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RechteckGrenzüberschreitende Verbindungen zwischen Udine und Klagenfurt
Derzeit gibt es tagsüber keine grenzüberschreitenden Bahnverbindungen zwischen Udine und Klagenfurt. "Das wollen wir gemeinsam ändern", berichtet Verkehrsreferent LH Gerhard Dörfler am 31.05.10. Die Regionalzüge aus Udine enden am Bahnhof Tarvis und die Züge aus Österreich in Arnoldstein. Daher habe das Land Kärnten gemeinsam mit der Region Friaul-Julisch Venetien, den ÖBB, der Verkehrsverbund Kärnten GmbH und der Società Ferrovie Udine Cividale das Projekt MICOTRA (Miglioramento Collegamento Transfrontaliero) initiiert, das mit EU-Mitteln cofinanziert wird, so der Landeshauptmann.
Ziel des Projektes sei die Aufnahme des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs zwischen Klagenfurt und Udine, um das Verkehrsangebot für die Bevölkerung in der Grenzregion zu verbessern und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel interessant zu machen. "Darüber hinaus ist ein gutes Bahnangebot wichtig für den Tourismus in der Region, so verläuft hier beispielsweise der stark frequentierte Fernradweg Salzburg - Grado und viele Radfahrer nützen die öffentlichen Verkehrsmittel für den Rücktransport", sagt Dörfler.
Im Rahmen des EU-Projekts werden die Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Bahnverbindung untersucht, eine gemeinsame Planung durchgeführt und ein gemeinsamer Probebetrieb gestartet. Ebenfalls gemeinsam soll diese grenzüberschreitende Bahnverbindung evaluiert und vermarktet werden. "Nach der Probephase soll der Betrieb dauerhaft geführt werden, davon werden Kärnten und Friaul-Julisch Venetien profitieren", ist sich der Landeshauptmann sicher. Er bedankt sich in diesem Zusammenhang bei allen Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit (Pressemeldung Kärntner Landesregierung, 01.06.10).

RechteckSBB verzichtet auf ein Engagement im Piemont
Die SBB verzichtet auf eine Offerteingabe für den Betrieb des Regionalverkehrs im Piemont. Ausschlag-gebend beim Entscheid waren primär die mangelnde Wirtschaftlichkeit und komplexe Rahmen-bedingungen.
Die Region Piemont schrieb Ende 2009 den Betrieb seines Regionalverkehrs öffentlich aus (Der LOK Report berichtete). Die Verantwortlichen der Region wandten sich in diesem Rahmen auch an die SBB mit der Aufforderung, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.
Nach sorgfältiger Prüfung der Ausschreibungsunterlagen hat die Konzernleitung der SBB jetzt ent-schieden, auf eine Offerteingabe zu verzichten. Zwar hätte ein allfälliges Engagement der SBB auch Chancen geboten, doch zeigte die Analyse, dass die nachhaltige Wirtschaftlichkeit für die SBB nicht gegeben war.
Neben der ungenügenden Gesamtwirtschaftlichkeit trugen auch die komplexen Rahmenbedingungen – anspruchsvolle Distributions- und Vertriebsstrukturen, schwer beinflussbare Abhängigkeiten bei den Standorten für den Rollmaterialunterhalt und Restriktionen bezüglich Taktfahrplan etc. – zum Entscheid gegen ein Engagement bei.
Die Ausschreibung in Piemont umfasst ein Volumen von 11,5 Mio. Zug-km in drei Losen:
• Turin - Mailand
• Regionalstrecken in den Provinzen Vercelli, Novara, Biella und Verbania
• Turin - Asti - Alessandria und Strecken in den Provinzen Asti, Cuneo, Alessandria und Ligurien
Neben der SBB hat sich auch die Deutsche Bahn von der Ausschreibung zurückgezogen. Ein Vergabeverfahren zur Fahrzeugbestellung wurde am 08.04.10 eingestellt (2010/S 68-101511). Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen wollte sich die DB Regio AG nicht weiter an der Vergabe der Verkehrsleistung in der Region Piemont beteiligen (WKZ, Quelle Pressemeldung SBB, 20.05.10).

RechteckRaffaele Zurlo ersetzt Ezio Facchin im BBT-Vorstand
Am 03.05.10 wurde Raffaele Zurlo im Rahmen der Aufsichtsratssitzung in Innsbruck zum Vorstandsdirektor der Europäischen Brenner Basistunnel Gesellschaft ernannt. Er ersetzt somit Ezio Facchin und vertritt an seiner Stelle den italienischen Gesellschafter TFB Holding.
Die Geschicke der BBT SE werden in den kommenden 3 Jahren von Raffaele Zurlo und Konrad Bergmeister, dem Vorstandsdirektor für Österreich, gemeinsam geleitet.
Die Ernennung Zurlos zum Vorstandsdirektor wurde seitens des Aufsichtsrates in Innsbruck bestätigt.
Raffaele Zurlo konnte im Zuge seiner Tätigkeit bei Italferr (Gruppe Ferrovie dello Stato) eine langjährige internationale Erfahrung im Ausschreibungssektor sammeln. Seine ersten Bemühungen werden der Anbahnung der Phase 3 bzw. der Einleitung der Bauphase für die Hauptwerke gelten, sowie der Verlegung des Rechtssitzes nach Italien, welche gemäß Unternehmensatzung bei Beginn der Arbeiten zu Phase 3 erfolgen soll (Pressemeldung Brenner Basistunnel BBT SE, 05.05.10).

RechteckWeitere Fahrzeuge für FSE
Foto  PESA Bydgoszcz SA
PESA Bydgoszcz SA unterzeichnete einen weiteren Vertrag für die Lieferung von Diesel-Triebzügen vom Typ ATR 220 an Ferrovia del Sud-Est (FSE) in Italien. Insgesamt wurden 27 Fahrzeuge von FSE bestellt, was die Gesamtzahl der nach Italien gelieferten Fahrzeuge auf 41 erhöht (Pressemeldung PESA Bydgoszcz SA, 12.04.10).

RechteckDB Regio zieht sich aus der Ausschreibung Piemont zurück
Im November 2009 lancierte die Region Piemont eine europaweite Ausschreibung von Regional-verkehrsleistungen.
Die DB Regio AG schrieb dazu eine Ausschreibung über die Lieferung von 80 Schienenfahrzeugen für die Personenbeförderung mit Sitzplatzkapazitäten von 100 bis 650 Sitzen aus (2009/S 46-067313).
Dieses Vergabeverfahren zur Fahrzeugbestellung wurde am 08.04.10 eingestellt (2010/S 68-101511). Begründung: Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen konnte sich die DB Regio AG nicht weiter an der Vergabe der Verkehrsleistung in der Region Piemont beteiligen.
Die Ausschreibung in Piemont umfasst ein Volumen von 11,5 Mio. Zug-km in drei Losen:
• Turin - Mailand
• Regionalstrecken in den Provinzen Vercelli, Novara, Biella und Verbania
• Turin - Asti - Alessandria und weitere Strecken in den Provinzen Asti, Cuneo, Alessandria und Ligurien (Quelle: EU-Ausschreibung, 09.04.10).

RechteckDB Schenker erweitert Gateway-Kapazität in Mailand
Die Schenker Italiana S.p.A. hat ihre Kapazitäten im Großraum Mailand deutlich erweitert. Am 07.04.10 bezieht der Landverkehr ein neues Gateway in Peschiera Borromeo.
Das neue Hub wird die Servicequalität weiter steigern. Es befindet sich in derselben Straße gegenüber dem bisherigen Gebäude, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Luft- und Seefracht-Anlagen und der Unternehmenszentrale.
Die neue Landverkehrsdrehscheibe verfügt über 11.000 Quadratmeter Lagerfläche mit modernster Ausstattung und neuesten Sicherheitssystemen. Alle 53 Ladedocks sind mit hydraulischen Rampen ausgerüstet. Das Terminal bietet zudem rund 1.500 Quadratmeter Bürofläche. Das Gateway fertigt monatlich mehr als 22.000 Sendungen ab. Es betreibt sowohl tägliche als auch wöchentliche Verbindungen zu und von den wichtigen Wirtschaftszentren in Europa sowie tägliche Shuttle-Verkehre zu den italienischen Standorten.
"Jetzt bieten wir unseren Kunden in Peschiera ein richtiges DB Schenker-Viertel", betont Lorenzo Papa, CEO Schenker Italiana S.p.A. "Es erstreckt sich über eine Gesamtfläche von gut 73.000 Quadratmetern und umfasst drei Anlagen, die untereinander in Verbindung stehen. Sie ermöglichen jetzt die effizientere Abwicklung von Luft- und Seefrachtsendungen sowie der nahegelegenen Logistikanlage. Unsere Kunden profitieren dabei von noch höherer Leistungsfähigkeit und Prozessqualität."
Das neue Landverkehrsterminal ermöglicht zudem eine weitere Optimierung bei der Raumnutzung der Luft- und Seefracht-Hubs. Das Seefracht-Hub wird zusammen mit der Abteilung Global Projects in das bisherige Landverkehrsgebäude umziehen, das über 4.700 Quadratmeter Fläche und 48 Ladetore verfügt.
Das Luftfracht-Import-Gateway zieht in das bisherige Seefracht-Gebäude und nutzt die 3.500 Quadratmeter Lagerfläche und 28 Ladetore.
Die Unternehmenszentrale, das Luftfracht-Export-Gateway und die Messespedition bleiben in ihrem bisherigen Gebäude, können jedoch jetzt die 5.500 Quadratmeter Lagerfläche allein nutzen, die sie bislang mit dem Luftfrachtimport geteilt haben.
Seit der Gründung im Jahr 1963 hat sich die Schenker Italiana S.p.A. zu einem der wichtigsten Anbieter Italiens für globale integrierte Logistiklösungen entwickelt. Dasa Unternehmen bedient heute mit über 1.100 Mitarbeitern und einem Netz von 39 Niederlassungen und Büros die gesamte Fläche des Landes (Pressemeldung Deutsche Bahn, 08.04.10).

