Kroatien
/ Hrvatska
Zugunglück
mit hohem Sachschaden in Rijeka
 
Am frühen Morgen des 21.11.2009, Samstag, ereignete sich ein schweres
Unglück eines Güterzuges im Bahnhof Susak-Pecine. In dieser
schon auf Rijekaer Stadtgebiet liegenden Station, auf dem Gefälleabschnitt
aus dem Karst hinunter nach Rijeka, zweigt die Güterstrecke durch
den Kreiskehrtunnel zum Container- und Hafenbahnhof Rijeka-Brajdica ab.
Dorthin unterwegs war der Güterzug 60782 aus Zagreb, bestehend aus
16 vierachsigen Containertragwagen, die meisten davon mit beladenen Containern
ausgelastet. Zuglokomotive war die 1061 104 des Gleichstromnetzes.
Im Gleis 1 (Hausgleis des Bahnhofs) kam es um 3.05 Uhr zu einer Entgleisung
eines Teils des Zuges, infolge derer sich mehrere Wagen querstellten,
umgerissen wurden, und deren Container von den Wagen gerissen und zerstört
wurden. Ergebnis ist ein großer "Haufen" aus zehn Wagen,
in dem Rahmen, Radsätze und wie Papierschachteln zerknickte Container
ineinander verkeilt sind.
Der Oberbau zum Teil aller drei Gleise wurde in diesem Teilstück
schwer beschädigt, mehrere (neue) Quertragwerke der in Umstellung
auf Wechselstrombetrieb befindlichen Fahrleitung wurden umgerissen und
total demoliert.
Zugleich kam es zu einer Zugtrennung zwischen dem zweiten und dritten
Wagen, infolge derer die Lokomotive und zwei Wagen weiter fuhren. Diese
beiden Wagen waren zum Teil ebenfalls entgleist, worauf schwere Schäden
am Oberbau, zum Teil herausgerissene Schienen, deuten. Am talwärtigen
Bahnhofskopf, wo sich die Bahnhofsgleise in die Strecke zum (Haupt)Bahnhof
Rijeka und nach Brajdica verzweigen, wurden Lokomotive und beide Wagen
auf das nach rechts abzweigende, in starker Steigung liegende Not- bzw.
Bremsgleis geleitet, auf dessen Schwellen und Schotterbett sie erst am
Ende zum Stehen kamen. Leicht verletzt wurde nach Angaben der HZ ein Eisenbahner.
Die Strecke Skrljevo - Rijeka ist im Bahnhof Susak-Pecine total blockiert,
die Verbindung Zagreb - Rijeka damit unterbrochen. Jeglicher Reiseverkehr
wird zwischen Skrljevo und Rijeka im SEV abgewickelt; für den Güterverkehr
bleibt nur der Umweg über die Slowenischen Eisenbahnen via Sapjane
- Ljubljana - Dobova. Mittlerweile laufen die Aufräumarbeiten, unbeschädigte
Container wurden per Lkw in den Hafen verbracht; Waggongs werden eingegleist
bzw. Waggonteile verladen und mit dem Hilfszug nach Skrljevo gebracht,
aus der Gegenrichtung hat die Wiederherstellung der Fahrleitung begonnen.
Die Kroatischen Eisenbahnen gehen davon aus, bei gegenwärtigem tempo
der Arbeiten ab Dienstag die Strecke wenigstens mit einem Bahnhofsgleis
wieder durchgehend befahren zu können.
Zur Unglücksursache ist noch nichts bekannt. Immerhin war noch soviel
Zeit, den nach Brajdica eingestellten Fahrweg zurückzunehmen und
die Ausfahr-Kreuzungsweiche auf das Bremsgleis zu stellen. Ob dies geschah,
als die Fahrdienstleiterin die Entgleisung im Bahnhof erkannte, oder ob
der Lokführer bereits bei der Anfahrt Probleme bemerkte und Notsignale/-ruf
abgab, ist uns derzeit nicht bekannt. Zugelassen bei abzweigender Einfahrt
(wie in diesem Fall) sind in Susak 35 km/h (Joachim
Piephans, Fotos Perica Vidakovic, 23.11.09).
Wehe,
wenn er hier den Bügel hebt
... dann funkt's im Maschinenraum. Denn die Gleichstromlok 1061 007 geht
hier fremd, wartet unter der Wechselstromfahrleitung im Zagreber Rangierbahnhof
auf eine Lok, die sie in den Westbahnhof schleppt, von wo sie in einem
Güterzug des Nachts wieder ihr angestammtes Revier westlich Moravice
erreicht - erst dort darf dann der Bügel wieder am Draht anschlagen.
Nur einen Tag dauerte ihr Ausflug in die Hauptstadt, sie war zu Gast auf
der Unterflurdrehbank, um sich ihre Radreifen neu profilieren zu lassen.
