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Flagge LuxemburgLuxemburg / Luxembourg

RechteckSchienennetz Interoperabilität bescheinigt
Die Luxemburgische Staatsbahn CFL hat ein Zertifikat für das installierte European Train Control System (ETCS) erhalten. Die Prüfung der Interoperabilität (Eignung eines Eisenbahnsystems für den sicheren und durchgehenden Zugverkehr) erfolgte durch in die Deutschland benannte Stelle Eisenbahn-Cert (EBC) und der TÜV NORD Gruppe als assoziiertem Partner.
Mit dem neuen vereinheitlichten Zugsicherungssystem ETCS verfolgt die Europäische Union das Ziel einer gemeinsamen Verkehrspolitik und eines einheitlichen Sicherheitsstandards. Das gilt auch und besonders für den Schienenverkehr. Mit der Entwicklung der neuen Systeme haben sich auch die Verfahren für Prüfungen und Zulassungen geändert. Von den Mitgliedsstaaten benannte Stellen prüfen diese Systeme in ganz Europa unabhängig von ihrer Nationalität in Form von Zertifizierungen.
Die jetzt erfolgte Zertifizierung des installierten ETCS Level 1 in Luxemburg ist ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur Erfüllung der europäischen Eisenbahn-Richtlinie über die Interoperabilität des Eisenbahnsystems in der EU. Die Prüfung der Interoperabilität erfolgte als EG-Prüfung gemäß dem Prüf-Modul SG Einzelprüfung eines Teilsystems. Das Modul beschreibt das EG Prüfverfahren, bei dem eine benannte Stelle prüft und bestätigt, dass ein Teilsystem mit den relevanten Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI) übereinstimmt. Damit wird der Nachweis erbracht, dass die beschriebenen grundlegenden Anforderungen erfüllt sind und das Teilsystem in Betrieb genommen werden kann. Als Zeichen der erfolgreichen Prüfung wurde nun die EG-Prüfbescheinigung als Zertifikat an CFL übergeben.
Dieses Zertifikat erfüllt zwei wichtige Aufgaben. Erstens ermöglicht es CFL, die EG-Prüferklärung zu erstellen. Sie bescheinigt, dass sie die Anlagen nach den vereinbarten Grundsätzen betreibt, instand hält und nach der Nutzung gemäß der Richtlinie entsorgt. Zweitens bescheinigt die benannte Stelle den Nutzern der Infrastruktur, dass CFL ein den grundlegenden Anforderungen entsprechendes ETCS Level 1 Teilsystem installiert hat. Gerade dieser zweite Aspekt dokumentiert die Interoperabilität in einem Europäischen Eisenbahnnetz, was sehr wichtig für ein Bahn-Transitland wie Luxemburg ist, das zudem Nachbarländer mit unterschiedlichen Zugsteuerungs- und Zugsicherungssystemen hat.
Angesichts der Einführung von ETCS in Luxemburg wurde hiermit einer von vielen Schritten zur Stärkung der Eisenbahn in Europa gegangen und durch die damit verbundene Entlastung des Straßenverkehrs dem von allen Ländern verfolgten Ziel zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und der damit verbundenen Klimaveränderung Rechnung getragen (Pressemeldung TÜV Nord, 04.11.08).

RechteckAbkommen über die gegenseitige Wagenzulassung
Foto EPSF
François Jaeger (Luxemburg), André Latruwe (Belgien), Michel Aymeric (Frankreich) unterzeichnen das Protokoll.
Die nationalen Sicherheitsbehörden aus Belgien, Luxemburg und Frankreich haben am 5. September in Brüssel ein Protokoll über die gegenseitige Anerkennung der Genehmigung zur kommerziellen Nutzung von Wagen unterzeichnet. Dieses neue Protokoll erleichtert und beschleunigt die Erteilung von Genehmigungen für die kommerzielle Nutzung der Wagen.
Ein in einem der drei Länder zugelassener Waggon erhält nun viel schneller, und mit den gleichen Garantien für die Sicherheit, eine Zulassung in den anderen beiden Ländern, da die üblichen Vorgaben im Zusammenhang mit der"technischen Sicherheit" wesentlich erleichtert werden.

In einer Übergangsphase, in der die Fahrzeuge noch nicht alle Anforderungen der technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (Spécifications techniques d’interopérabilité, STI) erfüllen, stellt das neue Protokoll einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zur Harmonisierung und Interoperabilität dar (WKZ, Pressemeldung Etablissement public de sécurité ferroviaire, 11.09.08).