RechteckItalienischer Vorstandsdirektor verlässt die BBT
Foto Network Rail
Innocenzo Cipolletta (RFI) und Ezio Facchin (BBT). Foto BBT.
Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 26.03.10 hat Ezio Facchin, der vom italienischen Gesellschafter der BBT SE ernannte Vorstand, seinen Rücktritt angekündigt. Viele Thematiken wurden während der Sitzung behandelt, jedoch wird wohl keine den Eindruck hinterlassen, wie diese Ankündigung.
Ezio Facchin übernahm diese prestigevolle Position im Januar 2007 und war bis dahin als Verantwortlicher der Abteilung Investitionen Nord-West in Mailand tätig. Facchin folgte auf Gianluigi De Carlo, der die für die Projektphase I anstehenden Genehmigungen erwirkt und die Europäische Aktiengesellschaft mitgegründet hatte (vorher tätigte die Gesellschaft ihre Geschäfte unter Form einer EWIV).
Facchin kam mit klaren und konkreten Vorgaben zur BBT: Beginn der Vortriebsarbeiten für den Erkundungsstollen (unter seiner Leitung fand auch die Andrehfeier im Beisein des italienischen Staatspräsidenten Napolitano statt), die Erwirkung der CIPE-Genehmigung zur Genehmigung und Finanzierung des Projektes (am 05.02.2010 im Amtsblatt der Italienischen Republik veröffentlicht), welche auch die Phase III einläutet, was „grünes Licht“ für den Bau der Hauptwerke bedeutet.
Zusammen mit Konrad Bergmeister konnte Facchin, dank auch der wertvollen Unterstützung von Karel Van Miert, einen Finanzierungsbetrag der EU von rund 800 Millionen Euro sichern und weiters ein kompaktes Team von hochqualifizierten Mitarbeitern zusammenstellen.
Mit großer Genugtuung, aber auch etwas bewegt, hat Ezio Facchin nun angekündigt, dass seine Ziele erreicht seien und dass er somit das Amt niederlegen würde. Er erklärte sich sehr stolz, am Erfolg einiger Etappen der Brenner Basistunnel Gesellschaft mitgewirkt zu haben. Facchin verlässt das Unternehmen mit dem 30.04.2010, ein schicksalsträchtiges Datum in seinem Leben, wie es scheint: am 30. April feiert Facchin auch seinen Geburtstag, weiters wurde am 30.04.2004 der Staatsvertrag zwischen Italien und Österreich unterzeichnet.
Die Ankündigung seines Rücktrittes überrascht nur zum Teil: “Ziele und Termine waren vorgegeben”, erklärt Facchin. Über mögliche Nachfolger wird noch nicht gesprochen. „Zu gegebener Zeit wird der italienische Aktionär meinen Nachfolger bekannt geben. Ich habe meine Ziele erreicht und somit meinen Auftrag erfüllt. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich neuen Projekten, beruflichen wie privat zu widmen“, so Facchin (Pressemeldung Brenner Basistunnel BBT SE, 29.03.10).

RechteckZulassung Baureihe 1216/190
RFI erteilte der Baureihe 1216/190 von Linea/ÖBB Rail Cargo die Zulassung auf dem italienischen Netz. Zur Eröffnung beförderte 190.001 am 15.03.10 das Zugpaar 45207/45206 San Stino di Livenza - Tarvisio Boscoverde - Villach (Maurizio Tolini, www.tg-trains.com,17.03.10).

RechteckSBB bekundet Interesse an Ausschreibung von Regionalverkehren im Piemont
Die Region Piemont platzierte im November 2009 eine europaweite Ausschreibung Regionalverkehrs-leistungen. Nach ersten Vorgesprächen mit den zuständigen Behörden im Piemont hat sich der Personenverkehr SBB entschlossen, als ersten Schritt eine entsprechende Interessensbekundung bei der Region Piemont zu hinterlegen. Nach einer Prüfung der Ausschreibungsunterlagen wird die SBB entscheiden, ob sie ein definitives Angebot einreichen wird.
Am 11. November 2009 lancierte die Region Piemont eine europaweite Ausschreibung von Regional-verkehrsleistungen. Die Verantwortlichen der Region Piemont haben sich im Rahmen dieser Ausschreibung auch an den Personenverkehr der SBB gewandt. SBB Personenverkehr hat sich in Absprache mit der Konzernleitung und dem Verwaltungsrat entschieden, eine entsprechende Interessensbekundung bei den Behörden von Piemont zu hinterlegen. In einem zweiten Schritt wird die SBB die Ausschreibungsunterlagen prüfen und entscheiden, ob sie ein konkretes Angebot unterbreiten wird. Das Prüfen von Ausschreibungen im Rahmen der Grenzgürtelstrategie entspricht den strategischen Zielen des Bundes für die SBB (Pressemeldung SBB, 21.01.10).

RechteckZulassungsfahrten für NTV AGV
Foto Maurizio ToliniFoto Maurizio Tolini
Foto Maurizio ToliniFoto Maurizio Tolini
Der AGV-Prototyp 001 für das Eisenbahnunternehmen NTV (Nuovo Trasporto Viaggiatori) wurde am 7. Januar 2010 über Modena nach Firenze Osmannoro überführt, gezogen von der Lok E.436.351 der Fret SNCF. Fotos Maurizio Tolini.
Am 7. Januar erreichte der AGV-Prototyp Italien, um dort eine Reihe von Tests zu absolvieren, damit der Betreiber Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV) seine AGV-Flotte ab 2011 im italienischen Netz einsetzen kann.
Alstom wird ab 14. Januar die Geschwindigkeitsfahrten starten und außerdem Tests zur Validierung und Genehmigung der Signal- und Sicherheitsausrüstung im Hinblick auf die Zulassung der AGV-Zugserie für NTV durchführen.
Zwischen Januar und Juli 2010 wird der AGV mehr als 60.000 Kilometer im italienischen Bahnnetz zurücklegen. Der Prototyp wird zunächst auf der konventionellen Strecke Rom-Florenz verkehren, dann auf einem Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rom-Neapel und schließlich auf der “direttissima” zwischen Rom und Florenz. Bei den Beschleunigungstests wird eine Höchstgeschwindigkeit von 335 km/h erreicht.
Die neue Testreihe folgt den Tests, die in den letzten beiden Jahren im Bahnprüfzentrum in Velim (Tschechische Republik) und auf der osteuropäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke (Frankreich) durchgeführt wurden. Insgesamt wurde der Prototyp bereits neuneinhalb Monate betrieben und hat fast 55.000 Kilometer zuruckgelegt.
Die Prüfungsteams von Alstom, die sich aus jeweils etwa zehn Ingenieuren von verschiedenen Fertigungsstandorten von Alstom Transport zusammensetzen, werden zwischen Januar und Juli 2010 abwechselnd an Bord des Prototyps mitfahren. Die Messungen und Daten, die von den 200 im Zug montierten Sensoren erfasst werden, werden an Alstoms Konstruktionsabteilungen weitergeleitet. Der AGV soll Mitte 2011 für das italienische Bahnnetz zugelassen sein.
Parallel zu diesen Tests setzt Alstom die Fertigung der 25 vom Betreiber NTV bestellten Züge fort. Nach dem Beginn der Fertigung an Alstoms Standort La Rochelle (Frankreich) im Dezember 2008 startete die Fertigung am Standort Savigliano (Italien) im Juli 2009. Der erste Serienzug wird die Alstom-Werke im Herbst 2010 verlassen und wird dann – im Rahmen des Zulassungsverfahrens – auch eine Reihe von Tests im italienischen Bahnnetz absolvieren (Pressemeldung Alstom, Fotos(Maurizio Tolini, www.tg-trains.com, 15.01.10).

RechteckZulassungsfahrten für NTV AGV
Foto Maurizio ToliniFoto Maurizio Tolini
Foto Maurizio ToliniFoto Maurizio Tolini
Der AGV-Prototyp 001 für das Eisenbahnunternehmen NTV (Nuovo Trasporto Viaggiatori) wurde am 7. Januar 2010 über Modena nach Firenze Osmannoro überführt, gezogen von der Lok E.436.351 der Fret SNCF. Fotos Maurizio Tolini.
Am 7. Januar erreichte der AGV-Prototyp Italien, um dort eine Reihe von Tests zu absolvieren, damit der Betreiber Nuovo Trasporto Viaggiatori (NTV) seine AGV-Flotte ab 2011 im italienischen Netz einsetzen kann.
Alstom wird ab 14. Januar die Geschwindigkeitsfahrten starten und außerdem Tests zur Validierung und Genehmigung der Signal- und Sicherheitsausrüstung im Hinblick auf die Zulassung der AGV-Zugserie für NTV durchführen.
Zwischen Januar und Juli 2010 wird der AGV mehr als 60.000 Kilometer im italienischen Bahnnetz zurücklegen. Der Prototyp wird zunächst auf der konventionellen Strecke Rom-Florenz verkehren, dann auf einem Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Rom-Neapel und schließlich auf der “direttissima” zwischen Rom und Florenz. Bei den Beschleunigungstests wird eine Höchstgeschwindigkeit von 335 km/h erreicht.
Die neue Testreihe folgt den Tests, die in den letzten beiden Jahren im Bahnprüfzentrum in Velim (Tschechische Republik) und auf der osteuropäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke (Frankreich) durchgeführt wurden. Insgesamt wurde der Prototyp bereits neuneinhalb Monate betrieben und hat fast 55.000 Kilometer zuruckgelegt.
Die Prüfungsteams von Alstom, die sich aus jeweils etwa zehn Ingenieuren von verschiedenen Fertigungsstandorten von Alstom Transport zusammensetzen, werden zwischen Januar und Juli 2010 abwechselnd an Bord des Prototyps mitfahren. Die Messungen und Daten, die von den 200 im Zug montierten Sensoren erfasst werden, werden an Alstoms Konstruktionsabteilungen weitergeleitet. Der AGV soll Mitte 2011 für das italienische Bahnnetz zugelassen sein.
Parallel zu diesen Tests setzt Alstom die Fertigung der 25 vom Betreiber NTV bestellten Züge fort. Nach dem Beginn der Fertigung an Alstoms Standort La Rochelle (Frankreich) im Dezember 2008 startete die Fertigung am Standort Savigliano (Italien) im Juli 2009. Der erste Serienzug wird die Alstom-Werke im Herbst 2010 verlassen und wird dann – im Rahmen des Zulassungsverfahrens – auch eine Reihe von Tests im italienischen Bahnnetz absolvieren (Pressemeldung Alstom, Fotos(Maurizio Tolini, www.tg-trains.com, 15.01.10).