Kurz vor der Überstellung griff der sie begleitende Lokomotivführer,
Freund Peky aus Rijeka, zum Fotoapparat und machte ein Dienstbild neben
der1141 013.
Wie oft man solche Begegnungen an diesem Ort noch beobachten kann, nachdem
die Umstellungsarbeiten im Gleichtromnetz auf 50 Hz auf vollen Touren
laufen? "Das ist eine gute Frage", stand in begleitender mail
zum Bild. Es bleibt also spannend, wieviele Monate den Sechsachsern noch
bleiben - und ob 007 nochmal zur Pediküre in den Ranzirni kolodvor
kommt ... (Joachim Piephans,
Foto Perica Vidakovic, 06.11.09).
Stichstrecke
Perkovic - Sibenik
 
 
Die 22 km Stichbahn vom an der Hauptstrecke gelegenen Perkovic ins 45000
Einwohner große Sibenik ist bis auf ein Zugpaar fest in der Hand der ex-schwedischen
Triebwagen 7122 aus Knin. Ein Zugpaar 5831/5828 wird mit der Reihe 2062
als Wagenzug gefahren. Damit wird die zweite Lok für das eine Güterzugpaar
mit Tdgs-Wagen herangeführt, das Sibenik Gbf gegen 10.30 Uhr Richtung
Knin verlässt und gegen 14 Uhr wieder zurückkehrt. Auf der Bergstrecke
bis Perkovic können die 2062 ihren GM-Sound entwickeln (Martin
Wehmeyer, 08.09.09).
Schweres
Unglück eines Neigetechnik-ICN
Das Bild zeigt den
verunglückten 7123 009/010 am 30. Juni letzten Jahres, ebenso als ICN
521 unterwegs, wenige Metervor der Stelle, an der er jetzt aus den Schienen
sprang, der Fotograf steht in etwa dort, wo der Zug zum Stehen kam. Foto
Ronald Kappel.
Wie bereits berichtet, ist am 24.07.09 um 12.08 Uhr der ICN 521 Zagreb
- Split, gebildet aus dem Neigetechnik-Doppeltriebwagen 7123 009/010,
zwischen Labin Dalmatinski und Kastel Stari, ca. 20 Kilometer vor Split,
schwer verunglückt. Der Zug sprang auf der kurvenreichen Rampenstrecke
im Karst, diese abwärtsfahrend, mit allen Achsen aus den Schienen
und kam erst etliche Meter neben dem Gleis, kurz vor der Hangkante in
eine Schlucht, zum Stillstand. Durch die Kräfteeinwirkung wurden
sechs Personen getötet; 55 Reisende mussten in Krankenhäuser
eingeliefert werden, davon 13 mit schweren Verletzungen. Der Zug war nahezu
voll besetzt.
Seit dem Unglück ist der Streckenabschnitt Labin Dalmatinski - Kastel
Stari komplett gesperrt, die Eisenbahnverbindung zwischen den beiden größten
Städten Kroatiens unterbrochen. Im Bereich Split läuft lediglich
der Vorortverkehr nach Kastel Stari (mit Dieseltriebwagen 7122 027), die
drei ICN-Paare Zagreb - Split verkehren bis auf weiteres nicht. Die drei
Nachtzüge von/nach Zagreb, Prag und Budapest enden bzw. beginnen
in Perkovic, wo auf SEV umgestiegen werden muß. Der Güterverkehr
und damit die Hafenabfuhr ruht vollständig.
Der Unfallhergang ließ sich bis jetzt folgendermaßen rekonstruieren:
der Gegenzug des später verunfallten ICN 521, der nach Zagreb fahrende
ICN 1522, traf pünktlich in Perkovic ein und wartete dort auf Kreuzung
mit dem leicht verspäteten 521. Währenddessen machte sich, nachdem
der 1522 den Block in Labin Damatinski freigemacht hatte, ein Gleiskraftwagen
in Kastel Stari auf den Wag nach Labin Dalmatinski, alsomdem 1522 hinterher
und dem 521 entgegen. Mittels der auf ihm angebrachten Ausrüstung
wurde der 11 km lange Abschnitt, in starker Steígung der Karstrampe
liegend, mit einem chemischen Mittel besprüht - Informationen zufolge
ein Brandschutzmittel, um eine Selbstentzündung der teergetränkten
Holzschwellen in der großen Sommerhitze zu vermeiden. Andere Quellen
sprechen dagegen von einem Herbizid zur Vegetationskontrolle. Kurz nach
Ankunft des Arbeitszuges in Labin Dalmatinski fuhr ICN 521 in Gegenrichtung
(talwärts) durch. Im weiteren Verlauf betrug die zulässige Geschwindigkeit
85 km/h nach Buchfahrplan. Es gelang dem Lokomotivführer jedoch nicht,
diese Geschwindigkeit auf der abschüssigen Strecke zu halten, die
Bremsen griffen nicht, der Zug "ging durch". In einem Felseinschnitt
sprangen die Drehgestelle des 7123 nacheinander aus den Schienen, der
Zug schrammte an der Felswand entlang und wurde dabei erheblich eiungedrückt.
