Irland
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Viadukt
bei Malahide auf der Strecke Dublin - Belfast kurz vor Wiedereröffnung

Grafik LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Im Forum "Irish
Railway News" ist zu lesen, dass der am Abend des 21. August eingebrochene
Viadukt nördlich von Malahide der Strecke Dublin - Dundalk - Belfast fertig
repariert ist und kurz vor der Wiedereröffnung steht.
Am 12. und 13. November sollen mit einem beladenen Güterzug Tests durchgeführt
werden. Auch leere Personenzüge werden den Viadukt in den nächsten Tagen
befahren um die Fahrzeuge, die bislang durch den gesperrten Viadukt keine
Hauptwerkstätte mehr erreichen konnten, auszutauschen. Die Freigabe für
den regulären Verkehr ist für Montag, den 16.11. vorgesehen.
Komplett erneuert wurden die beiden im August eingestürzte Brückensegmente
und der weggebrochene Pfeiler der beiden Segmente. An weiteren Pfeilern
wurden Verstärkungsmaßnahmen durchgeführt. Nach Angaben des irischen Ministeriums
für Transport werden die Aufwendungen für die Wiederherstellung zwischen
4,5 und 5 Mio. Euro betragen (Thomas Stenzel,
13.11.09).
Wiedereröffnung
Glounthaune – Midleton
Nach dem Teileinsturz der Flußmündungsbrücke nahe Malahide
(ca 15km nordlich von Dublin) am 21.08 wird die Strecke zwischen Malahide
(km 14.40) und Donabate (km 18.30) für drei bis sechs Monate gesperrt.
Alle fahrplanmäßigen Züge zwischen Drogheda (km 50.80)
und Dublin (km 0) werden durch Busse ersetzt. Es wird ein beschränkte
Anzahl Züge zwischen Drogheda und Donabate ohne Busanschluss von
und nach Dublin geben.
Am 30.07 wurde die Strecke Glounthaune – Midleton wiedereröffnet.
Diese 9.97 km lange Strecke ist Teil der 32.30 km langen Verbindung von
Glounthane nach Youghal und wurde am 04.02.63 für den Personnenverkehr
und 02.06.88 total stillgelegt. Eine Wiedereröffnung Midleton - Youghal
ist nicht vorgesehen (Martin
Baumann, 29.08.09).
Tognum
liefert Bahnantriebe für neue Triebwagen
Der Antriebssystem- und Energieanlagenspezialist Tognum treibt sein Systemgeschäft
im Bahn-Bereich voran. Das Unternehmen hat in diesen Tagen einen Auftrag
für den Geschäftsbereich „Engines“ zur Lieferung
von so genannten Powerpacks im Wert von 11 Millionen Euro an den koreanischen
Triebwagenhersteller Rotem erhalten. Die Bahn-Antriebe kommen in Triebwagen
zum Einsatz, die ab 2011 im irischen Regional- und Fernverkehr ihren Betrieb
aufnehmen sollen. Endkunde ist die Bahngesellschaft Irish Rail. Die Auslieferung
der Powerpacks soll von Ende 2009 bis Oktober 2010 erfolgen.
Bereits 2005 hatte das Unternehmen einen Auftrag über Bahn-Powerpacks
für Irland im Wert von rund 25 Millionen Euro von Rotem erhalten.
Auch der aktuelle Folgeauftrag umfasst komplette Antriebssysteme, bestehend
aus Motor und weiteren Komponenten wie beispielsweise Getriebe, Filtersystem
und Kühlung. Basis ist der umweltfreundliche Motor 6H 1800 R83 mit
einer Leistung von 360 Kilowatt, der die strenge EU-Abgasnorm Stage IIIA
erfüllt. Die Powerpacks zeichnen sich vor allem durch hohe Beschleunigung,
niedrige Lebenszykluskosten sowie geringe Belastung durch Lärm und
Vibrationen aus.
„Der Auftrag untermauert unsere Position als führender Anbieter
von maßgeschneiderten Komplettsystemen im Bahnbereich“, erklärt
Rainer Breidenbach, Tognum-Vorstand und verantwortlich für den Geschäftsbereich
„Engines“. „Um auch für künftige Anforderungen
gerüstet zu sein, konzentrieren wir uns im Rahmen unserer neuen strategischen
Initiative ‚Antriebe’ auf innovative, intelligente Antriebslösungen
wie beispielsweise die Hybridtechnologie“, so Breidenbach weiter.
Tognum hat im vergangenen Jahr den Prototyp eines Hybrid-Antriebs mit
Abgasnachbehandlungssystem für Dieseltriebwagen vorgestellt. Er erfüllt
die Voraussetzungen der ab 2012 in Kraft tretenden EU-Richtlinie Stage
IIIB (Pressemeldung Tognum, 05.08.09).
TÜV
Rheinland gewinnt Auftrag für Fahrzeugzulassung
Die Bezeichnung “keltischer Tiger” symbolisiert
den enormen Wachstumsschub Irlands. Dieser neue Wohlstand führte
zu einem hohen Einsatz von Kapital für die Modernisierung der irischen
Infrastruktur und von neuen Transportdienstleistungen.
Keine
andere Staatsbahn in Europa ändert sich so rasant schnell wie die
irische Staatsbahn Irish Rail (auf gälisch: Iarnród Éireann).