RechteckDB Schenker Rail erwirbt Mehrheit an italienischer NordCargo
DB Schenker Rail hat ihre Anteile an der italienischen Güterbahn NordCargo s.r.l. um weitere elf Prozent erhöht. Bereits im Januar 2009 erwarb die DB-Tochter 49 Prozent an NordCargo und hält nunmehr mit 60 Prozent der Anteile die Mehrheit an der Gesellschaft mit Sitz in Mailand.
Italien ist für DB Schenker Rail einer der wichtigsten Auslandsmärkte. Rund ein Viertel des internationalen Umsatzes wurden 2008 mit Verkehren von und nach Italien erwirtschaftet. Schon seit mehreren Jahren arbeitet DB Schenker Rail in Italien mit NordCargo erfolgreich zusammen.
NordCargo mit Sitz in Mailand ist Ende 2003 aus dem Mutterkonzern Ferrovie Nord Milano (FNM) herausgelöst worden. Rund 200 Mitarbeiter erwirtschafteten 2008 in internationalen und nationalen Verkehren einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro. Das Unternehmen verfügt über eine Zulassung für das italienische Netz, fährt jährlich 7.000 Züge, 1,4 Millionen Zugkilometer und ist verantwortlich für die Traktion in internationalen Verbindungen entlang der adriatischen und der tirrenischen Küsten zwischen Mailand und Neapel. NordCargo ist seit September 2001 auf dem Güterverkehrsmarkt präsent.
Das heutige Geschäft der DB Schenker Rail Italia mit Sitz in Alessandria wird in die NordCargo eingebracht, so dass die Aktivitäten beider Firmen unter dem Dach der NordCargo zusammengeführt werden. Durch die Integration der Aktivitäten von DB Schenker Rail Italia und NordCargo entsteht ein Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern. "Mit der Zusammenführung beider Firmen sind wir in der Lage, das Angebot in Italien und auf der Nord-Süd-Achse zu verbessern und somit die Basis für mehr Wachstum auf der Schiene im internationalen wie auch im italienischen Markt zu legen", so Dr. Alexander Hedderich, Vorsitzender von DB Schenker Rail.
Norberto Achille, Präsident von FNM, erklärt: "Wir haben uns erfolgreich der Herausforderung gestellt, uns 2001 als erste in den liberalisierten Güterverkehrsmarkt zu begeben. Heute sind wir im Verbund mit dem führenden europäischen Unternehmen im Schienengüterverkehr gestärkt in diesem Markt präsent und gemessen an Verkehr und Umsatz die zweitgrößte italienische Güterbahn."
Die heutige DB Schenker Rail Italia wurde 2004 durch DB Schenker Rail Deutschland erworben. Das Unternehmen ging aus der 2001 gegründeten "Strade Ferrate del Mediterraneo" (SFM) hervor. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete das Unternehmen, das vornehmlich im Nordwesten Italiens tätig ist, mit etwa 100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 17 Millionen Euro (Pressemeldung Deutsche Bahn, 14.01.10).

RechteckEröffnung der gesamten Hochgeschwindigkeitsachse von Turin bis nach Salerno
Ab dem 13. Dezember werden in Italien dank der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecken Bologna – Florenz, Novara –Mailand und des Abschnitts von Gricignano nach Neapel neue Hochgeschwindigkeits-verbindungen angeboten. Der gesamte Wirtschaftsraum von Turin bis nach Salerno, der mehr als 65% der Transportnachfrage des gesamten Landes ausmacht, wird jetzt besser erschlossen.
Die Eröffnung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken wird auch dem Regionalverkehr enorme Vorteile bringen: Da die Frecciarossa- und Frecciargento-Züge nicht mehr über die alten Strecken fahren müssen, werden auch die Regionalzüge auf den freiwerdenden Trassen immer regelmäßiger und pünktlicher verkehren können. Falls von den zuständigen Regionen diese Verbesserung angefragt und finanziert wird, kann das Angebot sogar noch verstärkt werden.
Der Frecciarossa hat nach nur einem Jahr Einsatz mehr als eine Million Passagiere im Monat befördert. Das Angebot der Verbindungen steigt nun um weitere 40 % an: Es werden täglich 72 Züge zwischen Mailand und Rom pendeln. Die Fahrtzeiten liegen so, dass sie zum einen taktmäßig verkehren und zum anderen ab dem frühen Morgen bis hin zum späten Abend zur Verfügung stehen. Zwischen Turin und Rom wird es täglich acht Fahrten geben, die in Mailand Porta Garibaldi, Bologna und Florenz Campo Marte Halt machen.
Der erst seit Anfang des Jahres eingesetzte Frecciargento hat bereits mehr als 5 Millionen Passagiere befördert. Dank der Ausstattung mit Neigetechnik kann er auch auf Altbaustrecken schneller fahren als normale Züge. So wird der Frecciargento Rom und Verona in nur 3 Stunden miteinander verbinden und dabei im Gegensatz zu früher eine gesamte Stunde einsparen. Auf der Strecke Rom - Venedig Mestre wurde eine Einsparung von 30 Minuten erzielt; die Fahrt dauert nur noch 3 Stunden und 20 Minuten. Desweiteren wurden auch die Verbindungen zwischen Rom und Bari erweitert (von täglich acht auf zehn Verbindungen) sowie täglich vier Verbindungen zwischen Rom und Kalabrien, die durch weitere zwei Verbindungen im Frühjahr erweitert werden.
Das Reiseerlebnis in den Hochgeschwindigkeitszügen wird sich auch weiterhin verbessern. An Bord werden bis 2010 die Reisenden auf einigen Strecken Internetzugang sowie eine vollständige Telefonabdeckung erhalten. Bis 2011 wird dieser Service auf die gesamte Strecke Turin – Salerno ausgeweitet werden (WKZ, Quelle Aviareps Tourism GmbH, 16.12.09).

RechteckARST-Strecke Bosa - Macomer
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Dieselloktreffen in Macomer - LDe 609 und 605 (beide Breda/TIBB 1959/60). Der Bahnhof von Bosa Ort ist immer noch mit einem Bahnhofvorstand besetzt und auch Fahrscheine können am geöffneten Schalter erworben werden - ein Zug ist hier schon lange keiner mehr abgefahren. ADe 09 im Bahnhof Bosa Marina. Spektakulär der Aufstieg vom Mittelmeer ins Innere Sardiniens  - hier mit Blick auf die Bucht von Bosa. ADe 09 - Bj. 1957 bei OMS/TIBB - vor einer Nurage - einem vorchristlichen Turmbau bei Sindia. Betriebsfähige Dampflokomotive 5 - gebaut von Breda 1914 - in Macomer. Fotos: Gunter Mackinger 21.10.2009.
Spektakulär ist der Aufstieg der ARST-Strecke von Bosa Marina an der Westküste Sardiniens nach Macomer - dem Betriebsmittelpunkt des "Mittelnetzes" der sardischen Schmalspurbahnen. Die 46 km lange Strecke überwindet 537 Höhenmeter und duchfährt ältestes Kulturland mir sehenswerten mittelalterlichen Kirchen und vorchristlichen Turmbauten.
Im Regelbetrieb wird die Strecke in den Monaten Juli und August befahren - es verkehrt jeweils ein Zugpaar an Freitagen und Sonntagen. Die Strecke von Bosa Marina nach Bosa Ort ist eingestellt, wie wohl der seinerzeitige Endbahnhof noch mit personal besetzt ist und dem Autobusbetrieb der ARST dient
(Gunter Mackinger, 30.11.09).

RechteckTramTrain Sassari
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Foto Gunter MackingerFoto Gunter Mackinger
Die zweitgrößte Stadt Sardiniens - Sassari - verfügt seit 27.10.2006 über eine Tram-Strecke, welche dabei ist, die Kernzelle eines TramTrain Systems auf schmaler Spur (950mm) zu bilden. Die eingleisige Stammstrecke vom Bahnhof durch die Innenstadt nach E. Garibaldi hat eine Länge von 2,45 km und wurde u.a. mit Mitteln der EU errichtet.
Am 10.09.2009 wurde die erste - in das Schmalspurnetzt der ARST  reichende - Verlängerung um 1,8 km nach S. Maria di Pisa eröffnet. ARST plant weitere Schmalspurstrecken im Nahbereich von Sassari auf TramTrain umzustellen - vorrangig die Strecke nach Sorso und Alghero. Vorarbeiten dazu sind allerorten zu beobachten.
Betrieben wird das System mit Ansaldo-Breda Triebwagen der Type Sirio
(Gunter Mackinger, 17.11.09).

RechteckStreckennetz auf Sardinien
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Foto Jürgen RecknagelFoto Jürgen Recknagel
Das Streckennetz auf Sardinien befindet sich in einem erfreulich guten Zustand. Neben den laufenden Unterhaltsarbeiten wurden an verschiedenen Abschnitten, sowohl des Normal- als auch des Schmalspurnetzes, in den letzten Jahrzenten kurvenreiche Abschnitte begradigt, teilweise auch ersetzt durch den Bau von längeren Tunneln und Brücken.
Bei den Arbeiten kommen häufig Bauzugloks deutschen Ursprungs zum Einsatz. So standen am Morgen des 27.10.09 im Bahnhof Monti, westlich von Olbia, von der römischen Baufirma SALCEF die Mak-Lok 6 (rot; 800168/1972, ex AKN V2.018), die gelbe RM 2052 T (IPE Nogarole Rocca) sowie die ehemalige 211 358 der DB (Esslingen 5294/1962) alias 461 AVG, z.T. noch mit alten Aufschriften (u.a. Bw Menzingen), welche gerade gewartet wurde (Jürgen Recknagel, 13.11.09).

