klassischen Apfelgrün der LNER einen herrlichen Anblick bieten.
Die Farbe wurde von Craftmaster Paints in Stourbridge in Verbindung mit dem Hersteller HMG Paints für Oberflächenbeschichtung in Manchester aufgebracht. Die Lokomotive im Wert von 3 Millionen GBP, die vor kurzem von den Königlichen Hoheiten, dem Prinz von Wales und der Herzogin von Cornwall, getauft wurde, stellt ein unvergessliches Schaufenster für die Produkte der Lackierunswerkstätten dar, die Grundierung, Decklack und Farben auf den Einsatz unter hohen Temperaturen und einer öl- und dampfbeladenen Umgebung optimierten.
Tornado wurde von der "A1 Steam Locomotive Trust" in Darlington mit von Eisenbahn-Enthusiasten aufgebrachten Mitteln gebaut. Diese Dampflokomotiven wurden ursprünglich im Auftrag von British Railways im Jahr 1948/49 unmittelbar nach der Verstaatlichung nach Plänen von Arthur Peppercorn gebaut. Sie galt als die zuverlässigste der je in Dienst gegangenen Personenzug-Dampflokomotiven. Aufgrund der bald einsetzenden Verdieselung wurden aber nur 49 Lokomotiven der "Class A1" gebaut, die schon in den 1960er Jahren verschrottet wurden.
Das Projekt zum Aufbau einer neuen Peppercorn Class A1 wurde im Jahr 1990 gestartet und nach Jahren der Planung, des Baues und der Mittelbeschaffung im August 2008 vollendet. Die Maschine wurde unter Aufsicht des Nationalen Eisenbahnmuseums in York ab Oktober 2008 im Hauptstreckeneinsatz getestet und der ursprünglich aufgebrachte graue Fotoanstrich durch die frischen Farben Apfelgrün und Schwarz ersetzt, die denen der LNER-Lokomotiven im Personenverkehr der 1920er Jahre entsprechen.
"Wir sind sehr stolz darauf, dass die gemeinsam von Craftmaster und HMG entwickelte Farbe auf der Lokomotive und dem Tender klassischen Betriebslackierungen entspricht, sagt Phil Speight, Direktor und Gründer der Firma Craftmaster. "Es ist eine außergewöhnliche Anwendung für Produkte von Craftmaster, die von Hunderttausenden von Menschen gesehen wird. In ein paar Jahren werden wir das Experiment in einem anderen klassischen Farbeschema wiederholen." (WKZ, Pressemeldung HMG Paints, 27.04.09).

RechteckSittingbourne and Kimsley Light Railway in Gefahr
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
1906 wurde südöstlich von London eine Schmalspurbahn mit der Spurweite von 762 mm errichtet um mehrere Papierfabriken miteinander zu verbinden und den Anschluß zu Vollbahn und Schiff sicherzustellen. Auch der Arbeitertransport gehörte zu den Aufgaben der Schmalspurbahn. Ende der 1960er Jahre wurden die Transporte auf die Straße verlagert - ein Verein nahm sich der Schmalspurbahn an und entwickelte sie zur touritischen "Sittingbourne and Kimsley Light Railway".
Nunmehr droht durch die geplante Verwertung von Grundstücken einer mittlerweile geschlossenen Papierfabrik Gefahr für die Zukunft der Schmalspurbahn, da die bisherigen Pachtverträge mit dem finnischen Papierkonzern nicht mehr verlängert werden konnten. Das engagierte Team der S&K.L.R. kämpft verbissen um die Zukunft dieser einmaligen Bahn.
Leider kann 2009 aus rechtlichen Gründen kein Personenverkehr durchgeführt werden - die Anlagen und Fahrzeuge werden aber voller Optimismus weiter unterhalten. Die vorhandenen Dampflokomotiven stammen alle aus dem originalen Fahrpark der "Papierbahn" - Dieselloks und Personenwaggons zumeist von Militärbahnen der Royal Armee oder auch der Navy
(Gunter Mackinger, 27.04.09).

RechteckDepot in Glasgow soll Siemens-Züge warten
Bis zu 40 neue Arbeitsplätze werden durch die Erweiterung des Zugdepots "Shields Road" in Glasgow entstehen, wie Verkehrsminister Stewart Stevenson am 21.04.09 bekanntgab. Dafür stellt Transport Scotland 24 Millionen GBP zur Verfügung. Anfang Mai soll mit dem Bau der neuen Wartungs- und Aufarbeitungshalle begonnen werden.
Das Depot, das voraussichtlich Ende August nächsten Jahres fertiggestellt sein wird, soll die Flotte von 38 neuen elektrischen Triebzügen der Serie "class 380" von Siemens sowie einiger älterer Fahrzeuge von Scotrail warten. Die 130 Wagen stellen dem schottischen Bahnnetz 9000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung und werden ab September 2010 in Betrieb gehen (WKZ, Pressemeldung Transport Scotland, 22.04.09).

RechteckEurotunnel und Eurostar leiden weiter unter den Tunnelbrand
Während des ersten Quartals 2009 litt Eurotunnel weiter unter den Folgen des Brandes vom September 2008. Die Nichtverfügbarkeit des Tunnelabschnitts "Intervall 6" im Ärmelkanal-Tunnel beeinträchtigte den Shuttle-Verkehr bis zur Wiederaufnahme der vollen Transportleistung Anfang Februar 2009 (Der LOK Report berichtete). Die Betriebsbedingungen wurden daher für acht der dreizehn Wochen des ersten Quartals negativ beeinflusst.
In diesem Zusammenhang verringerte sich der LKW-Shuttle-Verkehr um 55% gegenüber dem ersten Quartal 2008, der Pkw-Transport um 29% und die Passagierzahlen für den Eurostar um 12%. Es sei jedoch erwähnt, dass das erste Quartal 2008 (im Gegensatz zum gleichen Zeitraum im Jahr 2009) auch das Oster-Wochenende, einen zusätzlichen Tag im Februar und verschiedene Streiks und Störungen der Fährdienstbetreiber enthielt.
Die operativen Erträge im ersten Quartal 2009 beliefen sich auf insgesamt EUR 116 Mio., 34% niedriger als im ersten Quartal 2008. Im ersten Quartal 2009 erhielt Eurotunnel allerdings EUR 29 Mio. an Versicherungszahlungen als Ausgleich für die durch den Brand verursachten Verluste. Der Gesamtumsatz beträgt daher € 144,6 Mio., was einem Rückgang von 18% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr entspricht.
Auch die Bilanz von Eurostar war im ersten Quartal 2009 noch vom Tunnelausfall betroffen. Der Betreiber der Hochgeschwindigkeitszüge von Frankreich und Belgien nach Großbritannien verzeichnete im ersten Quartal 2009 einen Umsatz von 168,1 Millionen Pfund Sterling, was einem Rückgang von 5,8% im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr entspricht (Umsatz von 178,5 Millionen im Jahr 2008). Die Zahl der Reisenden sank auf 1,92 Millionen, dies ist ein Rückgang um 11,5% im Vergleich zum Vorjahr (2,17 Mio. im Jahr 2008).
Mit der Wiederstellung der zweiten Tunnelröhre konnte Eurostar eine Pünktlichkeit von 96% erreichen, während die Fluggesellschaften auf den Strecken Paris - London und London - Brüssel im Durchschnitt nur Werte um die 79% erreichen
(WKZ, Pressemeldungen Eurotunnel und Eurostar, 20.04.09).

RechteckJacobs Engineering wird Projektbeauftragter für Crossrail
Das britische Ministerium für Verkehr (DfT) gab am 15.04.09 bekannt, dass Jacobs Engineering UK Ltd als Projektbeauftragter (Project Representative) für das Projekt Crossrail ernannt wurde. Nach der Ausschreibung im EU-Amtsblatt am 25.09.08 wurden neun Bieter der Shortlist am 18.12.08 zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die neun engeren Bieter waren:
• ARCADIS AYH plc
• Atkins
• Booz & Company (UK) Ltd (mit Unterstützung von AECOM / Turner & Townsend)
• Jacobs Engineering UK Ltd (mit Unterstützung von KPMG)
• Mott MacDonald Ltd (mit Unterstützung von Ernst & Young/FirstCo)
• The Nichols Group. Nichols Arup Joint Venture mit Unterstützung von First Class Partnerships/NTTX Ltd
• Parsons Brinckerhoff Ltd (mit Unterstützung von Davis Langdon)
• Parsons Group International Ltd (mit Unterstützung von Gardiner & Theobald)
• Praxis High Integrity Systems Ltd (mit Unterstützung eines ungenannten technischen Dienstleisters)

Der Projektbeauftragte stellt ein Team von hoch qualifizierten Projektmanagement-Profis zusammen, die die Projektträger (DfT und Transport for London) unterstützen, um sicherzustellen, dass Crossrail Ltd das Projekt im Zeitplan, innerhalb des Budgets und zum vereinbarten Standard fertigstellen kann.
Crossrail ist Europas größtes Bauprojekt. Wenn es im Jahr 2017 abgeschlossen ist, wird es die größte Erweiterung für den öffentlichen Verkehr in London und im Südosten des Landes während der letzten 50 Jahre darstellen und die Fahrgäste zu Spitzenzeiten mit 24 Zügen pro Stunde in beiden Richtungen durch das zentrale London transportieren.
Die Arbeit der Projekt-Mitarbeiter wird die Überprüfung der Berichte, Programme und technischen Designs beinhalten, um sicherzustellen, dass das Projekt mit Investitionen von mindestens 20 Mrd. GBP und der Bereitstellung von 30.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen pünktlich innerhalb des Budgetplans ausgeführt werden kann.
Die Ernennung eines Projektbeauftragten ist gängige Praxis auf allen großen Baustellen. Die Größe und Zusammensetzung des Projektteams kann sich während der Laufzeit des Projekts ändern, um die sich wandelnden Aufgaben zu begleiten
(WKZ, Quelle Department for Transport, 16.04.09).

RechteckVerkehrsstaatssekretär Andrew Adonis lernt Eisenbahn in der Praxis kennen
Der britische Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis (Minister of State for Transport) will Eisenbahn "live" erleben und begibt sich einem Bericht der BBC zufolge auf eine Sechs-Tage-Fahrt per Bahn durch Großbritannien. Der Minister betrat am Ostermontag mit seinem Laptop den Schlafwagenzug von Paddington nach Truro, um mit einem normalen "Rail Rover ticket" die Qualitäten des Bahnreisens zu "erfahren". Lord Adonis sagte, er wollte "Erfahrungen aus erster Hand" über die Bahn sammeln. Am Ende seiner Reise will er das Eisenbahnmuseum in York besuchen.
Er sagte außerdem: "Ich denke, es ist sehr wichtig für einen Minister im öffentlichen Dienst, intensive Erfahrungen mit den Dienstleistungen zu machen, für die er verantwortlich ist. Ich glaube nicht, dass Sie ein guter Verkehrsminister sein können, wenn Sie nicht wirklich verstehen, wie ein Transport-System funktioniert."

Lord Adonis wird etwa 45 Züge benutzen, sowohl erster Klasse als auch Standard-Klasse. Lord Adonis will auch, falls es in den Zügen zu eng wird, zusammen mit anderen Fahrgästen auf einen Sitzplatz verzichten und stehen.
Seine Reiseroute führt durch folgende Städte:
• Montag: London - Truro
• Dienstag: Truro - Newquay über Par. Weiter nach Exeter, Yeovil, Wareham, Bournemouth und Brighton
• Mittwoch: Brighton, Ashford International, Margate, Gillingham, Gravesend, Tilbury, Upminster, Romford, Ipswich und Norwich
• Donnerstag: Norwich - Peterborough, Birmingham, Chester, Crewe, Manchester, Preston und Carlisle
• Freitag: Von Carlisle nach Newcastle über Middlesbrough und Darlington. Dann nach Inverness über Edinburgh und Falkirk
• Samstag: Von Inverness nach Edinburgh über Aberdeen, anschließend Besuch des "National Railway Museum" in York (Dr. Volker Starrock, WKZ, 14.04.09).

RechteckJugendliche begehen über 100 Straftaten pro Woche
Foto Network RailFoto Network Rail
Foto Network RailFoto Network Rail
Eingeworfene Scheiben und Graffiti an Fahrzeugen der britischen Eisenbahn (oben). Ein Jugendlicher sammelt Schotter auf dem Gleis, um ihn anschließend in Richtung Führerstand zu werfen (Video vom Führerstand der Lokomotive, unten links). Beim Überqueren des Gleises schafft es ein Jugendlicher im letzten Moment, den Bahnsteig zu erklimmen (unten rechts). Fotos Network Rail.
Neue Zahlen des britischen Netzbetreibers Network Rail zeigen, wie junge Menschen weiterhin ihr Leben durch Hausfriedensbruch und Vandalismus am Eigentum der Bahn riskieren. So wurden im Jahr 2008 mehr als 5000 Fälle von Bahnkriminalität erfasst, an denen junge Menschen beteiligt waren. Zum Start der Osterferien beginnt Network Rail wieder seine jährliche Kampagne "No Messin’ " (Kein Unfug), die dieses Jahr vom Boxchampion Amir Khan unterstützt wird.
Verbotene Abkürzungen zu nehmen, neben den Gleisen zu spielen, Gegenstände auf Züge zu werfen, Hindernisse auf die Strecke zu legen und Graffiti auf Eisenbahnbrücken, Zäune und Gebäude zu sprühen sind die Hauptstraftaten von jungen Menschen im Jahr 2008. Zu den schockierenden Fällen gehörten:
• Kohlestücke, Fernseher und Fahrräder wurden von Brücken auf Züge geworfen
• Golfbälle und Steine trafen Züge
• Sofa und Einkaufswagen wurden als Hindernisse auf die Strecke gelegt
Die Bahnstatistik 2008 kennzeichnet rund 13.000 Fälle von Hausfriedensbruch und Vandalismus. In dieser Zahl sind Kabeldiebstahl, Selbstmord und Vandalismus im Zug nicht enthalten:
• Über 5000 Straftaten von jungen Menschen, dies entspricht über 100 pro Woche.
• 3089 Vorfälle von Hausfriedensbruch und unbefugtem Betreten der Gleise durch junge Menschen.
• 90 Vorfälle mit spielenden Kindern.
• 1063 Fälle mit Gegenständen, die auf Züge geworfen wurden.
• 1181 Fälle mit Objekten, die auf die Gleise gelegt wurden.
Junge Leute sind verantwortlich für ca. 40 Prozent der Zwischenfälle auf Bahngelände. Während Erwachsene hauptsächlich Abkürzungen zwischen den Bahnsteigen über die Gleise suchen, begehen Jugendliche meist gefährliche und risikobehaftete Taten. Es wurden 57 unfallbedingte Todesfälle auf Bahngelände gezählt, davon waren drei Menschen unter 20 Jahre alt. Die Kosten dieser Vergehen belaufen sich auf 264 Millionen GBP pro Jahr.
Trotz dieser beunruhigenden Ereignisse zeigt die "No Messin' "-Kampagne in ihrem vierten Jahr einige bedeutende Erfolge. Insgesamt gingen Hausfriedensbruch und Vandalismus auf Bahngelände um rund 13% gegenüber 2007 zurück, und an 100 von Network Rail beobachteten Standorten sank die Kriminalität um 30%.
Im Frühling und Sommer geht die "No Messin' "-Kampagne wieder auf Tour, um jungen Menschen andere Beschäftigungen zu zeigen, die Spaß machen und Abwechslung bringen. Dazu gehören nicht nur Sportarten wie Fußball und Boxen, sondern auch Dinge, die sie vielleicht noch nie versucht haben, wie Bogenschießen, Motorradfahren und Street Dance.
Der Sohn von Wendy Smith, Ricky war gerade 15 Jahre alt, als er von einem Zug in der Nähe von Leeds zu Ostern im Jahr 1997 angefahren wurde. Ricky und sein Freund wurden getötet und ein dritter Junge erlitt Verletzungen. Wendy sagte: "Es ist immer schwierig, darüber zu reden, was passierte, aber es muss getan werden. Wenn wir dazu beitragen können, dass ein Kind nicht getötet wird und eine Familie keinen Kummer erleidet, dann lohnt es sich."
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 07.04.09).

RechteckBombardier-Züge für National Express East Anglia
Am 02.04.09 gab Verkehrsminister Geoff Hoon eine Vereinbarung zwischen dem Ministerium für Verkehr und National Express East Anglia (NXEA) zur Beschaffung weiterer 188 Wagen für East Anglian Rail Service bekannt, von denen 120 von Bombardier Transportation UK Ltd in Derby für rund 155 Millionen GBP neu gebaut werden. Die restlichen 68 Wagen werden über die Franchise London Midland beigesteuert.
Die neuen Electrostar-Triebzüge (30 Züge à vier Wagen = 120 Wagen) werden für den Stansted Express zwischen dem Flughafen Stansted und der Londoner Innenstadt eingesetzt. Der Vertrag ist Teil des Verkehrsplans des britischen Transportministeriums zur Entlastung des Bahnnetzes im Süden Englands.
Die Züge sind für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ausgelegt. Die Ausstattung umfasst große Gepäckablagen, eine Klimaanlage im Fahrgastraum und eine Kameraüberwachung für erhöhte Fahrgastsicherheit. Ein WLAN-System bietet den Fahrgästen neue Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten. Die Züge werden über das bekannte und hochmoderne Bombardier MITRAC-Antriebs- und Steuerungssystem verfügen, das beim Bremsen entstehende Energie speichert und später wieder nutzt.
Alle 120 Wagen werden zwischen März und Juni 2011 ausgeliefert. Die neuen Züge ersetzen den Fahrzeugbestand aus älteren Class 317-Zügen. Bombardier wird die neue Flotte im Depot des Betreibers in Ilford warten.
Bereits über 1.600 Wagen des preisgekrönten Electrostar-Zuges sind bei den drei britischen Betreibern c2c, Southeastern und Southern Railway im Einsatz. Electrostar-Züge wurden außerdem im Jahre 2006 von Transport for London für die Londoner S-Bahn bestellt. Auch auf der neuen Gautrain-Schnellbahnstrecke in Südafrika werden Electrostar-Züge zum Einsatz kommen (WKZ, Pressemeldungen Department for Transport und Bombardier, 06.04.09).

RechteckGrößtes Aufbauprogramm seit Brunel
Am 01.04.09 startet der Schienennetzbetreiber Network Rail ein Fünfjahresprogramm über 35 Milliarden GBP zur Verbesserung des britischen Schienennetzes. Das "CP4 Delivery Plan" genannte Programm (CP4 = control period 4, 1. April 2009 bis 31. März 2014) umfasst auf über 800 Seiten mehr als 500 Projekte zur Schaffung zusätzlicher Kapazitäten und erhöhter Sicherheit im Personen- als auch Güterverkehr.
Iain Coucher, Chief Executive, sagte: "Großbritannien steht am Rande einer Schienenrevolution. Am 1. April werden wir mit einem der spannendsten Kapitel in der Geschichte unserer Eisenbahnen beginnen. Network Rail ist bereit, die größte Erweiterung der britischen Eisenbahn seit dem Zeitalter von Brunel (Isambard Kingdom Brunel, Ingenieur der Great Western Railway und des Themse-Tunnels, 1806-1859) zu starten.
Von den 35 Milliarden GBP, die in den nächsten fünf Jahren in die Eisenbahn investiert werden, sollen 12 Milliarden der Verlängerung von Bahnsteigen und der Kapazitätserhöhung des Schienennetzes dienen. 11,5 Milliarden werden in die Sanierung älterer Teile des Schienennetzes investiert (Schienen, Signaltechnik, Brücken). Weitere 9,2 Milliarden dienen der laufenden Wartung und Kosten für Betrieb und Verwaltung des Netzes, und 2,2 Mrd. für nichtregulierbare betriebliche Ausgaben.
Network Rail hat sich bis 2014 verpflichtet, die Pünktlichkeit in ganz England und Wales auf 92,6% und in Schottland auf 92 Prozent anzuheben und in der Netzunterhaltung zusätzliche Einsparungen in Höhe von 21% zu erreichen (Der LOK Report berichtete). Network Rail plant schon jetzt weit über die nächsten fünf Jahre hinaus und unternimmt detaillierte Bewertungen über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren für mögliche Hauptstreckenelektrifizierungen und den Bau weiterer Hochgeschwindigkeitsstrecken.
Wichtige Projekte des Fünfjahresplans sind:
• Thameslink: Eines der größten Eisenbahn-Projekte im Vereinigten Königreich und derzeit größtes Infrastrukturprojekt für Network Rail. In zwei Phasen wird bis 2012 und 2015 die zentrale Durchquerung Londons einschließlich eines neuen Bahnhofs London Bridge mit Investitionen von 5,5 Milliarden GBP ermöglicht, davon 1 Mrd. für neue Züge.
Birmingham New Street: 600 Millionen GBP für die Umgestaltung des Bahnhofs im Rahmen des gemeinsamen Gateway-Projekts.
• Crossrail: Mehr als 2 Mrd. GBP für eines der größten Hoch- und Tiefbau-Projekte Europas einschließlich des Umbaus Paddington.
• King's Cross: Über 450 Mio. GBP für die Modernisierung des Bahnhofs und der Ansiedlung zusätzlicher Geschäfte und Dienstleistungen.
• Reading: 425 Millionen GBP zur Entwirrung der Bahnstrecken für schnellere und zuverlässigere Zugfahrten.
• Airdrie - Bathgate (Schottland): 300 Millionen GBP für den Wiederaufbau der Strecke mit elektrifizierter Doppelspur nach Einstellung des Betriebs vor 50 Jahren.
• Glasgow Airport Rail Link (Schottland): 150 Millionen GBP für eine schnelle, zuverlässige Verbindung zwischen Glasgow Central Station und Glasgow International Airport.
• East Coast Main Line: 250 Millionen GBP in Kapazitätsverbesserungen für mehr und schnellere Züge und größere Container, sowie rund 50 Mio. GBP in eine neue Verbindung zwischen der East Coast Main Line und Cambridge.
Paddington Span 4: 26 Millionen GBP für die Wiederherstellung des Edwardian Dachs über den Plattformen 9 bis 12.
Nuneaton: Rund 40 Millionen GBP für eine neue Strecke nördlich von Nuneaton Station, um Güterzüge aus Peterborough kreuzungsfrei an die West Coast Main Line anzubinden (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 01.04.09).