Am Ende des Einschnitts zwang die Fliehkraft die beiden Wagen aus dem
Gleis, das dabei erheblich beschädigt wurde. Auf einer Böschung
kurz vor einer Schlucht, über den die Strecke mittels eines Steindamms
führt, kamen sie zum Stehen.
Den Beteiligten und Rettern war zu diesem Zeitpunkt nicht klar, daß
das wenige Minuten vor Durchfahrt des Zuges versprühte Mittel - aufgrund
einer falschen Zusammensetzung, so wird vermutet - die Schienenköpfe
millimeterdick bedeckt hatte und wie Schmierseife wirkte. In Unkenntnis
dessen wurde der in Labin Dalmatinski "ohnehin" stehende Gleiskraftwagen
in den Unfallabschnitt geschickt, um Verletzte aus dem unwegsamen Gelände
bergauf bis zu einem Bahnübergang zu bringen. Auch dieses Fahrzeug
mitsamt seiner Spritze ging nun durch, raste auf die Unglückstelle
zu, sprang an derselben Stelle wie der 7123 bzw. aufgrund des zerstörten
Gleises aus den Schienen, touchierte den Unglückszug und blieb, mit
allen vier Rädern im Schotter, etwa 150 Meter weiter stehen, mitten
auf dem steil abfallenden Steindamm.
Nach einer Woche ist endlich zunächst der Gleiskraftwagen geborgen
worden. Der Streckenabschnitt wird seit Tagen gründlich von dem verseifenden
Mittel gereinigt - eine Simulation am 25.07. in Split hatte Ursache und
Wirkung einwandfrei erwiesen: das versprühte Mittel hatte die Haftreibung
und damit die Bremsbarkeit erheblich herabgesetzt. Mehrere Mitarbeiter
der Kroatischen Eisenbahnen wurden in Haft genommen, die Staatsanwaltschaft
ermittelt. Personelle Konsequenzen gab es an der Spitze von HZ Infrastruktura,
des Netzbetreibers: der gesamte Vorstand trat zurück, ein neuer Vorsitzender
ist bereits berufen und im Amt. Die Freigabe der Strecke nach Split und
die Wiederaufnahme des durchgehenden Verkehrs ist nach letzten Verlautbarungen
frühestens für Montag, 3 August, geplant; bis dahin sollte der
verunglückte Neigezug geborgen worden sein.
Dies ist schon der zweite schwere Unfall mit der Reihe 7123. Am 24.11.2006
kollidierte 7123 003/004, ebenfalls als ICN 521 nach Split unterwegs,
in der Nähe des Bahnhofs Kosovo im selben Abschnitt Knin - Split
auf einem Bahnübergang mit einem Lkw; dabei wurde der Lokführer
getötet.
Berichte mit Fotos und Videos finden sich auf den Seiten der kroatischen
Zeitungen (z. B. Vercernji
list, Slobodna
Dalmacija, Novi
list), eine Diskussionskette im kroatischen Eisenbahnforum ist unter
zeljeznice.net
zu erreichen.
Die Reihe 7123 umfaßt acht Doppeltriebwagen, welche vom Hersteller
Bombardier direkt aus der Lieferung der Reihe 612 an die DB abgezweigt
wurden. In den letzten Wochen waren sechs "Nagibni vlakovi"
in Betrieb; die Einheit 003/004 ist bis heute nicht aufgearbeitet worden,
ein anderer befindet sich in längerdauernder Ausbesserung. Gefahren
werden seit dem Unglück lediglich IC 500/501 Zagreb - Rijeka (wegen
Bauarbeiten derzeit tageweise nur bis Moravice) und IC 550/551 Zagreb
- Osijek (Joachim Piephans,
01.08.09).
Zugausfall
zur Wirtschaftskrise
Zugkreuzung in Daruvar an der KBS 41. Foto Ante
Klecina.
Angesichts der wirtschaftlichen Krise hat die Leitung von H Putnicki Prijevoz
(Personenverkehr) am 18. Juni bekanntgegeben, dass während der kroatischen
Sommerferien insgesamt 23 Personenzüge an den Wochenenden oder sogar
komplett entfallen. Die Maßnahme trat bereits am vorigen Samstag
in Kraft und dauert bis einschließlich 30. August. Schwerpunktmäßig
sind Dieseltriebwagenläufe betroffen, besonders hart die Istrianerbahn
Buzet - Pula (KBS 90).