RechteckStadler/AnsaldoBreda gewinnen Ausschreibung Veneto und Emilia Romagna
Foto StadlerFoto Stadler
Foto StadlerFoto Stadler
Die Bahnbetreiber der Regionen Veneto und Emilia Romagna, Sistemi Territoriali und Ferrovie Emilia Romagna, haben gemeinsam im Januar 2009 die Beschaffung von insgesamt 34 Zügen für den Regionalverkehr mit Optionen auf 22 weitere Fahrzeuge ausgeschrieben. Diese Ausschreibung wurde vom Konsortium Stadler und AnsaldoBreda gewonnen, welches 32 FLIRT (elektrisch, 3 kV) und 2 GTW (diesel-elektrisch) sowie 20 FLIRT (elektrisch, 3kV) und 2 GTW (diesel-elektrisch) für die Option angeboten haben.
Die an Sistemi Territoriali angebotene Flotte umfasst:
• vier 6-teilige FLIRT mit einer Passagierkapazität von je 750 Personen (Sitz- und Stehplätze)
• sechzehn 4-teilige FLIRT mit einer Passagierkapazität von je 450 Personen (Sitz- und Steh-plätze)
• zwei 4-teilige GTW mit einer Passagierkapazität von je 450 Personen (Sitz- und Stehplätze)
Die an Ferrovie Emilia Romagna angebotene Flotte besteht aus zwölf 5-teiligen FLIRT mit einer Passagierkapazität von je 550 Personen (Sitz- und Stehplätze).
Die Fahrzeuge verfügen über eine hochwertige Ausstattung und erfüllen die von den Behörden geforderten hohen Sicherheitsstandards. Der grosszügige Innenraum bietet genügend Platz für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und haben so einen geringen Energieverbrauch. Sie können in Mehrfachtraktion be-trieben werden, um die Transportkapazitäten während den Spitzenzeiten zu erhöhen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt beim FLIRT Vmax 160 km/h und beim GTW Vmax 140 km/h.
Darüber hinaus verfügen die angebotenen Fahrzeuge bereits über die Zulassung der italienischen Behörde ANSF (Agenzia Nazionale per la Sicurezza delle Ferrovie) und können auf dem gesamten italienischen RFI-Netz (Rete Ferroviaria Italiana) unbeschränkt fahren.
AnsaldoBreda und Stadler haben erstmals gemeinsam an einer Ausschreibung zur Beschaffung von Rollmaterial teilgenommen. Die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen basiert auf einem Zusammenarbeitsvertrag zur Herstellung der elektrischen FLIRT aus dem Hause Stadler. Beide Partner sind an der Herstellung der Fahrzeuge beteiligt. Dabei stellt jeder seine besonde-ren Kompetenzen und sein technologisches Know-how zur Verfügung. Beim konkreten Auftrag ist Stadler für die Fertigung der Triebköpfe, den Einbau der Traktionsausrüstung sowie des Füh-rerstands und für die Herstellung der Lauf- und Triebdrehgestelle verantwortlich. AnsaldoBreda übernimmt am Standort Pistoia die Fertigung der Zwischenwagen, deren Endmontage sowie die Zusammenstellung des Triebzuges und seine Inbetriebsetzung bis zur Auslieferung an den Kun-den.
Mit diesem ersten gemeinsamen Projekt wollen die beiden Unternehmen die Grundlage für eine strategische Kooperation schaffen, die in Zukunft auf weitere Projekte ausgeweitet werden soll. Dank diesem Zusammengehen ist es möglich, die produktiven Kräfte und das technologische Know-how der beiden erfahrenen Partner zu bündeln, mit dem Ziel gemeinsam interessante Pro-jekte abzuwickeln (Pressemeldung Stadler, 07.11.09).

RechteckZusätzliche E464-Lokomotiven zur Verstärkung der Regionalverkehrsflotte
Foto Bombardier
Die italienische Staatsbahn Trenitalia hat Bombardier Transportation einen neuen Auftrag für die Lieferung von 100 weiteren seiner Elektrolokomotiven des Typs E464 erteilt. Der Auftrag im Wert von ca. 258 Millionen Euro (383 Millionen US-Dollar) ist ein weiterer Erfolg für die Bombardier-Lokomotiven in Italien. Das Unternehmen hat bereits Aufträge für insgesamt 638 Loks vom Typ E464 erhalten, von denen 480 bereits erfolgreich im Einsatz sind. Der Vertrag beinhaltet auch eine Option über 50 weitere Lokomotiven. Die Auslieferung aus dem jüngsten Auftrag ist zwischen 2010 und 2012 vorgesehen.
Mit den zusätzlichen E464-Lokomotiven wird Trenitalia eine der größten aus nur einem Fahrzeugtyp bestehenden Flotten Europas betreiben. Trenitalia profitiert damit von deutlich geringeren Betriebs- und Wartungskosten.
„Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Lokomotiven die erste Anschaffung sind, die Trenitalia im Rahmen des kürzlich angekündigten 2-Milliarden-Euro-Investitionsplans zur Verstärkung seiner Regionalverkehrsflotte beschlossen hat. Wir danken Trenitalia für das anhaltende Vertrauen in die Produktionsstätten, die wir in Vado Ligure aufgebaut haben“, kommentiert Roberto Tazzioli, Chief Country Representative Italien von Bombardier Transportation. „Mit diesem Auftrag bauen wir die ohnehin schon starke Präsenz im Bereich der Fertigung von Bombardier in Italien weiter aus. Wir fühlen uns bestärkt darin, Trenitalia auch weiterhin High-Tech-Lösungen anzubieten, mit denen der italienische Regional- und Hochgeschwindigkeitsverkehr auf internationalem Spitzenniveau unterwegs ist“, fügt Tazzioli hinzu.
„Fast 4.000 Bombardier-Lokomotiven leisten in den Netzen, in denen sie unterwegs sind, erstklassige Dienste. Die E464-Lokomotiven sind in Italien so erfolgreich wie die BOMBARDIER TRAXX-Plattform in vielen anderen europäischen Ländern“, so Åke Wennberg, President, Locomotives & Equipment von Bombardier Transportation.
Während die Lokomotiven in Vado Ligure gefertigt werden, werden Wagenkästen und die BOMBARDIER MITRAC-Antriebstechnik von den Bombardier-Standorten Wroclaw in Polen und Trápaga in Spanien geliefert.
Die E464-Lokomotive mit einer maximalen Leistung von 3,5 MW und einer Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h zeichnet sich besonders durch hohe Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfreundlichkeit aus
(Pressemeldung Bombardier, 15.10.09).

RechteckAbkommen über Ausschreibung zum Betrieb der AFA unterzeichnet
Dominique Bussereau, französischer Staatssekretär für Verkehr und Altero Matteoli, italienischer Minister für Infrastruktur und Verkehr, unterzeichneten am Freitag, 9. Oktober, im Rahmen der Tagung des Rats der Verkehrsminister der Europäischen Union in Luxemburg eine Einigung über den zukünftigen Service einer Rollenden Landstraße zwischen Frankreich und Italien.
Mehr als 100 000 Lkw wurden seit 2003 über die im Versuchsstadium befindliche Rollende Landstraße "Autoroute ferroviaire alpine" (AFA) befördert, die von einem Joint Venture zwischen SNCF und Trenitalia mit vier Hin- und Rückfahrten täglich betrieben wird.
Beide Staaten haben ihre Bereitschaft zur öffentlichen Ausschreibung einer Konzession zur Erweiterung dieses Dienstes bekundet. Die internationalen Konsultationen werden in den nächsten Tagen eingeleitet, um die künftigen Betreiber nominieren zu können.
Ziel ist es, 100 000 Lkw pro Jahr über die künftige Rollende Landstraße zu befördern, um den Straßenverkehr durch die Alpentäler reduzieren zu können. Der Dienst sollt durch die Schaffung eines neuen Terminals in der Region Lyon erweitert werden.
Dieses Abkommen ist Teil der Gesamtstrategie der beiden Regierungen, innerhalb der nächsten fünfzehn Jahre den modalen Verkehr durch die Inbetriebnahme der neuen Bahnverbindung Lyon - Turin zu stärken (WKZ, Pressemeldung Ministère de l'Écologie, de l'Energie, du Développement durable et de la Mer, 12.10.09).

Rechteck170 Jahre Eisenbahn in Italien
Foto Gabriele SaviFoto Gabriele Savi
Foto Gabriele SaviFoto Gabriele Savi
Am Abend des 2 oktober 2009 feierte Ferrovie dello Stato das 170-jährige Eisenbahnjubiläum im Nationalen Eisenbahnmuseum Pietrarsa (Neapel) mit einer großen Abendgala. Exponate waren wahre Schmuckstucke der FS, wie der Elektroschnellzug ETR 250 "Arlecchino" und die FS 685.089 unter Dampf (Gabriele Savi, 05.10.09).

RechteckNeue S-Bahn Züge Mailand
Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen
Foto Sascha JansenFoto Sascha Jansen
Für die S-Bahn Mailand wurden in den letzten Jahren größere Stückzahlen des Typs ALe 711 vom Konsortium TSR beschafft. Hier eine Einheit in Milano Rogoredo am 15.09.09 (Sascha Jansen, 19.09.09).

RechteckFinanzierungsbeschluss in Italien zum Brenner-Basistunnel
In Italien hat heute der Interministerielle Ausschuss für Wirtschaftsplanung (CIPE) die UVP-Genehmigung und Finanzierungsentscheidung für den Brenner-Basistunnel getroffen. Damit sind nun auch von italienischer Seite alle technischen und finanziellen Voraussetzungen für den Baustart erfüllt. In Österreich wurde dies ja bereits sichergestellt. Das Startsignal für die Realisierung wird voraussichtlich im Herbst jeweils mit einem Regierungsbeschluss gemäß dem Staatsvertrag zwischen Österreich und Italien erfolgen. Danach wird von den Eigentümern der Errichtungsgesellschaft BBT SE der konkrete Projektauftrag zur Errichtung des Brenner-Basistunnels erteilt. Infrastrukturministerin Doris Bures betont dazu: "Der Weg für den Baustart ist frei. Der Brenner-Basistunnel ist ein Jahrhundert-Vorhaben in der österreichischen und europäischen Verkehrspolitik, für einen umweltfreundlichen und nachhaltigen Verkehr durch die Alpen."
Die zentralen Ziele dieses Großprojekts sind insbesondere die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene, die Entlastung der Bevölkerung und der Umwelt entlang der Transitstrecke und die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Und die Ministerin hebt überdies hervor, dass eine moderne Verkehrsinfrastruktur Arbeitsplätze schafft, sowohl durch die Investition in den Bau selbst als auch durch die Aufwertung des Wirtschaftsstandorts.
Mit Verwirklichung des mit insgesamt 62 km längsten Eisenbahntunnels der Welt wird die Fahrzeit von Innsbruck nach Bozen von derzeit 2 Stunden auf 50 Minuten reduziert. Der BBT ist das Herzstück des vorrangigen TEN-Vorhabens Nr. 1, das von Berlin über München, Innsbruck, Bozen, Verona und Mailand nach Neapel, Messina und Palermo führt und damit die wichtigen Wirtschaftszentren Nord- und Südeuropas verbindet.
Bures erinnert an die mittlerweile 29-jährige Geschichte dieses Projekts, das 1980 mit einer Machbarkeitsstudie seinen Ausgang nahm. Die Studie wurde 1989 abgeschlossen, 1994 erfolgte im Memorandum von Montreux der Beschluss über den schrittweisen Ausbau der Eisenbahnachse Brenner (höchste Priorität Unterinntalbahn) und gleichzeitig Aufnahme der Brennerachse als Projekt Nr. 1 in den Katalog der prioritären TEN-Vorhaben. 1999 erfolgte die Entscheidung Italiens und Österreichs, die Planungen zu beginnen. 2004 wurde der Staatsvertrag von Salzburg zwischen Italien und Österreich zur Realisierung des Brenner-Basistunnels unterzeichnet. 2007 wurde schließlich durch Koordinator van Miert die Brenner Korridor Plattform gegründet und das Memorandum von Wien unterzeichnet.
Am 18. Mai 2009 wurde schließlich die gemeinsame Erklärung von Rom unterzeichnet, in der die gerade für Österreich so wichtigen verkehrspolitischen Rahmenbedingungen festgelegt sind, darunter die Querfinanzierung in Österreich und Italien, die bedarfs- und zeitgerechte Errichtung der Zulaufstrecken, das länderübergreifende Umweltmonitoring und die Terminalstandorte entlang der gesamten TEN-Strecke für einen effizienten Güterverkehr auf der Bahn. "So stellen wir sicher, dass die Strecke auch genutzt wird und die geplante Entlastung für die Bevölkerung realisiert wird", erläutert Bures.
Für besonders wichtig erachtet Bures auch die Unterstützung der Europäischen Union. Bis 2013 trägt die EU 786 Mio. Euro zur Realisierung bei. Alle durch den BBT begünstigten Länder und Regionen (Österreich, Deutschland, Italien, Tirol, Bayern, Südtirol, Trento, Verona) setzen sich dafür ein, dass es auch nach 2013 die notwendigen Zuschüsse gibt. Die restlichen Kosten werden von Österreich und Italien zu je 50 Prozent getragen (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 01.08.09).