RechteckORR legt Planung für den Zeitraum 2009/2010 fest
Das Office of Rail Regulation (ORR) veröffentlichte am 30.03.09 seine Planung für den Zeitraum von April 2009 bis März 2010. Das ORR legte die Prioritäten für das kommende Jahr fest, dem ersten Jahr seiner fünf-Jahres-Strategie "Promoting safety and value in Britain’s railways" (Erhöhung der Sicherheit und des Werts der britischen Eisenbahnen).
Bill Emery, ORR Chief Executive, sagte: "Unser Plan für 2009-10 legt dar, was wir tun wollen und womit wir unseren Erfolg in Bezug auf die sieben Themen messen, auf denen unsere Strategie beruht:
• Fokus auf die Kunden im Personen- und Güterverkehr heute und in der Zukunft;
• Stärke in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Risiko-Kontrolle;
• Stärke im Asset Management (Anlagenverwaltung);
• Bessere Kontakte zur Industrie und rechtzeitige Planung und effiziente Durchführung von Großprojekten;
• Effiziente Nutzung der Kapazitäten auf den Fernstrecken;
• Unterstützung durch die Industrie über die Fähigkeiten ihrer Menschen, und
• Qualitativ hochwertige Daten und Informationen für wichtige Entscheidungen."
"Das wird ein hartes Jahr für die Bahn, aber die Industrie hat bewiesen, dass sie eine verbesserte Sicherheit und Qualität für die Kunden liefern kann. Sie leistet einen Beitrag zur Erhöhung der Transport-Bedürfnisse unserer Wirtschaft. Unsere Vision ist, dass Großbritannien seine Eisenbahn in Bezug auf Sicherheit, Leistung und Effizienz mit den besten vergleichbaren Bahnen der Welt messen kann." (WKZ, Pressemeldung ORR, 31.03.09).

RechteckMerseyside Rail Strategy veröffentlicht
Foto Network Rail
Längere Züge und extra Dienstleistungen wurden in einem weit reichenden Strategiepapier am 27.03.09 zur Verbesserung der Eisenbahndienste in Merseyside veröffentlicht.
Die "Merseyside route utilisation strategy" (RUS) empfiehlt Möglichkeiten zur Erhöhung der Kapazität auf dem Schienennetz von Merseyside, um dem anhaltenden Boom der Passagierzahlen zu begegnen - erwartet wird eine Zunahme um 40% bis zum Jahr 2020.
Die Planungen wurden von Network Rail in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erstellt (Merseyrail und weitere Personen- und Güterverkehrsbetreiber, Merseytravel, Ministerium für Verkehr, Fahrgastvereinigungen), ihre Veröffentlichung folgte in Anschluss an eine dreimonatige öffentliche Aussprache.
Wichtigste Empfehlungen sind der Einsatz längerer Züge und damit die Bereitstellung von mehr Sitzplätzen und die Verbesserung der Verbindungen auf wichtigen Strecken nach Liverpool aus Chester, North Wales, Southport, Ormskirk, Preston und Wigan.
Liverpool Central soll umgehend saniert werden, um Verbesserung der Durchlässigkeit des Bahnhof für Fahrgastströme und die Gesamtkapazität um bis zu einem Drittel zu erhöhen (Pressemeldung Network Rail, 30.03.09).

RechteckNeue Vorsitzende im Office of Rail Regulation
Verkehrsminister Geoff Hoon hat am 26.03.09 Anna Walker zum neuen "Chairman" (Vorsitzenden) des Office of Rail Regulation (ORR) ernannt, der unabhängigen Regulierungsbehörde für Sicherheit und wirtschaftliche Belange der britischen Eisenbahnen. Anna Walker, derzeit Chief Executive der Gesundheits-Kommission (Healthcare Commission), wird ihre neuen Aufgaben am 5. Juli 2009 nach Prüfung durch das "Transport Select Committee" antreten.
Minister Geoff Hoon, sagte: "Ich freue mich, diese Berufung verkünden zu dürfen. Anna verfügt über weit reichende Erfahrung im behördlichen und öffentlichen Sektor und ist für die nächsten Jahre ein hervorragender Kandidat für die Spitze des ORR."
Anna Walker sagte: "Vorbehaltlich der Ausschussprüfung freue ich mich auf diese spannende Aufgabe. Die Bahnen sind sehr wichtig für die Menschen in diesem Land und erfordern die Bewältigung einiger großer Herausforderungen des 21. Jahrhundert."
Das
ORR wird von einem Vorstand geleitet, der dem Verkehrsminister untersteht und verantwortlich für die Festlegung der ORR-Strategie zur Überwachung einer effizienten, wirksamen und wirtschaftlichen Ausführung der Eisenbahn ist. Der Vorstand des ORR besteht derzeit aus dem Vorsitzenden (Chairman), fünf "executive members" einschließlich eines "Chief Executive" und fünf "non-executive members". Der Vorstand wird für eine feste Amtszeit von bis zu fünf Jahren gewählt. Anna Walker ersetzt den derzeitigen Chairman Chris Bolt, der im July 2004 für fünf Jahre gewählt wurde (Pressemeldung Department for Transport, 27.03.09).

RechteckDeputy Chief Executive von Eurotunnel zieht sich zurück
Jean-Pierre Trotignon, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands bei Eurotunnel, hat aufgrund persönlicher und familiärer Umstände beschlossen, am 31. Mai 2009 sein Amt aufzugeben.
Jean-Pierre Trotignon hat Eurotunnel während der operativen und kommerziellen Umstrukturierung seit 2005 erfolgreich geführt. Er wird auch weiterhin seine Fähigkeiten der Gruppe zur Verfügung stellen und insbesondere bei Projekten von entscheidender Bedeutung für die Zukunft des Unternehmens wie der Verbesserung der Infrastruktur im Tunnel, dem Schutz im Fall eines Brandes und der Konzeption der dritten Generation von Lkw-Shuttles mitwirken.
Jean-Pierre Trotignons derzeitige Zuständigkeiten werden durch die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats übernommen, die direkt dem Chairman und Chief Executive Jacques Gounon unterstellt sind (Pressemeldung Eurotunnel, 26.03.09).

RechteckNeue Triebzüge für Nordirland bestellt
Foto NIRFoto NIR
Die schon 2004/2005 gelieferten CAF-Triebzüge der Baureihe C3K. Fotos NIR.
Für Northern Ireland Railways sind 20 dreiteilige Triebzüge bei CAF (Spanien) bestellt worden. Sie werden ab 2011 geliefert und werden 12 dieselelektrische Triebzüge (neun der Baureihe 450 und drei der Baureihe 80) ersetzen, außerdem eine lokbespannte Verstärkergarnitur aus ex-BR Mk2f Wagen. Ein Teil der Fahrzeuge wird für Fahrplanverdichtungen und Kapazitätsausweitungen benötigt.
NIR hat schon 23 CAF-Triebzüge der Baureihe C3K, die zwischen 2004 und 2005 geliefert worden sind. Die neuen Fahrzeuge erhalten eine andere Inneneinrichtung und sind für Züge mit vielen Zwischenhalten bestimmt. Der Auftragswert beträgt 105 Millionen Pfund (etwa 112 Millionen Euro) (Martin Baumann, 20.03.09).

RechteckHelp Points für alle ScotRail-Bahnhöfe
Auf sämtlichen Bahnhöfen von ScotRail erleichtert nun ein innovatives Netzwerk von Help Points die direkte Kommunikation zwischen den Bahnreisenden und Service-Mitarbeitern. Der letzte Bahnhof, IBM Halt in Greenock, wird solch einen Help Point im Aprill 2009 erhalten.
Nach der Fertigstellung werden 341 ScotRail-Stationen unmittelbar mit der Kundenbetreuung des Bahnbetreibers in Dunfermline oder Paisley verbunden sein. Die Kundenzentren sind im Zeitraum vom ersten bis zum letzten Zug auf der jeweiligen Station erreichbar.
Gerade Reisende auf ländlichen Stationen werden vom neuen Angebot profitieren, das den Benutzern auch den Zugriff auf Informationen zur Weiterreise erlaubt oder Nachrichten an Familienmitglieder weiterleiten kann, wenn die Züge Verspätung haben.
Die Investitionen von 282.000 GBP sind Teil eines Programms im Wert von 40 Millionen GBP zur Verbesserung der Bahnleistungen auf der ScotRail Franchise (WKZ, Pressemeldung Transport Scotland, 18.03.09).

RechteckRegierung gibt Planungen zu High Speed 2 in Auftrag
Die Absicht zum Bau eines der wichtigsten und größten neuen Verkehrsprojekte in Großbritannien, der Hochgeschwindigkeitsstrecke High Speed 2 (HS2) zwischen London und Schottland, wurde am 10.03.09 offiziell vom britischen Verkehrsministerium bestätigt.
Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis hat in seinem Brief "Objectives and Remit for HS2" die zur Planung der neuen Hochgeschwindigkeitsverbindung gebildete Gesellschaft "High Speed 2" aufgefordert, dem Verkehrsministerium Vorschläge über die Ausweitung von High Speed-Dienstleistungen von London nach Schottland zu machen, wobei im ersten Stadium an eine neue Eisenbahnlinie zwischen London und den West Midlands gedacht ist.
Das Unternehmen wird bis Ende des Jahres eine Route von London nach den West Midlands vorschlagen, einschließlich möglicher Anknüpfungspunkte in London und den West Midlands. Es wird die ökologischen und ökonomischen Bewertungen vornehmen, die im Jahr 2010 als Grundlage für die öffentlichen Konsultationen dienen können.
Andrew Adonis, sagte: "Großbritannien hat ein Schienennetz, das einst den Neid der Welt hervorrief, und ich sehe, dass HS2 dazu beitragen wird, Großbritannien wieder als weltweit führendes Land für Bahnreisen zu etablieren.
Eine High-Speed-Linie wird für schnellere Fahrzeiten in die West Midlands sorgen und darüber hinaus unsere wichtigsten wirtschaftlichen Zentren verbinden sowie freie Kapazitäten auf dem bestehenden Schienennetz für weitere regionale und lokale Dienstleistungen schaffen" (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 11.03.09).

RechteckEurotunnel Group vereinfacht ihre Struktur
In Fortsetzung der finanziellen Umstrukturierung des Konzerns im Jahr 2007, die auch die Gründung einer neuen Holdinggesellschaft Groupe Eurotunnel SA (GET SA) vorsah, hat Eurotunnel am 06.03.09 die Vereinfachung seiner Konzernstruktur beschlossen.
Demnach werden die beiden Konzessionsgesellschaften (France Manche SA und Channel Tunnel Group Limited) zu direkten Tochtergesellschaften der GET SA. Bisher waren sie Tochtergesellschaften der ehemaligen Holding-Gesellschaften TNU SA und TNU PLC, die direkt und indirekt zu mehr als 99% von GET SA gehalten wurden.
Die Vereinfachung wird es der Gruppe erlauben, ihre Effizienz und Struktur für die Anleger klarer deutlich zu machen und zentrale Verwaltungskosten zu reduzieren.
Die Transaktion wird im Anschluss an bestimmte konzerninterne Transfers aus technischen Gründen vorerst nur mit der Fusion von TNU SA und GET SA erfolgen. Die Vereinfachung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt auch den britischen Teil der Gruppe einschließen, ohne dass dies die Rechte der Inhaber von Verkehrsprivilegien beeinflusst.
Auf den Aktionärsversammlungen von TNU SA und GET SA am 28. April und 6. Mai sollen die Zustimmungen zur Fusion eingeholt werden. Der erste Aufruf zu diesen Hauptversammlungen wird in der Zeitschrift "Bulletin des annonces légales obligatoires" (Balo) am 11. März 2009 veröffentlicht (WKZ, Pressemeldung Eurotunnel, 09.03.09).

RechteckGesellschaft zur schnellen Fertigung neuer Dieselzüge gegründet
Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis hat am 05.03.09 die Gründung einer neuen Gesellschaft zur Beschaffung von 202 neuen Dieselzugwagen (Diesel Multiple Units, DMU) bekanntgegeben.
Der mit einer Investition von 300 Mio. GBP verbundene Bau der 202 Wagen (Der LOK Report berichtete) soll die Kapazitätsengpässe im Themse-Tal, um Bristol und auf längeren Strecken im Norden von England beseitigen. Die Züge sollen nach Verhandlungen mit den Bahnbetreibern First Great Western, Trans-Pennine Express Northern Rail 2012 in Dienst gehen. Der erfolgreiche Bieter für den Bau dieser Züge wird im April 2009 bekanntgegeben.
Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis sagte: "Dies ist der effektivste Weg, um neue Züge zu kaufen, schnell und zum Nutzen der Fahrgäste. Das neue Unternehmen ist ein Beispiel für das Engagement der Regierung zur Vermeidung überfüllter Züge. Dies ist ein Meilenstein für die Lieferung neuer Wagen, die einen Beitrag zur Erhöhung der Kapazität auf der Schiene und einiger unserer stärksten Strecken bewirken".
In Schreiben an die Partner aus der Industrie machte das Verkehrministerium deutlich, dass es nicht beabsichtige, langfristiger Besitzer der Züge zu werden und dass das neue Unternehmen nicht im Wettbewerb mit anderen Leasing-Gesellschaften stehen soll.
Um dies sicherzustellen, fordert das Verkehrministerium den Markt auf, entweder für das Unternehmen oder das Betriebsvermögen und die damit zusammenhängenden Verträge zu bieten und Eigentum und Leasinggeschäft der Züge zu übernehmen.
Es wird derzeit davon ausgegangen, dass die neue Gesellschaft die folgenden Verträge in Kraft setzen wird, um die Züge so schnell wie möglich fertigstellen zu können:
• Drei dreiseitige Fertigungs- und Lieferverträge zwischen Diesel Trains Limited, den Herstellern der Züge und jedem der drei Betreiber;
• Drei zweiseitige Lieferverträge über technischen Support und Ersatzteilversorgung zwischen den Lieferanten und jedem der drei Betreiber;
• Drei zweiseitige Fahrzeug-Leasingverträge zwischen Diesel Trains Limited und jedem der drei Betreiber;
• Ein übergreifender Vertrag ("Umbrella Deed") zwischen Diesel Trains Limited, den Herstellern und den drei Bahnbetreibern.
Darüber hinaus führt das Verkehrsministerium Verhandlungen mit anderen Bahnbetreibern über den Kauf von 120 neuen Wagen und erwartet in den nächsten 12 Monaten zusätzliche Aufträge über weitere 250 Wagen. Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen somit Bestellungen über rund 1000 neue Wagen veranlasst werden.
Die Anweisung der Regierung zur Erhöhung der Kapazitäten im Eisenbahnnetz zwischen 2009 und 2014 wurde im Juli 2007 im "Rail White Paper" veröffentlicht, das den Kauf von 1300 zusätzlichen Wagen vorsah (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 06.03.09).

RechteckEurotunnel zahlt erstmals in seiner Geschichte Dividende
Aufgrund eines ausgezeichneten ersten Halbjahres und trotz des reduzierten Verkehrs in der nördlichen Tunnelröhre nach dem Brand im September konnte der Kanaltunnelbetreiber Eurotunnel sein operatives Ergebnis (EBITDA) im Jahr 2008 auf 421 Mio. € steigern, was in etwa 16% über dem Ziel des im Vorjahr aufgelegten Umstrukturierungsprogramms liegt.
Mit dieser Verbesserung und der Verringerung der Netto-Finanzverbindlichkeiten als Folge der finanziellen Umstrukturierung (-2% im Jahr 2008 nach -42% im Jahr 2007) stieg der Konzerngewinn für die Groupe Eurotunnel SA im Jahr 2008 auf € 40 Millionen. Der Gewinn ermöglicht es Eurotunnel zum erstenmal in seiner Geschichte, der Hauptversammlung der Aktionäre die Zahlung einer Dividende von 4 Cent pro Anteil vorzuschlagen.
Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive von Eurotunnel erklärte: "Trotz des Vorfalls im September, markiert das Jahr 2008 deutlich das Ende der finanziellen Unsicherheiten für Eurotunnel. Durch ihre Effizienz und die Kontrolle der Kosten hat die Gruppe einen soliden Gewinn erwirtschaftet, zum erstennal in unserer Geschichte können wir die Zahlung einer Dividende an unsere treuen Aktionäre vorschlagen".
Genaue Daten entnehmen Sie der Pressemeldung von Eurotunnel (Pressemeldung Eurotunnel, 05.03.09).

RechteckHöhere Werte für Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit
Das Office of Rail Regulation (ORR) veröffentlichte am 25.02.09 ihren National rail review and Network Rail monitor für das dritte Quartal 2008/09 (Oktober bis Dezember 2008).
Die wichtigsten Trends für das dritte Quartal zeigen, dass die ständigen Verbesserungen bei der Pünktlichkeit der Bahn und zur Zufriedenheit der Reisenden ihren höchsten Stand erreichten und die Höhe der Beschwerden weiter zurückgeht.
Bill Emery, ORR Chief Executive, sagte: "Wir freuen uns über die anhaltend guten Nachrichten für die Hauptstrecken. Die Betreiber der Bahn und Network Rail liefern die höchsten Werte für die Pünktlichkeit der Bahn und zur Zufriedenheit der Reisenden, die wir seit Jahren gesehen haben.
Der Eisenbahn-Fernverkehr ist nicht immun gegen die Folgen der Rezession und der Schienengüterverkehr trägt dabei die Hauptlast. Während unsere kürzlich veröffentlichten Zahlen zeigen, dass sich das Wachstum der Passagierzahlen mit einem kleinen Rückgang der Zahl der Fahrgastreisen zwar verlangsamt, gibt es aber noch nicht den erheblichen Rückgang bei Bahnreisen, den einige erwartet haben.
Es gibt für die Bahn noch eine Menge Arbeit zu tun. Wir freuen uns, dass Network Rail die Herausforderungen der nächsten fünf Jahre angehen will, wie sie von uns im Oktober letzten Jahres vorgegeben wurden. Network Rail muss erhebliche Verbesserungen in das Netz als auch einen großen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Kapazität und Sicherheit leisten, und dabei kontinuierlich die Effizienz verbessern. Die Verbesserungen umfassen Grossprojekte wie Thameslink, die Kapazitätserhöhung in Reading und den Glasgow Airport Rail Link."
Der Network Rail Monitor zeigt für das dritte Quartal (14. September 2008 bis 3. Januar 2009) folgende Ergebnisse für Großbritannien:
• Leistung und Verspätungen: Der Leistungswert (public performance measure, PPM) am Ende des dritten Quartals betrug 90,8%. Er liegt damit über dem vorgegebenen Wert von 90,6 und 1,5% höher als am Ende des 3. Quartals im letzten Jahr. Network Rail ist zudem auf dem Weg, die Zielvorgabe für die Verspätungsminuten zu erreichen, der gegenwärtig erreichte Wert liegt bei 6,8 Millionen, das ist 11,6% niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr.
• Sicherheit: Die Sicherheitsrisiken bleiben weitgehend unverändert, von der Bevölkerung verursachte unerlaubte Bahnübergangsüberquerungen bleiben ein großes Problem.
• Infrastruktur: Die generelle Zuverlässigkeit wurde verbessert, Fehlfunktionen im 3. Quartal um 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres vermindert.
• Network Rail Finanzen: Die Haushaltsausgeben betrugen 189 Millionen GBP (2,6%).
Die Zahlen für Schottland zeigen:
• Leistung und Verspätungen: Der Leistungswert (PPM) am Ende vom dritten Quartal betrug 90,9%, eine Verbesserung von 0,7% gegenüber dem 3. Quartal im letzten Jahr. Durch Signalisierungs- und Telekommunikationsfehler im Signalgebungssystem von Glasgow Central lagen die Werte der Zugverspätungen über den Zielwerten.
• Infrastruktur: Der Trend zur langsamen Verbesserung der Netzzuverlässigkeit in Schottland wurde erreicht, da Fehlfunktionen um 4% gegenüber dem Wert des gleichen Zeitraums im Vorjahr zurückgingen.
• Finanzen: Die Haushaltsausgeben betrugen 39 Millionen GBP (8,4%)
(WKZ, Pressemeldung Office of Rail Regulation, 26.02.09).