Hier die "Giftliste" im Einzelnen:
• KBS 30: Pu 6127 / 6128 (Osijek - Erdut - Osijek) Ausfall komplett
vom 20.06. bis 30.08.2009; Pu 6803 / 6804 (Koprivnica - Klostar - Koprivnica)
Ausfall an Sonn- und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009
• KBS 32: Pu 6052 / 6503 (Osijek - Bizovac - Belice - Osijek) Ausfall
komplett vom 20.06. bis 30.08.2009
• KBS 40: Pu 2171 / 2170 (Zagreb GK - Novoselec - Zagreb GK) Ausfall
an Sonn- und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009; Pu 6451 / 6450
(Strizivojna-Vrpolje - Slavonski Brod - Strizivojna-Vrpolje) Ausfall an
Sonn- und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009
• KBS 41: Pu 2412 / 2413 (Banova Jaruga - Virovitica - Banova Jaruga)
Ausfall an Sonn- und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009
• KBS 70a: Pu 5504 / 5505 (Split - Unesic - Split) Ausfall an Samstagen,
Sonn- und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009
• KBS 74: Pu 5908 / 5909 (Ploce - Metkovic - Ploce) Ausfall an Sonn-
und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009
• KBS 80: Pu 4802 / 4803 (Rijeka - Sapjane - Rijeka) Ausfall komplett
vom 20.06. bis 30.08.2009
• KBS 90: Pu 4706 / 4713 (Pula - Buzet - Lupoglav) Ausfall an Sonn-
und Feiertagen zwischen 20.06. und 30.08.2009; Pu 4702 / 4716 / 4709 (Pula
- Buzet - Pula) Ausfall komplett vom 20.06. bis 30.08.2009 (Joachim
Piephans, Foto Ante Klecina, 24.06.09).
Brückenhavarie
in Zagreb
 
 
Güterzug vor dem Schlimmsten bewahrt! Am späten Abend des 30. März bemerkte
der Lokführer eines vom Zagreber Rangierbahnhof über die östliche Güterumgehungsbahn
Richtung Dugo Selo fahrenden Güterzuges, dass die Fahrbahn der Brücke
über die Save bei Zitnjak abgesackt war. Er brachte reaktionsschnell den
aus 26 Wagen bestehenden Zug (darunter zwei mit Gas beladene Kesselwagen)
noch auf der 450 Meter langen Brücke zum Stehen.
Hilfsmannschaften der HZ konnten rasch alarmiert werden, sodass es gelang,
den Zug zu teilen und die beiden Hälften Stück für Stück von der havarierten
Brücke abzuziehen. Um 1.15 Uhr am frühen Morgen des 31. März waren Lokomotive
und alle Wagen geborgen.
Im ersten Morgenlicht war dann das ganze Ausmaß des Schadens sichtbar:
einer der beiden Strompfeiler der zweigleisigen Blechträgerbrücke hatte
im Untergrund nachgegeben und sich in den Fluß geneigt; durch diese Schräglage
war der Brückenüberbau durchgesackt. Zur Zeit führt die Save, von der
Wassermenge her der bedeutendste Nebenfluß der Donau, in Oberkrain nahe
der italienisch-slowenischen Grenze entspringend und nach 945 Kilometern
bei Belgrad mündend, leichtes Hochwasser bei relativ hoher Strömungsgeschwindigkeit.
Erbaut wurde die Savebrücke bei Zitnjak im Zuge der Errichtung des Zagreber
Rangierbahnhofs samt Zulaufstrecken im Jahre 1968; sie liegt im Verlauf
der Strecke (Sisak -) Velika Gorica - Abzweigungen zur Ostseite des Rangierbahnhofs
- Zitnjak - Resnik - Sesvete (Dugo Selo - Ungarn/Serbien). Die andere,
bekanntere Eisenbahnbrücke über die Save im Bereich der kroatischen Hauptstadt
ist die sogenannte "Grüne Brücke" mit ihrem markanten Bogen
über dem mächtigen Blechträger, sie trägt die beiden Strecken vom Zagreber
Haupt- und Westbahnhof nach Karlovac - Rijeka/Split sowie nach Sisak/Bosnien.
Zwischen den Schienensträngen der beiden Brückenzüge befindet sich südlich
der Save der Rangierbahnhof mit seinen Gleisverbindungen.
Seit der Inbetriebnahme von "RK" (Ranzirni kolodvor) umfahren
auch durch die Hauptstadt durchlaufende Transitgüterzüge den belasteten
Hauptbahnhof über die beiden Brücken und die Streckengleise des Rangierbahnhofs.
Dies wird nun auf unbestimme Zeit nicht möglich sein, ebensowenig die
ostwärtige Ausfahrt von Zügen aus dem Rangierbahnhof Richtung Slawonien,
Ungarn, Serbien / Bulgarien / Griechenland. Der größte Teil des die kroatische
Metropole berührenden Güterverkehrs muß nun wieder durch den Hauptbahnhof
geschleust werden.
Die Havarie ist ein schwerer Schlag für die Kroatischen Eisenbahnen und
ihre engagierte Netzbetreiberin HZ Infrastruktura d.o.o., welche neben
der Behebung des Schadens selbst nun auch den Umleitungsverkehr bewältigen
muß.