RechteckNeue ETR 610 im fahrplanmässigen Einsatz
Foto Reinhard ReissFoto Reinhard Reiss
Seit dem 20. Juli werden die Neigezüge ETR 610 (auch bekannt als CISLAPINO Due) im fahrplanmässigen Betrieb zwischen Genf und Mailand eingesetzt. CIS 35 verlässt Genf um 05:45 Uhr und erreicht Mailand um 09:35 Uhr. Die Rückfahrt als CIS 40 beginnt um 16:25 Uhr und endet um 20:18 Uhr in Genf. Alle anderen Relationen werden noch mit konventionellem Wagenmaterial und Lokwechsel in Domodossola gefahren.
Am 25.07. habe ich von Brig bis Lausanne den CIS 40 benutzt. Die Aufnahmen zeigen den Speisewagen mit Bar und 18 Sitzplätzen und die Garnitur 610 008 bei der pünktlichen Ankunft in Lausanne, links daneben 460 110 (Reinhard Reiss, www.reissweb.net, 27.07.09).

Rechteck19 GTW für Region Mailand
Foto StadlerFoto Stadler
Die Ferrovienord FNM hat bei Stadler Rail 19 Gelenktriebwagen GTW bestellt. Der Auftrag hat ein Volumen von knapp 90 Mio. EURO. Der Vertrag beinhaltet auch mehrere zusätzliche Optionen über weitere Fahrzeuge. Die Züge werden auf den Strecken Milano - Molteno - Lecco und Brescia - Iseo - Edolo zum Einsatz kommen. Die FNM ist damit bereits der achte Stadler-Kunde in Italien.
Die börsennotierte FNM betreibt im Grossraum Mailand die meisten S-Bahn-Linien vom Stadtzentrum Richtung Norden sowie weitere Bahn- und Buslinien. Insgesamt führt sie täglich 800 Züge und befördert pro Jahr 53 Mio. Reisende. Nach zwei hart umkämpften internationalen Wettbewerben hat FNM die beiden Aufträge für 19 dieselelektrische GTW an Stadler Rail erteilt. Diese umfassen 11 vierteilige GTW 4/12 für die Strecke Milano - Molteno - Lecco und 8 zweiteilige GTW 2/6 für die Strecke Brescia - Iseo - Edolo. Die Lieferung der Züge erfolgt ab Anfang 2011.
Für Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing and Sales der Stadler Rail AG, hat dieser Auftrag eine besondere Bedeutung: "Es freut mich sehr, dass unsere Fahrzeuge nun auch in der Wirtschaftsmetropole Mailand verkehren werden. Der GTW konnte damit bereits 489-mal in zehn verschiedenen Ländern verkauft werden und nähert sich nach dem FLIRT nun ebenfalls der 500er-Marke."
Die Fahrzeuge verfügen über eine hochwertige Ausstattung. Der grosszügige Innenraum bietet genügend Platz für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder. In den hellen Abteilen mit grossen Fenstern stehen pro Zug in den GTW 4/12 231 Sitzplätze und und in den GTW 2/6 113 Sitzplätze zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden in Aluminium-Leichtbauweise hergestellt und verfügen somit über ein geringes Gewicht. Dies ermöglicht eine schnelle Beschleunigung und führt zu tieferen Betriebskosten (Pressemeldung Stadler, 25.07.09).

RechteckRahmenvereinbarung mit den Universitäten zum Brennerbasistunnel
Der Brenner Basistunnel mit den südlichen und nördlichen Zulaufstrecken ist die verantwortbare Lösung für den Warentransport entlang des Brennerkorridors. Diese, mit 62,7 km weltweit längste unterirdische Eisenbahnverbindung verläuft von der Umfahrung bei Innsbruck bis nach Franzensfeste. Entlang des 2.200 km langen TEN-Korridors von Berlin nach Neapel sind die Strecken von Berlin nach Leipzig und von Nürnberg nach München, sowie zwischen Verona und Neapel bereits ausgebaut. Das Teilstück Bologna - Florenz geht Ende 2009 in Betrieb. Die Fertigstellung des Abschnittes durch das Nordtiroler Unterinntal erfolgt 2012. Der Brenner Basistunnel wird jetzt, da alle rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen in Österreich, und bald auch in Italien, für den Baubescheid vorliegen, gebaut.
Am Freitag, den 19. Juni unterzeichneten in Trient die Rektoren aller Universitäten entlang des Brennerkorridors und die Vorstände der Brenner Basistunnel Gesellschaft (BBT SE), Bergmeister und Facchin, eine Rahmenvereinbarung. Mittels dieser können Studenten/Innen wissenschaftliche Arbeiten, Diplom- und Doktoratsstudien zu Themen des Brenner Basistunnels über das nächste Jahrzehnt hinweg erstellen.
Weltweit einmalig werden hier bei diesem Infrastrukturprojekt bereits zu Baubeginn die Universitäten eingebunden. Es sind dies die
• Technische Universität München / Università tecnica di Monaco
• Universität für Bodenkultur Wien / Università di scienze tecniche-naturali di Vienna
• Medizinische Universität Innsbruck / Università di Medicina di Innsbruck
• Universität Innsbruck / Università di Innsbruck
• Freie Universität Bozen / Libera Università di Bolzano
• Universität Trient / Università degli studi di Trento
• Universität Verona / Università degli studi di Verona
Die BBT SE wird über eine digitale Plattform Themen bekannt geben. Diese können von den Wissenschaftlern der Universitäten bearbeitet werden. Auch innovative Arbeiten der Universitäten können der BBT SE in den verschiedenen Wissensdisziplinen, von den geistes- und sozialwissenschaftlichen, bis zu wirtschaftlichen, technischen und medizinischen Disziplinen angeboten werden.
So eröffnet sich mit diesem Jahrhundertprojekt eine neue Dimension der Zusammenarbeit und der Perspektive (Pressemeldung Galleria di Base del Brennero - Brenner Basistunnel BBT SE, 22.06.09).

RechteckAktionskomitee prüft Bahnverbindung Engadin - Vinschgau
Foto SNCF
Die Studie "INTERREG-III-A-Projekt" zeigt die Machbarkeit von fünf Varianten möglicher Bahnverbindungen aus dem Raum S-chanf - Zernez - Scuol in den Raum Mals auf. Die Bahnlinien verlaufen in den Varianten 1, 2, 3A und 3B grösstenteils im Tunnel, während in der Variante 4 auch grössere Streckenabschnitte ohne Tunnel auskommen.
In Scuol wurde am 26.05.09 das Internationale Aktionskomitee zu Ausarbeitung eines Projektes für die Bahnverbindung Engadin - Vinschgau gegründet.
Unter dem Präsidium von Grossrat Georg Fallet ist heute in Scuol das "Internationale Aktionskomitee Bahnverbindung Engadin - Vinschgau" gegründet worden. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Frau Rosalinde Gunsch Koch und die Herren Philipp Gunzinger, Dr. Josef Noggler, Dr. Jon Domenic Parolini und Dr. Richard Theiner. Das Aktionskomitee wirbt für eine breit gestreute Mitgliedschaft. Diese besteht aus Einzelmitgliedern, Unternehmungen, Organisationen aber auch aus Körperschaften des öffentlichen Rechts.
Das Aktionskomitee will die Ausarbeitung eines Bahnprojektes und die Realisierung der Bahnverbindung Engadin - Vinschgau fördern. Damit soll eine relativ kleine Lücke im Bahnnetz zwischen der Schweiz und Italien geschlossen werden.
Die Arbeit des Aktionskomitees stützt sich dabei auf die Studie "Interreg-III-A-Projekt". Diese wurde in den Jahren 2005 - 2006 erstellt. Sie zeigt die Machbarkeit von fünf Varianten möglicher Bahnverbindungen aus dem Raum S-chanf - Zernez - Scuol in den Raum Mals auf. Aus den möglichen Varianten muss nun das nach wirtschaftlichen, touristischen und geologisch-technischen Gesichtspunkten beste Projekt ausgewählt werden. Die Umweltverträglichkeit wird ein weiteres wichtiges Kriterium bei dieser Auswahl sein.
Das Aktionskomitee will seine Arbeit in enger Verbindung mit den beteiligten Bahnunternehmungen, den interessierten Organisationen und mit den zuständigen Behörden der Ostschweizer Kantone und Graubünden, der Provinzen Bozen/Südtirol, Trentino und Venetien sowie der Länder Schweiz und Italien vorantreiben. Mit einer guten Oeffentlichkeitsarbeit soll dabei laufend über den Stand der Arbeiten orientiert werden (Pressemeldung Internationales Aktionskomitee Bahnverbindung Engadin - Vinschgau, 28.05.09).