RechteckAgility Trains bevorzugter Bieter für SuperExpress
Foto HitachiFoto Hitachi
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Wie Verkehrsminister Geoff Hoon am 12.02.09 bekanntgab, wurde Agility Trains als bevorzugter Bieter für den Bau der neuen "Super Express trains" zum Einsatz auf den Great Western und East Coast Main Lines ausgewählt. Die neuen Züge ersetzen die bestehenden High-Speed-Züge, die inzwischen 20-30 Jahre alt sind.
Agility - ein britisch geführtes Konsortium bestehend aus John Laing, Hitachi und Barclays - wird eine neue Produktionsstätte für die Züge in Großbritannien einrichten sowie die Depots in Bristol, Reading, Doncaster, Leeds und London West und weitere bestehende Depots in ganz Großbritannien ausbauen. Dies wird etwa 12.500 Arbeitsplätze in den Regionen sichern oder schaffen.
Die Super-Express-Züge sind Teil des gesamten Intercity Express Programms (IEP), das auch eine Reihe von anderen Investitionen zur Verbesserung der Kapazität und der Leistungsfähigkeit der Infrastruktur enthält. Das Programm soll die Dieselflotte der "Intercity 125" High Speed Trains (HST) und die Elektroreihe "Intercity 225", die von British Rail in den 1970er und 1980er Jahren eingesetzt wurden, durch eine neue umweltfreundlichere Bahn mit höherer Kapazität ersetzen.
Die Bauserie besteht aus einer elektrischen, einer Diesel- und einer Bi-Modus-Variante.
Als sekundärer Bieter ist Express Rail Alliance (ein Konsortium bestehend aus Bombardier Transportation, Siemens, Angel Trains und Babcock & Brown) aus der Ausschreibung hervorgegangen. Express Rail Alliance wurde aufgefordert, ihren Status als Bieter in Reserve aufrecht zu erhalten, falls das Verkehrsministerium nicht in der Lage sei, eine zufriedenstellende Arbeit mit dem bevorzugten Bieter zu erreichen. Beide Angebote sind lieferbar und kompatibel, so dass die Auswahl zwischen ihnen ein langwieriger Prozess war.
Geoff Hoon kündigte außerdem an, dass das Verkehrsministerium in fortgeschrittenen Verhandlungen mit National Express East Anglia ist, um 120 neue Wagen für den Stansted Express Service von London Liverpool Street nach Stansted Airport bereitzustellen. Der bevorzugte Bieter für diesen Auftrag ist Bombardier Transportation, der am Standpunkt Derby Arbeitsplätze sichern wird.
Geoff Hoon erklärte: "Die Ankündigung zeigt, dass diese Regierung bereit ist, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in die Verbesserung der nationalen Infrastruktur zu investieren. Es ist eine gute Nachricht für die britische Wirtschaft, dass mehr als 12.500 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden; eine gute Nachricht für die Regionen, wo die Regierung bedeutende ausländische Investitionen unterstützt und eine gute Nachricht für die Fahrgäste, dass wir die erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Eisenbahnfahrten unterstützen. "
Die ersten der neuen Züge werden auf der East Coast Main Line ab dem Jahr 2013 eingesetzt. Die Züge fahren dann ab 2015 im Full-Service und verbinden London mit Cambridge, Leeds, Hull, York, Newcastle und Edinburgh und London mit Thames Valley, Bristol und Süd-Wales.
Dies ist die größte jemals getätigte Beschaffung von Fahrzeugen in Großbritannien. Die größten Aufträge seit der Privatisierung sind:
1. Intercity Super Express, bis zu 1,400 Srück
2. DfT High Level, zur Zeit 1,300 Stück
3. South West Desiro, 665 Stück, Apr 2001
4. West Coast Pendolino, 477 Stück, Feb 1999
5. South Central Electrostar, 460 Stück, Mar 2002 (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 13.02.09).

RechteckGesetzesverstöße an Bahnübergängen erreichen Fünfjahreshoch
Foto Network RailFoto Network Rail
Foto Network RailFoto Network Rail Fotos von Überwachungskameras an Bahnübergängen: Ein Auto überquert den Bahnübergang im "letzten Moment" (links oben). Der Mann (oben rechts) hat Glück: Der Zug verfehlt ihn knapp (unten links), aber der Mann verliert seinen Schuh (der weisse Fleck unten rechts).
Die Zahl der Menschen, die an Bahnübergängen gegen das Gesetz verstoßen, ist in den letzten fünf Jahren gestiegen, wie Network Rail am 09.02.09 bekanntgab. Risiken an Bahnübergängen sollten mit harten Konsequenzen bestraft werden. Network Rail appelliert an die Richter und Staatsanwälte, hart gegen Autofahrer vorzugehen, die Schranken nicht beachten.
Im vergangenen Jahr wurden über 55 Tage an Zugbehinderungen durch Vorgänge an Bahnübergängen notiert, dies verursacht für Network Rail Kosten von rund 1,8 Millionen GBP - Geld, das nicht in die Bahn investiert werden kann. Die tatsächlichen Kosten für die Bahnbetreiber sind weitaus größer, da diese Zahl nicht die tatsächlichen Schäden an Zügen, Gleisen oder Personal beinhaltet.
Network Rails Chief Executive Iain Coucher sagte: "Die härteste Folge einer Gesetzesübertretung auf einem Bahnübergang ist Ihr Leben zu verlieren - Gott sei Dank passiert das nicht sehr häufig. Aber jede Woche sehen wir Menschen, die Warnzeichen ignorieren oder mit dem Auto um Hindernisse an Bahnübergängen herumfahren, nur um ein paar Minuten Zeit zu sparen. Dieses Verhalten hat das Potenzial für massive Schäden, Störungen und Tod. Wir sind der Meinung, dass die Justiz Strafen verhängen muss, um die Schwere der Verbrechen zu berücksichtigen. "
Im vergangenen Jahr gab es mehr als 3400 Fälle von Gesetzesvergehen an Bahnübergängen. Im Durchschnitt waren mehr als drei Autofahrer in der Woche in einem Beinaheunfall verwickelt, wo eine Zugberührung nur knapp vermieden werden konnte. Es wurden 20 Zusammenstöße zwischen Zügen und Kraftfahrzeugen gezählt. 15 Menschen verloren an Bahnübergängen 2008 ihr Leben (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 11.02.09).

RechteckEurotunnel wieder vollständig in Betrieb
Nach nur dreieinhalb Monaten Arbeit wurde am 9. Februar 2009 der Verkehr im Eurotunnel wieder in vollem Umfang zwischen dem Vereinigten Königreich und Kontinentaleuropa aufgenommen. Um 3 Uhr lokaler Zeit gab der britische Verkehrsminister Geoff Hoon das Abfahrtssignal für den ersten kommerziellen Shuttle-Service mit Kreuzung im Tunnel, wobei auch das seit dem 11. September 2008 gesperrte "Intervall sechs" im Nord-Tunnel befahren wurde. An Bord des Shuttle waren 30 Lastkraftwagen und deren Fahrer. Die Überfahrt dauerte nur 32 Minuten bei voller Geschwindigkeit.
Ab sofort fahren die Eurotunnel Shuttle wieder mit normaler Geschwindigkeit innerhalb von nur 35 Minuten durch den Tunnel. Auch Eurostar wird in Kürze wieder zu normalen Fahrzeiten von London nach Paris (2 Std. 15) und von London nach Brüssel (2 Std.) fahren.
Verkehrsminister Geoff Hoon: "Dies ist wirklich eine fantastische Leistung. Eurotunnel hat eine hervorragende Arbeit geleistet, um diesen wichtigen Teil der europäischen High-Speed-Infrastruktur so schnell wieder in Betrieb zu nehmen. "
Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive von Eurotunnel erklärte: "Das Abfahrtssignal durch den Verkehrsminister ist eine Hommage an die Mitarbeiter dieses Unternehmens, die die Rekonstruktion unter Budget und früher als geplant schafften." (Pressemeldung Eurotunnel, 10.02.09).

RechteckEinführung eines GSM-R-basierten Zugfunksystems
Foto Network RailFoto Network Rail
Programmdirektor Jon Wiseman stellt das Railway Communication System vor. Fotos Network Rail.
In den nächsten drei Jahren soll die Mehrheit der britischen Triebfahrzeuge mit auf GSM-R basierendem Zugfunk ausgerüstet werden, um so die direkte und sichere Kommunikation zwischen Triebfahrzeugführer und Stellwerk zu ermöglichen. Am 28.01.09 kündigte Network Rail eine Investition von über 24 Millionen GBP für die Einführung eines neuen Eisenbahnkommunikationssystems (Railway Communications System, RCS) auf dem gesamten britischen Schienennetz an. Dies wird die derzeitigen analogen Systeme durch ein leistungsfähiges digitales System ersetzen.
Das neue Bahnkommunikationssystem beruht auf der internationalen GSM-R-Spezifikation. Das gesamte Schienennetz soll ab dem Jahr 2013 mit dem System arbeiten, wobei der Einsatz in London, dem Südosten und Südwesten schon ab 2012 vorgesehen ist.
Die Fahrgäste profitieren von der erhöhten Sicherheit und Zuverlässigkeit. Das Kommunikationssytem ermöglicht es dem Triebfahrzeugführer mit einem Fahrdienstleiter innerhalb von Sekunden Kontakt aufzunehmen, was sich als entscheidend in Notfällen herausstellen kann. Bessere Kommunikation dient auch den Bahngesellschaften, um im Falle von Verspätungen die Fahrgäste schneller und besser informieren zu können.
Entsprechende on-time Vorteile in der Performance sicherheitsrelevanter Vorgänge wurden während umfangreicher Tests in der Nähe von Strathclyde nachgewiesen. Diese Prüfungen laufen seit Oktober 2007 und finden noch bis zum Herbst 2009 mit über 200 umgebauten Führerständen und tatkräftiger Unterstützung von First ScotRail statt.
Die erste Partie der neuen Funkgeräte - entwickelt und hergestellt in Großbritannien - werden an Network Rail im Juli dieses Jahres ausgeliefert und von DB Schenker, First Great Western, London Midland und Virgin Trains eingesetzt.
Network Rail, die Association of Train Operating Companies (ATOC) und Siemens haben gemeinsam in den letzten drei Jahren die Entwicklung dieser Geräte vorangetrieben, um den Anforderungen der Betreiber und der Fahrgäste gerecht zu werden.
Jon Wiseman, Programmdirektor (RCS) von Network Rail, sagte: "Dieser Abschluss ist eine gute Nachricht für die Bahn und die Wirtschaft. Er ist ein Zeichen für das Engagement der Industrie und ein großer Schritt nach vorn bei der Bereitstellung einer verlässlichen Bahnkommunikation. Das neue System wird innerhalb von fünf Jahren unsere Bahn noch sicherer machen. Die umfangreichen Tests beginnen schon, die Leistungsvorteile zur Verbesserung des Zugbetriebs für die Betreiber von Personen- und Güterverkehr sichtbar zu machen. "
Michael Roberts, Chief Executive von ATOC, sagte: "Wir begrüßen den großen Auftrag für GSM-R Funkgeräte, die in enger Abstimmung mit den Zugbetreibern entwickelt wurden. ATOC freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Network Rail zu einer Reihe von auf GSM-R basierenden Schlüsseltechniken"
(Pressemeldung Network Rail, 29.01.09).

RechteckGleiserneuerungsprogramm mit besserem Kosten/Nutzen-Verhältnis
Network Rail hat am 21.01.09 seine Pläne bekanntgegeben, ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für sein Programm zur Gleiserneuerung zu erhalten. In den nächsten fünf Jahren sind hohe Investitionen von 4 Mrd GBP in die Erneuerung des britischen Schienennetzes vorgesehen.
Die vorgesehenen Aufgaben für die nächsten fünf Jahre bleiben unberührt, allerdings sollen die Aufträge während des ersten Jahres reduziert werden, um genügend Zeit für die Ausarbeitung neuer und effizienterer Wege der Zusammenarbeit mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis zu haben, die einerseits die harten vom Office of Railregulation (ORR) geforderten Ziele ermöglichen als auch weniger störende Auswirkungen auf den Personen- und Güterverkehr haben.
Simon Kirby, Leiter Infrastructure Investment, sagte: "Wir sind entschlossen, auch weiterhin Investitionen in unsere Bahn zu tätigen um eine immer höhere Zuverlässigkeit für den Personen-und Güterverkehr zu gewährleisten. Aber wir müssen das Preis-Leistungs-Verhältnis durch neue, effizientere Methoden der Arbeit sinnvoll verbessern."
Die Investitionen in Wachstum und Ausbau des Schienennetzes sollen in den nächsten fünf Jahren im Bereich des Netzausbaues auf etwa 800 Millionen GBP deutlich erhöht werden. Im Anschluss an die jüngste Ausschreibung wurden sieben Instandhaltungsfirmen zur Gleiserneuerung ausgesucht, z. B. für Verbesserungen der Streckenverknüpfungen, zur Erhöhung der Streckengeschwindigkeit und für Arbeiten an den Projekten wie Thameslink und Reading:
• Amey Colas,
• Babcock Rail,
• Balfour Beatty,
• Carillion,
• Grant Rail,
• Jarvis,
• Trackwork
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 26.01.09).

RechteckTony Gregory wird Complaints Commissioner zur Überwachung von Crossrail
Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis und Londons Bürgermeister Boris Johnson gaben am 21.01.09 die Ernennung von Tony Gregory als neuen unabhängigen Kommissar für Beschwerden (Complaints Commissioner) zum Bau von Crossrail bekannt. Sein Auftrag ist es, in Zusammenhang mit den Bauarbeiten auftretende Beschwerden der Bevölkerung zu schlichten.

Tony Gregory war schon stellvertretender Beschwerdenkommissar (Assistant Complaints Commissioner) beim Bau der Kanaltunnelverbindung und der stellvertretende Schiedsrichter (Assistant Referee) für Crossrail. Der Beschwerdenkommissar unterrichtet ein "High Level Forum" der wichtigsten lokalen Behörden unter dem Vorsitz von Andrew Adonis und Boris Johnson über eingehende Beschwerden und die Vorgehensweise, wie diese behandelt werden.
Andrew Adonis sagte: "Durch Crossrail wird London eine massive wirtschaftliche Förderung erfahren und den Reisenden schnellere und bequemere Fahrten bieten. Wir wollen es ermöglichen, dass der Bau schnell und effizient abgeschlossen werden kann und nicht durch Unterbrechungen verzögert wird. Im Rahmen dieser Vereinbarung wollen wir sicherstellen, dass die Menschen bei Problemen das richtige Maß an Unterstützung von jemandem erhalten, der unabhängig von der Regierung, dem Bürgermeister und den Bauunternehmen helfen kann."
Die Crossrail Beschwerdenkommissar (Crossrail Complaints Commissioner) ersetzt den Crossrail Schiedsrichter (Crossrail Referee), da "Cross London Rail Links Limited" nun nicht mehr nur als Planungsorganisation tätig ist, sondern direkt mit der Ausführung der Bauarbeiten betreut ist
(WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 26.01.09).

RechteckÄrmelkanaltunnel ab 10.02.09 wieder mit voller Kapazität
In der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 2009 wird das Intervall 6 des Ärmelkanal-Tunnels wieder für den Verkehr freigegeben. Die Bauarbeiten und der Wiederaufbau der elektrischen Oberleitung werden dann abgeschlossen sein.
Mit einer Reihe von Tests zu Beginn des nächsten Monats wird die volle Kapazität des Tunnels wiederhergestellt, knapp dreieinhalb Monate nach dem Beginn der Arbeiten und deutlich vor dem Zeitpunkt der ursprünglichen Prognosen. Ab diesem Zeitpunkt können die Eurotunnel Shuttles und Eurostar-Züge wieder mit ihrer gewohnten Geschwindigkeit durch den Tunnel fahren.
Jacques Gounon, Vorsitzender von Eurotunnel, erklärte: "Ich beglückwünsche alle Beteiligten des Eurotunnel-Teams und der beteiligten Unternehmen. Sie haben die Wiederherstellung des Abschnitts "Intervall 6" in Rekordzeit vollbracht. Diese Leistung bedeutet, dass wir die Geschwindigkeit und Leichtigkeit der Tunneldurchquerung wieder herstellen können."
Der Ärmelkanal-Tunnel besteht aus drei Röhren, von denen zwei für den Verkehr der Züge und Eurotunnel Shuttles dienen. Die beiden Eisenbahntunnel sind in 6 Intervalle aufgeteilt. Seit dem Brand eines Euroshuttle-Güterzuges im September 2008 musste das "Intervall 6" renoviert werden. Die Arbeiten wurden am 18. Oktober von der Kontrolle der französischen Justiz im Rahmen ihrer laufenden Untersuchungen freigegeben (Pressemeldung Eurotunnel, 22.01.09).

RechteckEurotunnel verzeichnet nur leichter Rückgang der Einnahmen
Jacques Gounon, Chairman und Chief Executive der Groupe Eurotunnel SA, sagte am 15.01.09 anlässlich der Vorstellung der Zahlen für das Jahr 2009: "Trotz der geringeren Kapazität der letzten vier Monate ist es Eurotunnel gelungen, nur einen sehr leichten Rückgang der Einnahmen hinnehmen zu müssen, die nicht die eingeschätzte Größenordnung erreichten. Ein erfolgreiches Wirtschafts-Modell und eine reaktive Handelspolitik in Verbindung mit einem ständigen Ausbau der Qualität der Services haben es uns ermöglicht, unsere Position als Marktführer im Bereich des Cross-Channel-Transports zu behaupten".
Der Gesamtumsatz für das Jahr 2008 betrug € 704 Millionen, was einem Rückgang von 2% im Vergleich zu 2007 entspricht. Die Einnahmen aus der Bahn erfuhren eine Steigerung um 3% als Folge der erheblichen Zunahme der Zahl der Eurostar-Passagiere. Die jährliche Einnahmen waren gut in der ersten Hälfte des Jahres 2008, wurden durch das Feuer im Kanaltunnel Anfang September, das die Shuttle-Kapazität über 50% verringerte und zur Erhöhung der Fahrzeit um etwa eine halbe Stunde beitrug, aber verringert. Durch Konzentration auf die Schiene konnte aber gewährleistet werden, dass die Einnahmen für das vierte Quartal nur um 24% sanken.
• LKW-Shuttle Aktivität: Während der ersten Hälfte des Jahres 2008 erhöhte sich der Lkw-Verkehr um 7%. Zur Begrenzung der Folgen des Verlustes der Kapazität legte Eurotunnel seinen Schwerpunkt auf Kunden mit festen Verträgen. Durch eine verbesserte Auslastung konnte erreicht werden, dass die Anzahl der transportierten LKW im vierten Quartal 2008 nur um 45% sank. Insgesamt sank die Zahl der transportierten LKW um 11% für das ganze Jahr.

• Passagier-Shuttle Tätigkeit: Als Folge der Reduzierung der Kapazität betrug das Wachstum in der Zahl der beförderten Fahrzeuge im ersten Halbjahr +4% und reduzierte sich um 11% für das gesamte Jahr, auch wenn die Verringerung des Verkehrsaufkommens im vierten Quartal (-37%) weniger ins Gewicht fiel als die Verringerung der Kapazität (-50%).
• Eurostar: Nach dem Tunnelbrand konnte der Eurostar-Betrieb schon nach nur 30 Stunden wieder aufgenommen werden. Der Eurostar transportierte zum erstenmal mehr als 9 Millionen Passagiere im Jahr 2008 zwischen London und Paris und London und Brüssel, was einen Anstieg von mehr als 10% bedeutet.

Güterzugverkehr: Trotz des weiterhin rückläufigen Trends einer Reduzierung der Zahl der Züge im ersten Quartal 2008 (-13%), limitierte die Stabilisierung über die folgenden drei Quartale den Rückgang des Verkehrsaufkommens auf 4% für das Jahr, im vierten Quartal war sogar ein leichter Anstieg (+6%) zu beobachten. Auf der anderen Seite stieg die Menge der transportierten Tonnage im Jahr 2008 um 2% (1,24 Millionen Tonnen im Jahr 2008 im Vergleich zu 1,21 Mio. Tonnen im Jahr 2007) zum ersten Mal seit 2004 und zeigte damit den Erfolg der neuen Preisstruktur für den Schienengüterverkehr durch Eurotunnel im Oktober 2007 (WKZ, Pressemeldung Eurotunnel, 16.01.09).