Fachleute der Ingenieurtechnischen Fakultät der Universität Zagreb eilten
noch am Tag nach der Unglücksnacht zur Brücke; in ersten Stellungnahmen
wird davon gesprochen, daß die Setzung des Pfeilers im Flußbett wahrscheinlich
auch ernsthafte mehrdimensionale Verformungen der Blechträger nach sich
gezogen hat. So wird man nach den genauen Untersuchungen die betroffenen,
hunderte von Tonnen schweren Brückensegmente heben - evtl. auch völlig
aus dem ganzen Brückenzug nehmen - und unter ihnen mindestens den einen
Pfeiler aufrichten bzw. völlig neu errichten, anschließend dann die Segmente
selbst richten müssen.
Wie aufwendig dies sein und wie lange die Arbeiten dauern werden, ist
derzeit völlig unabsehbar (Joachim
Piephans, Fotos Toma Bacic/Jutarnji List, 01.04.09).
Zwangspause
für einen "Leichttriebwagen"
Wenn die Bora vom Küstengebirge an die Adria einfällt, ist nicht
nur für Seeleute höchste Vorsicht geboten - auch die Eisenbahner
wissen, was zu tun ist. Die kalten Fallwinde aus Nordost gehören
zu den stärksten der Welt, die Steinmauern entlang der Gleise rund
um Rijeka zeugen von der Gewalt dieser Winde, denen auch schon ganze Züge
zum Opfer fielen - gepackt wurden sie und die Dämme hinabgeworfen.
Bora war angesagt am vierten Januarsonntag dieses Jahres, und so wurde
der 7123 013/014, unterwegs als IC 500/501 von Zagreb nach Rijeka und
zurück, im Systemwechselbahnhof Moravice "gestutzt". Die
Fahrgäste mußten in einen von 1061 016 geführten Ersatzzug,
bestehend aus zwei B-Abteilwagen, umsteigen, der nachmittags dann wieder
als IC 501 zurückkehrte. In Moravice nahm der 7123 die Reisenden
auf.
Unser Bild zeigt den Doppeltriebwagen unverkennbar deutscher Herkunft
zu Beginn seiner mehrstündigen Zwangspause in Moravice. Rechts steht
die Wechselstromlok 1141 202, welche am Nachmittag den von Rijeka kommenden
Pu 4001 nach Zagreb übernehmen wird. Hinter dem schnellen Paradepferd
der HZ ist dagegen die 1061 007 erkennbar, welche gerade mit dem hier
endenden Pu 4801 ebenso von Rijeka gekommen ist - nach bewährter
k.u.k. Manier auf das besetzte Gleis eingelassen, den Halteplatz vom Weichenwärter
mit der roten Fahne angezeigt. Der Lokführer der 007er kletterte
von seinem Bock und schoß uns dieses Bild (Joachim
Piephans, Foto Ivan Crnkoci, 28.01.09).
Warten
auf die Rübe
Es ist noch kaum richtig hell, da hat der Meister die Lokschlüssel
seiner 2044 015 ausgehändigt bekommen und läuft nun samt Beimann
ins Vorfeld des Depo Osijek. Ein Blick zum Himmel: auch heute liegt ein
beischwerer Himmel über den Weiten Slawoniens an Donau und Drau.
Unangenehm kalt ist es obendrein. Doch mit einem Amidiesel im Rücken
wird ihnen schon warm werden ... schon ist der Packwagen gekuppelt, Zugführer
und Rangierer aufgestiegen, und dann geht es ein paar Kilometer weiter
in den Bahnhof Unterstadt, wo der mächtige Schlot der Zuckerfabrik
raucht. Rund um die Uhr, denn es ist Kampagne. November - die Rübe
rollt. Zwar gehen die in Osijek anlandenden süßen Früchte
aus der Baranja (Verladebahnhöfe Darda und Beli Monastir an der Grenze
nach Ungarn) weiter zur Verarbeitung nach Virovitica, doch wird hier in
Osijek Donji Grad die Ernte aus Syrmien (verladen wird im Grenzbahnhof
Tovarnik) zu Melasse gekocht. Und neue Geschäftsbeziehungen - oder
sind es alte? - haben sich außerdem aufgetan: 25.000 Tonnen Rüben
aus der Gegend um Sombor, in der serbischen Vojvodina gelegen, sollen
heuer die Osijeker Kessel zusätzlich auslasten. Und der direkte Weg
von Sombor führt - über dieDonaubrücke zwischen Bogojevo
und Erdu! Nach den zwei Kunstdüngerzügen im August kommt jetzt
richtig Verkehr auf die sonst so stille Achse.