RechteckPESA liefert ATR 220 an FER
Foto PESA
Am 18.05.09 unterzeichneten Vertreter von PESA Bydgoszcz SA und der italienischen Regionalbahn Ferrovie Emilia Romagna (FER) in Bologna ein Abkommen zur Lieferung von acht dreiteiligen Dieseltriebwagen ATR 220.
Der erste Triebzug soll im Juni 2009 ausgeliefert werden, der letzte im November 2009. Dies ist der dritte Einsatz dieser Triebfahrzeuge in Italien (Pressemeldung PESA, 22.05.09).

RechteckAbsichtserklärung zur Realisierung des Brenner Basistunnels unterzeichnet
Foto Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
Hinten von links: Europäischer Koordinator Karel Van Miert, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (Deutschland), Infrastruktur- und Verkehrsminister Altero Matteoli (Italien), Bundesverkehrsministerin Doris Bures (Österreich), Vizepräsident der Europäischen Kommission (und Verkehrskommissar) Antonio Tajani.
Vorne von links: Präsident Lorenzo Dellai (Autonome Provinz Trient), Präsident Elio Mosele (Provinz Verona), Landeshauptmann Günther Platter (Land Tirol), Landeshauptmann Luis Durnwalder (Autonome Provinz Bozen-Südtirol), Staatssekretärin Katja Hessel (Freistaat Bayern), Vorstandsvorsitzender Michele Elia (Rete Ferroviaria Italiana), Vorstandsmitglied Georg-Michael Vavrovsky (ÖBB Infrastruktur Bau AG).
Foto Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Foto Österreichs Verkehrsministerin Doris Bures, ihre Amtskollegen aus Italien und Deutschland, Altero Matteoli und Wolfgang Tiefensee, sowie die Regierungschefs der Regionen Tirol, Südtirol, Trento, Verona und Bayern und die Vorstandsvorsitzenden der beteiligten Bahnen Österreichs, Italiens und Deutschlands haben heute, Montag, in Rom die gemeinsame Absichtserklärung zur Realisierung des Brenner Basistunnels (BBT) unterzeichnet. Verkehrskommissar der Europäischen Union (EU) Antonio Tajani und Koordinator der Transeuropäischen Netze (TEN) Karel van Miert haben für die EU-Kommission eine eigene Erklärung unterzeichnet, in der sie das Bekenntnis und die Unterstützung der EU zu diesem Großprojekt bekräftigen.
"Das ist ein großer Schritt zur Realisierung des europäischen Projekts Brenner Basistunnel. Es ist ein Ja zum umweltfreundlichen, nachhaltigen und verträglichen Güterverkehr durch die Alpen", betonte Österreichs Verkehrsministerin Doris Bures bei der feierlichen Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung. Sie unterstrich noch einmal die zentralen Ziele dieses Großprojekts, das sind insbesondere die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene, die Entlastung der Bevölkerung und der Umwelt entlang der Transitstrecke und die Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Mit Verwirklichung des mit insgesamt 62 Kilometer (km) längsten Eisenbahntunnels der Welt wird die Fahrzeit von Innsbruck nach Bozen von derzeit 2 Stunden auf 50 Minuten reduziert. Der BBT ist das Herzstück des vorrangigen TEN-Vorhabens Nummer 1, das von Berlin über München, Innsbruck, Bozen, Verona und Mailand nach Neapel, Messina und Palermo führt, damit die wichtigen Wirtschaftszentren Nord- und Südeuropas verbindet. Und die Ministerin hob überdies hervor, dass eine moderne Verkehrsinfrastruktur Arbeitsplätze schafft, einerseits durch die Investition in den Bau selbst, andererseits durch die Aufwertung des Wirtschaftsstandorts.
Bures ging auch auf die mittlerweile 29-jährige Geschichte dieses Projekts ein, das 1980 mit einer Machbarkeitsstudie seinen Ausgang nahm. Die Studie wurde 1989 abgeschlossen, 1994 erfolgte im Memorandum von Montreux der Beschluss über den schrittweisen Ausbau der Eisenbahnachse Brenner (höchste Priorität Unterinntalbahn) und gleichzeitig Aufnahme der Brennerachse als Projekt Nummer 1 in Katalog der prioritären TEN-Vorhaben. 1999 erfolgte die Entscheidung Italiens und Österreichs, die Planungen zu beginnen. 2004 wurde der Staatsvertrag von Salzburg zwischen Italien und Österreich zur Realisierung des Brenner Basistunnels unterzeichnet. 2007 wurde schließlich durch Koordinator van Miert die Brenner Korridor Plattform gegründet und das Memorandum von Wien unterzeichnet.
"Jetzt, mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung von Rom, sind wir so weit wie noch nie", sagte Bures. Denn damit werden die gerade für Österreich so wichtigen verkehrspolitischen Rahmenbedingungen festgelegt, die bis zur Fertigstellung umgesetzt sein müssen. "So stellen wir sicher, dass die Strecke auch genutzt wird und die geplante Entlastung für die Bevölkerung realisiert wird."
Die gemeinsame Absichtserklärung und der zugrundeliegende Brenner Aktionsplan enthalten das Bekenntnis aller beteiligten Staaten und Regionen sowie der Bahnen zum Brenner Basistunnel und dessen Finanzierung, weiters die Vereinbarung, die Querfinanzierung nicht nur in Österreich auf der gesamten Brennerstrecke, sondern auch in Italien einzuführen, Deutschland sagt zu, die Querfinanzierung auf deutscher Seite zu prüfen. Der zeit- und bedarfsgerechte Ausbau der Zulaufstrecken in Österreich, Deutschland und Italien wird sichergestellt, und die beteiligten Staaten bekennen sich zur Weiterentwicklung Wegekostenrichtlinie in Richtung verursachergerechte Kostenanlastung des Straßenverkehrs und Kostenwahrheit. Überdies wird ein Umweltmonitoring eingerichtet, das eine gemeinsame Erhebung und Evaluierung von Emissionsbelastungen und Gegenmaßnahmen vorsieht. Auch der Ausbau des kombinierten Verkehrs steht auf der Agenda, insbesondere geht es hier um die Ausweitung der Kapazitäten für den kombinierten Verkehr entlang des gesamten Korridors und den Ausbau der Terminalinfrastruktur.
Für besonders wichtig erachtet Bures auch die Unterstützung der Europäischen Union. "Bei einer Investition in dieser Größenordnung ist es notwendig, dass die Europäische Union auch in den folgenden Finanzperioden, also nach 2013, die nötigen finanziellen Mittel für den BBT im höchstmöglichen Ausmaß zur Verfügung stellt", so die Verkehrsministerin. Bis 2013 sind ja bereits 786 Millionen Euro vertraglich zugesichert. Aber auch bei Ziel, den Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, ist die Unterstützung der EU essentiell. Bures: "Mit der Unterstützungserklärung der EU wird klar, dass es sich wirklich um ein europäisches Projekt handelt und wir alle unseren Beitrag zur Realisierung leisten müssen."
Schließlich wies Bures darauf hin, dass Österreich seine Hausaufgaben gemacht hat. "Ich gehe davon aus, dass bis zum Sommer auf österreichischer Seite alle Voraussetzungen für die endgültige Realisierungsentscheidung erfüllt sein werden", so die Ministerin. So wurde der Kosten- und Realisierungsplan durch die BBT-SE auf den letzten Stand gebracht und die Baugenehmigung nach dem positiven Abschluss des Umweltverträglichkeits- (UVP) Verfahrens und der Verfahren in Bund und Land Tirol erteilt. Die Bauarbeiten für den Pilotstollen, die in der zweiten Maihälfte ausgeschrieben werden, können noch vor Jahresende begonnen werden. Und: Mit dem Beschluss des Bundesfinanzgesetzes noch vor dem Sommer ist die Finanzierung in Österreich gesichert.
Somit kann mit der Finanzierungsentscheidung im italienischen Parlament, die endgültige Realisierungsentscheidung, die gemäß Staatsvertrag mit Italien durch Beschlüsse der österreichischen Bundesregierung und der italienischen Regierung erfolgen muss, getroffen werden. 2010 kann dann der Bau des Hauptstollens beginnen, die Fertigstellung des BBT ist für das Jahr 2022 geplant.
Weitere Informationen:
Text der Absichtserklärung
Erklärung von Wolfgang Tiefensee zum Bau des Brennerbasistunnels
Erklärung von Bayerns Verkehrsstaatssekretärin Katja Hessel (Pressemeldung Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, 19.05.09).

RechteckDB V160 001 rollt wieder in Museumsanstrich
Foto Gabriele SaviFoto Gabriele Savi
Foto Gabriele SaviFoto Gabriele Savi
Der Lokstar V160 001 der FER (Ferrovie Emilia Romagna) wurde komplett überarbeitet und mit neuer original DB-Lackierung aus dem Jahr 1960) versehen. Dies geschah in Kooperation zwischen FER (Betriebsleiter) und den Eisenbahnfreunden SAFRE (Sodalizio Amici Ferrovie Reggio Emilia).
Die Lok wird zusammen mit ihrer Schwester 1900.007 (ex V160.006 DB) im Betrieb vor historischen Sonderzügen und vor Güterzügen eingesetzt. Sie ist mit den originalen DB-Keksen und der Beschriftung als V160 001 ausstattet und kann im Charterdienst angemietet werden (Gabriele Savi, 15.05.09).

RechteckGenova-Ventimiglia (Riviera)
Foto Matthias SchenkelFoto Matthias Schenkel
Die Riviera ertrinkt im MIV (Motorisierter Individualverkehr). Die Berge sind durchlöchert von Straßentunnels, die oft durch Brücken miteinander verbunden sind. An der Küste befindet sich eine meist eingleisige Eisenbahnstrecke (Fotos Bahnhof Alassio). Seit einiger Zeit wird an einer neuen Bahntrasse, ins Landesinnere zurückversetzt, gearbeitet.
Zwischen Imperia und Andora sind deutliche Fortschritte im Rohbau, lange Brücken und viele Tunnels, zu erkennen. Irgendwann fährt die Eisenbahn nicht mehr mitten durch die Badeorte. Die Gäste profitieren aber kaum, da der MIV Tag und Nacht in den Badeorten sehr hohe Frequenzen hat.
Es gilt zu befürchten, dass das Verkehrskonzept ähnlich wie in Monaco aussieht. Ein Tunnelbahnhof weit außerhalb und freie Fahrt für den MIV.
Die Konkurrenz mit anderen Strandregionen, könnte doch noch etwas bewirken. Um Opatija oder Nesebar muss der Gast die Küste nicht mit dem Verkehr teilen.
Weitere Informationen zur Bahn an der Riviera: http://www.trail.liguria.it/Interventi/Raddoppio_GE-XXmiglia/storia.html (Matthias Schenkel, www.donaulaender.at, 17.04.09).