RechteckVerkehrsminister Hoon kündigt Highspeed 2 zur Stärkung der Wirtschaft an
Verkehrsminister Geoff Hoon skizzierte am 16.01.09 radikale neue Pläne zur Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur für das Vereinigte Königreich, die der Unterstützung der Wirtschaft und der Bildung sicherer Arbeitsplätze auf lange Sicht dienen sollen.
Das von Minister Hoon vorgestellte Konjunkturprogramm umfasst Infrastrukturprojekte für Luftfahrt, Straße und Eisenbahn:
Eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen Heathrow.
Bis zu 6 Mrd. GBP zur Erhöhung der Kapazität auf vielbefahrenen Straßen.
Die Schaffung einer Gesellschaft "High Speed 2" zur Planung einer neuen Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnverbindung zwischen London und Schottland. Die Gesellschaft soll zunächst mit der Entwicklung eines Vorschlags für eine völlig neue Linie zwischen London und den West Midlands betraut werden, die Anschluß an Heathrow und Crossrail über einen neuen internationalen Verbindungsbahnhof erhalten soll.
Die Elektrifizierung zweier hochfrequentierter und wichtiger Eisenbahnlinien, der Great-Western und Midland Mainline.
Verkehrsminister Geoff Hoon erklärte: "Der Verkehr ist der Lebensnerv der britischen Wirtschaft. Trotz des immensen Umfangs der Investitionen in den letzten zehn Jahren führt die steigende Nachfrage dazu, dass an vielen Orten unsere Verkehrsinfrastruktur nahe an der Kapazitätsgrenze läuft. Es ist wichtig, jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen: für die Wirtschaft, um die Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 zu verringern und zur Unterstützung der britische Arbeitsplätze.
Eine neue Bahnverbindung zwischen London und den West Midlands mit Anschluss an London Heathrow International würde es ermöglichen, schneller in den Norden und nach Schottland reisen zu können und den Flughafen per Bahn mit Orten in ganz Großbritannien zu verbinden. Ich erwarte, dass die neue Gesellschaft High Speed 2 bis zum Ende des Jahres einen glaubwürdigen Plan zur Finanzierung der neuen Linie vorlegen wird.
Wir müssen die Bahn auch effizienter und grüner machen. Die Argumente für die Elektrifizierung auf der Great-Western und der Midland Mainline scheinen groß, denn elektrische Züge sind schneller, leiser und sie emittieren weniger CO2."
Die Bildung von High-Speed 2 geht auf eine Studie von Network Rail und die Bildung der "National Networks Strategy Group" unter dem Vorsitz von Andrew Adonis im Oktober letzten Jahres zurück. Die Studie von Network Rail liefert starke Argumente für eine neue Linie von London zumindest bis in die West Midlands. Dies würde sowohl die Verbindungsmöglichkeiten verbessern als auch die bestehende West Coast Main Line entlasten, deren Kapazitätsgrenze ab etwa 2025 erreicht sein wird.
Das Projekt High Speed 2 soll vorläufig von Sir David Rowlands geleitet werden. Sir David war bis 2007 Staatssekretär (Permanent Secretary) im DfT. Zu Beginn seiner Karriere beriet er die Minister über die bevorzugte Route für den Channel Tunnel Rail Link (High Speed 1)
(WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 16.01.09).

RechteckHigh Speed 1 bringt Eurostar Rekordfahrgastzahlen
Eurostar erreichte im Jahr 2008 nach einem vollen Jahr Betrieb auf der High Speed 1 Rekordzahlen an Fahrgästen und im Ticket-Verkauf. Die Zahl der Fahrgäste übertraf zum erstenmal die neun-Millionen-Grenze mit 9,1 Millionen Reisenden - eine Steigerung um 10,3% von 8,26 Millionen im Vorjahr. Auch die Erlöse im Fahrkartenverkauf erreichten die Rekordsumme von 664 Millionen GBP und stiegen um 10,9% von 599 Millionen GBP im Jahr 2007. Kürzere Fahrzeiten von London nach Paris und Brüssel und die ausgezeichneten Verbindungen von St. Pancras International ziehen lassen immer mehr Passagiere die Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn nehmen.
Die Ergebnisse hätten noch deutlich stärker ausfallen können, wenn nicht die Schließung eines Teils des Ärmelkanal-Tunnels nach einem Brand an Bord eines Eurotunnel Fracht-Shuttles am 11. September 2008 Anlass zur Senkung der Kapazität und zu längeren Fahrzeiten geführt hätte.
Eurostar-Züge erreichten weiterhin ein hohes Niveau an Pünktlichkeit. 92,4% der Züge kamen pünktlich an und übertrafen damit die vergleichbare Pünktlichkeit im Flugverkehr von nur 65,4% (Januar bis November 2008, Daten der Civil Aviation Authority).
Richard Brown, Chief Executive von Eurostar, sagte: "Eine Steigerung von fast einer Million zusätzlichen Fahrgästen auf der High Speed 1 im ersten Jahr ihres Betriebs, auch unter Betrachtung der Auswirkungen des Tunnelfeuers, zeigt außer Zweifel, dass die Menschen lieber auf Hochgeschwindigkeitsbahnsystemen als auf Kurzstrecken-Luftverbindungen unterwegs sind. Sie wechseln, weil Eisenbahnfahrten schneller, pünktlicher und komfortabler sind und weniger Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Die kurzfristigen Aussichten für das Jahr 2009 sind eine Herausforderung, aber die langfristigen Aussichten für die Eurostar- und High-Speed-Bahn sind sehr gut. High Speed 1 wird voll in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz integriert und wir erwarten, dass weiterhin das Wachstum der Anzahl an Reisenden über mehr Anschlussfahrten aus Städten und Gemeinden im Vereinigten Königreich, in Belgien und Frankreich, sowie über Ziele in der den Niederlanden und Deutschland gesteigert werden kann." (WKZ, Pressemeldung Eurostar Press Office, 14.01.09).

RechteckNetwork Rail startet Ausschreibung für Partner beim Bau von Crossrail
3 Mrd. GBP werden von Network Rail in die Projekte Crossrail und Reading in den nächsten 10 Jahren investiert, um Verspätungen zu reduzieren und Kapazitäten für mehr Züge zu schaffen. Es wird zum ersten Mal möglich sein, London von West nach Ost mit der Eisenbahn zu durchfahren. Network Rail gab nun am 13.01.09 die Ausschreibung für einen Partner bekannt, der beim Bau und der pünktlichen Fertigstellung der beiden Projekte behilflich ist.
Robbie Burns, Direktor für das Crossrail-Programm bei Network Rail, sagte: "Dieses Angebot ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zur Bereitstellung von Crossrail und zur verbesserten Anbindung von Reading. Wir sind auf der Suche nach einer Organisation, die unser erfahrenes In-House-Team ergänzen kann."
Network Rail ist verantwortlich für die Konzeption, Entwicklung und Lieferung der Arbeiten zum Crossrail-Projekt außerhalb der zentralen Tunnel, einschließlich:
• Elektrifizierung des westlichen Teils der Strecke, einschließlich der umfangreichen Re-Signalisierung entlang der gesamten Strecke
• Hauptteil des Wiederaufbaues von Paddington Station mit Überarbeitung der Bahnsteige und des Überganges zwischen den neuen Crossrail- und Fernbahnsteigen
• Bahnhofsumbauten einschließlich Abbey Wood, Ilford, Romford und Ealing Broadway
• Redesign der Weichenstraßen, einschließlich Flyover zum Flughafenbahnhof Heathrow
• Brückenumbau der vielen historischen Brunel-Brücken und anderer historischer Bauwerke
• Bahnsteig-Erweiterungen auf über 20 Stationen entlang der Strecke
• Abfuhr von ca. 2 Mio. m³ Tunnelaushub
• Zeitplan für den Umbau.
In Reading plant Network Rail eine neue Viaduktverzweigung im Westen des Ortes und weitere Bahnsteige. Dies bedeutet:
• Mehr Züge durch eine erhöhte Streckenkapazität
• Deutlich verbesserte Zuverlässigkeit der Dienste im westlichen Teil der Strecke
• Weniger Verspätungen
• Weniger überbelegte Trassen
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 14.01.09).

RechteckEnglish Welsh & Scottish Railway ist jetzt DB Schenker
Zum 1. Januar 2009 firmiert English Welsh & Scottish Railway (EWS), größter britischer Betreiber von Schienengüterverkehr und zu 100% in Besitz der Deutschen Bahn AG, als DB Schenker.
Bisher sind zwei Lokomotiven mit der Aufschrift "DB Schenker" bekannt (Markus Seebold, 07.01.09).

RechteckAusschreibung über 200 neue Dieseltriebzugwagen
Die britische Regierung hat zur Verbesserung der Reisequalität im Eisenbahnverkehr auf verkehrsreichen Strecken eine Ausschreibung über 300 Millionen GBP zum Bau von 200 neuen Dieseltriebzugwagen (DMU = diesel multiple unit) gestartet, wie Verkehrsstaatssekretär Andrew Adonis am 22.12.08 ankündigte.
Die Fahrgäste im Themse-Tal, rund um Bristol und auf längeren Strecken nach Nord-England werden von den zusätzlichen Wagen profitieren, die ab 2012 durch die Bahnbetreiber First Great Western, Trans-Pennine Express und Northern Rail eingesetzt werden sollen.
Die Anweisung der Regierung zur Erhöhung der Kapazitäten im Eisenbahnnetz zwischen 2009 und 2014 wurde im Juli 2007 im "Rail White Paper" veröffentlicht, das den Kauf von 1300 zusätzlichen Wagen vorsah. Von den 1300 Wagen wurden schon 423 Stück bestellt, mit der neuen Ausschreibung erhöht sich die Anzahl auf 623 Wagen. Darüber hinaus führt das Verkehrsministerium Verhandlungen mit anderen Bahnbetreibern für den Kauf von 120 neuen Wagen und erwartet in den nächsten 12 Monaten zusätzliche Aufträge über weitere 250 Wagen. Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen somit Bestellungen über rund 1000 neue Wagen veranlasst worden sein.
Die erfolgreichen vorqualifizierten Bewerber für die Produktion der 200 Fahrzeuge sind:
1. Bombardier Transportation UK Ltd
2. CAF - Construcciones y Hilfsrelais de Ferrocarriles, SA
3. CSRE LTD - Chinese Sourced Railway Equipment on behalf of CSR Nanjing Puzhen Rolling Stock Co. Ltd
4. Hyundai Rotem Company
Abgabetermin für die Angebote ist der 16. Februar. Es wird erwartet, dass die bevorzugten Bieter im April 2009 bekannt gegeben werden
(WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 23.12.08).

RechteckAusschreibung für Crossrail-Projektmanagement
Erfahrene Projektmanager wurden aufgefordert, Angebote zur Beaufsichtigung der Bauarbeiten des Crossrail-Projekts abzugeben, wie der für Verkehr zuständige Staatssekretär Andrew Adonis am 19.12.08 bekannt gab.
Das Verkehrsministerium hat eine Ausschreibung für ein Team hoch qualifizierter Projektmanager gestartet, deren Aufgabe es ist,
Berichte, Programme und technische Entwürfe auszuarbeiten, um sicherzustellen, dass das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 20 Milliarden GBP und der Bereitstellung von zusätzlich 30.000 Arbeitsplätzen in der Wirtschaft des Vereinigten Königreichs termin- und budgetgerecht fertiggestellt werden kann.
Die folgenden vorqualifizierten Bieter wurden zur Abgabe eines Angebots aufgefordert:

1. ARCADIS AYH plc
2. Atkins
3. Booz & Company (UK) Ltd (with support from AECOM / Turner & Townsend)
4. Jacobs Engineering UK Ltd (with support from KPMG)
5. Mott MacDonald Ltd (with support from Ernst & Young / FirstCo)
6. The Nichols Group - Nichols Arup Joint Venture (with support from First Class Partnerships / NTTX Ltd)
7. Parsons Brinckerhoff Ltd (with support from Davis Langdon)
8. Parsons Group International Ltd (with support from Gardiner & Theobald)
9. Praxis High Integrity Systems Ltd (with support from unnamed technical services providers)
(WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 22.12.08).

RechteckKonzept für ein umweltfreundliches Transportsystem
Den Entwurf des neuen umweltfreundlichen Konzepts "Delivering A Sustainable Transport System: The Logistics Perspective" für den Güterverkehr hat Verkehrsminister Geoff Hoon am 16.12.08 vorgestellt. Mit der Verdopplung des Güterverkehrs in Großbritannien während der letzten 40 Jahre muss sich die Regierung um die Wirksamkeit des gegenwärtigen Systems und um die effizientesten Wege zum Transport von Waren sorgen.
Geoff Hoon sagte: "Wir haben eine weltweit führende Gütertransportindustrie, die wesentlich zur Wirtschaft dieses Landes beiträgt, ob auf der Straße, der Schiene, dem Wasser oder der Luft. Ich möchte dafür sorgen, dass wir Großbritannien bei Erhalt unserer natürlichen Umwelt in Bewegung halten. Ich möchte eng mit den am Güterverkehr Beteiligten zusammenarbeiten, damit wir wettbewerbsfähig bleiben. Das ist der Grund, warum ich die Veröffentlichung dieses Dokuments bekannt gebe, um in Zusammenarbeit mit der Industrie zur Verringerung von Staus und zur Erhöhung der Kapazität unserer Netze beizutragen."
Das neue Konzept für den Güterverkehr baut auf den schon verabschiedeten Programmen "Safe and Fuel Efficient Driving" (SAFED) von über 67 Millionen GBP zur Senkung der Frachtkosten und Emissionen im Straßenverkehr und den Investitionen von über 330 Millionen GBP für mehr Güterverkehr auf der East Coast Mainline und der North London Line auf (Der LOK Report berichtete).

Die Kernpunkte des Dokuments sind:
Fracht
ist der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft des Vereinigten Königreichs.
• Wenn die Finanzierung zielgerichtet eingesetzt wird, kann die Zuverlässigkeit mit einem eingeschränkten Maß an Staus und weniger Emissionen dramatisch verbessert werden.
• Regierung und Industrie müssen weiterhin zusammenarbeiten, um die Auswirkungen des Güterverkehrs auf die Umwelt sowie auf Lärm und Unfälle zu verringern.
• Die Ausbildung der Fahrer hat eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Emissionswerte (Pressemeldung Department for Transport, 17.12.08).

RechteckDer dichteste Fernverkehrs-Taktfahrplan Europas
Der neue Fahrplan von Virgin Trains seit dem 14. Dezember stellt den "dichtesten Fernverkehrs-Taktfahrplan Europas" dar, wie Brendan Fox, Redakteur von Thomas Cook's Europa-Fahrplanbuch feststellt.
Der neue Fahrplan beinhaltet mehr und schnellere Verbindungen. Die Anzahl der Züge wird um 30 % erhöht, nachdem der 9 Milliarden Pfund (ca. 13 Mrd. Euro) teure Ausbau der West Coast Main Line vollendet ist, die London mit den wichtigsten Städten des Königreichs verbindet - Birmingham, Manchester, Liverpool und Glasgow - ebenso wie mit wichtigen touristischen Zielen wie Nordwales und dem Lake District.
Die Verbindungen von Manchester und Birmingham nach London werden jeweils auf einen 20-Minuten-Takt (!) verdichtet. Ab London Euston fahren im Grundtakt neun Schnelltriebwagen je Stunde ab. Die Fahrzeit von London nach Manchester wird auf durchschnittlich 2 Stunden 5 Minuten verkürzt, London - Glasgow auf 4 1/2 Stunden. Die West Coast Main Line ist von London bis Crewe jetzt durchgängig viergleisig ausgebaut (Markus Seebold, Pressemeldung Virgin Trains, 15.12.08).

RechteckORR will Eisenbahn stärker überwachen
Grafik ORR
Milliarden gefahrener Passagier-Km im Zeitraum bis 2007 (blau), durch die Industrie zu erbringende Erhöhung der Nachfrage um 22,5 Prozent bis 2014 (rot), vorhergesagtes Wachstum um 30 Prozent bis 2017 (grün) und Bestreben zur Verdoppelung des Passagierwachstums innerhalb der nächsten 30 Jahre (violett). Grafik ORR.
Eine neue Strategie zur Förderung von Sicherheit und Leistung der Eisenbahnen in Großbritannien zwischen 2009 und 2014 veröffentlichte das Office of Rail Regulation (ORR) am 04.12.08. Der ORR-Vorsitzende Chris Bolt sagte: "Bahnbenutzer erwarten zu Recht Dienstleistungen, die sicher, ihren Bedürfnissen gerecht und ihren Preis wert sind. Eisenbahnen haben auch eine größer werdende Bedeutung für die Wirtschaft und Gesellschaft. Als Regulierer wollen wir sicherstellen, dass die Industrie die Sicherheit und den Gegenwert liefert, den Eisenbahn-Benutzer und Steuerzahler verlangen. Die Bahnindustrie hat viel erreicht in den letzten fünf Jahren, aber in Zukunft muss es weitere, signifikante Verbesserungen in der Sicherheit, der Leistung und der Effizienz geben, um die Kapazität für das erwartete Wachstum im Personen- und Güterverkehr steigern zu können. Es müssen deshalb auch stabile und glaubwürdige Pläne für weitere Verbesserungen entwickelt werden, um die anspruchsvollen und schwierigen Herausforderungen der Zukunft zu erfüllen."
Die
ORR-Strategie stellt eine Vision für die Eisenbahn der Zukunft dar:
• Vom Personal oder der Industrie verursachte Todesfälle sollen durch ein ständig abnehmendes Sicherheitsrisiko verhindert werden.
• Die Werte für die Zufriedenheit der Fahrgäste und Frachtbetreiber sollen gleichwertig werden zu den besten Werten anderer Eisenbahnanbieter und anderer Verkehrsformen.
• Die Effizienz soll denen der besten vergleichbaren Eisenbahnen in der ganzen Welt ensprechen.
ORR will seinen Erfolg als Regulierer durch eine Reihe von Regulatorien stärken, die von der Eisenbahnindustrie erfüllt werden müssen:
• Konzentration auf Kundenbedürfnisse im Personen- und Güterverkehr;
• Fähigkeit in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Risiko-Kontrolle;
• Fähigkeit der Vermögensverwaltung;
• Bessere Kontakte zur Industrie sowie rechtzeitige Planung und effiziente Erbringung von Großprojekten;
• Effiziente Nutzung der Kapazitäten auf dem Hauptstreckennetz;
• Entwicklung der Industrie durch die Kompetenzen ihrer Menschen;
• Hohe Qualitätsziffern und Informationen für wichtige Entscheidungen.
Auf der Grundlage dieser Reglatorien setzt das ORR seine Prioritäten:

• Gewährleistung von Sicherheit durch kontinuierliche Verbesserung der Bereiche Gesundheit und Sicherheit bei allen Bahnen, einschließlich der Londoner U-Bahn, Straßenbahnen und der Museumsbetriebe;
• Überwachung und, falls erforderlich, Durchsetzung von Maßnahmen, die sicherstellen, dass Network Rail die im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung 2008 (2008 periodic review) beschlossenen Verbesserungen durchführt;
• Durchführung der nächsten regelmäßigen Überprüfung (periodic review) zur Sicherstellung einer wirksamem branchenübergreifenden Planung der Maximierung des Beitrags der Eisenbahn zum kostengünstigen und nachhaltigen britischen Transportwesen und zur Untermauerung der Entscheidungen der Regierungen in London und Edinburgh zur künftigen Finanzierung und Leistung des Eisenbahnsektors;
• Überprüfung der Zusammenarbeit verschiedener Teile der Industrie zur Verbesserung von Sicherheit, Leistung und Preis-Leistungs-Verhältnis und zur Förderung der Verbesserung der gesamten Industrie
(WKZ, Pressemeldung ORR, 08.12.08).

RechteckCrossrail-Finanzierungsabkommen über 350 GBP unterzeichnet
Andrew Adonis, Transport Minister, Boris Johnson, Mayor of London und Sir Michael Snyder, City of London Corporation, gaben am 04.12.08 den Abschluss eines Finanzierungsabkommens über 350 Millionen GBP bekannt, um Crossrail pünktlich und innerhalb des geplanten Budgets fertigstellen zu können.
Die City of London Corporation hat sich bereit erklärt, einen direkten Beitrag von 200 Mio. GBP zum Crossrail-Projekt beizutragen. Darüber hinaus will die Stadt nach Unternehmensbeiträgen von 150 Mio. GBP suchen und garantiert von diesen Beiträgen 50 Mio. GBP.
Die Finanzierungsbestätigung und die dazugehörigen Regierungsabkommen erlauben es, dass die für die Durchführung des Projekts zuständige Gesellschaft "Cross London Rail Links Ltd" (CLRL) nun eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von "Transport for London" wird. Die Bauarbeiten zur Flughafenanbindung beginnen 2010.
Als Europas größte Bauprojekt wird die Fertigstellung von Crossrail eine Steigerung von mindestens 20 Milliarden Pfund für die britische Wirtschaft sowie die Schaffung von zusätzlich 30.000 Arbeitsplätzen bedeuten. Das Projekt wird auch dazu beitragen, die Position Londons als einer der weltweit führenden Finanzplätze zu stärken, indem die Schienenverkehrskapazität mit der Eröffnung des Crossrail-Projekts im Jahr 2017 um 10 Prozent gesteigert wird.
Verkehrsminister Andrew Adonis sagte: "Crossrail bringt 1,5 Millionen Menschen innerhalb von 60 Minuten aus dem Umland in Londons Finanzzentren und gewährleistet die dringend benötigte Steigerung der Kapazität auf die Schiene von und nach Heathrow Airport. Sein Bau und Betrieb werden auch Tausende von neuen Arbeitsplätzen schaffen, zu einer Zeit, wenn sie dringend gebraucht werden."
Crossrail verläuft auf einer Länge von 118 km von Maidenhead und Heathrow im Westen nach Abbey Wood und Shenfield im Osten. Unter dem Zentrum von London werden über zwei 21 km lange Tunnel die Bahnhöfe Paddington, Bond Street, Tottenham Court Road, Liverpool Street und Canary Wharf erreicht. Während der Spitzenzeiten verkehren 24 Züge pro Stunde in jeder Richtung durch Zentral-London (Pressemeldung Department for Transport, 05.12.08).