Man schreibt den 22. November 2008, inzwischen rollt unsere 2044 015 mit
20 leeren Vierachsern hinter dem Packwagen ostwärts, vorbei am Hafenanschluß
in Nemetin, vorbei an der Sarvaer Bahnhofsruine, durch den Abzweigbahnhof
Dalj, wo die Schiene aus Vinkovci - Vukovar heranführt und wo der
prometnik seine Kelle hochhält - Durchfahrt! Um 11 Uhr kommt die
Fuhre alias 65481 im kleinen Bahnhof von Erdut zum Stehen, wo Fahrdienstleiter
und Weichenwärter die Stellung halten. Nein, aus Bogojevo ist noch
nicht bekannt, wann die Serben heute kämen. In aller Ruhe wird also
erst einmal rangiert: die Wagengruppe bleibt im dritten Gleis hinterstellt,
der Utz, aus dessen Schlot sich eine dünne Rauchfahne kräuselt,
wird auf 4 gestoßen und von der über 2 umfahrenden Maschine
am anderen Bahnhofskopf wieder eingefangen. Nun heißt es warten.
Warten auf die Rübe.
Was macht eine ganze kroatische Zugmannschaft, die noch keinen Zug hat?
Ein Nickerchen auf der Lok, Kaffeetrinken, Fernsehen, Palavern und Rauchen
im Bahnhofsbüro. Langsam schleichen die Zeiger. Die Glocke des Fernsprechers
von Osten bleibt stumm. Nachfragen bringt keine Klarheit: auch der serbische
Kollege in Bogojevo weiß nichts, erfährt seinerseits nur aus
Sombor, daß sich die Abfahrt des Güterzuges dort heute verzögere.
Noch nicht mal weg aus Sombor sind die also ... das kann ja heiter und
eine lange Schicht werden! Nach zwei Uhr nachmittags rührt sich der
Fernsprecher - aus Dalj, es ist der Osijeker Triebwagen, dessen Wende
nur kurz Abwechslung in die Runde bringt. Draußen an der Straße
zur Donaubrücke hört man Lastwagen röhren, bosnische zumeist.
Die Helligkeit nimmt ab. Als um 16.14 Uhr der Schwedentriebwagen von und
nach Vinkovci über die Einfahrweichen klappert, ist es schon dämmrig.
Es ist nicht mehr gar so lustig beim prometnik von Erdut. Die Woche ist
schon längst zu Ende erzählt an diesem Samstag. Man wird zu
spät kommen für's Sportfernsehen zuhause. Die spannendsten Momente
werden sie auf der Lok, im Packwagen und im Zuckerfabriksanschluß
verpassen, so viel steht fest. Ausgerechnet heute! Die ganzen Tage zuvor
war der 65480 spätestens gegen fünf, halb sechs zürück.
Was treiben die Serben da drüben eigentlich? Ist ihnen ihr "Kennedy"
verreckt? Böse Witze machen die Runde. Schon eine ganze Weile, nachdem
der Personenzug wieder weg ist, kommt endlich Nachricht vom Kollegen jenseits
der Brücke: in einer Dreiviertelstunde, vielleicht, könne man
mit dem 45830 rechnen. Inzwischen ist es stockdunkel.
Um halb sechs stolpert der Weichenwärter gähnend hinaus. Seine
Fahne braucht er gar nicht mehr mitzunehmen, stattdessen hat er die Lampe
in der Hand. An der roten Haltscheibe vor der Einfahrt stellt er sich
ins Gleis. Von der Brücke dröhnt es schon herauf. Ein Motor
brüllt auf, das letzte Stück vom Brückenkopf zur Station
über der Donau liegt in gehöriger Steigung. Der große
Stirnscheinwerfer wird sichtbar, schält sich aus dem Nebel, dann
auch die beiden unteren Loklampen der Maschine. Auf und ab schwenkt der
Wärter die Lampe, mehrmaliges Ab- und Aufblenden bestätigt,
daß der Meister das Signal wahrgenommen hat. Und dann poltern neunzig
Achsen vorbei und über die Weiche ins durchgehende Hauptgleis. Das
Hallo ist groß, die Eisenbahner aus der Batschka müssen sich
einigen Spott anhören. Dann geht es auch für die Osijeker endlich
an die Arbeit. Nur am Stationsgebäude stehen vier hohe Laternenmasten,
deren Licht die Dunkelheit durchdringen, ansonsten müssen Lokscheinwerfer
und Handlampen de Weg weisen. Die 644-17 zieht vor und setzt zurück
ins erste, das Ladegleis, die 2044 hat kurzzeitig beide Dienstwagen am
Haken und setzt der Kollegin den richtigen drauf. Dann "stellen sich beide
Maschinen auf ihre Züge", wie es in der alten Eisenbahnersprache
unter'm Doppeladler so schön heißt: die 2044-015 auf die 20
Rübenschachteln, die Somborer auf die 16 Leerwagen. Hektik kommt
freilich nicht auf. 18.30 Uhr wird es, bis der prometnik seine grüne
Lampe zum Abfahrauftrag für den 65480 hebt, noch einmal zehn Minuten
später, bis der 45831 zur Grenzbrücke hinunterrollen kann. Es
wird wieder ruhig auf dem kleinen Bahnhof von Erdut, bis auf die vereinzelten
Lkw auf der vorbeiführenden Straße.