RechteckStudie über Direktverbindung des Saarlands mit Luxemburg
Herr Minister Lucien Lux und Herr Minister Joachim Rippel kamen zusammen mit ihren Partnern, der Kreisstadt Merzig und dem Landkreis Merzig-Wadern, überein, eine Studie in Auftrag zu geben, die die Fahrgastpotenziale für eine Schienenverbindung zwischen dem Saarland und Luxemburg bis zum Jahr 2020 untersucht.
Die Studie soll sich vordringlich auf kurzfristig realisierbare Potenziale und Optimierungsmöglichkeiten der Verbindung über Konz konzentrieren. Optional sollen aber auch die Potenziale einer möglichen Neubaustrecke zwischen Merzig und Luxemburg betrachtet werden. Bei der Abschätzung der Potenziale geht es sowohl um den Nah- wie auch um den Fernverkehr.
In der zu beauftragenden Potenzialuntersuchung soll geprüft werden, wie sich durch die Einführung von Schienendirektverbindungen auf der bestehenden Gleistrasse mit Fahrzeitverkürzungen zwischen Saarbrücken Hauptbahnhof und Luxemburg Hauptbahnhof der Modal Split von Pendlern und Fernreisenden zugunsten der Schiene verändert. In diesem Fall würde die Schienenverbindung über die Moselbrücke Konz nach Wasserbillig geführt werden, um die Fahrzeiten zu reduzieren.
Die Verbindung würde zusätzlich auch von der geplanten Beseitigung der Konfliktpunkte zwischen Karthaus und Wasserbillig profitieren.
Die Studie soll vom Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes beauftragt werden in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium des Grossherzogtums Luxemburg, der Kreisstadt Merzig und dem Landkreis Merzig-Wadern. Zur Begleitung der Potentialanalyse werden ein Lenkungskreis, bestehend aus Vertretern der Partner sowie eine fachbezogene Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der CFL, der DB AG und der Verkehrsverbundgesellschaft Saar eingerichtet.
Die Finanzierung der Studie soll je zur Hälfte durch die saarländische und die luxemburgische Seite erfolgen. An der Finanzierung auf saarländischer Seite beteiligen sich neben dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft auch die Kreisstadt Merzig und der Landkreis Merzig-Wadern
(Communiqué par le ministère des Transports, 06.06.08)

RechteckInformation Manager gibt aktuelle Störungsinformationen
Auch in Luxemburg gelangen Reisende mit HAFAS zukünftig von Tür zu Tür und erhalten dank des HAFAS Information Managers aktuelle Störungsinformationen. Die Erweiterungen wurden zum Jahresende als Landesauskunft Luxemburg unter www.mobiliteit.lu in Betrieb genommen. Neben den Fahrplandaten der Luxemburgischen Eisenbahn, werden so alle öffentlichen Verkehre (Busse) sowie Karten und Adressen landesweit integriert.
Als Ergänzung zu den interaktiven Kartenkomponenten kommt auch eine erweiterte Exportfunktion zu Google Earth zum Einsatz (Pressemeldung HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, 17.12.07).

RechteckEWIV-Antrag zur Verwirklichung der TEN-Achse Antwerpen - Basel/Lyon
Anfang 2006 hat die Europäische Union beschlossen, ein neues interopérable System der Sicherheit und des Managements des Eisenbahnverkehrs (ERTMS - European Rail Traffic Management System) auf sechs transeuropäischen Frachtkorridoren zu fördern. Einer von diesen Korridoren betrifft die doppelte Achse Antwerpen - Basel (648 km) und Antwerpen - Lyon (792 km). Die Position dieses Korridors ist auf europäischer Ebene strategisch, da er einen der größten Häfen Westeuropas mit wichtigen Industriepolen sowie mit ausgedehnten Marktzonen verbindet.
Zur Verwirklichung des Korridors sind zahlreiche Begleitmaßnahmen festgesetzt:
• Wesentliche Reduzierungen von Fahrzeiten sind im Hinblick auf 2020 geplant: Gewinn von 2,5 Stunden auf dem Zweig Antwerpen - Basel und von 2 Stunden auf dem Zweig Antwerpen - Lyon.
• Eine wesentliche Zunahme der Sicherheit und der Zuverlässigkeit der Fahrten sowie der Qualität der angebotenen Dienstleistungen wird ebenfalls erwartet.
Das erwartete Potential des Wachstums des Verkehrs beläuft sich auf 60% im Hinblick auf 2020. Die sozialökonomischen Vorteile werden pro Jahr auf 140 Millionen Euro geschätzt.
Am 9. Juni 2006 sind die Minister, die den Bahnverkehr Belgiens, des Großherzogtums Luxemburg, Frankreichs und der Schweiz regeln, feste Verpflichtungen eingegangen, um die Verwirklichung dieses Projekts zu unterstützen. In diesem Zusammenhang steht auch die Initiative, die am 16. März 2007 von den luxemburgischen (CFL) und französischen Infrastrukturbetreibern (RFF) ergriffen wurde, um sich in einer europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung (Groupement européen d'intérêt économique GEIE, Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung EWIV) zusammenzuschließen.
Die Europäische Union hat beschlossen, die Investitionen bis zu einem Maximum von 50% finanziell zu unterstützen, die für die Einführung dieses neuen Systems der Sicherheit und des Managements des Eisenbahnverkehrs notwendig sind, dies sowohl was die Ausstattung der Infrastruktur betrifft, als auch was die auf den rollenden Materialien der Eisenbahnunternehmen anzuschaffende Ausstattung betrifft. Gemäß den Erwartungen der Europäischen Union hat die GEIE einen gemeinsamen Antrag zur Finanzhilfe ausgearbeitet, der einen Betrag von 223,1 Millionen Euro umfasst.
Der Antrag ist offiziell am 12. Juli 2007 bei der Europäischen Kommission eingereicht worden. Dieses gemeinsame Vorgehen ist innovativ; es bildet eine Voraussetzung für die Einführung eines integrierten europäischen Eisenbahnraums, der die Bemühung, ein sehr hohes Sicherheitsniveau zu garantieren und die Forschung der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit die Eisenbahn kombiniert (Pressemeldung Ministère des Transports, 18.07.07).

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