RechteckAudit Scotland legt Bericht zur First ScotRail Franchise vor

Durch First ScotRail verursachte Verspätungsminuten (links) und Zugkapazitäten (rechts) werden besser eingehalten (blau) als von den Zielvorgaben (rot) verlangt. Grafik Audit Scotland.
Audit Schottland hat am 28.11.08 den Untersuchungsbericht "The First ScotRail passenger rail franchise", veröffentlicht, der darlegt, wie die von der schottischen Regierung beauftragte Agentur "Transport Scotland" die Verwaltung der Eisenbahn-Franchise durchgeführt hat. In dem Bericht wird auch die Leistung von First ScotRail untersucht und die Vergabe einer in Aussicht gestellten Drei-Jahres-Verlängerung geprüft.
Der Auditor General for Scotland, Robert Schwarz, sagte: "Transport Scotland hat den Franchise-Vertrag effektiv verwaltet und First ScotRail den Betrieb seit der Übernahme 2004 gut durchgeführt. Die Verspätungen nahmen ab, die Zahl der Fahrgäste und Kundenzufriedenheit sind gestiegen, und die Qualität der Dienstleistungen in den Zügen und auf den Bahnhöfen hat sich verbessert. "
Der Bericht stellt fest, dass Transport Scotland wirksame Vorkehrungen für die Überwachung und Verwaltung der Betriebsführung von First ScotRail unternommen hat. Unstrittig ist jedoch, dass sowohl die Anliegen der Fahrgäste stärker berücksichtigt werden müssten als auch die Anliegen und Prioritäten der Regierung in den Zielvorgaben von Transport Scotland stärker zur Geltung kommen sollten. Informationen über die Leistungen von First ScotRail sollten für die Fahrgäste leichter verfügbar sein."
Der Bericht sagt, dass First ScotRail die erhaltenen 2,5 Milliarden Pfund an staatlichen Subventionen über die zehnjährige Laufzeit der Franchise gut umgesetzt hat; die Service-Qualität ist gut und verbessert sich in den meisten Bereichen.
Mit Blick auf die Entscheidung Anfang dieses Jahres über die Vergabe einer Drei-Jahres-Verlängerung der Franchise an First RailScotland sagt der Bericht, dass einige Aspekte des Prozesses hätten besser verwaltet werden können. Robert Schwarz sagte: "Transport Scotland sicherte eine garantierte Investition von 73,1 Mio. Pfund von First ScotRail als Teil des Franchise-Erweiterung, und sie haben mehr anspruchsvolle Ziele für die Aspekte von Service und Leistung erzielt. Es gilt jedoch einige Lehren für die Verwaltung des Vertragsprozesses in Bezug auf künftige Franchises zu ziehen." (WKZ, Pressemeldung Audit Scotland , 01.12.08).

RechteckNetwork Rail startet Konsultation über Schienen-Strategie für Merseyside

Optionen zur Kapazitätserhöhung in Merseyside wurden am 28.11.08 bekannt, als Network Rail im Namen der Eisenbahn-Industrie Konsultation über eine neue Strategie zur Gestaltung der Zukunft des Bahnverkehrs in der Region veröffentlichte.
Die "Merseyside Route Utilisation Strategy" (RUS) geht davon aus, dass die Zahl der Reisenden auf dem Schienennetz bis zum Jahr 2020 um 40% ansteigen könnte. Diese steigende Nachfrage soll durch Verbesserung der Verbindungen zwischen dem Stadtzentrum Liverpool und Chester, North Wales, Southport, Ormskirk, Preston und Wigan aufgefangen werden.
Die RUS berücksichtigt Analysen und Prognosen zur Entwicklung der Bevölkerung, zur Beschäftigungssituation und zur Siedlungsentwicklung innerhalb der nächsten zehn Jahre. Sie erläutert die bevorzugten Strategien der Eisenbahnindustrie, die verabschiedet werden könnten, um diesem Bedarf gerecht zu werden.
Der Entwurf des Dokuments erfolgte in Zusammenarbeit mit der Eisenbahnindustrie, einschließlich Merseyrail, Merseytravel und dem Department for Transport. Die Konsultationen werden 12 Wochen dauern und nach Berücksichtigung etwaiger Einwände an das Office of Rail Regulation (ORR) im nächsten Jahr weitergleitet (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 01.12.08).

RechteckAusschreibung für neue Thameslink-Züge
Pläne zur Einführung geräumiger, längerer und komfortablerer Züge mit zusätzlich 14.500 Plätzen für fahrgäste in Süd-Ost-England kommen einen Schritt weiter voran, gab Verkehrsminister Andrew Adonis am 27.11.08 bekannt. Der neue Vertrag ermöglicht es, ältere Züge zu ersetzen und rund 400 zusätzliche Wagen zur Steigerung der Kapazität in Betrieb zu nehmen. Außerdem sollen die Züge zur Steigerung des Fahrgastkomforts länger werden.
Die Unternehmen wurden aufgefordert, Angebote zum Bau einer neuen Flotte von Thameslink-Zügen abzugeben. Als Teil der Ausschreibung, hat die Regierung eine Reihe von Bedingungen und Konditionen vorgegeben, die auf dem Feedback von Fahrgästen beruhen und zur Verbesserung der Reisebedingungen beitragen sollen. Klauseln belegen die Hersteller mit hohen Strafen, wenn die Züge nicht gemäß den Spezifikationen funktionieren sollten.
Vier Unternehmen werden zur Angebotsabgabe aufgefordert:
• Alstom,
• Bombardier,
• Siemens und
• Hitachi.
Die Angebote sind im April 2009 einzureichen, der Vertrag soll dann im März 2010 unterzeichnet werden. Die ersten Züge sollen ab Herbst 2011 getestet werden und ab 2012 in Betrieb gehen.
Andrew Adonis sagte: "Diese Ausschreibung über 1200 neue Thameslink-Wagen, darunter rund 400 zusätzliche Wagen als Ersatz für alte Wagen, bildet einen wesentlichen Bestandteil unserer Investitionen über 5,5 Milliarden Pfund für eine erhebliche Steigerung der Kapazität durch Zentral-London, der ab 2015 zwischen Brighton, Bedford und anderen Reisezielen Teil des Thameslink-Netzes werden sollen. Wenn die Züge ab 2012 in Dienst genommen werden, ergeben sich für die Fahrgäste um 50% verlängerte Züge, von 8 auf 12 Wagen. Bis Ende 2015 werden die Züge alle 2 bis 3 Minuten die und aus dem zentralen London fahren.
Das moderne Design der neuen Wagen wird geräumiger sein als das der alten Fahrzeuge. Sie sind durch ihre leichte Bauweise auch energieefizienter und umweltfreundlicher, belasten weniger die Gleise und führen zu einer Verringerung der Wartungskosten."
Der Bahnbetreiber First Capital Connect, der die Dienstleistungen auf der Thameslink-Strecke fährt, unterstützt das Verkehrsministerium bei der Entwicklung der Spezifikationen und kommerziellen Rahmenbedingungen für die neuen Züge, ebenso der Netzbetreiber Network Rail.
Ab Dezember 2015 werden Enpässe im Netz bei London Bridge entflechtet, damit Thameslink mit 18 Zügen pro Stunde die Station bedienen kann. Sechs weitere Züge pro Stunde laufen über Elephant & Castle. Die r Kapazität durch das zentrale London wird damit auf bis zu 24 Züge pro Stunde zwischen Blackfriars und St. Pancras International erhöht. Während der Stoßzeiten wird die Mehrheit der 24 Züge pro Stunde 12 Wagen lang sein
(Pressemeldung Department for Transport, 28.11.08).

RechteckAusbau der North-London-Line für den Güterverkehr
Ein Multi-Millionen-Pfund-Schienenertüchtigungsprogramm zur Verstärkung der Güterverkehrsrouten durch London soll die Leistung und Kapazität auf dieser Schlüsselverbindung stärken und die britischen Straßen entlasten, wie der Staatssekretär für Verkehr, Geoff Hoon, am 25.11.08 bekannt gab. Die Arbeiten werden im Jahr 2012 beginnen, um den Güterverkehr neben dem Personenverkehr zu stärken. Ein wichtiges Element ist die Investition von 54 Millionen Pfund in den Ausbau der North-London-Line zum Bahnhof Camden Road von zwei auf vier Gleise.
Die North London Line ist eine zunehmend im Personenverkehr frequentierte Strecke, die den Osten, Westen und Norden von London verbindet und außerdem eine belebte Durchgangslinie für den Güterverkehr, die die North Thameside, Great Western, West Coast und Great Eastern Main Lines mit den Strecken südlich der Themse verbindet. Sie schließt den Seeverkehr vom Hafen von Felixstowe an die Midlands, den Nordwesten und Schottland an, sowie die aggregierten Verkehrsströme mit Ursprung in den Mendips in Richtung Nord-Thameside und Essex. Es gibt ferner einigen Ärmelkanaltunnel-Verkehr auf der Strecke.
Geoff Hoon sagte: "Wir investieren in eine Erhöhung der Kapazität dieser Linie, weil wir es den Transporteuren erleichtern wollen, Fracht im ganzen Land mit der Eisenbahn zu transportieren, was letztendlich zu weniger Lkw auf britischen Straßen führt. Auch die Fahrgäste profitieren von den zusätzlichen Linien, weil die Züge mehr Umfahrungsmöglichkeiten im Falle einer unerwarteten Unterbrechung oder geplanter Wartungsarbeiten haben. Ebenso werden Engpässe in der Belastung des Netzes verhindert."
Das Projekt, das auch Verbesserungen an der Signaltechnik und im Gleislayout beinhaltet, soll 2012 im Anschluss an die Olympischen Spiele in London starten und 2014 beendet sein (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 26.11.08).

RechteckNetwork Rail stellt "Wales Route Utilisation Strategy" vor
Foto Network RailFoto Network Rail
Eine Steigerung der Bahnreisenden um 31 Prozent bis 2019 und verbesserte Nord-Süd-Verbindungen gehören zu den Hauptzielen der Wales RUS. Fotos Network Rail.
Mehr Züge, bessere Verbindungen und eine verbesserte Zuverlässigkeit stehen im Mittelpunkt der "Wales
Route Utilisation Strategy
" (RUS), einer neuen von Network Rail vorgestellten Strategie zur Entwicklung des Personen- und Güterverkehrs in Wales.
Aufbauend auf den letzten erheblichen Investitionen in die Bahn in Wales, skizziert die RUS einen Plan zur weiteren Stärkung der Bahnverbindungen im ganzen Land, so zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und Reduzierung der Fahrzeiten. Die RUS berücksichtigt auch Analysen und Prognosen zur Entwicklung der Bevölkerung, zur Beschäftigungssituation und zur Siedlungsentwicklung und sagt voraus, dass sich die Eisenbahn-Nutzung um 31% bis zum Jahr 2019 erhöhen wird. In einem langfristigen Ansatz sollen diese Maßnahmen der Eisenbahnindustrie in den nächsten 10 Jahren helfen, diesen Anstieg in der Nachfrage zu bewältigen.
Seit dem Entwurf der Strategie Ende Mai dieses Jahres gingen der Veröffentlichung zwölf Wochen an Konsultationen mit den Beteiligten voraus.
Die wichtigsten Vorschläge umfassen die Stärkung der Verbindungen zwischen Nord- und Süd-Wales, Mitte-Wales und den East Midlands und einen erheblichen Anstieg der Zahl der Zugverbindungen zwischen Cardiff und Süd-Ost-Wales. Die Strategie umfasst mehr als 900 Meilen Strecke in Wales und Teilen der Grenzregion zu England. Etwa 15% dieser Streckemeilen werden stark genutzt, wobei sich rund die Hälfte innerhalb von 30 Meilen rund um Cardiff befindet.
Die RUS ist das Ergebnis einer Konsultation mit Partnern aus der Industrie und anderen wichtige Akteuren, einschließlich des Welsh Assembly Governments, Arriva Trains Wales, First Great Western, des Verbandes der Zugbetreiber und der im Güterverkehr tätigen Unternehmen sowie lokaler Behörden und Fahrgastgruppierungen.
Die RUS wird nun an die Eisenbahn-Regulierungsstelle ORR (Office of Rail Regulation) weitergeleitet, die 60 Tage Zeit hat, um die Vorschläge zu prüfen (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 26.11.08).

RechteckTriebwagenreihe 80 in Nordirland wieder in Betrieb
Foto Martin BaumannFoto Martin Baumann
Foto Martin BaumannFoto Martin Baumann
Der letze diesel-elektrische Triebwagenzug der Reihe 80 wurde wegen fehlender Türverrieglung und Zugsicherung am 01.06.08 abgestellt, die ab diesem Datum in Nordirland obligitorisch waren. Die Fahrzeuge wurden zwischen 1974 und 1978 von British Rail Engineering in Derby, England gebaut (einige Steuer- und Zwischenwagen mit älterem Baujahr wurden aus lokbespannten Wagen umgebaut).
Je sechs Trieb- und Steuerwagen werden nun mit Türverieglung und Zugsicherung ("Train Protection Warning System" wie in England) versehen und sollen bis ca 2013 in Betrieb bleiben. Die Steuerwagen werden dann nur als Zwischenwagen benutzt. Alle eigentlichen Zwischenwagen sind ausrangiert.
Ab 03. November ist nun die Einheit 8093-8754-8749-8094 wieder im Personenzugdienst zwischen Belfast und Larne anzutreffen. Die andere zwei Züge folgen bis ca März 2009.
Folgende Wagen sind oder werden umgebaut:
• Triebwagen 8069 8082 8089 8090 8093 8094
• Steuerwagen 8733 8738 8747 8749 8752 8754
Die Umbauarbeiten werden von LH Services in Barton, Staffordshire, England durchgeführt.
Die Bilder vom 18.11.2008 zeigen 8093 in Belfast Great Victoria Street, 8749 in Larne Town sowie 8754 in Belfast Central und am 21.11.2008 8094 in Belfast Great Victoria Street (Martin Baumann, 24.11.08).

RechteckHalbjahresergebnisse von Network Rail
Network Rail veröffentlichte am 20.11.08 seine vorläufigen Ergebnisse für das Halbjahr bis zum 30. September 2008. Die Ergebnisse zeigen mit durchschnittlich über 92% die höchste Pünktlichkeit der Bahn seit Beginn der Aufzeichnungen (1992), rundherum gute Geschäftsleistungen und einen Gewinn vor Steuern von 706 Millionen Pfund.
Chief Executive Iain Coucher sagte: "Network Rail trägt weiterhin zur Verbesserung der Eisenbahn im Personen- und Güterverkehr mit einem Rekordniveau an Pünktlichkeit und hohen Investitionen bei. Wieder einmal hat das Unternehmen ein über der Prognose liegendes Ergebnis geliefert, während gleichzeitig ein effizienter und sicherer Eisenbahnbetrieb gewährleistet wurde."
Die Hauptaufgaben des Unternehmens in den letzten sechs Monaten umfassten:
Sicherheit
- Die Eisenbahn ist nach wie vor die sicherste Form der Beförderung.
- Network Rail hat erhebliche öffentliche Informationskampagnen zur Verbesserung der öffentlichen Einhaltung der Vorschriften an Bahnübergängen und zur Verringerung der Unfälle durchgeführt.
Betriebsführung
- Beste Pünktlichkeit seit Beginn der Aufzeichnungen (1992): Insgesamt 92,06% der Züge waren zwischen April und September 2008 pünktlich.
- In den letzten 12 Monaten waren im Durchschnitt 90,6% der Züge pünktlich.
- Network Rail hat die Verspätungsminuten für das Halbjahr um mehr als 9% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres und um 52% gegenüber der Einführung der Kontrolle über die Eisenbahn-Infrastruktur verringert.
Investitionen
- Ein 25%-iger Anstieg der Investitionsausgaben im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr bedeutet Investitionen von 2200 Millionen Pfund über die letzten sechs Monate.
- In den letzten zehn Jahren erfolgte ein fast fünffacher Anstieg der Investitionen (811 Millionen Pfund 1995 gegenüber fast 4500 Millionen Pfund in diesem Jahr).
- Der Ausbau der West Coast Main Line erfolgte mit 13 bedeutenden Projekten einschließlich des Vierspurausbaues Trent Valley und des Ausbaues der U-Bahn-Station Rugby.
Effizienz
- Die Vorgaben des Office of Rail Regulation (ORR) verlangten eine kombinierte Erhöhung der Effizienz von 31% für Betrieb, Instandhaltung und Erneuerung. Die aktuelle Prognose für den genannten Zeitraum liegt mit 26% kurz unter der Zielvorgabe.
- Die Effizienzgewinne für Erneuerungsarbeiten blieben mit 23% gegenüber den Vorgaben enttäuschend, in erster Linie als Folge der Effizienzgewinne von nur 14% für Gleiserneuerungen. Es wurden Schritte wie Produktionsautomatisierung und Einsatz modularer Weichen und Kreuzungen unternommen, um diese Leistung zu verbessern. Im Gegensatz dazu, bewegen sich für Betrieb und Wartung die Kosteneinsparungen in Reichweite der Vorgaben des ORR
(Pressemeldung Network Rail, 21.11.08).

RechteckTognum liefert 93 Bahn-Antriebssysteme für Class 172
Foto Tognum
Der Tognum-Geschäftsbereich Engines hat von Bombardier einen Auftrag über 93 Bahn-Antriebssysteme und dazugehörige Entwicklungsleistungen erhalten. Die Powerpacks der Tognum-Marke MTU werden von Anfang 2009 bis Mitte 2010 in Triebwagen des neuen Typs „Class 172“ von Bombardier eingebaut. Alle Züge der „Class 172“ sind mit zwei oder drei Triebwagen ausgestattet; jeder Wagen wird von einem MTU-Powerpack angetrieben. Endkunden sind diverse Bahnbetreiber in Großbritannien.
Die MTU-Powerpacks umfassen neben dem Motor weitere Komponenten wie Getriebe, Kühlung und Filtersysteme. Basis ist der Motor 6H 1800 mit einer Leistung von 360 Kilowatt, der die strengen Grenzwerte der EU-Richtlinie Stage IIIA erfüllt. „Dieser Auftrag zeigt deutlich: Wir bauen eben nicht nur Motoren, sondern sind ein kompetenter Anbieter kompletter und maßgeschneiderter Systemlösungen“, erklärt Rainer Breidenbach, Tognum-Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Engines.
Bombardier hatte sich für die MTU-Powerpacks nach einem erfolgreichen Testbetrieb von mehreren tausend Stunden entschieden. Vorteil der 39 neuen „Class 172“-Züge mit MTU-Antriebssystem ist vor allem die höhere Beschleunigung, verbunden mit sehr guter Zuverlässigkeit. Seit 2006 wurden bereits rund 650 MTU-Powerpacks der Abgasstufe IIIA an verschiedene Fahrzeughersteller in Europa und Asien geliefert (Pressemeldung Tognum, 06.11.08).