Volles Rohr, soviel die Strecke verträgt und zuläßt, kutschieren
sie heimwärts. In Dalj ein auf und nieder gehendes Licht an der Einfahrt,
eine Gestalt mit grüner Lampe vor dem dunklen Stationsgebäude
- Pfiff und durch! Wenigstens ein Trost, daß sie heute nicht, wie
die Mannschaft vor zwei Tagen, noch in Nemetin Leerwagen aus dem Drauhafen
holen und in Donj Grad Rübenschnitzel für Ungarn beistellen
müssen. So geht es im Unterstadtbahnhof recht schnell:die Somborer
Rübenwagen auf die Seite, noch ein, zwei Wagengruppen auf Geheiß
des örtlichen Meisters hin und her, dann zurück auf's Hauptgleis.
Und ab durch die Mitte. Im "Hauptbahnhof" warten schon die Ablöser,
Züge gibt es genug: Transit nach beli Manastir, Leerwagen ebenso,
Rüben von dort nach Virovitica, dazu ein zweiter Nahgüter durch
die Podravina, und an die Posavina-Magistrale wollen heute nacht auch
noch zwei Trains. Aber für uns ist nach 62 Kilometern in fast zwölf
Stunden endlich - Feierabend!
Nachbemerkung: Es kann natürlich auch ganz anders sein.
Zwei Tage später stellte die Somborer Mannschaft ihre Rüben
aus der Batschka gegen halb elf vormittags in Erdut ab und verschwand
umgehend wieder über die Donau. Auf die leeren Schachteln, die die
Osijeker dann gegen Mittag brachten, wurde nicht gewartet. Die können
ja auch ruhig über Nacht da stehen bleiben. Gibt schöne 144
Achsen am Dienstag, wenn man dann wieder aufeinandertrifft beim Warten
auf die Rübe (Joachim
Piephans, 25.11.08).
Eisenbahnmuseum
Zagreb
 
War das Museum vor einigen Jahren noch eher ein Abstellplatz, so präsentierten
sich die Exponate heuer in neuem Anstrich. Es gibt österreichische, ungarische
und italienische Dampf- und Eloks zu sehen, sowie einige kroatische Dieselloks
(Johann Sturm, www.mytrains.at,
06.09.08).
Erster
Zug über die Donaubrücke zwischen Erdut (HR) und Bogojevo (SRB)
Endlich! Nach über einem Jahr seit der Betriebsfreigabe ist am Freitag,
08.08.2008 erstmals wieder ein regulärer Zug über die Kroatien und Serbien
verbindende Donaubrücke bei Erdut gerollt. Die Brücke war im Zuge des
serbisch-kroatischen Konflikts in den Neunziger Jahren zerstört worden
und wurde mit norwegischer und belgischer Finanzhilfe wiederaufgebaut.
Seither gibt es neben der Magistrale Zagreb - Šid - Beograd wieder eine
zweite Schienenverbindung zwischen den beiden Nachbarländern, doch fand
bisher kein Verkehr statt. Das vorgesehene Zugpaar 45831 / 45830 Vinkovci
- Bogojevo (ZS) - Vinkovci sollte vor allem zum Leerwagenaustausch dienen.
Unter den Eisenbahnfreunden hüben wie drüben des großen Stroms waren bereits
Tage zuvor Gerüchte über einen "ersten Zug" im Umlauf. Und er kam: kein
Leerzug, sondern 22 zweiachsige Schiebewandwagen mit Kunstdünger-Sackware
aus dem Betrieb "Petrokemija" im kroatischen Kutina (970 t Bruttogewicht)
liefen am Vormittag im Grenzbahnhof Erdut ein, bisher das kroatische Ende
der Schienenwelt (dargestellt übrigens auf dem Titelbild des LOK Report-Buches
"Schienenstoß,
grenznah"). Entgegen den Bild- und Buchfahrplänen spannte aber dann
die HŽ-2062 ab, eine serbische 661 kam samt Packwagen herüber und zog
dann um Punkt 11.00 Uhr die Fuhre aus dem Bahnhof, auf und über die Donaubrücke
sowie weiter nach Subotica, wo der Empfänger ansässig ist, die Firma Agrooprema.
Gäbe es den Grenzübergang nicht wieder, hätte der Ganzzug bis kurz vor
Beograd und dann über Novi Sad durch die gesamte Vojvodina fahren müssen
- auf dichtbelegter eingleisiger Strecke.
So hoffen denn Eisenbahner wie Politiker beider Seiten auf mehr Wirtschaftsaustausch
und mehr Schienenfracht auf dem direkten Weg zwischen Slawonien, Batschka
und Banat.