Der Personennah- und -fernverkehr wird derzeit umgewandelt vom ältesten
zum neuesten Fahrzeugbestand Europas. Die irische nationale Bahnaufsichtsbehörde,
die Railway Safety Commission (RSC), wurde von der irischen Regierung
ins Leben gerufen, um in deren Auftrag u.a. die Sicherheitsnachweise für
neue Fahrzeuge zu prüfen. Solche Fahrzeuge müssen mit sowohl
nationalen Verordnungen als auch mit den entsprechenden EU-Richtlinien
2004/49/EC und 2001/16/EC übereinstimmen.
Seit
Frühjahr 2007 unterstützt das Team der TÜV Rheinland InterTraffic
GmbH die RSC bei der Entwicklung von nationalen Zulassungsprozessen, bei
der Festlegung von Sicherheitskriterien sowie bei der Zulassung einzelner
Fahrzeugtypen.
Die
Aktivitäten umfassten die technische Beratung für die Zulassung
des umweltfreundlichen Dieseltriebzugs Typ 22000 für den Personenfernverkehr.
Die Firma Rotem aus Südkorea hat das dreiteilige Fahrzeug, das für
Spitzengeschwindigkeiten von 160 km/h ausgelegt ist, zusammen mit der
Tokyu Car Corporation aus Japan, dem Lieferanten der Drehgestelle, hergestellt.
„Die
Zusammenarbeit zwischen der Railway Safety Commission, dem Team des TÜV
Rheinland, der Ingenieure der irischen Staatsbahn und der Herstelleringenieure
ist sehr gut und die Ergebnisse sprechen für sich selbst. Schon zwei
Wochen nach Erhalt der letzten Prüfergebnisse ging der DMU 22000
auf der Dublin Sligo Route in Passagierbetrieb. Wir freuen uns sehr, diese
Zusammenarbeit in 2008 fortzuführen“, betonte Maik Wuttke,
Senior Projektleiter, TÜV Rheinland InterTraffic GmbH.
Dank
der dramatischen Investitionen in der irischen Infrastruktur ist der TÜV
Rheinland an zahlreichen sonstigen Projekten auf der grünen Insel
beteiligt worden, wie z.B. die Mark 4 Wendezüge für den Personenfernverkehr
und die Modernisierung der EMU Typ 8100 DART Wagen für den Personennahverkehr.
Mit
dem neuen Auftrag für 2008 unterstreicht die Railway Safety Commission
ihr Vertrauen in der Kompetenz des TÜV Rheinland. Das Team des TÜV
Rheinland freut sich, künftig die gute Zusammenarbeit mit der Behörde
und mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen in Irland fortzusetzen (Pressemeldung
TÜV Rheinland InterTraffic GmbH, 31.01.08).
Alstom
liefert Citadis-Straßenbahnen für Dublins Stadtbahn LUAS
Irelands Republic Procurement Agency (RPA) hat Alstom einen Auftrag über
die Lieferung von 18 Citadis-Straßenbahnen für Dublins Stadtbahn (LUAS)
im Wert von 51,2 Millionen Euro erteilt. Vier der neuen Straßenbahnen
sind für die Red Line, vier weitere für die Green Line, acht für den Ausbau
der Green Line von Sandyford nach Cherrywood sowie zwei für die Docklands-Erweiterung
vorgesehen.
Der Vertrag umfasst auch Festpreisoptionen für zusätzliche Straßenbahnen
zur Erweiterung der Linien, sobald genehmigt. Es werden zum Beispiel fünf
neue Straßenbahnen für die vorgeschlagene Citywest-Route benötigt. Die
40m langen Niederflur-Straßenbahnen werden im Alstom-Werk in Barcelona
gebaut. Die Auslieferung beginnt im Dezember 2008; es folgen dann zwei
Fahrzeuge pro Monat.
Der Vertrag zwischen RPA und Alstom wurde am Dienstag, den 17. April,
im LUAS Red Cow Depot im Beisein des irischen Verkehrsministers, Martin
Cullen T.D., unterzeichnet. Während seines Besuches dort erlebte der Minister
hautnah, wie die erste der verlängerten Red Line-Straßenbahnen für den
Fahrgastbetrieb vorbereitet wurde. Dieses Projekt wurde im März 2006 zwischen
RPA und Alstom unterzeichnet und sieht die Verlängerung aller 26 Red Line-Straßenbahnen
von 30m auf 40m vor, was zu einer Kapazitätserhöhung jeder Red Line-Straßenbahn
um 40 Prozent führt.
Die ersten der neuen 10m langen Module sind von Barcelona nach Irland
ausgeliefert worden und werden jetzt im Red Cow Depot an die Straßenbahnen
montiert. Die erste der abgeänderten Straßenbahnen wird im Mai in Betrieb
gehen.
Bisher wurden über 930 Citadis-Straßenbahnen von 24 Städten weltweit bestellt.
Sie haben bis jetzt mehr als 1 Milliarde Fahrgäste befördert und demonstrierten
Zuverlässigkeit über mehr als 80 Millionen Betriebskilometer, ein Beweis
für den Erfolg dieses Modells, das sich durch Modularität und Design auszeichnet.
(Pressemeldung Alstom, 21.04.07).
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