RechteckBAA bewilligt Finanzspritze für Crossrail
Crossrail hat am 04.11.08 dank einer Vereinbarung mit der britischen Flughafengesellschaft BAA über ein Finanzierungspaket von 230 Millionen Pfund einen bedeutenden Schritt nach vorn gemacht, wie Verkehrsminister Andrew Adonis und BAA-Direktor Mike Forster angekündigt haben. Im Gegenzug bietet Crossrail schnelle Zugverbindungen vier mal die Stunde über den Großteil des Tages zwischen London und dem Flughafen Heathrow. Dies wird direkte Dienstleistungen von Heathrow Flughafen durch das zentrale London, die Stadt und Canary Wharf bis nach Shenfield und Abbey Wood beinhalten. Der Aufbau und die Umsetzung von Crossrail bedeuten auch eine Steigerung um mindestens 20 Milliarden Pfund für die britische Wirtschaft und erzeugen zusätzliche 30.000 Arbeitsplätze.
Die neue Linie verkehrt von Maidenhead und Heathrow im Westen durch neue Tunnel unter dem Zentrum Londons hindurch nach Shenfield und Abbey Wood im Osten. Neue Stationen werden in Paddington, Bond Street, Tottenham Court Road, Farringdon, Liverpool Street, Whitechapel und der Isle of Dogs (Canary Wharf) entstehen. Die Passagiere profitieren von reduzierten Fahrzeiten nach Heathrow, da Crossrail zum ersten Mal direkte Dienstleistungen von den wichtigsten Business Centern in ganz Zentrallondon erlaubt.
Crossrail soll seine Tätigkeit 2017 aufnehmen und eine zehnprozentige Steigerung des Anteils der Schiene am öffentlichen Verkehr bewirken. Mit einer wegweisenden Finanzierung von 15,9 Milliarden Pfund wird das Projekt von der Regierung und der Wirtschaft getragen.
Die Rechtsvorschriften zum Projekt Crossrail wurden mit der königlichen Zustimmung (Royal Assent) im Juli dieses Jahres gelegt, mit der Arbeit soll 2010 begonnen werden. Der Beitrag von BAA wird von Heathrow Airport Ltd, einer hundertprozentige Tochtergesellschaft der BAA, als Eigentümerin und Betreiberin des Flughafens Heathrow getragen.
Die Gesamtlänge von Crossrail beträgt 118,5 km, einschließlich 41,5 km in Tunneln. 38 Stationen werden von der Linie angefahren und 24 Züge je Stunde über den zentralen Abschnitt in jeder Richtung zu Spitzenzeiten verkehren (WKZ, Pressemeldung Department for Transport, 05.11.08).

RechteckAusschreibung der South Central Franchise
Der Schienenverkehr in ganz Süd-Ost-England soll durch neue Anforderungen auf der "South Central Franchise" verbessert werden, wie Verkehrsminister Andrew Adonis am 03.11.08 bekanntgab. Fahrgäste in Süd-London und Teilen von Surrey, Sussex und Hampshire werden von mehr Zügen auf den Hauptlinien, erhöhten Kapazitäten zu Spitzenzeiten und verbesserter Sicherheit auf Bahnsteigen und in den Zügen vor allem in den Abendstunden und am Wochenende profitieren. Dazu gehört auch eine erhebliche Erhöhung der Zahl der in der Nacht mit Personal besetzten Bahnhöfe.
Darüber hinaus werden alle Züge mit Videokameras überwacht. 1500 gesicherte Radabstellplätze und 1000 zusätzliche Parkplätze werden geschaffen und Bahnhöfe insbesondere im Raum Süd-London renoviert.
Die South Central Franchise bietet eine wichtige Verbindung für Pendler von der Süd-Küste mit Städten wie Hastings und Worthing nach London.
Die Ausschreibung läuft ab 03.11.08. Vier Unternehmen wurden zur Abgabe eines Angebots aufgefordert:
• der derzeitigen Betreiber Go Via,
• Stagecoach,
• National Express und
• NedRailways.
Die Bieter müssen bis zum 18. Februar 2009 ihr Angebot abgeben. Die erfolgreichen Bieter werden Ende Mai/Anfang Juni benannt. Der neue Vertrag beginnt am 20. September 2009.
Zum ersten Mal werden die Bieter auch beauftragt, Zielvorgaben für die Zufriedenheit der Fahrgäste durchzuführen (National Passenger Score targets, NPS) und Geldbußen bis zu 500 000 britischen Pfund leisten zu müssen, wenn diese nicht erfüllt werden. Darüber hinaus ist die Bereitstellung von neuen Fahrkartensperren ausgeschrieben, womit Fahrgäste in Süd-London an weiteren Stationen Oyster-Karten benutzen können.
Die genauen Vorgaben finden Sie in der Pressemeldung vom Department for Transport
(Pressemeldung Department for Transport, 04.11.08).

RechteckNeues Bahnterminal in Swindon
Eine neue Bahn-Terminal in Swindon wurde am 31.10.08 von Verkehrsminister Andrew Adonis eröffnet, um rund 23.000 Fahrzeuge pro Jahr von der dortigen Honda-Fabrik zum Ärmelkanal-Tunnel zu transportieren, was bedeutet, dass fast 3000 Lastwagenfahrten weniger pro Jahr auf der Straße stattfinden müssen. Dies wird nicht nur zur Verringerung der Staus auf den wichtigsten lokalen Straßen beitragen, es wird auch lokale CO2-Emissionen verringern.
Honda (UK) unternimmt bereits Autotransporte nach Newcastle und Schottland über Bristol mit der Bahn. Die neuen Züge ab Swindon transportieren meist 5- und 3-türige Civic-Modelle auf Doppelstockgüterwagen. Bis zu 243 Autos können mit jedem Zug abgefahren werden, zum Vergleich fasst ein Straßen-Lkw acht Autos. Ein Zug verbannt damit 30 Lastwagen von der Straße.
Jeder Zug verlässt Swindon gegen 16 Uhr und erreicht Gent in Belgien um 7 Uhr am nächsten Morgen (Pressemeldung Department for Transport, 03.11.08).

RechteckNeues Forschungsprogramm zur Infrastrukturvermögensverwaltung
Foto Network Rail
Infrastrukturvermögensverwaltung: Overhead line electrification (OLE). Foto Network Rail.
Die Universität von Nottingham hat sich mit Network Rail über ein neues Multi-Millionen-Pfund-Forschungsprogramm zur Infrastrukturvermögensverwaltung geeinigt (infrastructure asset management). Das Programm wird von einer Professur in der Abteilung für Bauingenieurwesen in Nottingham gemeinsam von Network Rail und der Royal Academy of Engineering gesponsert.
Eine wachsende Zahl von Asset-intensiven Bereichen im Vereinigten Königreich und in Übersee - zum Beispiel öffentliche Netze, Kraftwerke, Eisenbahn- und Straßen-Infrastruktur, Flughäfen, Öl- und Gas-Anlagen sowie Fertigungsanlagen - übernehmen die Grundsätze einer Vermögensverwaltung.
Der Schwerpunkt der neuen Forschung wird zur Verbesserung der Rahmen für die Optimierung und Umsetzung von wichtigen Entscheidungen über Betrieb, Wartung, Erneuerung und Verbesserung der körperlichen Vermögenswerte beitragen, um eine sichere, wirtschaftlich stabile Infrastruktur zu erstellen. Diese Entscheidungen beeinflussen allein in Großbritannien jedes Jahr die Bereitstellung von Dutzenden von Milliarden von Pfund für Engineering-Ausgaben und haben so Auswirkungen auf die Produktion von nationaler Bedeutung.
Das Forschungsprogramm findet unter Leitung von Professor Andrew Collop in Nottinghams Department of Civil Engineering im Nottingham Transportation Engineering Centre (NTEC) statt. Es ergänzt die Pläne von NTEC zur Entwicklung einer Vermögensverwaltung für den Autobahnbau (highway asset management).
Die anfänglichen Investitionen von Network Rail und der Royal Academy betragen mehr als 1,4 Millionen Pfund, zusätzliches Lehrpersonal zur Ergänzung der neuen Professorenstelle übernimmt die Universität (Pressemeldung Network Rail, 03.11.08).

RechteckORR legt Finanzierung zur Verbesserung des Schienennetzes bis 2014 fest
Ein Paket über 7,6 Milliarden Pfund für Investitionen in das britische Eisenbahnnetz hat das Office of Rail Regulation (ORR) am 30.10.08 mit dem "Periodic review 2008 - Determination of Network Rail’s outputs and funding for 2009-14" bewilligt und mit der Verpflichtung zu größerer Effizienz und einer stärkeren Rechenschaftspflicht für Network Rail verbunden.
Im Paket enthalten ist das größte Programm von Verbesserungen für die Schiene seit Jahrzehnten. Die Regulierungsbehörde hat Network Rail klare Ziele gesetzt, um die Arbeit von Network Rail für Nutzer und Förderer transparenter zu machen. Außerdem soll Network Rail zu einer Verbesserung der Effizienz um 21% bis 2014 beitragen.
Der Verbesserungen des Eisenbahnnetzes umfassen:

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Verbesserungen der Zuverlässigkeit und Verminderung von Störungen

• Verringerung verspäteter und annullierter Züge um 20 Prozent
• Erhöhung der Pünktlichkeit der Bahn auf mindestens 93% für lokale Dienstleistungen im Südosten und auf 92% für alle anderen Dienstleistungen
• Durch Network Rail verursachte Verspätungen von Güterzügen sind um 25% zu reduzieren
• Verringerung der durch Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen verursachten Störungen im Personenverkehr um mehr als ein Drittel ohne Verschlechterung der aktuellen Werte für den Güterverkehr
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Verbesserungen der Sicherheit

• Senkung des Risikos für Tod oder Verletzung von Fahrgästen und Bahnmitarbeitern
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Verbesserungen der Kapazität des Schienennetzes

• Das bisher größte Programm zur Verbesserung des Schienennetzes seit Jahrzehnten soll die Kapazitäten im Personenverkehr um 20% und im Güterverkehr um 30% erhöhen
• Anschluss "Kings Cross commuter services" an die "Thameslink Route" und Erhöhung der Gesamtkapazität dieser Strecken einschließlich der Verlängerung von Bahnsteigen und Entlastung des Engpasses "London Bridge"
• Wiederaufbau Reading Station und Beseitigung des Gleisengpasses in diesem Bereich
• Wiederaufbau Birmingham New Street Station
• Verbesserung der Kapazität in Cardiff
• Verbesserung der Geschwindigkeiten auf der Midland Main Line
• Bereitstellung von zusätzlichen Kapazitäten auf der East Coast Main Line
• Neue Verbindung "Glasgow Airport Rail Link" in Schottland
• Neue Linie von Airdrie nach Bathgate in Schottland
• Viele kleinere Änderungen, einschließlich der Erweiterung von mehr als 500 Bahnsteigen zur Abfertigung längerer Züge
Das ORR sieht Möglichkeiten zur Verbesserung der Effizienz um 21 Prozent bis zum Zeitraum 2013/14, da die Kluft zu den besten Netzverwaltungen in Europa nach wie vor erheblich ist. Network Rail wird in den fünf Jahren ab 2009 Einkünfte von 26,7 Milliarden Pfund im Hinblick auf Betrieb, Wartung und Erneuerung des Eisenbahnnetzes vorweisen müssen. Dies sind 2,4 Milliarden Pfund (8%) weniger als die von Network Rail beantragten 29,1 Milliarden Pfund (WKZ, Quelle Pressemeldung ORR, 31.10.08).

RechteckAbschlussbericht zur Zugentgleisung bei Grayrigg, Cumbria
Foto RAIB
Foto RAIBFoto RAIB
Foto RAIBFoto RAIB
Der am 23.02.07 verunglückte Pendolino von Virgin Trains (oben), die Unglücksweiche 2B am Ort des Unglücks und im Testlabor (Mitte) und der verunglückte Zug von außen und innen (unten). Fotos RAIB.
Die Untersuchungsbehörde für Eisenbahnunfälle RAIB (Rail Accident Investigation Branch) hat am 23.10.08 ihren Abschlussbericht zur Zugentgleisung bei Grayrigg, Cumbria, vorgelegt. Ein Zug des Betreibers Virgin Trains von London Euston nach Glasgow Central entgleiste am 23. Februar 2007 beim Überfahren der Weiche 2B an der Überleitstelle Lambrigg, in der Nähe von Grayrigg in Cumbria. Der Zug hatte die zulässige Geschwindigkeit von 95 mph (153 km/h). Alle neun Wagen des Pendolino der Serie Class 390 entgleisten. Der Zug hatte mindestens 105 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord. Ein Fahrgast wurde tödlich verletzt, 28 Passagiere, die Triebfahrzeugführer und ein Besatzungsmitglied wurden schwer verletzt, 59 Passagiere erhielten geringfügige Verletzungen.
Die unmittelbare Ursache für die Entgleisung war der Verschleiß der Weiche 2B durch eine Kombination von Fehlern der Spurstangen, der Spurstangenfeststellung und der Befestigungseinrichtungen. Dies führte dazu, dass sich im Moment der Entgleisung beide Weichenzungen in undefinierten Positionen befanden, worauf sich die Spur für den die Weiche spitz überfahrenden Zug verengte und dieser schließlich mit allen Achsen entgleiste. Nach der Entgleisung kam der Zug noch etwa 600 Meter weiter, bis er teilweise auf der Böschung auf der Seite liegend zum Stehen kam. Ursache für den undefinierten Zustand der Weiche waren:
• Das mechanischen Versagen einer Schraubverbindung,
• Die falsche Anordnung der Weichenzungen,
• Eine ausgelassene Gleisinspektion am 18. Februar 2007.
Innerhalb von Network Rail gab es außerdem ein unvollständiges Management der Konstruktions-, Wartungs- und Inspektionsarbeiten an den Weichen, hervorgerufen durch unzureichende Risikoabschätzungen und Qualitätsmanagementvorgaben. In den 35 Jahren seit der Einführung der Weichen wurden aber sonst keine Probleme in Zusammenhang mit der Konstruktion der Spurstangen bekannt.
Der Zug überstand den Unfall besser als mit früheren Designs von Zügen in vorangegangenen Unfällen beobachtet. Die Passagierzellen und der Führerstand wurden nicht signifikant beschädigt, nur an zwei Fenstern wurden die Fahrgäste nicht innerhalb des Wagens behalten. Allerdings ist die RAIB der Auffassung, dass die Sicherheit durch eine geänderte Ausführung der Sitzhalterungen verbessert werden könnte.
Die RAIB hat 29 Sicherheits-Empfehlungen aufgrund des Unfall herausgegeben. Einundzwanzig dieser Empfehlungen richten sich an Network Rail. Die primäre langfristige Empfehlung bezieht sich auf eine Überprüfung der Konstruktion, Inspektion und Wartung von Weichen, und vor allem auf nichtverstellbare Spurstangen-Systeme, wie sie bei den Weichen 2B vorhanden waren. Acht Empfehlungen richten sich an andere Organisationen. Sie befassen sich in erster Linie mit Fragen im Zusammenhang mit dem Verhalten der Bahn und der Rettungsdienste als Folge der Entgleisung (WKZ, Pressemeldung RAIB, 24.10.08).

RechteckInstandsetzung der Nordröhre des Eurotunnels bis Februar 2009
Eurotunnel hat am 10. Oktober 2008 Verträge für die Überwachung und Verwirklichung der Renovierung des Abschnitts 6 in der Nordröhre des Ärmelkanal-Tunnels abgeschlossen. Nach dem Brand eines Eurotunnel Shuttles am 11.09.08 wurden Teile der Nordröhre im Abschnitt 6 beschädigt und konnten nicht mehr durchgehend befahren werden.
Das Projekt wird von SETEC überwacht und die Arbeiten von einer Gruppe von Unternehmen durchgeführt, bestehend aus:

• Freyssinet (Group Leader): Tiefbau
• ETF (Eurovia Travaux Ferroviaires): Schienen und Oberleitung
• Vinci Energies: Andere Anlagen (Axima, Vinci als Unterauftragnehmer ist für das Kühlsystem verantwortlich).
Ein Teil der Aufträge werden direkt von Eurotunnel durchgeführt. Eurotunnel-Teams haben bereits damit begonnen, die Arbeitsplätze einzurichten, insbesondere die Unterkünfte und Büros.
SETEC und die Gruppe der Unternehmen haben sich zu einer Bauzeit von etwa vier Monaten verpflichtet, damit die vollständige Wiedereröffnung der Tunnelröhre Mitte Februar 2009 erfolgen kann.
Das Gesamtbudget für die Wiederherstellung der Tunnel wird voraussichtlich weniger als € 60 Millionen betragen
(WKZ, Pressemeldung Eurotunnel, 20.10.08).

RechteckDesiro-UK an Porterbrook übergeben
Foto Siemens
Siemens Mobility hat den ersten von 37 elektrischen Regionaltriebzügen aus der Desiro-UK-Familie an die Porterbrook Leasing Company Ltd. übergeben. Den Rollout feierten Kunde, Betreiber und Hersteller gemeinsam in Wegberg-Wildenrath, wo Siemens ein Prüf-Center für Schienenfahrzeuge unterhält. Dort absolvierte auch der neue Zug erfolgreich seine Testfahrten.
Die 37 vom Leasing-Unternehmen Porterbrook georderten Regionaltriebzüge aus der Desiro-UK-Familie gehören zur Klasse 350/2 und sollen auf der West Coast Main Line zwischen London und Birmingham fahren. Sie werden im Siemens-Werk in Krefeld-Uerdingen gefertigt und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Porterbrook verleiht die vierteiligen Desiros an den Bahnbetreiber London Midland, der die Konzession für die Strecke hält. Die ersten zehn Züge gehen am 12. Dezember in den Fahrgastbetrieb. Wenn im Juni 2009 die gesamte Porterbrook-Flotte ausgeliefert ist, sind auf Großbritanniens Schienen insgesamt 316 Desiros unterwegs.
„Die West Coast Main Line zwischen London und Birmingham hat große strategische Bedeutung für unseren Kunden“, sagte Jörn F. Sens, CEO der Business-Unit Rolling Stock von Siemens Mobility, in seiner Festrede bei der Übergabe des ersten Zuges. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Erfolgsgeschichte unseres Desiro UK, der in Großbritannien seit fünf Jahren zuverlässig im Einsatz ist, jetzt mit einer weiteren Flotte fortschreiben können.“
Steve Banaghan, Geschäftsführer von London Midland, freut sich auf die neuen Züge. Er sagte: „Diese Fahrzeuge verbessern die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit auf unseren Strecken. Sie werden den Reisekomfort der Fahrgäste deutlich erhöhen und zusammen mit unseren neuen Direktverbindungen zwischen London, Birmingham und dem Nordwesten unser Angebot erweitern.“
Die Desiro-Familie in Großbritannien: Begonnen hat die Erfolgsgeschichte der britischen Zugfamilie im Jahr 2003, als First Great Eastern (heute National Express East Anglia) die ersten Fahrzeuge zwischen London und East Anglia einsetzte. Daher feierte Siemens gleichzeitig mit dem Rollout der neuen Flotte auch den fünften Geburtstag des Desiro UK. Heute fahren Desiros der Klassen 185, 350, 360/1, 360/2, 444 und 450 auf der ganzen Insel, in Weymouth an der Südküste ebenso wie im schottischen Glasgow.
Der Auftrag von Porterbrook ging im Geschäftsjahr 2007 ein und beläuft sich inklusive Wartung auf etwa 240 Millionen Euro (rund 190 Millionen britische Pfund). Zuletzt bestellte das schottische Verkehrsamt gemeinsam mit dem Bahnbetreiber First ScotRail 38 Züge, die ab Ende 2010 die Städte Ayr und Glasgow verbinden sollen. Weitere Desiro-UK-Betreiber sind South West Trains, Heathrow Express und First TransPennine Express.
Der Desiro UK wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem drei Mal mit dem Golden Spanner Award des Modern Railways Magazine für seine Zuverlässigkeit sowie mit dem Rail Business Award der Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC). Der Verband der britischen Bahnbetreiber kürte den Desiro UK der Klassen 185 und 360/2 außerdem zu den zuverlässigsten Zügen, die derzeit auf den Schienen des Landes unterwegs sind (Pressemeldung Siemens, 10.10.08).

RechteckNetwork Rail sucht Nachfolger für Sir Ian McAllister
Foto MOBfFoto MOB
Sir Ian McAllister, Chairman, und Ron Henderson, Group Finance Director. Fotos Network Rail.
Network Rail beginnt die Suche nach einem neuen Vorsitzenden, da Sir Ian McAllister seine Absicht bestätigte, aus dem Verwaltungsrat im Anschluss an die Hauptversammlung des Unternehmens im Juli 2009 auszuscheiden.
Im Zusammenhang mit dem sechsten Jahrestag von Network Rail, dem Betreiber der britischen Eisenbahn-Infrastruktur, sagte ihr Vorsitzender Sir Ian McAllister: "Network Rail hat wesentliche Verbesserungen der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Eisenbahn in den letzten sechs Jahren gebracht. Die Sicherheit ist auf Rekordniveau, die Pünktlichkeit der Bahn über 90%, und wir sind auf dem Weg, nach der nächsten Hauptversammlung die Kosten um rund 30% zu senken. Ich habe den Vorstand mehr als sechs Jahre geführt und es konnte sehr viel erreicht werden in dieser Zeit.
Da das Unternehmen in eine neue Phase der Entwicklung tritt, ist es vollkommen angebracht, dass ein neuer Vorsitzender die Firma weiter nach vorne bringt. Die nächste Herausforderung für Network Rail wird sein, eine erweiterte und verbesserte Bahn zu schaffen, um die wachsende Nachfrage von Personen- und Güterkunden zu gewährleisten. Meine Rolle ist es jetzt, einen Nachfolger zu finden und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten."
Sir Ian war maßgeblich an der Einsetzung von Network Rail im November 2001 beteiligt und spielte eine Schlüsselrolle während der Auflösung von Railtrack PLC im Oktober 2002. Sir Ian, 65, bleibt mit dem Unternehmen verbunden, bis ein Nachfolger gefunden wird und eine reibungslose Übergabe abgeschlossen werden kann.
Darüber hinaus hat Ron Henderson, Group Finance Director, seine Absicht angekündigt, in den Ruhestand zu treten. In Bezug auf diese Veränderungen, sagte Iain Coucher, Chief Executive: "Ian und Ron wurden herausragende Mitglieder des Leitungsteams. Ian war von Anfang an Teil von Network Rail und hat das Unternehmen aus der erheblichen Problemzone, die er geerbt hat, zu zu einem erfolgreichen Unternehmen geführt, in dem Pünktlichkeit und Sicherheit auf Rekordniveau stehen. Sein Beitrag war enorm. Der Vorstand von Network Rail und ich erklären unsere aufrichtige Dankbarkeit für ihre hervorragenden Beiträge an Ian und Ron."
Zwei Wochen zuvor kündigte Network Rail den Ausbau des Vorstands mit der Ernennung von drei neuen geschäftsführenden Direktoren an:

• Robin Gisby: Direktor Betrieb und Kundenbetreuung (Director, operations and customer service)
• Simon Kirby: Direktor Infrastruktur-Investitionen (Director, infrastructure investment)
• Paul Plummer: Direktor Planung und Regulierung (Director, planning and regulation)
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 06.10.08).