Der Brückenzug war anfangs (1870) Teil der privaten Alföld-Fiumaner Bahn
und wurde langjährig als Eisenbahn-Dampftrajekt betrieben, bis eine feste
Stromquerung errichtet wurde. Vor dem zweiten Weltkrieg fuhr der "Paris-Bucuresti-Express"
über die Strecke, bevor sie nach 1991 endgültig ihren Niedergang erlebte.
Nun kommt es vieleicht doch noch zu einer späten und kleinen Blüte (Joachim
Piephans, 09.08.08).
Baureihe
1061
 
 
 
Die Fotos zeigen: Gz vor der Abfahrt in Sapjane
mit 1061 106 am 10.7.08 gegen 14.00 Uhr (Dr. Jochen Christoph) der gleiche
Zug hinter Sapjane auf der Strecke (Foto: Jonathan Christoph), eine vier-fach
LZ 1061 (017,007,109,101) in Rijeka morgens um 9.00 Uhr am 10.7.08 vor
der Abfahrt in den Hafenbereich (Dr. Jochen Christoph), 1061 104 vor dem
11.15 Uhr-Zug nach Zagreb in Rijeka am 10.7.08 (Dr. Jochen Christoph),
1061 012 als Tw-Ersatz PUT 4803 am 10.7.08 bei der Einfahrt in den Bh.
Opatija-Matulji (Foto: Jonathan Christoph), 1061 017 vor MV 481 am 19.7.08
bei der Ausfahrt aus Opatija-Matulji (Foto: Jan Christoph).
Nach der Vorstellung der BR 1061 der HZ im LR 5/08 hier ein kurzer Lagebericht
zum Einsatz im Juli 2008: in Rijeka ausschließlicher E-Lok Einsatz dieser
Baureihe, keine Neubau-Maschinen im Rahmen von Probe-Einsätzen gesichtet.
Der planmäßige E-Triebwagen von Rijeka zur Grenze nach Sapjane wurde wegen
Ausfall von einer 1061 mit 1 Reisezugwagen ersetzt.
Die im LR 6/08 angegebenen Gz-Fahrzeiten haben allenfalls orientierenden
Character. Im jeweiligen Anschluß oder bei Abholung eines der planmäßigen
Reisezüge (MV 480ff) nach/von Lubljana wird i.d. R. ein Gz gefahren. Die
Kroaten scheinen hierbei gern die Reisezüge in Sapjane etwas aufzuhalten
bzw. zu verzögern.
Die Fotos zeigen: Gz vor der Abfahrt in Sapjane mit 1061 106 am 10.7.08
gegen 14.00 Uhr (Dr. Jochen Christoph) der gleiche Zug hinter Sapjane
auf der Strecke (Foto: Jonathan Christoph) eine vier-fach LZ 1061 (017,007,109,101)in
Rijeka morgens um 9.00 Uhr am 10.7.08 vor der abfahrt in den Hafenbereich
(Dr. Jochen Christoph,
Fotos Jan und Jonathan Christoph, 08.08.08).
Karlovac
 
 
Auf der Strecke Rijeka - Zagreb herrschte am Nachmittag des 30.07.2008
sehr dichter Zugverkehr, so dass rund um den Ort Duga Resa innerhalb einer
halben Stunde folgende Züge beobachtt werden konnten:
1141
007 mit Containerzug nach Rijeka
2062 019 mit gemischtem Gz nach Rijeka
1141 226 mit Reisezug aus Rijeka
1141 022 mit Schüttgutzug aus Rijeka
Im Bahnhof Karlovac wartete die 2062 019 mit einem Güterzug auf ihre Weiterfahrt
nach Rijeka. Die 2132 301 brachte eine Zuführung Holzwagen, währenddessen
7221 033 als allerletzter šinobus des HŽ-Fahrzeugparks (Eiserne Reserve
des Depo Karlovac) an diesem Tag wieder einmal einen Schwedentriebwagen
(Reihe 7122) zu vertreten hatte. Er fuhr an diesem Tag zwei Nachmittagszugpaare
nach Ozalj/Metlika und kehrt hier auf dem Bild vom Bahnsteig ins Depo
zurück. Im Reisezugdienst nach/von Rijeka waren die "alten Schweden" 1141
377 und 1141 230 im Einsatz zu beobachten (Reinhard
Hirsch, 04.08.08).
Bahnhof
Perusic
 
 
Im Bahnhof Perusic an der Strecke Rijeka/Karlovac - Knin begegnete mir
am 30.07.2008 ein Regionalzug analog der DB 61x.Baureihe. Der Bahnhof
Perusic wie auch die meisten Dörfer östlich davon weisen auch noch mehr
als ein Jahrzehnt nach dem Jugoslawien-Krieg unübersehbare Kriegsspuren
auf. Von Perusic in Richtung Knin verläuft die Strecke zwischen Gospic
und Zveti Rok meist parallel in Sichtweite zur Straße und ist dennoch
für Aufnahmen unerreichbar, da das Gebiet noch immer vermint ist (Reinhard
Hirsch, 02.08.08).
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