RechteckPESA übergibt ATR220 an Ferrovienord Milano
Foto PESAFoto PESA
Am 9. April 2009 hat der polnische Hersteller PESA Bydgoszcz S.A. zwei dreiteilige Triebfahrzeuge vom Typ ATR 220 an den italienischen Nahverkehrsbetreiber Ferrovienord Milano (FNM) übergeben. Die Zeremonie fand am Sitz der Gesellschaft in der italienischen Stadt Brescia statt.
Unter den versammelten Gästen waren Vertreter der Region Lombardei, der Provinz Brescia und der General Manager von FNM. Während der Zeremonie wurde der Eröffnungszug nach Iseo auf die Fahrt geschickt.
Die Fahrzeuge werden auf der malerischen Strecke Brescia - Iseo - Edolo zum Einsatz kommen. Die Lombardei ist die zweite italienische Region, neben Apulien, in der die Fahrzeuge von PESA Bydgoszcz SA betrieben werden
(WKZ, Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A. Holding, 15.04.09).

RechteckPESA liefert Triebfahrzeuge für FNM
Foto PESA Bydgoszcz SA
Der italienische Bahnbetreiber Ferrovienord Milano (FNM S.p.A.) hat am 17. Februar 2009 mit dem Vorstand der PESA Bydgoszcz SA einen Vertrag über die Lieferung von zwei dreiteiligen Dieseltriebwagen der Reihe ATR 220 abgeschlossen.
Die bestellten Fahrzeuge werden auf der malerischen Linie Brescia - Iseo verkehren, wo auch der italienische Champagner Corta produziert wird. Die Fahrzeuge werden Mitte April dieses Jahres ausgeliefert. Es ist der zweite Auftrag für PESA auf dem italienischen Markt (Pressemeldung PESA Bydgoszcz SA, 20.02.09).

RechteckNeuer Winterfahrplan bringt weitere Schritte in Richtung „Südtirol-Takt“
Am 14. Dezember tritt auch heuer der Winterfahrplan für die Bahn in Kraft. Neuerungen im großen Stil gibt es laut Mobilitätslandesrat Thomas Widmann im Pustertal, wo am 14. Dezember erstmal die neuen Züge verkehren. "Eine neue Ära im Personennahverkehr beginnt damit", so Widmann. Auch auf allen anderen Bahnlinen, also auf der Brennerlinie, auf der Meraner und auf der Vinschger Bahnlinie gibt es Anpassungen.
Bei der Ausarbeitung der Winterfahrpläne wurden laut Widmann weitere Schritte in Richtung „Südtirol-Takt“ gesetzt. „Die zahlreichen Anregungen und Wünsche der verschiedenen Nutzergruppen wurden so weit wie möglich berücksichtigt“, unterstreicht der Landesrat. „Außerdem haben wir auf mehr Zuverlässigkeit bei den Fahrzeiten und optimierte Anschlussverbindungen geachtet“, betont der Landesrat. Weiters sei die Kapazität auf der Bahnlinie der Vinschgerbahn erhöht und ein neues Gesamtkonzept für das Pustertal erstellt, so Widmann.
Der Landesrat verweist aber auch darauf, dass die Erstellung der Fahrpläne ein sehr komplexes Unterfangen sei. Die Herausforderung dabei sei, ganz unterschiedliche und oft völlig konträre Wünsche auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und gleichzeitig die verschiedenen Zuständigkeiten, die technischen Vorgaben und die zur Verfügung stehenden Kapazitäten zu berücksichtigen, erklärt der Mobilitätslandesrat. In Sachen „Südtirol-Takt“ sei man auf einem guten Weg, meint Widmann. Der neue Winterfahrplan ist laut Widmann ein weiterer Schritt in diese Richtung. „Unser Ziel sind stabile, zuverlässige Fahrpläne, die ganzjährig aufrecht bleiben, sodass sich zumindest bei den lokalen Verbindungen die alljährlichen Abänderungen erübrigen“, sagt Landesrat Widmann.
Nach einigen kurzfristigen Änderungen, die aufgrund der Streichung einiger nationaler und internationaler Verbindungen und den damit verbundenen Anpassungen notwendig wurden, werden die neuen Bahnfahrpläne in diesen Tagen gedruckt. Sie werden im Laufe der nächsten Woche aufliegen und verteilt. Im Internet sind die Fahrpläne ab sofort unter www.sii.bz.it einsehbar.
• Im Pustertal wird ein Großteil der acht neuen landeseigenen Züge eingesetzt, mit denen die SAD ab 14. Dezember rund zwei Drittel aller Fahrten in der östlichen Landeshälfte übernimmt. Der Rest der Fahrten wird wie bisher mit den Trenitalia-Zügen abgewickelt. Neu eingeführt wird der Halbstundentakt Bruneck – Franzensfeste an Werktagen außer Samstag, der morgens zwischen 7.30 und 9 Uhr halbstündliche Ankunftszeiten in der Landeshauptstadt ermöglicht.
• Auf der Strecke Innichen – Franzensfeste gibt es tägliche Verbindungen im Stundentakt. Eingerichtet wird der Knoten in Bruneck zu jeder halben Stunde in beiden Richtungen und zur vollen Stunde Richtung Franzensfeste. Damit einher geht ein völlig neues Konzept im öffentlichen Nahverkehr, zumal auch zahlreiche Busverbindungen an den neuen Bahntakt angepasst werden. Details dazu werden noch bekannt gegeben. „Alle Änderungen wurden in enger Abstimmung mit den Gemeinden vor Ort getroffen, und vor allem haben wir großen Wert darauf gelegt, dass vor allem die für die Schüler wichtigen Fahrten unverändert bleiben“, betont Landesrat Thomas Widmann. Besser klappen dürfte jetzt auch das Umsteigen in Franzensfeste, zumal die wichtigsten Anbindungen nicht mehr wie bisher auf EC/IC/IR-Züge abgestimmt sind, sondern mit Regionalzügen gewährleistet werden, die weitaus zuverlässiger sind als die Fernverbindungen.
• Bahnlinie Bozen – Meran: Neu auf dieser Strecke ist, dass diesen Abschnitt jetzt stündlich die Regionalzüge vom Brenner bedienen, die nicht mehr Richtung Trient, sondern nach Meran weiterfahren. Die SAD-Züge Bozen-Meran werden großteils mit den neuen FLIRTs angeboten, dadurch werden Zuggarnituren der Vinschgerbahn frei. Diese können zur Erhöhung der Kapazität auf der Strecke Meran – Mals eingesetzt werden. Werktags von Montag bis Freitag und - neu - auch samstags gibt es einen Halbstundentakt auf der Linie. Um mehr Pünktlichkeit und verbesserte Anschlüsse zu garantieren, tauschen die SAD- und die Trenitalia-Züge die Fahrten, zumal die SAD-Züge grundsätzlich schneller wenden und beschleunigen können und die Trenitalia-Züge Richtung Brenner weiterfahren.
Bahnlinie Meran – Mals: Dadurch, dass zwischen Bozen und Meran die neuen FLIRTs fahren, werden Garnituren der Vinschgerbahn frei, die zur Erhöhung der Kapazität im Vinschgau eingesetzt werden. Somit können mehr Züge in Doppelkomposition fahren, womit das Problem der Überfüllung zumindest teilweise für wichtige Schüler- und Pendlerzüge gelöst werden kann. Zudem gibt es an Sonn- und Feiertagen etwa 30 Prozent mehr Fahrten auf dieser Linie. Auf diese Weise soll das lokale Netz im Bahnverkehr, insbesondere zwischen der westlichen und der östlichen Landeshälfte, vervollständigt werden.
Mit Ausnahme des Frühzuges mit Abfahrt in Mals um 5.47 Uhr entfallen mit dem neuen System die Direktverbindungen Mals – Bozen. Die Anschlüsse nach Bozen und nun auch die Direktverbindungen Richtung Eisacktal und Pustertal sind aber nach wie vor gut aufeinander abgestimmt. Aus Kapazitätsgründen muss der Nightliner-Dienst der Vinschgerbahn vorübergehend suspendiert werden.
Wipptal/Eisacktal: Mit dem neuen Winterfahrplan ab 14. Dezember 2008 wird das Bahnangebot im Wipptal deutlich optimiert. Zu den Stoßzeiten am Morgen und am Abend verfügen die Bahnfahrgäste damit über halbstündliche Verbindungen zwischen Sterzing und der Landeshauptstadt, über stündliche Direktverbindungen Richtung Meran und über beinahe eine stündliche Anbindungen Richtung Brenner/Innsbruck.
Neu dazu kommt eine morgendliche Zugverbindung mit Abfahrt in Sterzing um 7.26 Uhr, die mit Umsteigen in Franzensfeste die Ankunft um 8.32 Uhr in Bozen ermöglicht. Bisher war diese Verbindung bis Franzensfeste mit Hilfe eines Bus-Shuttledienstes aufrecht, welcher nun nicht mehr angeboten wird
Eine zusätzliche Abfahrt gibt es in Sterzing ab 14. Dezember auch um 8.23 Uhr mit Ankunft in Bozen um 9.25 Uhr. „Nach intensiven Verhandlungen mit RFI können jetzt Lücken geschlossen werden und wir haben unser Ziel nahezu erreicht, auch auf dieser Strecke zu Stoßzeiten einen Halbstundentakt einzuführen“, sagt Landesrat Widmann.
Halbstündliche Verbindungen zwischen Bozen und Sterzing gibt es durch die neuen Fahrpläne auch abends zwischen 17 und 20 Uhr. Neu dazu kommen die Abfahrten in Bozen um 18.32 Uhr als Direktverbindung, um 18.59 Uhr mit Umsteigemöglichkeit in Franzensfeste und die Abfahrt um 20 Uhr.
Die übrigen Zugverbindungen zwischen Sterzing und Bozen bleiben aufrecht.
Neue Perspektiven eröffnet der Winterfahrplan zudem für den grenzüberschreitenden Personennahverkehr. Mit 14. Dezember werden fast stündliche Verbindungen zwischen Bozen und Brenner (abwechselnd mittels umstiegsfreien EC und mittels Regionalzügen mit schlankem Umstieg am Brenner) möglich.
• Bozen / Unterland: Stabilere Fahrpläne, mehr Pünktlichkeit, optimierte Anschlussverbindungen und die Wiedereinführung der im Vorjahr gestrichenen Halte in Margreid und Salurn – mit einer geringfügigen Verschiebung der Abfahrtszeiten der lokalen Züge um wenige Minuten soll dieses Ziel erreicht werden. Auf der Bahnlinie Unterland- Bozen bleiben die Kursfahrten und die Ankunftszeiten in Bozen weitgehend dieselben. Leichte Verschiebungen gibt es lediglich bei den Abfahrtszeiten in den einzelnen Bahnhöfen. Neu dazu kommt eine frühmorgendliche schnelle Verbindung von Bozen (Abfahrt 6.30) nach Verona sowie von Trient nach Bozen (Ankunft 6.26 Uhr). Für die Regionalzüge zwischen Bozen und Verona bleiben die Kursfahrten ebenfalls unverändert, die Abfahrtszeiten werden um zwei Minuten vorverlegt. Um die vielfach geforderten Halte aller Züge in Margreid und Salurn wieder einzuführen, wurden die Abfahrtszeiten der betreffenden Züge in Bozen nach mehreren Aussprachen mit den Pendlervertretern aus dem Unterland um wenige Minuten vorverlegt und zwar auf 13.04 Uhr, 17.04 Uhr, 18.04 Uhr und 19.04 Uhr. „Auf der Bahnlinie ins Unterland haben wir für die wichtigsten Verbindungen den Halbstundentakt realisiert“, erklärt Landesrat Widmann, Aufrecht bleibt aus technischen Gründen die Wartungslücke am Vormittag, die laut RFI notwendig ist, um Arbeiten entlang der Linie durchzuführen (Pressemeldung Autonome Provinz Bozen - Südtirol, 10.12.08).

RechteckHochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mailand und Bologna geht in Betrieb
Grafik LOK Report
Neubaustrecke Milano - Bologna. Grafik: LOK Report Europa Reiseführer 2008/2009.
Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember wird in Italien die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mailand und Bologna in Betrieb genommen. In nur 65 Minuten legen dann modernste Hochgeschwindigkeitszüge die 187 Kilometer, die die Hauptstadt der Lombardei von der Hauptstadt der Emilia Romagna trennen, zurück.
6,9 Milliarden Euro sind in neue Trassen investiert worden, ein wichtiger Meilenstein für das gesamte Hochgeschwindigkeitssystem, das Italiens Metropolen in den kommenden Jahren miteinander verknüpfen soll.
Mit Inbetriebnahme der neuen Strecke verkürzt sich ab Dezember auch die Fahrtzeit nach Rom. In nur dreieinhalb Stunden ist die Ewige Stadt von Mailand aus erreichbar, und so ist davon auszugehen, dass der neue Hochgeschwindigkeitszug, der mit bis zu 300 Stundenkilometer unterwegs ist, in Zukunft eine attraktive Alternative zum Flugzeug darstellen wird (Horst Schinzel, HS-Kulturkorrespondenz, 09.12.08).

RechteckDB Schenker erwirbt 49 Prozent an NordCargo
Die DB Schenker Tochter Railion Italia S.r.I. hat am 17.09.08 den Zuschlag zum Erwerb von 49 Prozent an der NordCargo S.r.I. mit Sitz in Mailand erhalten. NordCargo ist 2003 aus dem Mutterkonzern Ferrovienord S.P.A. (FNM) ausgegliedert worden und betreibt grenzüberschreitende Schienengüterverkehre auf der Nord-Süd-Achse Deutschland–Schweiz–Italien sowie in Nordwestitalien. Die 182 Mitarbeiter erwirtschafteten 2007 einen Umsatz von rund 34 Millionen Euro. Die Verträge sollen in den nächsten Tagen unterschrieben werden und stehen noch unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Zustimmungen.
„Durch die Kooperation von Railion Italia und NordCargo werden wir unseren Kunden in Norditalien, aber auch auf der Nord-Süd-Achse verbesserte Angebote aus einer Hand machen können“, sagte Dr. Norbert Bensel, Vorstand des Ressorts Transport und Logistik in der DB Mobility Logistics AG und damit verantwortlich für DB Schenker. „Wir sehen viele Synergien zwischen beiden Gesellschaften und haben nun eine Größenordnung auf dem italienischen Markt erreicht, die uns in die Lage versetzen wird, den Schienengüterverkehr dort noch schneller zu entwickeln.“
Bereits 2004 hatte sich der DB-Konzern im Zuge des Aufbaus eines europäischen Netzwerkes zu 95 Prozent an der italienischen Strade Ferrate del Mediterraneo (SFM) beteiligt, die 2005 in Railion Italia S.r.I. umbenannt wurde (Pressemeldung Deutsche Bahn, 18.09.08).

RechteckPustertalbahn modernisiert - Neue Züge vorgestellt
Foto LPA/Pertl
Nach der erfolgreichen Wiederinbetriebnahme der Vinschgerbahn, wurde in Südtirol in diesem Sommer die Pustertalbahn modernisiert: ab Dezember 2008 sollen dann die neuen FLIRT-Züge in einer ebenfalls neuen Fahrplanstruktur verkehren, die bis Bruneck halbstündliche Verbindungen und einen Stundentakt mit Verdichtungen bis Innichen vorsieht.
In Franzensfeste besteht jeweils Anschluss von und nach Bozen. Entlang der Bahnlinie wurden die Stationen modernisiert, neue Kreuzungsbahnhöfe angelegt die auf den neuen Fahrplan ausgerichtet sind und zwei neue Haltestellen in Betrieb genommen.
Die modernen FLIRT-Züge werden für einen zeitgemässen Komfort mit ebenerdigem Einstieg sorgen. Die Busse werden jeweils Zubringeraufgaben aus den Seitentälern zur Bahn übernehmen; Bruneck entwickelt sich zum wichtigen Knotenpunkt der Region Pustertal und erhält ein neues intermodales "Mobilitätszentrum" am Zugbahnhof.
Mit dieser wichtigen Ausbaustufe verkehren ab Dezember 2008 nahezu alle Busse und Bahnen im "SüdtirolTakt" nach einem abgestimmten Fahrplanprinzip, dem Integralen Taktfahrplan (ITF), dessen Grundstruktur vom Büro IBV Hüsler AG aus Zürich ausgearbeitet wurde. In den nächsten Jahren wird dieses System schrittweise ausgebaut und optimiert. Dabei sind auch grenzüberschreitende Verbindungen mit den Mehrsystemzügen nach Innsbruck und Lienz vorgesehen (Stephan Besier, IBV Hüsler AG, Foto LPA/Pertl, 30.08.07).

RechteckE.483 von NordCargo im Planeinsatz
Foto Maurizio ToliniFoto Maurizio Tolini
Die neue Bombardier E.483 von NordCargo fährt seit 21.07.08 im regulären Betrieb die Züge 60305 Vercelli-Villa Opicina und 63560 Villa Opicina-Vercelli. Weiterhin werden zusammen mit der französischen BB 436000 Autozüge
für Renault nach Novo Mesto in Slowenien und den französischen Distributoren in St. Germain, Rognac und Mouans Sarto gefahren (Maurizio Tolini, www.tg-trains.com, 30.07.08).

RechteckFlirt-Treffen in Chiasso
Foto Georg TruebFoto Maurizio Tolini
Foto Maurizio ToliniFoto Andre niederberger
Der erste von Stadler gebaute Flirt ETR 155 001 für die STA (Strutture Trasporto Alto Adige Spa/Südtiroler Transportstrukturen) unternahm Ende Juli im italienischen Netz südlich von Chiasso Testfahrten unter 3000 V Gleichstrom, anschließend kehrte der Triebzug am 27.07.08 ins Herstellerwerk der Stadler Rail zurück.
Für den Verkehr auf den FS-Strecken Meran - Bozen - Pustertal (und später weiter nach Innsbruck/Lienz) erhält die STA vier vierteilige, zwei fünf- und zwei sechsteilige Flirt für 15000 V 16 2/3 Hz Wechselstrom und 3000 V Gleichstrom. Die Ablieferung ist ab September, der Einsatz ab Dezember 2008 vorgesehen. Probleme bereitet noch die doppelte Einfädelung von Nahverkehrszügen auf die Brennerlinie in Bozen-Süd und Franzenfeste, was den Start der stündlich durchgehenden Züge verzögern könnte.
Zu einem "Sit-In" lud die Firma Stadler im italienischen Bolzano zusammen mit weiteren FLIRT-Triebwagen wie dem TILO ETR 150 und dem ETR 340 von Sistemi Territoriali" (ST) (Georg Trüb, Maurizio Tolini, www.tg-trains.com, André Niederberger, SB, 29.07.08).

RechteckPESA-Dieseltriebwagen ATR 220 für FSE
Foto PESA BydgoszczFoto PESA Bydgoszcz
Am 15. Juli 2008 wurde der dreiteilige Triebwagen DMU ATR 220 in Bari im Südosten von Italien vorgestellt. Damit begann die Lieferung von 23 Fahrzeugen dieses Typs zur FSE (Ferrovie del Sud Est). Die Eröffnungsfahrt führte von Bari nach Noicattaro.
Unter den Gästen waren unter anderem der Verkehrsbeauftragte der Region Apulien, Mario Loizzo, FSE-Vorstand Luigi Fiorillo und der Bürgermeister der Stadt Noicattaro, Giovanni Dipierro. Das erste Fahrzeug wird auf der Linie von Bari nach Taranto eingesetzt, alle weiteren Fahrzeuge in der Region Apulien. Die Auslieferung der Fahrzeuge wird bis zum Juli 2009 erfolgen.
Die Fahrzeuge erreichen eine Geschwindigkeit von 120 km/h. Sie können bis zu 300 Passagiere befördern, vorhanden sind 151 Sitzplätze. Durch den Einsatz modernster Technologie bieten sie einen hohen Fahrkomfort. Sie sind auf die Bedürfnisse behinderter Menschen in Rollstühlen durch eine Zustiegsrampe für Rollstühle, zwei spezielle Sitze und eine geräumige Toilette abgestimmt. Der geräumige Innenraum ist vollklimatisiert (Pressemeldung PESA Bydgoszcz S.A. Holding, 22.07.08).

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