RechteckNorthern Rail startet Ausschreibung über erste Tram-Trains
Die Einführung der ersten Tram-Trains im Vereinigten Königreich rückt näher, da der Betreiber Northern Rail eine Ausschreibung (Invitation to Tender, ITT) zum Bau dieser modernen und leichten Fahrzeuge gestartet hat.
Die Ausschreibung holt Angebote für die Herstellung und Wartung von mindestens fünf Tram-Trains ein, die auf der 37 Meilen langen Penistone-Line zwischen Sheffield, Barnsley und Huddersfield im Rahmen von Testfahrten eingesetzt werden sollen. Der Test beginnt im Spätsommer 2010, dauert zwei Jahre und dient der Prüfung der Eignung des britischen Schienennetzes für Tram-Trains. Vorbereitende Arbeiten, wie Änderungen der Eisenbahn-Infrastruktur und betrieblicher Standards, sind erforderlich, bevor der Einsatz der Tram-Trains beginnen kann. Darüber hinaus werden die Betriebskosten und der Zuspruch der Fahrzeuge bei den Passagieren eine Rolle spielen.
Es gibt auch eine Option für eine zweite Phase des Prozesses, in der die Tram-Trains auf dem Sheffield Supertram System eingesetzt werden sollen, um zu zeigen, welche zusätzlichen Vorteile der Einsatz der Fahrzeuge auf den Straßenbahnnetzen von Städten mit sich bringt.
Das Projekt ist eine Partnerschaft zwischen dem Department for Transport, Northern Rail und dem Infrastrukturbetreiber Network Rail.
Rail Tom Harris Minister sagte: "Die Regierung stellt 9 Millionen Pfund zur Unterstützung der Entwicklung der Tram-Trains, da sie reale Möglichkeiten zu umweltfreundlichem und schnellen Reisen für die Fahrgäste erwartet. Es ist ermutigend zu sehen, dass dieses wegweisende Projekt gute Fortschritte macht." (WKZ, Pressemeldung Network Rail, 06.10.08).

RechteckNetwoirk Rail startet Bahnausbau in Yorkshire und Humber
Um die steigende Nachfrage nach Bahnverbindungen in den Regionen Yorkshire und Humber Region zu befriedigen, hat Network Rail am 25.09.08 Konsultation über eine weit reichende Strategie zur Steigerung der Dienstleistungen im Personen-und Güterverkehr gestartet. Für Strecken wie von Leeds nach Bradford, von York and Hull nach Leeds and Manchester, und von Sheffield nach Manchester sowie für wichtige Güterlinien zu den Häfen wurde die "Yorkshire and Humber route utilisation strategy" (RUS) entwickelt, in der Network Rail Maßnahmen zur Bewältigung des prognostizierten Wachstums in der Schienennutzung in den nächsten zehn Jahren festlegt.
Demnach können sich Bahn-Nutzer auf zusätzliche Dienstleistungen, längere Züge mit mehr Sitzplätzen sowie schnellere Fahrzeiten und bessere Anschlüsse freuen. Der Plan enthält auch Optionen für den Ausbau der Bahnhöfe wie den Bau neuer Bahnsteige, und die Verbesserung der Infrastruktur zur Erhöhung der Kapazität und zur Verringerung der Verzögerungen. Güterstrecken in der Region werden durch die Erweiterung der Lichtraumprofile bessere Kapazitäten zu den Häfen und Terminals erhalten.
Die Nachfrage nach Zugverbindungen in die wichtigen Wirtschaftszentren wie Leeds, Sheffield und Manchester hat sich in den letzten Jahren gesteigert. Der Plan dient dazu, Systeme und Optionen zu entwickeln, die helfen, den Schienenverkehr für Personen- und Güterzugleistungen zu verbessern.
Die Konsultation wird 12 Wochen dauern. Nach Prüfung der Stellungnahmen wird das endgültige Dokument im Frühjahr nächsten Jahres veröffentlicht.
Folgende Maßnahmen sind in Planung:
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2009 – 2014

• Trains will be lengthened and additional shuttle services will be provided at peak times on key commuter routes to relieve overcrowding
• Additional turnback facilities at a number of locations
• Journey time improvements between Leeds and Manchester
• Platform lengthening schemes on a number of lines
• New southern entrance for Leeds station and additional platforms
• Gauge enhancement schemes for freight services on some key arteries
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2014-2019

• Continued train lengthening to manage ongoing peak time demand increases
• Leeds – Manchester journey time to be cut down to 43 minutes on the quickest services
• A ‘standard hour’ service of three trains per-hour between Sheffield and Manchester
• Improved journey times between Leeds and Sheffield via Barnsley
• Capacity enhancements between Leeds – Manchester (via Diggle), Gilberdyke - Hull, Wrawby Junction – Brocklesby and Sheffield - Manchester for additional passenger and freight trains
• New generation of trains to replace the existing Pacer and Sprinter fleet across the region, supplementing the new intercity fleet serving the East Coast main line to London, York, Leeds and Scotland.
• Improved track layout at Sheffield, and Doncaster to increase capacity and reduce delays
• Gauge enhancement schemes on further key freight arteries
(WKZ, Pressemeldung Network Rail, 29.09.08)

RechteckNebensaison-Pass von BritRail
Zugreisen in Großbritannien sind komfortabel, effizient und eine hervorragende Möglichkeit, sich einfach zurückzulehnen und zu entspannen. "Let the train take the strain" (Lass den Zug die Anstrengung übernehmen) ist zwar ein alter Werbeslogan, mit den hohen Kraftstoffpreisen und verstopften Straßen von heute gilt er jedoch mehr denn je. Man zahlt vor der Abreise einmal einen niedrigen Preis in der eigenen Währung und schon hat man einen ganz persönlichen Pass zum Besten erworben, was Großbritannien zu bieten hat. Und BritRail bietet jetzt ein spezielles Nebensaison-Angebot an, um Reisende aus aller Welt zu ermutigen, Großbritanniens Freigiebigkeit auszukosten.
Wenn Sie zwischen dem 1. November 2008 und dem 28. Februar 2009 einen der, in der Heimat erhältlichen, Consecutive-Pässe oder Flexi-Pässe von BritRail kaufen, erhalten Sie einen Preisnachlass von 20 % auf den Normalpreis des Passes. Kaufen Sie einfach den BritRail Pass zu Hause vor Ihrer Abreise, irgendwann vor dem 15. Februar 2009, denn diese Produkte sind in Großbritannien selbst nicht erhältlich.
Bei den schnellen und häufigen Zugverbindungen lohnt sich sogar ein verlängertes Wochenende oder eine Spritztour in der Woche, um die Atmosphäre des modernen Londons zu schnuppern und sich am alten Kulturerbe zu erfreuen, das Großbritannien so besonders macht. Und die Nebensaison ist einfach eine der besten Zeiten, um Großbritannien zu bereisen. Das Wetter ist mild und die Menschenmassen haben abgenommen. Das können Sie alles genießen und dazu noch Einsparungen im zweistelligen Bereich erzielen.
Abgesehen davon, dass Sie sich selbst auf die Schulter klopfen können, weil Sie ein schlauer Reisender sind, können Sie sich auch zu Ihrem Umweltbewusstsein beglückwünschen: Denn Züge stoßen ungefähr 50 % weniger schädliche Treibhausgase je Passagier und Kilometer aus als Autos und 75 % weniger als ein Flugzeug, das dieselbe Entfernung zurücklegt. BritRail bringt Sie mit wenig Aufwand und viel Komfort überall hin. Der Pass bietet auf allen Strecken und bei allen Zugbetreibern unbeschränkten Zugang. Mit 18.000 Zügen täglich, die über 2500 Ziele in ganz England, Schottland und Wales anfahren, können Sie an einem Tag so oft Sie wollen in so viele Züge einsteigen und wieder aussteigen, wie Sie möchten. Preise stehen unter www.BritRail.com zur Verfügung
(Pressemeldung Deutscher Bahnkunden-Verband Landesverband Berlin-Brandenburg e. V., 25.09.08).

RechteckNeues Design für schottische Züge und Bahnhöfe
Foto ScotRailFoto ScotRail
Foto ScotRailFoto ScotRail
Das neue Design für Züge der Typen Class 156 und Class 170 sowie das neue Bahnhofsdesign. Fotos ScotRail.
Der schottische Verkehrsminister Stewart Stevensonfeiert hat anlässlich einer Feier "25 Jahre ScotRail Schienennetz" neue Impulse für den Schienenverkehr an der Ostküste angekündigt. 1200 zusätzliche Plätze und kürzere Fahrzeiten zwischen Edinburgh, Fife und Aberdeen sollen das Reisen angenehmer machen.
Auf der Veranstaltung in Glasgow Queen Street Station wurde auch das neue Design der Züge und Bahnhöfe von ScotRail gezeigt, als der erste neu lackierte Zug der Serie "Class 170" für den Betrieb auf der Linie Edinburgh - Glasgow enthüllt wurde.
Das neue Branding beinhaltet Schottlands Flagge, die Saltire und führt dazu, dass Schottlands Züge erstmalig ein einheitliches Design bekommen. Die Umstellung auf das neue Design wird schrittartig erfolgen, um dem Steuerzahler keine zusätzlichen Kosten aufzudrücken.
Stewart Stevenson sagte: "ScotRail, derzeit von FirstGroup betrieben, fährt jeden Tag über 2000 Personenzugleistungen in ganz Schottland. Die Investitionen in die Strecke Edinburgh - Fife - Aberdeen bedeuten, noch mehr Menschen die Gelegenheit für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu ermöglichen."
Unter den Gästen der Veranstaltung waren Vertreter von ScotRail der letzten 25 Jahre. Dabei enthüllte der Minister eine Gedenktafel zum Jahrestag der Einführung der neuen Marke (Pressemeldung Transport Scotland, 23.09.08).

Rechteck106 weitere Pendolino-Wagen für die West Coast Main Line
Passagiere auf der West Coast Main Line werden nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen dem Ministerium für Verkehr, Angel Trains und Alstom von 106 weiteren Pendolino-Wagen profitieren.
Für 1,5 Mrd. £ wird Alstom vier neue 11-teilige Pendolino-Züge produzieren und 31 bestehende Pendolino-Züge um zwei Wagen verlängern. Die zusätzlichen Wagen bedeuten eine deutliche Steigerung der Kapazität für die Fahrgäste auf der Strecke, was 7420 zusätzliche Plätze für Passagiere auf der West Coast Main Line bedeutet. Die Wagen sollen ab Dezember 2012 auf den verkehrsreichsten Strecken und zu den verkehrsreichsten Zeiten des Tages eingesetzt und bis 2022 gewartet werden.
Eine Verlängerung der bestehenden Züge findet im Depot Edge Hill in Liverpool statt. Investitionen zur Behandlung der Züge werden in diesem und vier weiteren Depots gemacht: Wembley (Nord-London), Oxley (Wolverhampton), Longsight (Manchester) und Polmadie (Glasgow).
Die zusätzlichen Kapazitäten sind Teil der Pläne zur Verbesserung des Schienenverkehrs auf der West Coast Main Line. Upgrade-Arbeiten über 8,8 Milliarden Pfund stehen kurz vor dem Abschluß und werden schnellere Fahrzeiten und eine Erhöhung der Fern-Züge von und nach Euston im Dezember 2008 um 45 Prozent ermöglichen.
Die Vereinbarung enthält auch eine Option zum Kauf weiterer 42 Wagen zwischen 2010 und 2013, was eine Verlängerung der verbleibenden 21 Neun-Wagen-Züge auf 11 Wagen ermöglicht.
Virgin Rail Projects Limited wird das Verkehrsministerium während der Lieferung, Prüfung und Inbetriebnahme der neuen Pendolino Fahrzeuge beraten (Pressemeldung Department for Transport, 20.09.08).

Rechteck15 Millionen Pfund zur Eisenbahnforschung
Das Ministerium für Verkehr (Department for Transport, DFT) hat am 18.09.08 die Zuteilung von zusätzlichen £ 15 Millionen für ein neues strategisches Forschungsprogramm zur Sicherheit der Eisenbahn angekündigt, welches vom "Rail Safety and Standards Board" (RSSB) verwaltet wird. Das neue Programm wird zusätzlich zu dem schon aktuell laufenden von RSSB verwalteten und vom DFT finanzierten Forschungsprogramm durchgeführt.
Das neue strategische Forschungsprogramm soll der Schienenverkehrsindustrie die Aufstellung wichtiger Ziele (step changes) zum Aufbau des Schienennetzes in den nächsten 30 Jahren ermöglichen, wie der Verdoppelung der Streckenkapazität und der Reduktion des Kohlendioxidausstoßes bei einem sicheren und kostensparenden Ausbau. Das Programm ist in der Rail Technical Strategy (RTS) festgelegt und unterstützt das 2007 aufgelegte White Paper für eine nachhaltige Eisenbahn (Delivering a Sustainable Railway - White Paper).
RSSB verwaltet Forschungs- und Entwicklungsaufgaben mit kurz-, mittel- und langfristigen Zielen im Namen der Regierung und die Eisenbahnindustrie. Das neue Programm stellt zusätzliche Mittel zum aktuellen auch von RSSB verwalteten Grundprogramm. Das Programm startet im Frühjahr 2009 und erstreckt sich über eine Dauer von 5 1/2 Jahren
(WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 19.09.08).

RechteckTransport Scotland stellt Dreijahresplan 2008-2011 vor
"Verbesserungen an Schottlands Straßen- und Schienennetzen, neue Eisenbahnverbindungen und Straßen und die Verbesserung der Zuverlässigkeit und Fahrzeiten sollen Schottlands Wirtschaft unterstützen", sagte Chief Executive Dr. Malcolm Reed am 16.09.08 bei der Präsentation des Dreijahresplanes 2008-11 der schottischen Verkehrsbehörde "Transport Scotland" (Transport Scotland Corporate Plan 2008-2011).
"Verbesserungen im Verkehrswesen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von mehr Wohlstand und Chancen für die Unternehmen und Menschen in Schottland. Tag zu Tag sind die Verwaltung unserer Verkehrsinfrastruktur und Dienstleistungen durch Verbesserung von Effizienz und Qualität entscheidend für die Unterstützung des Wirtschaftswachstums. Längerfristig gesehen, bieten die Einführung neuer Eisenbahn-Dienstleistungen und besserer Straßenverbindungen wirtschaftliche Chancen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebensqualität der Menschen."
"Dies ist unser zweiter Geschäftsplan, der die strategische Richtung für die nächsten drei Jahre vorgibt. Wir haben erhebliche Herausforderungen der Zukunft nicht zuletzt in Anpassung an das sich wandelnde Klima, die die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel und des öffentlichen Verkehrs erfordert. Wir sind auch verantwortlich für die Gewährleistung einer neuen Forth-Brücke, dem größten Transport-Infrastruktur-Projekt für eine Generation.
Die Investitionen in das Stamm-Straßen- und Schienennetz in Schottland sind auf einem Rekordstand. Bis Ende 2011 plant Transport Scotland, 6,5 Mrd. £ für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und Dienstleistungen zur Verfügung gestellt. Wir arbeiten auch an der Vorbereitung strategischer Verkehrsprojekte (Strategic Transport Projects Review), die ab 2012 der Regierung zur Entscheidung vorgelegt werden sollen."
Bis Ende 2011 will Transport Scotland eine Reihe von wichtigen Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur und Dienstleistungen begonnen haben:

• Bau der M74-Erweiterung, Anschluß der Eisenbahn an den Flughafen Glasgow, Vollendung der M8 zwischen Newhouse und Baillieston und Aufrüstung der Autobahn A80 zwischen Stepps und Haggs. Alle Projekte sollen zu den Commonwealth Games in Glasgow im Jahr 2014 fertiggestellt sein.
• Design, Entwicklung und Strategie für die Forthüberquerung.
• Bau einer neuen Eisenbahnverbindung in die Region "Borders".
• Verbreiterung der A9 zwischen Perth und Inverness.
• Aufbau der Aberdeen Western Peripheral Route und Vollendung der dualen Fahrbahn zwischen Balmedie und Tipperty
(Pressemeldung Transport Scotland, 17.09.08).

RechteckFeuer im Eurotunnel
Foto Eurotunnel
Ein Feuer brach kurz vor 15.00 Uhr am Donnerstag, 11. September an Bord eines mit Lastwagen beladenen Eurotunnel-Shuttle in der nördlichen Tunnelröhre unter dem Ärmelkanal aus. Der Tunnel besteht aus drei Tunnelröhren, zwei für den Schienenverkehr und eine dritte für Wartung und Evakuierung. Der Zug fuhr von England nach Frankreich und wurde etwa 11 Kilometer vor der französischen Tunnel-Ausfahrt gestoppt.
Eurotunnels Sicherungssysteme an Bord des Shuttle und im Tunnel haben das Problem sofort erkannt. Die in der Nähe der französischen Tunnelausfahrt stationierte Feuerwehr war schnell in der Lage, die Situation zu beurteilen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. 32 Personen an Bord des Shuttles wurden in den Service-Tunnel evakuiert. Drei weitere Züge im Tunnel wurden sofort nach England zurückgeführt. Die südliche Tunnelröhre war vom Vorfall nicht betroffen.
Das Feuer wurde gegen 08:00 Uhr französischer Zeit dank der gemeinsamen Anstrengungen der Feuerwehren aus Kent und Pas-de-Calais unter Kontrolle gebracht. Alle Bemühungen des Unternehmens konzentrieren sich nun auf die Wiederaufnahme des Betriebs
(Pressemeldung Eurotunnel, 13.09.08).

RechteckBieter für South Central Franchise ausgewählt
Das Ministerium für Verkehr gab am 20.08.08 die Liste der in die engere Auswahl genommenen Bieter für die neue Franchise South Central bekannt. Es sind dies:
• NedRailways South Central Limited (NedRailways Limited)
• NXSC Trains Limited (National Express Group plc)
• Southern Railway Limited (Govia Limited)
• Southern Trains Limited (Stagecoach Group plc)
Im Herbst werden die Angebote der ausgewählten Bieter erwartet. Die Bekanntgabe des erfolgreichen Bieters soll dann im Frühsommer 2009 erfolgen. Die neue Franchise beginnt am 20. September 2009 und hat eine Laufzeit von 5 Jahren und 10 Monaten, wobei das letzte Jahr von der erbrachten Leistung abhängig ist. Eine Verlängerung um bis zu 2 Jahre ist möglich.
Die Franchise South Central wird Leistungen der bisherigen gleichnamigen Franchise umfassen, die derzeit von Southern erbracht werden und ab 22.06.08 den Gatwick-Express einschlossen. Hinzu kommen Leistungen auf der Strecke Redhill - Tonbridge, die derzeit von Southeastern gefahren werden. Fahrgäste im Süden Londons, in Surrey und Sussex sollen von 10% mehr Kapazität im Bereich der South Central Franchise profitieren.
Ferner werden die Sicherheit der Bahnhöfe durch mehr Personal und Videoüberwachung auf rund 30 Stationen erhöht, die SmartCard eingeführt, rund 1000 zusätzliche Parkplätze errichtet und durch eine 10%-ige Verringerung des nicht für die Traktion benötigten Stroms die Umweltleistung verbessert
(WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 21.08.08).

RechteckVerbesserungen auf der Thameslink-Franchise ab März 2009
Das britische Ministerium für Verkehr hat am 20.08.08 Veränderungen der Franchise-Vereinbarungen des auf 5,5 Milliarden Pfund veranschlagten Thameslink-Programms mit den Bahngesellschaften Southeastern, First Capital Connect und Southern Railways bekanntgegeben:
• Erhöhte Zugdichte: Die Zahl der Züge durch Zentral-London auf der Thameslink-Route wird von 8 auf 15 Züge pro Stunde während der Stoßzeiten ab 1. März 2009 erhöht.
• Neue Züge: 92 neue "class 377" Wagen im Wert von rund 53 100 Millionen Pfund sind in Auftrag gegeben und sollen auf Leistungen für First Capital Connect zwischen Bedford, London und Brighton und für Southeastern zwischen St. Pancras International und Bromley South, Orpington Kent und anderen Stationen ab März 2009 eingesetzt werden.
• Zusätzliche Plätze für First Capital Connect: Die Einführung zusätzlicher "class 319" Wagen wird die Länge der Züge zu Spitzenzeiten auf acht Wagen verlängern. Mit "class 377" und "class 319" Wagen werden 1150 zusätzliche Sitzplätze in den Spitzenzeiten am Morgen und 2080 Sitzeplätze in den Spitzenzeiten am Abend ab März 2009 zur Verfügung stehen.
• Zusätzliche Plätze für Southeastern: Reisende auf den Vorortlinien in Kent werden von längeren Zügen mit 3700 zusätzlichen Plätzen jeden Morgen und Abend ab März 2009 profitieren.
• Mehr direkte Fahrten: Ab März 2009 werden einige Dienstleistungen von Southeastern mit denen von First Capital Connect vereint, was bedeutet, dass Passagiere zwischen Sevenoaks, St. Pancras International und Stationen in Nord-London ohne Zugwechsel fahren können (WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 21.08.08).

RechteckZeitplan zum Wiederaufbau der "Waverley Railway"
Foto  Tony Streeter
Zwischen der West Coast und der East Coast Main Line (rot) verläuft das Projekt der "Borders Railway" (grün). Grafik: LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Der schottische Verkehrsminister Stewart Stevenson gab am 06.08.08 den voraussichtlichen Zeitplan für die Fertigstellung des Projekts "Waverley Railway" zur Anbindung des Verwaltungsbezirks Scottish Borders an die Hauptstadt Edinburgh bekannt.
Die ursprüngliche Linie zwischen Edinburgh und Carlisle musste 1969 als Folge des Beeching Reports und der folgenden Neustruktuierung von British Railways geschlossen werden. Nach einer Machbarkeitsstudie im Februar 2000 bildeten die Regionen Scottish Borders Council, Midlothian Council, City of Edinburgh Council und Scottish Enterprise Borders im Sommer 2001 die Gruppierung "Waverley Railway Partnership". Obwohl auf Teilen der 56 km langen Strecke zwischen Brunstane bei Edinburgh und dem Endbahnhof Tweedbank noch alte Infrastruktur besteht, müssen weite Teile modernisiert und sieben der zehn Bahnhöfe neu gebaut werden.
Das Projekt wird jetzt von Transport Scotland und der Eisenbahnindustrie fortgeführt. Erste Marktuntersuchungen und Tests sind bereits im Gange und werden im Laufe der nächsten paar Monate den offiziellen Beschaffungsprozess bis Ende dieses Jahres starten. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Jahr 2011, mit der Fertigstellung wird etwa Ende 2013 gerechnet. Für die Region fallen Kosten in Höhe von 235-295 Millionen Pfund an.
Die neue Eisenbahnlinie führt aus dem Herzen Edinburghs zu Städten in Midlothian und den Scottish Borders, die eine Bevölkerungsbasis von 200 000 Menschen darstellen und derzeit noch über keinen direkten Zugriff auf eine Eisenbahnlinie verfügen.
Der "Waverley Railway (Scotland) Act 2006" erhielt die königliche Zustimmung (Royal Assent) im Juli 2006. Die Linie ermöglicht den Bewohnern der Scottish Borders und von Midlothian den Zugriff auf wichtige Beschäftigungs-, Bildungs-, Gesundheits-und Freizeiteinrichtungen in der schottischen Hauptstadt.
Die Wiederherstellung der Eisenbahnverbindung zwischen Edinburgh und Tweedbank ermöglicht es beiden Bereichen, ihre wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten durch den Tourismus und die Bereitstellung zusätzlicher Arbeitsplätze zu fördern. Die Bahn erschließt auch neuen und erschwinglichen Wohnraum. Der Rahmen für den Zeitplan des Projekts ist wie folgt:
• Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union (EU-Amtsblatt): Ende 2008
• Endgültige Ausschreibung: Anfang 2010
• Nennung des bevorzugten Bieters: Ende 2010
• Start der Bauarbeiten: Anfang 2011
• Betrieb der Züge und Infrastruktur: Ende 2013 (WKZ, Quelle Pressemeldung Transport Scotland, 11.08.08).

RechteckErste neue Dampflok seit 50 Jahren
Foto  Tony StreeterFoto  Tony Streeter
Grossbritanniens erste neue Dampflok in 50 Jahren, die fuer Zuege auf dem nationalen Bahnnetz gebaut wurde, ist am 1. August der Oeffentlichkeit vorgestellt worden. Die Nr. 60163 Tornado, ein £3m teuerer Nachbau einer Peppercorn ‘A1’ Klasse ‘Pazifiks’, ist in Darlington fuer die Presse auf einem kurzen Stuck Gleis gefahren.
Gebaut wurde die Tornado von dem A1 Steam Locomotive Trust, eine dafuer eingerichtete Stiftung, die 1990 gegruendet wurde. Obwohl die Montage in Darlington stattgefunden hat, kommen die Teile aus aller Welt – der Kessel ist 2006 im Dampflokwerk Meiningen gebaut worden.
Demnaechst soll die Nr. 60163 auf der Great Central Railway in Leciestershire Probefahrten machen, bevor sie auf die Schienen vom Netzbetreiber Network Rail kommt. Die originalen Peppercorn ‘A1’-Loks wurden 1948/49 gebaut und die letzte ist 1966 verschrottet worden. Mehr dazu unter www.a1steam.com (Tony Streeter, 04.08.08).

RechteckVirgin gewinnt Pendolino-Projekt zur West Coast Main Line
Zwischen dem britischen Transportministerium und Virgin Rail Projects Ltd wurde am 31.07.08 Einigung über die Einführung weiterer "Pendolino"-Zügen auf der West Coast Main Line erzielt.
Das Abkommen (Notice to Proceed) bedeutet, dass Virgin Rail Projects Ltd als gewählter Bieter für den Dienstleistungsvertrag ausgewählt wurde und das Verkehrsministerium in der gesamten Konstruktion, Herstellung, Lieferung, Inbetriebnahme und Erprobung von neuen Pendolino-Zügen bis zum Ende der laufenden West Coast Franchise am 31. März 2012 unterstützten wird und damit die Mietung und Wartung der neuen Fahrzeuge in die Wege leiten kann.
Die Aufforderung zur Abgabe der Gebote wurde am 02.06.08 an folgende Bieter verschickt:
• Govia Transportation Projects Limited, ein Tochterunternehmen von Go-Ahead Group plc und Keolis SA.
• Virgin Rail Projects Limited, eine Firma der Virgin Rail Group Holdings Limited. Virgin Rail Group
Der Wert des Basis-Vertrags beträgt bei etwa £ 3 millionen und wird an Virgin Rail Projects Ltd vom 1. August 2008 bis zum 31. März 2012 gezahlt.
Mit der Fertigung der neuen High-Speed-Pendolino-Neigetechnik-Züge und Wagen für 7420 zusätzliche Passagierplätze wurde Alstom beauftragt (Der LOK Report berichtete). Die Vereinbarung mit Alstom umfasst 106 Wagen, die für die Bildung von vier neuen Zügen zu je 11 Wagen und die Verlängerung weiterer 31 der bestehenden Züge von 9 auf 11 Wagen benötigt werden. Diese werden bis Dezember 2012 im Dienst stehen. Es gibt bei steigender Passagier-Nachfrage auch eine Option zur Beschaffung von weiteren 42 Wagen bis Anfang 2013 (Pressemeldung Department for Transport, 04.08.08).

RechteckSiemens liefert 38 Triebzüge an First ScotRail und Transport Scotland
Foto Siemens
Das schottische Verkehrsamt und der Bahnbetreiber First ScotRail haben Siemens Mobility mit der Lieferung von 38 elektrischen Triebzügen vom Typ Desiro UK beauftragt. Der Auftrag mit einem Wert von über 300 Millionen Euro (über 240 Millionen Pfund Sterling) umfasst zudem Wartung und Ersatzteil-Service.
Für die Bahntechniksparte von Siemens ist das die erste Zugbestellung aus Schottland. Damit wächst die Desiro-Flotte in Großbritannien auf insgesamt 354 Fahrzeuge. Die 38 neuen Züge sollen Ende 2010 in den Fahrgastbetrieb gehen und dann zunächst zwischen den Städten Ayr und Glasgow fahren. Von den 38 Zügen wurden 22 dreiteilig und 16 vierteilig in Auftrag gegeben.
In der dreiteiligen Ausführung bietet der Desiro UK bis zu 320 Passagieren Platz, in der vierteiligen Variante bis zu 430. Damit steigt die Fahrgastkapazität der Flotte auf den Pendlerstrecken nach Glasgow um 9100 Sitz- und 4800 Stehplätze. Bei einer Antriebsleistung von 1550 kW erreicht der Desiro eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
Gefertigt werden die Züge von Siemens in Krefeld-Uerdingen, Deutschland. „Unsere kurzen Lieferzeiten sowie unser Wartungsservice und unsere Depotlösungen haben einen guten Ruf bei Bahnbetreibern“, sagte Christian Roth, Leiter von Siemens Transportation Systems in Großbritannien.
„Dieser Auftrag ist für Siemens ein weiterer wichtiger Meilenstein, der unsere Spitzenposition als Bahnlieferant erneut unterstreicht. Wir freuen uns darauf, dieses hochinteressante Projekt zusammen mit First ScotRail und Transport Scotland voranzubringen.“
Nach Aussage des Verbands der britischen Bahnbetreiber sind die Triebzüge vom Typ Desiro UK die zuverlässigsten, die derzeit auf den Schienen des Landes unterwegs sind. Dies gilt sowohl für die Züge mit elektrischem Antrieb als auch für die mit Dieselmotor (Pressemeldung Siemens, 29.07.08).

RechteckCrossrail bekommt grünes Licht durch das Parlament
Grafik CrossrailGrafik Crossrail
Grafik CrossrailGrafik Crossrail Blick auf die neuen Crossrail-Züge und auf die Bahnhöfe Paddington Crossrail und Liverpool Street. Grafiken Crossrail.
Crossrail, das größte öffentliche Verkehrsprojekt zur Anbindung von London an den Südosten Großbritanniens der letzten 50 Jahre, hat seine parlamentarischen Hürden mit der Königlichen Zustimmung (Royal Assent) zum Crossrail Bill am 22.07.08 überwunden.
Nach der Ankündigung des Premierministers im Oktober letzten Jahres zur Sicherung der Finanzierung über 16 Milliarden Pfund bedeutet die parlamentarische Zustimmung zur Annahme des Gesetzes, dass das Projekt bis zum Jahr 2017 verwirklicht werden kann. Dies wird zu erweiterten Kapazitäten und erhöhten Reisegeschwindigkeiten für die Passagiere führen, aber auch zu einer Ankurbelung der britischen Wirtschaft um 20 Milliarden Pfund.
Die Crossrail-Linie verläuft von Maidenhead und Heathrow im Westen auf Tunnelstrecken durch London - mit neuen Stationen in Paddington, Bond Street, Tottenham Court Road, Farringdon, Liverpool Street, Whitechapel und Isle of Dogs (Canary Wharf) - nach Shenfield Abbey Wood im Osten. Das Gesetz räumt Befugnisse zum Erwerb von Land ein und erlaubt Bau und Unterhaltung von Crossrail. Die Vorarbeiten werden im nächsten Jahr beginnen, die wichtigsten Bauarbeiten im Jahr 2010.
Verkehrssekretärin Ruth Kelly sagte: "Dieses wegweisende Projekt ist von großer Bedeutung für London und das ganze Land. Es wird Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum schaffen und dazu beitragen, einige unserer am stärksten benachteiligten Gebiete zu vitalisieren."
Der Bürgermeister von London, Boris Johnson sagte: "Ich bin absolut begeistert, dass nun die Arbeiten an einem der größten je gesehenen Projekte in der Hauptstadt beginnen können, einem Projekt, das unabdingbar für den künftigen Wohlstand unserer Stadt ist und die Lebensqualität von vielen Tausenden von Londonern verbessern wird."
Douglas Oakervee, Executive Chairman von Cross London Rail Links, sagte; "Die Königliche Zustimmung ist der bedeutendste Meilenstein in der Geschichte von Crossrail. Nach jahrelanger Planung und Diskussion sind wir bereit, in die Phase der Fertigung eines Projekts zu treten, das ganz London, der südöstlichen Region und dem Vereinigten Königreich als Ganzes nutzt. Bis zu 14000 Menschen werden über die Bau- und Ausbildungsmaßnahmen beschäftigt sein, um entlang der Strecke zur Sicherung der Arbeitsplätze beizutragen. Dies wird ein Projekt für die gesamte Gemeinschaft - eine neue weltweit bewunderte Eisenbahn, die London erwartet und verdient."
Nach der Vollendung der Bauarbeiten werden 24 Züge pro Stunde in jeder Richtung durch Central London während der Spitzenzeiten fahren. Dies eröffnet erhebliche neue Kapazitäten für die Personenbeförderung und Entlastung bestehender Linien, insbesondere der Central- und Piccadilly-Linien.
Zum Einsatz kommen etwa 600 neue klimatisierte Wagen. Sie werden umweltfreundlicher, leichter und schneller in der Lage sein, eine größere Zahl von Fahrgästen zu befördern.
Das Crojekt Crossrail ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen der Verkehrsministerium (DfT), der Stadtverwaltung London, Transport for London (TfL), Cross London Rail Links (CLRL), Network Rail und Londons Wirtschaft (WKZ, Quelle Pressemeldung Department for Transport, 24.07.08).

RechteckNeue elektrische Züge für Schottlands wachsende Eisenbahn

Eine neue Flotte elektrischer Züge im Wert von über 200 Millionen Pfund kündigte John Swinney, Cabinet Secretary for Finance and Sustainable Growth, am 11.07.08 an. Die Regierungsbehörde Transport Scotland wird den Vertrag mit Siemens und HSBC über die Bestellung von 130 neuen Eisenbahn-Wagen - das entspricht 9000 zusäötzlichen Sitzplätzen im schottischen Netz - ab Dezember 2010 finanziell unterstützen. Zusätzlich entstehen 134 neue Arbeitsplätze in Schottland, um die Züge zu betreiben und in einem erweiterten Unterhaltdienst zu warten.
Franchise-Betreiber First ScotRail führt den Beschaffungsprozess und wird die Verträge zur Vergabe des Auftrags voraussichtlich noch in diesem Monat nach einer gesetzlich vorgeschriebenen Einhaltefrist unterschreiben.
Die Fahrgastnachfrage wird Vorhersagen gemäß in den nächsten zehn Jahren erheblich steigern und die schottische Regierung will den Fahrgästen über die nächsten drei Jahre und darüber hinaus ein modernes Schienennetz zur Verfügung stellen.
Etwa zwei Drittel des Personenverkehrs in Schottland werden derzeit in Glasgow und Umgebung vollbracht. Die neuen Fahrzeuge bringen eine größere Leistungsfähigkeit und Vorteile für die Passagiere in Ayrshire und Inverclyde. Sie führen zur Schaffung einer neuen Sub-Flotte im Westen von Schottland und begleiten das vorhergesagte Fahrgast-Wachstum in den Vorstädten von Glasgow. Die neuen Züge werden weiterhin für neue Personenverkehrsdienste auf dem im Bau befindlichen Projekt "Glasgow Airport Rail Link" eingesetzt.
Die Züge werden voll klimatisiert und geräumig sein, mit vollem Zugang für behinderte Menschen, einem Angebot für Radfahrer und Gepäck, ebenso wie CCTV und Steckdosen für Laptops.
Transport Scotland wird ebenfalls ein Programm der Bahnsteigverlängerung in Ayrshire und Inverclyde fördern, um die Einführung längerer Züge zu ermöglichen. Die Entwicklung und Machbarkeit wird derzeit von Network Rail überprüft und soll bis Dezember 2010 erfolgen.
Die Transaktion wird auch Züge aus der aktuellen Flotte freisetzen, die ihren Betrieb in dem mit 300 Millionen Pfund veranschlagten Projekt Airdrie - Bathgate aufnehmen sollen, das derzeit von Network Rail bis zum Jahr 2010 fertigstellt werden soll.
Herr Swinney sagte: "Es ist wirklich ermutigend zu sehen, wie die Zahl der Fahrgäste auf unserem Schienennetz zunimmt. Wenn wir wollen, dass dies fortgesetzt wird und dass immer mehr schottische Bürger von ihren Autos zu öffentlichen Verkehrsmitteln wechseln, müssen wir weiterhin in unserer Schienennetz investieren.
Diese neuen Züge sind von entscheidender Bedeutung für unser Programm von nachhaltigen Investitionen in das Schienennetz und deren Einführung führt zu erheblichen Vorteilen für unsere Wirtschaft und unsere Umwelt durch die Reduzierung von Emissionen und die Verbesserung unseres wirtschaftlichen Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Zehntausende von Pendlern aus den westlichen Teilen Schottlands erleben die Vorteile dieser Investition, ebenso wie Urlauber, in einem breiten Bereich zwischen Gourock, Glasgow und Ayr. Mit dieser Akquisition werden zudem ältere Fahrzeuge frei, um der Verbindung Airdrie - Bathgate zusätzliche Kapazitäten zwischen Edinburgh und Glasgow zu geben.
Ich freue mich besonders, dass durch dieses Abkommen 134 neue Arbeitsplätze in Schottland entstehen werden, einschließlich der benötigten Triebfahrzeugführer, der Schulung des Personals, dem Reinigungs-Personal und neuer Mitarbeiter im Depot Shields Road, Glasgow."
Mary Grant, Geschäftsführerin von First ScotRail, sagte: "Dies ist die größte Bestellung elektrischer Züge in Schottland seit einem Jahrzehnt. Dies wird zu zusätzlichen Leistungen zu einem Zeitpunkt führen, wo immer mehr Menschen sich für die Schiene als bevorzugtem Transportmittel entscheiden.
Die neuen Züge erlauben die Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten in Ayrshire und Inverclyde und ermöglichen die Freigabe von alten Fahrzeugen für den Betrieb auf anderen wichtigen Strecken wie Airdrie - Bathgate. Sie werden in unserem Depot Shields Road in Glasgow gewartet, wo erhebliche Investitionen in die Bereithaltung einer erweiterten Belegschaft gemacht werden."

Christian Roth, Geschäftsführer von Siemens Transportation Systems, sagte: "Siemens hat sich bei Schienbetreibern einen guten Ruf für die pünktliche Lieferung und Wartung im Vereinigten Königreich erworben. Die Vergabe dieses Auftrags ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für Siemens und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit First ScotRail und Transport Scotland bei diesem spannenden Projekt, das Siemens als wichtigen Zulieferer von Fahrzeugen nördlich der Grenze etableren wird." (WKZ, Quelle Pressemeldung Transport Scotland, 14.07.08).

RechteckVerkehrsministerium benennt bevorzugte Bewerber für Thameslink-Züge
Das Ministerium für Verkehr gab am 10.07.08 die in die engere Auswahl gelangten Bewerber zum Bau der neuen Thameslink-Züge im Wert von rund 1.4 Milliarden Pfund bekannt. Es sind dies:
• ALSTOM Transport
• Bombardier Transportation UK Limited
• Hitachi Europe Limited
• Siemens Transportation Systems
Die Bieter werden gebeten, 1 100 neue Wagen für die Thameslink-Strecken zu bauen, was die aktuelle Stückzahl um rund 380 Wagen übertrifft. Dies bedeutet, dass rund 14 500 zusätzliche Sitzplätze zu Verfügung stehen werden.
Die Züge werden weniger Energie verbrauchen und leichter als die derzeitigen Fahrzeuge sein. Network Rail und die Bahnbetreiber wurden in erheblichem Umfang an der Entwicklung der Pläne für die neuen Züge beteiligt, Fahrgastvertreter wurden ebenfalls konsultiert
(Pressemeldung Department for Transport , 11.07.08).

RechteckWeltrekord-Jubiläum bringt vier ‘A4’-Loks zusammen
Foto Tony Streeter
Am 5. Juli gab es in Grossbritannien ein großes Ereignis: Die vier in Großbritannien übriggebliebenen Loks der berühmten 'A4'-Klasse sind das erste Mal seit 40 Jahren in York zussammengetroffen, um den 70. Jahrestag des Weltgeschwindigkeitsrekords der Nr. 4468 Mallard (202,6km/h) zu feiern. Die drei noch betriebsfähigen Loks sind am 5. und 6. Juli auch auf der East Coast Main Line gefahren.
Auf dem Foto sind (von links) Nr. 60009 Union of South Africa, Nr. 60007 Sir Nigel Gresley, Nr. 60019 Bittern und Nr. 4468 (spaeter 60022) Mallard. Die Nr. 60008 Dwight D. Eisenhower ist heutzutage in den USA, und die Nr. 60010 Dominion of Canada in Kanada beheimatet (Tony Streeter, 10.07.08).

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